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Hintergrund
und Kurzdarstellung
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Motoren
können über verschiedene
Betriebsbedingungen verschiedene Verbrennungsmodi verwenden, um
die Gesamtmotorleistung zu verbessern. Einige der verschiedenen
Modi können
eine unterschiedliche Zylinderventilbetätigung, wie zum Beispiel eine
unterschiedliche Ventilsteuerung und/oder einen unterschiedlichen
Ventilhub, erfordern. Zum Beispiel könnte unter gewissen Bedingungen
bei einer ersten Zylinderventilbetätigung Fremdzündungsverbrennung
(SI – Verbrennung,
SI – spark
ignition) verwendet werden, während
unter anderen Bedingungen gesteuerte Selbstzündung (CAI – controlled auto-ignition)
oder homogene Kompressionszündung
(HCCI – homogenous
charge compression ignition) verwendet werden könnte. In noch einem anderen
Beispiel könnte
der Zylinder ohne Verbrennung betrieben werden, wie zum Beispiel
in einem Zylinderdeaktivierungsmodus.
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Ein
Lösungsansatz
für die
Zeitsteuerung verschiedener Zylinderventilstellglieder zur Steuerung eines Übergangs
zwischen Modi (zum Beispiel aus einem Verbrennungsmodus in einen
Nichtverbrennungsmodus) wird in der
US
5,408,966 beschrieben. In diesem Beispiel kann für jeden
Zylinder des Motors ein hydraulisches Stellglied zur Steuerung der
Betätigung
von Einlass- und
Auslassventilen verwendet werden. Insbesondere steuert die Steuerung
ein Ventil dahingehend an, die Deaktivierung eines gewählten Zylinders
während
eines vorbestimmten Einlassereignisses zu beginnen und den die Deaktivierung
beendenden Mechanismus nicht später
zu betätigen
als der Beginn des nächsten
Auslassereignisses.
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Die
Erfinder der vorliegenden Schrift haben Nachteile bei solch einem
Lösungsansatz
erkannt. Insbesondere da für
jeden Zylinder ein getrenntes Stellglied vorgesehen ist, kann das
Signalfenster zum Senden eines Übergangssignals
dahingehend begrenzt sein, eine gewünschte Deaktivierungsfolge zwischen
dem Einlass- und
Auslassventil zu erreichen. Und bei Anwendung solch eines Systems
auf ein Nockenprofilwechsel zwischen Groß- und Niedrighubprofilen zur
Ermöglichung
von HCCI-Betrieb verwendendes
System kann solch ein System zum Beispiel aufgrund der Variation
der Zeiteinstellungsbeschränkungen
zwischen verschiedenen Hubprofilen (insbesondere bei hohen Drehzahlen
kann die Einlassventilöffnungszeit äußerst kurz
sein) und aufgrund der Beschränkungen
der Einlass-/Auslass-Ventilschaltreihenfolge
eine begrenzte Anwendbarkeit aufweisen.
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Somit
wird bei einem Lösungsansatz
ein Verfahren zur Steuerung von Verbrennungsmodi eines Motors mit
mindestens einem ersten und einem zweiten Zylinder vorgeschlagen,
wobei der Motor ein zur Steuerung von mindestens Einlassventilen
des ersten und des zweiten Zylinders konfiguriertes erstes Stellglied
und ein zur Steuerung von mindestens Auslassventilen des ersten
und des zweiten Zylinders konfiguriertes zweites Stellglied aufweist.
Das Verfahren umfasst Senden eines ersten Signals zum ersten Stellglied,
das die Betätigung
von mindestens Einlassventilen des ersten und des zweiten Zylinders einstellt,
und eines zweiten Signals zum zweiten Stellglied, das die Betätigung von
mindestens Auslassventilen des ersten und des zweiten Zylinders einstellt,
wobei das erste und das zweite Signal bei verschiedenen Kurbelwinkeln
gesendet werden; und Übergang
von Verbrennungsmodi des ersten und des zweiten Zylinders, wobei
die Verbrennungsmodi Fremdzündung
und homogene Kompressionszündung
umfassen.
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Auf
diese Weise ist es möglich,
der Zündfolge
eines Motors Rechnung zu tragen und ein Stellglied zur Einstellung
von Ventilen von mehreren Zylindern zu verwenden. Dies kann zu einem
vergrößerten Fenster
zum Schalten der Ventilbetätigung führen. Des
Weiteren ist es möglich,
zum Beispiel die Einlass- und Auslassventile unabhängig zu
steuern.
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Beschreibung
der Zeichnungen
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1 zeigt
ein Beispiel einer Motorzylinderkonfiguration;
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2A–B zeigen
eine Detailansicht von beispielhaften Brennkammern;
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2C zeigt
eine beispielhafte Detailansicht eines Stößels zur Verwendung mit dem
Beispiel von 2B;
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3 zeigt
beispielhafte Hubprofile;
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4–5 zeigen
beispielhafte Hydraulikstellgliedkreise zur Steuerung der Betätigung von Mehrzylinderventilstellgliedsystemen;
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6–7 zeigen
beispielhafte Zeitdiagramme und Zeitfenster für die beispielhafte Konfiguration
von 4; und
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8–9 zeigen
beispielhafte Zeitdiagramme und Zeitfenster für die beispielhafte Konfiguration
von 5.
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Ausführliche
Beschreibung
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1 zeigt
einen Zylinder eines Mehrzylindermotors sowie den mit dem Zylinder
verbundenen Einlass- und Auslassweg. Weiterhin auf 1 Bezug nehmend,
wird der mehrere Brennkammern umfassende Verbrennungsmotor 10 mit
Direkteinspritzung durch eine elektronische Motorsteuerung 12 gesteuert.
Die Brennkammer 30 des Motors 10 wird Brennkammerwände 32 aufweisend
gezeigt, in denen ein mit der Kurbelwelle 40 verbundener
Kolben 36 angeordnet ist. Ein (nicht gezeigter) Startermotor
ist über ein
(nicht gezeigtes) Schwungrad mit der Kurbelwelle 40 verbunden.
Die Brennkammer, oder der Zylinder, 30 ist in der Darstellung über jeweilige
(nicht gezeigte, siehe 2) Einlassventile 52a und 52b und (nicht
gezeigte, siehe 2) Auslassventile 54a und 54b mit
dem Einlasskrümmer 44 und
dem Auslasskrümmer 48 verbunden.
In der Darstellung ist die Kraftstoffeinspritzdüse 66A direkt mit
der Brennkammer 30 verbunden, um eingespritzten Kraftstoff
proportional zur Impulsbreite des über den elektronischen Treiber 68 von
der Steuerung 12 empfangenen Signals fpw direkt darin abzugeben.
Die Kraftstoffeinspritzdüse
kann in der Seite der Brennkammer oder im Oberteil der Brennkammer
befestigt sein. Kraftstoff wird der Kraftstoffeinspritzdüse 66A durch
eine (nicht gezeigte) herkömmliche
Hochdruckkraftstoffanlage zugeführt,
die einen Kraftstofftank, Kraftstoffpumpen und eine Kraftstoff-Verteilerleitung
enthält.
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Der
Einlasskrümmer 44 ist
in der Darstellung über
eine Drosselplatte 62 mit dem Drosselkörper 58 verbunden.
In diesem bestimmten Beispiel ist die Drosselplatte 62 mit
einem Elektromotor 94 verbunden, so dass die Position der
Drosselplatte 62 durch die Steuerung 12 über den
Elektromotor 94 gesteuert wird. Diese Konfiguration wird
gemeinhin als elektronische Drosselsteuerung (ETC – electronic
throttle control) bezeichnet, die auch während Leerlaufdrehzahlregelung
verwendet wird.
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In
der Darstellung ist der Abgassensor 76 stromaufwärts des
Katalysators 70 mit dem Auslasskrümmer 48 verbunden.
Der Sensor 76 kann ein beliebiger vieler bekannter Sensoren
sein, um das Abgas-Luft/Kraftstoff-Verhältnis
anzuzeigen, wie zum Beispiel ein linearer Sauerstoffsensor oder
UEGO (universal oder wide-range exhaust gas oxygen), ein Zweizustands-Sauerstoffsensor
oder EGO, ein HEGO (heated EGO), ein NOx-, HC- oder CO-Sensor.
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Das
Zündsystem 88 liefert
der Brennkammer 30 über
eine Zündkerze 92 als
Reaktion auf ein Zündvorstellsignal
SA von der Steuerung 12 unter gewählten Betriebsmodi einen Zündfunken.
Obgleich Fremdzündungskomponenten
gezeigt werden, kann der Motor 10 (oder ein Teil seiner
Zylinder) in einem Kompressionszündungsmodus
mit oder ohne Funkenunterstützung
betrieben werden, wie unten ausführlicher
erläutert.
Des Weiteren weist die Brennkammer bei einer alternativen Ausführungsform
keine Zündkerze
auf.
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Die
Steuerung 12 kann so konfiguriert sein, dass sie einen
Betrieb der Brennkammer 30 in verschieden Verbrennungsmodi
bewirkt, wie hierin beschrieben. Die Kraftstoffeinspritzzeitpunkteinstellung kann
zur Bereitstellung verschiedener Verbrennungsmodi zusammen mit anderen
Parametern, wie zum Beispiel AGR, Ventilsteuerung, Ventilbetätigung, Ventildeaktivierung
usw., geändert
werden.
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In
der Darstellung befindet sich die Abgasreinigungsanlage 70 stromabwärts des
Auslasskrümmers 48.
Die Anlage kann ein Dreiwegekatalysator, eine NOx-Falle, verschiedene
andere Vorrichtungen oder Kombinationen davon sein.
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Weiterhin
zeigt 1 ein Dampfrückgewinnungssystem,
das die Rückgewinnung
von Kraftstoffdämpfen
vom Kraftstofftank 180 und Kraftstoffdampfspeicherbehälter 184 über das
Spülsteuerventil 168 ermöglicht.
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In
der Darstellung von 1 ist die Steuerung 12 ein
herkömmlicher
Mikrocomputer mit einer Mikroprozessoreinheit 102, Eingangs /Ausgangsanschlüssen 104,
einem elektronischen Speichermedium für ausführbare Programme und Kalibrierungswerte,
das in diesem bestimmten Beispiel als Nur-Lese-Speicherchip 106 gezeigt
wird, Direktzugriffsspeicher 108, KAM 110 (keep
alive memory – batteriestrom-gestützter Speicherchip)
und einem herkömmlichen
Datenbus. In der Darstellung empfängt die Steuerung 12 neben
den bereits besprochenen Signalen Signale von an den Motor 10 gekoppelten
Sensoren, einschließlich
Messung von induziertem Massenluftstrom (MAF – mass air flow) von dem an
den Drosselkörper 58 gekoppelten
Massenluftstromsensor 100; Motorkühlmitteltemperatur (ECT – engine coolant
temperature) von dem an die Kühlbuchse 114 gekoppelten
Temperatursensor 112; ein Profilzündungsaufnahmesignal (PIP – profil
ignition pickup) von dem an die Kurbelwelle 40 gekoppelten
Hall-Effekt-Sensor 118 (oder einer anderen Sensorart);
und Drosselposition TP (throttle position) vom Drosselpositionssensor 120 und
Absolutsaugrohrdrucksignal MAP (manifold pressure signal) vom Sensor 122. Das
Motordrehzahlsignal RPM wird von der Steuerung 12 aus dem
Signal PIP auf herkömmliche
Weise erzeugt, und das Saugrohrdrucksignal MAP von einem Saugrohrdrucksensor
liefert eine Anzeige des Vakuums oder Drucks im Einlasskrümmer. Es
sei darauf hingewiesen, dass verschiedene Kombinationen der obigen
Sensoren verwendet werden können, wie
zum Beispiel ein MAF-Sensor ohne MAP-Sensor oder umgekehrt. Bei
stöchiometrischem
Betrieb kann dieser Sensor das Motordrehmoment anzeigen. Des Weiteren
kann dieser Sensor zusammen mit der Motordrehzahl eine Schätzung von
in den Zylinder angesaugter Ladung (einschließlich Luft) liefern. Bei einem
Beispiel erzeugt der Sensor 118, der auch als ein Motordrehzahlsensor
verwendet wird, bei jeder Umdrehung der Kurbelwelle eine vorbestimmte
Anzahl von gleichmäßig beabstandeten
Impulsen.
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Weiterhin
auf 1 Bezug nehmend, wird der Motor 10 mit
einer Einlass-Nockenwelle 130 und einer Auslass-Nockenwelle 132 gezeigt,
wobei die Nockenwelle 130 beide Einlassventile 52a,
b und die Nockenwelle 132 beide Auslassventile 54a,
b betätigt.
Die Ventile können über Hubprofile
(siehe 2) an den Nockenwellen betätigt werden,
wobei die Hubprofile zwischen den verschiedenen Ventilen hinsichtlich
Höhe, Dauer
und/oder Zeiteinstellung variieren können. Es könnten jedoch, falls gewünscht, auch
alternative Nockenwellen-(obenliegende und/oder Stößelstangen-)
Anordnungen verwendet werden.
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Bei
einer Ausführungsform,
die unter Bezugnahme auf 2A ausführlicher
beschrieben wird, kann im Ventilschaft von einem oder mehreren der Einlass-
und Auslassventile 52 und 54 ein deaktivierbarer
Stößel verwendet
werden, um individuelle Ventildeaktivierung unter gewählten Betriebsbedingungen
zu gewährleisten.
In diesem Beispiel kann der Stößel zum
Beispiel eine Leerhubwirkung aufweisen. 2B zeigt
jedoch ein alternatives Beispiel, in dem ein alternativer deaktivierbarer
Stößel gezeigt
wird, bei dem nur ein Teil des Stößels deaktiviert ist. Des Weiteren
kann bei einem Beispiel die Nockenwellensteuerung über die
Stellglieder 136 und 138 auf Grundlage der Betriebsbedingungen
variiert werden. Die Stellglieder können hydraulisch angetrieben
oder elektrisch betätigt
werden, oder Kombinationen davon. Die Signalleitung 150 kann
ein Ventileinstellungssteuersignal an die Einheit 136 senden
und eine Nockenwellensteuerungsmessung erhalten. Ebenso kann die
Signalleitung 152 ein Ventileinstellungssteuersignal an
die Einheit 138 senden und eine Nockenwellensteuerungsmessung
erhalten.
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Wie
oben beschrieben, zeigt 1 lediglich einen Zylinder eines
Mehrzylindermotors und dass jeder Zylinder seinen eigenen Satz von
Einlass/Auslassventilen, Kraftstoffeinspritzdüsen, Zündkerzen usw. aufweist. Bei
einer alternativen Ausführungsform
kann eine Einlasskanaleinspritzkonfiguration verwendet werden, wenn
eine Kraftstoffeinspritzdüse in
einem Kanal mit dem Einlasskrümmer 44 statt
direkt mit dem Zylinder 30 verbunden ist.
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Des
Weiteren leitet bei den offenbarten Ausführungsformen ein Abgasrückführungssystem (AGR-System) einen gewünschten
Abgasteil aus dem Auslasskrümmer 48 über ein
(nicht gezeigtes) AGR-Ventil zum Einlasskrümmer 44. Als Alternative kann
ein Teil der Verbrennungsgase durch Steuerung der Auslassventileinstellung
in den Brennkammern zurückgehalten
werden.
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Der
Motor 10 wird in verschiedenen Modi betrieben, einschließlich Magerbetrieb,
Fettbetrieb und „nahe
stöchiometrischer" Betrieb. „Nahe stöchiometrischer" Betrieb betrifft
Schwingbetrieb um das stöchiometrische
Luft-Kraftstoff-Verhältnis.
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In
Verbindung mit den dargestellten Ausführungsformen kann auch Feuchtigkeitserfassung
eingesetzt werden. Zum Beispiel kann ein Sensor (140) für absolute
oder relative Feuchtigkeit zum Messen von Feuchtigkeit der Umgebungsluft
oder Einlassluft verwendet werden. Dieser Sensor kann entweder in dem
in den Krümmer 44 eintretenden
Einlassluftstrom angeordnet sein oder zum Beispiel durch den Motorraum
des Fahrzeugs strömende
Umgebungsluft messen. Weiterhin sei darauf hingewiesen, dass Feuchtigkeit
auf Grundlage verschiedener Betriebsparameter, wie zum Beispiel
Luftdruck, geschätzt oder
gefolgert werden kann. Als Alternative kann Feuchtigkeit auf Grundlage
von Selbstzündungskenndaten über adaptives
Lernen gefolgert werden. Weiterhin können Luftdruck und adaptives
Lernen kombiniert verwendet und des Weiteren mit erfassten Feuchtigkeitswerten
verwendet werden.
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Wie
unten ausführlicher
beschrieben, kann die Verbrennung im Motor 10 in Abhängigkeit
von den Betriebsbedingungen in verschiedenen Arten/Modi erfolgen.
In einem Beispiel kann Fremdzündung
(SI) eingesetzt werden, wenn der Motor eine Funkenbildungsvorrichtung,
wie zum Beispiel eine in der Brennkammer gekoppelte Zündkerze,
verwendet, um die Zeitsteuerung von Brennkammergas zu einem vorbestimmten
Zeitpunkt nach dem oberen Totpunkt des Arbeitshubs zu regulieren.
In einem Beispiel ist bei Fremdzündungsbetrieb
die Temperatur der in die Brennkammer eintretenden Luft viel niedriger
als die zur Selbstzündung
erforderliche Temperatur. Obgleich die SI-Verbrennung über einen großen Bereich
von Motordrehmomenten und -drehzahlen verwendet werden kann, kann
sie im Vergleich zu anderen Verbrennungsarten zu erhöhten Pegeln
von NOx und geringerer Kraftstoffwirtschaftlichkeit führen.
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Eine
andere Art von Verbrennung, die von dem Motor 10 eingesetzt
werden kann, verwendet homogene Kompressionszündung (HCCI) oder gesteuerte
Selbstzündung
(CAI), wobei Selbstzündung der
Brennkammergase zu einem vorbestimmten Zeitpunkt nach dem Verdichtungshub
des Verbrennungszyklus oder in der Nähe des oberen Totpunkts der
Verdichtung auftritt. Wenn Kompressionszündung einer vorgemischten Luft-
und Kraftstoff-Ladung verwendet wird, wird Kraftstoff in der Regel
normalerweise homogen mit Luft vorgemischt, wie bei einem Fremdzündungsmotor
mit Einlasskanaleinspritzung oder direkt eingespritztem Kraftstoff
während
eines Ansaughubs, aber mit einem hohen Anteil von Luft zu Kraftstoff.
Da das Luft/Kraftstoff-Gemisch durch Luft oder Restabgase stark
verdünnt
ist, was zu niedrigeren Verbrennungsgasspitzentemperaturen führt, kann
die Erzeugung von NOx im Vergleich zu bei SI-Verbrennung gefundenen
Pegeln reduziert werden. Des Weiteren kann bei Betrieb in einem Kompressionsverbrennungsmodus
die Kraftstoffwirtschaftlichkeit erhöht werden, indem der Motorpumpverlust
verringert wird, das gasspezifische Wärmeverhältnis erhöht und ein höheres Verdichtungsverhältnis verwendet
wird.
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Im
Kompressionszündbetriebsmodus
kann es wünschenswert
sein, die Selbstzündungseinstellung
genau zu steuern. Die Anfangseinlassladungstemperatur beeinflusst
direkt die Selbstzündungseinstellung.
Der Zündbeginn
wird nicht direkt durch ein Ereignis, wie zum Beispiel das Einspritzen
von Kraftstoff beim standardmäßigen Dieselmotor
oder die Funkenbildung der Zündkerze
im Motor mit Fremdzündung,
gesteuert. Des Weiteren wird die Wärmeabgaberate weder durch die
Rate oder Dauer des Kraftstoffeinspritzprozesses, wie beim Dieselmotor, noch
durch die Zeit der turbulenten Flammenausbreitung, wie beim Motor
mit Fremdzündung,
gesteuert.
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Es
sei darauf hingewiesen, dass Selbstzündung weiterhin ein Phänomen ist,
das in einem Motor mit Fremdzündung
zu Klopfen führen
kann. Klopfen ist in Motoren mit Fremdzündung unerwünscht, da es eine Wärmeübertragung
im Zylinder verstärkt
und den Kolben verbrennen oder beschädigen kann. Bei gesteuertem
Kompressionszündungsbetrieb
mit seinem hohen Luft-Kraftstoff-Verhältnis verursacht Klopfen
in der Regel keine Beeinträchtigung
des Motors, da die verdünnte
Ladung die Druckanstiegsrate niedrig und die Maximaltemperatur der
verbrannten Gase relativ gering hält. Die niedrige Druckanstiegsrate
lindert die schädlichen
Druckschwingungseigenschaften von Fremdzündungsklopfen.
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Im
Vergleich zu einem Motor mit Fremdzündung kann die Temperatur der
Ladung zu Beginn des Verdichtungshubs in der Regel ansteigen, um
Selbstzündungsbedingungen
am oder nahe dem Ende des Verdichtergehäuses zu erreichen. Für den Fachmann
liegt auf der Hand, dass zahlreiche andere Methoden verwendet werden
können,
um die Anfangsladungstemperatur zu erhöhen. Zu diesen gehören Erwärmen der
Einlassluft (Wärmetauscher),
Halten eines Teils der warmen Verbrennungsprodukte im Zylinder (innere
AGR) durch Einstellen der Einlass- und/oder Auslassventilsteuerung,
Verdichten der Einlassladung (Abgasturboaufladung und Kompressoraufladung), Ändern der
Selbstzündungseigenschaften
des dem Motor zugeführten
Kraftstoffes und Erwärmen
der Einlassluftladung (äußere AGR).
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Bei
HCCI-Verbrennung kann Selbstzündung des
Brennkammergases so gesteuert werden, dass sie in einer gewünschten
Position des Kolbens oder bei einem gewünschten Kurbelwinkel auftritt,
um ein gewünschtes
Motordrehmoment zu erzeugen, und somit ist es möglicherweise nicht erforderlich,
einen Funken von einem Funkenbildungsmechanismus einzuleiten, um
Verbrennung zu erreichen. Eine späte Einstellung der Zündkerze,
nachdem eine Selbstzündungstemperatur
erreicht sein sollte, kann als eine Reservezündquelle verwendet werden,
falls es nicht zur Selbstzündung
kommt.
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Eine
dritte Art der Verbrennung, die von dem Motor 10 durchgeführt werden
kann, wenn zum Beispiel eine Zündvorrichtung
enthalten ist, verwendet die Funkenbildungsvorrichtung, um Verbrennung
einzuleiten (oder zu unterstützen),
wenn sich die Temperatur des Brennkammergases einer Selbstzündungstemperatur
nähert
(zum Beispiel eine Höhe
erreicht, die im Wesentlichen nahe Selbstzündung ist, ohne Verbrennung
zu erreichen). Solch eine funkenunterstützte Verbrennung kann eine
erhöhte
Kraftstoffwirtschaftlichkeit und eine verringerte NOx-Erzeugung gegenüber der
SI-Verbrennung aufweisen, könnte
jedoch im Vergleich zur HCCI-Verbrennung
in einem höheren
Drehzahlbereich arbeiten. Des Weiteren kann Funkenunterstützung ein
insgesamt größeres Fenster
zur Steuerung der Temperatur zu einem spezifischen Zeitpunkt im
Motorzyklus bieten. Mit anderen Worten, ohne Funkenunterstützung kann
eine geringe Temperaturänderung
zu einer größeren Änderung
des Verbrennungszeitpunkts führen,
wodurch die Motorleistung beeinflusst wird. Im Funkenunterstützungsmodus
ist es möglich,
viele der Vorzüge
der HCCI-Verbrennung zu erreichen, sich jedoch auf Zündsteuerung
zu verlassen, um die Endenergie bereitzustellen, die zum Erreichen
von Selbstzündung und
somit genauerer Steuerung des Verbrennungszeitpunkts erforderlich
ist. Somit kann bei einem Beispiel unter den gleichen Bedingungen
Funkenunterstützung
auch bei Übergängen zwischen
SI-Verbrennung und HCCI verwendet werden.
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Bei
einer Ausführungsform
kann der Funkenunterstützungsmodus
betrieben werden, wenn eine geringe Kraftstoffmenge den Gasen in
der Nähe
der Zündkerze
zugeführt
wird. Diese kleine Kraftstoffwolke kann dazu verwendet werden, eine
bessere Flammausbreitung zu gestatten und einen erhöhten Druck im
Zylinder zu erzeugen, um dadurch Selbstzündung des verbleibenden Luft/Kraftstoff-Gemisches
einzuleiten. Somit kann eine im Verhältnis kleine Wolke von fetteren
Gasen verwendet werden, die sich in der Nähe der Zündkerze befinden, die des Weiteren
homogen, geschichtet oder leicht geschichtet sein können. Bei
einem Lösungsansatz
zur Bereitstellung solch eines Betriebs könnte eine zweite direkte Kraftstoffeinspritzung
während
des Verdichtungshubs verwendet werden.
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Ein
Beispiel für
eine Anwendung, an der mindestens die drei oben dargestellten Verbrennungsmodi
beteiligt sind, kann die Verwendung von SI zum Starten und/oder
nach dem Motorstart während
einer Motoraufwärmperiode
umfassen. Nach solch einem Motorstart und Motoraufwärmen kann
der Verbrennungsprozess über
funkenunterstützte
Verbrennung auf HCCI-Verbrennung für verbesserte Kraftstoffwirtschaftlichkeit
und Emissionen übergehen.
Während Perioden
hoher Motordrehmomentanforderungen kann Funkenunterstützung aktiviert
werden, um eine ordnungsgemäße Verbrennungseinstellung
zu gewährleisten.
Wenn der Motor wieder zu einer niedrigen oder mittleren Drehmomentanforderung
zurückgebracht
wurde, kann die Beteiligung von Funkenunterstützung enden, um die vollen
Vorzüge
von HCCI zu realisieren.
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Wie
oben erwähnt,
kann die Umgebungsfeuchtigkeit von während des Ansaughubs in den Motor
angesaugter Luft die Verbrennungstemperatur über Verdünnung der Ladung mit Material,
das nicht oxidiert werden kann, und weil die spezifische Wärme von
Wasser größer ist
als Luft, beeinflussen. Mit ansteigender Feuchtigkeit sollte somit
zum Erreichen einer gewünschten
Selbstzündungseinstellung
die Anfangsladungstemperatur gemäß Feuchtigkeitsgraden
eingestellt werden. Verwendung von Feuchtigkeitserfassung oder -schätzung kann
somit zum Beispiel eine verbesserte Einstellung mehrerer Motorbetriebsparameter
ermöglichen,
um das Erreichen oder Aufrechterhalten von HCCI-Verbrennung zu unterstützen, selbst
wenn ein Fahrzeug verschiedene Grade an Umgebungsfeuchtigkeit erfährt. Somit kann
sich erhöhende
Feuchtigkeit höhere
Anfangstemperaturen erfordern, und geringere Feuchtigkeit kann niedrigere
Anfangstemperaturen für
eine gegebene Selbstzündungseinstellung
bei einer gegebenen Drehzahl und einem gegeben Drehmoment erfordern.
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Die
Umgebungsfeuchtigkeit von während des
Ansaughubs in den Motor gesaugter Luft beeinflusst auch Verbrennungsspitzentemperaturen,
weil sie eine größere spezifische
Wärme hat
als Luft, das gebräuchlichere
Verdünnungsmittel.
Mit steigender Umgebungsfeuchtigkeit der während des Ansaughubs in den
Motor gesaugten Luft wird die Verbrennungsspitzentemperatur über Verdünnung der Ladung
mit Material, das nicht oxidiert werden kann, vermindert und erhöht anschließend die
erforderliche Anfangsladungstemperatur, um eine effiziente HCCI-Verbrennung
zu erreichen. Die Umgebungs- oder relative Feuchtigkeit kann unter
Verwendung von Sensoren 140 und/oder 141 bestimmt
oder aus anderen Daten gefolgert werden, die an die Motorsteuerung 12 gegeben
werden, um die idealen Einstellungen der Motorsteuerungsparameter
für einen
effizienten Betrieb zu bestimmen.
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Es
sei darauf hingewiesen, dass mehrere andere Parameter sowohl die
Verbrennungsspitzentemperatur als auch die erforderliche Temperatur
für eine
effiziente HCCI-Verbrennung beeinflussen können. Diese und andere zutreffende
Parameter können
in den in der Motorsteuerung 12 eingebetteten Routinen
berücksichtigt
und zur Bestimmung optimaler Betriebsbedingungen verwendet werden.
Mit steigender Oktanzahl des Kraftstoffs kann zum Beispiel die erforderliche
Verbrennungsspitzentemperatur steigen, da der Kraftstoff eine höhere Verdichtungsspitzentemperatur
erfordert, um Zündung
zu erreichen. Des Weiteren kann der Grad an Ladungsverdünnung durch
die verschiedensten Faktoren beeinflusst werden, darunter sowohl
Feuchtigkeit als auch die in der Einlassladung vorhandene Menge
an Abgasen. Auf diese Weise ist es möglich, Motorparameter einzustellen,
um die Wirkung von Feuchtigkeitsschwankung bei Selbstzündung auszugleichen,
das heißt
die Wirkung von Wasser macht Selbstzündung weniger wahrscheinlich.
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Obgleich
in einigen Beispielen eine oder mehrere der obigen Verbrennungsmodi
verwendet werden kann bzw. können,
können
noch andere Verbrennungsmodi, wie zum Beispiel geschichteter Betrieb,
entweder mit oder ohne fremdgezündeter
Verbrennung, verwendet werden.
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Wie
hier erwähnt,
wird (werden) bei einem Beispiel eines kompressions- oder selbstzündungsfähigen Motors
das (die) Einlassventil e) entweder durch Groß- oder Niedrughubnockenprofil
in Abhängigkeit
von dem gewählten
Verbrennungsmodus betätigt.
Das Niedrighubnockenprofil wird dazu verwendet, einen hohen Grad
an Restgas (Abgas) im Zylinder zu fangen. Die gefangenen Gase fördern in
einigen Beispielen Verdichtung oder Selbstzündung durch Erhöhen der
Anfangsladungstemperatur. In einem Fremdzündungsmodus (entweder hohe
oder niedrige Lasten) wird das Großhubnockenprofil verwendet.
Solch ein schaltbares Nockenprofil kann durch verschiedene Nocken- und Stößelsysteme
erreicht werden, die zum Beispiel zwischen einem inneren und einem äußeren Stößel schalten.
Das Schalten kann durch hydraulische Ölstromstellglieder erreicht
werden, die eine Ölpumpe
für größeren Strom erfordern,
wodurch potentiell das Gewicht und die Kosten erhöht und die
Wirksamkeit reduziert werden (zum Beispiel kann eine Ölpumpe für größeren Strom aufgrund
eines vergrößerten Ölvolumens
und von mit einem Mangel an ausreichendem Strom in den Ölwegen verwandten
potentiellen Problemen zu höheren parasitären Verlusten
führen).
Als anderes Beispiel können
solche Systeme eine erhöhte
Anzahl von Stößeln sowie
erhöhte
Bearbeitungskosten mit sich bringen.
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Anstatt
der Verwendung eines Zylinders mit einem einzigen Einlassventil
(oder mehreren schaltbaren Einlassventilen), der zwischen verschiedenen Profilen
wechselt, kann somit bei einer anderen Ausführungsform ein Zylinder mit
mindestens zwei Einlassventilen verwendet werden, wobei jedes der
Ventile ein anderes Hubprofil (zumindest für den Zylinder) aufweist. Während der
Kompressions- oder Selbstzündung
kann ein Einlassventil mit größerem und/oder
längerem
Hub durch die Verwendung eines zusammenschiebbaren Stößels gesperrt
werden, während
ein Einlassventil mit niedrigerem und/oder kürzerem Hub aktiv bleibt. Bei
Fremdzündung
kann das Einlassventil mit größerem/längerem Hub
zur Erhöhung
des Luftstroms in den Motor betätigt
werden, während
der niedrigere/kürzere
Hub weiter betätigt wird.
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Aufgrund
dessen, dass in diesem Beispiel nun nur die Hälfte der Ventile geschaltet
werden muss, ist das Ölstromerfordernis
für die
Ventilbetätigung
deutlich reduziert, wodurch die Gesamtölstromerfordernisse des Motorsystems
reduziert werden. Bei näherer
Betrachtung des Ventils sind in diesem Beispiel nur die Hälfte der
Stößel schaltbare
Einheiten, und die Nockenwelle kann mit einem kostengünstigeren
Herstellungsverfahren mit viel weniger maschineller Bearbeitung
hergestellt werden. Des weiteren kann die Ölpumpe einen geringeren Arbeitsdurchfluss
aufweisen, wodurch Kosten und parasitäre Verluste reduziert werden.
Auf diese Weise können
Systemkosten verringert werden, während immer noch sowohl Fremd-
als auch Kompressions- oder Selbstzündung zusammen mit Übergängen dazwischen
bereitgestellt werden.
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Eine
aktive Ventilbetätigung
kann sich auf das Öffnen
und Schließen
der Ventile während
eines Zylinderzyklus beziehen, wobei deaktivierte Ventile für einen
Zyklus des Zylinders in einer geschlossenen Position (oder für den Zyklus
in einer festgelegten Position) gehalten werden können.
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Obgleich
die obigen Beispiele die Vorteile einer bestimmten Situation darstellen,
können
die hier angeführten
Lösungsansätze auf
die verschiedensten Systeme und Konfigurationen angewendet werden,
wie zum Beispiel auf Abgassysteme sowie Systeme mit mehr als zwei
Einlass- oder Auslassventilen pro Zylinder.
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Erneut
auf ein beispielhaftes Einlassventilsystem Bezug nehmend, kann das
erste Einlassventil ein niedrigeres Hubprofil aufweisen und alleine
in der Lage sein, ausreichend Luft zum Betrieb des Motors in Kompressions- oder Selbstzündung zu
leiten. Des Weiteren kann das erste Einlassventil eine für Kompressions-
oder Selbstzündung
eingestellte (feste oder verstellbare) Ventilsteuerung aufweisen.
Das zweite Einlassventil kann einen Ventilhub und/oder eine Ventilsteuerung
(fest oder verstellbar) aufweisen, der bzw. die das Gleichgewicht
der Luft für Fremdzündung über der
für Kompressions- oder Selbstzündung erforderlichen
Luft bereitstellt, wie in dem Beispiel von 3 dargestellt.
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Ventildeaktivierung
kann über
schaltbare an einem Ventil mit größerem/längerem Hub angebrachte Stößel bereitgestellt
werden, wobei das Ventil in einem Beispiel nur während Selbstzündungsbetätigung aktiv
ist. Bei Kompressions- oder Selbstzündung kann der Stößel deaktivieren,
um das Ventil mit größerem/längerem Hub
während
eines Zylinderzyklus geschlossen zu halten. Das Ventil mit niedrigerem/kürzerem Hub
kann dauerhaft aktiv sein, um sich während eines Zyklus zu öffnen und
zu schließen, um
entweder sämtliche
Luft während
Kompressions- oder Selbstzündung
oder einen Teil der Luft für Fremdzündung bereitzustellen.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
kann jedoch auch ein Einlassventil mit größerem/längerem Hub unter anderen Bedingungen
als Kompressions- oder Selbstzündung
deaktiviert werden, wie zum Beispiel bei Fahrzeugverzögerung zur
Reduzierung des Luftstroms bei Verzögerungskraftstoffabschaltung oder
anderen Bedingungen. Des Weiteren sind verschiedene Ventile als
einen größeren oder
kürzeren Hub
aufweisend bezeichnet worden, was durch einen maximalen Ventilhub
oder eine durchschnittliche Ventilhubhöhe (Öffnen in den Zylinder) identifiziert werden
kann. Ebenfalls können
Ventile mit kürzerem oder
längerem
Hub zum Beispiel durch eine Kurbelwinkelöffnungsdauer identifiziert
werden, obgleich sich die Ventile früher oder später während des Zylinderzyklus öffnen und/oder
schließen
können.
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Nunmehr
auf 2A Bezug nehmend, wird darin eine beispielhafte
Zylinderkonfiguration gezeigt, in der zwei Einlassventile (52a und 52b)
des Zylinders 30 des Motors 10 über eine
gemeinsame Nockenwelle 130 betätigt werden, wobei sie jeweils ein
anderes Nockenprofil 210 und 212 aufweisen, wobei
Beispiele davon unter Bezugnahme auf 3 näher beschrieben
werden. Die Figuren zeigen das Ventil 52a mit einem längeren und
größeren Ventilhubprofil
als 52b. In diesem Beispiel wird das Ventil 52b über einen
Stößel 216 betätigt, während das Ventil 52b durch
einen zusammenschiebbaren Stößel 214 betätigt wird,
der über
die Steuerung 12 gesteuert werden kann.
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Des
Weiteren zeigt 2A zwei Abgasventile 54a und 54b,
die auch über
Profile 220 und 222 durch Stößel 224 und 226 betätigt werden,
wobei der Stößel 224 über die
Steuerung 12 deaktiviert werden kann. In diesem Beispiel
wird das Ventil 54a mit einem längeren und größeren Ventilhub
als das Ventil 54b gezeigt.
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Obgleich
dieses Beispiel einen Motor mit obenliegender Nockenwelle, mit einem
mit den Ventilschäften
verbundenen Stößel zeigt,
können
auch Stößel mit
einem Stößelstangenmotor
verwendet werden, und ein zusammenschiebbarer Stößel kann somit mit einer Stößelstange
verbunden sein.
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Des
Weiteren zeigt das Schema von 2A nur
einen einzigen Zylinder des Motors 10, wobei es sich bei
dem Motor um einen Mehrzylindermotor handeln kann, bei dem jeder
Zylinder dem einen in 2A gezeigten gleich ist, ihm ähnelt oder
verschieden davon ist. Obgleich das obige Ventilsystem Vorteile
in einem Motor mit Kompressions- oder Selbstzündung bieten kann, kann es
des Weiteren auch in anderen Motorverbrennungssystemen verwendet
werden.
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Nunmehr
auf 2B Bezug nehmend, wird darin eine alternative
Nockenwellen- und Stößelkonfiguration
gezeigt. Insbesondere ist in diesem Beispiel das Hubprofil 210 in
Hubprofile 210A und 210C und einen Nullhubteil 210B unterteilt.
Bei aktiver Ventilbetätigung
wird der Stößel 284 durch
die Profile 210A und 210C als eine Einheit betätigt, und
bei Deaktivierung wird ein äußerer Teil
von 284 von einem inneren Teil getrennt, wie in 2C beschrieben,
so dass das Ventil 52a nicht aktiviert wird. Ebenso ist
der Hub 220 ähnlich
unterteilt, und der Stößel 294 ähnelt dem
Stößel 284.
Somit wird ein alternativer Lösungsansatz
zur Deaktivierung gezeigt, der zum Beispiel eine verbesserte Herstellbarkeit
bereitstellen kann. Des Weiteren sei darauf hingewiesen, dass ein
einziges Profil, wie zum Beispiel bei 210A, anstatt des
gezeigten Doppelprofils (210A und 210C) verwendet
werden kann.
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Insbesondere
zeigt 2C einen alternativen deaktivierbaren
Stößel, bei
dem ein Verriegelungsstift 254 zur Verbindung oder Trennung
des inneren Teils 252 vom äußeren Teil 250 verwendet
werden kann. Wenn sich der Stift in der verriegelten Position befindet,
bewirkt auf diese Weise die durch den Kontakt mit den Profilen 210A und 210C verursachte Bewegung,
dass der innere Teil der Bewegung folgt, und aktiviert somit den
Ventilschaft und das mit dem inneren Teil verbundene Ventil. Wenn
sich der Stift in der entriegelten Position befindet, bewirkt als
Alternative eine Leerhubfeder im inneren Abschnitt 256, dass
sich der äußere Teil 250 getrennt
vom inneren Teil 252 bewegt. Da das Profil 210B,
das mit dem inneren Teil 252 in Kontakt steht, des Weiteren
einen reduzierten Hub oder keinen Hub aufweist, bleibt das Ventil
im Wesentlichen geschlossen, und somit kann der Zylinder deaktiviert
werden. Der Stift 254 kann in einem Beispiel über Hydraulikdruck,
der über
ein mit der Steuerung in Verbindung stehendes Hydraulikventil gesteuert
wird, betätigt
werden.
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Auf
diese Weise kann ein einen deaktivierbaren Stößel verwendender alternativer
Lösungsansatz verwendet
werden, bei dem die Herstellbarkeit des Stößels erhöht sein kann, während die
gewünschte Wirkung
noch immer beibehalten wird.
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Schließlich können, falls
gewünscht,
noch andere Beispiele für
Ventildeaktivierung verwendet werden.
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Nunmehr
auf 3 Bezug nehmend, wird darin bei 310 ein
beispielhaftes Hubprofil für
das Ventil 52b gezeigt, wobei dieses Profil zur Bereitstellung einer
gewünschten
frischen Luftladung und Restladung zur Verbesserung von Kompressions-
oder Selbstzündung
verwendet werden kann, wie zum Beispiel durch Bereitstellung einer
höheren
Anfangsladungstemperatur bei Verdichtungsbeginn. Wie hier erwähnt, weist
das Ventil 52b in einem Beispiel keinen Deaktivierungsmechanismus
auf. Des Weiteren zeigt 3 bei 312 ein beispielhaftes
Hubprofil für das
Ventil 52a, wobei dieses Profil zur Bereitstellung einer
gewünschten
Betätigung
für Fremdzündungsbetrieb
verwendet werden kann. In dem Beispiel von 3 weist
das Profil 312 einige Hubteile auf, die höher sind
als die von 310, und auch einen längeren Hub
als der von 310. Wie hier erwähnt, kann das Ventil 312 bei
Kompressions- oder Selbstzündungsbetrieb über einen
deaktivierbaren Stößel gezielt deaktiviert
werden.
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Wenn
beide Einlassventile aktiv sind, kann ein effektives Hubprofil,
wie durch 314 dargestellt, erreicht werden, während das
Profil 310 bei Kompressions- oder Selbstzündung mindestens
in einem Beispiel steuert.
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Die
obigen beispielhaften Ausführungsformen
und Alternativen können
zum Übergang
von einem oder mehreren Zylindern eines Motors zwischen Verbrennungsmodi
verwendet werden. Um während eines
Schaltens Drehmomentschwankungen, Emissionsspitzen und NHV (noise,
vibration, harshness – Geräusche, Vibration,
Rauheit) zu reduzieren, kann es wichtig sein, zu wissen, wann jeder
Stößel geschaltet
hat, so dass die ordnungsgemäße Kraftstoffmenge
in den jeweiligen Zylinder eingespritzt werden kann. Ein Lösungsansatz
kann darin bestehen, Schaltungen am Stößel zu messen, wofür zusätzliche
Sensoren und andere Systeme verwendet werden könnten, die die Systemkosten
erhöhen
können. Ein
anderer Lösungsansatz
besteht darin, einen geschalteten Stößel aus Druckmessungen im Zylinder der
einer Schaltung unmittelbar folgenden Verdichtung zu folgern.
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Wie
oben erwähnt,
kann ein schaltbarer Stößelmechanismus
verwendet werden, der einen Stift enthält, welcher in Abhängigkeit
von dem auf den Stift ausgeübten Öldruck in
eine verriegelte oder entriegelte Position gleitet. Die genaue Position,
wann ein Stößel schaltet,
kann in hohem Maße
von der Dynamik des Ölkreislaufes
abhängen.
Wenn ein Ventil geöffnet
und die Öldruckschaltschwelle
erreicht ist, kann sich der Verriegelungsstift möglicherweise nicht bewegen,
bis sich das Ventil vollständig
geschlossen hat, und der geänderte
Ventilhub tritt bis zum nächsten
Ventilereignis nicht auf. Wenn der Verriegelungsstift begonnen hat,
sich zu bewegen, und ein Ventilereignis auftritt, bevor der Stift
voll eingerückt
oder ausgerückt
ist, dann kann des Weiteren der Stift beeinträchtigt werden. Diese Faktoren
machen zusammen mit anderen Alterungs- und Beeinträchtigungswirkungen
eine robuste Steuerung der Stößelschalteinstellung
und Schaltreihenfolge zu einer wichtigen Überlegung.
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Ein
Lösungsansatz,
der bei den folgenden Ausführungsformen
auf einen Vier-Zylinder-Motor angewandt wird, verwendet eine Ölkreislaufkonfiguration,
die die Komplexheit verringert, aber ein System mit ausreichender
Wiederholbarkeit und Robustheit und ausreichender Variabilität zur Handhabung der
verschiedensten Betriebsbedingungen bereitstellt, wobei die Zylinderschaltreihenfolge
vordefiniert und robust erreicht werden kann.
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Auf 4 Bezug
nehmend, wird eine erste beispielhafte Konfiguration unter Verwendung
eines ersten hydraulischen Stellglieds 410 und eines zweiten
hydraulischen Stellglieds 412 beschrieben, die jeweils Öldrücke in Zylindern
eins bis vier steuern, wie gezeigt. In diesem Beispiel ist die Motor-Zündfolge 1-3-4-2, obgleich es
sich hierbei nur um ein Beispiel handelt. Weiterhin auf 4 Bezug
nehmend, verwenden die beiden Stellglieder jeweils getrennte Ölkanäle für jeden
der Einlassstößel und
Auslassstößel. Diese
Konfiguration gestattet eine unabhängige Steuerung jeder Gruppe
von Einlass- und Auslassventilen und ermöglicht das Erreichen ausreichender Schaltfenster
für eine
vordefinierte Zylinderschaltfolge sowohl für die Einlass- als auch die
Auslassventile, wie unten unter Bezugnahme auf die 6 und 7 näher beschrieben.
Wie dargestellt, ist es mit solch einem System möglich, eine Zylinderschaltfolge
zu erreichen, die sowohl für
die Einlass- als auch für
die Auslassventilstößel gleich
ist. Mit anderen Worten, da die zum Erreichen sowohl eines akzeptablen
als auch robusten Schaltens in einer vordefinierten Zylinderschaltfolge
verwendeten Nockenereignisschaltfenster nicht für die Einlass- und Auslassseiten
zusammenfallen, kann eine getrennte Steuerung für Einlass- und Auslassventile
mehrerer Zylinder verwendet werden, um die gewünschte Schaltfolge zu erreichen.
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Bei
einer alternativen Ausführungsform
können
jedoch weitere Verbesserungen zur robusten Steuerung mit der Ölkreislaufkonfiguration
von 5 erreicht werden. Bei dieser Ausführungsform
verwendet der Ölkreislauf
vier Stellglieder (510, 512, 514 und 516)
zur Steuerung des Öldrucks
in vier getrennten Ölkanälen. Die
Konfiguration von 5 verwendet wieder eine Zylinderzündfolge
von 1-3-4-2.
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Es
sei darauf hingewiesen, dass die obigen Lösungsansätze dahingehend ausgelegt und/oder modifiziert
werden können,
alternativen Zündfolgen Rechnung
zu tragen. Zum Beispiel können
die Ölkanäle neu konfiguriert
werden, um das gleiche oder ein anderes gewünschtes Ergebnis zu erzielen,
wie zum Beispiel durch Verbindung irgendwelcher zwei folgender Zylinder
in der Zündfolge
mit dem gleichen Ölkanal.
Es sei darauf hingewiesen, dass im obigen Beispiel die Figuren einen
Motor mit einer einzigen Reihe von vier Zylindern zeigen. Dieser
Ansatz kann jedoch beispielsweise auf einen V-8-Motor mit zwei Motorreihen,
die jeweils vier Zylinder aufweisen, ausgeweitet werden. In diesem
Fall kann die Zündfolge der
Zylinder der bestimmten Reihe zur Konfiguration der Ölkanäle verwendet
werden, obgleich die Gesamtmotorzündfolge periodisch zwischen
Reihen wechseln kann. Mit anderen Worten, Zylinder 3 kann nachfolgend
nach Zylinder 1 unter den gezeigten Zylindern in der bestimmten
Reihe zünden,
obgleich ein Zylinder in einer anderen Reihe zwischen Zylindern 1 und 3 zünden könnte.
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Die
obigen Konfigurationen können
dazu verwendet werden, das Schaltfenster zur Betätigung des Ventilwechselmechanismus
auf Werte, die in der Regel in einem Bereich von 220 bis 270 Kurbelwinkelgrad
liegen, entsprechend einem vergrößerten Bereich
von 6,1 bis 7,5 ms bei 6000 U/min, zu erweitern. Ein die Ausführungsform
von 5 darstellendes Zeitdiagramm wird in den 8 und 9 dargestellt,
die schematische Nockenereigniszeittafeln und die sicheren Schaltfenster
für ein
Schalten von SI auf HCCI bzw. umgekehrt zeigen.
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Nunmehr
insbesondere auf 6 – 7 Bezug
nehmend, werden Nockenereigniszeittafeln für die Konfiguration von 4 (Vierzylindermotor mit
einer Zylinderzündfolge
von 1-3-4-2) für
ein Schalten von einer langen Großhubdauer SI auf eine kurze
Niedrighubdauer HCCI bzw. umgekehrt gezeigt. Insbesondere zeigen
die Figuren die Einlass- und Auslassventilöffnungsdauern für jeden
der Zylinder. Des Weiteren wird ein Nockenprofilschaltfenster (CPS – Fenster,
CPS – cam
profil switch) für
jeden der Stellglieder 410 und 412 gezeigt.
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Das
CPS-Fenster zeigt den Kurbelwinkelbereich, über den ein Signal zum Stellglied
gesendet werden kann, um ein Schalten der Ventilbetätigung einzuleiten.
Die Anfangs- und
Endbereiche der Fenster werden durch die Zündfolge, die Ventilöffnungsdauern
usw. definiert. Für
das beispielhafte Schalten des Modus beginnend mit Zylinder Nr. 1 wird
der Anfang des Auslasssignalfensters so definiert, dass er hinter
dem Öffnungswinkel
des Auslassventils für
Zylinder 2 liegt, und das Ende liegt deshalb vor dem Auslassventilöffnungswinkel
des Großhubnockens für Zylinder 1 (durch
die gestrichelte Linie am Auslassnockenöffnungsfenster von Zylinder 1 gezeigt). Des
Weiteren sei darauf hingewiesen, dass in diesem Beispiel das Schalten
so gesteuert wird, dass für das
letzte Verbrennungsereignis im SI-Modus das Auslasshubprofil der
HCCI-Art ist, und das erste Verbrennungsereignis im HCCI-Modus verwendet
ein Einlasshubprofil der HCCI-Art.
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Weiterhin
auf 6 Bezug nehmend, wird für das beispielhafte Schalten
des Modus beginnend mit Zylinder Nr. 1 der Anfang des Einlasssignalfensters
so definiert, dass er hinter dem Öffnungswinkel des Einlassventils
für Zylinder 2 liegt,
und das Ende liegt vor dem Einlassventilöffnungswinkel des Großhubnockens
für Zylinder 1 (durch
die gestrichelte Linie am Einlassnockenöffnungsfenster von Zylinder 1 gezeigt).
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Umgekehrt
zeigt 7 einen Übergang
von HCCI- auf SI-Betrieb
und die entsprechenden Fenster für
solch einen Betrieb. Es sei darauf hingewiesen, dass sich Startwinkel,
Endwinkel und/oder Dauern von jenen von 6 unterscheiden
können.
Dies kann zum Beispiel auf verschiedene Ventilöffnungszeiten und -dauern zwischen
den verschiedenen Hubprofilen zurückzuführen sein.
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Wie
das Beispiel von 6 sind die jeweiligen Einlass-
und Auslassfenster von 7 auf die Einlass- und Auslassventilzeiten
der Zylinder abgestimmt, die unmittelbar vor dem Schalten und unmittelbar
nach dem Schalten in der Zündfolge
der Zylinder in der besonderen Motorreihe oder -gruppe von Zylindern
mit einer gemeinsamen Nockenwelle zünden. In diesem Beispiel sind
jedoch keine gestrichelten Linien erforderlich, da die gezeigten
Ventilöffnungen
die Fenster auf gleiche Weise wie in 6 bestimmen.
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In
Abhängigkeit
von der grundlegenden Nockenzeitsteuerung und -dauer des Motors
können
die Fenster in einem Bereich von 150 Kurbelwinkelgrad zum Schalten
von SI auf HCCI und in der Regel in einem Bereich von 50 Kurbelwinkelgrad
zum Schalten von HCCI auf SI liegen. Bei 6000 U/min entspricht dies
einem Bereich von 1,4 bis 4,2 ms, was eine genaue Steuerung erfordern
könnte,
insbesondere bei Berücksichtigung
von Alterungs- und Beeinträchtigungswirkungen
des Öls
und Ölsystems.
Wenn das schaltende Motordrehzahlfenster jedoch auf niedrigere Drehzahlen
begrenzt ist, kann eine vergrößerte Robustheit
erreicht werden.
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Nunmehr
auf die 8–9 Bezug
nehmend, werden schematische Nockenereigniszeittafeln für die Konfiguration
von 5 (Vierzylindermotor mit einer Zylinderzündfolge
von 1-3-4-2) für
ein Schalten von langer Großhubdauer
SI auf kurze Niedrighubdauer HCCI bzw. umgekehrt gezeigt. Insbesondere
zeigen die Figuren die Einlass- und Auslassventilöffnungsdauern
für jeden
der Zylinder. Des Weiteren wird ein Nockenprofilschaltfenster (CPS-Fenster)
für jeden
der Stellglieder 510 bis 516 gezeigt.
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Die
CPS-Fenster zeigen die Kurbelwinkelbereiche, über die ein Signal zum Stellglied
gesendet werden kann, um ein Schalten der Ventilbetätigung einzuleiten.
Die Anfangs- und Endbereiche der Fenster werden durch die Zündfolge,
die Ventilöffnungsdauern
usw. definiert. Für
das beispielhafte Schalten des Modus beginnend mit Zylinder Nr. 1 wird
der Anfang des Auslasssignalfensters für die Zylinder 1 und 3 so
definiert, dass er hinter dem Öffnungswinkel
des Auslassventils für
Zylinder 3 liegt, und das Ende liegt vor dem Auslassventilöffnungswinkel
des Großhubnockens
für Zylinder 1 (durch
die gestrichelte Linie am Auslassnockenöffnungsfenster von Zylinder 1 gezeigt).
Das Schalten wird wieder so gesteuert, dass für das letzte Verbrennungsereignis
im SI-Modus das Auslasshubprofil der HCCI-Art ist, und das erste
Verbrennungsereignis im HCCI-Modus verwendet ein Einlasshubprofil
der HCCI-Art.
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Weiterhin
auf 8 Bezug nehmend, wird für das beispielhafte Schalten
des Modus beginnend mit Zylinder Nr. 1 der Anfang des Einlasssignalfensters
für die
Zylinder 1 und 3 so definiert, dass er hinter dem Öffnungswinkel
des Einlassventils für
Zylinder 3 liegt, und das Ende liegt vor dem Einlassventilöffnungswinkel
des Großhubnockens
für Zylinder 1 (durch
die gestrichelte Linie am Einlassnockenöffnungsfenster von Zylinder 1 gezeigt).
Eine ähnliche Analyse
gilt für
die Fenster der Zylinder 2 und 4, außer dass
der Anfang des Auslasssignalfensters für die Zylinder 2 und 4 so
definiert wird, dass er hinter dem Öffnungswinkel des Auslassventils
für Zylinder 2 liegt,
und das Ende liegt vor dem Auslassventilöffnungswinkel des Großhubnockens
für Zylinder 4 (durch
die gestrichelte Linie am Auslassnockenöffnungsfenster von Zylinder 4 gezeigt).
Des Weiteren wird der Beginn des Einlassignalfensters für die Zylinder 2 und 4 so
definiert, dass er hinter dem Öffnungswinkel
des Einlassventils für
Zylinder 2 liegt, und das Ende liegt vor dem Einlassventilöffnungswinkel
des Großhubnockens
für Zylinder 4 (durch
die gestrichelte Linie am Einlassnockenöffnungsfenster von Zylinder 4 gezeigt).
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Umgekehrt
zeigt 9 einen Übergang
von HCCI- auf SI-Betrieb und die entsprechenden Fenster für solch
einen Betrieb. Es sei darauf hingewiesen, dass sich Startwinkel,
Endwinkel und/oder Dauern von jenen von 8 unterscheiden
können.
Dies kann zum Beispiel auf verschiedene Ventilöffnungszeiten und -dauern zwischen
den verschiedenen Hubprofilen zurückzuführen sein.
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Es
versteht sich, dass die Konfigurationen und Routinen, die hier offenbart
werden, rein beispielhaft sind und dass diese besonderen Ausführungsformen
nicht als einschränkend
betrachtet werden sollen, weil zahlreiche Variationen möglich sind. Zum
Beispiel kann die obige Technologie auf V-6, I-4, I-6, V-12, Vierzylinder-Boxermotor
und andere Motorarten angewendet werden. Als weiteres Beispiel können verschiedene
andere Mechanismen in einem System verwendet werden, das zwei verschiedene Ventilprofile
für jedes
der Ventile in einem Zylinder und die gezielte Deaktivierung eines
oder mehrerer Ventile zur Bereitstellung der ordnungsgemäßen Strömungsverbindungen
für Kompressions-
und Selbstzündungsverbrennung
verwendet. Der Gegenstand der vorliegenden Offenbarung umfasst alle neuen
und nicht offensichtlichen Kombinationen und Unterkombinationen
der verschiedenen Systeme und Konfigurationen und andere Merkmale,
Funktionen und/oder Eigenschaften, die hier offenbart werden.
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Die
folgenden Ansprüche
unterstreichen insbesondere gewissen Kombinationen und Unterkombinationen,
die als neu und nicht offensichtlich angesehen werden. Diese Ansprüche können sich
auf „ein" Element oder „ein erstes" Element der dessen Äquivalent
beziehen. Solche Ansprüche
sollten so verstanden werden, dass sie eins oder mehrere solcher
Elemente enthalten, wobei zwei oder mehrere solcher Elemente weder
erforderlich sind noch ausgeschlossen werden. Andere Kombinationen
und Unterkombinationen der offenbarten Merkmale, Funktionen, Elemente
und/oder Eigenschaften können
durch Änderung
der vorliegenden Ansprüche oder
durch Präsentation
neuer Ansprüche
in dieser oder einer verwandten Anmeldung beansprucht werden. Solche
Ansprüche,
seien sie weiter, enger, gleich oder unterschiedlich hinsichtlich
des Schutzbereichs der Originalansprüche, werden auch als vom Gegenstand
der vorliegenden Offenbarung mit umfasst betrachtet.