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DE102007006901B4 - Vorrichtung zur Behandlung von Stuhl- und Harninkontinenz durch Stimulation - Google Patents

Vorrichtung zur Behandlung von Stuhl- und Harninkontinenz durch Stimulation Download PDF

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DE102007006901B4
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urinary incontinence
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Lothar Kronenberger
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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    • A61H21/00Massage devices for cavities of the body, e.g. nose, ears and anus ; Vibration or percussion related aspects A61H23/00
    • AHUMAN NECESSITIES
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Abstract

Vorrichtung zur Behandlung von Stuhl- und Harninkontinenz durch Stimulation, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung zur Erzeugung mechanischer Schwingungen zur Beaufschlagung des Schließmuskels vorgesehen ist.

Description

  • Die Erfindung richtet sich auf eine Vorrichtung zur Behandlung Stuhl- und Harninkontinenz durch Stimulation.
  • Es ist insoweit bekannt, die entsprechenden Schließmuskeln einer elektrischen, insbesondere impulsartigen Stimulation auszusetzen, um auf diese Weise den Muskel zu trainieren und zu stärken.
  • Beispielsweise beschreibt die EP 0 963 217 B1 einen Inkontinenz-Tampon mit einer Elektrode, wobei eine zweite Elektrode im Bereich des Unterbauchs äußerlich appliziert wird.
  • Auch die FR 2 547 203 , die EP 0 411 632 A1 und die EP 0 733 381 A2 beschreiben Tamponkonstruktionen mit Elektroden zur elektrischen Stimulation.
  • Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein noch effektiveres Schließmuskeltraining zu realisieren als Alternative und Verbesserung der bekannten Elektrostimulation.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass eine Einrichtung zur Erzeugung mechanischer Schwingungen zur Beaufschlagung des Schließmuskels vorgesehen ist.
  • Bei einer ersten Variante dieser erfindungsgemäßen Lösung ist insoweit eine tamponartige Hülle mit einem Permanentmagneten vorgesehen und eine Einrichtung zur Erzeugung eines magnetischen Wechselfeldes. Hierdurch wird der Permanentmagnet zu oszillierenden Bewegungen veranlasst und die resultierenden Schwingungen werden auf den Schließmuskel übertragen.
  • Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Einrichtung zur Erzeugung eines magnetischen Wechselfeldes eine Anordnung zur Einstellung der Frequenz und/oder der Amplitude umfasst.
  • Eine andere Variante sieht vor, dass in einer tamponartigen Hülle ein piezoelektrischer Schwingungsgeber angeordnet ist, der mittels einer externen Regeleinrichtung in Schwingungen versetzt wird. Auch hier besteht die Möglichkeit, während der Behandlung Frequenz und Amplitude zu verändern.
  • Eine dritte Möglichkeit sieht eine batteriebetriebene mechanische Schwingungs-Erregungseinrichtung vor. Diese Variante weist allerdings den Nachteil auf, dass lediglich ein Aus- und Einschalten extern möglich ist, nicht aber eine gezielte therapeutische Frequenz- und Amplitudenänderung.
  • Bei allen drei Ausführungsformen ist, wie erwähnt, die Schwingungs-Erregungseinrichtung von einer tamponartigen Hülle umgeben, welche an die Anatomie der jeweiligen Körperhöhlung angepasst ist. Allerdings wird anders als bei einem Tampon, der für einen mehrstündigen Gebrauch vorgesehen ist und insbesondere auch eine Abdichtfunktion übernehmen muss, bei einer erfindungsgemäßen tamponartigen Hülle die Materialwahl so getroffen, dass zwar einerseits ein möglichst guter Tragekomfort erzielt wird, andererseits aber gewährleistet ist, dass die erzeugten Schwingungen auch wirksam auf die Muskulatur übertragen werden, d. h. das Material darf nicht zu weich gewählt werden, dass die Schwingungen zu stark gedämpft werden.
  • Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
  • 1 eine Ansicht einer erfindungsgemäß eingesetzten tamponartigen Hülle und
  • 2 einen Längsschnitt durch die Hülle nach 1.
  • Prinzipiell kommen alle Tampon-Konfigurationen in Betracht, insbesondere solche, die einen vollständigen Kontakt zwischen Schleimhaut und Tamponoberfläche ermöglichen und dementsprechend die Stimulation optimal fördern. Nachfolgend wird beispielhaft ein sogenannter Spiraltampon beschrieben.
  • In der Zeichnung ist eine erfindungsgemäß Hülle 1 dargestellt, die einen im wesentlichen zylinderförmigen Grundkörper 2 mit einer Sackbohrung 3 aufweist.
  • Das vordere Ende 4 des Grundkörpers 2 ist kuppenartig abgerundet. Ein Rückholfaden 6 erstreckt sich von der dem abgerundeten Ende 4 abgewandten Stirnseite 5 parallel zur Sackbohrung 3 und über einen U-förmigen Abschnitt 7 wieder zurück zur Stirnseite 5.
  • Eine Besonderheit der beschriebenen Hülle liegt darin, dass der Grundkörper 2 mit nutenartigen Vertiefungen 8 versehen ist, welche sich schraubenförmig um die Längsachse 9 des Grundkörpers 2 erstrecken, wodurch ein fester Sitz erreicht wird und wobei Gase abgeleitet werden können, die insbesondere aufgrund der Schwingungen verstärkt auftreten können.
  • Die vorstehend beschriebene Hülle ist in dieser Grundkonfiguration als Tampon an sich aus DE 197 47 633 C1 bekannt.
  • Erfindungsgemäß ist mm vorgesehen, dass in das Sackloch 3, welches herkömmlicherweise zur Aufnahme einer Einführhilfe dient, ein piezoelektrischer Schwinger eingesetzt ist, der über Leitungen mit einer Steuereinrichtung zur Veränderung von Amplitude und Frequenz verbunden ist.
  • Solche piezoelektrischen Schwinger sind beispielsweise als Ultraschallgeber handelsüblich, weshalb sich eine detaillierte Beschreibung erübrigt.
  • Allerdings wird erfindungsgemäß nicht im Ultraschallbereich gearbeitet, sondern mit deutlich niedrigeren, vorzugsweise variablen Frequenzen.

Claims (6)

  1. Vorrichtung zur Behandlung von Stuhl- und Harninkontinenz durch Stimulation, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung zur Erzeugung mechanischer Schwingungen zur Beaufschlagung des Schließmuskels vorgesehen ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen in einer tamponartigen Hülle (1) angeordneten Permanentmagneten umfasst.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Erzeugung eines magnetischen Wechselfeldes eine Anordnung zur Einstellung der Frequenz und/oder der Amplitude umfasst.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einer tamponartigen Hülle (1) ein piezoelektrischer Schwingungsgeber angeordnet ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schwingungsgeber eine externe Regeleinrichtung zur Einstellung von Frequenz und/oder Amplitude zugeordnet ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einer tamponartigen Hülle (1) ein batteriebetriebener, mechanischer Schwingungsgeber angeordnet ist.
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Datenbankausdruck www.geishakugel.de/informationen.htm mit Literaturhinweisen *
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