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DE102007005190A1 - Selektive Kontaktcytotoxika - Google Patents

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DE102007005190A1
DE102007005190A1 DE200710005190 DE102007005190A DE102007005190A1 DE 102007005190 A1 DE102007005190 A1 DE 102007005190A1 DE 200710005190 DE200710005190 DE 200710005190 DE 102007005190 A DE102007005190 A DE 102007005190A DE 102007005190 A1 DE102007005190 A1 DE 102007005190A1
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DE200710005190
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Ruediger Marcus Flaig
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Flaig Ruediger Marcus Dr Dr 82223 Eichena De
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K14/00Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof
    • C07K14/435Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans
    • C07K14/43504Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans from invertebrates
    • C07K14/43509Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans from invertebrates from crustaceans

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Abstract

Die Erfindung betrifft makromolekulare Strukturen zum Transport von cytotoxisch wirksamen Ionen, Verfahren zu deren Herstellung, Arzneimittel, enthaltend diese Strukturen, sowie die Verwendung dieser Strukturen in verschiedenen ausgewählten Indikationen, gekennzeichnet dadruch, dass die makromolekulare Struktur ein Peptid umfasst, das mindestens einen zur spezifischen Interaktion mit dem Ziel, einen zur Oligomerisierung und einen zur Bindung einer beim Kontakt mit dem Ziel cytotoxischen Komponente befähigten Abschnitt umfasst.

Description

  • Die Erfindung betrifft makromolekulare Strukturen zum Transport von cytotoxisch wirksamen Ionen, Verfahren zu deren Herstellung, Arzneimittel enthaltend diese Strukturen sowie die Verwendung dieser Strukturen in verschiedenen ausgewählten Indikationen, gekennzeichnet dadurch, dass die makromolekulare Struktur ein Peptid umfasst, das mindestens einen zur spezifischen Interaktion mit dem Ziel, einen zur Oligomerisierung und einen zur Bindung einer beim Kontakt mit dem Ziel cytotoxischen Komponente befähigten Abschnitt umfasst.
  • Ein Hauptziel der pharmazeutischen Forschung ist es gegenwärtig, die gewünschten Effekte bekannter Wirkstoffe zu verstärken und die systemischen Nebenwirkungen zu minimieren, was insbesondere bei Substanzen mit hoher intrinsischer und damit unvermeidlicher Toxizität (z. B. Cytostatika) von großer Bedeutung ist. Dies kann sowohl über die Verringerung der für die therapeutische Wirkung benötigten Gesamtdosis als auch über die Ansammlung der Wirkstoffe am gewünschten Wirkort erreicht werden, was beides durch die kontrollierte, räumlich spezifische Freisetzung von Wirkstoffmolekülen im weitesten Sinn (Proteinen, Peptiden, Nukleinsäuren oder niedermolekularen Substanzen) am gewünschten Zielort – d. h. in einem Zielgewebe oder in einzelnen Zielzellen – bewerkstelligt werden kann. Darunter ist insbesondere der spezifische Transfer von therapeutisch oder diagnostisch nutzbaren Substanzen in definierte, insbesondere strukturell definierte biologische Ziele («drug delivery» oder «drug targeting») zu verstehen, der ein wichtiges Ziel der gegenwärtigen pharmazeutischen Forschung ist.
  • Die heute verfügbare Antikörpertechnologie erlaubt die Erzeugung von hochaffinen Bindungspartnern für nahezu jede beliebig biologische Struktur; überdies sind zahlreiche natürliche Liganden für zelluläre Rezeptoren charakterisiert und kloniert worden, so dass es kein Problem mehr darstellt, Moleküle mit hoher und spezifischer Affinität zu den gewünschten Zielen zu erzeugen. In vielen Fällen sind auch niedermolekulare Liganden wie z. B. Glykoside bekannt, die auf chemischem Weg imitiert und somit zur Zielsteuerung verwendet werden können. Dem Fachmann stehen somit verschiedene einschlägig bekannte Methoden zur Verfügung, einen Bindungspartner mit hoher und selektiver Affinität zu einem definierten biologischen Ziel zu erzeugen. Ein solches Molekül wird im Folgenden als «Suchermolekül» bezeichnet.
  • Jedoch üben diese Suchermoleküle, ob mikro- oder makromolekular, selber im allgemeinen keine pharmazeutisch nutzbare Funktion aus, während die Wirkstoffmoleküle selbst nicht zielspezifisch sind. Ein Hauptaugenmerk muss daher darauf liegen, diese Trennung zu überbrücken und das therapeutische Potential der verfügbaren Wirkstoffmoleküle mit der Zielspezifität der Suchermoleküle zu verbinden.
  • Der effizienteste bislang bekannte und am vielseitigsten verwendbare Ansatz zum Erreichen dieses Ziels besteht in der Verwendung von Trägerstrukturen im kolloidalen (d. h. Sub-μm-) Größenbereich, an deren Oberflächen entsprechende Zielsuchermoleküle gebunden werden können. Geeignete Trägerstrukturen sind kolloidale Partikel, welche mit Antikörpern gegen oder mit natürlichen Liganden für charakteristische Molekularstrukturen des Ziels verknüpft und zugleich durch inerte Beschichtung ihrer Oberfläche gegen die Erfassung und Elimination durch das Immunsystem geschützt werden.
  • Aus dem Stand der Technik sind zahlreiche auf Liposomen basierende Ansätze bekannt, die sich jedoch durch folgende Nachteile kennzeichnen:
    • – Die Stabilität der Partikel ist zeitlich begrenzt.
    • – Die Liposomenmembran ist selbst innerhalb der Stabilitätszeit nicht vollständig dicht, so dass mit Substanzverlust gerechnet werden muss.
    • – Die Möglichkeiten der Oberflächengestaltung sind eingeschränkt.
    • – Die wässrige Innenphase ist auf hydrophile Substanzen limitiert.
    • – Die Beladungseffizienz ist gering: typischerweise < 0,5%.
    • – Ungefähr 50% der zur Verknüpfung mit den Zielsuchermolekülen erforderlichen reaktiven Gruppen sind auf der Innenseite der Vesikelmembran gelegen (nicht mehr praktisch verfügbar, kann jedoch unvorhersehbare Reaktionen bewirken).
    • – Die Kopplung von Proteinen an Membranen kann zur Bildung von hochimmunogenen Strukturen führen und damit eine Immunreaktion gegen die Liposomen auslösen, die jede weitere Anwendung von Liposomen verhindert.
  • WO96/20698 beschreibt als Alternative zu Liposomen polymolekulare solide Nanopartikel aus natürlichen oder synthetischen Polykondensaten mit einem überwiegend allgemein beschriebenen eigenschaftsmodifizierenden Oberflächenüberzug aus natürlichen oder synthetischen Makromolekülen. Stabilität und Anwendbarkeit dieser Partikel sind jedoch sehr begrenzt. Des Weiteren eignen sie sich aufgrund ihrer hydrophoben Natur nicht für stark hydrophile Substanzen wie Ionen.
  • Ein weiteres grundsätzliches Problem im «drug targeting» besteht weiterhin darin, dass zwar zahlreiche spezifisch auf der Oberfläche bestimmter Zielzellen exprimierte Moleküle bekannt sind, jedoch eine Bindung der zielsuchenden Struktur an diese spezifischen Oberflächenmoleküle nicht unbedingt eine Internalisierung der zielsuchenden Struktur auslöst. Wenn – was in der Mehrzahl der Fälle gilt – an die Oberflächenmoleküle gebundene zielsuchende Strukturen nicht von der die Oberflächenmoleküle tragenden Zelle aufgenommen werden, ist die Wirkstofffreisetzung auf den allmählichen Zerfall der Trägerstrukturen angewiesen, durch welche der Wirkstoff freigesetzt wird. Dies geht natürlich wiederum zu Lasten der Spezifität. Das konventionelle «drug targeting» ist somit auf die relativ kleine Gruppe von Oberflächenmolekülen angewiesen, die sowohl spezifisch für bestimmte Zielzellen sind als auch als Rezeptoren für die Aufnahme von Stoffen in die Zelle wirksam sind. Gerade in höheren Organismen, in denen alle Zellen aus einem gemeinsamen Pool von Ressourcen schöpfen, ist die Gewebespezifität von Rezeptoren für die Aufnahme von Stoffen jedoch eher gering. Dennoch ist Spezifität gerade im Zusammenhang mit cytotoxisch wirkenden Substanzen, wie sie zur Behandlung von Tumoren und zum Teil auch von Infektionen mit eukaryontischen Parasiten wie z. B. Trypanosomen, Plasmodien oder Amöben erforderlich sind, notwendig.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, eine molekulare Struktur bereitzustellen, die imstande ist, selektiv und effizient an eine bestimmte Zelloberflächenstruktur zu binden und eine cytotoxische Wirkung auf die Zielzelle auszuüben.
  • Überraschenderweise wurde diese Aufgabe durch ein Peptid gelöst, das drei Abschnitte aufweist, wovon einer zur Kopplung mit beliebigen Suchermolekülen geeignet ist, einer eine Oligomerisierung des Peptids bewirkt und der dritte ein radioaktives Ion mit hoher Affinität binden kann. Im Folgenden wird dieses Peptid als «Trilobit» bezeichnet.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein Peptid, umfassend mindestens
    • (A) eine zur Verknüpfung mit einem spezifisch an biologische Strukturen bindenden Molekül geeignete Aminosäurensequenz,
    • (B) eine zur Oligomerisierung befähigte Aminosäurensequenz,
    • (C) eine zur Bindung einer beim Kontakt mit dem Ziel cytotoxischen Komponente befähigte Aminosäurensequenz.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst (C) ein Hexahistidinylpeptid. Es ist hierbei besonders bevorzugt, wenn das radioaktive Ion ein 64Cu- oder 56Ni-Ion ist. Diese Isotope und Bezugsquellen (z. B. Amersham (Little Chalfont, Buckinghamshire, Großbritannien)) für sie sind dem Fachmann vertraut.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst (B) eine Isoleucinzippersequenz, z. B. die Aminosäurensequenz SEQ ID NO: 1 (Weissenhorn et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA Vol. 95[11], 6032-6036 (1998)). Von dieser Sequenz wurde gezeigt, dass sie eine Trimerisierung von sie umfassenden Peptiden bewirken kann.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst (A) mindestens eine Aminosäure X ausgewählt unter Glutamin, Asparagin und Cystein. Es ist hierbei besonders bevorzugt, wenn A mehrere Aminosäuren X enthält, insbesondere 3 oder mehr, z. B. 3 bis 10, z. B. 3.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Aminosäuren X durch flexible Zwischenstücke voneinander getrennt, insbesondere durch Zwischenstücke der Form GPGS, GGS oder GGGS.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform betrifft die Erfindung ein Peptid, das die Aminosäurensequenz SEQ ID NO: 2 umfasst.
  • Die Bereitstellung eines Peptids mit definierter Sequenz kann hierbei grundsätzlich durch jedes dem Fachmann geläufige Verfahren erfolgen, vorzugsweise durch die Festphasensynthese nach dem Verfahren von Merrifield (Merrifield R.B.: «The automatic synthesis of proteins», Sci. Am. 218(3):56-62 passim (1968)), wie z. B. beschrieben in: Atherton E., Sheppard R.C.: «Solid Phase peptide synthesis: a practical approach», IRL Press, Oxford, England (1989); sowie in: Stewart J.M., Young J.D.: «Solid Phase peptide synthesis, 2nd edition», Pierce Chemical Company, Rockford (1984).
  • Alternativ kann die Bereitstellung durch Expression anhand des genetischen Codes von einer natürlichen oder synthetischen Nukleinsäure (RNA oder DNA) mit definierter Sequenz erfolgen, was entweder in vivo, durch Einbringen der Nukleinsäure in einer zur Expression derselben befähigte prokaryontische oder eukaryontisch Zelle («Transformation» bzw. «Transfektion»), oder in vitro, durch Inkontaktbringen der Nukleinsäure mit einem entsprechenden System aus Enzymen, Substraten und Cofaktoren, geschehen kann. Entsprechende Verfahren sind dem Fachmann geläufig und z. B. in «Molecular Cloning: A Laboratory Manual» von Joseph Sambrook und David W. Russell, Cold Spring Harbor Laboratory Press, 3rd Labmn edition (2001); «Short Protocols in Molecular Biology» von Frederick M. Ausubel, Current Protocols, 5th edition (2002) dargestellt.
  • Die Synthese sowohl von Peptiden als auch von Nukleinsäuren wird ebenfalls von zahlreichen Firmen als Dienstleistung angeboten (z. B. MWG Biotech, Ebersberg, Deutschland).
  • Der Fachmann erkennt, dass die beschriebenen Methoden zahlreichen Abwandlungen und Kombinationen zugänglich sind. Diese alle sind zur erfindungsgemäßen Bereitstellung des Peptids grundsätzlich geeignet.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist weiterhin ein wie oben beschriebenes Peptid, das über die Aminosäure X kovalent mit einer spezifisch an biologische Strukturen bindenden Komponente verbunden ist, wobei es bevorzugt ist, wenn die Verbindung zwischen der Aminosäure X und der spezifisch an biologische Strukturen bindenden Komponente über einen polymeren Platzhalter erfolgt, vorzugsweise über Polyethylenglykol, z. B. Polyethylenglykol mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht zwischen 3000 und 8000 Dalton. Zweckmäßigerweise kann zur Herstellung der Verbindung zwischen Peptid und spezifisch bindender Komponente ein terminal bifunktionalisiertes Polyethylenglykol als Zwischenstück verwendet werden, vorzugsweise ein Polyethylenglykol, das am einen Ende mit einer aminoreaktiven Gruppe wie z. B. NHS-Ester und am anderen Ende mit einer thiolreaktiven Gruppe wie z. B. Vinylsulfon versehen ist. Solche Gruppen, damit derivatisierte Polyethylenglykole und ihre Verwendung sind dem Fachmann geläufig; siehe z. B. WO 02/00162 und Flaig et al. 2005 (J Drug Del. Sci. Tech. 15(1):59–63).
  • In einer besonderen Ausführungsform ist die spezifisch an biologische Strukturen bindende Komponente ausgewählt unter Antikörpern und ihren Fragmenten und Derivaten, Lektinen, CD-Molekülen und ihren Liganden und mit Peptiden beladenen MHC-Molekülen. Die Auswahl geeigneter Strukturen und der sie bindenden Komponente liegt im Bereich des durchschnittlichen fachmännischen Könnens.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind weiterhin die Verwendung einer erfindungsgemäßen molekularen Struktur zur spezifischen Abtötung lebender Zellen in vitro sowie zur Herstellung eines Medikaments zur spezifischen Abtötung lebender Zellen in vivo, wobei es bevorzugt ist, wenn die lebenden Zellen Tumorzellen oder Zellen eukaryontischer Parasiten sind, z. B. eukaryontische Parasiten der Gattung Trypanosoma.
  • Die Erfindung wird jetzt anhand der folgenden, nicht abschließend oder beschränkend zu verstehenden Beispiele näher erläutert. Der Fachmann erkennt, dass im Rahmen der vorliegenden Erfindung zahlreiche Modifikationen und Abwandlungen des beschriebenen Verfahrens möglich sind. Sie alle sind als zu der Erfindung gehörig zu betrachten.
  • Beispiele
  • Beispiel 1: Charakterisierung des Trilobit-Peptids
  • Die Eigenschaften des Trilobit-Peptids (SEQ ID NO:2) wurden mit den Programmen antigenic, pepnet und pepstats aus dem Programmpaket EMBOSS implementiert, das von http://www.emboss.org/ bzw. http://emboss.sourceforge.org/ kostenlos heruntergeladen werden kann, untersucht.
  • PEPSTATS of from 1 to 70
    • Molecular weight = 7033.57 Residues = 70
    • Average Residue Weight = 100.480 Charge = –1.5
    • Isoelectric Point = 6.1312
    • A280 Molar Extinction Coefficient = 1280
    • A280 Extinction Coefficient 1 mg/ml = 0.18
    • Improbability of expression in inclusion bodies = 0.903
  • Residue Number Mole% DayhoffStat
    A = Ala 2 2.857 0.332
    B = Asx 0 0.000 0.000
    C = Cys 0 0.000 0.000
    D = Asp 1 1.429 0.260
    E = Glu 10 14.286 2.381
    F = Phe 0 0.000 0.000
    G = Gly 20 28.571 3.401
    H = His 7 10.000 5.000
    I = Ile 8 11.429 2.540
    J = - 0 0.000 0.000
    K = Lys 5 7.143 1.082
    L = Leu 2 2.857 0.386
    M = Met 1 1.429 0.840
    N = Asn 1 1.429 0.332
    O = - 0 0.000 0.000
    P = Pro 3 4.286 0.824
    Q = Gln 1 1.429 0.366
    R = Arg 1 1.429 0.292
    S = Ser 7 10.000 1.429
    T = Thr 0 0.000 0.000
    U = - 0 0.000 0.000
    V = Val 0 0.000 0.000
    W = Trp 0 0.000 0.000
    X = Xaa 0 0.000 0.000
    Y = Tyr 1 1.429 0.420
    Z = Glx 0 0.000 0.000
    Property Residues Number Mole%
    Tiny (A+C+G+S+T) 29 41.429
    Small (A+B+C+D+G+N+P+S+T+V) 34 48.571
    Aliphatic (I+L+V) 10 14.286
    Aromatic (F+H+W+Y) 8 11.429
    Non-polar (A+C+F+G+I+L+M+P+V+W+Y) 37 52.857
    Polar (D+E+H+K+N+Q+R+S+T+Z) 33 47.143
    Charged (B+D+E+H+K+R+Z) 24 34.286
    Basic (H+K+R) 13 18.571
    Acidic (B+D+E+Z) 11 15.714
  • Der Hydropathieverlauf ist in 3 dargestellt, die Raumstruktur unter Annahme einer -Helix in 4.
  • Beispiel 2: Konjugation von Trilobit mit Antikörper-Fragmenten
  • Das Trilobit-Peptid, durch Merrifield-Synthese hergestellt, wird zunächst durch HPLC aufgereinigt und durch Polyacrylamidgelelektrophorese (5–20% Polyacrylamid) nach Laemmli, gefolgt von Färbung mit Coomassie Brillant Blau, auf Reinheit und Einheitlichkeit überprüft und durch Vergleich mit Standards bekannter Menge quantifiziert.
  • Es werden 100 mg Trilobit in 10 ml an 25 mM Tris-HCl pH 6.0 aufgenommen, wodurch der für die Konjugation der Aminogruppen idealen Wert eingestellt wird. Anschließend wird die Peptidlösung mit einem dreifachen molaren Überschuss an NHS-Ester-/Vinylsulfon-Polyethylenglykol mit einem mittleren Molekulargewicht von 8000 Da versetzt und über Nacht bei Raumtemperatur inkubiert.
  • Anschließend wird der Reaktionsansatz zur Entfernung nicht umgesetzten Polyethylenglykols und zur Einstellung des für die Konjugation der Zielsucher idealen pH-Werts durch eine Membran mit einer Ausschlussgröße von ca. 13 kDa gegen 10 mM Tris-HCl pH 8.0 dialysiert. Im Anschluss daran werden die Zielsuchermoleküle (Antikörper-Fab-Fragmente) in mindestens 100fachem molaren Überschuss, bezogen auf die Trilobitmoleküle, zugesetzt und wiederum über Nacht bei Raumtemperatur inkubiert.
  • Zur Inaktivierung der letzten noch nicht umgesetzten Gruppen werden schließlich dem Ansatz 5 mg Cystein zugesetzt, er wird 1 h unter vorsichtigem Rühren inkubiert und dann durch zur Reinigung der fertigen Konjugate durch eine Membran mit einer Ausschlußgröße von ca. 100 kDa gegen 10 mM Tris-HCl pH 7.0 dialysiert.
  • Zur Quantitäts- und Qualitätskontrolle werden 20 μl der Lösung entnommen und durch HPLC unter nativen Bedingungen untersucht. Das konjugierte Peptid erscheint in Form eines Hauptpeaks von ca. 480 kDa, begleitet von zwei kleineren Peaks von ca. 320 und ca. 160 kDa.
  • Beispiel 3: Beladung von konjugiertem Trilobit mit Kupfer-64
  • 500 mg des in Beispiel 1 erhaltenen Konjugats (entsprechend ca. 30 mg Trilobit) werden mit 200 μg 64Cu, bezogen auf das Kupferion, versetzt und 3 Stunden lang auf Eis inkubiert. Anschließend wird das beladende Konjugat durch eine Membran mit einer Ausschlußgröße von ca. 10 kDa gegen einen großen Überschuss von 10 mM Tris-HCl pH 7.0 dialysiert, und Proteingehalt und Radioaktivität des Produkts werden gemessen.
  • Beschreibung der Zeichnungen
  • 1
    • zeigt den schematischen Aufbau eines erfindungsgemäßen Peptids. A = zur Verknüpfung mit einem spezifisch an biologische Strukturen bindenden Molekül geeignete Aminosäurensequenz; a = Aminosäuren mit aminogruppenhaltigen Resten; B = Isoleucinzipper-Trimerisierungsdomäne; C = Hexahistidinylrest.
  • 2
    • zeigt schematisch den räumlichen Aufbau einer der erfindungsgemäßen Strukturen. A, B, C wie in 2; D = Polyethylenglykol 8000; E = spezifische Liganden für die Zielzellen; F = 64Cu oder 56Ni.
  • Es folgt ein Sequenzprotokoll nach WIPO St. 25. Dieses kann von der amtlichen Veröffentlichungsplattform des DPMA heruntergeladen werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - WO 96/20698 [0007]
    • - WO 02/00162 [0021]
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - Merrifield R.B.: «The automatic synthesis of proteins», Sci. Am. 218(3):56-62 passim (1968) [0017]
    • - Atherton E., Sheppard R.C.: «Solid Phase peptide synthesis: a practical approach», IRL Press, Oxford, England (1989) [0017]
    • - Stewart J.M., Young J.D.: «Solid Phase peptide synthesis, 2nd edition», Pierce Chemical Company, Rockford (1984) [0017]
    • - «Molecular Cloning: A Laboratory Manual» von Joseph Sambrook und David W. Russell, Cold Spring Harbor Laboratory Press, 3rd Labmn edition (2001) [0018]
    • - «Short Protocols in Molecular Biology» von Frederick M. Ausubel, Current Protocols, 5th edition (2002) [0018]
    • - J Drug Del. Sci. Tech. 15(1):59–63 [0021]
    • - http://www.emboss.org/ [0025]
    • - http://emboss.sourceforge.org/ [0025]

Claims (17)

  1. Peptid, umfassend mindestens (A) eine zur Verknüpfung mit einem spezifisch an biologische Strukturen bindenden Molekül geeignete Aminosäurensequenz, (B) eine zur Oligomerisierung befähigte Aminosäurensequenz, (C) eine zur Bindung einer beim Kontakt mit dem Ziel cytotoxischen Komponente befähigte Aminosäurensequenz.
  2. Peptid nach Anspruch 1, wobei (C) ein Hexahistidinylpeptid umfasst.
  3. Peptid nach Anspruch 1 oder 2, wobei (B) eine Isoleucinzippersequenz umfasst.
  4. Peptid nach Anspruch 3, wobei die Isoleucinzippersequenz die Aminosäurensequenz SEQ ID NO:1 umfasst.
  5. Peptid nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei (A) eine Aminosäure X ausgewählt unter Glutamin, Asparagin und Cystein umfasst.
  6. Peptid nach Anspruch 5, wobei A mehrere Aminosäuren X enthält.
  7. Peptid nach Anspruch 6, wobei die Aminosäuren X durch flexible Zwischenstücke voneinander getrennt sind.
  8. Peptid nach Anspruch 7, wobei die Zwischenstücke die Form GPGS, GGS oder GGGS haben.
  9. Peptid nach einem der vorherigen Ansprüche, das die Sequenz SEQ ID NO:2 umfasst.
  10. Makromolekulare Struktur, enthaltend mindestens ein Peptid nach Anspruch 5 oder 6, über die Aminosäure X kovalent verbunden mit einer spezifisch an biologische Strukturen bindenden Komponente.
  11. Makromolekulare Struktur nach Anspruch 10, wobei die Verbindung zwischen der Aminosäure X und der spezifisch an biologische Strukturen bindenden Komponente über einen polymeren Platzhalter erfolgt.
  12. Makromolekulare Struktur nach Anspruch 11, wobei der polymere Platzhalter Polyethylenglykol ist.
  13. Makromolekulare Struktur nach Anspruch 12, wobei der polymere Platzhalter Polyethylenglykol mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht zwischen 3000 und 8000 Dalton ist.
  14. Makromolekulare Struktur nach einem der Ansprüche 10 bis 14, wobei die spezifisch an biologische Strukturen bindende Komponente ausgewählt ist unter Antikörpern und ihren Fragmenten und Derivaten, Lektinen, CD-Molekülen und ihren Liganden und mit Peptiden beladenen MHC-Molekülen.
  15. Verwendung einer Struktur nach einem der Ansprüche 10 bis 14 zur spezifischen Abtötung lebender Zellen in vitro.
  16. Verwendung einer Struktur nach einem der Ansprüche 10 bis 14 zur Herstellung eines Medikaments zur spezifischen Abtötung lebender Zellen in vivo.
  17. Verwendung nach Anspruch 15 oder 16, wobei die lebenden Zellen Tumorzellen oder Zellen eukaryontischer Parasiten sind.
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Stewart J.M., Young J.D.: «Solid Phase peptide synthesis, 2nd edition», Pierce Chemical Company, Rockford (1984)

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