-
Technisches
Gebiet
-
Die
Erfindung betrifft eine Stützvorrichtung für einen
Wickelkopf eines Stators einer elektrischen Maschine mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren
zum Umrüsten
eines Stators einer elektrischen Maschine mit den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 13. Des weiteren betrifft die Erfindung einen
Stator einer elektrischen Maschine, der mit einer vorgenannten Stützvorrichtung
ausgestattet ist.
-
Stand der
Technik
-
Aus
der
US 5,355,046 und
aus der
US 5,140,740 sind
Stützvorrichtungen
der eingangs genannten Art bekannt. Dabei sind Wicklungsstäbe einer
Statorwicklung im Bereich eines Wickelkopfs so gebogen, dass der
Wickelkopf die Form eines koaxial zu einer Längsmittelachse des Stators
angeordneten und von einem zugeordneten Statorende weg aufweitenden
Hohlkegels aufweist. Die bekannten Stützvorrichtungen besitzen jeweils
einen Außenring, der
sich im Einbauzustand über
mehrere umfangsmäßig verteilt
außen
am Wickelkopf axial festgelegte Stützkörper radial am Wickelkopf abstützt. Bei
der bekannten Stützvorrichtung
sind im Einbauzustand die Stützkörper fest
mit dem zugehörigen
Statorende verschraubt, wodurch sich eine intensive Anbindung der
Stützvorrichtung
am Statorende ergibt. Die Stützvorrichtung
ist somit im eingebauten Zustand drehfest und axialfest mit dem
Statorende verbunden.
-
Im
Betrieb der elektrischen Maschine kann der Wickelkopf durch elektromagnetische
Wechselfelder zu Schwingungen angeregt werden. Durch die steife
oder starre Anbindung zwischen Stützvorrichtung und Statorende
werden diese Schwingungen auf den Stator übertragen, was zu unerwünschten Rückwirkungen
am Stator führen
kann. Des weiteren beeinflusst die Befestigung der Stützvorrichtung
am Statorende das dynamische Verhalten des Wickelkopfs; insbesondere
werden die Eigenfrequenzen in unerwünschte Bereiche verschoben.
-
Durch
das ungünstige
Schwingungsverhalten kann sich im Bereich des Wickelkopfs ein Verschleiß einstellen,
der die Lebenszeit des Wickelkopfs bzw. der Statorwicklung und somit
des Stators verkürzt.
-
Darstellung
der Erfindung
-
Hier
will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in den
Ansprüchen
gekennzeichnet ist, beschäftigt
sich mit dem Problem, für
eine Stützvorrichtung
der eingangs genannten Art eine verbesserte oder zumindest eine
andere Ausführungsform
anzugeben, die insbesondere einen reduzierten Einfluss auf das dynamische
Verhalten des Wickelkopfs aufweist.
-
Erfindungsgemäß wird dieses
Problem durch die Gegenstände
der unabhängigen
Ansprüche
gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen
sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
-
Die
Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die Stützvorrichtung
am Wickelkopf so anzubauen, dass diese bezüglich des zugeordneten Statorendes
hinsichtlich der Übertragung
von Schwingungen entkoppelt ist. Mit anderen Worten, die Stützvorrichtung
wird im Einbauzustand relativ zum zugeordneten Statorende so angeordnet,
dass die Stützvorrichtung
radiale und/oder axiale und/oder drehende, also in Umfangsrichtung
verlaufende Relativbewegungen bzw. Schwingungen des Wickelkopfs
gegenüber
dem Statorende zulässt
und folgen kann. Eine direkte Rückwirkung
von Vibrationen oder Schwingungen des Wickelkopfs über die
Stützvorrichtung
an den Stator werden dadurch vermieden. Durch das Fehlen einer steifen
oder festen Verbindung zwischen Stützvorrichtung und Sta torende kann
die bei den bekannten Stützvorrichtungen
zu beobachtende, unerwünschte
Beeinflussung des dynamischen Verhaltens des Wickelkopfs bei der
Erfindung nicht auftreten. Dementsprechend reduziert sich mit Hilfe
der vorliegenden Erfindung der Verschleiß im Bereich des Wickelkopfs.
-
Sofern
der Stator im Bereich des Wickelkopfs ein Gehäuse aufweist, ist die erfindungsgemäße Stützvorrichtung
im Einbauzustand zusätzlich auch
von diesem Gehäuse
schwingungsmäßig entkoppelt.
Denn auch eine starre oder steife Anbindung an dieses Gehäuse würde das
dynamische Verhalten des Wickelkopfs in unerwünschter Weise beeinträchtigen.
-
Herkömmliche
Stützvorrichtungen
sind am zugeordneten Statorende und/oder am Gehäuse des Stators stets zumindest
drehfest befestigt, um auf diese Weise Drehmomente, die zwischen
dem Wickelkopf und dem Stator bei einem Störfall oder bei einem plötzlichen
starken Lastwechsel in der elektrischen Maschine auftreten können, ohne
Beschädigung
der Statorwicklung auffangen zu können. Überraschenderweise hat sich
jedoch gezeigt, dass diese Drehmomente deutlich geringer ausfallen
als erwartet und insbesondere von der Statorwicklung ohne weiteres
elastisch aufgenommen werden können. Die
Erfindung nutzt somit die überraschende
Erkenntnis, dass eine drehfeste Kopplung zwischen Stützvorrichtung
und Statorende gar nicht erforderlich ist und kann infolge dessen
auf eine derartige drehfeste Kopplung verzichten. Gleichzeitig wird
dadurch die gewünschte
schwingungsmäßige Entkopplung
zwischen Stützvorrichtung
und Statorende zumindest für
Drehschwingungen, vorzugsweise jedoch auch für Axialschwingungen und/oder
Radialschwingungen, erreicht.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform kann
die gewünschte
schwingungsmäßige Entkopplung
der Stützvorrichtung
dadurch erreicht werden, dass zwischen der Stützvorrichtung und dem zugeordneten
Statorende bzw. dem Gehäuse
keine starre oder steife Verbindung vorgesehen ist. Auf diese Weise
wird sichergestellt, dass keine wesentlichen Drehmomente und/oder
Kräfte
von der Stützvorrichtung
auf den Stator bzw. dessen Gehäuse übertragen werden.
Es ist klar, dass grund sätzlich
eine weiche oder leicht nachgiebige Verbindung zwischen Stützvorrichtung
und Statorende vorhanden sein kann, beispielsweise um die Stützvorrichtung
oder Bestandteile davon verliersicher mit dem Statorende zu verbinden
oder aber um eine Dämpfung
der Schwingungen zu bewirken. Beispielsweise könnte hierzu die Stützvorrichtung über zumindest
einen elastischen, insbesondere federelastischen, Feder- und/oder
Dämpferkörper am
Statorende bzw. am Gehäuse
abgestützt
sein.
-
Besonders
einfach kann die gewünschte schwingungsmäßige Entkopplung
der Stützvorrichtung
vom Statorende bzw. vom Gehäuse
dadurch erreicht werden, dass die Stützvorrichtung im Einbauzustand
vom zugehörigen
Statorende und/oder vom Gehäuse
beabstandet positioniert ist. Weitere aufwendige Entkopplungsmaßnahmen
sind grundsätzlich
nicht erforderlich, so dass sich die erfindungsgemäße Stützvorrichtung
besonders einfach und preiswert realisieren lässt.
-
Zweckmäßig ist
die Stützvorrichtung
ausschließlich über den
Wickelkopf am Stator gehaltert. Auch diese Bauweise gewährleistet
das Ausbleiben von direkten Wechselwirkungen zwischen Stützvorrichtung
und Statorende.
-
Weitere
wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen, aus
der Zeichnung und aus der zugehörigen
Figurenbeschreibung anhand der Zeichnung.
-
Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
-
Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in
der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert,
wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche
oder funktional gleiche Komponenten beziehen. Es zeigen, jeweils
schematisch,
-
1 und 2 jeweils
einen vereinfachten halben Axialschnitt durch einen Stator im Bereich
eines Wickelkopfs bei verschiedenen Ausführungsformen.
-
Wege zur Ausführung der
Erfindung
-
Entsprechend
den 1 und 2 besitzt ein Stator 1 einer
elektrischen Maschine, insbesondere eines Elektromotors oder eines
Generators, eine Statorwicklung 2, die an einem axialen
Statorende 3 einen Wickelkopf 4 ausbildet. Zur
besseren Orientierung ist in den 1 und 2 eine
mit 5 bezeichnete Längsachse
des Stators 1 eingetragen, welche parallel zu einer Längsmittelachse
des Stators 1 verläuft
oder die Längsmittelachse
des Stators 1 sein kann und somit mit einer Rotorachse
zusammenfällt,
um die ein nicht gezeigter Rotor der Maschine relativ zum Stator 1 dreht.
-
Die
Statorwicklung 2 ist durch mehrere Wicklungsstäbe 6 gebildet,
die am Statorende 3 aus dem Stator 1 herausgeführt und
im Bereich des Wickelkopfs 4 so gebogen sind, dass der
Wickelkopf 4 die Form eines Hohlkegels aufweist, der koaxial
zur Längsmittelachse
des Stators 1 angeordnet ist und der sich vom Statorende 3 weg
aufweitet. Der Stator 1 kann – wie hier – im Bereich des Wickelkopfs 4 mit einem
Gehäuse 7 ausgestattet
sein, das den Wickelkopf 4 zumindest bereichsweise umhüllt.
-
Um
die Hohlkegelform des Wickelkopfs 4 in sich verspannen
und dadurch extrem versteifen zu können, ist eine Stützvorrichtung 8 vorgesehen,
die am Wickelkopf 4 angebracht ist. Die Stützvorrichtung 8 umfasst
zumindest einen Außenring 9.
In der gezeigten Ausführungsform
sind zwei Außenringe 9 vorgesehen,
von denen der eine axial näher
am Statorende 3 angeordnet ist als der andere. In der hier gezeigten
Ausführungsform
besitzen die beiden Außenringe 9 außerdem denselben
Querschnitt und können
insbesondere baugleich ausgestaltet sein.
-
Die
Außenringe 9 stützen sich über mehrere Stützkörper 10 radial
am Wickelkopf 4 ab. Die Stützkörper 10 sind dabei
umfangsmäßig verteilt
radial außen
am Wickelkopf 4 positioniert und dabei am Wickelkopf 4 axial
festgelegt. Die Stützkörper 10 besitzen
im gezeigten Längsschnitt
ein keilförmiges
Profil.
-
Erfindungsgemäß ist nun
die Stützvorrichtung 8 im
gezeigten Einbauzustand vom zugeordneten Statorende 3 schwingungsmäßig entkoppelt.
Diese schwingungsmäßige Entkoppelung
erfolgt zumindest gegenüber
Drehschwingungen, also gegenüber Schwingungen,
bei denen die Stützvorrichtung 8 relativ
zum Stator 1 eine oszillierende Drehbewegung um die Längsmittelachse
des Stators 1, also in Umfangsrichtung, durchführt. Außerdem ist
die Stützvorrichtung 8 auch
vom Gehäuse 7 schwingungsmäßig entkoppelt,
und zwar auch hier zumindest gegenüber Drehschwingungen. Vorzugsweise
erfolgt die schwingungsmäßige Entkopplung
der Stützvorrichtung 8 vom
Statorende 3 und/oder vom Gehäuse 7 zusätzlich auch
gegenüber
Axialschwingungen, bei denen sich die Stützvorrichtung 8 relativ
zum Stator 1 in Axialrichtung oszillierend bewegt und/oder
gegenüber
Radialschwingungen, bei denen sich die Stützvorrichtung 8 gegenüber dem
Stator 1 in radialer Richtung oszillierend bewegt. Bevorzugt
ist somit die Stützvorrichtung 8 vom
Statorende 3 und/oder vom Gehäuse 7 dreidimensional
schwingungsmäßig bzw.
bewegungsmäßig entkoppelt.
-
Durch
die erfindungsgemäße Bauweise
bzw. Anordnung der Stützvorrichtung 8 ergibt
sich ein für den
Betrieb der Maschine vorteilhaftes Schwingungsverhalten an oder
im Wickelkopf 4, das insbesondere mit einem reduzierten
Verschleiß der
Statorwicklung 2 im Bereich des Wickelkopfs 4 einhergeht.
-
Entsprechend
den 1 und 2 ist die Stützvorrichtung 8 zur
Realisierung der gewünschten schwingungsmäßigen Entkopplung
im eingebauten Zustand relativ zum zugehörigen Statorende 3 so
am Wickelkopf 4 angeordnet bzw. positioniert, dass die Stützvorrichtung 8 drehende
und insbesondere auch radiale und/oder axiale Relativbewegungen
bzw. Schwingungen des Wickelkopfs 4 relativ zum Statorende 3 zum
einen zulässt
und zum andern diesen Relativbewegungen bzw.
-
Schwingungen
folgen kann. Eine Behinderung dieser Relativbewegungen bzw. Schwingungen des
Wickelkopfs 4 durch Wechselwirkungen zwischen der Stützvorrichtung 8 und
dem Statorende 3 und/oder dem Gehäuse 7 werden dadurch
ausgeschlossen.
-
Zur
Realisierung der gewünschten
schwingungsmäßigen Entkopplung
kann bei der erfindungsgemäßen Stützvorrichtung 8 beispielsweise
auf jegliche starre oder steife Verbindung zwischen Stützvorrichtung 8 und
Statorende 3 und/oder zwischen Stützvorrichtung 8 und
Gehäuse 7 verzichtet
werden. Grundsätzlich
können
hier nicht gezeigte weiche und nachgiebige und elastische Verbindungen
vorgesehen werden, um damit beispielsweise eine Montage- oder Demontageerleichterung
für die
Stützvorrichtung 8 zu
erreichen. Ebenso ist es grundsätzlich möglich, zwischen
der Stützvorrichtung 8 und
dem Stator 3 bzw. dem Gehäuse 7 eine schwingungsfähige Lagerung
anzubringen, die insbesondere schwingungsdämpfende Eigenschaften aufweisen
kann. Auf diese Weise kann das Schwingungsverhalten des Wickelkopfs 4 gezielt
modifiziert werden.
-
In
dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Stützvorrichtung 8 am
Wickelkopf 8 so angebracht, dass sie vom zugeordneten Statorende 3 einen
Abstand 11 aufweist. Des weiteren ist auch ein Abstand 12 zwischen
der Stützvorrichtung 8 und dem
Gehäuse 7 vorgesehen.
Durch diese Beabstandung können
Wechselwirkungen zwischen der Stützvorrichtung 8 und
dem Statorende 3 sowie dem Gehäuse 7 vermieden werden,
was zur gewünschten schwingungsmäßigen Entkopplung
führt.
-
Des
weiteren zeichnet sich die Ausführungsform
gemäß 1 dadurch
aus, dass die Stützvorrichtung 8 ausschließlich über den
Wickelkopf 4 am Stator 1 gehaltert ist. Andere
Anbindungen der Stützvorrichtung 8,
zum Beispiel am Gehäuse 7 und/oder am
Statorende 3, sind nicht vorhanden. In der Folge ist die
Stützvorrichtung 8 ausschließlich vom
Wickelkopf 4 getragen. Das hierbei vom Wickelkopf 4 bzw. von
den Wicklungsstäben 6 aufzunehmende
Gewicht ist vergleichsweise gering, so dass die Statorwicklung 2 hierzu
nicht modifiziert werden muss.
-
Bei
den Ausführungen
der 1 und 2 sind alle Stützkörper 10 oder
mehrere Stützkörper 10 oder
zumindest ist der hier gezeigte Stützkörper 10 über ein
Auflageelement 13 außen
am Wickelkopf 4 abgestützt.
Dieses Auflageelement 13 ist am Wickelkopf 4 befestigt
und beispielsweise plattenförmig ausgestaltet.
Dabei kann das Auflageelement 13 mittels einer Klebverbindung 14 am
Wickelkopf 4 befestigt sein. Diese Klebverbindung 14 ist
im Betrieb nahezu ausschließlich
auf Schub bzw. Scherung beansprucht und ist daher für die auftretenden
Belastungen ausreichend. Hier zeigt sich ein besonderer Vorteil
der erfindungsgemäßen Stützvorrichtung 8,
da diese ohne weiteres am Wickelkopf 4 nachträglich angebaut
werden kann, selbst wenn der Wickelkopf 4 ursprünglich gar
nicht für
die Anbringung einer derartigen Stützvorrichtung 8 vorgesehen
war. Selbstverständlich
kann das Auflageelement 13 zusätzlich oder alternativ über Formschluss
und/oder Kraftschluss am Wickelkopf 4 befestigt werden,
beispielsweise mittels entsprechender Zapfen und/oder Schrauben,
jeweils nicht gezeigt.
-
Des
weiteren ist der Stützkörper 10 am
Auflageelement 13 axial festgelegt, und zwar über eine Spannvorrichtung 15.
Gleichzeitig stützt
sich der Stützkörper 10 über diese
Spannvorrichtung 15 radial am Auflageelement 13 ab.
Die Spannvorrichtung 15 wirkt radial, das heißt sie ermöglicht eine
radiale Verspannung zwischen der Stützvorrichtung 8 und dem
Wickelkopf 4. Zu diesem Zweck besitzt die Spannvorrichtung 15 zwei
Keile 16, die über
eine Spannschraube 17 miteinander verbunden sind. Des weiteren
sind die Keile 16 an zueinander gegensinnig geneigten Rampen 18 des
Stützkörpers 10 sowie
am Auflageelement 13 gleitend verstellbar gelagert. Um die
radiale Verspannung zwischen Stützvorrichtung 8 und
Wickelkopf 4 zu vergrößern, wird
die Spannschraube 17 so gedreht, dass sich die beiden Keile 16 aufeinander
zu bewegen. Hierdurch wird der jeweilige Stützkörper 10 vom Wickelkopf 4 weggedrängt. Dies
führt dazu,
dass die Außenringe 9 radial nach
außen
und der Wickelkopf 4 radial nach innen druckbelastet, also
radial verspannt werden.
-
Die
Stützvorrichtung 8 weist
außerdem
zumindest einen Innenring 19 auf, der sich über wenigstens
ein Einlageelement 20 radial am Wickelkopf 4 abstützt. Das
we nigstens eine Einlageelement 20 ist dabei radial innen
am Wickelkopf 4 angeordnet. Das Einlageelement 20 ist
zweckmäßig ebenfalls
am Wickelkopf 4 axial fixiert. Hierzu kann wieder eine
Klebeverbindung 21 dienen. Des weiteren ist auch der Innenring 19 axial
am Einlageelement 20 festgelegt, was zweckmäßig ebenfalls
durch eine Klebverbindung 22 realisierbar ist. Durch Verwendung
von Klebverbindungen 21, 22 kann auch der Innenring 19 nachträglich am
Wickelkopf 4 montiert werden, ohne dass hierzu aufwendige
Umbaumaßnahmen
erforderlich sind. Es ist klar, dass auch der Innenring 19 über Formschluss
und/oder Kraftschluss am Wickelkopf 4 festgelegt sein kann,
beispielsweise mittels entsprechender Zapfen, Bolzen oder Schrauben.
Insbesondere ist es möglich,
Spannschrauben zu verwenden, welche den Innenring 19 mit
dem Auflageelement 13 radial verspannen. Auf diese Weise
können
gleichzeitig das Auflageelement 13 und der Innenring 19 sowie
das Einlageelement 20 am Wickelkopf 4 festgelegt
werden.
-
Darüber hinaus
kann wie bei der hier gezeigten Ausführungsform zwischen einer radial
innen liegenden Reihe 23 von Wicklungsstäben 6 und
einer radial außen
liegenden Reihe 24 von Wicklungsstäben 6 ein keilförmiges Einschubelement 25 angeordnet
sein. Das Einschubelement 25 kann ebenfalls durch Klebverbindungen
und/oder durch Formschluss bzw. Kraftschluss an den Wicklungsstäben 6 festgelegt
sein.
-
Durch
die Erkenntnis, dass grundsätzlich Klebverbindungen 14, 21, 22 ausreichen,
die Auflageelemente 13 und den Innenring 19 und
gegebenenfalls die Einlageelemente 20 hinreichend fest
am Wickelkopf 4 zu fixieren, kann die erfindungsgemäße Stützvorrichtung 8 – wie bereits
erläutert – ohne weiteres
an einem Wickelkopf 4 nachträglich montiert werden, der
für die
Montage einer solchen Stützvorrichtung 8 an
sich nicht vorgesehen ist. Darüber
hinaus kann auch ein Stator 1, bei dem zumindest ein Wickelkopf 4 bereits
mit einer herkömmlichen
Stützvorrichtung
ausgestattet ist, die zumindest eine drehfeste Verbindung zum zugehörigen Statorende 3 und/oder
zum Gehäuse 7 aufweist,
ohne weiteres mit der erfindungsgemäßen Stützvorrichtung 8 umgerüstet werden.
Beispielsweise kann hierzu die vorhandene, herkömmliche Stützvorrichtung demontiert und durch die
erfindungsgemäße Stützvorrichtung 8 ersetzt
werden. Durch die Verwendung der vorstehend genannten Klebverbindungen
ist dabei eine spezielle Adaption des Wickelkopfs 4 nicht
erforderlich. Dementsprechend sind auch hier die Umbaukosten vergleichsweise
gering. Besonders einfach kann die Umrüstung jedoch dadurch realisiert
werden, dass bei der herkömmlichen
Stützvorrichtung
die Befestigungen bzw. Verbindungen, welche die herkömmliche
Stützvorrichtung
zumindest drehfest mit dem Statorende 3 bzw. mit dem Gehäuse 7 verbinden,
gelöst
oder aufgehoben oder entfernt werden. Im einfachsten Fall ist eine
Nachbearbeitung des Statorendes 3, des Gehäuses 7 und/oder
der Stützvorrichtung 8 nicht
erforderlich, um die erfindungsgemäße schwingungsmäßige Entkopplung
zu realisieren.
-
Die
Ausführungsformen
der 1 und 2 zeichnen sich außerdem dadurch
aus, dass die Stützvorrichtung 8 beispielsweise
für wenigstens
einen der Stützkörper 10 mit
einer axial wirkenden Abstützeinrichtung 26 ausgestattet
sind. Mit Hilfe dieser Abstützeinrichtung 26 wird
eine kraftübertragende axiale
Abstützung
der Stützvorrichtung 8 bzw.
des jeweiligen Stützkörpers 10 gemäß 1 am
Wickelkopf 4 oder gemäß 2 am
Statorende 3 erreicht. Ebenso ist eine Ausführungsform
möglich,
bei der die Abstützeinrichtung 26 die
Stützvorrichtung 8 bzw. den
Stützkörper 10 sowohl
am Wickelkopf 4 als auch am Statorende 3 in axialer
Richtung kraftübertragend abstützt. Auch
bei vorhandener Abstützeinrichtung 26 bleibt
die schwingungsmäßige Entkopplung,
zumindest im Hinblick auf Drehschwingungen, zwischen Stützvorrichtung 8 und
Statorende 3 erhalten.
-
Bei
der in 1 gezeigten Ausführungsform umfasst die Abstützeinrichtung 26 zumindest
eine Verhängung 27,
die so ausgestaltet ist, dass sie eine axial feste und radial bewegliche
Kopplung zwischen dem jeweiligen Stützkörper 10 und dem Wickelkopf 4 erzeugt.
Im vorliegenden Fall wirkt die Verhängung 27 mit dem Auflageelement 13 zusammen,
so dass besagte Kopplung zwischen dem Stützkörper 10 und dem Auflageelement 13 vorliegt.
Die axial feste und radial bewegliche Kopplung der Verhängung 27 kann beispielsweise
durch eine Art Verzahnung realisiert werden.
-
Bei
der in 2 gezeigten Ausführungsform umfasst die Abstützeinrichtung 26 zumindest
ein Federpaket 28, das im Bereich des Abstands 11 zwischen
Statorende 3 und Stützvorrichtung 8 angeordnet
ist. Bei dieser Ausführungsform überbrückt somit das
Federpaket 28 den axialen Abstand 11 im Bereich
des jeweiligen Stützkörpers 10.
Im vorliegenden Beispiel ist das Federpaket 28 am Stützkörper 10 nicht
direkt, sondern indirekt über
den axial innen liegend angeordneten Außenring 9 abgestützt. Grundsätzlich ist
es ebenso möglich,
das Federpaket 28 gegenüber
dem Stützkörper 10 in
Umfangsrichtung versetzt anzuordnen, um so über den axial innen liegenden
Außenring 9 die
gewünschte
axiale Abstützung
der gesamten Stützvorrichtung 8 am
Statorende 3 zu erzielen.
-
Das
Federpaket 28 ermöglicht
eine federelastische und insbesondere axial vorgespannte Abstützung des
jeweiligen Stützkörpers 10 bzw.
der gesamten Stützvorrichtung 8 am
Statorende. Ist das Federpaket 28 im montierten Zustand
auf Block zusammengedrückt,
ist nach wie vor eine axiale Vorspannung gegeben, jedoch ist die
Federelastizität
dann nur in einer Richtung vorhanden.
-
Durch
das Federpaket 28 wird zwar eine axiale Kraftübertragung
zwischen der Stützvorrichtung 8 und
dem Statorende 3 erreicht, die Stützvorrichtung 8 wird
dadurch jedoch nicht am Statorende 3 fixiert oder arretiert.
Insbesondere ermöglicht
das Federpaket 28 Axialverstellungen. Des Weiteren kann
es ohne weiteres auch so ausgestaltet werden, dass es Drehverstellungen
zwischen der Stützvorrichtung 8 und
dem Statorende 3 zulässt.
Ebenso kann das Federpaket 28 so ausgestaltet werden, dass
es auch Radialverstellungen zulässt.
Auch bei der in 2 gezeigten Ausführungsform
ist zweckmäßig der
radiale Abstand 12 zwischen der Stützvorrichtung 8 und dem
Gehäuse 7 eingehalten,
um Wechselwirkungen zwischen der Stützvorrichtung 8 und
dem Gehäuse 7 zu
vermeiden.
-
- 1
- Stator
- 2
- Statorwicklung
- 3
- Statorende
- 4
- Wickelkopf
- 5
- Längsachse
- 6
- Wicklungsstab
- 7
- Gehäuse
- 8
- Stützvorrichtung
- 9
- Außenring
- 10
- Stützkörper
- 11
- Abstand
- 12
- Abstand
- 13
- Auflageelement
- 14
- Klebverbindung
- 15
- Spannvorrichtung
- 16
- Keil
- 17
- Spannschraube
- 18
- Rampe
- 19
- Innenring
- 20
- Einlegeelement
- 21
- Klebverbindung
- 22
- Klebverbindung
- 23
- innere
Reihe
- 24
- äußere Reihe
- 25
- Einschubelement
- 26
- Abstützeinrichtung
- 27
- Verhängung
- 28
- Federpaket