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Die
Erfindung betrifft eine Trommel für ein Hausgerät zur Pflege
von Wäschestücken, welche zylinderförmig ausgebildet
ist und eine Rückwand
sowie einen Mantel umfasst.
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Eine
derartige Trommel für
eine Wäschebehandlungsmaschine
ist aus der
DE 101
62 918 A1 bekannt. An der Innenseite des Mantels können Mitnehmer
angeordnet sein, welche sich in das Innere der Trommel erstrecken
und zum Heben der Wäsche während der
Trommeldrehung vorgesehen sind.
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Bei
einer Drehung der Trommel während
eines Pflegeprozesses, insbesondere Wasch- oder Trockenprozesses, kann es vorkommen,
dass sich die darin befindlichen Wäschestücke miteinander verwickeln
und dadurch der Pflegeprozess nur suboptimal erfolgt. Insbesondere
bei einem Wäschetrockner
mit einer derartigen Trommel kann das Trocknen der eingebrachten
Wäschestücke nicht vollständig erfolgen,
wenn sich diese während
der Drehung der Trommel ineinander verwirren.
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Daher
ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Pflegeprozess von
in der Trommel befindlichen Wäschestücken zu
verbessern und insbesondere eine entsprechende Trommel anzugeben.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Trommel, welche die Merkmale nach Patentanspruch
1 aufweist, gelöst.
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Eine
erfindungsgemäße Trommel
für ein Hausgerät zur Pflege
von Wäschestücken, insbesondere
einen Wäschetrockner,
ist zylinderförmig
ausgebildet und umfasst eine Rückwand
sowie einen Mantel. Dazu weist die Trommel eine Verwirrschutzeinrichtung
für in
die Trommel eingebrachte Wäschestücke auf.
Die Verwirrschutzeinrichtung ist an der Rückwand angeordnet und erstreckt
sich in das Innere der Trommel. Durch dieses Element kann ein Verwickeln der
einzelnen Wäschestücke ineinander
bei sich drehender Trommel verhindert oder zumindest reduziert und
dadurch der Pflegeprozess verbessert werden. Insbesondere bei einem
Wäschetrockner
kann dadurch das Trocknen der eingebrachten Wäschestücke verbessert werden.
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Vorzugsweise
ist die Verwirrschutzeinrichtung koaxial zur Drehachse der Trommel
angeordnet. Insbesondere ein Element der Verwirrschutzeinrichtung
ist koaxial zur Drehachse der Trommel angeordnet. Insbesondere erstreckt
sich das Element somit vorzugsweise horizontal in das Innere der
Trommel.
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Besonders
bevorzugt ist es, dass das Element kegelförmig ausgebildet ist und sich
somit verjüngend
in das Innere der Trommel erstreckt.
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Die
Verwirrschutzeinrichtung ist bevorzugt an einer sternförmigen Prägung der
Rückwand
angeordnet, insbesondere mittig in der sternförmigen Prägung positioniert. Die sternförmige Prägung dient vorzugsweise
der Stabilität
der Rückwand,
welche insbesondere außerhalb
der sternförmigen
Prägung gelocht
ausgebildet ist. Durch die Anbringung an einer ungelochten sternförmigen Prägung kann
eine mechanisch stabile Anbringung gewährleistet werden.
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Bevorzugt
ist die Verwirrschutzeinrichtung am Sockel eines Rollenlagerrings
zur Lagerung der Trommel angeordnet.
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Die
Verwirrschutzeinrichtung ist insbesondere als separates Teil zur
Rückwand
ausgebildet und lösbar
an der Rückwand
angeordnet. Eine einfache Montage sowie ein schneller und aufwandsarmer Austausch
können
dadurch gewährleistet
werden.
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Es
kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Verwirrschutzeinrichtung
in die Rückwand
integriert ist und beispielsweise einstückig mit der Rückwand ausgebildet
ist.
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Bevorzugt
umfasst die Verwirrschutzeinrichtung zumindest einen Positionierstift,
welcher in einen komplementären
Positionierbereich in der Rückwand
einsetzbar ist. Dadurch kann in einfacher Weise die genaue Positionierung
insbesondere des Elements der Verwirrschutzeinrichtung ermöglicht werden.
Bevorzugt ist die Verwirrschutzeinrichtung an der Rückwand angeschraubt.
Die Schrauben werden dabei bevorzugt von der dem Inneren der Trommel abgewandten
Seite der Rückwand
eingeschraubt.
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Die
Verwirrschutzeinrichtung kann zumindest bereichsweise aus Holz,
insbesondere Hartholz, ausgebildet sein. Bevorzugt ist eine Holzsorte
vorgesehen, welche relativ formstabil bezüglich eines Feuchtigkeits-
und Temperatureinflusses ist.
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Es
kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Verwirrschutzeinrichtung,
insbesondere das Element, zumindest bereichsweise aus Kunststoff,
insbesondere Plastik, ausgebildet ist.
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Bevorzugt
weist die Verwirrschutzeinrichtung von der Größe der Trommel, insbesondere
vom Volumen des Innenraums der Trommel, abhängige Ausmaße auf. Insbesondere ist vorgesehen,
dass die Verwirrschutzeinrichtung eine axiale Länge zwischen 5 cm und 20 cm,
insbesondere 9 cm, aufweist.
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Bevorzugt
weist der Boden der Verwirrschutzeinrichtung einen Durchmesser zwischen
4,5 cm und 7 cm, insbesondere 5,8 cm, auf.
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Bevorzugt
ist vorgesehen, dass die Verwirrschutzeinrichtung hohl ausgebildet
ist. Dadurch kann ein relativ leichtes Element geschaffen werden,
welches die Drehbewegung der Trommel mit durchführen kann. Es müssen somit
keine großen
Massen der Verwirrschutzeinrichtung bewegt werden. Dadurch kann
das Problem einer möglichen
Unwucht verhindert werden.
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Bevorzugt
ist die Verwirrschutzeinrichtung an seiner dem Inneren der Trommel
zugewandten Ende abgerundet ausgebildet. Die runde Formgebung dieses
Endes kann beispielsweise eines Radius zwischen 1,3 cm und 1,5 cm,
insbesondere 1,42 cm, aufweisen.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigen:
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1 eine
perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Trommel;
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2 eine
perspektivische Darstellung einer Rückwand der Trommel gemäß 1;
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3 eine
vergrößerte Darstellung
eines Teilausschnitts gemäß 2;
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4 eine
perspektivische Darstellung eines Elements zum Entwirren der Wäschestücke, welches
an der Rückwand
gemäß 2 angeordnet
ist; und
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5 ein
weiteres Ausführungsbeispiel
eines Elements zum Entwirren der Wäschestücke in teilweiser Schnitt-
und teilweiser Seitenansicht.
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In
den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den
gleichen Bezugszeichen versehen.
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1 zeigt
eine Trommel 1 für
einen Wäschetrockner,
welche zylinderförmig
ausgebildet ist und einen Mantel 2 sowie eine Rückwand 3 umfasst. An
der Vorderseite ist die Trommel 1 offen, um zu trocknende
Wäschestücke in das
Innere 1a der Trommel 1 einführen zu können. Die Trommel 1 ist um
eine Drehachse A drehbar gelagert.
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An
der Innenseite des Mantels 2 ist zumindest ein Mitnehmer 21 angeordnet,
welcher sich in das Innere 1a der Trommel 1 erstreckt.
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Die
Rückwand 2 ist
zumindest bereichsweise gelocht ausgebildet und umfasst eine sternförmige Prägung 31,
welche ungelocht ausgebildet ist. Diese sternförmige Prägung 31 stabilisiert
die Rückwand 3.
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Darüber hinaus
umfasst die Trommel 1 eine Verwirrschutzeinrichtung 32 zum
Verhindern oder zumindest Reduzieren eines Verwirrens der Wäschestücke ineinander
bei sich drehender Trommel 1. Diese Verwirrschutzeinrichtung 32 umfasst
im Ausführungsbeispiel
lediglich ein kegelförmiges
Element, welches koaxial zur Drehachse A angeordnet und an der sternförmigen Prägung 31 positioniert
ist. Im Ausführungsbeispiel
ist diese Verwirrschutzeinrichtung 32 als separates Element
zur Rückwand 3 ausgebildet
und reversibel lösbar
und somit zerstörungsfrei lösbar daran
angeordnet.
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Insbesondere
ist diese Verwirrschutzeinrichtung 32 an einem nicht dargestellten
Sockel eines Rollenlagerrings zur Lagerung der Trommel 1 befestigt.
Die Verwirrschutzeinrichtung 32 erstreckt sich geradlinig
in das Innere 1a.
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Durch
diese Verwirrschutzeinrichtung 32 kann beim Trocknungsprozess
und sich drehender Trommel 1 verhindert werden, dass im
Inneren 1a befindliche Wäschestücke ineinander verwirrt werden und
somit nur unzureichend getrocknet werden. Darüber hinaus kann auch gewährleistet
werden, dass am Ende des Trocknungsprozesses die Wäschestücke entwirrt
vorliegen und somit separat entnommen werden können und nicht erst voneinander
getrennt werden müssen.
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In 2 ist
in perspektivischer Darstellung die Rückwand 3 gezeigt.
Die zentrierte Anordnung der Verwirrschutzeinrichtung 32 ist
gezeigt.
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Eine
vergrößerte Darstellung
eines Teilbereichs der Rückwand 3 gemäß 2 ist
in der 3 gezeigt. Die zentrierte Positionierung der Verwirrschutzeinrichtung 32 auf
der sich nach innen (in Richtung des Inneren 1a der Trommel 1)
erhaben ausgebildeten sternförmigen
Prägung 31 zu
erkennen.
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In 4 ist
in perspektivischer Darstellung die Verwirrschutzeinrichtung 32 gezeigt.
Wie zu erkennen ist, ist diese kegelförmig ausgebildet und an seinem
vorderen verjüngten
Ende 32a, weiches sich in das Innere 1a der Trommel 1 erstreckt,
abgerundet ausgebildet. Darüber
hinaus ist die Verwirrschutzeinrichtung 32 hohl ausgebildet.
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An
seiner der sternförmigen
Prägung 31 zugewandten
Ende ist die Verwirrschutzeinrichtung 32 mit einem umlaufenden
Flansch 32b versehen, welcher bevorzugt vollflächig am
Sockel des Rollenlagerrings anliegt. An der Rückseite des Flansches 32b sind
Positionierstifte 32c angeordnet, welche sich von dem Flansch 32b rückwärts erstrecken
und in nicht dargestellte Positionierbereiche des Sockels in der
sternförmigen
Prägung 31 einsetzbar
sind.
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Darüber hinaus
sind an dem Flansch 32b Schraubsockel 32d angeordnet,
durch welche von der dem Inneren 1a Trommel 1 der
abgewandten Seite der Rückwand 3 eingeführte Schrauben
eindrehbar sind.
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Die
Verwirrschutzeinrichtung 32 kann vollständig aus Holz ausgebildet sein.
Es kann jedoch auch eine Ausbildung aus Kunststoff, beispielsweise Plastik,
vorgesehen sein.
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In 5 ist
ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Verwirrschutzeinrichtung 32' dargestellt.
In dieser teilweisen Schnitt- und teilweisen Seitenansicht ist wiederum
eine kegelförmige
Formgebung zu erkennen, welche in axialer Richtung eine Länge l von 9
cm aufweist. Die in 5 gezeigte Ausführung der Verwirrschutzeinrichtung 32 ist
ohne einen rückwärtigen Flansch 32b (4)
ausgebildet. An seinem der sternförmigen Prägung 31 zugewandten
Ende weist die Verwirrschutzeinrichtung 32' einen Durchmesser d1 auf, welcher
im Ausführungsbeispiel
5,8 cm beträgt.
Das vordere verjüngte
Ende 32a' ist
abgerundet und weist im Ausführungsbeispiel
einen Radius von 1,42 cm auf. Darüber hinaus ist der Durchmesser d2
im Ausführungsbeispiel
mit 2,5 cm bemessen.
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Insbesondere
große
Wäschestücke, wie Tischdecken,
Bettbezüge
und dergleichen, können dadurch
effizient getrocknet werden und ein ineinander Verwirren und Verwickeln
dieser Wäschestücke kann
effizient verhindert werden.