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Stand der Technik
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Die
Erfindung geht von einem Verfahren und von einer Vorrichtung zur
Diagnose einer Kurbelgehäuseentlüftung einer
Brennkraftmaschine nach der Gattung der unabhängigen Ansprüche aus.
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Im
so genannten Halbmotorbetrieb einer Brennkraftmaschine werden die
Hälfte
der Zylinder durch Abschaltung der Einlass- und Auslassventile sowie
der Einspritzung abgeschaltet, was gegenüber dem normalen Vollmotorbetrieb
eine Kraftstoffeinsparung ermöglicht.
Alternativ kann der Halbmotorbetrieb auch nur durch eine Abschaltung
der Einspritzung realisiert werden. Dabei ist allerdings zu beachten,
dass dadurch Frischluft durch die entsprechenden Zylinder gepumpt
wird, wodurch ein nachfolgender Katalysator nicht mehr bei einem
Luft-/Kraftstoffgemischverhältnis von λ = 1 konvertieren
kann. Deshalb wird der Halbmotorbetrieb, der durch eine Abschaltung
der Einspritzung bei der Hälfte
der Zylinder realisiert wird, nur in der Konfiguration einer Ausblendung
sämtlicher
Zylinder einer Zylinderbank umgesetzt, der ein eigener Abgasstrang
mit einem eigenen Katalysator zugeordnet ist. Die andere Zylinderbank wird
dabei immer vollständig
befeuert.
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Die
Kurbelgehäuseentlüftung erfolgt
normaler Weise symmetrisch auf beiden Zylinderbänken. Im Halbmotorbetrieb darf
die Kurbelgehäuseentlüftung allerdings
nicht mehr auf der ausgeblendeten Zylinderbank erfolgen, da der
der ausgeblendeten Zylinderbank zugeordnete Katalysator den durch
die Kurbelgehäuseentlüftung eingeleiteten Öl- und Benzinnebel
nicht mehr konvertieren kann, was zu ei ner Überschreitung der zulässigen Abgasgrenzwerte führen könnte. Deswegen
wird ein als Abschaltventil ausgebildetes Stellglied verwendet,
das im Vollmotorbetrieb geöffnet
ist und eine in der Regel symmetrische Einleitung der Kurbelgehäuseentlüftung auf die
beiden Zylinderbänke
erlaubt. Im Halbmotorbetrieb wird dieses Abschaltventil geschlossen,
um die Kurbelgehäuseentlüftung nur
auf der nicht ausgeblendeten, vollständig befeuerten Zylinderbank
einzuleiten. Je nach Stellung des Abschaltventils ergibt sich somit
eine unterschiedliche Aufteilung der Kurbelgehäuseentlüftung auf die beiden Zylinderbänke.
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Da
je nach Stellung des Abschaltventils die Abgaszusammensetzung in
den beiden Abgassträngen
der Zylinderbänke
unterschiedlich beeinflusst wird, ist es wünschenswert, die Funktion des
Abschaltventils zu diagnostizieren.
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Vorteile der Erfindung
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Offenbarung der Erfindung
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
und die erfindungsgemäße Vorrichtung
zur Diagnose einer Kurbelgehäuseentlüftung einer
Brennkraftmaschine mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche haben
demgegenüber
den Vorteil, dass bei gleichzeitig aktiviertem Betrieb der mindestens
zwei Zylinderbänke
das Stellglied mindestens einmal zwischen einer ersten Stellung
und einer davon verschiedenen zweiten Stellung umgeschaltet wird,
dass für
mindestens eine der mindestens zwei Zylinderbänke eine von der Kurbelgehäuselüftung beeinflusste
charakteristische Größe der Brennkraftmaschine
vor und nach dem Umschalten ermittelt wird, dass für die durch
das Umschalten bedingte Änderung
der Aufteilung der Kurbelgehäuseentlüftung auf
die mindestens zwei Zylinderbänke
ein Mindestwert für
eine Änderung
der charakteristischen Größe mindestens
einer der mindestens zwei Zylinderbänke und/oder des Verhältnisses der
charakteristischen Größe zwischen
den mindestens zwei Zylinderbänken
vorgegeben wird und dass eine Fehlfunktion des Stellgliedes erkannt
wird, wenn mindestens eine aus den ermittelten Werten für die charakteristische
Größe abgeleitete Änderung
den ihr zugeordneten erwarteten Mindestwert betragsmäßig unterschreitet.
Auf diese Weise lässt
sich unter Verwendung bestehender Abgassensorik und damit ohne zusätzliche
Sensorik auf einfache, zuverlässige und
wenig aufwendige Weise die Funktion oder Fehlfunktion des Stellgliedes
der Kurbelgehäuseentlüftung erkennen.
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Durch
die in den Unteransprüchen
aufgeführten
Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Hauptanspruch
angegebenen Verfahrens möglich.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn als charakteristische Größe ein Sauerstoffgehalt
im Abgas gewählt
wird. Diese Größe steht
aufgrund der in den Abgassträngen
verbauten Lambdasensoren bzw. -sonden sowieso zur Verfügung, so
dass kein Zusatzaufwand an Sensorik erforderlich ist.
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Ein
weiterer Vorteil ergibt sich, wenn die Diagnose in einem Betriebszustand
der Brennkraftmaschine mit konstanter Motordrehzahl und Motorlast, insbesondere
in einem Leerlaufbetriebszustand der Brennkraftmaschine, durchgeführt wird.
Auf diese Weise wird ein stabiler Betriebspunkt der Brennkraftmaschine
erreicht und die Beeinflussung der charakteristischen Größe, insbesondere
der Abgaszusammensetzung bzw. des Sauerstoffgehaltes im Abgas bzw.
des Lambdawertes durch Störgrößen minimiert. Außerdem ist
in einem solchen stabilen Betriebspunkt der Brennkraftmaschine mit
einem ausreichenden Rauschabstand zu rechnen, da das Verhältnis von
Luftmassendurchsatz zu Kurbelgehäuseentlüftung im
Brennraum der Zylinder typischerweise am günstigsten ist, d. h. die Kurbelgehäuseentlüftung im Verhältnis zum
Luftmassendurchsatz am größten.
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Ein
weiterer Vorteil ergibt sich, wenn während der Durchführung der
Diagnose der Kurbelgehäuseentlüftung eine
Tankentlüftung
und Abgasdiagnosen deaktiviert werden. Auf diese Weise wird die Diagnose
der Kurbelgehäuseentlüftung nicht
durch die Tankentlüftung
oder sonstige Abgasdiagnosen gestört oder verfälscht.
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Vorteilhaft
ist außerdem,
wenn die Auswertung der charakteristischen Größe nach einem Umschalten der
Position des Stellgliedes für
eine vorgegebene Entprellzeit gesperrt wird. Auf diese Weise wird
die Zuverlässigkeit
der Diagnose erhöht.
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Vorteilhaft
ist weiterhin, wenn die Fehlfunktion des Stellgliedes nur dann diagnostiziert
wird, wenn die Fehlfunktion nach Durchführung einer Anzahl von Umschaltvorgängen des
Stellgliedes größer oder
gleich einer Mindestanzahl größer als
Eins häufiger
als ein vorgegebener Schwellwert erkannt wird. Auf diese Weise wird
ebenfalls die Zuverlässigkeit der
Diagnose erhöht
und es lassen sich kurzfristige Störeinflüsse auf die Diagnose unterdrücken.
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Zeichnung
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert. Es
zeigen:
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1 ein
Blockschaltbild einer Brennkraftmaschine,
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2 ein
Funktionsdiagramm zur Erläuterung
des erfindungsgemäßen Verfahrens
und der erfindungsgemäßen Vorrichtung
und
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3 einen
Ablaufplan für
einen beispielhaften Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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Beschreibung des Ausführungsbeispiels
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In 1 kennzeichnet 5 eine
Brennkraftmaschine mit zwei Zylinderbänken 10, 15 mit
jeweils einer eigenen Frischluftzufuhr, wobei die erste Zylinderbank 10 vier
Zylinder 11 und die zweite Zylinderbank 15 vier
Zylinder 16 umfasst. Die beiden Zylinderbänke 10, 15 sind
durch ein Kurbelgehäuse 160 verbunden,
das eine Kurbelgehäuseentlüftung 1 in die
beiden Zylinderbänke 10, 15 vorsieht.
Die Zylinder 11 der ersten Zylinderbank 10 sind
mit einem ersten Abgasstrang 75 und die Zylinder 16 der
zweiten Zylinderbank 15 mit einem zweiten Abgasstrang 80 verbunden.
Im ersten Abgasstrang 75 ist eine erste Lambdasonde 85 und
im zweiten Abgasstrang 80 eine zweite Lambdasonde 90 angeordnet.
Die beiden Lambdasonden 85, 90 messen den Sauerstoffgehalt
des Abgases des jeweiligen Abgasstrangs 75, 80 und
leiten das Messergebnis an eine Vorrichtung 25 weiter.
Dabei soll im Folgenden beispielhaft angenommen werden, dass die
Lambda sonden 85, 90 ein zeitlich und wertemäßig kontinuierliches
Signal liefern. Die Vorrichtung 25 steuert ferner ein Stellglied 20 der
Kurbelgehäuseentlüftung 1 an.
Dieses Stellglied 20 dient zur Beeinflussung der Aufteilung
der Kurbelgehäuseentlüftung in
die jeweilige Frischluftzufuhr der beiden Zylinderbänke 10, 15.
Im geschlossenen Zustand des Stellgliedes 20 wird die Kurbelgehäuseentlüftung vollständig der
ersten Zylinderbank 10 zugeführt und im offenen Zustand
des Stellgliedes 20 wir die Kurbelgehäuseentlüftung im Wesentlichen symmetrisch
auf die beiden Zylinderbänke 10, 15 verteilt.
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Erfindungsgemäß ist es
vorgesehen, bei gleichzeitig aktiviertem Betrieb der beiden Zylinderbänke 10, 15,
also im Vollmotorbetrieb, das Stellglied 20 mindestens
einmal zwischen seiner geschlossenen Stellung und seiner geöffneten
Stellung umzuschalten und für
mindestens eine der beiden Zylinderbänke 10, 15 eine
von der Kurbelgehäuseentlüftung beeinflusste
charakteristische Größe der Brennkraftmaschine,
beispielsweise den Lambdawert, vor und nach dem Umschalten zu ermitteln,
für die
durch das Umschalten bedingte Änderung
der Aufteilung der Kurbelgehäuseentlüftung 1 auf
die beiden Zylinderbänke 10, 15 einen
Mindestwert für
eine Änderung
der charakteristischen Größe mindestens
einer der beiden Zylinderbänke 10, 15 und/oder
einen Mindestwert für
eine Änderung
des Verhältnisses
der charakteristischen Größe zwischen
den beiden Zylinderbänken 10, 15 vorzugeben
und eine Fehlfunktion des Stellgliedes 20 zu erkennen,
wenn mindestens eine aus den ermittelten Werten für die charakteristische
Größe abgeleitete Änderung
den ihr zugeordneten erwarteten Mindestwert betragsmäßig unterschreitet.
Durch die Kurbelgehäuseentlüftung wird den
Brennräumen
der Zylinder 11, 16 Öl und Benzin aus dem Kurbelgehäuse zugeführt und
in den Brennräumen
mitverbrannt. Diese zusätzliche
Kraftstoffmenge aus der Kurbelgehäuseentlüftung 1 muss entsprechend
weniger über
die Einspritzung zugeführt werden,
was über
eine in den Figuren der Übersichtlichkeit
halber nicht dargestellte Lambdaregelung in dem Fachmann bekannter
Weise erfolgt.
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Wird
das Stellglied im Vollmotorbetrieb geschlossen, so bekommt die erste
Zylinderbank 10 die doppelte Menge an Öl und Benzin aus der Kurbelgehäuseentlüftung 1 und
die zweite Zylinderbank 15 bekommt gar kein Öl und Benzin
aus der Kurbelgehäuseentlüftung mehr.
Somit wird das Abgas der ersten Zylinderbank 10 ohne Regeleingriff
fetter und das Abgas der zweiten Zylinderbank 15 magerer.
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Die
entsprechenden Sprünge
des jeweiligen Lambdasignals werden über die Lambdasonden 85, 90 beobachtet
und im Hinblick auf die Funktion des Stellgliedes 20 ausgewertet.
Wird nach einer applizierbaren Wartezeit das Stellglied 20 wieder
geöffnet, erfolgt
ein Sprung des jeweiligen Lambdawertes in die entgegengesetzte Richtung,
was wieder von der jeweiligen Lambdasonde 85, 90 beobachtet
wird.
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Zur
Auswertung der Lambdasignale im Hinblick auf eine Diagnose der Funktion
des Stellgliedes 20 ist in 2 ein Funktionsdiagramm
der Vorrichtung 25 dargestellt, wobei die Vorrichtung 25 eine Vorrichtung
zur Diagnose der Kurbelgehäuseentlüftung 1 und
speziell des Stellgliedes 20 darstellt. Die Vorrichtung 25 umfasst
dabei eine erste Ermittlungseinheit 35, der das Signal
der ersten Lambdasonde 85 zugeführt ist. Ferner umfasst die
Vorrichtung 25 eine zweite Ermittlungseinheit 40,
der dieses Signal anschließend
von der ersten Ermittlungseinheit 35 zugeführt wird.
Die Vorrichtung 25 umfasst eine dritte Ermittlungseinheit 45,
der das Signal der zweiten Lambdasonde 90 zugeführt ist.
Die Vorrichtung 25 umfasst eine vierte Ermittlungseinheit 50,
der dieses Signal anschließend
von der dritten Ermittlungseinheit 45 zugeführt wird.
Die Vorrichtung 25 umfasst eine Umschalteinheit 30,
die eine Umschaltung des Stellgliedes 20 zwischen seiner
geöffneten
und seiner geschlossenen Stellung veranlasst. Über ein erstes Entprellglied 155 veranlasst
die Umschalteinheit 30 außerdem die erste Ermittlungseinheit 35 zur
Abtastung und Speicherung eines Signalwertes der ersten Lambdasonde 85. Über ein
zweites Entprellglied 156 veranlasst die Umschalteinheit 30 die
dritte Ermittlungseinheit 45 zur Abtastung und Speicherung eines
Signalwertes der zweiten Lambdasonde 90. Durch die Entprellglieder 155, 156 erfolgt
die Abtastung und Speicherung des jeweiligen Signalwertes um eine
applizierbare Entprellzeit nach der Umschaltung des Stellgliedes 20 durch
die Umschalteinheit 30. Diese applizierbare Entprellzeit
kann für
beide Entprellglieder 155, 156 gleich gewählt werden
und stellt sicher, dass die erste Lambdasonde 85 und zweite
Lambdasonde 90 auf den jeweils neuen Lambdawert nach Umschalten
des Stellgliedes 20 eingeschwungen ist, so dass die Diagnose
des Stellgliedes 20 auf der Grundlage der abgetasteten Lambdawerte
zuverlässig
durchgeführt
werden kann. Die Entprellzeit kann dabei beispielsweise auf einem Motor-
oder Rollenprüfstand
geeignet appliziert werden, um einerseits das Einschwingen auf einen
jeweils stabilen Lambdawert der jeweiligen Lambdasonde 85, 90 und
anderer seits einen möglichst
geringen Zeitversatz zum Umschaltzeitpunkt des Stellgliedes 20 für eine möglichst
schnelle Diagnose zu ermöglichen.
Mit jeder Abtastung und Speicherung eines neuen Lambdawertes durch
die erste Ermittlungseinheit 35 und die dritte Ermittlungseinheit 45 wird
der zuletzt gespeicherte Lambdawert der ersten Ermittlungseinheit 35 an
die zweite Ermittlungseinheit 40 weitergeleitet und dort
gespeichert bzw. der zuletzt gespeicherte Lambdawert der dritten
Ermittlungseinheit 45 an die vierte Ermittlungseinheit 50 weitergeleitet
und dort gespeichert. Die Ermittlung eines Lambdawertes durch die
erste Ermittlungseinheit 35 und die dritte Ermittlungseinheit 45 findet
dabei nur einmalig nach jedem Umschaltvorgang des Stellgliedes 20 statt.
Somit sind die Lambdawerte in der ersten Ermittlungseinheit 35 und
der dritten Ermittlungseinheit 45 einer anderen Stellung
des Stellgliedes 20 zugeordnet als die Lambdawerte in der
zweiten Ermittlungseinheit 40 und der vierten Ermittlungseinheit 50.
Die Lambdawerte in der ersten Ermittlungseinheit 35 und
der dritten Ermittlungseinheit 45 sind dabei ein und derselben
Stellung des Stellgliedes 20 zugeordnet. Auch die Lambdawerte
der zweiten Ermittlungseinheit 40 und der vierten Ermittlungseinheit 50 sind
ein und derselben Stellung des Stellgliedes zugeordnet. Die Umschalteinheit 30 wird
von einem ersten Vergleicher 105 getriggert, der das Signal
eines Zählers 100 mit
einem vorgegebenen Maximalzählerstand
eines Maximalzählerstandspeichers 110 vergleicht.
Solange der Zählerstand
des Zählers 100 den
Maximalzählerstand
des Maximalzählerstandspeichers 110 nicht überschritten
hat, gibt der erste Vergleicher 105 mit jedem Erhöhen des
Zählerstandes
des Zählers 100 einen
Setzimpuls an die Umschalteinheit 30 ab, der die Umschalteinheit 30 in der
beschriebenen Weise zur Umschaltung des Stellgliedes 20 und
die Ermittlungseinheiten 35, 40, 45, 50 zur
Erfassung der Lambdawerte veranlasst. Mit Überschreiten des Maximalzählerstandes
durch den Zählerstand
des Zählers 100 wird
die Umschalteinheit 30 vom ersten Vergleicher 105 nicht
mehr zur Umschaltung des Stellelementes 20 und zur Aufnahme
neuer Lambdawerte mittels den Ermittlungseinheiten 35, 40, 45, 50 veranlasst.
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Der
Zähler 100 wiederum
wird von einem Taktgenerator 95 bei einer vorgegebenen
Taktfrequenz inkrementiert, wobei die Taktperiode größer als
die vorgegebene Entprellzeit gewählt
ist.
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Ein
erster Differenzbildner 115 subtrahiert vom Wert der ersten
Ermittlungseinheit 35 den Wert der zweiten Ermittlungseinheit 40 und
leitet die Differenz an einen zweiten Vergleicher 106 weiter.
Ein zweiter Differenzbildner 120 subtrahiert vom Wert der dritten
Ermittlungseinheit 45 den Wert der vierten Ermittlungseinheit 50 und
leitet das Ergebnis an einen dritten Vergleicher 107 weiter.
Ein dritter Differenzbildner 125 subtrahiert vom Wert der
ersten Ermittlungseinheit 135 den Wert der dritten Ermittlungseinheit 45 und
leitet die Differenz an einen fünften
Differenzbildner 135 weiter. Ein vierter Differenzbildner 130 subtrahiert
vom Wert der zweiten Ermittlungseinheit 40 den Wert der
vierten Ermittlungseinheit 50 und leitet die Differenz
an den fünften
Differenzbildner 135 weiter. In einem zweiten Vergleicher 106 wird die
im ersten Differenzbildner 115 gebildete Differenz betragsmäßig mit
einem ersten vorgegebenen Mindestwert aus einer ersten Vorgabeeinheit 55 verglichen.
Liegt die Differenz des ersten Differenzbildners 115 betragsmäßig unterhalb
des ersten vorgegebenen Mindestwertes, so gibt der zweite Vergleicher
an seinem Ausgang ein Setzsignal an eine Erkennungseinheit 70 ab,
andernfalls ein Rücksetzsignal.
In einem dritten Vergleicher 107 wird die vom zweiten Differenzbildner 120 gebildete
Differenz betragsmäßig mit
einem zweiten vorgegebenen Mindestwert aus einer zweiten Vorgabeeinheit 60 verglichen.
Unterschreitet die vom zweiten Differenzbildner 120 gebildete
Differenz betragsmäßig den
zweiten vorgegebenen Mindestwert, so gibt der dritte Vergleicher 107 ein
Setzsignal an die Erkennungseinheit 70 ab, andernfalls
ein Rücksetzsignal.
Der fünfte
Differenzbildner 135 bildet die betragsmäßige Differenz
zwischen der vom dritten Differenzbildner 125 und der vom vierten
Differenzbildner 130 gebildeten Differenz. In einem vierten
Vergleicher 108 wird die betragsmäßige Differenz des fünften Differenzbildners 135 mit
einem dritten vorgegebenen Mindestwert aus einer dritten Vorgabeeinheit 65 verglichen.
Unterschreitet die Differenz des fünften Differenzbildners 135 betragsmäßig den
dritten vorgegebenen Mindestwert der dritten Vorgabeeinheit 65,
so gibt der vierte Vergleicher 108 an seinem Ausgang ein
Setzsignal an die Erkennungseinheit 70 ab, andernfalls
ein Rücksetzsignal.
Die Erkennungseinheit 70 ist als ODER-Glied ausgebildet
und weist an ihrem Ausgang ein Setzsignal auf, wenn mindestens eines
ihrer Eingangssignale gesetzt ist und andernfalls, d. h. wenn keines
ihrer Eingangssignale gesetzt ist, ein Rücksetzsignal. Der Begriff Setzsignal
ist für
die vorliegende Beschreibung so zu verstehen, dass es sich um einen
Setzimpuls vorgegebener Dauer handelt, die kleiner gewählt wird,
als die Taktperiode des Taktgenerators 95, so dass ver hindert
wird, dass für
mehrere aufeinander folgende Umschaltvorgänge des Stellgliedes 20 ein
permanentes Setzsignal von der Erkennungseinheit 70 abgegeben
werden kann. Das Ausgangssignal der Erkennungseinheit 70 wird
dabei einem Fehlerzähler 140 zugeführt, der
mit jedem neuen Setzimpuls am Ausgang der Erkennungseinheit 70 inkrementiert
wird. Der Zählerstand
des Fehlerzählers 140 wird
einem Verhältnisbildner 145 zugeführt, der
den Zählerstand
des Fehlerzählers 140 durch
den Maximalzählerstand
des Maximalzählerstandspeichers 110 dividiert
und den sich bildenden Quotienten einem fünften Vergleicher 109 zuführt. Dem
fünften
Vergleicher 109 wird außerdem von einem Häufigkeitsschwellwertspeicher 150 ein
vorgegebener Häufigkeitsschwellwert
zugeführt.
Der fünfte Vergleicher 109 prüft, ob der
Quotient des Verhältnisbildners 145 den
Häufigkeitsschwellwert
des Häufigkeitsschwellwertspeichers 150 erreicht
oder überschreitet
und gibt in diesem Fall an seinem Ausgang ein gesetztes Fehlersignal
F ab, andernfalls ein rückgesetztes
Fehlersignal F. Durch das gesetzte Fehlersignal F wird eine Fehlfunktion
des Stellelementes 20 diagnostiziert und kann in einer
Weiterverarbeitung angezeigt und/oder zum Einleiten von Ersatzmaßnahmen,
wie z. B. Sperren des Halbmotorbetriebs der Brennkraftmaschine 5 verwendet
werden. Die Vorrichtung 25 gemäß 2 kann beispielsweise
in einer Motorsteuerung der Brennkraftmaschine 5 software-
und/oder hardwaremäßig implementiert
sein.
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Der
erste vorgegebene Mindestwert in der ersten Vorgabeeinheit 55,
der zweite vorgegebene Mindestwert in der zweiten Vorgabeeinheit 60 und der
dritte vorgegebene Mindestwert in der dritten Vorgabeeinheit 65 können beispielsweise
auf einem Motor- oder Rollenprüfstand
geeignet appliziert werden. Das von der Umschalteinheit 30 gesteuerte
Umschalten des Stellgliedes 20 von der vollständig geöffneten
in die vollständig
geschlossene Position führt
wie beschrieben dazu, dass das Abgas im ersten Abgasstrang 75 fetter
und das Abgas im zweiten Abgasstrang 80 magerer wird. Umgekehrt
führt die von
der Umschalteinheit 30 angesteuerte Umschaltung des Stellgliedes 20 von
der vollständig
geschlossenen Position in die vollständig geöffnete Position dazu, dass
das Abgas im ersten Abgasstrang 75 magerer und das Abgas
im zweiten Abgasstrang 80 fetter wird. Für ein fehlerfrei
funktionierendes Stellglied 20 wird dabei auf dem Prüfstand der
erste vorgegebene Mindestwert als derjenige betragsmäßige Differenzwert
appliziert, um den sich der Lambdawert der ersten Lambdasonde 85 bei
den beiden beschriebenen Umschaltvorgängen des fehlerfrei arbeitenden
Stellgliedes 20 mindestens ändert, wobei von den für die beiden
Umschaltvorgänge
auf dem Prüfstand
gemessenen sich einstellenden Differenzen des Lambdawertes der betragsmäßig kleinere gewählt wird
abzüglich
einer Toleranzschwelle zur Berücksichtigung
von Störeinflüssen und
Messungenauigkeiten bei der erfindungsgemäß durchgeführten Diagnose. In entsprechender
Weise wird der zweite vorgegebene Mindestwert für den zweiten Abgasstrang 80 auf
dem Prüfstand
appliziert.
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Ist
das Stellglied 20 vollständig geöffnet, so erfolgt die Kurbelgehäuseentlüftung im
wesentlichen symmetrisch auf die beiden Zylinderbänke 15, 20,
so dass die Lambdawerte in den beiden Abgassträngen 75, 80 im
wesentlichen gleich groß sind.
Die Differenz zwischen diesen beiden Lambdawerten ist damit bei
vollständig
geöffnetem
Stellglied 20 idealer Weise gleich Null. Wird das Stellglied 20 von
der vollständig
geöffneten
in die vollständig
geschlossene Position umgeschaltet, so wird wie beschrieben das Abgas
im ersten Abgasstrang 75 fetter und im zweiten Abgasstrang 80 magerer,
so dass die Differenz zwischen den beiden Lambdawerten sich ändert. Wird
dann das Stellglied 20 von der vollständig geschlossenen wieder in
die vollständig
geöffnete
Position umschaltet, dann nähern
sich die beiden Lambdawerte der beiden Abgasstränge 75, 80 wieder
an, so dass ihre Differenz idealer Weise gleich Null beträgt. Diese Änderung
der Differenz zwischen den beiden Lambdawerten der beiden Abgasstränge 75, 80 wird
durch den fünften
Differenzbildner 135 betragsmäßig ermittelt, wohingegen der
erste Differenzbildner 115 die sich ergebende Differenz
des Lambdawertes des ersten Abgasstrangs 75 und der zweite Differenzbildner 120 die
sich ergebende Differenz des Lambdawertes des zweiten Abgasstrangs 80 für ein Umschalten
des Stellgliedes 20 ermittelt. Der dritte vorgegebene Mindestwert
wird dann entsprechend dem ersten vorgegebenen Mindestwert und dem zweiten
vorgegebenen Mindestwert auf einem Prüfstand bei fehlerfrei funktionierendem
Stellglied 20 als derjenige Wert appliziert, der sich bei
den beschriebenen beiden Umschaltvorgängen des Stellgliedes 20 für die Änderung
der Differenz zwischen den Lambdawerten der beiden Abgasstränge 75, 80 betragsmäßig mindestens
ergibt, abzüglich
einer Toleranzschwelle, um Messungenauigkeiten und Störeinflüsse zu berücksichtigen.
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Der
Maximalzählerstand
beschreibt die Anzahl der durchzuführenden Umschaltvorgänge des Stellgliedes 20 für einen
Diagnosevorgang und kann beispielsweise derart geeignet vorgegeben
werden, dass einerseits die Diagnose möglichst wenige Umschaltvorgänge in Anspruch
nimmt, andererseits ein statistisch zuverlässiges Diagnoseergebnis ermittelt wird.
Auch der Maximalzählerstand
kann dabei auf einem Prüfstand
im genannten Sinne geeignet appliziert werden. Dasselbe gilt für den Häufigkeitsschwellwert.
Der Häufigkeitsschwellwert
kann beispielsweise auf einem Prüfstand
derart geeignet appliziert werden, dass zum einen eine Fehlfunktion des
Stellgliedes 20 zuverlässig
erkannt wird, zum anderen jedoch dass Diagnoseergebnis beeinträchtigende
Messungenauigkeiten und Störeinflüsse hinreichend
berücksichtigt
werden und möglichst
wenig Zeit benötigt
wird, um andere Funktionen nicht zu lange zu stören oder zu verhindern. Zur
Bestimmung des geeigneten Häufigkeitsschwellwertes
können mehrere
Versuchsreihen auf dem Prüfstand
zum einen mit einem bekannt fehlerfrei funktionierenden Stellglied 20 und
zum andern auch mit einem bekannt fehlerhaft funktionierenden Stellglied 20 gefahren
werden.
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Für die Diagnose
reicht es aus, nur das Signal am Ausgang des zweiten Vergleichers 106 oder nur
das Signal am Ausgang des dritten Vergleicher 107 oder
nur das Signal am Ausgang des vierten Vergleicher 108 in
der beschriebenen Weise auszuwerten, wodurch Aufwand eingespart
werden kann, weil nur die für
die Bildung des für
die Diagnose verwendeten Signals erforderlichen Komponenten in der Vorrichtung 25 benötigt werden.
Die Diagnose wird aber zuverlässiger,
je mehr von den Ausgangssignalen des zweiten Vergleiches 106,
des dritten Vergleicher 107 und des vierten Vergleicher 108 für die Diagnose
in der beschriebenen Weise verwendet und in der Erkennungseinheit 70 ODER-
verknüpft
werden. Alternativ kann in der Erkennungseinheit 70 auch eine
UND-Verknüpfung der
zugeführten
Signale durchgeführt
werden und auf diese Weise die Anforderung an das Erkennen eines
Fehlers erhöht
werden.
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3 zeigt
einen Ablaufplan für
einen beispielhaften Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens. Besonders geeignet
für die
Durchführung
der Diagnose ist ein stabiler Betriebspunkt der Brennkraftmaschine 5 mit
konstanter Motordrehzahl und konstanter Motorlast, wie es beispielsweise
im Leerlaufbetriebszustand der Brennkraftmaschine 5 der Fall
ist. Weiterhin ist es vorteilhaft, soweit wie mög lich, alle Störgrößen abzuschalten,
wie zum Beispiel eine Tankentlüftung,
und von der beschriebenen Diagnose des Stellgliedes 20 verschiedene
Abgasdiagnosen zu deaktivieren. Ferner ist es von Vorteil, während der
erfindungsgemäßen Diagnose
eine Gemischadaption zu deaktivieren, um das Adaptionsergebnis der
Gemischadaption nicht zu verfälschen.
So wird nach dem Start des Programms bei einem Programmpunkt 200 geprüft, ob sich
die Brennkraftmaschine 5 in ihrem Leerlaufbetriebszustand
befindet. Zusätzlich
oder alternativ können
weitere Einschaltbedingungen auf Erfüllung geprüft werden, z. B. ist eine Endstufendiagnose
ohne erkannten Fehler abgeschlossen worden, liegt der Vollmotorbetrieb
vor, ist eine vorgegebene Mindestzeit seit dem Start der Brennkraftmaschine 5 verstrichen,
liegt die Motortemperatur über
einer vorgegebenen Schwelle und/oder dergleichen. Ist dies der Fall,
so wird zu einem Programmpunkt 205 verzweigt, andernfalls
wird zu Programmpunkt 200 zurück verzweigt.
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Bei
Programmpunkt 205 werden eine aktivierte Tankentlüftung sowie
vor der durchzuführenden
Diagnose des Stellgliedes 20 verschiedene Abgasdiagnosen
der Brennkraftmaschine abgeschaltet. Anschließend wird zu einem Programmpunkt 210 verzweigt.
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Bei
Programmpunkt 210 wird der Zähler 100 auf den Wert
Null initialisiert, genauso wie der Fehlerzähler 140. Anschließend wird
zu einem Programmpunkt 215 verzweigt.
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Bei
Programmpunkt 215 wird das Stellglied 20 bei der
nächstmaligen
Taktung der Umschalteinheit 30 in die vollständig geöffnete Position
verbracht. Anschließend
wird zu einem Programmpunkt 220 verzweigt.
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Bei
Programmpunkt 220 tastet die erste Ermittlungseinheit 35 nach
Ablauf der Entprellzeit seit dem beschriebenen Ansteuern des Stellgliedes 20 zum
Einstellen der vollständig
geöffneten
Position das Signal der ersten Lambdasonde 85 ab und speichert
den abgetasteten Wert. Entsprechend tastet die dritte Ermittlungseinheit 45 nach
Ablauf der Entprellzeit seit dem Einstellen des Stellgliedes 20 in
die vollständig
geöffnete
Position das Signal der zweiten Lambdasonde 90 ab und speichert
den Abtastwert ab. Anschließend
wird zu einem Programmpunkt 225 verzweigt.
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Bei
Programmpunkt 225 veranlasst die Umschalteinheit beim nächsten empfangenen
Taktsignal des ersten Vergleichers 105 die Umschaltung
des Stellgliedes 20 in die von der aktuellen Position verschiedene
andere Extremposition, im vorliegenden Fall, d. h. bei Erreichen
des Programmpunkts 225 vom Programmpunkt 220 die
Ansteuerung des Stellgliedes 20 zum Umschalten von der
zuvor angesteuerten vollständig
geöffneten
Stellung in die vollständig
geschlossene Stellung. Anschließend
wird zu einem Programmpunkt 230 verzweigt.
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Bei
Programmpunkt 230 leitet die erste Ermittlungseinheit 35 nach
Ablauf der Entprellzeit seit der letztmaligen Umschaltung des Stellgliedes 20 den
zuletzt gespeicherten Wert an die zweite Ermittlungseinheit 40 weiter,
wobei der Speicher der zweiten Ermittlungseinheit 40 mit
dem von der ersten Ermittlungseinheit 35 empfangenen Wert überschrieben
wird. Weiterhin tastet die erste Ermittlungseinheit 35 anschließend das
Signal der ersten Lambdasonde 85 ab und überschreibt
ihren Speicher mit dem abgetasteten Wert. Entsprechend leitet die
dritte Ermittlungseinheit 45 nach Ablauf der Entprellzeit
seit dem letztmaligen Umschalten des Stellgliedes 20 den
zuletzt gespeicherten Wert an die vierte Ermittlungseinheit 50 weiter.
Die vierte Ermittlungseinheit 50 überschreibt ihren Speicher
mit dem von der dritten Ermittlungseinheit 45 empfangenen
Wert. Anschließend
tastet die dritte Ermittlungseinheit 45 das Signal der
zweiten Lambdasonde 90 ab und überschreibt ihren Speicher
mit dem abgetasteten Wert. Anschließend wird zu einem Programmpunkt 235 verzweigt.
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Bei
Programmpunkt 235 bilden die Differenzbildner 115, 120, 125, 130, 135 in
der beschriebenen Weise die entsprechenden Differenzen und leiten
sie an die Vergleicher 106, 107, 108 weiter,
die in der beschriebenen Weise jeweils ein Ausgangssignal bilden
und an die Erkennungseinheit 70 weiterleiten. Anschließend wird
zu einem Programmpunkt 240 verzweigt.
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Bei
Programmpunkt 240 wird in der Erkennungseinheit 70 geprüft, ob mindestens
eines oder alternativ auch mehrere der Ausgangssignale des zweiten
Verglei chers 106, des dritten Vergleichers 107 und
des vierten Vergleichers 108 gesetzt ist und damit mindestens
eine der erfassten Änderungen beim
Umschalten des Stellgliedes 20 unter dem zugeordneten vorgegebenen
Mindestwert liegt. Ist dies der Fall, so wird zu einem Programmpunkt 245 verzweigt,
andernfalls wird zu einem Programmpunkt 250 verzweigt.
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Bei
Programmpunkt 245 gibt die Erkennungseinheit 70 einen
Setzimpuls ab und der Fehlerzähler 140 wird
um Eins inkrementiert. Anschließend wird
zu Programmpunkt 250 verzweigt.
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Bei
Programmpunkt 250 wird im ersten Vergleicher 105 geprüft, ob der
Zählerstand
des Zählers 100 den
vorgegebenen Maximalzählerstand überschritten
hat. Ist dies der Fall, so wird zu einem Programmpunkt 255 verzweigt,
andernfalls wird zu einem Programmpunkt 260 verzweigt.
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Bei
Programmpunkt 260 wird der Zähler 100 mit dem nächsten Taktsignal
des Taktgenerators 95 um Eins inkrementiert. Anschließend wird
zu Programmpunkt 225 zurückverzweigt.
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Bei
Programmpunkt 255 wird im Verhältnisbildner 145 der
Fehlerzählerstand
durch den Maximalzählerstand
dividiert. Anschließend
wird zu einem Programmpunkt 265 verzweigt.
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Bei
Programmpunkt 265 prüft
der fünfte
Vergleicher 109, ob der vom Verhältnisbildner 145 gebildete
Quotient den vorgegebenen Häufigkeitsschwellwert
erreicht oder überschreitet.
Ist dies der Fall, so wird zu einem Programmpunkt 270 verzweigt,
andernfalls wird das Fehlersignal F zurückgesetzt oder ein ungesetztes
Fehlersignal F abgegeben und das Programm verlassen.
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Bei
Programmpunkt 270 wird das Fehlersignal F gesetzt und damit
eine Fehlfunktion des Stellgliedes 20 diagnostiziert, wobei
als Folge des gesetzten Fehlersignals F die Fehlfunktion des Stellgliedes 20 beispielsweise
optisch und/oder akustisch wiedergegeben wird und optional ein Notlauf
der Brennkraftmaschine 5 eingestellt wird. Anschließend wird
das Programm verlassen.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
und die erfindungsgemäße Vorrichtung
wurden vorstehend beispielhaft für
eine Brennkraftmaschine mit zwei Zylinderbänken beschrieben. In entsprechender
Weise lässt
sich die erfindungsgemäße Diagnose
der Kurbelgehäuseentlüftung 1,
speziell des Stellgliedes 20 der Kurbelgehäuseentlüftung 1,
auch für
Brennkraftmaschinen mit mehr als zwei Zylinderbänken mit jeweils eigenem Abgasstrang
und jeweils eigener Frischluftzufuhr durchführen, von denen eine in der beschriebenen
Weise mit Hilfe des Stellgliedes 20 von der Kurbelgehäuseentlüftung 1 durch
vollständiges
Schließen
des Stellgliedes 20 abgetrennt werden kann. Auch in diesem
Fall lässt
sich die beschriebene Lambda-Änderung
in den einzelnen Abgassträngen der
entsprechenden Zylinderbänke
beobachten, wenn auch bei den nicht über das Stellglied 20 von der
Kurbelgehäuseentlüftung 1 absperrbaren
Zylinderbänken
bei zunehmender Anzahl dieser Zylinderbänke in geringerem Ausmaß. Für jede Zylinderbank mit
eigenem Abgasstrang kann dabei ein Vergleicher entsprechend dem
zweiten Vergleicher 106 und dem dritten Vergleicher 107 mit
den entsprechend zugeordneten Komponenten in der Vorrichtung 25 vorgesehen
sein, dessen Ausgangssignal ebenfalls der Erkennungseinheit 70 zugeführt wird.
Das selbe gilt für den
Vergleich zwischen den Lambdawerten jeweils zweier verschiedener
Abgasstränge
im Hinblick auf den vierten Vergleicher 108, wobei bei
diesem Vergleich jeder beliebige Lambdawert einer bezüglich der
Kurbelgehäuseentlüftung 1 nicht
absperrbaren Zylinderbank mit dem Lambdawert des zweiten Abgasstrangs 80 der
hinsichtlich der Kurbelgehäuseentlüftung 1 absperrbaren
Zylinderbank verglichen werden kann. Auch hier wird mit zunehmender
Anzahl der bezüglich
der Kurbelgehäuseentlüftung 1 nicht
absperrbaren Zylinderbänke
das Ausmaß der detektierbaren Änderung
der Differenz des Lambdawertes beim Umschalten des Stellgliedes 20 geringer.
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Für die Durchführung der
Diagnose reicht die Beobachtung eines einzigen Umschaltvorgangs
des Stellgliedes 20 von seiner vollständig geöffneten in seine vollständig geschlossene
oder von seiner vollständig
geschlossenen in seine vollständig
geöffnete Stellung
aus. Die Diagnose wird jedoch umso zuverlässiger, je mehr Umschaltvorgänge in der
beschriebenen Weise beobachtet werden. Der Maximalzählerstand
kann also beliebige ganzzahlige Werte größer oder gleich Null annehmen,
wobei der Diagnosevorgang mit zunehmendem Maximalzählerstand
länger
andauert. Um eine zuverlässige
statistische Auswertung bzw. Diagnose der Funktion des Stellgliedes 20 durchführen zu
können,
sollte jedoch der Maximalzählerstand
größer als
Null gewählt
werden. Wird jedoch der Maximalzählerstand
gleich Null gewählt, so
kann die Häufigkeitsschwelle
den Wert Eins annehmen.
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Als
charakteristische Größe für die Abgaszusammensetzung
wurde im vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel der Sauerstoffgehalt
im Abgas bzw. der Lambdawert gewählt.
Es kann aber auch jede andere beliebige charakteristische Größe für die Abgaszusammensetzung
oder Abgasmenge gewählt
werden, die im Falle der Umschaltung des Stellgliedes 20 von
seiner vollständig
geschlossenen in seine vollständig
geöffnete
oder von seiner vollständig
geöffneten
in seine vollständig
geschlossene Position eine in ihrem Ausmaß auswertbare Änderung
der Abgaszusammensetzung anzeigt, wenn sie durch geeignete Sensorik
erfasst werden kann. Beispielsweise kann als charakteristische Größe auch ein
Kraftstoffgehalt im Abgas gewählt
werden, wenn er durch geeignete Sensorik feststellbar ist.
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Für die Diagnose
wurde vorstehend eine Umschaltung des Stellgliedes 20 von
seiner vollständig
geschlossenen in seine vollständig
geöffnete oder
von seiner vollständig
geöffneten
in seine vollständig
geschlossene Stellung beschrieben. Eine Änderung der Aufteilung der
Kurbelgehäuseentlüftung 1 auf
die beiden Zylinderbänke 10, 15 ergibt
sich aber auch bereits dann, wenn die Position des Stellgliedes 20 überhaupt
geändert
wird. Die größte Änderung
der Aufteilung der Kurbelgehäuseentlüftung 1 und
damit auch die größte Änderung
der Lambdawerte innerhalb des jeweiligen Abgasstranges bzw. die
größte Änderung
der Differenz zwischen den Lambdawerten der beiden Abgasstränge ergibt
sich, wenn das Stellglied 20 von seiner vollständig geschlossenen
in seine vollständig
geöffnete
oder von seiner vollständig
geöffneten
in seine vollständig
geschlossene Stellung umgeschaltet wird. Somit wird für diesen
Fall eine maximale Zuverlässigkeit
der Diagnose erzielt. Die Diagnose lässt sich mit geringerer Zuverlässigkeit
aufgrund geringerer Änderungen
der Aufteilung der Kurbelgehäuseentlüftung 1 jedoch auch
dann in der beschriebenen Weise durchführen, wenn die Umschal tung
des Stellgliedes 20 von einer ersten vorgegebenen Position
in eine davon verschiedene zweite vorgegebene Position erfolgt,
wobei der Unterschied zwischen den beiden vorgegebenen Positionen
in vorteilhafter Weise so gewählt
werden sollte, dass sie zu auswertbaren Änderungen am Ausgang der Differenzbildner 115, 120 und 135 führen.
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Im
vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel
ist das Stellglied 20 derart angeordnet, dass es die Kurbelgehäuseentlüftung 1 zur
zweiten Zylinderbank 15 vollständig sperren kann, nicht jedoch
die Kurbelgehäuseentlüftung zur
ersten Zylinderbank 10. Die Aufteilung der Kurbelgehäuseentlüftung 1 auf
die beiden Zylinderbänke 10, 15 kann
aber je nach Stellung des Stellgliedes 20 auch dann unterschiedlich beeinflusst
werden, wenn das Stellglied 20 beispielsweise in der gemeinsamen
Zuführung 300 der
Kurbelgehäuseentlüftung 1 angeordnet
ist. In diesem Fall wird bei vollständiger Schließstellung
des Stellgliedes 20 die Kurbelgehäuseentlüftung vollständig unterbrochen,
also sowohl zur ersten Zylinderbank 10 als auch zur zweiten
Zylinderbank 15 abgesperrt. Für diesen Fall ist zwar für verschiedene
Stellungen des Stellgliedes 20 keine unterschiedliche Entwicklung
des Lambdawertes in den beiden Abgassträngen 75, 80 festzustellen
und daher die Auswertung mittels des vierten Vergleichers 108 nicht
mehr zu gebrauchen, jedoch werden sich bei unterschiedlicher Stellung
des Stellgliedes 20 in den einzelnen Abgassträngen 75, 80,
die jeweils von der vollständig
geschlossenen Stellung des Stellgliedes 20 verschieden
sein kann, ohne Regeleingriff der Lambdaregelung unterschiedliche
Lambdawerte einstellen, sodass die beschriebene Auswertung mittels
des zweiten Vergleichers 106 und des dritten Vergleichers 107 in
der beschriebenen Weise zur Diagnose des Stellgliedes 20 durchgeführt werden
können.
Bei einer Anordnung des Stellgliedes 20 in dem gemeinsamen Trakt 300 der
Kurbelgehäuseentlüftung 1 ist
die unterschiedliche Aufteilung der Kurbelgehäuseentlüftung 1 nicht wie
zuvor derart zu verstehen, dass der Anteil der Kurbelgehäuseentlüftung, der
der ersten Zylinderbank 10 zugeführt wird, von dem Anteil der Kurbelgehäuseentlüftung, der
der zweiten Zylinderbank 15 zugeführt wird, unterschiedlich ist,
sondern dahingehend, dass je nach Stellung des Stellgliedes 20 ein
unterschiedliches Ausmaß der
Kurbelgehäuseentlüftung auf
die beiden Zylinderbänke 10, 15 gelangt,
wobei jedoch beide Zylinderbänke 10, 15 unabhängig von
der Stellung des Stellgliedes 20 bei symmetrischer Kurbelgehäuseentlüftung 1 mit
der gleichen Menge an Kurbelgehäuseentlüftung versorgt werden.
Bei vollständig
geschlossener Stellung des Stellgliedes 20 wird in diesem
Fall die Kurbelgehäuseentlüftung zu
beiden Zylinderbänken 10, 15 vollständig unterbrochen.
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Sobald
jedoch das Stellglied 20 derart in der Kurbelgehäuseentlüftung 1 angeordnet
ist, dass sich für
verschiedene Stellungen des Stellgliedes 20 voneinander
unterschiedliche Anteile der Kurbelgehäuseentlüftung ergeben, die in die erste
Zylinderbank 10 bzw. in die zweite Zylinderbank 15 gelangen,
lässt sich
zusätzlich
zur Auswertung der Ausgangssignale des zweiten Vergleichers 106 und
des dritten Vergleichers 107 in der beschriebenen Weise
auch das Ausgangssignal des vierten Vergleichers 108 zur
Diagnose der Funktion des Stellgliedes 20 in der beschriebenen
Weise heranziehen. Diese Diagnose wäre sogar allein auf Grundlage
des Ausgangssignals des vierten Vergleichers 108 möglich, vorausgesetzt,
die sich durch das Umschalten der Stellung des Stellgliedes 20 zwischen
zwei vorgegebenen Positionen ergebende Änderung am Ausgang des fünften Differenzbildners 135 ist
hinreichend groß,
um im vierten Vergleicher 108 in der beschriebenen Weise zuverlässig ausgewertet
werden zu können.
Dazu kann das Stellglied 20 beispielsweise derart in der Kurbelgehäuseentlüftung 1 angeordnet
sein, dass es je nach Stellung gleichzeitig die Kurbelgehäuseentlüftung zur
ersten Zylinderbank 10 und die Kurbelgehäuseentlüftung zur
zweiten Zylinderbank 15 reduzieren kann, jedoch in unterschiedlichem
Ausmaß. Dies
ist beispielsweise bei einer Anordnung des Stellgliedes 20 im
Bereich 305 der Kurbelgehäuseentlüftung 1 denkbar, in
dem der gemeinsame Trakt 300 zu den beiden Zylinderbänken 10, 15 verzweigt.
Wenn sich dann bei einer solchen Anordnung des Stellgliedes 20 bei
unterschiedlichen Stellungen des Stellgliedes 20 eine unterschiedliche
Absperrwirkung der Kurbelgehäuseentlüftung auf
die beiden Zylinderbänke 10, 15 ergibt,
so lässt
sich wie beschrieben neben den Ausgangssignalen der Vergleicher 106, 107 auch
das Ausgangssignal des vierten Vergleichers 108 in der
beschriebenen Weise zur Diagnose heranziehen. Die Diagnose wäre dann
sogar allein mit Hilfe des Ausgangssignals des vierten Vergleichers 108 in der
beschriebenen Weise möglich.
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Von
der Kurbelgehäuseentlüftung 1 werden auch
andere charakteristische Größen der
Brennkraftmaschine 5 als die Abgaszusammensetzung beeinflusst,
wie z. B. der Saugrohrdruck der einzelnen Zylinderbänke, die
Gaszusammensetzung im jeweiligen Saugrohr der einzelnen Zylinderbänke, der Brennraumdruck
und der Brennraumdruckverlauf in den einzelnen Zylinderbänken. Diese
Größen können in
entsprechender Weise wie für
die Abgaszusammensetzung beschrieben zur Diagnose der Funktion des
Stellgliedes 20 ausgewertet werden.