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Hintergrund
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Die
Lehren hierin beziehen sich allgemein auf Techniken zur schnellen
Kompensation von Phasen- und Amplitudeninformationen in einem elektrischen
Signal.
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Zahlreiche
Länder
verlangen jetzt, dass als Erzeugungsanlagen für elektrische Energie verwendete
Windenergieanlagen mit dem Elektrizitätsnetz verbunden bleiben, wenn
sich das Netz in einem Fehlerzustand befindet. Während eines Fehlers des Systems
verbunden zu bleiben (was häufig
als „Durchfahren
von Spannungseinbrüchen" bzw. „Low Voltage
Ride Through" bezeichnet
wird) kann aus einer technischen Perspektive herausfordernd sein.
Es ist vielleicht am wichtigsten, dass die Phasen- und Amplitudeninformationen
der symmetrischen Komponenten in dem Netzsignal schnell und genau
für die
Steuerungssysteme der Anlage verfügbar gemacht werden. Dies ermöglicht den
Steuerungssystemen, rechtzeitig Korrekturvorgänge an der Windenergieanlage
vorzunehmen, wodurch die Wirkung von Großsignaltransienten gemildert
wird, und dadurch ein Abschalten der Windenergieanlage zu verhindern.
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Allgemein
ist es eine vorrangige Aufgabe einer Energieerzeugungsanlage, die
Mitsystemspannung zu regeln. Traditionelle, stromgeregelte Ansätze versuchen
implizit, den Gegensystemstrom zu entfernen. Für ein Windenergiesystem, das
einen doppelt gespeisten Asynchrongenerator verwendet, erfordert
dies beim Vorhandensein eines Fehler- oder Unsymmetriezustands der
Last einen rotorseitigen Umrichter, um eine Gegensystemspannung
zu erhalten und einen Gegensystemstrom zu liefern. Leider können Turbinensysteme
in ihrer Fähigkeit zum
Liefern von ausreichender Gegensystemspannung, -strom oder -leistung
beschränkt
sein. Dies führt
zu einer Verschlechterung der Steuerbarkeit des Systems und zu wiederholtem
Einsatz von Schutzmaßnahmen
(z.B. einer „Crowbar-Schaltung"), wodurch der Generator
und andere Turbinen- bzw.
Anlagenkomponenten wiederholten Transienten ausgesetzt werden. Es
können
Widerstände
einer dynamischen Bremse verwendet werden, um als Shunt Energie
aus dem Gleichstromkreis abzuleiten, wodurch die Aktivierung der
Crowbar beschränkt
und die Steuerbarkeit aufrechterhalten wird.
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Der
Schutz eines mit dem Netz verbundenen Zweig- oder Zweignetzstromkreises
kann davon abhängen,
dass der Stromkreis eine niedrige Impedanzcharakteristik für Gegensystemspannungen
aufweist. Das bedeutet, dass es erwartet werden kann, dass der Zweigstromkreis
in der Lage ist, einen gewissen Strom an einen Gegensystemfehler
oder -unsymmetriezustand zu liefern. Typischerweise hängt dies
von der Fähigkeit
des Netzes ab, einem Fehlerzustand standzuhalten. Weiterhin können bei
verschiedenen Leistungsstandards für Erzeugungsanlagen in einigen
Fällen
Gerätespezifikationen
einen Gegensystemstrom als Antwort auf eine Gegensystemspannung
erfordern. Leider verhindern traditionelle Schemata der Stromhandhabung
typischerweise Vorgehensweisen zu einem koordinierten Schutz von
Zweig- und Zweignetzstromkreisen.
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Traditionelle
Lösungen,
sich diesen Herausforderungen zuzuwenden, haben zu Systemen mit nichtlinearem
Verhalten geführt,
die es erschweren, einfache Modelle von Teilsystemelementen zur
Verwendung in Gesamtsystemmodellen zu schaffen. Die Planung von
Experimenten wird typischerweise ziemlich komplex, wenn erschöpfende Szenarien
benötigt
werden, um zu versuchen, den Ort des nichtlinearen Systems abzudecken.
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Eine
Anzahl von Ressourcen sind darauf gerichtet worden, sich dem Betrieb
von Erzeugungsanlagen bei Netzstörungen
zuzuwenden oder diesen zu untersuchen. Beispiele enthalten eine
Vorgehensweise, die in dem Paper „Vestas Handles Grid Requirements", Advanced Control
Strategy for Wind Turbines" von
Bolik und anderen beschrieben worden ist, bei der zahlreiche Schritte
durchgeführt
werden, von denen der erste ein Trennen des Stators des Generators
vom Netz ist.
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Ein
zweites Paper, „Transient
Analysis of Doubly Fed Wind Power Induction Generator Using Coupled
Field-Circuit Model" von
Seman und anderen, hat Aspekte von Netzfehlern untersucht. Bei dem von
Seman offenbarten Ansatz wird der rotorseitige Frequenzumrichter
durch eine modifizierte direkte Drehmomentregelungs(DTC)-Steuerungsstrategie gesteuert.
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Ein
drittes Paper, „Comparison
of Fault Ride-Through Strategies for Wind Turbines with DFIM Generators" von Dittrich und
anderen, vergleicht verschiedene Strategien zum Durchfahren von
Fehlerzuständen
bzw. Fault Ride-Through.
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Ein
viertes Paper, „Experiences
of Voltage Dip Ride Through Factory Testing of Synchronous and Doubly
Fed Generator Drives" von
Niiranen, offenbart Vorgehensweisen zur Fehleremulation und Messung
von Aspekten im Zusammenhang mit Systemfehlern.
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Eine
Anzahl von Techniken zum Reagieren auf Störungen im Netz nach dem Stand
der Technik verlangt die Anwendung einer Crowbar-Schaltung. Wenn
dieser Ansatz verwendet wird, ist die Energieerzeuqungsanlage typischerweise
nicht in der Lage, im Sinne neuer Standards und Anforderungen an
Erzeugungssysteme angemessen zu reagieren.
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Was
benötigt
wird, ist eine Technik, um eine Erzeugungsanlage, wie z.B. eine
Windenergieanlage, in Perioden mit niedriger Spannung oder Perioden
mit einer Netzsignalinstabilität
an das Elektrizitätsnetz
gekoppelt zu halten, wobei die Technik die Spannungs-, Strom- und
Leistungseigenschaften koordiniert, um die Netzzustände des
Mit- und Gegensystems zu berücksichtigen,
um die Kleinsignallinearität
auszuweiten und eine Verringerung bei den Selbstschutz-Transienten zu bewirken.
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Kurze
Beschreibung
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Wie
in den obigen Veröffentlichungen
dargestellt führte
die Reaktion der Systemsteuerung auf die unsymmetrischen Netzzustände zur
Anwendung der „Crowbar" an der Rotorschaltung.
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Es
ist ein Verfahren zum Verändern
einer Wirkung einer Störung
in einem Elektrizitätsnetz
auf einen mit dem Netz gekoppelten Generator offenbart, wobei das
Verfahren ein Verfolgen wenigstens einer Gegensystemkomponente und
einer Mitsystemkomponente eines Signals des Elektrizitätsnetzes,
ein Ausrichten wenigstens eines Anteils des Betrags der Gegensystemkomponente
zum Einspeisen in das Elektrizitätsnetz
und ein Einspeisen des wenigstens einen Anteils in das Elektrizitätsnetz zum
Verändern der
Störung
enthält.
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Es
ist auch eine Vorrichtung zum Verändern einer Wirkung einer Störung in
einem Elektrizitätsnetz
auf einen mit dem Netz gekoppelten Generator offenbart, wobei die
Vorrichtung eine Steuerungseinheit zum Verfolgen wenigstens einer
Gegensystemkomponente und einer Mitsystemkomponente eines Signals
des Elektrizitätsnetzes,
ein Ausrichten wenigstens eines Anteils des Betrags der Gegensystemkomponente
zum Einspeisen in das Elektrizitätsnetz
und ein Einspeisen des wenigstens einen Anteils in das Elektrizitätsnetz zum
Verändern
der Störung
enthält.
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Weiterhin
ist ein auf maschinenlesbaren Medien gespeichertes Computerprogrammprodukt
offenbart, wobei das Produkt die technische Wirkung von Anweisungen
zum Verändern
einer Wirkung einer Störung
in einem Elektrizitätsnetz
auf einen an das Netz gekoppelten Generator aufweist, indem wenigstens
eine Gegensystemkomponente und eine Mitsystemkomponente eines Signals
des Elektrizitätsnetzes
verfolgt werden, wenigstens ein Anteil des Betrags der Gegensystemkomponente
zum Einspeisen in das Elektrizitätsnetz
ausgerichtet wird und der wenigstens eine Anteil in das Elektrizitätsnetz eingespeist
wird, um die Störung
zu verändern.
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Die
Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden von Fachleuten
anhand der folgenden detaillierten Beschreibung und der Zeichnungen erkannt
und verstanden.
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Zeichnungen
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Es
wird nun auf die Zeichnungen Bezug genommen, in denen gleiche Elemente
in den verschiedenen Zeichnungen gleich nummeriert sind:
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1 zeigt
Aspekte eines Steuerungssystems für eine Windenergieanlage,
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2 zeigt
eine beispielhafte Topologie für einen
doppelt gespeisten Asynchrongenerator (DFIG),
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3 zeigt
eine beispielhafte Topologie für einen
DFIG mit einer Crowbar-Schaltung,
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4 zeigt
eine beispielhafte Topologie für einen
DFIG mit einer dynamischen Bremse,
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5 zeigt
ein Flussdiagramm, das ein beispielhaftes Verfahren zur Stromkompensation
darstellt,
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6 zeigt
Signaleingänge
in den DFIG,
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7 zeigt
Beziehungen der Gegensystemkomponenten,
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8 zeigt
ein Blockdiagramm, das Aspekte der Signalanalyse und Bestimmung
des Kompensationsstroms darstellt,
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9 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel zum
Bestimmen von Aspekten der Signalanalyse und der Bestimmung des
Kompensationsstroms,
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10 zeigt
ein Blockdiagramm, das Aspekte von Beeinflussungen des Kompensationsstroms zur
Verwendung als Einspeisestrom darstellt,
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11 stellt
Aspekte der Fähigkeit
zum Einspeisen eines Gegensystemstroms und eines Mitsystem-Wirkstroms
und Mitsystem-Blindstroms dar.
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12 zeigt
die Antwort einer Windenergieanlage nach dem Stand der Technik auf
ein simuliertes transientes Ereignis,
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13 zeigt
die Antwort einer Windenergieanlage, die von den Lehren hierin Gebrauch
macht, auf das simulierte transiente Ereignis, und
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14 zeigt
eine beispielhafte Topologie für ein
Synchronmaschinensystem mit Umwandlung der gesamten Energie.
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Detaillierte
Beschreibung
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Die
Lehren hierin ermöglichen
eine Bestimmung der Werte der Gegensystemspannung bei einer Störung und
mit Ausnahme kurzer transienter Schutzmaßnahmen einer Crowbar-Schaltung zu Beginn
der Störung
eine Reaktion, die eine Steuerung der in den Fehlerzustand hinein
fließenden
Mit- und Gegensystemströme zulässt. Grenzen
für den
Mit- und Gegensystemstrom hängen
von Systemparametern ab, wie z.B. den Systemzuständen, der Systemleistungsfähigkeit
und der Topologie der Umrichteranlage. Die sich ergebende Steuerungsfähigkeit kann
zum Verbessern der Reaktion des Generators bei unsymmetrischen Spannungszuständen des
Netzes verwendet werden.
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Die
Lehren hierin schaffen Techniken zum Verändern der Wirkungen einer Störung in
einem elektrischen Netz auf eine Erzeugungsanlage (z.B. eine Windenergieanlage).
Die Techniken zum Verändern
der Wirkung der Störung
ermöglichen
es, während
eines Fehlerzustandes des Systems eine Verbindung mit dem elektrischen
Netz aufrechtzuerhalten und ein geeignetes Verhalten für den Verbindungspunkt
mit dem Netz zu bewirken. Ein Beispiel für den Systemfehler umfasst
Perioden niedriger Spannung in wenigstens einem Abschnitt des Elektrizitätsnetzes.
Die Unsymmetrie der Phasenspannungen, die von Systemfehlern hervorgerufen
wird, führt typischerweise
zu Zuständen
mit Gegensystemspannung und Gegensystemstrom.
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Wie
hierin erörtert
weist das Elektrizitätsnetz ein
elektrisches Signal auf, das ein dreiphasiges elektrisches Signal
ist. Es sollte jedoch erkannt werden, dass die Betrachtung eines
dreiphasigen Eingangssignals nur Gründen der Zweckmäßigkeit
und der Darstellung dient und die Lehren hierin nicht beschränkt. Die
Lehren hierin können
z.B. auch auf andere mehrphasige oder vielphasige Eingangssignale angewandt
werden.
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Wenn
hierin die Ausdrücke „Störung", „Netzstörung", „Fehler", „Systemfehler", „transient" und weitere ähnliche
Ausdrücke
verwendet werden, beziehen sie sich allgemein auf ein beliebiges
Ereignis, das Störungen
in dem Eingangssignal von dem Elektrizitätsnetz hervorruft. Beispiele
für Ereignisse,
die eine Störung
in dem Netzsignal (z.B. ein Fehler an einem Elektrizitätsnetz)
hervorrufen können,
sind wohlbekannt und werden im Weiteren hierin nicht erörtert. Im
Allgemeinen und wie hierin erörtert
wird angenommen, dass das Netzsignal ein Dreiphasensignal enthält, das
symmetrische Komponenten mit bestimmten Frequenzen aufweist. Wenn
verschiedene Erzeugungsanlagen zu dem Netzsignal beitragen und wenn
verschiedene Phänomene
einschließlich
transienter Ereignisse auftreten können, können sich die symmetrischen
Komponenten des Netzsignals unvermeidlich verschlechtern oder in
gewissem Maße variieren.
Zum Beispiel können
die symmetrischen Komponenten Oberschwingungsfrequenzen oder Phasenverschiebungen
bilden, die beide einen effizienten Betrieb von Steuerungssystemen
und andere Aspekte der Leistungsfähigkeit des Netzes komplizierter
machen können.
Im Allgemeinen und wie hierin verwendet wird angenommen, dass das
Dreiphasensignal Mitsystemkomponenten, Gegensystemkomponenten und
Nullsystemkomponenten aufweist. Jede der Komponenten enthält Frequenzinformationen,
Phaseninformationen und Betragsinformationen.
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Anders
ausgedrückt
werden die Spannungen in den Phasen während einer typischen Störung unsymmetrisch.
Als ein Beispiel kann ein Phase-zu-Phase- oder zweiphasiger Kurzschluss
vorliegen, während
die verbleibende Phase eine systemspezifische Spannung beibehält. In solchen
Fällen weist
das Netzsignal Gegensystem- und Mitsystemkomponenten auf.
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Die
tatsächliche
Antwort eines Generatorsteuerungssystems auf einen gegebenen Fehlerzustand
hängt von
den Zielsetzungen für
den Betrieb des Erzeugungssystems ab. Um die Störungsbeseitigung auf den fehlerbehafteten
Leitungen zu unterstützen,
besteht z.B. eine geeignete Reaktion darin, einen Strom mit genügend großem Betrag
(über den normalen
Werten) in das elektrische Netz einzuspeisen. Diese Vorge hensweise
gibt den Schutzeinrichtungen, die den Fehlerstrom führen, die
Fähigkeit, zur
Fehlerbeherrschung an einer dem Fehler nächsten Schutzeinrichtungsstelle
auszulösen,
wodurch die unnötige
Tätigkeit
eines höheren
Systems oder eines Backup-Schutzes verringert wird.
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Die
Lehren hierin bewirken eine Minimierung einer Störung und ein Aufrechterhalten
der Verbindung zu dem Elektrizitätsnetz
durch ein Regeln der Spannung des Mitsystems und ein Reagieren auf
die Spannung des Gegensystems. In einem typischen Ausführungsbeispiel
bedeutet dies, dass die Lehren hierin eine Reaktion auf die Gegensystemspannung in
einer solchen Weise bewirken, dass die Kleinsignallinearität aufrechterhalten
wird, wobei ein Verfahren angewandt wird, das einen Betrag des Gegensystemstroms
mit Bedacht steuert. Der Gegensystemstrom wird umgewandelt (oder „ausgerichtet") und danach in das
Elektrizitätsnetz
eingespeist bzw. „injiziert". Die Stromeinspeisung
bewirkt eine Regelung des aufrechtzuerhaltenden Systems und verringert
die harten Wirkungen von Transienten auf Systemkomponenten. Weiterhin
bewirkt dieser Ansatz eine lineare Charakterisierung des Systemverhaltens und
unterstützt
den Systementwurf und die Systemanalyse, wobei die Betreibbarkeit
und Leistungsfähigkeit
des Systems als Antwort auf eine breite Vielfalt von Szenarien und
Spezifikationen ermöglicht
wird.
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Wenn
hierin die „Kleinsignallinearität" erörtert wird,
so bezieht sie sich auf die Verwendung eines Signals, das innerhalb
des Bereiches eines Reglers liegt. Das bedeutet, dass Kleinsignallinearität ein Signal
betrifft, das innerhalb eines Signalbereiches liegt, der es dem
Regler ermöglicht,
einen Betrieb auf der Grundlage seiner Auslegung aufrechtzuerhalten. Ein
Aufrechterhalten der Kleinsignalli nearität ermöglicht einen fortgesetzten
Betrieb des Systems, wie es hierin offenbart ist, und verhindert
eine Aktivierung von Schutzmaßnahmen,
wie z.B. eine Betätigung
der Crowbar-Schaltung 410.
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Weiterhin
wirkt die Verwendung der Stromeinspeisung (die auch als „Stromkompensation" bezeichnet wird)
unterstützend
auf verschiedene Schemata des Zweigstromkreisschutzes und der Spannungskompensation.
Dies ist für
den Auslegung eines robusten Erzeugungssystems lebenswichtig, weil
die im Zweigstromkreisschutz und bei der Spannungshaltung angewandten
Regeln weit verteilt sind und in der Fachwelt erkannt worden sind.
Um es einer Vielzahl verschiedener Energieerzeuger zu ermöglichen,
an einem einzigen Netz zu bestehen, können Aspekte der Stromeinspeisung
kontrolliert und mit verschiedenen Standards und Anlagenspezifikationen
in Übereinstimmung
gebracht werden.
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Um
die Lehren der vorliegenden Erfindung in einen Zusammenhang zu setzen,
wird nun eine Übersicht über Aspekte
von Komponenten zur Erzeugung elektrischer Energie unter Verwendung
einer Windenergieanlage erörtert.
Unter Bezug auf 1: Es ist eine beispielhafte
Ausführungsform
von Aspekten eines Windenergiesystems 350 gezeigt.
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In
diesem Ausführungsbeispiel
weist ein Rotor 106 mehrere Rotorblätter 108 auf, die
mit einer rotierenden Nabe 110 gekoppelt sind und gemeinsam einen
Propeller bilden (z.B. einen Propeller von 30 Metern). Dieser Propeller
ist mit einer Getriebeeinheit 118 verbunden, die ihrerseits
mit einem Generator 120 gekoppelt ist. In diesem Ausführungsbeispiel
ist der Generator 120 ein doppelt gespeister Asynchrongenerator 120 (der
in der Fachwelt auch als ein „gewi ckelter
Rotor" bekannt ist
und hierin als ein „DFIG 120" bezeichnet wird).
Ein Drehzahlmesser 352 ist ebenfalls mit dem Generator 120 gekoppelt
und ermöglicht
eine Überwachung
der Drehzahl des Generators 120.
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Der
Generator 120 ist typischerweise über eine Statorleitung 354 mit
einem Statorsynchronisationsschalter 358 gekoppelt und
ist auch über
eine Rotorleitung 356 mit einer Leistungsumrichterkomponente 362 verbunden.
Der Statorleitung 354 ermöglicht eine Abgabe dreiphasiger
Energie von einem (nicht gezeigten) Stator des Generators 120,
und die Rotorleitung 356 ermöglicht eine Abgabe dreiphasiger
Energie von einem (nicht gezeigten) Rotor des Generators 120.
Der Statorsynchronisationsschalter 358 ist über eine
Systemleitung 360 mit einem Systemleistungsschalter 376 verbunden.
Mit besonderem Bezug auf die Leistungsumrichterkomponente 362 ist
der Generator 120 über
die Rotorleitung 356 mit einem rotorseitigen Filter 364 verbunden.
Das rotorseitige Filter 364 ist mit einem rotorseitigen
Umrichter 366 verbunden. Der rotorseitige Umrichter 366 ist
typischerweise mit einem netzseitigen Umrichter 368 gekoppelt,
der auch sowohl mit einem netzseitigen Filter 370 als auch
mit einem Netzschütz 372 gekoppelt
ist. In beispielhaften Ausführungsformen
sind der rotorseitige Umrichter 366 und der netzseitige
Umrichter 368 für
einen normalen Betriebsmodus in einer dreiphasigen Zweipegel-Pulsweitenmodulations(PWM)-Anordnung
unter Verwendung von (nicht gezeigten) Schaltvorrichtungen mit Bipolartransistoren
mit isolierter Gateelektrode (IGBT) eingerichtet. Der rotorseitige
Umrichter 366 und der netzseitige Umrichter 368 sind über einen
Gleichstromzwischenkreis 435 verbunden, in dem ein Gleichstromzwischenkreiskondensator 436 liegt.
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Die
Leistungsumrichterkomponente 362 enthält auch eine Steuerungseinheit 374 zum
Steuern des Betriebs des rotorseitigen Umrichters 366 und des
netzseitigen Umrichters 368, wie es hierin genauer beschrieben
ist. Es sollte erkannt werden, dass die Steuerungseinheit 374 in
typischen Ausführungsformen
als eine Schnittstelle zwischen der Leistungsumrichterkomponente 362 und
einem Steuerungssystem 300 eingerichtet ist. Wenn hierin
auf eine „Leitung" Bezug genommen wird,
sollte weiterhin erkannt werden, dass sich dies auf eine beliebige
Kommunikations- oder Übertragungsverbindung
bezieht, die einen oder mehrere Leiter oder Leitungen enthält, die
einen elektrischen Pfad, einen Kommunikationspfad oder eine andere
Art von Pfad definieren oder bilden.
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In
typischen Ausführungsformen
ist das Netzschütz 372 über eine
Netzleitung 388 mit einem Umrichterleistungsschalter 378 verbunden.
Der Umrichterleistungsschalter 378 ist auch über die
Systemleitung 360 mit dem Systemleistungsschalter 376 verbunden.
Es sollte erkannt werden, dass die Ausgangsleitungen des Umrichterleistungsschalters 378 und
die Leiter der Systemleitung 360 auf eine beliebige in
der Fachwelt bekannte Art einschließlich durch ein miteinander
Verdrahten entsprechender Leiter (z.B. der Leiter der entsprechende
Leistungsphase) unter Verwendung einer Stromsummationstechnik verbunden
werden können.
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Der
Systemleistungsschalter 376 ist mit einem Transformator 380 verbunden,
der mit einem Netzleistungsschalter 382 verbunden ist.
Der Netzleistungsschalter 382 ist über eine Netzleitung 384 mit
einem Abschnitt eines Mittelspannungsverteilnetzes verbunden.
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Im
Betrieb wird die durch den rotierenden Rotor 106 in dem
Generator 120 erzeugte Energie über einen doppelten Pfad an
ein Energieversorgungsnetz geliefert. Der Doppelpfad ist durch die Statorleitung 354 und
die Rotorleitung 356 gegeben. Auf der Seite der Rotorleitung 356 wird
die Leistung eines sinusförmigen
dreiphasigen Wechselstroms (AC) durch die Leistungsumrichterkomponente 362 in
Gleichstrom(DC)-Leistung umgewandelt. Das rotorseitige Filter 364 wird
typischerweise verwendet, um die Änderungsgeschwindigkeit der
PWM-Signale des rotorseitigen Umrichters 366 zu kompensieren oder
auszugleichen, und das netzseitige Filter 370 wird zum
Kompensieren oder Ausgleichen harmonischer Ströme in den PWM-Signalen des
netzseitigen Umrichters 368 verwendet. Die umgewandelte
Leistung von der Leistungsumrichterkomponente 362 wird
mit der Leistung von dem Stator des Generators 120 kombiniert,
um Dreiphasenenergie mit einer Frequenz zu liefern, die im Wesentlichen
konstant gehalten wird, z.B. auf einem Wert von 60 Hz Wechselstrom.
Die Leistungsumrichterkomponente 362 kompensiert die Frequenz
der Dreiphasenenergie von dem Rotor des Generators 120 oder
passt die Frequenz an Änderungen
an. Ein offensichtliches Beispiel sind Änderungen der Drehzahl der
Nabe 110. Es sollte erkannt werden, dass der Statorsynchronisationsschalter 358 die
Dreiphasenenergie von dem Stator des Generators 120 synchronisiert,
die mit der dreiphasigen Energieabgabe von der Leistungsumrichterkomponente 362 kombiniert
wird.
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Die
Leistungsschalter in dem Windenergiesystem 350 einschließlich dem
Umrichterleistungsschalter 378, dem Systemleistungsschalter 376 und dem
Netzleistungsschalter 382 sind dazu eingerichtet, die zugehörigen Leitungen
z.B. dann zu trennen, wenn der Stromfluss überhöht ist und die Kompo nenten
des Windenergiesystems 350 beschädigen kann. Es sind auch weitere
Schutzkomponenten einschließlich
des Netzschützes 372 vorhanden,
die durch Öffnen
eines (nicht gezeigten) Schalters für jeden der Leiter der netzseitigen
Leitung 388 einen Trennvorgang ermöglichen können.
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Es
sollte erkannt werden, dass das Windenergiesystem 350 zum
Betrieb in Verbindung mit verschiedenen Energieversorgungssystemen
etc. abgewandelt werden kann. Allgemein erzeugt das Windenergiesystem 350 Energie,
wie es in der Fachwelt bekannt ist. Es sollte auch erkannt werden,
dass die Aspekte des Windenergiesystems 350, wie sie hierin
erörtert
werden, nur darstellend und für
das System nicht beschränkend
sind.
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In
verschiedenen Ausführungsformen
empfängt
die Leistungsumrichterkomponente 362 z.B. von dem Steuerungssystem 300 über die
Steuerungseinheit 374 Steuersignale. Die Steuersignale sind
u.a. auf gemessene Zustände
oder kennzeichnende Betriebseigenschaften des Windenergiesystems 350 gestützt, wie
es hierin beschrieben ist. Typischerweise sorgen die Steuersignale
für eine
Steuerung des Betriebs der Leistungsumrichterkomponente 362.
Es kann z.B. eine Rückmeldung
von dem Drehzahlmesser 352 in Form der gemessenen Drehzahl
des Generators 120 verwendet werden, um die Umwandlung
der Abgabeleistung von der Rotorleitung 356 zu steuern,
um eine angemessene und symmetrische dreiphasige Leistungsabgabe
aufrechtzuerhalten. Es können
von dem Steuerungssystem 300 auch weitere Rückmeldungen
von anderen Sensoren verwendet werden, einschließlich z.B. der Rückmeldungen
der Stator- und der Rotorleitungsspannungen und -ströme, um die
Leistungsumrichterkomponente 362 zu steuern. Unter Verwendung verschiedener
Formen von Rückmel dungsinformationen
und z.B. von Schaltsteuersignalen können auf eine beliebige bekannte
Art Steuersignale für
den Statorsynchronisationsschalter und Steuersignale (Auslösesignale)
für den
Systemleistungsschalter erzeugt werden.
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Unter
Bezug auf 2: Es sind Aspekte einer typischen
Topologie 400 für
den doppelt gespeisten Asynchrongenerator (DFIG) 120 gezeigt,
der in der elektrischen Energieerzeugung mit Windenergieanlagen
verwendet wird. Das Steuerungssystem 300 misst typischerweise
die Spannung, den Strom, die Drehzahl und die Position des Rotors 106 und
sorgt für
die Steuerung des Schaltens sowohl des rotorsseitigen Umrichters 366 als
auch des netzseitigen Umrichters 368.
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Unter
Bezug auf 3: Es sind Aspekte der typischen
Topologie 400 gezeigt, wobei eine Systemschutzeinrichtung
enthalten ist, die als eine Crowbar-Schaltung 410 bezeichnet
wird. In typischen Ausführungsformen
ist die Crowbar-Schaltung 410 eine voll
steuerbare Kurzschlusseinrichtung. In anderen Ausführungsformen
wird die Crowbar durch eine Steuerungstätigkeit des rotorseitigen Umrichters 366 verwirklicht.
In diesen Ausführungsformen
ist der rotorseitige Umrichter 366 typischerweise so eingerichtet,
dass er Betätigungen
der Crowbar-Schaltung beschränkt,
sobald die Kontrolle wieder hergestellt worden ist.
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Weil
das Windenergiesystem 350 gegenüber Störungen in dem Netz empfindlich
ist und weil es die Leistungsfähigkeitsanforderungen
des Netzes typischerweise verlangen, dass Windenergiesysteme 350 während jeder
Störung
mit dem Netz 384 verbunden bleiben (d.h. um die Anforderungen
hinsichtlich eines Durchfahrens von Spannungseinbrüchen bzw. Low
Voltage Ride-Through (LVRT) zu erfüllen), sind Crowbar-Schaltungen 410 typischerweise
als eine Schutzmaßnahme
verwendet worden. Eine Ausführungsform
der Crowbar-Schaltung 410 ist in 3 dargestellt.
In einigen Ausführungsbeispielen ist
die Crowbar-Schaltung 410 in den rotorseitigen Umrichter 366 integriert.
Unabhängig
davon, wo sich die Crowbar-Schaltung 410 befindet, und
unabhängig
von dem Aufbau der Crowbar-Schaltung 410 schützt sie
den rotorseitigen Umrichter 366, wenn die Crowbar-Schaltung 410 aktiv
ist, indem sie verhindert, dass ein großer Strom in die Gleichstromkondensatoren 436 fließt. Wenn
die Crowbar-Schaltung 410 aktiv ist, ist der rotorseitige
Umrichter 366 an einer Steuerung der DFIG 120 gehindert.
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Unter
Bezug auf 4: Es sind Aspekte der typischen
Topologie 400 gezeigt, wobei eine andere Systemschutzeinrichtung,
eine Anordnung einer dynamischen Bremse 700, enthalten
ist. In diesem Ausführungsbeispiel
ist die dynamische Bremse 700 über dem Gleichstromzwischenkreis 435 enthalten. In
typischen Ausführungsformen
enthält
die dynamische Bremse 700 eine voll steuerbare Kurzschlusseinrichtung,
die mit einem Widerstand in Reihe angeordnet ist. Die dynamische
Bremse 700 verhindert typischerweise eine Überspannung
des Gleichstromzwischenkreises 435 und schützt auf
diese Weise den rotorseitigen Umrichter 366 und den netzseitigen Umrichter 368.
Durch die Verwendung der dynamischen Bremse 700 wird die
Crowbar-Schaltung 410 weniger häufig aktiviert, so dass die
Steuerbarkeit des rotorseitigen Umrichters 366 während der
Netzstörung
verbessert wird. Weiterhin kann in einem zweiten Ansatz und durch
eine Verwendung der dynamischen Bremse 700 mit einer ausreichend
großen
Nennleistung die Crowbar-Schaltung 410 entfernt oder abgewandelt
werden. Dieser zweite Ansatz wird jedoch typi scherweise eine Ausführung der dynamischen
Bremse 700 erfordern, die eine kostspielige und aufwendige
Implementierung derselben verlangt. Ein Fachmann wird erkennen,
dass man sich diesem Problem nach den Lehren hierin zuwenden kann,
die zum Verringern der Kapazität
der dynamischen Bremse 700 und der Aktivierung der Crowbar-Schaltung 410 herangezogen
werden können.
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Wenn
das Netz 384 einen unsymmetrischen Fehler aufweist, wird
die Crowbar-Schaltung 410 häufig tätig werden, so dass der DFIG 120 häufig nicht
gesteuert wird. Dieses Problem macht es sehr schwierig, während der
Fehlersituation die Wirk- und Blindleistungsabgabe an das Netz 384 zu
steuern. Diesem Problem kann man sich gemäß den Lehren hierin zuwenden,
die eine Stromkompensation ermöglichen.
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Eine
Stromkompensation 500 kann allgemein als drei Schritte
enthaltend beschrieben werden, die in 5 dargestellt
sind. In einem ersten Schritt werden die Spannungssignale des Mit-
und des Gegensystems und die Spannung des Gleichstromzwischenkreises 435 verfolgt.
Unter anderem ermöglicht
die Spannungsverfolgung 510 ein Modellieren der Gegensystemspannung,
die für
einen gegebenen Betriebszustand nicht aufgenommen werden kann. In
einem zweiten Schritt findet eine Umformung des überschüssigen Gegensystem-Spannungssignals
in ein Rotorstromsignal statt, und es findet eine Orientierung bzw.
Ausrichtung der Gegensystemspannung zum Anlegen an XY-Regler innerhalb
der Steuerungseinheit 374 statt. Nach der Spannungsausrichtung 520 verlangt
die Stromkompensation 500 nach einem Anlegen des ausgerichteten
Signals an der Fehlerverbindung zu dem XY-Stromregler in der Steuerungseinheit 374,
wodurch die Rück führung wirksam
angepasst wird und etwas von dem Signal der Netzstörung kompensiert
wird.
-
Vor
der Stromeinspeisung 540 und typischerweise (aber nicht
notwendigerweise) nach der Spannungsausrichtung 520 wird
die Gewinnung von Systemparametern 530 abgeschlossen. Beispielhafte
Systemparameter enthalten Parameter, wie z.B. Systemzustände, Systemleistungsfähigkeit
und Topologie. Eine Kenntnis der Systemparameter ermöglicht eine
Bestimmung von Randbedingungen, Beschränkungen und Zielsetzungen für die Stromeinspeisung
in einer Weise, die sich nach den Zielsetzungen des Benutzers richtet.
Auf diese Weise kann wenigstens ein Teil des Betrags der Gegensystemkomponente
zur Einspeisung verwendet werden, wobei der wenigstens eine Teil
innerhalb eines vorbestimmten Bereiches liegt. In typischen Ausführungsformen
berücksichtigt
der vorbestimmte Bereich die verschiedenen Systemparameter und eine
Zielsetzung zum Aufrechterhalten der Kleinsignallinearität.
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Eine
Stromeinspeisung 540 minimiert die Auswirkung der Netzstörung auf
die Rotorumrichtersteuerung, wodurch die Aktivierungshäufigkeit
von Systemschutzeinrichtungen, wie z.B. der Crowbar-Schaltung 410,
sowie die erforderliche Kapazität der
dynamischen Bremse 700 verringert werden. Folglich wird
ein Durchfahren von Spannungseinbrüchen durch das Windenergiesystem 350 unterstützt.
-
Unter
Bezug auf 6: Es ist eine Beziehung zwischen
den Energiequellen dargestellt. In 6 liefert
die Netzleitung 384 ein Gegensystem-Netzspannungssignal
(Vs,neg) und ein Gegensystem-Netzstromsignal
(Is,neg) an den DFIG 120. In ähnlicher
Weise liefert der rotorseitige Umrichter 366 ein Gegensystem-Rotorspannungssignal
(Vr,neg) und ein Gegensys tem-Rotorstromsignal
(Ir,neg) an den DFIG 120. Diese
Bezeichnungen werden auch in 7 verwendet.
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In 7,
einer Variation der Beziehungen aus 6, sind
Aspekte der Gegensystemspannungen in dem Windenergiesystem 350 gezeigt.
Zusätzlich
zu den in 6 eingeführten Variablen bezeichnet
die Summe (Xs,neg + Xr,neg)
die Gegensystemimpedanz für
den DFIG 120. 7 zeigt, dass durch ein Einspeisen
eines zusätzlichen
Gegensystemstroms in den DFIG 120 die benötigte Gegensystemspannung
für den
rotorseitigen Umrichter 366 verringert werden kann. Dies
ist bedeutend, weil der rotorseitige Umrichter 366 eine
begrenzte Fähigkeit
aufweist, sowohl eine Mitsystem- als auch eine Gegensystemspannung
auszuhalten. Eine Verringerung der Gegensystemspannung ermöglicht es,
dass eine zusätzliche
Mitsystemspannung an das Elektrizitätsnetz 384 angelegt
wird. Demnach ist es möglich,
die Steuerung des Mitsystemstroms zu verbessern und die Mitsystem-Wirkleistung
und Mitsystem-Blindleistung zu steuern.
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Wenn
ein Gegensystemstrom in den DFIG 120 eingespeist wird,
weist der Strom Ir,neg bezogen auf die Drehrichtung
des Mitsystems typischerweise eine Phasenverschiebung von 90° vor der
Gegensystemspannung des Netzes 384 auf. Das Vorlaufen vor
der Gegensystemspannung des Netzes 384 bewirkt ein Verbrauchen
von Gegensystem-Blindleistung. Durch Verwendung verschiedener, hierin
nicht erörterter
Werkzeuge ist es möglich,
den Betrag und die Phase sowohl der Mitsystemspannung als auch der
Gegensystemspannung in dem Signal des Netzes 384 zu messen.
Sobald diese Größen bekannt sind,
können
die geeignete Phase und der geeignete Betrag für die Ausrichtung wenigstens
eines Teils des Betrags der Gegen systemkomponente zum Einspeisen
in das Elektrizitätsnetz 384 bestimmt
werden.
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Um
dies mit mehr Tiefe oder von einem anderen Ansatz aus zu erörtern, werden
nun bestimmte Konventionen eingeführt, die zur Erörterung
von Aspekten der verschiedenen Signale für nützlich gehalten werden. Wenn
hierin der Ausdruck „Instrumentensignal"-Spannung (Vsignal) verwendet wird, enthält diese
die Mitsystemspannung, die Gegensystemspannung und jeweils den Phasenwinkel
für die
Mit- und Gegensystemkomponenten, eine Spannung (Vneed)
bezieht sich auf den gemessenen Betrag der Gegensystemspannung,
eine Spannung (Vallowed) bezieht sich auf
eine Spannungsreserve, die übrig bleibt,
nachdem die Mitsystemspannung ausreichend berücksichtigt worden ist, eine
Spannung (Vshortfall) bezieht sich auf den
nicht haltbaren Betrag der Gegensystemspannung, ein Strom (Icomp) bezieht sich auf den Kompensationsstrom,
der zu der Shortfall- bzw. Fehlbetragsspannung gehört und für die Stromeinspeisung 530 verfügbar ist,
während
sich ein Strom (IcompXY) auf die symmetrischen
Komponenten der Kompensation bezieht, die aufgeteilt und rotiert
werden, wobei der Strom (IcompXY) zu den
Fehlerknoten des Stromreglers hinzuaddiert wird.
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Unter
Bezug auf 8: Es sind Aspekte der Stromkompensation 500 und
der Signalanalyse gezeigt. In 8 wird ein
Eingangssignal typischerweise in der Steuerungseinheit 374 ausgewertet.
Typischerweise wird eine Differenz zwischen der Spannung 601 des
Gleichstromzwischenkreises und dem Betrag 602 der Mitsystemspannung
bestimmt, um einen zulässigen
Spannungsabstand (Vallowed) 603 zu definieren,
der für
das Unterstützen
harmonischer Spannungen (und die Kompensation derselben) verfügbar ist.
Unter der Annahme, dass Umwandlungen zwischen den Statorstromkreisen
und den Rotorstromkreisen in geeigneter Weise gehandhabt werden,
bildet die Differenz zwischen dem tatsächlichen Gegensystem-Spannungsbedarf
(Vneed) 604 und dem möglichen
Spannungsabstand (Vallowed) 603 (die
auf positive Werte festgelegt ist) den Wert der Fehlbetragsspannung
(Vshortfall) 605, oder die Gegensystemspannung
kann nicht aufgenommen werden. Die Netzimpedanz, die als eine Reaktanz
ausgedrückt wird,
wird verwendet, um die Fehlbetragsspannung (Vshortfall) 605 in
einen Strombetrag umzusetzen, wobei dementsprechend ein Kompensationsstromsignal 606 (oder
einfach ein Kompensationsstrom 606) geliefert wird.
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Unter
Bezug auf 9: Es ist eine andere Ausführungsform
der Signalanalyse zur Stromkompensation 500 gezeigt. 9 stellt
ein Ausführungsbeispiel
zur Verarbeitung dar, das als eine Approximation der in 8 gezeigten
Ausführungsform
angesehen wird. Wie es bei der in 8 gezeigten
Ausführungsform
der Fall ist, ermöglicht
eine Verarbeitungseinheit, typischerweise die Steuerungseinheit 374,
die Bestimmung des Spannungsbedarfs NEED 604 und der möglichen
Spannung ALLOWED 603 und bestimmt die Fehlbetragsspannung 605.
Die Fehlbetragsspannung SHORTFALL 605 wird in einen Kompensationsstrom
COMP 606 umgewandelt.
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In
jeder Ausführungsform
muss das Kompensationsstromsignal 606 (eine skalare Größe) in dem
Bezugssystem des Gegensystems zwischen der X-Achse und der Y-Achse
angeordnet werden. Der resultierende Vektor muss ferner zu dem Bezugssystem
des Mitsystems neu ausgerichtet werden. Diese X-Achsen- und Y-Achsen-Komponenten werden
im Anschluss an den Neuausrichtungsschritt zu den Fehlerverbindungen
des X-Y-Stromreglers addiert.
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10 stellt
Aspekte des Schrittes der Spannungsausrichtung 520 dar.
In 10 wird der Kompensationsstrom 606 zugemessen
und rotiert, um die geeigneten Beiträge zu den Fehlerknoten des Stromreglers
als Paar von Signalen (comp XY) 607 zu addieren.
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In
einer weiteren (nicht gezeigten) Ausführungsform wird der Gegensystem-Einspeisestrom (comp
XY 607) durch Erkennen des Sättigungszustands eines Reglers
bestimmt, der zum Steuern des Gegensystemstroms ausgelegt ist. Der
(nicht gezeigte) Detektor kann verwendet werden, um den Wert eines
skalaren Kompensationsterms zu verändern, der danach in einer
Weise zugemessen und rotiert wird, die dem oben unter Bezug auf 10 beschriebenen Ausführungsbeispiel ähnlich ist.
Mit diesem Ansatz kann comp XY 607 geregelt werden, um
die Linearität
der Stromregler zu erhalten.
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Ein
Erhöhen
des eingespeisten Gegensystemstroms (Ir,neg)
verringert die benötigte
Gegensystem-Umrichterspannung (Vr,neg),
wie es in 11 gezeigt ist. Diese Reduktion
ist von C nach D dargestellt. Dementsprechend wird die verfügbare Mitsystem-Umrichterspannung
(Vr,pos) von A nach B erhöht. Wenn
die Fähigkeit
des Systems zum Steuern eines Mitsystemstroms (Ir,pos)
von A nach B erhöht
wird, so gilt dies auch für
die Fähigkeit
zum Einspeisen von Mitsystem-Wirkleistung
sowie Mitsystem-Blindleistung.
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Der
Gesamtstrom, der sowohl den Gegensystemstrom (Ir,neg)
als auch den Mitsystemstrom (Ir,pos) enthält, soll
nicht die (zwischen B und D dargestellte) Gesamtstromkapazität Ir,max des rotorseitigen Umrichters 366 überschreiten.
Weil die Gesamtstromkapazität
Ir,max des rotorseitigen Um richters 366 bekannt
ist, kann man den maximalen Gegensystemstrom (Punkt D) und den Mitsystem-Wirkstrom/Blindstrom
(Punkt B) berechnen, den das System 350 in das Netz einspeisen
kann. Auch der minimale Gegensystemstrom (Punkt C), den der Umrichter
einspeisen muss, um das System voll steuerbar zu machen, ist gegeben,
wenn der Mitsystemstrom Ir,pos Null beträgt (Punkt
A). Dementsprechend bilden das Maximum (Punkt D) und das Minimum
(Punkt C) einen Leistungsbereich für das System 350.
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Ein
von den Lehren hierin erzielter Nutzen ist eine Vorgehensweise zum
Verringern des Stroms in dem rotorseitigen Umrichter 366.
Es wird auf das in 9 dargestellte Verfahren Bezug
genommen. Ein weiterer Nutzen besteht in der Schaffung einer größeren Vielzahl
von Zuständen,
unter denen eine Anforderung von Wirkleistung/Blindleistung durch
eine Steuerung auf einer übergeordneten
Ebene (z.B. eine Turbinensteuerung oder eine Windparksteuerung)
befolgt werden kann. Ein weiterer Nutzen besteht in einer erhöhten Fähigkeit
zum Einspeisen von Wirkleistung in das Netz oder zum Erhöhen der
Blindleistungeinspeisung in das Netz. Dementsprechend ist ein Erzeugungssystem,
das von den Lehren hierin Gebrauch macht, zu einer genaueren Nachbildung des
Verhaltens traditioneller Synchrongeneratoren bei Transienten im
Netz und Ereignissen mit Gegensystemspannung ausgerüstet.
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Bei
einer Auswertung der vorangegangenen Ausführungsbeispiele wurden Simulationen
durchgeführt.
Es sind zwei getrennte Darstellungen angegeben. Zuerst ist in 12 eine
Reaktion auf einen simulierten transienten Vorgang dargestellt.
In 13 sind Aspekte desselben simulierten Ereignisses
dargestellt. In 13 war die Leistungsfähig keit
jedoch gemäß den Lehren
hierin verbessert. Man beachte, dass die in den Simulationsdiagrammen
dargestellten Signale unter Bezug auf 12 und 13 wie folgt
bezeichnet sind: „Cb_gate" bezieht sich auf
ein Gatesignal eines Crowbar-Ereignisses, „l_dscmvmagn" und „l_dscmvmagp" sind Signale der Gegen-
und Mitsystemspannungsniveaus, „Iapcc" und „Ibpcc" bezeichnen die Umrichterströme an dem Punkt
der gemeinsamen Verbindung (pcc). Der Phase-zu-Phase-Fehler wurde auf
der Netzseite des Transformators 380 zwischen der Phase
A und der Phase C angelegt. „Vca" und „Vab" bezeichnen eine Phase-zu-Phase-Spannung
bei pcc.
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Das
simulierte transiente Ereignis (bei dem die Phase A und die Phase
C kurzgeschlossen sind) ist eine Phase-zu-Phase-Störung mit einer Signalverkleinerung
auf 0 Volt. Der Kurzschluss wurde bei der Sekunde 0,6 angelegt und
bei der Sekunde 1,0 beseitigt.
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Unter
Bezug auf 12: Es sind die Ergebnisse für ein Windenergiesystem 350 nach
dem Stand der Technik gezeigt. In 12 erfährt das Windenergiesystem 350 mehrere
und anhaltende Betätigungen
von „Crowbar-Ereignissen", die durch die Steuerungstätigkeit
des rotorseitigen Umrichters 366 bewirkt werden. Die Crowbar-Ereignisse
setzen sich über
die Dauer der Netzstörung
fort. Unter Bezug auf 13: Die Ruhigstellung des Gatesignals des
Crowbar-Ereignisses (Cb_gate) liefert einen Hinweis darauf, dass
die Systemregler die Kontrolle ausüben. Nach wenigen Crowbar-Betätigungen
hat die Steuerungseinheit 374 die Stromkontrolle wiedererlangt
und das System auf die gewünschten
Werte geregelt. Man beachte, dass die Kontrolle innerhalb eines
vergleichsweise kurzen Intervalls zurückerlangt wurde.
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Die
obige Beschreibung ist auf ein Einspeisen von Mitsystem-Wirkleistung
und Mitsystem-Blindleistung in das Netz gerichtet. Ein Fachmann
wird jedoch erkennen, dass diese Erfindung auch auf eine Aufnahme
von Mitsystem-Wirkleistung und Mitsystem-Blindleistung aus dem Netz 384 Anwendung
findet, wenn es erforderlich ist. Mit Hilfe des Einspeisens eines
Gegensystemstroms in das Netz 384 ist das System 350 dazu
ausgerüstet,
die aufgenommene Wirk- und Blindleistung nach den Bedürfnissen
eines Benutzers zu steuern.
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Man
beachte, dass sich die obige Beschreibung auf Ausführungsformen
unter Verwendung des DFIG 120 stützt. Ein Fachmann wird jedoch
erkennen, dass die Lehren hierin auch auf Systeme mit Umrichtung
der Gesamtenergie angewandt werden können, wie es in 14 gezeigt
ist.
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In 14 ist
eine Systemtopologie 600 zur Gesamtenergieumrichtung gezeigt.
Die Systemtopologie 600 zur Gesamtenergieumrichtung enthält einen
erzeugungsseitigen Umrichter 466 und einen netzseitigen
Umrichter 368. Der erzeugungsseitige Umrichter 466 und
der netzseitige Umrichter 368 sind über einen Gleichstromzwischenkreis 435 verbunden.
Ein Generator 220 für
Gesamtleistung speist den erzeugungsseitigen Umrichter 466.
Es sollte erkannt werden, dass der netzseitige Umrichter 368, der über einen
Transformator mit dem Netz verbunden ist, in vielerlei Hinsicht
dem rotorseitigen Umrichter 366 ähnlich ist, der über den
DFIG 120 mit dem Netz verbunden ist. Dies ist besonders
im Hinblick auf die Fähigkeit
zum Einspeisen eines Stroms in das Netz von Bedeutung, und Aspekte
davon können austauschbar
sein. Dementsprechend sind diese beispielhaften Umrichter für die Lehren
hierin nicht beschränkend.
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Es
können
weitere Komponenten enthalten sein, wie sie oben beschrieben oder
in der Fachwelt bekannt sind. In dieser Darstellung ist z.B. auch
das Filter 370 enthalten.
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Typischerweise
werden die Lehren hierin in dieser Ausführungsform nur für den netzseitigen
Umrichter 368 in die Praxis umgesetzt. Eine Einspeisung des
Gegensystemstroms durch den netzseitigen Umrichter 368 in
das Netz 384 erhöht
die Fähigkeit
des Gesamtenergiegenerators zur Steuerung des Mitsystemstroms. Dementsprechend
wird die Fähigkeit zum
Einspeisen von Mitsystem-Wirkleistung oder -Blindleistung erhöht. In Kenntnis
der Strombelastbarkeit des netzseitigen Umrichters 368 für das System
mit Gesamtenergieumrichtung kann der mögliche Betriebsbereich zum
Einspeisen eines Gegensystemstroms und eines Mitsystemstroms in
das Netz 384 bestimmt werden. Der Benutzer kann die Einstellungsaspekte
der Stromeinspeisung innerhalb des Bereiches nach Vorliebe oder
Bedarf wählen.
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Ein
Fachmann wird erkennen, dass die Techniken zur Stromkompensation 500 auf
eine Vielzahl von Arten ausgestaltet werden können. Die Stromkompensation 500 kann
z.B. durch den Betrieb von Software oder Firmware überwacht
werden. Typischerweise sind die Software und die Firmware in der Steuerungseinheit 374 implementiert,
um eine schnelle Einstellung des Windenergiesystems 350 zu ermöglichen.
Dies dient jedoch nur der Darstellung und beschränkt nicht die hierin offenbarten
Ausführungsformen.
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Es
werden ein Verfahren und eine Vorrichtung geschaffen, die eine Antwort
auf den Gegensystemstrombedarf während
einer Störung
des Netzsystems liefern, das mit einer Energie erzeugenden Anlage,
wie z.B. einem Windenergiesys tem, verbunden ist, und ein Verfolgen
von Komponenten in dem Netzsignal, ein Ausrichten wenigstens eines
Anteils des Signals und ein Einspeisen des ausgerichteten Anteils
ermöglichen.
Die kontrollierte Einspeisung des Gegensystemstroms sorgt für eine Ausweitung
der Kleinsignalsteuerungsantwort und ermöglicht auch Änderungen
der Scheinimpedanz der Netzverbindung der Leistungsumrichteranlage.
-
Während die
Erfindung unter Bezug auf eine beispielhafte Ausführungsform
beschrieben worden ist, werden Fachleute erkennen, dass vielfältige Abwandlungen
vorgenommen und Äquivalente
für die Elemente
der Erfindung eingesetzt werden können, ohne von dem Bereich
der Erfindung abzuweichen. Weiterhin können zahlreiche Änderungen
vorgenommen werden, um eine bestimmte Situation oder ein bestimmtes
Material an die Lehren der Erfindung anzupassen, ohne von dem wesentlichen
Bereich derselben abzuweichen. Daher ist es beabsichtigt, dass die
Erfindung nicht auf das bestimmte Ausführungsbeispiel beschränkt ist,
das als die zum Ausführen dieser
Erfindung als am besten angesehene Art offenbart ist, sondern dass
die Erfindung alle Ausführungsformen
einschließt,
die in den Bereich der beigefügten
Ansprüche
fallen.
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- 106
- Rotor
- 108
- Blatt
- 110
- Nabe
- 118
- Getriebeeinheit
- 120
- Generator
- 220
- Gesamtenergiegenerator
- 300
- Steuerungssystem
- 350
- Windenergieanlage
- 352
- Drehzahlmesser
- 354
- Statorleitung
- 356
- Rotorleitung
- 358
- Statorsynchronisationsschalter
- 360
- Systemleitung
- 362
- Leistungsumrichterkomponente
- 364
- Rotorseitiges
Filter
- 366
- Rotorseitiger
Umrichter
- 368
- Netzseitiger
Umrichter
- 370
- Nezseitiges
Filter
- 372
- Netzschütz
- 374
- Steuerungseinheit
- 376
- Systemleistungsschalter
- 378
- Umrichterleistungsschalter
- 380
- Transformator
- 382
- Netzleistungsschalter
- 384
- Elektrizitätsnetz
- 388
- Netzseitige
Leitung
- 400
- Typische
Topologie
- 410
- Crowbar-Schaltung
- 435
- Gleichstromzwischenkreis
- 436
- Gleichstromzwischenkreiskondensator
- 466
- Erzeugungsseitiger
Umrichter
- 500
- Stromkompensation
- 510
- Spannungsverfolgung
- 520
- Spannungsausrichtung
- 530
- Gewinnung
von Parametern
- 540
- Stromeinspeisung
- 600
- Systemtopologie
- 601
- Gleichstromzwischenkreisspannung
- 602
- Mitsystem-Spannungsbetrag
- 603
- Zulässiger Spannungsabstand
(Vallowed)
- 604
- Tatsächlicher
Gegensystem-Spannungsbedarf (Vneed)
- 605
- Fehlbetragsspannung
(Vshortfall)
- 606
- Kompensationsstrom
- 606
- Kompensationsstromsignal
- 607
- Fehlerknoten
des Stromreglers als Paar von Signalen (comp XY)
- 700
- Dynamische
Bremse