DE10200638C2 - Anordnung zur Führung von Abgas aus einem Verbrennungsmotor - Google Patents
Anordnung zur Führung von Abgas aus einem VerbrennungsmotorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Führung von Abgas aus einem
Verbrennungsmotor gemäß den Merkmalen im Oberbegriff des Patentan
spruchs 1.
Eine solche Anordnung zählt durch die DE 198 03 275 A1 zum Stand der
Technik. Sie hat sich in der Praxis bewährt. Dennoch weist sie insofern
Mängel auf, als dass die Anschlussstutzen der Leitungsstränge in den Berei
chen mit einem Kopfflansch verschweißt werden, in welchen das Abgas die
Innenwandungen berührt. Beim Schweißen auf den Innenwänden verblie
bene Schweißspritzer könnten nämlich vom Abgas mitgerissen werden und
in einen Turbolader oder Katalysator gelangen. Auch ist es denkbar, dass
solche Schweißspritzer über eine Abgasrückführung in den Verbrennungs
motor gelangen können. Es ist dann nicht auszuschließen, dass Turbolader,
Katalysator oder Verbrennungsmotor in einem erheblichen Umfang beschä
digt werden können. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass beim An
schweißen der Anschlussstutzen der Leitungsstränge an den Kopfflansch
dieser sich verziehen kann. Folglich kann während des Betriebs des
Verbrennungsmotors Abgas unerwünscht austreten.
Die DE 197 43 399 A1 offenbart einen Flansch für eine mehrflutige Abgas
anlage von Kraftfahrzeugen. Um einen Flansch für eine mehrflutige Abgas
anlage von Kraftfahrzeugen, der am Motorkopf die Abgasauslässe über
deckend befestigt ist und für jeden Abgasauslass eine Abgasdurchlassöffnung
aufweist, an die jeweils ein Abgasrohr anschließt, welches mit dem Flansch
gasdicht verbunden ist, wobei der Flansch mehrschichtig aus mehreren
aufeinander gelegten und dicht miteinander verbundenen Stanz- oder
Formteilen besteht, zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass mit dem Flansch ein
gegenüber den Stanz- oder Formteilen dünnwandigeres Blechteil verbunden
ist, von dem koaxial zu den Abgasdurchlassöffnungen jeweils ein angeformter
Rohrstutzen abgeht, und dass die Abgasrohre in die Rohrstutzen eingesteckt
und mit dem Rohrstutzen gasdicht verbunden sind.
Der Erfindung liegt - ausgehend vom Stand der Technik - die Aufgabe
zugrunde, eine Anordnung zur Führung von Abgas aus einem Verbren
nungsmotor zu schaffen, welche hinsichtlich der Funktionen "Abgas leiten",
"Dichten" und "Aufnahme von thermischen Belastungen" aufgegliedert ist.
Diese Aufgabe wird mit den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1
angegebenen Merkmalen gelöst.
Die Integration der Leitungsstränge in eine Haube führt zu einem luftspalt
isolierten Gehäuse. Dadurch kann weniger Wärme in den Motorraum des
Kraftfahrzeugs eindringen, so dass ein schnelles Ansprechen des Katalysa
tors gewährleistet ist.
Ferner ist es von Bedeutung, dass die Anschlussstutzen der Leitungsstränge
derart klemmend mit einem Grundblech des Gehäuses verspannt sind, dass
thermisch bedingte Dehnungen einerseits über die Kupplungsstutzen sowie
die die Kupplungsstutzen umfassenden Aufnahmen und andererseits über
die Klemmverbindungen aufgenommen werden. Da die Klemmverbindungen
als Schiebesitzbereiche gestaltet sind, können thermische Ausdehnungen
problemlos ausgeglichen werden, so dass die Berücksichtigung wesentlich
höherer Temperaturen möglich ist und eine deutlich längere Lebensdauer
erreicht wird.
Von ganz besonderem Vorteil ist, dass die Anschlussstutzen nicht mehr ver
schweißt werden, so dass auch die durch Schweißspritzer bekannten
Nachteile komplett in Fortfall gelangen. Die Betriebssicherheit wird merklich
verbessert.
Gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 2 sind die Anschlussstutzen
mit Radialkragen versehen. Diese Radialkragen werden von mindestens
einem Klemmblech übergriffen und mittels dieses Klemmblechs auf der Innenseite
des Grundblechs des Gehäuses fixiert. Das Klemmblech ist so ge
formt, dass die Radialkragen zwischen dem Grundblech und dem Klemm
blech Relativbewegungen aufgrund thermischer Belastungen durchführen
können.
Obwohl es denkbar ist, dass mehrere Klemmbleche zur Fixierung der An
schlussstutzen am Grundblech vorgesehen werden, ist es aus Gründen der
Fertigungsvereinfachung vorteilhaft, dass nur ein einziges Klemmblech an
geordnet wird.
Jedes Klemmblech ist nach Patentanspruch 3 durch die Haube am Grund
blech lagefixiert. Dazu besitzt die Haube benachbart dem Grundblech stu
fenartige Ausprägungen, zwischen denen und das Grundblech das Klemm
blech begrenzt relativ verschiebbar eingesetzt ist.
Die klemmende Verspannung der Haube am Grundblech erfolgt unter An
wendung der Merkmale des Patentanspruchs 4. Dazu besitzt die Haube in
dem dem Grundblech benachbarten Randbereich einen umfangsseitigen
Randsteg. Dieser Randsteg kann vertikal zur Erstreckungsebene des
Grundblechs verlaufen. Randseitig des Grundblechs sind Zungen ausgebil
det, welche aus der Ebene des Grundblechs herausgebogen und mit ihren
Endabschnitten um den Randsteg der Haube gebogen werden.
Schließlich besteht noch eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsge
mäßen Grundgedankens in den Merkmalen des Patentanspruchs 5. Danach
umfasst die Haube mit einem stutzenartigen Endabschnitt das Ende eines
Überleitstutzens des dem bogenförmigen Leitungsstutzen abgewandten T-
förmigen Leitungsstrangs mit Abstand und ist hier mit einem Anschluss
flansch versehen. Über diesen Anschlussflansch können dann weitere Bau
teile direkt zugeordnet werden.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen veran
schaulichten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 im Schema in vertikalen Längsschnitt eine Anordnung zur Füh
rung von Abgas aus einem Verbrennungsmotor und
Fig. 2 einen vertikalen Teilquerschnitt durch die Darstellung der Fig.
1 entlang der Linie II-II in Richtung der Pfeile IIa gesehen.
In den Fig. 1 und 2 ist mit 1 eine Anordnung zur Führung von Abgas A
aus einem nicht näher veranschaulichten Verbrennungsmotor V bezeichnet.
Die Anordnung 1 weist ein Gehäuse 2 aus Stahlblech auf, das sich aus
einem Grundblech 3 sowie einer das Grundblech 3 überwölbenden Haube 4
zusammensetzt.
In der Haube 4 erstrecken sich ein bogenförmiger Leitungsstrang 5 und zwei
T-förmige Leitungsstränge 6, 7. Alle Leitungsstränge 5-7 weisen benachbart
zum Grundblech 3 Anschlussstutzen 8, 9, 10 mit Radialkragen 11, 12, 13
auf. Die Anschlussstutzen 8-10 verlaufen koaxial zu Ausnehmungen 22 im
Grundblech 3.
An dem dem Anschlussstutzen 8 des bogenförmigen Leitungsstrangs 5 ab
gewandten Ende ist ein Kupplungsstutzen 14 vorgesehen, der relativ ver
schieblich in eine an diesen Kupplungsstutzen 14 angepasste Aufnahme 15
des dem bogenförmigen Leitungsstrang 5 benachbarten T-förmigen Lei
tungsstrangs 6 fasst. Dieser T-förmige Leitungsstrang 6 weist an dem sei
nem Anschlussstutzen 9 abgewandten Ende ebenfalls einen Kupplungsstut
zen 16 auf, der relativ verschieblich in eine daran angepasste Aufnahme 17
am zweiten T-förmigen Leitungsstrang 7 fasst. Dieser zweite T-förmige Lei
tungsstrang 7 ist an dem seinem Anschlussstutzen 10 abgewandten Ende
mit einem Überleitstutzen 18 versehen. Dieser durchsetzt einen stutzenarti
gen Endabschnitt 19 der Haube 4. Umfangsseitig dieses stutzenartigen
Endabschnitts 19 ist ein in der Dicke deutlich größer als die Blechdicke der
Haube 4 bemessener Anschlussflansch 20 angeschweißt.
Zur schweißlosen Lagefixierung der Anschlussstutzen 8-10 der Leitungs
stränge 5-7 am Grundblech 3 dient ein stählernes Klemmblech 21, das im
Bereich der Anschlussstutzen 8-10 mit daran angepassten Aussparungen 23
versehen ist. Randseitig der Aussparungen 23 ist das Klemmblech 21 derart
S-förmig umgebördelt, dass es mit diesen Bördelungen 24 die Radialkragen
11-13 der Anschlussstutzen 8-10 an den Leitungssträngen 5-7 übergreift und
unter Ausbildung von Schiebesitzen 25 die Radialkragen 11-13 am Grund
blech lageorientiert.
Um das Klemmblech 21 schweißlos am Grundblech 3 festzulegen, ist die
Wand der Haube 4 benachbart zum Grundblech 3 stufenartig verformt. Mit
dieser Stufe 26 übergreift die Haube 4 die am Grundblech 3 anliegenden
Bereiche des Klemmblechs 21 und fixiert diese am Grundblech 3.
Die klemmende Verspannung der Haube 4 mit dem Grundblech 3 und damit
auch die klemmende Verspannung zwischen dem Klemmblech 21 und den
Radialkragen 11-13 wird durch mehrere Zungen 27 bewirkt, die randseitig
des Grundblechs 3 vorgesehen sind (Fig. 2). Diese Zungen 27 umgreifen
einen Randsteg 28 der Haube 4, der um 90° zur Erstreckungsebene des
Grundblechs 3 abgewinkelt ist. Die freien Enden 29 der Zungen 27 werden
gemäß den Pfeilen über die freie Längskante 30 des Randstegs 28 gebogen
und auf diese Weise Haube 4 und Grundblech 3 miteinander klemmend ver
spannt.
1
Anordnung
2
Gehäuse
3
Grundblech v.
2
4
Haube v.
2
5
bogenförmiger Leitungsstrang
6
T-förmiger Leitungsstrang
7
T-förmiger Leitungsstrang
8
Anschlussstutzen v.
5
9
Anschlussstutzen v.
6
10
Anschlussstutzen v.
7
11
Radialkragen v.
8
12
Radialkragen v.
9
13
Radialkragen v.
10
14
Kupplungsstutzen v.
5
15
Aufnahme v.
6
16
Kupplungsstutzen v.
6
17
Aufnahme v.
7
18
Überleitstutzen v.
7
19
Endabschnitt v.
4
20
Anschlussflansch v.
2
21
Klemmblech
22
Ausnehmungen in
3
23
Aussparungen in
21
24
Bördelungen an
21
25
Schiebesitze
26
Stufe an
2
27
Zungen an
3
28
Randsteg v.
4
29
freie Enden v.
27
30
freie Längskante v.
28
A Abgas
V Verbrennungsmotor
V Verbrennungsmotor
Claims (5)
1. Anordnung zur Führung von Abgas (A) aus einem Verbrennungsmotor
(V), welche mindestens einen bogenförmigen Leitungsstrang (5) und T-
förmige Leitungsstränge (6, 7) entsprechend der Zylinderzahl des
Verbrennungsmotors (V) aufweist, die jeweils einen dem Verbrennungs
motor (V) benachbarten Anschlussstutzen (8, 9, 10) besitzen und über
den Anschlussstutzen (8, 9, 10) abgewandte Kupplungsstutzen (14, 16)
sowie die Kupplungsstutzen (14, 16) umfassende Aufnahmen (15, 17)
Abgas (A) leitend relativ beweglich ineinander gefügt sind, dadurch
gekennzeichnet, dass die Leitungsstränge (5, 6, 7) über ihre An
schlussstutzen (8, 9, 10) innerhalb eines aus einer Haube (4) und einem
mit der Haube (4) klemmend gefügten Grundblech (3) bestehenden Ge
häuses (2) klemmend verspannt sind.
2. Anordnung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass die Anschlussstutzen (8, 9, 10) mit Radialkragen (11, 12, 13)
versehen und über wenigstens ein die Radialkragen (11, 12, 13) über
greifendes Klemmblech (21) auf der Innenseite des Grundblechs (3)
fixiert sind.
3. Anordnung nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, dass jedes Klemmblech (21) durch die Haube (4) am
Grundblech (3) lagefixiert ist.
4. Anordnung nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die Haube (4) durch dem Grundblech (3)
am Umfang zugeordnete, einen Randsteg (28) an der Haube (4) über
greifende Zungen (27) mit dem Grundblech (3) verspannt ist.
5. Anordnung nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass die Haube (4) mit einem stutzenartigen
Endabschnitt (19) das Ende eines Überleitstutzens (18) des dem bo
genförmigen Leitungsstrang (5) abgewandten T-förmigen Leitungs
strangs (7) mit Abstand umfasst und hier mit einem Anschlussflansch
(20) versehen ist.
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