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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Säulen-Platten-Verbindung oder mit
anderen Worten eine Anordnung zur Befestigung einer Säule an einer Platte.
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Säulen-Platten-Verbindungen
sind aus verschiedenen Bereichen der Technik, insbesondere der Feinmechanik
und Optik bekannt. Bspw. werden als Führungssysteme oftmals Führungssäulen in
Verbindung mit daran anliegenden Schlittenelementen verwendet. Die
Führungssäulen weisen
dabei kreiszylindrische Gestalt auf und werden an ihren beiden Enden
an zwei mit einem bestimmten Abstand voneinander angeordnete parallele
Platten befestigt. Bei hochpräzisen
Führungssystemen,
wie sie bspw. in Zoomsystemen zum Einsatz kommen, ist ein gleichmäßiger linearer
Verlauf einer Führungssäule zwischen
den Platten, ohne Scherungen, Verbiegungen, etc. der Säule, sowie
ein paralleler Verlauf bei mehreren Säulen unabdingbar zur präzisen Führung bspw.
der optischen Baugruppen des Zoomsystems.
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Eine
für Zoomsysteme
bekannte Säulen-Platten-Verbindung 3 ist 4 schematisch
dargestellt. 4B zeigt einen Querschnitt
durch Säule und
Platte im Bereich der Säulen-Platten-Verbindung.
Hierzu befindet sich in der Platte 30 eine Aufnahmebohrung 32,
in die die Säule 31 eingreift.
Die Säule 31 wird
mittels der Aufnahmebohrung 32 und einer Klemmung in der
Platte 30 befestigt. Die Klemmung erfolgt dabei durch einen
senkrecht zur Säulenachse
angebrachten Gewindestift 36. Das Vorhandensein des Gewindestifts 36 setzt
somit eine Bohrung in der Platte 30 voraus, die senkrecht
zur axialen Richtung der Aufnahmebohrung 32 steht. Zum
Schutz der Säule 31 gegen
Beschädigung
durch den Gewindestift 36 wird häufig ein elastisches Element 35 in
Form einer Kugel oder eines kurzen Zylinders zwischen Säule 31 und
Gewindestift 36 plaziert. Bekannt ist es auch (wie in 4A dargestellt), die Aufnahmebohrung 32 durch
eine zweite exzentrische Bohrung 33 kleineren Durchmessers
zu ergänzen. Dadurch
entstehen in der Platte 30, genauer in der Innenfläche der
Ausnehmung in der Platte, zwei Anlagelinien für die Säule 31, die als Anlagekanten 34 dargestellt
sind. Die Anlagekanten 34 tragen dazu bei, die Position
der Säule 31 zu
präzisieren.
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Die
Klemmung der Säule 31 mittels
Gewindestift 36 und elastischem Element 35 erfordert
eine Bearbeitung der Platte 30 senkrecht zur Bearbeitung der
Anlageflächen
durch Einformung einer Gewinde-Bohrung. Die Durchmessertoleranzen
der Aufnahmebohrung(en) 32, 33 begrenzen die Positioniergenauigkeit
der Säule 31.
Eine große
Krafteinwirkung auf die Säule 31 durch
den Gewindestift 36 birgt zudem die Gefahr einer Verbiegung
der Säule 31.
Die Bohrung in der Platte 30 zur Aufnahme des Gewindestifts 36 beschränkt die
Positionierung der Säule 31 auf
den Randbereich der Platte 30.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist daher, eine technisch möglichst
einfach realisierbare Säulen-Platten-Verbindung anzugeben,
mit der eine zuverlässige
Befestigung einer Säule
an einer Platte mit möglichst
präziser
Positionierung der Säule
ermöglicht
wird.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine
Säulen-Platten-Verbindung
gemäß Anspruch
1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung.
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Die
erfindungsgemäße Säulen-Platten-Verbindung
weist mindestens eine Säule
und mindestens eine Platte auf, wobei die Platte mindestens eine Ausnehmung
aufweist, in die eine Säule
eingreift, wobei die Ausnehmung eine Innenfläche mit mindestens zwei ebenen
Abschnitten aufweist, die parallel zur Axialrichtung der Säule und
in einem vorgegebenen Winkel zueinander angeordnet sind, und wobei ein
Klemmelement vorgesehen ist, das sich zwischen Säule und Innenfläche der
Ausnehmung befindet. Ohne Beschränkung
der Allgemeinheit sei von einer zylindrischen Säule ausgegangen, wobei zur Vereinfachung
der Schilderung der Erfindung von einer kreiszylindrischen Säule ausgegangen
werden soll. Ein Fachmann kann die Erfindung in einfacher Weise
auf nicht-kreiszylindrische Säulen übertragen.
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Erfindungsgemäß weist
die Ausnehmung in der Platte zur Aufnahme der Säule eine Innenfläche mit
mindestens zwei ebenen Abschnitten auf, die parallel zur Axialrichtung
der Säule
verlaufen. Die beiden ebenen Abschnitte sind in einem vorgegebenen Winkel
zueinander angeordnet. Diese ebenen Abschnitte bilden somit Anlageflächen für die Säule, wodurch
gleichzeitig ihre Position präzise
festgelegt wird. Zwischen Säule
und Innenfläche
der Ausnehmung befindet sich ein Klemmelement, das für eine zuverlässige Befestigung
der Säule
sorgt. Es ist insbesondere vorgesehen, dass das Klemmelement zwischen
Säule und
Innenfläche
der Ausnehmung eingebracht wird, wobei dieses Einbringen im wesentlichen in
einer Richtung erfolgt, die parallel zur Säulenachse verläuft. Auf
eine Bohrung senkrecht zur Säulenachse
zur Realisierung einer Klemmung, wie sie anhand von 4 besprochen
wurde, kann vorliegend also verzichtet werden. Die Erfindung stellt
somit eine technisch einfach zu realisierende, zuverlässige und
hochpräzise
Befestigung und Ausrichtung einer Säule in einer Säulen-Platten-Verbindung
zur Verfügung.
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Es
sei nochmals darauf hingewiesen, dass eine Säule nicht zwingend kreiszylindrische
Gestalt besitzen muss. Auch andere Geometrien, wie ein Prisma, sind
geeignet, wobei in einem solchen Fall darauf geachtet werden sollte,
dass die ebenen Abschnitte der genannten Innenfläche der Ausnehmung in der Platte
an ebenen Abschnitten der Säule
anliegen.
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Bei
der erfindungsgemäßen Säulen-Platten-Verbindung
ist die Innenfläche
der Ausnehmung in der Platte mit Vorteil wenigstens zum Teil prismatisch
ausgestaltet. Da sich prismatische Anlageflächen, die in diesem Fall die
ebenen Abschnitte der Innenfläche
darstellen, präziser
herstellen lassen als Bohrungen (vergleiche Stand der Technik gemäß 4)
wird eine präzisere
Positionierung der Säulen erreicht.
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Es
ist vorteilhaft, wenn die zwei genannten ebenen Abschnitte der Innenfläche einen
Winkel von 90° einschließen. Dies
gilt insbesondere für
Säulen kreiszylindrischer
Geometrie. Hierdurch wird eine besonders stabile Positionierung
der Säule
erreicht.
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Es
ist weiter von Vorteil, wenn das Klemmelement im wesentlichen gegenüber und
auf der Winkelhalbierenden des Winkels angeordnet ist, der von den
zwei ebenen Abschnitten der Innenfläche gebildet wird. Auf diese
Weise kann das Klemmelement die Säule gegen die beiden ebenen
Abschnitte möglichst
gleichmäßig drücken.
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In
diesem Zusammenhang ist es zweckmäßig und vorteilhaft, wenn das
Klemmelement eine elastische Masse ist, insbesondere aus einem elastisch
verformbaren Kunststoff hoher Kriechfestigkeit. Das Klemmelement
kann dann in relativ einfacher Weise zwischen Säule und Innenfläche der
Ausnehmung in der Platte eingepresst werden. Bei ausreichend hoher
Kriechfestigkeit bleibt der erzeugte Gegendruck des Klemmelements
gegen die Säule
(zeitlich) erhalten.
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Die
Ausnehmung in der Platte kann eine einzige, beispielsweise die Platte
vollständig
durchsetzende Öffnung
bilden. Das zwischen der Säule
und der Innenfläche
der Ausnehmung befindliche Klemmelement füllt dann einen Teil, oder besser
den gesamten Zwischenraum aus; es erstreckt sich somit vorteilhafterweise über die
gesamte Plattendicke, um keine Hebelwirkung auf die Säule auszuüben. Auf der
anderen Seite kann die Ausnehmung in der Platte im Bereich des Klemmelements
eine eigens vorgesehene Vertiefung zur Aufnahme des Klemmelements aufweisen.
In diesem Fall weist die Ausnehmung in der Platte zur Aufnahme der
Säule gleichsam
eine weitere Ausnehmung (Vertiefung) zur Aufnahme des Klemmelements
auf. Diese Vertiefung besitzt eine geringere Tiefe (senkrecht zur
Plattenebene) als die der Ausnehmung in der Platte zur Aufnahme
einer Säule.
Die neben dieser eigentlichen Ausnehmung vorgesehene Vertiefung
zur Aufnahme des Klemmelements sollte wiederum vollständig von
dem Klemmelement ausgefüllt
werden, um Scherungen oder Hebelwirkungen zu vermeiden.
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Grundsätzlich kann
die eigentliche Ausnehmung zur Aufnahme der Säule einen Teil der Platte oder
die gesamte Platte durchsetzen.
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Es
ist vorteilhaft, wenn das Klemmelement eine Kugel oder ein Zylinder
ist, insbesondere um es möglichst
einfach zwischen Säule
und Innenfläche der
Ausnehmung einbringen zu können.
Wie bereist ausgeführt,
ist eine Kugel oder ein Zylinder aus einem elastisch verformbaren
Kunststoff hoher Kriechfestigkeit besonders bevorzugt. Das Klemmelement wird
in diesem Fall in die Ausnehmung bzw. Vertiefung eingepresst. Insbesondere
in diesem Zusammenhang ist es sinnvoll, wenn ein Randbereich zwischen
Plattenoberfläche
und der Ausnehmung bzw. der Vertiefung im Bereich des Klemmelements
geglättet,
als bspw. abgeschrägt
oder abgerundet ist. Hierdurch kann ein Abscheren des Klemmelements beim
Einpressen vermieden werden.
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Die
erfindungsgemäße Säulen-Platten-Verbindung
erlaubt bei Verwendung mindestens zweier Platten eine besonders
stabile und hochpräzise
Anordnung der Säulen.
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Die
erfindungsgemäße Säulen-Platten-Verbindung
ist insbesondere zur Verwendung in einem Führungssystem eines Zoomsystems
geeignet. In einem solchen Führungssystem
werden in der Regel drei Säulen
zur Führung
von Schlittenelementen verwendet, an denen die optischen Baugruppen
des Zoomsystems befestigt sind. Die drei Führungssäulen sind hierbei zwischen
zwei Platten eingespannt und an diesen befestigt.
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Es
sei angemerkt, dass die einzelnen Merkmale der vorliegenden Erfindung
nicht nur in der hier dargestellten Kombination, sondern auch in
anderen Kombinationen oder in Alleinstellung einsetzbar sind, ohne
den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
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Im
folgenden sollen die Erfindung und ihre Vorteile anhand von in der
Zeichnung illustrierten Ausführungsbeispielen
näher erläutert werden.
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1 zeigt
schematisch einen Querschnitt (1A)
und einen Längsschnitt
(1B) durch eine erste Ausführungsform
einer Säulen-Platten-Verbindung,
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2 zeigt
schematisch einen Querschnitt (2A)
sowie einen Längsschnitt
(2B) einer zweiten Ausführungsform
einer Säulen-Platten-Verbindung,
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3 zeigt
schematisch den Einsatz einer Säulen-Platten-Verbindung
gemäß 2 in
einem Zoomsystem und
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4 zeigt
schematisch eine Anordnung zur Befestigung einer Säule an einer
Platte gemäß Stand der
Technik.
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1 illustriert
eine erste Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Säulen-Platten-Verbindung 1,
die zwei Platten 10 sowie eine Säule 11 umfasst. Da
bzgl. der Befestigung der Säule 11 an
jede der beiden Platten 10 dasselbe gilt, sei im folgenden nur
auf eine der beiden eingegangen. Die geschilderte Ausführungsform
ist selbstverständlich
auch nur für
eine Platte 10 geeignet.
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1A zeigt einen Querschnitt der Verbindung,
der durch die Säule 11 sowie
durch die Platte 10 verläuft. Die Ausnehmung in der
Platte 10, in die die Säule 11 eingreift,
ist mit 12 bezeichnet. Diese Ausnehmung 12 hat
prismatische Gestalt, wobei der Querschnitt die Gestalt eines Quadrats
mit abgerundeten Ecken besitzt. Die Innenfläche der Ausnehmung 12 weist
dementsprechend zwei ebene Abschnitte 17 und 18 auf,
die einen Winkel von 90° einschließen. Die
ebenen Abschnitte 17 und 18 sind jeweils parallel
zur Säulenachse
orientiert, wobei es sich in diesem Ausführungsbeispiel um eine kreiszylindrische
Säule 11 handelt.
Zwischen der Säule 11 und
der Innenfläche
der Ausnehmung 12 ist ein Klemmelement 15 vorgesehen.
Dieses Klemmelement 15 ist gegenüber des Winkels angeordnet,
den die ebenen Abschnitte 17 und 18 einschließen, befindet
sich folglich auf der Winkelhalbierenden in der gegenüberliegenden
Ecke (in der Ansicht gemäß 1A). Das Klemmelement 15 kann
somit in optimaler Weise die Säule 11 gegen
die ebenen Abschnitte 17 und 18 der Innenfläche der
Ausnehmung 12 in der Platte 10 drücken. Hierdurch
wird die Säule 11 in
einer stabilen und präzisen
Lage gehalten.
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1B zeigt einen Längsschnitt durch die Säulen-Platten-Verbindung 1 entlang
der in 1A durch zwei Pfeile markierten
Linie. Es ist erkennbar, dass die Ausnehmung 12 in dieser
Ausführungsform eine
die Platte 10 vollständig
durchsetzende Öffnung bildet.
Bei dieser Konstruktion ist es sinnvoll, wenn das Klemmelement 15 einen
Durchmesser besitzt, der im wesentlichen der Dicke der Platte 10 entspricht.
Auf diese Weise kann das Klemmelement 15 in optimaler Weise
Druck auf die Säule 11 ausüben, ohne
eine Scherung oder Hebelwirkung in die Säule 11 einzubringen.
In diesem Ausführungsbeispiel
handelt es sich bei dem Klemmelement 15 um eine aus elastisch
verformbaren Kunststoff hoher Kriechfestigkeit hergestellte Kugel.
Als Kunststoff ist bspw. ein Thermoplast aus der Gruppe der Polyetherketone (PEK)
geeignet, wie Polyaryletherketon (PAEK) oder Polyetheretherketon
(PEEK), die sich durch ausgezeichnete Chemikalienbeständigkeit,
tribologische, thermische, elektrische und mechanische Eigenschaften
sowie Dimensionsstabilität
auszeichnet.
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Zur
Herstellung der in 1 dargestellten Säulen-Platten-Verbindung 1 werden
zunächst
die beiden Platten 10 mit einer identischen Kontur der Ausnehmung 12 mit
ihren prismatischen Anlageflächen
versehen. Die Säule 11 wird
zunächst
in die eine, dann in die andere Platte 10 mit jeweils ihrem
einen Ende eingesteckt, wobei in die zueinander korrespondierenden
Zwischenräume
zwischen Säule 11 und
Innenfläche
der Ausnehmung 12 einer jeden Platte 10 jeweils
eine Kunststoffkugel als Klemmelement 15 eingepresst wird.
Die Randgeometrie der Ausnehmung 12 im Bereich des Klemmelements 15 ist
vorteilhaft so ausgestaltet, dass ein Abscheren des elastischen
Klemmelements beim Einpressen vermieden wird.
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Die
Säulen-Platten-Verbindung 1 gemäß 1 erlaubt
eine sichere, stabile und hochpräzise Lagerung
der Säule 11 in
den zwei gegenüberliegenden
Platten 10.
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2 zeigt
eine weitere Ausführungsform
einer Säulen-Platten-Verbindung 2.
Wiederum zeigt 2A einen Querschnitt
durch Säule
und Platte und 2B einen Längsschnitt
durch die Verbindung entlang der in 1A durch
Pfeile angezeigten Ebene. Dargestellt ist in 2 die Befestigung
einer Säule 21 an
lediglich einer Platte 20; selbstverständlich lässt sich die Anordnung auch
um eine weitere Platte 20 erweitern, analog wie in 1B dargestellt.
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Die
Säulen-Platten-Verbindung 2 weist
eine Platte 20 sowie eine (kreiszylindrische) Säule 21 auf, die
in eine Ausnehmung 22 in der Platte eingreift. Die Innenfläche der
Ausnehmung 22 weist wiederum (mindestens) zwei ebene Abschnitte 27 und 28 auf, die
parallel zur Axialrichtung der Säule
und in einem vorgegebenen Winkel von hier 90° zueinander angeordnet sind.
Die Ausnehmung 22 der Säulen-Platten-Verbindung 2 entspricht
hier eher einer runden Bohrung mit vier abgeflachten einander gegenüberliegenden
Abschnitten. Auf der anderen Seite der ebenen Abschnitte 27 und 28 befindet
sich das Klemmelement 25, wiederum vorteilhaft eine Kugel
aus elastisch verformbarem Kunststoff hoher Kriechfestigkeit, wie
sie in der Säulen-Platten-Verbindung 1 gemäß 1 eingesetzt
ist.
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In
dieser Ausführungsform
gemäß 2 ist im
Unterschied zu derjenigen gemäß 1 eine
Vertiefung 23 in der Ausnehmung 22 vorhanden.
Diese Vertiefung 23 dient zur Aufnahme des Klemmelements 25.
Es ist vorteilhaft, wenn die Dimensionen der Vertiefung 23 im
wesentlichen denen des Klemmelements 25 entsprechen. Die
Wirkung der Vertiefung 23 kann anhand von 2B verdeutlicht
werden. Das Klemmelement 25 (Kunststoffkugel) wird bei
Herstellung der Säulen-Platten-Verbindung 2 in die
Vertiefung 23 eingepresst. Aufgrund des durch die Vertiefung 23 gebildeten
Anschlags ist ein Hindurchschieben oder ein Hindurchfallen des Klemmelements 25 durch
eine durchgängige
Ausnehmung 22 nicht möglich
(vergleiche dazu im Gegensatz 1b,
wo prinzipiell ein Hindurchpressen oder ein Hindurchfallen des Klemmelements 15 durch
die Ausnehmung 12 in der Platte 10 denkbar ist).
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Wiederum
ist mit Vorteil die Randgeometrie der Vertiefung 23 so
gestaltet, dass ein Abscheren des Klemmelements 25 bei
Einpressen vermieden wird. Hierzu ist der Randbereich zwischen Plattenoberfläche und
der Vertiefung 23 geglättet,
also bspw. abgeschrägt
oder abgerundet gestaltet.
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Zur
Herstellung der in 2 dargestellten Säulen-Platten-Verbindung 2 wird
die Säule 21 in
die Ausnehmung 22 in der Platte 20 eingesteckt.
Wie in 2B dargestellt, bildet die
für die
Aufnahme der Säule 21 vorhandene
Ausnehmung 22 in der Platte eine diese vollständig durchsetzende Öffnung.
Somit kann die Säule 21 durch
die Platte 20 geschoben werden, bis bspw. das eine Säulenende
mit der einen Plattenoberfläche
fluchtet. Die Anlagenflächen
oder die ebenen Abschnitte 27 und 28 liegen somit
entlang der gesamten Plattendicke an der Säule 21 an. Hierdurch
ist eine hohe Stabilität
gewährleistet.
Anschließend
wird das Klemmelement 25, also die thermoplastische Kugel,
in die Vertiefung 23 eingepresst, die zusätzlich in
der Ausnehmung 22 zur Aufnahme des Klemmelements 25 vorgesehen
ist. Die Kugel 25 kann bis zum Anschlag in die Vertiefung 23 eingepresst
werden. Die Kugel presst die Säule 21 gegen die
Anlagenflächen
(ebene Abschnitte) 27 und 28.
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In
diesem Zusammenhang sei erwähnt,
dass die Ausnehmungen 12 und 22 nicht zwingend
die Platte 10 bzw. 20 vollständig durchsetzen müssen. Bspw.
ist es denkbar, dass die Platte 20 in 2B an ihrer
unteren Seite geschlossen ist und die Vertiefung 23 auf
der anderen (oberen) Seite der Platte 20 eingeformt ist.
Jedoch sei betont, dass eine Konstruktion gemäß 1 und 2 herstellungstechnisch
einfacher ist und dass sich das Einpressen des Klemmelements ebenfalls
in einfacher Weise vornehmen lässt,
da die entsprechenden Bereiche für
den Anwender leicht zugänglich
sind.
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3 zeigt
eine Verwendung der in 2 dargestellten Säulen-Platten-Verbindung 2 in
einem Zoomsystem 4. Das Zoomsystem 4 ist sehr
schematisch im Längsschnitt
dargestellt. Das Führungssystem 40 des
Zoomsystems 4 umfasst zwei Säulen 21a und 21b,
die parallel zueinander verlaufen, und zwei Schlitten 41,
die auf der einen Säule 21a verschiebbar
gelagert sind, wobei die zweite Säule 21b eine Rotation
der Schlitten 41 um die Säule 21a verhindert.
Hierbei kann durch eine Gabel oder durch Magnete bewirkt werden,
dass die Schlitten 41 an der Säule 21b anliegen.
Die beiden Säulen 21a und 21b sind
jeweils mittels Säulen-Platten-Verbindungen 2 senkrecht
zu zwei parallel zueinander verlaufenden Platten 20 an
diesen Platten 20 befestigt. Diese Platten 20 sind
entlang der optischen Achse 43 durchbrochen, um den Strahlein-
bzw. -austritt zu ermöglichen.
Durch Verschieben der Schlitten 41 werden die hiermit verbundenen
Zoomglieder oder optische Baugruppen 42 relativ zueinander
verschoben, wodurch sich in bekannter Weise die Vergrößerung des Zoomsystems
steuern läßt.
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Es
ist auch eine Anordnung denkbar, in der je ein Schlitten 41 auf
je einer Säule 21a und 21b gelagert
ist und die jeweils andere Säule 21b, 21a zur
Sicherung gegen eine Verdrehung genutzt wird. Schließlich können auch
drei Säulen
im Führungssystem 40 Verwendung
finden. Bei dieser Anordnung kann jedem Schlitten eine Säule zugeordnet
und die dritte Säule
kann als Sicherung gegen Verdrehung für die beiden Schlitten benutzt
werden. In allen möglichen
Anordnungen eines solchen Führungssystems 40 eines
Zoomsystems 4 ist jedoch die Parallelität der Säulen Voraussetzung für die exakte
Verschiebung der Zoomglieder 42 längs der optischen Achse 43.
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Die
hier eingesetzte Säulen-Platten-Verbindung 2 entspricht
der in 2 dargestellten Säulen-Platten-Verbindung 2,
so dass diesbezüglich
im vollen Umfang auf die Erläuterung
zur 2 verwiesen werden kann. Alternativ kann auch
eine Säulen-Platten-Verbindung 1 gemäß 1 verwendet werden.
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Die
dargestellte Säulen-Platten-Verbindung 2 erlaubt
eine hochpräzise
Führung
der Zoomglieder 42, wie sie für Mikroskope, insbesondere
Hochleistungs-(Stereo)Mikroskope gefordert wird.
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4 zeigt
eine Säulen-Platten-Verbindung 3 gemäß Stand
der Technik, wie sie bereits in der Beschreibungseinleitung diskutiert
worden ist.
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- 1
- Säulen-Platten-Verbindung
- 2
- Säulen-Platten-Verbindung
- 3
- Säulen-Platten-Verbindung
gemäß Stand
der Technik
- 4
- Zoomsystem
- 10
- Platte
- 11
- Säule
- 12
- Ausnehmung
- 15
- Klemmelement,
Kugel
- 17
- ebener
Abschnitt
- 18
- ebener
Abschnitt
- 20
- Platte
- 21a,
21b
- Säule
- 22
- Ausnehmung
- 23
- Vertiefung
- 25
- Klemmelement,
Kugel
- 27
- ebener
Abschnitt
- 28
- ebener
Abschnitt
- 30
- Platte
- 31
- Säule
- 32
- Aufnahmebohrung
- 33
- exzentrische
Bohrung
- 34
- Anlagekanten
- 35
- elastisches
Element, Kunststoffkugel
- 36
- Gewindestift
- 40
- Führungssystem
- 41
- Schlitten
- 42
- Zoomglieder,
optische Baugruppe
- 43
- optische
Achse