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DE102007004600A1 - Regelbare Schlingfederbremse - Google Patents

Regelbare Schlingfederbremse Download PDF

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DE102007004600A1
DE102007004600A1 DE102007004600A DE102007004600A DE102007004600A1 DE 102007004600 A1 DE102007004600 A1 DE 102007004600A1 DE 102007004600 A DE102007004600 A DE 102007004600A DE 102007004600 A DE102007004600 A DE 102007004600A DE 102007004600 A1 DE102007004600 A1 DE 102007004600A1
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DE
Germany
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wrap spring
wrap
spring brake
brake according
turns
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102007004600A
Other languages
English (en)
Inventor
Bernd Gombert
Rainer Venus
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Continental Automotive GmbH
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE102007004600A priority Critical patent/DE102007004600A1/de
Publication of DE102007004600A1 publication Critical patent/DE102007004600A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D49/00Brakes with a braking member co-operating with the periphery of a drum, wheel-rim, or the like
    • F16D49/20Self-tightening brakes
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D2125/00Components of actuators
    • F16D2125/18Mechanical mechanisms
    • F16D2125/44Mechanical mechanisms transmitting rotation
    • F16D2125/46Rotating members in mutual engagement
    • F16D2125/50Rotating members in mutual engagement with parallel non-stationary axes, e.g. planetary gearing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Schlingfederbremse. Die Schlingfederbremse umfasst hierbei eine um einen abzubremsenden Körper (4) in einer Mehrzahl von Windungen (1) angeordnete Schlingfeder und eine Aktivierungsvorrichtung (5, 6) zum Aktivieren der Schlingfederbremse. Die Aktivierungsvorrichtung (5, 6) aktiviert die Schlingfederbremse derart, dass bei einer Rotation des abzubremsenden Körpers (4) lediglich eine Teilmenge der Windungen (1) der Schlingfeder eine Abbremsung des Körpers (4) bewirkt. Weiterhin betrifft die Erfindung ein entsprechendes Verfahren zum Betreiben einer Schlingfederbremse.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Schlingfederbremse mit einer um einen abzubremsenden Körper in einer Mehrzahl von Windungen angeordneten Schlingfeder.
  • Schlingfedern sind als mechanische Servoelemente bekannt. Die Funktionsweise von Schlingfedern wird beispielsweise in P. Iten, L. Müller: „Schlingfedern: Interessante mechanische Servoelemente", Antriebstechnik 34 (1995), Nr. 11, S. 67 ff erläutert. Eine Schlingfeder besteht hierbei aus einem metallischen Draht, welcher sich in mehreren Windungen um einen zylinderförmigen Teil herum erstreckt. Zwischen dieser Feder und dem zylinderförmigen Teil wirkt bei Drehung des zylinderförmigen Teils eine Reibungskraft. Diese kann durch Anziehen oder Freigeben der Schlingfeder beeinflusst werden. Das Anziehen führt zu einem engeren Kontakt zwischen der Schlingfeder und dem zylinderförmigen Teil, wodurch die Reibung erhöht und somit die Bewegung des zylinderförmigen Teils abgebremst wird. Das Freigeben vermindert den Kontakt zwischen der Schlingfeder und dem zylinderförmigen Teil, wodurch eine Entkupplung bewirkt wird.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine effiziente Schlingfederbremse, sowie ein entsprechendes Verfahren zum Betreiben einer Schlingfederbremse aufzuzeigen.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Schlingfederbremse mit den Merkmalen des Anspruchs 1, sowie durch ein Verfahren mit Merkmalen eines nebengeordneten Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand von Unteransprüchen.
  • Die erfindungsgemäße Schlingfederbremse umfasst eine um einen abzubremsenden Körper in einer Mehrzahl von Windungen ange ordnete Schlingfeder, sowie eine Aktivierungsvorrichtung zum Aktivieren der Schlingfederbremse derart, dass bei einer Rotation des abzubremsenden Körpers lediglich eine Teilmenge der Windungen der Schlingfeder eine Abbremsung des Körpers bewirkt.
  • Bei dem abzubremsenden Körper handelt es sich vorzugsweise um einen zylinderförmigen, drehbar gelagerten Körper, wie z. B. um eine Welle. Dreht sich der abzubremsende Körper in die Zuspannrichtung der Schlingfeder, so wird er, falls die Schlingfederbremse aktiviert ist, von der Schlingfeder abgebremst. Bei nicht aktivierter Schlingfederbremse hingegen erfolgt keine Abbremsung.
  • Bei aktivierter Schlingfederbremse und Rotation des abzubremsenden Körpers erfolgt die Abbremsung des abzubremsenden Körpers nicht durch alle Windungen der Schlingfeder. Vielmehr wirken nur manche der Windungen an der Abbremsung mit. Da das Prinzip der Abbremsung einer Schlingfederbremse auf der Reibung zwischen den Windungen der Schlingfeder und dem abzubremsenden Körper beruht, bedeutet dies, dass bei aktivierter Schlingfederbremse nicht alle Windungen der Schlingfeder an dem abzubremsenden Körper anliegen, sondern lediglich die Teilmenge der Windungen, welche die Bremsung hervorruft.
  • Es ist möglich, dass die erfindungsgemäße Schlingfederbremse zusätzlich zur erläuterten Art der Aktivierung, wonach lediglich eine Teilmenge der Windungen der Schlingfeder eine Abbremsung des Körpers bewirkt, auch derart aktivierbar ist, dass alle Windungen der Schlingfeder eine Abbremsung des Körpers bewirken.
  • In Weiterbildung der Erfindung stellt die Aktivierungsvorrichtung den Umschlingungswinkel der Schlingfeder variabel ein. Der Umschlingungswinkel ist einer der Parameter, welcher die Stärke der Bremsung der Schlingfederbremse bestimmt; er wächst direkt proportional zur Anzahl der bei der Bremsung an dem abzubremsenden Körper anliegenden Windungen der Schling feder. Der Umschlingungswinkel der erfindungsgemäßen Schlingfederbremse ist gemäß der betrachteten Weiterbildung nicht fest, sondern kann von der Aktivierungsvorrichtung variiert werden. Die Variation kann z. B. im Bereich zwischen einer Windung oder einer bestimmten Mindestanzahl von Windungen bis hin zur Gesamtanzahl vorhandener Windungen möglich sein. Insbesondere kann die Aktivierungsvorrichtung dazu ausgelegt sein, den Umschlingungswinkel während einer Bremsung zu verändern.
  • Es ist möglich, dass die Teilmenge der Windungen aus den Windungen zwischen einerseits einem festen Ende der Schlingfeder und andererseits einer variablen Position der Aktivierungsvorrichtung besteht. Das feste Ende der Schlingfeder kann z. B. an dem abzubremsenden Körper oder an einem in Bezug auf den abzubremsenden Körper ortsfesten Bestandteil befestigt sein. Durch eine Positionsänderung der gesamten Aktivierungsvorrichtung oder eines Teils der Aktivierungsvorrichtung ist es somit möglich, die Anzahl der Windungen, welche bei der Abbremsung mitwirken, zu verändern.
  • Einer Weiterbildung der Erfindung gemäß umfasst die Aktivierungsvorrichtung ein Druckelement, welches zumindest einen Teil der Schlingfeder gegen den abzubremsenden Körper drückt. Dieses Drücken kann entweder durch direkten Kontakt zwischen dem Druckelement und dem Teil der Schlingfeder erfolgen, oder auch indirekt, indem das Druckelement auf einen Bestandteil einwirkt, welcher daraufhin einen Drücken des Teils der Schlingfeder gegen den abzubremsenden Körper bewirkt. Bei dem Teil der Schlingfeder kann es sich insbesondere um genau eine Windung der Schlingfeder handeln. Letzteres bedeutet nicht, dass das Druckelement auf den gesamten Umfang der genau einen Windung der Schlingfeder drücken muss, sondern vielmehr, dass das Druckelement keinen Druck auf mehrere Windungen der Schlingfeder ausübt.
  • In Ausgestaltung der Erfindung handelt es sich bei dem Druckelement um einen Wälzkörper, und der äußere, dem abzubremsen den Körper abgewandte Umfang der Schlingfeder weist eine Laufbahn für das Druckelement auf, welche an die Form des Druckelementes angepasst ist. Durch die Anpassung der Laufbahn an das Druckelement ist es möglich, dass das Druckelement entlang der Laufbahn läuft oder wälzt. Vorteilhaft ist es hierbei, wenn die Laufbahn gewindeförmig ausgestaltet ist. Das Druckelement führt in diesem Fall bei Abfahren der Laufbahn eine schraubenförmige Bewegung aus. Die Steigung des Gewindes kann insbesondere gleich der Steigung der Windungen der Schlingfeder sein. In diesem Fall ist jedes Windung der Schlingfeder mit genau einem Laufbahnabschnitt versehen.
  • Die Laufbahn kann eine Führung für das Druckelement aufweisen. Eine derartige Führung hat zum Ziel, das Druckelement bei seiner Bewegung auf der Laufbahn zu halten bzw. ein Abkommen des Druckelementes von der Laufbahn zu verhindern.
  • In Ausgestaltung der Erfindung ist die Laufbahn so geformt, dass von dem Druckelement eine Kraft parallel und eine Kraft senkrecht zu einer Längsachse des abzubremsenden Körpers übertragen wird. Bei der Längsachse handelt es sich hierbei vorzugsweise um diejenige Achse, um welche der abzubremsende Körper rotiert, wenn er von der Schlingfederbremse abgebremst wird. Diese Ausgestaltung kann ein Auseinanderdrücken der Windungen der Schlingfeder an der Position des Druckelementes bewirken. Alternativ ist es möglich, dass die Laufbahn so geformt ist, dass von dem Druckelement eine Kraft ausschließlich oder zumindest fast ausschließlich senkrecht zu einer Längsachse des abzubremsenden Körpers übertragen wird.
  • Es ist möglich, dass das Druckelement kugelförmig ist. Zusätzlich oder alternativ kann das Druckelement verzahnt sein. Eine Verzahnung bewirkt, dass ein Rutschen des als Wälzkörper ausgestalteten Druckelementes auf der Laufbahn vermieden oder reduziert wird. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn auch die Laufbahn die entsprechende Verzahnung aufweist.
  • In Weiterbildung der Erfindung umfasst die Aktivierungsvorrichtung einen außerhalb der Schlingfeder angeordneten Hohlkörper, dessen innere, der Schlingfeder zugewandte Fläche eine Laufbahn für das Druckelement aufweist, welche an die Form des Druckelementes angepasst ist. Verfügt zusätzlich der äußere Umfang der Schlingfeder über eine Laufbahn, kann das Druckelement sich gleichzeitig in den beiden Laufbahnen bewegen. Die Aktivierungsvorrichtung kann derart ausgestaltet sein, dass die Position des Druckelementes in Bezug auf die Schlingfeder durch eine Bewegung, z. B. eine Rotation, des Hohlkörpers veränderbar ist.
  • In Weiterbildung der Erfindung handelt es sich bei dem Druckelement um eine Feder, z. B. um eine Blattfeder. Durch eine Bewegung der Feder an dem äußeren Umfang der Schlingfeder kann jeweils der mit der Feder in Kontakt stehende Teil der Schlingfeder gegen den abzubremsenden Körper gedrückt werden.
  • Einer anderen Weiterbildung der Erfindung gemäß umfasst das Druckelement einen Elektromagneten. Dieser kann z. B. über einen Stößel auf die Schlingfeder drücken. Vorzugsweise ist der Elektromagnet ortsfest in Bezug auf die Schlingfeder.
  • In Ausgestaltung der Erfindung ist die Aktivierungsvorrichtung derart ausgestaltet, dass die Teilmenge kontinuierlich veränderbar ist. In diesem Fall kann z. B. Windung für Windung zur Teilmenge hinzugefügt oder von ihr weggenommen werden. Alternativ hierzu ist es möglich, dass die Aktivierungsvorrichtung derart ausgestaltet ist, dass die Teilmenge in diskreten Schritten veränderbar ist, z. B. in Schritten von einer Mehrzahl von Windungen. Kommen mehrere diskrete Schritte zum Einsatz, können diese unterschiedlich groß sein.
  • Die Aktivierungsvorrichtung kann von einem Elektromotor angetrieben werden. Weiterhin kann eine Steuereinheit zum Steuern der Aktivierungsvorrichtung vorhanden sein. Diese Steuereinheit kann z. B. die Stärke der Abbremsung der Schlingfederbremse auf einen bestimmten Sollwert regeln. Ferner ist es vorteilhaft, wenn Sensoren vorhanden sind, z. B. zur Bestimmung der aktuellen Bremsstärke, welche Daten an die Steuereinheit liefern.
  • In Ausgestaltung der Erfindung handelt es sich bei der Schlingfeder um einen Draht, dessen Querschnitt derart ausgestaltet ist, dass die Berührungsfläche benachbarter Windungen gegenüber einem rechteckigem Querschnitt reduziert ist. Hierdurch kann der Verlust an Bremskraft, welcher durch die Reibung zwischen benachbarten Windungen hervorgerufen werden kann, reduziert werden.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben einer Schlingfederbremse umfasst die Schlingfederbremse eine um einen abzubremsenden Körper in einer Mehrzahl von Windungen angeordnete Schlingfeder. Die Schlingfederbremse wird derart aktiviert, dass bei einer Rotation des abzubremsenden Körpers lediglich eine Teilmenge der Windungen der Schlingfeder eine Abbremsung des Körpers bewirkt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren eignen sich insbesondere für die erfindungsgemäße Schlingfederbremse, wobei dies auch auf die Ausgestaltungen und Weiterbildungen zutreffen kann. Hierzu kann es weitere entsprechende Schritte umfassen.
  • Im folgenden wird die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigen:
  • 1: einen Schnitt durch eine Schlingfederbremse mit einem ersten Umschlingungswinkel,
  • 2: einen Schnitt durch eine Schlingfederbremse mit einem zweiten Umschlingungswinkel,
  • 3: einen Schnitt durch eine Schlingfederbremse mit einem dritten Umschlingungswinkel,
  • 4: einen Schnitt durch eine Schlingfederbremse mit elektrischem Aktor,
  • 5: einen ersten Querschnitt eines Schlingfederdrahtes,
  • 6: einen zweiten Querschnitt eines Schlingfederdrahtes,
  • 7: einen dritten Querschnitt eines Schlingfederdrahtes,
  • 8: einen vierten Querschnitt eines Schlingfederdrahtes,
  • 9A, 9B: eine mögliche Ausgestaltung eines Druckelementes,
  • 10: einen fünften Querschnitt eines Schlingfederdrahtes und eine mögliche Ausgestaltung einer Umlauffläche,
  • 11A und 11B: eine Schlingfederbremse mit einem Druckelement in Form einer Feder.
  • Die 1 bis 3 zeigen jeweils einen Schnitt durch eine Schlingfederbremse. Die Schlingfeder ist in mehreren Windungen 1 um die Welle 4 gelegt. Hierbei ist die erste Windung mit 1a, die letzte mit 1z bezeichnet. Die ersten drei Windungen 1a, 1b und 1c sind an dem Bestandteil 3 befestigt, welches somit ein Festlager darstellt. Diese Befestigung kann z. B. dadurch erfolgen, dass der Bestandteil 3 ein Absatz ist, so dass der innere Umfang der Schlingfeder am Bestandteil 3 größer ist als an der restlichen Welle 4.
  • Die Funktionsweise der Abbremsung der Welle 4 durch die Schlingfeder ist die folgende: dreht die Welle 4 in Zuspannrichtung der Schlingfeder, spannt die Schlingfeder zu, indem die einzelnen Windungen 1 der Schlingfeder den abzubremsenden Körper, d. h. die Welle 4, fest umschlingen, so dass die Windungen 1 eine Reibkraft auf die Welle 4 aufbringen. Durch die Reibkraft wird die Welle 4 abgebremst. Bei der Zuspannrichtung handelt es sich um diejenige Drehrichtung, bei welcher die Schlingfeder aufgrund der Drehung fester an die Welle 4 gezogen wird. Bei einer Drehung entgegen der Zuspannrichtung hingegen wird die Schlingfeder nicht enger um die Welle 4 gezogen, so dass keine Bremsung erfolgt.
  • Die Schlingfeder der 1 bis 4 besteht aus einem Draht, vorzugsweise aus Stahl, mit rechteckigem Querschnitt. Die 5 bis 7 zeigen alternative Ausgestaltungen des Drahtquerschnittes. Gemäß 5 weist die Schlingfeder einen trapezförmigen Querschnitt auf, wobei die der Welle 4 abgewande Seite schmaler ist als die der Welle 4 zugewandte Seite. Gemäß 6 sind die Seiten des Querschnittes nicht gerade, sondern als Kreisabschnitte ausgebildet. Gemäß 7 ist der Querschnitt annähernd dreieckig. Die alternative Ausgestaltungen der 5 bis 7 dienen dem Ziel, die Reibung zwischen den einzelnen Windungen 1 der Schlingfeder zu vermindern. Dies wird realisiert, indem die Kontaktfläche von aneinander angrenzenden Windungen 1 im Vergleich zum rechteckigen Querschnitt reduziert ist. Die Verminderung der Reibung zwischen den einzelnen Windungen erhöht die auf die Welle 4 wirkende Reibung bzw. Abbremsung.
  • Bei der Schlingfederbremse der 1 bis 3 handelt es sich um eine aktive Schlingfederbremse, d. h. die Betätigung der Schlingfeder kann durch eine Aktivierung ausgelöst werden. Die Dokumente DE 10 2005 016 825 A1 und DE 689 02 690 T2 beschreiben bekannte Möglichkeiten zum Auslösen von Schlingfederbremsen. Hierbei wird die Schlingfederbremse am Schlingfederende betätigt. Durch Ziehen am freien Ende der Schlingfeder, dies entspricht in den 1 bis 3 einem Zug an der Windung 1z, gelangt die gesamte Schlingfeder in Reibschluss mit der Welle. Somit sind bei dieser Art der Aktivie rung alle Windungen der Schlingfeder an der Bremsung der Bewegung der Welle beteiligt.
  • Von Vorteil bei Schlingfedern ist die hohe Selbstverstärkung. Das Verhältnis von Betätigungskraft F1 zur von der Schlingfeder bewirkten Reibungskraft F2 ist
    Figure 00090001
    mit μ dem Reibkoeffizienten und α dem Umschlingungswinkel. Die Betätigungskraft F1 ist bei der erläuterten Art der Betätigung der Schlingfederbremse die Kraft des Zuges am freien Ende. Der Umschlingungswinkel α wird in Grad angegeben, bei Anliegen von beispielsweise 10 Windungen beträgt der Umschlingungswinkel α = 10·360. Der Umschlingungswinkel α steigt somit kontinuierlich mit der Anzahl der am Reibschluss beteiligten Windungen der Schlingfeder. Aus obiger Formel geht hervor, dass die Selbstverstärkung der Schlingfederbremse umso größer ist, je größer der Reibkoeffizient μ und je größer der Umschlingungswinkel α ist.
  • Bei der Schlingfederbremse der 1 bis 3 kann der am Reibschluss wirksame Teil der Schlingfeder und somit der Umschlingungswinkel α veränderlich eingestellt werden. Hierzu ist das Druckelement 5 vorgesehen. Das Druckelement 5 drückt eine Windung 1 der Schlingfeder mit der Betätigungskraft F1 gegen die Welle 4. Aufgrund der Drehrichtung der Welle 4, welche in Spannrichtung der Schlingfeder dreht, spannt der an der Welle 4 anliegende Teil der Schlingfeder, die die Windungen 1 zwischen der ersten Windung 1a und der von dem Druckelement 5 an die Welle 4 gedrückten Windung 1, zu. Der andere Teil, d. h. die hinter dem Druckelement 5 liegenden Windungen, umgibt die Welle 4 lose und bewirkt keine Bremskraft. Dies ist in den 1 bis 3 durch eine Beabstandung 9 zwischen der inneren, der Welle 4 zugewandten Fläche der jeweiligen Windung, und der Welle 4 kenntlich gemacht. Der Umschlingungswinkel α wird somit nur von denjenigen Windungen 1 der Schlingfeder gebildet, welche sich zwischen der ersten Windung 1a und dem Druckelement 5 befinden.
  • 1 zeigt den Fall, dass das Druckelement 5 auf die dritte Windung 1c drückt. Hierdurch haben die auf die dritte Windung 1c folgenden Windungen keinen Kontakt zur Welle 4. Die Schlingfederbremse befindet sich demnach in 1 im gelösten Zustand, da lediglich die ersten drei Windungen 1a, 1b und 1c, welche ohnehin an dem Bestandteil 3 befestigt sind, eine Reibung bewirken. 2 zeigt den Fall, dass das Druckelement 5 auf die fünfte der Windungen 1 drückt. Dies entspricht einer leichten Betätigung der Schlingfederbremse. Gemäß 3 hingegen drückt das Druckelement 5 die elfte der Windungen 1 gegen die Welle 4. Dies entspricht einer betätigten Stellung, bei der fast alle Windungen 1 am Reibschluss beteiligt sind und somit einer starken Bremswirkung.
  • Aus den 1 bis 3 wird deutlich, dass der Umschlingungswinkel α mit der Position des Druckelementes 5 variiert. Hierbei zeigt 1 einen kleinen, 2 einen mittleren und 3 einen großen Umschlingungswinkel α. Das Druckelement 5 wirkt zwischen den beiden Enden der Schlingfeder, indem es eine der Windungen 1 zwischen der ersten Windung 1a und der letzten Windung 1z gegen die Welle 4 drückt. Wird das Druckelement 5 beginnend von einem der ersten drei Windungen 1a, 1b, 1c in Richtung des losen Endes, d. h. in Richtung der Windung 1z, verstellt, wird die Schlingfeder somit Windung für Windung an die Welle 4 gedrückt. Durch dieses Verstellen des Druckelementes 5 in Richtung des losen Endes nimmt der die Welle 4 umspannende Umschlingungswinkel und somit die Selbstverstärkung der Schlingfederbremse zu. Wird das Druckelement 5 hingegen in Richtung auf das Festlager verstellt, nimmt der Umschlingungswinkel und entsprechend auch die Selbstverstärkung der Schlingfederbremse ab.
  • Gemäß der variablen Aktivierung der Schlingfeder kann jede Windung der Schlingfeder beginnend von dem Festlager nacheinander betätigt werden. Dies resultiert in einer sehr fein granularen Steuerung der Schlingfederbremse. Es muss demnach nicht mehr unterschieden werden zwischen lediglich den Zu ständen „aktiviert" und „nicht aktiviert", vielmehr existieren eine Vielzahl von Zwischenzuständen. Bei diesen Zwischenzuständen ist jeweils eine Teilmenge der Windungen 1 an der Bremsung beteiligt. Die Bremskraft der Schlingfederbremse kann somit flexibel an den aktuellen Bedarf angepasst werden.
  • Nach der eingangs erläuterten Technik der Aktivierung der Schlingfederbremse durch Zug am freien Ende wirken stets alle Windungen der Schlingfeder; d. h. die Schlingfeder bringt über ihre gesamte Länge eine bremsende Reibkraft auf die Welle auf, sobald das Ende der Schlingfeder betätigt wird. Bei der Schlingfederbremse der 1 bis 3 hingegen kann die Anzahl der wirksamen Umwindungen 1 und somit der Umschlingungswinkel α variabel eingestellt werden, wodurch die Stärke der Reibkraft bei gegebener Betätigungskraft beeinflusst werden kann. Diese Beeinflussung kann auch während der Betätigung der Bremse erfolgen, d. h. die Verstärkung der Schlingfederbremse kann während einer Bremsung geändert werden.
  • Zur Verstellung des Druckelementes 5 wird ein Verstellmechanismus 6 eingesetzt. Der Verstellmechanismus 6, in den 1 bis 3 ein zylinderförmiger Hohlkörper, ist drehbar um die Welle 4 gelagert und verfügt an seiner Innenseite über eine gewindeförmige Laufbahn 8. Auch die Schlingfeder verfügt über eine gewindeförmige Laufbahn 7. 8 zeigt beispielhaft einen Querschnitt eines Schlingfederdrahtes mit einer derartigen Laufbahn 7. Der Schlingfederdraht der 8 weist – abgesehen von der Laufbahn 7 – einen rechteckigen Querschnitt auf. Selbstverständlich kann eine Laufbahn 7 auch anderen Querschnittsformen hinzugefügt werden, z. B. den in den 5 bis 7 gezeigten Querschnitten.
  • Die beiden Laufbahnen 7 und 8 sind aufeinander abgestimmt, so dass das Druckelement 5 im Zwischenraum zwischen dem äußeren Umfang der Schlingfeder und dem inneren Umfang des Verstellmechanismus 6 abrollen kann. Gemäß den 1 bis 3 ist das Druckelement 5 hierzu als Kugel ausgebildet. Die beiden Laufbahnen 7 und 8 weisen die gleiche Steigung auf, so dass bei Rotation des Verstellmechanismus 6 das Druckelement 5 Windung für Windung der Schlingfeder und des Verstellmechanismus 6 abrollt. Somit kann durch Rotation des Verstellmechanismus 6 das Druckelement 5 auf einer spiralförmigen Bahn zu dem festen oder dem freien Ende der Schlingfeder bewegt werden. Hierbei übt das Druckelement 5 stets eine Kraft auf die Schlingfeder in Richtung der Welle 4 aus, wodurch die Schlingfeder von dem Druckelement 5 an einer der Windungen 1 an die Welle 4 gedrückt wird. Aufgrund der Drehrichtung der Welle 4 in Zuspannrichtung der Schlingfeder halten die Windungen 1 der Schlingfeder vom Festlager bis zur Position des Druckelementes 5 die Umschlingung aufrecht und erzeugen zusammen die die Welle 4 abbremsende Reibkraft.
  • 4 zeigt einen Schnitt durch eine Schlingfederbremse mit elektrischem Aktor 10 in Form eines Elektromotors, welcher den Verstellmechanismus 6 in Rotation versetzen kann. Alternativ hierzu kann der Verstellmechanismus 6 durch einen andersartigen Aktor angetrieben werden, z. B. durch eine Ölpumpe, ein Windrad, einen Propeller oder auch manuell. Vorzugsweise ist der Aktor 10 mit einer Regelung verbunden, so dass die Schlingfederbremse auf eine Sollbremskraft gesteuert werden kann. Hierzu können in den Figuren nicht dargestellte Sensoren vorgesehen sein, die zur Regelung nötige Betriebsparameter ermitteln und der Regelung zur Verfügung stellen.
  • Die 9A und 9B zeigen eine alternative Ausgestaltung des Druckelementes 5, welches gemäß den 1 bis 4 als kugelförmiger Wälzkörper ausgestaltet ist. Das Druckelement 5 der 9A und 9B hingegen ist als verzahnter Wälzkörper in Form einer Walze ausgebildet. Diese rollt auf einer Verzahnung 7 der Windung 1 und einer gegenüberliegenden Verzahnung 8 des Verstellmechanismus 6. Vorzugsweise ist zur Führung des Druckelementes 5 ein Führungselement 11, in 9A als Schiene dargestellt, vorgesehen. Das Führungselement 11 hält den Wälzkörper 5 mittig auf der Windung 1 der Schlingfeder. Die Verzahnung des äußeren Umfangs der Windung 1 und des inneren Umfangs des Verstellmechanismus 6 kann ein mögliches Durchrutschen des Druckelementes 5 bei einer Rotation des Verstellmechanismus 6 verhindern.
  • Es können andere als die in den Figuren dargestellten Wälzkörperformen zum Einsatz kommen. Wesentlich ist, dass der verwendete Wälzkörper hinsichtlich seiner Form an die äußere Oberfläche der Windungen 1 der Schlingfeder und an die innere Oberfläche des Verstellmechanismus 6 angepasst ist, so dass durch Bewegung des Verstellmechanismus 6 eine Wälzen des Wälzkörpers entlang den Windungen 1 der Schlingfeder erfolgt.
  • 10 zeigt eine mögliche Form der Laufbahn 7 der Umwindungen 1. Demgemäß sind die Umlaufflächen so geformt, dass das Druckelement 5 beim Andrücken einer Windung 1 an die Welle 4 neben der Normalkraft, welche auf die Achse der Welle 4 zeigt, eine Kraftkomponente Fa parallel zur Achse der Welle 4 erzeugt. Hierzu weist die Umlauffläche 7 z. B. eine Nut 15 auf, welche die axiale Kraft Fa aufnehmen kann. Dies ermöglicht es, die anliegenden Windungen 1 der Schlingfeder von den losen Windungen 1 leicht wegzudrücken, wodurch die Reibung zwischen der letzten der anliegenden und der ersten der losen Windungen 1 reduziert werden kann. Selbstverständlich kann die in 10 dargestellte Umlauffläche auch ausgehend von einem andersartigen Querschnitt des Schlingfederdrahtes gebildet werden.
  • Die 11A und 11B zeigen eine alternative Realisierung des Druckelementes 5 und des Verstellmechanismus 6, wobei 11B einen Schnitt durch 11A senkrecht zur Achse der Welle 4 darstellt. Hierbei ist das Druckelement 5 nicht als Wälzkörper, sondern als Feder ausgestaltet. Da bei der Bauform der 11A und 11B kein Wälzkörper auf dem äußeren Umfang der Windungen 1 der Schlingfeder abrollt, müssen diese keine besondere Kontur oder Umlauffläche aufweisen. Die Feder 5 ist in den Verstellmechanismus 6 integriert. Vorzugsweise sind die Feder 5 und der Verstellmechanismus 6 einteilig ausgeführt, z. B. als Blattfeder. Der Verstellmechanismus 6 ist als Ring ausgeführt, der sich bei einer rotorischen Antriebs bewegung schraubenförmig fortbewegt, so dass die Feder 5 Windung für Windung 1 der Schlingfeder an die Welle 4 drückt.
  • Die Lagerung des Verstellmechanismus 6 gemäß den 11A und 11B ist die folgende: der Verstellmechanismus 6 verfügt über ein Gewinde 20, das in das Gehäuse 18 greift. Zum Antreiben des Verstellmechanismus 6 dient der Aktor 10, der mit einem Ritzel über eine Drehscheibe 17 kämmt. Mit der Drehscheibe 17 ist eine Axialführung 16 fest verbunden. Die Axialführung 16 dient als Mitnehmer für den Verstellmechanismus 6, der bei Rotation der Drehscheibe 17 auf der Axialführung 16 in axialer Richtung gleitet. Diese Axialbewegung des Verstellmechanismus 6 ist abhängig von der Steigung des Gewindes 20. Vorzugsweise entspricht die Steigung des Gewindes 20 der Steigung der Windungen 1 der Schlingfeder, so dass die Feder 5 stets auf genau eine Windung 1 drückt.
  • Die Wirkung des als Feder ausgebildeten und des als Wälzkörper ausgebildeten Druckelementes 5 ist die gleiche: eine der Windungen 1 der Schlingfeder wird gegen die Welle 4 gedrückt. Durch dieses Andrücken wird der Umschlingungswinkel festgelegt.
  • In den erläuterten Ausführungsformen drückt das Druckelement 5 jeweils mit direktem Kontakt auf eine der Windungen 1. Alternativ hierzu kann das Druckelement 5 so ausgestaltet sein, dass es auf indirekte Weise bewirkt, dass eine der Windungen 1 gegen die Welle 4 gedrückt wird. Ein Beispiel hierfür ist das Ziehen an einer Seite einer Windung 1 weg von der Welle 4, wodurch die gegenüberliegende Seite der Windung 1 an die Welle 4 gezogen wird.
  • Bisher wurden Lösungen vorgestellt, welche eine kontinuierliche Betätigung der Schlingfeder Windung für Windung bzw. eine kontinuierliche Einstellung des Umschlingungswinkels erlauben. Eine derart feine Regelbarkeit ist jedoch nicht immer unbedingt erforderlich. Daher ist es alternativ möglich, die Schlingfeder segmentweise zu betätigen. In diesem Fall ist eines oder mehrere Druckelemente vorgesehen, welche an diskreten Positionen auf die Schlingfeder drücken. Weist die Schlingfeder z. B. 20 Windungen auf, so kann ein erstes Druckelement ortsfest an der 5. Windung vorgesehen sein, ein zweites Druckelement ortsfest an der 10. Windung, ein drittes Druckelement ortsfest an der 15. Windung, und ein viertes Druckelement ortsfest an der letzten Windung. Bei Betätigung des ersten Druckelementes bremsen die ersten 5 Windungen, bei Betätigung des zweiten Druckelementes bremsen die ersten 10 Windungen, bei Betätigung des dritten Druckelementes bremsen die ersten 15 Windungen, und bei Betätigung des vierten Druckelementes bremsen alle Windungen der Schlingfeder.
  • Die Druckelemente für die segmentweise Aktivierung können z. B. als Elektromagnete ausgebildet sein, welche über Stößel auf die jeweilige Windung der Schlingfeder drücken. Mittels Hubmagneten können einzelne Windungen betätigt werden, indem die jeweilige Windung mit Haken o. ä. versehen sind, die angezogen oder gedrückt werden können, um die Schlingfeder zuzuspannen. Anstelle von Magneten können Piezoaktoren eingesetzt werden, die entweder direkt auf die Schlingfeder wirken, oder über Haken, Hebel o. ä., welche fest mit der jeweiligen Windung der Schlingfeder verbunden sind. Die einzelnen betätigbaren Windungen können über einen gemeinsamen Aktor oder über jeweils einen einzelnen Aktor angesteuert werden.
  • Zu den erläuterten Ausführungsbeispiele können zahlreiche nicht explizit beschriebene Abwandlungen gefunden werden, so dass die vorliegende Erfindung nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen beschränkt ist. Insbesondere ist es möglich, Merkmale der verschiedenen Beispiele miteinander zu kombinieren.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102005016825 A1 [0039]
    • - DE 68902690 T2 [0039]
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - P. Iten, L. Müller: „Schlingfedern: Interessante mechanische Servoelemente", Antriebstechnik 34 (1995), Nr. 11, S. 67 ff [0002]

Claims (22)

  1. Schlingfederbremse, umfassend eine um einen abzubremsenden Körper (4) in einer Mehrzahl von Windungen (1) angeordnete Schlingfeder, eine Aktivierungsvorrichtung (5, 6) zum Aktivieren der Schlingfederbremse derart, dass bei einer Rotation des abzubremsenden Körpers (4) lediglich eine Teilmenge der Windungen (1) der Schlingfeder eine Abbremsung des Körpers (4) bewirkt.
  2. Schlingfederbremse nach Anspruch 1, bei welcher die Aktivierungsvorrichtung (5, 6) den Umschlingungswinkel der Schlingfeder variabel einstellt.
  3. Schlingfederbremse nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher die Teilmenge der Windungen (1) aus den Windungen (1) zwischen einerseits einem festen Ende der Schlingfeder und andererseits einer variablen Position der Aktivierungsvorrichtung (5, 6) besteht.
  4. Schlingfederbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei welcher die Aktivierungsvorrichtung (5, 6) ein Druckelement (5) umfasst, welches zumindest einen Teil der Schlingfeder gegen den abzubremsenden Körper (4) drückt.
  5. Schlingfederbremse nach Anspruch 4, bei welcher das Druckelement (5) genau eine Windung (1) der Schlingfeder gegen den abzubremsenden Körper (4) drückt.
  6. Schlingfederbremse nach Anspruch 4 oder 5, bei welcher es sich bei dem Druckelement (5) um einen Wälzkörper handelt und der äußere, dem abzubremsenden Körper (4) abgewandte Umfang der Schlingfeder eine Laufbahn (7) für das Druckelement (5) aufweist, welche an die Form des Druckelementes (5) angepasst ist.
  7. Schlingfederbremse nach Anspruch 6, bei welcher die Laufbahn (7) gewindeförmig ausgestaltet ist.
  8. Schlingfederbremse nach Anspruch 7, bei welcher die Steigung des Gewindes gleich der Steigung der Windungen (1) der Schlingfeder ist.
  9. Schlingfederbremse nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei welcher die Laufbahn (7) mindestens eine Führung (11) für das Druckelement (5) aufweist.
  10. Schlingfederbremse nach einem der Ansprüche 6 bis 9, bei welcher die Laufbahn (7) so geformt ist, dass von dem Druckelement (5) eine Kraft parallel und eine Kraft senkrecht zu einer Längsachse des abzubremsenden Körpers (4) übertragen wird.
  11. Schlingfederbremse nach einem der Ansprüche 6 bis 10, bei welcher das Druckelement (5) kugelförmig ist.
  12. Schlingfederbremse nach einem der Ansprüche 6 bis 11, bei welcher das Druckelement (5) verzahnt ist.
  13. Schlingfederbremse nach einem der Ansprüche 4 bis 12, bei welcher die Aktivierungsvorrichtung (5, 6) einen außerhalb der Schlingfeder angeordneten Hohlkörper (6) umfasst, dessen innere, der Schlingfeder zugewandter Fläche eine Laufbahn (8) für das Druckelement (5) aufweist, welche an die Form des Druckelementes (5) angepasst ist.
  14. Schlingfederbremse nach Anspruch 13, bei welcher die Aktivierungsvorrichtung (5, 6) derart ausgestaltet ist, dass die Position des Druckelementes (5) in Bezug auf die Schlingfeder durch eine Bewegung des Hohlkörpers veränderbar ist.
  15. Schlingfederbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei welcher es sich bei dem Druckelement (5) um eine Feder handelt.
  16. Schlingfederbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei welcher das Druckelement (5) einen Elektromagneten umfasst.
  17. Schlingfederbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 16, bei welcher die Aktivierungsvorrichtung (5, 6) derart ausgestaltet ist, dass die Teilmenge kontinuierlich veränderbar ist.
  18. Schlingfederbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 16, bei welcher die Aktivierungsvorrichtung (5, 6) derart ausgestaltet ist, dass die Teilmenge in diskreten Schritten veränderbar ist.
  19. Schlingfederbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 18, mit einem Elektromotor (10) zum Antreiben der Aktivierungsvorrichtung.
  20. Schlingfederbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 19, mit einer Steuereinheit zum Steuern der Aktivierungsvorrichtung.
  21. Schlingfederbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 20, bei welcher es sich bei der Schlingfeder um einen Draht handelt, dessen Querschnitt derart ausgestaltet ist, dass die Berührungsfläche benachbarter Windungen (1) gegenüber einem rechteckigen Querschnitt reduziert ist.
  22. Verfahren zum Betreiben einer Schlingfederbremse, wobei die Schlingfederbremse eine um einen abzubremsenden Körper (4) in einer Mehrzahl von Windungen (1) angeordnete Schlingfeder umfasst, wobei die Schlingfederbremse derart aktiviert wird, dass bei einer Rotation des abzubremsenden Körpers (4) lediglich eine Teilmenge der Windungen (1) der Schlingfeder eine Abbremsung des Körpers (4) bewirkt.
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