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Die
Erfindung betrifft einen Flüssigkeitsverdampfer mit einer
in eine Flüssigkeit eintauchbaren Zuführeinheit,
die über eine Vielzahl von Kapillaren verfügt,
durch die Flüssigkeit einer in Strömungsrichtung
nachgeordneten, sich über den Strömungsquerschnitt
erstreckenden Verdampfungseinheit zuführbar ist, die mit
einem sich innerhalb des Strömungsquerschnitts befindenden
Heizelement beheizbar ist.
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Ein
derartiger Flüssigkeitsverdampfer ist aus der
US 2004/0151598 A1 bekannt.
Der bekannte Flüssigkeitsverdampfer verfügt über
eine Zuführeinheit, durch die Flüssigkeit durch
eine Isolierschicht hindurch zu einer Verdampfungseinheit befördert werden
kann. Bei dem bekannten Flüssigkeitsverdampfer ist die
Verdampfungseinheit aus einem Material gefertigt, das eine geringe
Wärmeleitfähigkeit aufweist. Materialien mit einer
Wärmeleitfähigkeit von weniger als 10 W/mK werden
dabei bevorzugt. In Strömungsrichtung hinter der Verdampfungseinheit befindet
sich eine Öffnungskomponente, die die Verdampfungseinheit
abdeckt und über eine zentrale Öffnung das Abströmen
des erzeugten Dampfs ermöglicht. Auf der der Verdampfungseinheit
abgewandten Seite der Öffnungskomponente ist ein Heizelement
angeordnet, bei dem es sich beispielsweise um einen in Serpentinen über
die Öffnungskomponente verlaufenden Heizdraht handeln kann.
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Der
bekannte Flüssigkeitsverdampfer ist insbesondere zum Verdampfen
von Brennstoffen geeignet. Daneben können mit dem bekannten
Flüssigkeitsverdampfer grundsätzlich auch weitere
Flüssigkeiten, wie beispielsweise Wasser, verdampft werden.
Der bekannte Flüssigkeitsverdampfer eignet sich jedoch
nicht für den Einsatz in Beatmungsgeräten, bei
dem die Beatmungsluft mit Hilfe eines Anfeuchters angefeuchtet werden
muss. Denn dabei sind verhältnismäßig
große Verdampfungsleistungen im Bereich von 100 W notwendig,
die mit dem bekannten Flüssigkeitsverdampfer nicht erbracht
werden können. Außerdem muss die Verdampfungsleistung
des Flüssigkeitsverdampfers beim Einsatz in Beatmungsgeräten
ständig nachgeregelt werden. Der bekannte Flüssigkeitsverdampfer
weist aber eine nichtlineare Kennlinie für den Zusammenhang
zwischen Heizleistung und Verdampfungsleistung auf. Die Regelung
des bekannten Flüssigkeitsverdampfers ist demnach wesentlich
erschwert.
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Ausgehend
von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung daher die Aufgabe
zugrunde, einen Flüssigkeitsverdampfer mit einem linearen
Zusammenhang zwischen Heizleistung und Verdampfungsleistung zu schaffen.
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Diese
Aufgabe wird durch einen Flüssigkeitsverdampfer mit den
Merkmalen des unabhängigen Anspruchs gelöst. In
davon abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen angegeben.
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Der
Verdampfer zeichnet sich dadurch aus, dass der Flüssigkeitsverdampfer
innerhalb des Stellbereichs für die Verdampfungsleistung
eine räumlich stabile Verdampfungszone aufweist, die sich
entlang einer Kontaktfläche zwischen der Zuführeinheit
und der Verdampfungseinheit erstreckt. Unter dem Stellbereich für
die Verdampfungsleistung soll dabei der beim Betrieb zulässige
Bereich der Verdampfungsleistungen verstanden werden. Entlang der
Kontaktfläche zwischen Zuführeinheit und Verdampfungseinheit
kann die Differenz zwischen den Wärmeleitfähigkeiten
der Zuführeinheit und der Verdampfungseinheit in der Regel
so groß gemacht werden, dass die Verdampfungstemperatur
immer entlang der Kontaktfläche zwischen Zuführeinheit
und Kontaktfläche erreicht wird. Wenn darüber
hinaus die Wärmeleitfähigkeit der Verdampfungseinheit
ausreichend groß gewählt wird, so dass im Stellbereich
für die Verdampfungsleistung immer ausreichend Wärmeenergie
zur Kontaktfläche gelangen kann, ergibt sich eine räumlich
stabile Verdampfungszone. Bei einer räumlich stabilen Verdamp fungszone
ergibt sich aber ein linearer Zusammenhang zwischen Heizleitung
und Verdampfungsleitung, was die Regelung des Flüssigkeitsverdampfers
erheblich erleichtert.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform des Flüssigkeitsverdampfers
ist die Verdampfungseinheit aus einem Material mit einer Wärmeleitfähigkeit
oberhalb von 50 W/mK gefertigt. Diese hohe Wärmeleitfähigkeit
wird bei Raumtemperatur von den meisten Metallen, von Halbleitern,
wie Silizium oder Germanium, oder zum Beispiel auch Diamant erreicht.
Die hohe Wärmeleitfähigkeit des für die
Verdampfungseinheit verwendeten Materials stellt sicher, dass auch bei
ungünstiger Geometrie genügend Wärme
zur Kontaktfläche zwischen der Zuführeinheit und
der Verdampfungseinheit gelangt. Damit ist es möglich, die
Verdampfungsleistung des Flüssigkeitsverdampfers gegenüber
dem Stand der Technik wesentlich zu steigern. Ferner ergibt sich
ein Temperaturprofil, das in der Zuführeinheit zur Schnittstelle
zwischen Zuführeinheit und Verdampfungseinheit hin steil
bis zur Verdampfungstemperatur ansteigt und dann innerhalb der Verdampfungseinheit
flach verläuft. Dies hat zur Folge, dass die Verdampfung
der Flüssigkeit unabhängig von der Verdampfungsleistung
im Bereich der Schnittstelle zwischen Zuführeinheit und
Verdampfungseinheit erfolgt. Damit ist die geometrische Lage der
Verdampfungszone auch bei schwankender Verdampfungsleistung festgelegt.
Folglich ist der Flüssigkeitsverdampfer auf einfache Weise
regelbar und für den Einsatz in Beatmungsgeräten
geeignet.
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Verdampfungseinheit
aus einem Metallsinter gefertigt. Derartiges Material weist eine hohe
Wärmeleitfähigkeit für die Zufuhr von
Wärme und eine ausreichende große Porosität
für die Dampfabfuhr auf.
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Daneben
kann die Verdampfungseinheit auch aus Vollmaterial gefertigt sein,
in dem eine Vielzahl von Ausnehmungen ausge bildet ist. Vorzugsweise
werden für das Vollmaterial ebenfalls metallische Werkstoffe
verwendet.
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die
Verdampfungseinheit auf der Seite, die der Zuführeinheit
zugewandt ist, ein Metallvlies, das neben einer hohen Wärmeleitfähigkeit ebenfalls
ein hohes Maß an Durchlässigkeit für
den erzeugten Dampf aufweist.
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Die
zum Beheizen der Verdampfungseinheit verwendeten Heizmittel können
in die Verdampfungseinheit eingebettet sein, was zu kurzen Übertragungswegen
führt.
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Daneben
ist es auch möglich, das Heizmittel auf einer sich über
den Strömungsquerschnitt erstreckenden Oberfläche
der Verdampfungseinheit anzubringen. Dies bietet den Vorteil, dass
durch einen Verbindungsvorgang wie Schweißen oder Löten
eine Wärme gut leitende Verbindung zwischen dem Heizelement
und der Verdampfungseinheit hergestellt werden kann.
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Gegebenenfalls
kann auch eine Vielzahl von Heizelementen vorgesehen sein, die unterschiedliche
Heizzonen beheizen, um eine gleichmäßige Verdampfung über
den Strömungsquerschnitt hinweg zu gewährleisten.
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Die
Verdampfungseinheit und die Zuführeinheit können
von einer rohrartigen Hülle umgeben sein, die die Zuführeinheit
und die Verdampfungseinheit mechanisch stabilisiert und vor äußeren
Einwirkungen schützt. Zur Überwachung der Verdampfungsleistung
des Flüssigkeitsverdampfers kann ferner ein Temperatursensor
vorgesehen sein, der vorzugsweise im Bereich der Grenzfläche
zwischen Zuführeinheit und Verdampfungseinheit angeordnet
ist.
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Die
Zuführeinheit des Verdampfers weist mindestens zwei Bereiche
unterschiedlicher Porosität auf.
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Der
Flüssigkeitsverdampfer ist vorzugsweise in einem allgemein
als Dampfanreicherer bezeichneten Gasanfeuchter angeord net, der
eine von einem Gaseingang zu einem Gasausgang führende
Gasleitung und einen in die Gasleitung mündenden Verdampferanschluss
aufweist, an den der Flüssigkeitsverdampfer angeschlossen
ist. Derartige Dampfanreicherer kommen insbesondere als Gasanfeuchter bei
Beatmungsgeräten zum Einsatz, wofür der Flüssigkeitsverdampfer
besonders geeignet ist.
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Falls
der Dampfanreicherer bzw. Gasanfeuchter am Gasausgang Ausgangsgas
mit einer vorbestimmten Luftfeuchte und einer vorgegebenen Temperatur
ausgeben soll, kann im Verdampferanschluss oder im Gaseingang eine
Heizeinrichtung vorgesehen sein, die das einströmende Eingangsgas oder
den vom Flüssigkeitsverdampfer erzeugten Dampf soweit aufheizt,
dass sich nach dem Mischungsvorgang ein Ausgangsgas mit der vorgegebenen
Feuchte und Temperatur ergibt.
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Speziell
erfolgt die Flüssigkeitsversorgung des Flüssigkeitsverdampfers über
eine mit Beatmungsdruck beaufschlagte Leitung, wobei die Flüssigkeit
insbesondere Wasser oder eine wässrige oder medizinische
Lösung ist.
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Weitere
Eigenschaften und Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nachfolgenden
Beschreibung hervor, in der Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der beigefügten Zeichnung im Einzelnen erläutert
werden. Es zeigen:
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1 eine
Querschnittsansicht durch einen Flüssigkeitsverdampfer
mit einer porösen Verdampfungseinheit;
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2 eine
Querschnittsansicht durch einen Flüssigkeitsverdampfer
mit einer aus Vollmaterial gefertigten Heizeinheit und einer darunter
liegenden Verdampfungsschicht sowie einem außen angebrachten
Temperatursensor;
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3 eine
Querschnittsansicht durch einen Flüssigkeitsverdampfer
mit einer aus Vollmaterial gefertigten Heizeinheit und einer darunter
liegenden Verdamp fungsschicht sowie einem innen angebrachten Temperatursensor;
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4 eine
Querschnittsansicht eines Flüssigkeitsverdampfers mit einer
durch einen Heizdraht beheizten Verdampfungsscheibe und außen
angebrachten Temperatursensor;
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5 eine
Querschnittsansicht eines Flüssigkeitsverdampfers mit einer
durch einen Heizdraht beheizten Verdampfungsscheibe und innen angebrachten
Temperatursensor;
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6 den
Aufbau eines Dampfanreicherers bzw. Gasanfeuchters mit einem Flüssigkeitsverdampfer
gemäß einer der 1 bis 5;
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7 einen
abgewandelten Dampfanreicherer bzw. Gasanfeuchter mit einem Flüssigkeitsverdampfer
gemäß einer der 1 bis 5 und
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8 einen
abgewandelten Dampfanreicherer bzw. Gasanfeuchter, bei welchem die
Flüssigkeitsversorgung des Flüssigkeitsverdampfers über eine
mit Beatmungsdruck beaufschlagte Leitung erfolgt.
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1 zeigt
eine Querschnittsansicht durch einen Verdampfer 1, der
einen porösen Docht 2 aufweist. Der Docht 2 ist
in eine Flüssigkeit 3 einbringbar. Bei der Flüssigkeit 3 kann
es sich beispielsweise um ein Anästhesiemittel oder um
Wasser handeln. Der Docht 2 fördert die Flüssigkeit 3 durch
Kapillaren zu einem porösen Verdampfungsblock 4,
in den Heizpatronen 5 integriert sind, die den Verdampfungsblock 4 beheizen.
Die sich in den Poren des Verdampfungsblocks 4 befindende
Flüssigkeit wird dabei verdampft. Durch den Verdampfungsprozess
entstehender Dampf 6 tritt durch die Poren des Verdampfungsblocks 4 aus
dem Verdampfungsblock 4 aus.
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Der
Docht 2 kann aus einem porösen Material, wie beispielsweise
Glassinter oder Keramiksinter, insbesondere auf der Basis von Aluminiumoxiden,
gefertigt sein. Typische Materialien für den Docht 2 weisen
eine Wärmeleitfähigkeit unterhalb von 10 W/mK
vorzugsweise unterhalb von 3 W/mK auf. Um einen ausreichend hohen
Kapillardruck gegen einen typischen Beatmungsdruck von 100 Millibar
zu erzeugen, sollten die Poren des Dochts 2 bei der Verdampfung
von Wasser einen mittleren Porendurchmesser zwischen 10 und 40 μm
und bei der Verdampfung von Anästhesiemittel einen mittleren Porendurchmesser
zwischen 1 bis 40 µm aufweisen. Vorzugsweise wird für
den Docht 2 ein Glassinterelement der Porosität
P16 (ISO4793) mit einem Porendurchmesser von 10 bis 16 µm
verwendet.
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Die
Poren des Verdampfungsblocks 4 sollten dagegen einen mittleren
Porendurchmesser zwischen 40 und 100 µm aufweisen, um das
Abströmen des erzeugten Dampfs zu erleichtern. Der Verdampfungsblock 4 kann
aus einem metallischen Material, zum Beispiel einem hochporösen
Metallsinter, aus keramischem Material oder anderem Material mit
einer Wärmeleitfähigkeit oberhalb von 50 W/mK,
vorzugsweise oberhalb von 100 W/mK gefertigt werden. Der Verdampfungsblock
kann auch aus einem geeigneten Kunststoff gefertigt sein. Geeignete
Kunststoffe sind beispielsweise Polyetherketone. Daneben kommen
auch Kunststoffe in Frage, in die granulare Metallkörper
eingebettet sind.
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Der
Verdampfungsblock 4 ist in ein äußeres Hüllrohr 7 eingebracht.
An der Außenseite des Hüllrohrs 7 ist
ein Temperatursensor 8 angeordnet, mit dem die Temperatur
des Verdampfungsblocks 4 zumindest näherungsweise
erfasst und eine Überhitzung des Verdampfers 1 vermieden
werden kann.
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In 2 ist
ein abgewandelter Verdampfer 9 dargestellt, der einen aus
einem Vollmaterial gefertigten Heizblock 10 aufweist. Der
Heizblock 10 und das äußere Hüllrohr 7 sind
bei dem in 2 dargestellten Verdampfer 9 einstückig
ausgebildet. Zwischen dem Heizblock 10 und dem Docht 2 befindet
sich eine Verdampfungsschicht 11, die aus porösem
Metallsinter oder einem Metallvlies oder einem anderen Material mit
guter Wärmeleitungseigenschaft hergestellt werden kann.
In dem Heizblock 10 befinden sich die Heizpatronen 5,
die den Heizblock 10 beheizen. Die im Heizblock 10 erzeugte
Wärme wird auf die Verdampfungsschicht 11 übertragen,
in der die durch den Docht 2 zugeführte Flüssigkeit 3 verdampft.
Im Heizblock 10 sind eine Reihe von Kanälen 12 ausgebildet,
durch die der in der Verdampfungsschicht 11 erzeugte Dampf 6 ungehindert
abströmen kann. Auch bei dem Verdampfer 9 kann
die Temperatur des Heizblocks 10 zumindest näherungsweise
durch den auf der Außenseite des Hüllrohrs 7 angeordneten Temperatursensor 8 überwacht
werden.
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Der
Heizblock 10 des Verdampfers 9 kann aus einem
metallischen oder keramischen Material oder auch aus einem Kunststoff
mit großer Temperaturbeständigkeit gefertigt werden.
Geeignete Kunststoffe sind beispielsweise Polyetherketone.
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In 3 ist
ein weiterer Verdampfer 13 dargestellt, dessen Aufbau im
Wesentlichen dem Aufbau des in 2 gezeigten
Verdampfers 9 entspricht. Im Unterschied zu dem in 2 dargestellten
Verdampfer 9 weist der Verdampfer 13 zwischen
dem Hüllrohr 7 und dem Heizblock 10 eine
um den Heizblock 10 umlaufende Nut 14 auf, durch
die der Wärmefluss vom Heizblock 10 zum Hüllrohr 7 eingeschränkt
wird. Ferner weist der Verdampfer 13 einen innen liegenden
Temperatursensor 15 auf, mit dem die Temperatur des Heizblocks 10 überwacht
werden kann.
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4 zeigt
eine Querschnittsansicht eines weiteren Verdampfers 16,
bei dem der Docht 2 an einer Verdampfungsscheibe 17 anliegt,
die aus porösem Metallsinter oder einem Metallvlies gefertigt
ist. Die Verdampfungsscheibe 17 wird mit Hilfe eines Heizdrahts 18 beheizt,
der spiralförmig oder mäanderförmig auf
der Verdampfungsscheibe 17 aufliegt. Die vom Heizdraht 18 erzeugte
Wärme wird auf die Verdampfungsscheibe 17 übertragen,
in der die durch den Docht 2 zugeführte Flüssigkeit 3 verdampft.
Der in der Verdampfungsscheibe 17 erzeugte Dampf kann dann
durch die Zwischenräume zwischen nebeneinander liegenden
Abschnitten des Heizdrahts 18 entweichen. Wie bei den vorhergehenden
Ausführungsbeispielen ist bei dem Verdampfer 16 die
Verdampfungsscheibe 17 von dem Hüllrohr 7 gefasst,
an dessen Außenseite der Temperatursensor 8 angeordnet
ist, mit dem sich die Temperatur der Verdampfungsscheibe 17 überwachen
lässt.
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In 4 ist
schließlich noch eine Anschlussleitung 19 für
den Heizdraht 18 dargestellt, die zu Anschlüssen 20 für
den Heizdraht führt.
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5 zeigt
weiterhin eine Querschnittsansicht durch einen Verdampfer 21,
dessen Aufbau im Wesentlichen dem Aufbau des Verdampfers 16 in 4 entspricht.
Im Gegensatz zum Verdampfer 16 aus 4 weist
der Verdampfer 21 gemäß 5 einen
Temperatursensor 22 auf, der im Inneren des Hüllrohrs 7 auf
der Verdampfungsscheibe 17 aufliegt.
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Die
in den 1 bis 5 dargestellten Verdampfer 1, 9, 13, 16 und 21 können
in Atemgasanfeuchtern verwendet werden.
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6 zeigt
einen Atemgasanfeuchter 23, in den der Verdampfer 1 aus 1 eingebaut
worden ist. In den Atemgasanfeuchter 23 könnte
jedoch auch einer der übrigen Verdampfer 9, 13, 16 oder 21 eingebaut
werden.
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Der
Atemgasanfeuchter 23 verfügt über einen
Gaseingang 24, in den anzufeuchtendes Eingangsgas 25 eingespeist
werden kann. Das Eingangsgas 25 strömt in eine
Mischkammer 26, in die auch eine Dampfzuführung 27 mündet.
An die Dampfzuführung 27 ist der Verdampfer 1 angeschlossen,
der den Dampf 6 erzeugt, der in der Mischkammer 26 mit
dem Eingangsgas 25 zu einem Aus gangsgas 28 vermischt
wird, das über einen Gasausgang 29 aus der Mischkammer 26 ausströmt.
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Um
eine unabhängige Regelung der Feuchtigkeit und der Temperatur
des Ausgangsgases 28 zu ermöglichen, ist in der
Dampfzuführung 27 eine Heizvorrichtung 30 vorgesehen,
mit der sich der aus dem Verdampfer 1 ausströmende
Dampf 6 überhitzen lässt. Damit kann
eine vorbestimmte Temperatur des Ausgangsgases 28 unabhängig
von der Feuchtigkeit des Ausgangsgases 28 eingestellt werden.
Die Temperatur des überhitzten Dampfes 6 kann
näherungsweise mit einem Temperatursensor 31 erfasst
werden. Daneben ist ein weiterer Temperatursensor 32 vorgesehen,
der im Bereich des Gaseingangs 24 angeordnet ist und mit
dem sich die Temperatur des Eingangsgases 25 überwachen
lässt. Ein weiterer im Bereich des Gasausganges 29 angeordneter
Temperatursensor 33 dient dazu, die Temperatur des Ausgangsgases 28 zu überwachen.
Die Temperatursensoren 8 sowie 31 bis 33 sowie
die Heizvorrichtung 30 und der Verdampfer 1 sind
dabei an eine Steuervorrichtung 34 angeschlossen, die die
Verdampfungsleistung des Verdampfers 1 und die Heizleistung
der Heizvorrichtung 30 so steuert, dass das Ausgangsgas 28 eine
vorgegebene Feuchte und Temperatur aufweist.
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7 zeigt
einen weiteren Atemgasanfeuchter 35, bei dem das Eingangsgas 25 mit
Hilfe einer Heizvorrichtung 36 vorgeheizt wird, so dass
sich am Gasausgang 29 Ausgangsgas 28 mit einer
vorbestimmten Temperatur ergibt. Auf die Heizvorrichtung 30 kann
in diesem Fall verzichtet werden, so dass der Verdampfer 1 unmittelbar
an die Mischkammer 26 angesetzt werden kann. Wie bei dem
in 6 dargestellten Ausführungsbeispiel dient
bei dem Atemgasanfeuchter 35 der Temperatursensor 32 im
Bereich des Gaseingangs 24 dazu, die Temperatur des durch die
Heizvorrichtung 36 vorgewärmten Eingangsgases 25 zu überwachen.
Der im Bereich des Gasausgangs 29 angeordnete Temperatursensor 33 kann weiterhin
dazu verwendet werden, die Temperatur des Ausgangsgases 28 zu überwachen.
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Es
sei angemerkt, dass die Kontaktfläche zwischen dem Docht 2 und
dem nachgeordneten Verdampfungsblock 4, der Verdampfungsschicht 11 oder
der Verdampfungsscheibe 17 nicht notwendigerweise eben
sein muss. Vielmehr kann die Kontaktfläche zwischen dem
Docht 2 und dem Verdampfungsblock 4, der Verdampfungsschicht 11 oder
der Verdampfungsscheibe 17 auch konisch oder kugelsegmentförmig
ausgebildet sein. Auch eine von der Rotationssymmetrie abweichende
Gestaltung der Kontaktfläche ist möglich. Wesentlich
ist vor allem, dass der am Docht 2 anliegende Teil der
Verdampfungseinheit eine hohe Wärmeleitfähigkeit
aufweist, damit sich auch bei hohen Verdampfungsleistungen eine
stabile Verdampfungszone ergibt. Durch eine im Vergleich zu hohen
Wärmeleitfähigkeit der Verdampfungseinheit wesentlich
niedrigere Wärmeleitfähigkeit des Dochts 2 wird
ferner vermieden, dass die Verdampfungszone in einem Bereich mit
schlechter Wärmeleitfähigkeit wandert. Insbesondere
wird vermieden, dass die Verdampfungszone in dem Bereich des Dochtes 2 wandert,
was zur Folge hätte, dass für die Dampfabströmung
aus dem Docht 2 ein hoher Druck aufgebaut werden müsste.
Eine stabile Verdampfungszone ergibt sich daher insbesondere dann,
wenn die aufgrund der Höhe der Wärmeleitfähigkeit
der am Docht 2 anliegenden Verdampfungseinheit und der
niedrigen Wärmeleitfähigkeit des Dochts 2 die
Verdampfungstemperatur unabhängig von der zulässigen
Verdampfungsleistung im Bereich der Kontaktfläche zwischen
Verdampfungseinheit und Docht 2 zu liegen kommt.
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Ein
weiterer Vorteil der hier anhand der 1 bis 5 beschriebenen
Verdampfer 1, 9, 13, 16 und 21 ist,
dass aufgrund der hohen Wärmeleitfähigkeit des
für die Verdampfungseinheit verwendeten Materials die Verdampfungseinheit
in Strömungsrichtung vergleichsweise dünn ausgebildet
sein kann. Damit wird auch der Strömungswiderstand für
den abströmenden Dampf 6 reduziert, wodurch die
Verdampfungsleistung erhöht werden kann.
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Bei
einem als Atemgasanfeuchter oder als Narkosemittelverdampfer verwendeten
Dampfanreicherer 42 ist es besonders vorteilhaft, wenn
der Druck vor und nach dem Verdampfer 1 in Durchströmungsrichtung
gesehen gleich ist. Dies kann effizient und einfach mit Hilfe der
Druckausgleichsleitung 37 realisiert werden. Das Flüssigkeitsniveau
in der Flüssigkeitsversorgungseinheit 41 kann
beispielsweise mit einem Schwimmerventil 38 nahezu konstant
gehalten werden. Die Flüssigkeit fließt dabei
aus einem Flüssigkeitsreservoir 40, beispielsweise
aus einem Wasserbeutel, über die Flüssigkeitsleitung 39 in
die Flüssigkeitsversorgungseinheit 41. Statt des Schwimmerventils 38 kann
auch ein Füllstandssensor in Verbindung mit einem elektromagnetischen Ventil,
das die Flüssigkeitsleitung 39 sperrt oder öffnet,
eingesetzt werden. Wesentlich ist, dass der Druckausgleich vor und
nach dem Verdampfer 1 hergestellt ist. Weiterhin ist leicht
vorstellbar, dass bei einem Atemgasanfeuchter die Druckausgleichsleitung 37 auch
in Kombination mit einer Dampfüberhitzung oder Luftvorerwärmung
realisiert werden kann.
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Abschließend
sei darauf hingewiesen, dass Merkmale und Eigenschaften, die im
Zusammenhang mit einem bestimmten Ausführungsbeispiel beschrieben
worden sind, auch mit einem anderen Ausführungsbeispiel
kombiniert werden können, außer wenn dies aus
Gründen der Kompatibilität ausgeschlossen ist.
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Schließlich
wird noch darauf hingewiesen, dass in den Ansprüchen und
in der Beschreibung der Singular den Plural einschließt,
außer wenn sich aus dem Zusammenhang etwas anderes ergibt.
Insbesondere wenn der unbestimmte Artikel verwendet wird, ist sowohl
der Singular als auch der Plural gemeint.
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- 1
- Verdampfer
- 2
- Docht
- 3
- Flüssigkeit
- 4
- Verdampfungsblock
- 5
- Heizpatronen
- 6
- Dampf
- 7
- Hüllrohr
- 8
- Temperatursensor
- 9
- Verdampfer
- 10
- Heizblock
- 11
- Verdampfungsschicht
- 12
- Kanal
- 13
- Verdampfer
- 14
- Nut
- 15
- Temperatursensor
- 16
- Verdampfer
- 17
- Verdampfungsscheibe
- 18
- Heizdraht
- 19
- Anschlussleitung
- 20
- Anschluss
- 21
- Verdampfer
- 22
- Temperatursensor
- 23
- Atemgasanfeuchter
- 24
- Gaseingang
- 25
- Eingangsgas
- 26
- Mischkammer
- 27
- Dampfleitung
- 28
- Ausgangsgas
- 29
- Gasausgang
- 30
- Heizvorrichtung
- 31
- Temperatursensor
- 32
- Temperatursensor
- 33
- Temperatursensor
- 34
- Steuervorrichtung
- 35
- Atemgasanfeuchter
- 36
- Heizvorrichtung
- 37
- Druckausgleichsleitung
- 38
- Schwimmerventil
- 39
- Flüssigkeitsleitung
- 40
- Flüssigkeitsreservoir
- 41
- Flüssigkeitsversorgungseinheit
- 42
- Dampfanreicherer
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - US 2004/0151598
A1 [0002]