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DE102007006728A1 - Kapselungsabschnitt einer gasisolierten Hochspannungsanlage - Google Patents

Kapselungsabschnitt einer gasisolierten Hochspannungsanlage Download PDF

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DE102007006728A1
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encapsulation
encapsulation section
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elastic spring
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DE102007006728A
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English (en)
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Andreas Kleinschmidt
Steffen Rautenberg
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Siemens Corp
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Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02BBOARDS, SUBSTATIONS OR SWITCHING ARRANGEMENTS FOR THE SUPPLY OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02B13/00Arrangement of switchgear in which switches are enclosed in, or structurally associated with, a casing, e.g. cubicle
    • H02B13/02Arrangement of switchgear in which switches are enclosed in, or structurally associated with, a casing, e.g. cubicle with metal casing
    • H02B13/035Gas-insulated switchgear
    • H02B13/045Details of casing, e.g. gas tightness
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G5/00Installations of bus-bars
    • H02G5/002Joints between bus-bars for compensating thermal expansion

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Connection Of Plates (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft einen Kapselungsabschnitt (1) einer gasisolierten Hochspannungsanlage, die mindestens zwei entlang einer Achse (a) nebeneinander angeordnete Kapselungsbausteine (2, 3) aufweist, wobei jeder Kapselungsbaustein (2, 3) mit je mindestens einem Anschlussflansch (4, 5) versehen ist und wobei zwischen zwei einander zugewandten Anschlussflanschen (4, 5) ein zumindest einseitig axialkraftübertragendes und dichtendes Ausgleichselement (6) angeordnet ist. Um für einen derartigen Kapselungsabschnitt eine kompakte Bauform zu erreichen, sieht die Erfindung vor, dass das Ausgleichselement (6) zwei Ringscheibenelemente (7, 8) umfasst, zwischen denen ein elastisches Federmaterial (9) angeordnet ist, das beide Ringscheibenelemente (7, 8) miteinander verbindet.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Kapselungsabschnitt einer gasisolierten Hochspannungsanlage, die mindestens zwei entlang einer Achse nebeneinander angeordnete Kapselungsbausteine aufweist, wobei jeder Kapselungsbaustein mit je mindestens einem Anschlussflansch versehen ist und wobei zwischen zwei einander zugewandten Anschlussflanschen ein zumindest einseitig axialkraftübertragendes und dichtendes Ausgleichselement angeordnet ist.
  • Ein gattungsgemäßer Kapselungsabschnitt ist aus der DE 198 15 151 C1 bekannt. Bei gekapselten und gasisolierten Hochspannungsanlagen muss zum Ausgleich von Wärmeausdehnungen zwischen den verschiedenen Teilen der Hochspannungsanlage eine Möglichkeit zum Verschieben in eine Achsrichtung vorgesehen werden. Ein bevorzugter Anwendungsfall sind dabei Sammelschienen von Hochspannungsschaltanlagen.
  • Die genannte Druckschrift zeigt eine Lösung, bei der ein Faltenbalg eingesetzt wird, der thermisch bedingte axiale Verschiebungen ausgleichen kann. Bekannt sind derartige Ausgleichselemente für thermische Spannungen auch unter der Bezeichnung Bördelkompensatoren.
  • Eine alternative Lösung stellt auf Schiebestücke ab, die zwischen zwei Kapselungsbausteinen eine relative Verschiebung zulassen und auf diese Weise thermisch bedingte Spannungen abbauen (sog. Schiebekompensatoren).
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so fortzubilden, dass es möglich wird, mit geringerem Aufwand eine hinreichende Möglichkeit zum thermisch bedingten axialen Ausgleich zwischen zwei Kapselungsbausteinen zu schaffen. Die Vorrichtung soll dabei einfach aufgebaut sein, so dass sie preiswert hergestellt werden kann. Weiterhin soll sie einen möglichst geringen Bauraum einnehmen. Schließlich soll – was ebenfalls die Herstellkosten niedrig halten soll – die Montage der Anlage in einfacher Weise möglich sein.
  • Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung ist bei einem gattungsgemäßen Kapselungsabschnitt dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement, das zwischen zwei Kapselungsbausteinen angeordnet ist, zwei Ringscheibenelemente umfasst, zwischen denen ein elastisches Federmaterial angeordnet ist, das beide Ringscheibenelemente miteinander verbindet.
  • Insoweit kann man die erfindungsgemäße Idee so charakterisieren, dass ein Dehnungsring als Ausgleichselement vorgesehen wird, der eine Kombination eines Bördelkompensators und eines Schiebekompensators darstellt und eine Sandwichstruktur aufweist, die die unten genannten Vorteile zur Folge hat.
  • Damit wird – wie noch im Detail zu sehen sein wird – eine gasdichte Verbindung der beiden Kapselungsbausteine möglich, wobei eine einfache und ausreichende Möglichkeit des Ausgleichs von thermischen Bewegungen in Achsrichtung möglich ist.
  • Das elastische Federmaterial ist bevorzugt ein Gummi- oder Kunststoffmaterial. Es kann als elastisches Federmaterial insbesondere ein Thermoplastisches Elastomer (TPE) eingesetzt werden.
  • Eine Fortbildung der Erfindung sieht vor, dass das elastische Federmaterial eine hohlzylindrische Form aufweist (also eine ringförmige Ausgestaltung).
  • Das elastische Federmaterial kann als Ring ausgebildet sein, der zumindest einen um den Umfang umlaufenden Einschnitt aufweist. Dabei kann vorgesehen werden, dass der Einschnitt im Radialschnitt eine rechteckförmige Gestalt aufweist. Weiterhin kann der Einschnitt im Radialschnitt eine V-förmige Gestalt aufweisen.
  • Die beiden Ringscheibenelemente können parallel zueinander angeordnet sein und sich senkrecht zur Achse radial erstrecken.
  • Weiterhin kann vorgesehen werden, dass die beiden Ringscheibenelemente an einer radialen Position mit einem Verbindungsabschnitt miteinander verbunden sind. Dabei hat es sich bewährt, wenn der Verbindungsabschnitt am radial äußeren Ende der Ringscheibenelemente angeordnet ist. Der Verbindungsabschnitt kann im Radialschnitt halbkreisförmig ausgebildet sein.
  • Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Verbindung zwischen dem Ausgleichselement und den Anschlussflanschen durch eine Anzahl Schrauben hergestellt ist, die in Richtung der Achse ausgerichtet sind, d. h. die Schraubenlängsachse weist in Richtung der Achse. Dabei kann vorgesehen werden, dass mindestens eine Schraube die Ringscheibenelemente und das elastisches Federmaterial durchsetzt. Weiterhin kann vorgesehen werden, dass zwischen dem Kopf der Schraube und einer vom Ausgleichselement abgewandten Auflagefläche des Anschlussflansches mindestens eine in Richtung der Achse wir kende Feder angeordnet ist. Die Feder kann eine Tellerfeder sein.
  • Zwischen den beiden Anschlussflanschen kann weiterhin der Befestigungsflansch eines Isolators angeordnet sein, der als solcher bei gattungsgemäßen Vorrichtungen bekannt und gebräuchlich ist.
  • Zwischen den Ringscheibenelementen des Ausgleichselements und dem Anschlussflansch bzw. dem Befestigungsflansch des Isolators kann ein Dichtungselement angeordnet sein. Dieses kann ein O-Ring sein.
  • Die Kompensationsfähigkeit der Einrichtungen gemäß dem Stand der Technik liegt in einer Größenordnung, die normalerweise nicht benötigt wird. Die Fähigkeit der genannten Vorrichtungen zum Ausgleich axialer, thermisch bedingter Dehnungen liegt also meist weit über den auftretenden Dehnungen infolge der Erwärmung bzw. Abkühlung in der Sammelschiene. Weiterhin ist der bauliche Aufwand, der zur Herstellung der vorbekannten Einrichtungen getrieben werden muss, erheblich, so dass die Anlagen zumeist teuer sind. Die verwirklichte Möglichkeit, thermisch bedingten Ausgleich aufzunehmen, ist indes überdimensioniert. Aufgrund des Aufbaus der vorbekannten Einrichtungen wird auch ein nicht unerheblicher Bauraum benötigt, was nachteilig ist.
  • Dem gegenüber liefert das erfindungsgemäße Konzept Vorteile:
    Die vorgeschlagene Lösung zeichnet sich dadurch aus, dass sie einen recht einfachen Aufbau hat und damit relativ kostengünstig realisiert werden kann. Die Möglichkeit, thermisch bedingte axiale Verschiebungen auszugleichen, ist dennoch absolut ausreichend.
  • Es ergibt sich damit eine einfache und kostengünstige Lösung.
  • Weiterhin beansprucht die vorgeschlagene Einrichtung in Form des gefederten Dehnungsrings im Vergleich mit vorbekannten Bördel- oder Schiebekompensatoren einen geringeren Einbauraum, was sich ebenfalls positiv bemerkbar macht.
  • Die Montage der dargestellten Vorrichtung ist auch sehr einfach möglich, so dass die diesbezüglichen Kosten gering bleiben.
  • Auf die Verwendung von Zugankern, wie sie bei den vorbekannten Bördel- oder Schiebekompensatoren üblich sind, kann bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Kapselungsabschnitts verzichtet werden, da die notwendige elastische Schraubverbindung in die Behälterverschraubung integriert wurde. Die elastische Verschraubung ist im Vergleich mit den vorbekannten Zugankern vorteilhaft, da sie gleichmäßig am Flanschumfang verteilt wird. In vorteilhafter Weise können damit hochfeste und damit teure Werkstoffe und materialintensive Konstruktionen zur Befestigung der Zuganker vermieden werden.
  • Vorteilhaft ist schließlich, dass der gefederte Dehnungsring bei geeigneter Materialwahl neben einer freiluftfesten Kapselung auch die Funktion der Stromschienen (Gehäuserückstrom) übernehmen kann.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
  • 1 in perspektivischer Ansicht schematisch zwei miteinander verbundene Kapselungsbausteine mit einem Kapselungs abschnitt, wobei hier als Einbaubeispiel eine Sammelschiene einer Hochspannungsanlage gezeigt ist,
  • 2 schematisch den Radialschnitt durch einen Teil des Kapselungsabschnitts zwischen den beiden Kapselungsbausteinen,
  • 3 in vergrößerter Ansicht schematisch einen Teil eines Ausgleichselement im Radialschnitt, wie es bei der Hochspannungsanlage nach 1 bzw. 2 eingesetzt wird (Vollversion),
  • 4 eine zu 3 alternative Ausgestaltung des Ausgleichselements (Hohlversion),
  • 5 eine weitere zu 3 alternative Ausgestaltung des Ausgleichselements (gekapselte Version),
  • 6a das Ausgleichselement gemäß 3 im noch nicht montierten Zustand,
  • 6b das Ausgleichselement gemäß 3 im montierten Zustand bei normaler Betriebstemperatur,
  • 6c das Ausgleichselement gemäß 3 im montierten Zustand bei hoher Betriebstemperatur und
  • 6d das Ausgleichselement gemäß 3 im montierten Zustand bei niedriger Betriebstemperatur.
  • In 1 ist ein Teil einer Hochspannungsanlage dargestellt, nämlich einer Sammelschiene. Zu sehen sind zwei Kapselungsbausteine 2 und 3, die gasisoliert sind und die über einen Kapselungsabschnitt 1 miteinander gasdicht verbunden sind.
  • Der Kapselungsabschnitt 1 stellt nicht nur eine gasdichte Verbindung zwischen den Kapselungsbausteinen 2, 3 sicher, mit ihm ist es auch möglich, thermische Verschiebungen zwischen den Teilen 2, 3 in Richtung der Achse a auszugleichen.
  • Der Kapselungsabschnitt 1 ist dabei zwischen zwei Anschlussflanschen 4 und 5 angeordnet, wobei je ein Anschlussflansch 4 bzw. 5 am Kapselungsbaustein 2 bzw. 3 an der Seite des Kapselungsbausteins 2, 3 angeordnet ist, an den der dargestellte Kapselungsabschnitt 1 angrenzt.
  • Details zum Aufbau des Kapselungsabschnitts 1 gehen aus 2 hervor.
  • Grundsätzlich ist – wie bereits erläutert – der Kapselungsabschnitt 1 zwischen den beiden Anschlussflanschen 4 und 5 der Kapselungsbausteine 2, 3 montiert. Zentraler Bestandteil des Kapselungsabschnitts 3 ist ein Ausgleichselement 6, das sowohl für den gasdichten Verbund der beiden Kapselungsbausteine 2, 3 als auch dafür sorgt, dass Wärmedehnungen zwischen den Kapselungsbausteinen 2, 3 in Achsrichtung a ausgeglichen werden können.
  • Das Ausgleichselement 6 ist als ringförmiges Teil ausgebildet, das im Radialschnitt die in 2 dargestellte Form hat. Das Ausgleichselement 6 weist zwei Ringscheibenelemente 7 und 8 (Trägerringe) auf, die im axialen Abstand und parallel zueinander angeordnet sind und die sich radial erstrecken. Zwischen den beiden Ringscheibenelementen 7, 8 ist ein elastisches Federmaterial 9 angeordnet, das ebenfalls eine ringscheibenförmige Kontur aufweist. Die Ringscheibenelemente 7 und 8 und das elastische Federmaterial 9 bilden eine Sandwichstruktur, die (direkt oder indirekt) zwischen den beiden Anschlussflanschen 4 und 5 angeordnet ist. Während das Ring scheibenelement 8 direkt an den Anschlussflansch 5 angrenzt, gilt dies für das Ringscheibenelement 7 nicht. Dieses grenzt zunächst an einen Befestigungsflansch 16 an, der erst den Anschlussflansch 4 kontaktiert. Der Befestigungsflansch 16 trägt einen Isolator 17, wie er bei gattungsgemäßen Anlagen häufig eingesetzt wird.
  • Zur Herstellung von Gasdichtigkeit zwischen den beiden Kapselungsbausteinen 2, 3 und der Umgebung kann vorgesehen sein, dass die Ringscheibenelemente 7, 8 bzw. die angrenzenden Flächen des Anschlussflansches 5 bzw. des Befestigungsflansches 16 mit Dichtungselementen 18 (hier in Form eines O-Rings) versehen sind, die in 2 nur sehr schematisch skizziert sind.
  • Das elastische Federmaterial 9 kann ein Kunststoff sein, also ein Duroplast oder ein Thermoplast, wobei sich auch Thermoplastische Elastomere (TPE) sehr bewährt haben. Grundsätzlich kann auch ein Gummimaterial zum Einsatz kommen. Das elastische Federmaterial 9 bewirkt im montierten Zustand, dass das Ausgleichselement 6 mit den Ringscheibenelementen 7, 8 unter axialer Pressung zwischen den Anschlussflanschen 4, 5 angeordnet ist, so dass nicht nur Gasdichtigkeit sichergestellt ist, sondern dass auch axiale Ausgleichsbewegungen infolge thermischer Spannungen möglich werden.
  • Die axiale Ausgleichsbewegung in Richtung der Achse a wird unterstützt, indem über den Umfang verteilt Schrauben 12 vorgesehen sind, deren Kopf 13 mittelbar über eine Feder 15 auf eine Auflagefläche 14 des Anschlussflansches 5 drückt. Als Feder 15 kommt hier ein Telerfederpaket zum Einsatz.
  • Wie bekannt, kann die Federsteifigkeit des Tellerfederpakets 15 durch die Anordnung der einzelnen Tellerfedern gewählt werden. Vorliegend sind die Telerfedern teilweise gestapelt positioniert, teilweise sind die Tellerfedern auch gegensinnig aneinandergesetzt.
  • Die Schrauben 12 sind in einen Gewindeabschnitt 20 eingeschraubt, der in den Befestigungsflansch 16 eingearbeitet ist. Der Befestigungsflansch 16 ist wiederum – was nicht dargestellt ist – mittels weiterer Schrauben mit dem Anschlussflansch 4 verschraubt.
  • Im montierten Zustand der in 2 dargestellten Anordnung ermöglicht das elastische Federmaterial 9 im Zusammenwirken mit den Federn 15 eine axiale Ausgleichsbewegung in Richtung der Achse a zwischen den beiden Kapselungsbausteinen 2 und 3. Dabei wird zwischen diesen Teilen Gasdichtigkeit zur Umgebung aufrechterhalten.
  • In 3 ist das Ausgleichselement 6 gemäß 2 nochmals separat dargestellt.
  • Die Ausgestaltung nach 4 stellt eine alternative Lösung dar. Hier ist ein Einschnitt 10 vorgesehen, der im Radialschnitt die dargestellte Form aufweist und ringförmig um den Umfang umläuft. Mit dem Einschnitt 10 kann Material 9 eingespart werden, ohne dass dies nachteilig wäre. Die Form des Einschnitts 10 ist im Ausführungsbeispiel als V-förmig bzw. als rechteckförmig anzusprechen. Es sind jedoch diverse Formen hierfür denkbar.
  • Die alternative Ausgestaltung des Ausgleichselements 6 gemäß 5 stellt auf elastisches Federmaterial 9 ab, das wieder im Wesentlichen wie bei der Lösung gemäß 3 ausgeformt ist. Hier ist nunmehr allerdings vorgesehen, dass die beiden Ringscheibenelemente 7, 8 nicht als separate Bauteile ausge bildet sind, sondern dass die beiden Elemente 7, 8 über einen Verbindungsabschnitt 10 miteinander verbunden sind. Damit kann das Teil bestehend aus den Ringscheibenelementen 7 und 8 und dem Verbindungsabschnitt 11 als einstückiges Blechteil gefertigt werden, in dem dann das elastische Federmaterial 9 platziert wird.
  • Für alle Lösungen nach 3 bis 5 gilt, dass das Ausgleichselement 6 eine Bohrung 20 aufweist, die für den Durchtritt der Schrauben 12 benötigt wird.
  • In den 6a bis 6d sind verschiedene Montage- bzw. Belastungssituationen des Ausgleichselements 6 skizziert, die darüber Auskunft geben, wie das elastische Federmaterial 9 während des Betriebs belastet wird.
  • Für den effektiven Abstand in Richtung der Achse a ist das Maß d entscheidend, das den lichten Abstand zwischen den beiden Ringscheibenelementen 7, 8 des Ausgleichselements 6 definiert.
  • In 6a ist das Ausgleichselement 6 noch vor dem Einbau, also vor der Montage, zu sehen. Das elastische Federmaterial 9 liegt hier unkomprimiert vor und nimmt die rechteckige Form ein. Der Abstand d beträgt jetzt beispielsweise 16 mm.
  • Wird das Ausgleichselement 6 zwischen die Kapselungsbausteine 2, 3 eingebaut, ist es nach Anziehen der Schrauben 12 unter axialer Pressung. Dieser Zustand ist für den normalen Temperaturbereich im Betrieb in 6b skizziert. Der Abstand d beträgt nun z. B. 14 mm, so dass elastisches Federmaterial 9 radial nach innen und nach außen gequetscht wird.
  • Erhöht sich die Temperatur in der Hochspannungsanlage, ergibt sich eine Situation, wie sie aus 6c hervorgeht. Infolge Wärmespannungen werden die beiden Ringscheibenelemente 7, 8 noch weiter zusammengepresst, so dass der Abstand d jetzt z. B. nur noch 13 mm beträgt. Demgemäß wird elastisches Federmaterial 9 noch weiter radial nach innen und nach außen gequetscht.
  • Fällt indes die Temperatur in der Anlage ab, entfernen sich die Anschlussflansche 4, 5 voneinander, so dass sich auch die beiden Ringscheibenelemente 7, 8 voneinander entfernen. Der Abstand sinkt z. B. auf 15 mm ab. Allerdings ist er immer noch kleiner als im entspannten Zustand (6a), so dass Vorspannung erhalten bleibt, die für die Gasdichtigkeit wichtig ist.
  • Aufgrund der Kompressibilität des elastischen Federmaterials 9 können wärmebedingte Ausdehnungen zwischen den Kapselungsbausteinen 2, 3 somit effektiv ausgeglichen werden.
  • Die vorgeschlagene Vorrichtung zum Ausgleich temperaturbedingter Ausdehnungen kann in gewisser Weise als Kombination des bekannten Bördelkompensatorprinzips mit dem Prinzip des Schiebekompensators bezeichnet werden. Das federnde Ausgleichselement in Form der erläuterten Sandwichstruktur (elastisches Federmaterial und Ringscheibenelemente als Trägerringe) übernimmt die Kompensation der Wärmedehnung, während die tellergefederten Schrauben für eine „atmungsaktive" Behälterverschraubung sorgen. Das elastische Federmaterial bewirkt das dichtende Anliegen des Ausgleichselements an den benachbarten Flanschen.
  • 1
    Kapselungsabschnitt
    2
    Kapselungsbaustein
    3
    Kapselungsbaustein
    4
    Anschlussflansch
    5
    Anschlussflansch
    6
    Ausgleichselement
    7
    Ringscheibenelement
    8
    Ringscheibenelement
    9
    elastisches Federmaterial
    10
    Einschnitt
    11
    Verbindungsabschnitt
    12
    Schraube
    13
    Kopf der Schraube
    14
    Auflagefläche
    15
    Feder
    16
    Befestigungsflansch
    17
    Isolator
    18
    Dichtungselement (O-Ring)
    19
    Gewindeabschnitt
    20
    Bohrung
    a
    Achse
    d
    Abstand
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19815151 C1 [0002]

Claims (18)

  1. Kapselungsabschnitt (1) einer gasisolierten Hochspannungsanlage, die mindestens zwei entlang einer Achse (a) nebeneinander angeordnete Kapselungsbausteine (2, 3) aufweist, wobei jeder Kapselungsbaustein (2, 3) mit je mindestens einem Anschlussflansch (4, 5) versehen ist und wobei zwischen zwei einander zugewandten Anschlussflanschen (4, 5) ein zumindest einseitig axialkraftübertragendes und dichtendes Ausgleichselement (6) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass dass das Ausgleichselement (6) zwei Ringscheibenelemente (7, 8) umfasst, zwischen denen ein elastisches Federmaterial (9) angeordnet ist, das beide Ringscheibenelemente (7, 8) miteinander verbindet.
  2. Kapselungsabschnitt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Federmaterial (9) ein Gummi- oder Kunststoffmaterial ist.
  3. Kapselungsabschnitt nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Federmaterial (9) ein Thermoplastisches Elastomer (TPE) ist.
  4. Kapselungsabschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Federmaterial (9) eine hohlzylindrische Form aufweist.
  5. Kapselungsabschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Federmaterial (9) als Ring ausgebildet ist, der zumindest einen um den Umfang umlaufenden Einschnitt (10) aufweist.
  6. Kapselungsabschnitt nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Einschnitt (10) im Radialschnitt eine rechteckförmige Gestalt aufweist.
  7. Kapselungsabschnitt nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Einschnitt (10) im Radialschnitt eine V-förmige Gestalt aufweist.
  8. Kapselungsabschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Ringscheibenelemente (7, 8) parallel zueinander angeordnet sind und sich senkrecht zur Achse (a) radial erstrecken.
  9. Kapselungsabschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Ringscheibenelemente (7, 8) an einer radialen Position mit einem Verbindungsabschnitt (11) miteinander verbunden sind.
  10. Kapselungsabschnitt nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (11) am radial äußeren Ende der Ringscheibenelemente (7, 8) angeordnet ist.
  11. Kapselungsabschnitt nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (11) im Radialschnitt halbkreisförmig ausgebildet ist.
  12. Kapselungsabschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem Ausgleichselement (6) und den Anschlussflanschen (4, 5) durch eine Anzahl Schrauben (12) hergestellt ist, die in Richtung der Achse (a) ausgerichtet sind.
  13. Kapselungsabschnitt nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Schraube (12) die Ringscheibenelemente (7, 8) und das elastisches Federmaterial (9) durchsetzt.
  14. Kapselungsabschnitt nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Kopf (13) der Schraube (12) und einer vom Ausgleichselement (6) abgewandten Auflagefläche (14) des Anschlussflansches (5) mindestens eine in Richtung der Achse (a) wirkende Feder (15) angeordnet ist.
  15. Kapselungsabschnitt nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (15) eine Tellerfeder ist.
  16. Kapselungsabschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Anschlussflanschen (4, 5) weiterhin der Befestigungsflansch (16) eines Isolators (17) angeordnet ist.
  17. Kapselungsabschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Ringscheibenelementen (7, 8) des Ausgleichselements (6) und dem Anschlussflansch (4, 5) bzw. dem Befestigungsflansch (16) des Isolators (17) ein Dichtungselement (18) angeordnet ist.
  18. Kapselungsabschnitt nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (18) ein O-Ring ist.
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