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Die
Erfindung betrifft ein Bedien- und Anzeigesystem für ein Fahrzeug,
insbesondere für
einen Reisebus oder ein Nutzfahrzeug, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
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In
modernen Reisebussen gibt es zahlreiche Fahrzeug- und Infotainmentsysteme,
d. h. Informations- und Unterhaltungssysteme, die vom Fahrer bedient
und deren Informationen dem Fahrer angezeigt werden, wobei die Bedienung
und die Informationsanzeige über
mindestens eine Multifunktionsbedieneinheit erfolgt, die zur Auswahl
und/oder Aktivierung von Einträgen
in einer Menüstruktur
mit mehreren Menüebenen
verwendet wird. Die mindestens eine Multifunktionsbedieneinheit
umfasst jeweils eine Anzeigeeinheit und mindestens eine Bedieneinheit
mit mehreren Verstellfreiheitsgraden. Die auswählbaren und/oder aktivierbaren
Einträge
sind einer Applikation, einer Funktion, einer Subfunktion und/oder
einer Option zugeordnet.
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In
der Offenlegungsschrift
DE
199 41 947 A1 werden Bedienelemente für ein Kombiinstrument und ein
Zentraldisplay beschrieben. Dabei sind die Bedienelemente in einem
Lenkrad eines Kraftfahrzeuges integriert, wobei das Bedienelement
für das
Zentraldisplay auf der dem Zentraldisplay zugewandten Hälfte des
Lenkrades angeordnet ist, und das Bedienelement für das Kombiinstrument
auf der dem Kombiinstrument zugewandten Hälfte des Lenkrades angeordnet
ist.
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In
der Offenlegungsschrift
US
2004/0172182 wird eine Benutzerschnittstelle für ein Fahrzeug
beschrieben. Eine zugehörige
Bildschirmanzeige umfasst eine permanente Anzeigefläche und
eine auswählbare
Anzeigefläche.
Auf der festen Anzeigefläche
werden Fahrzeuginformationen dargestellt, während auf der auswählbaren
Anzeigefläche
eine Seite aus einer Mehrzahl von Seiten dargestellt wird, die Parameter
von wenigstens einem Untersystem umfassen. Ein Lenkrad für das Fahrzeug
kann einen ersten und einen zweiten Satz von Eingabeelementen umfassen,
die an entgegen gesetzten Seiten des Lenkrads angeordnet sind. Der
erste Satz von Eingabeelementen wählt eine Seite aus der Mehrzahl
von Seiten zur Darstellung auf der auswählbaren Anzeigefläche aus.
Der zweite Satz von Eingabeelementen stellt Parameter auf der ausgewählten Seite
ein.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, ein Bedien- und Anzeigesystem für ein Fahrzeug,
insbesondere für
einen Reisebus oder ein Nutzfahrzeug, anzugeben, das eine sichere
Bedienung aller wichtigen Fahrzeug- und Infotainmentfunktionen während der Fahrt
ermöglicht
und sich gleichzeitig durch eine leichte Erweiterbarkeit auszeichnet.
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Die
Erfindung löst
diese Aufgabe durch Bereitstellung eines Bedien- und Anzeigesystems
für ein
Fahrzeug, insbesondere für
einen Reisebus oder ein Nutzfahrzeug, mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1.
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Vorteilhafte
Ausführungsformen
und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
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Erfindungsgemäß ist eine
Menüstruktur
eines Bedien- und Anzeigesystems für ein Fahrzeug, insbesondere
für einen
Reisebus oder ein Nutzfahrzeug, in Hauptmenüs, die auf einer optischen
Anzeigeeinheit durch Kartenstapel repräsentiert sind, und in Untermenüs aufgeteilt,
die auf der optischen Anzeigeeinheit durch Karten repräsentiert
sind. Hierbei zeigt eine erste Kartenmarkierung eine Zugehörigkeit der
Karte zu einem Kartenstapel an, und eine zweite Kartenmarkierung
zeigt eine Position der Karte innerhalb des entsprechenden Kartenstapels
an. Während
mindestens einem Betriebsmodus der Multifunktionsbedieneinheit sind
die ersten Kartenmarkierungen und die zweiten Kartenmarkierungen
eines aktiven Kartenstapels auf der optischen Anzeigeeinheit sichtbar
dargestellt. Zur Auswahl und/oder Aktivierung von Einträgen in der
Menüstruktur
mit mehreren Menüebenen
wird mindestens eine Multifunktionsbedieneinheit verwendet, welche
jeweils die optische Anzeigeeinheit und mindestens eine Bedieneinheit
mit mehreren Verstellfreiheitsgraden umfasst. Die auswählbaren
und aktivierbaren Einträge
sind beispielsweise einer Applikation, einer Funktion, einer Subfunktion
und/oder einer Option zugeordnet.
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Die
erfindungsgemäße Menüstruktur
ermöglicht
in vorteilhafter Weise ein durchgängiges Bedien- und Anzeigekonzept
für mehrere
Multifunktionsbedieneinheiten im Fahrzeug, so dass Funktionen auf den
verschiedenen Multifunktionsbedieneinheiten auf dieselbe Art und
Wiese angezeigt und bedient werden können. Daher muss der Fahrer
im Gegensatz zu den aus dem Stand der Technik bekannten herkömmlichen
Bedien- und Anzeigesystemen keine verschiedenen Bedienkonzepte zur
Bedienung von verschiedenen Multifunktionsbedieneinheiten im Fahrzeug
erlernen.
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Durch
das durchgängige
Bedien- und Anzeigekonzept zur Bedienung von Fahrzeugfunktionen über verschiedene
Multifunktionsbedieneinheiten, muss der Fahrer in vorteilhafter
Weise nur wenige Grundregeln erlernen, die er von einer Multifunktionsbedieneinheit
auf eine andere Multifunktionsbedieneinheit übertragen kann. Zudem kommt
das erfindungsgemäße Bedien-
und Anzeigesystem ohne system- oder funktionsspezifische Bedienelemente, wie
z. B. Direktzugriffstasten für
Audio, Telefon usw., aus und ermöglicht
dennoch einen raschen Wechsel zwischen den Haupt- und Untermenüs. Außerdem ermöglicht das erfindungsgemäße Bedien-
und Anzeigesystem in vorteilhafter Weise eine einfache funktionale
Erweiterung ohne Hardwareanpassung.
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In
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Bedien-
und Anzeigesystems entspricht ein erster Betriebsmodus einem Auswahlbetriebsmodus,
mit dem eine ein Untermenü repräsentierende
Karte zur Anzeige auf der Anzeigeeinheit auswählbar ist. Die Auswahl der
Karte erfolgt über
die Auswahl einer ersten und/oder zweiten Kartenmarkierung, über die durch
Betätigen
der mindestens einen Bedieneinheit ein Cursor bewegbar ist, der
beispielsweise die optische Darstellung einer ausgewählten Kartenmarkierung
verändert.
Ein zweiter Betriebsmodus entspricht einem Einstellmodus, mit dem
Einträge
einer auf der Anzeigeeinheit dargestellten und aktivierten Karte einstellbar
sind. Die Auswahl eines Eintrags erfolgt ebenfalls über die
Betätigung
der mindestens einen Bedieneinheit, die den Cursor über die
Einträge
bewegt, der die optische Darstellung eines aktuell ausgewählten Eintrags
verändert,
wobei ein drittes Bedienelement zwischen dem ersten und zweiten
Betriebsmodus umschaltet. Der Cursor verändert beispielsweise die farbliche
Darstellung und/oder die Abmessungen und/oder die Intensität einer
aktuell ausgewählten
Kartenmarkierung bzw. eines aktuell ausgewählten Eintrags. Die ersten
und zweiten Kartenmarkierungen sind beispielsweise jeweils als Kartenreiter
an mindestens einem Rand der Karten angeordnet, wobei die Richtungen
der ersten Kartemarkierungen und der zweiten Kartenmarkierungen senkrecht
zueinander verlaufen. Das bedeutet, dass die ersten Kartenmarkierungen
beispielsweise am oberen und/oder unteren Rand der Karten von links nach
rechts bzw. von rechts nach links verlaufen, und die zweiten Kartenmarkierungen
am linken und/oder rechten Rand der Karten von oben nach unten bzw. von
unten nach oben verlaufen. Alternativ können die ersten Kartenmarkierungen
am linken und/oder rechten Rand der Karten angeordnet sein, und
die zweiten Kartenmarkierungen können
am oberen und/oder unteren Rand der Karten angeordnet sein.
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In
weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Bedien- und Anzeigesystems
sind die ersten und zweiten Kartenmarkierungen während des ersten Betriebsmodus
sichtbar auf der optischen Anzeigeeinheit dargestellt und während des
zweiten Betriebsmodus sind die ersten und zweiten Kartenmarkierungen
durch eine vergrößerte Darstellung
eines veränderbaren
Anzeigebereichs der Anzeigeeinheit überdeckt.
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In
weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Bedien- und Anzeigesystems
ist mindestens ein erstes Bedienelement der mindestens einen Multifunktionsbedieneinheit
so ausgeführt,
dass während
des ersten Betriebsmodus ein direkter Wechsel der jeweils ein Hauptmenü repräsentierenden
Kartenstapel möglich
ist, und mindestens ein zweites Bedienelement der mindestens einen
Multifunktionsbedieneinheit ist so ausgeführt, dass während des ersten Betriebsmodus
ein direkter Wechsel der jeweils ein Untermenü repräsentierenden Karte innerhalb
eines Kartenstapels möglich
ist. Das mindestens eine erste Bedienelement und das mindestens
eine zweite Bedienelement werden während des zweiten Betriebsmodus
zur Auswahl und/oder Einstellung von Einträgen der aktivierten und auf
der Anzeigeeinheit dargestellten Karte verwendet. Die Verstellfreiheitsgrade
des ersten und zweiten Bedienelements zur Auswahl einer Karte entsprechen
beispielsweise den Ausrichtungen der zugehörigen Kartenmarkierungen. Analog
entsprechen die Verstellfreiheitsgrade des mindestens einen ersten
Bedienelements oder des mindestens einen zweiten Bedienelements
zur Auswahl eines auf einer ausgewählten und aktivierten Karte
angeordneten Eintrags der Ausrichtung der auswählbaren Einträge. Das
bedeutet, dass das mindestens eine erste Bedienelement den Cursor
auf der optischen Anzeigeeinheit beispielsweise horizontal bewegt,
und dass das mindestens eine zweite Bedienelement den Cursor beispielsweise
vertikal auf der optischen Anzeigeeinheit bewegt.
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In
weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Bedien- und Anzeigesystems
weisen die ersten und zweiten Kartenmarkierungen in Abhängigkeit von
ihrer Ausrichtung einen linken und einen rechten Anschlag oder einen
oberen und einen unteren Anschlag auf. Durch einen entsprechenden
festgelegten Betätigungsablauf
des zugehörigen
Bedienelements mit dem Verstellfreiheitsgrad, der dem augenblicklichen
Anschlag entgegen gesetzt ist, ist in vorteilhafter Weise ein schneller
Wechsel zwischen dem linken und dem rechten Anschlag bzw. zwischen
dem oberen und dem unteren Anschlag möglich. Der festgelegte Betätigungsablauf
entspricht beispielsweise einer vorgegebenen Betätigungszeitspanne oder einer
vorgebbaren Betätigungsanzahl
innerhalb einer vorgebbaren Zeitspanne.
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Die
einer Applikation, einer Funktion, einer Subfunktion und/oder einer
Option zugeordneten Einträge
betreffen die eigentliche Fahraufgabe und/oder Nebenaufgaben, die
beispielsweise unter anderem Audio-, Telefon- und Klimafunktionen
umfassen. Daher werden in weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Bedien-
und Anzeigesystems die Bedienung und Anzeige der Fahraufgaben und die
Bedienung und Anzeige der Nebenaufgaben getrennt, wobei mindestens
eine erste Multifunktionsbedieneinheit nur Einträge bedient und/oder anzeigt, welche
die eigentliche Fahraufgabe betreffen, und mindesten eine zweite
Multifunktionsbedieneinheit nur Einträge bedient und/oder anzeigt,
welche die Nebenaufgaben betreffen. Zudem kann mindestens eine dritte
Multifunktionsbedieneinheit vorhanden sein, die Einträge bedient
und/oder anzeigt, die sowohl die eigentliche Fahraufgabe und/oder
die Nebenaufgaben betreffen.
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In
weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Bedien- und Anzeigesystems
umfasst die erste Multifunktionsbedieneinheit zur Auswahl und/oder
Aktivierung von Einträgen
in der Menüstruktur
mit mehreren Menüebenen,
welche die eigentliche Fahraufgabe betreffen, eine in einem Kombiinstrument
angeordnete erste optische Anzeigeeinheit und mindestens einen am
Lenkrad angeordneten Vierwegsteller, der ein linkes und ein rechtes
erstes Bedienelement zur horizontalen Bewegung des Cursors, ein
oberes und ein unteres zweites Bedienelement zur vertikalen Bewegung
des Cursors und ein mittig angeordnetes drittes Bedienelement zum Umschalten
zwischen dem ersten und dem zweiten Betriebsmodus umfasst.
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Die
zweite im Fahrzeug angeordnete Multifunktionsbedieneinheit zur Auswahl
und/oder Aktivierung von Einträgen
in der Menüstruktur
mit mehreren Menüebenen,
die Nebenaufgaben betreffen, umfasst eine zweite optische Anzeigeeinheit
und einen Vierwegsteller, der ein linkes und ein rechtes erstes
Bedienelement zur horizontalen Bewegung des Cursors, ein oberes
und ein unteres zweites Bedienelement zur vertikalen Bewegung des
Cursors und ein mittig angeordnetes drittes Bedienelement umfasst, das
als Dreh-Drück-Schalter
ausgeführt
ist und durch Drück-
und/oder Drehbewegungen Einstellungen vornimmt. Die dritte Multifunktionsbedieneinheit
zur Auswahl und/oder Aktivierung von Einträgen in der Menüstruktur
mit mehreren Menüebenen,
die Fahraufgaben und Nebenaufgaben umfassen, ist als tragbare Fernbedienung
ausgeführt,
die eine dritte optische Anzeigeeinheit und einen Vierwegsteller
umfasst, der ein linkes und ein rechtes erstes Bedienelement zur
horizontalen Bewegung des Cursors, ein oberes und ein unteres zweites
Bedienelement zur vertikalen Bewegung des Cursors und ein mittig
angeordnetes drittes Bedienelement zum Umschalten zwischen dem ersten
und dem zweiten Betriebsmodus umfasst. Um eine vorgenommene Auswahl und/oder
Einstellung zurückzunehmen,
kann die mindestens eine Multifunktionsbedieneinheit jeweils ein viertes
Bedienelement umfassen.
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Vorteilhafte,
nachfolgend beschriebene Ausführungsformen
der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt.
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Dabei
zeigen:
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1 ein
schematisches Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Bedien- und Anzeigsystems,
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2 eine
schematische Darstellung einer Ausführungsform einer Bedieneinheit
für das
erfindungsgemäße Bedien- und Anzeigesystem
gemäß 1,
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3 eine
schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Bedieneinheit
für das
erfindungsgemäße Bedien-
und Anzeigesystem gemäß 1,
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4 ein
schematisches Blockdiagramm einer Menüstruktur des erfindungsgemäße Bedien- und
Anzeigesystems gemäß 1,
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5 ein
schematisches Blockdiagramm der Menüstruktur gemäß 4 mit
ersten und zweiten Kartenmarkierungen,
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6 eine
schematische Darstellung einer ersten optischen Anzeigeeinheit des
erfindungsgemäßen Bedien-
und Anzeigesystems gemäß 1 während eines
ersten Betriebsmodus, und
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7 eine
schematische Darstellung der ersten optischen Anzeigeeinheit des
erfindungsgemäßen Bedien-
und Anzeigesystems gemäß 1 während eines
zweiten Betriebsmodus.
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Wie
aus 1 ersichtlich ist, umfasst ein Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Bedien-
und Anzeigesystems 1 für
ein Fahrzeug, insbesondere für
einen Reisebus oder ein Nutzfahrzeug, eine erste Multifunktionsbedieneinheit 10,
die eine in einem Kombiinstrument angeordnete erste optische Anzeigeeinheit 12 und
eine am Lenkrad angeordnete erste Bedieneinheit 14 umfasst,
eine in einer Fahrzeugbrüstung
angeordnete zweite Multifunktionsbedieneinheit 20, die
eine zweite optische Anzeigeeinheit 22 und eine zweite
Bedieneinheit 24 umfasst, und eine als tragbare Fernbedienung
ausgeführte dritte Multifunktionsbedieneinheit 30,
die eine dritte optische Anzeigeeinheit 32 und eine dritte
Bedieneinheit 34 umfasst und über eine erste Kommunikationseinheit 37 Informationen
und Signale mit einer fahrzeugseitigen Kommunikationseinheit 42 austauscht, und
eine Auswerte- und Steuereinheit 40, die von den Multifunktionsbedieneinheiten 10, 20, 30 übertragene
Informationen und Signale zur Auswahl und/oder Aktivierung von Einträgen in einer
Menüstruktur
mit mehreren Menüebenen
auswertet, wobei die Einträge
einer Applikation, einer Funktion, einer Subfunktion und/oder einer
Option zugeordnet sind.
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Wie
weiter aus 1 ersichtlich ist, ist die erste
Bedieneinheit 14 der ersten Multifunktionsbedieneinheit 10 als
Vierwegsteller ausgeführt,
der ein linkes und ein rechtes erstes Bedienelement 14.1 zur horizontalen
Bewegung eines Cursors auf der ersten optischen Anzeigeeinheit 12,
ein oberes und ein unteres zweites Bedienelement 14.2 zur
vertikalen Bewegung des Cursors auf der ersten optischen Anzeigeeinheit 12 und
ein mittig angeordnetes drittes Bedienelement 14.3 zum
Umschalten zwischen einem ersten und einem zweiten Betriebsmodus
umfasst. Zudem umfasst die erste Multifunktionsbedieneinheit 10 ein
viertes Bedienelement 16, mit dem eine vorgenommene Auswahl
und/oder Einstellung zurückgenommen
werden kann.
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Die
zweite Bedieneinheit 24 der zweiten Multifunktionsbedieneinheit 20 ist
ebenfalls als Vierwegsteller ausgeführt, der ein linkes und ein
rechtes erstes Bedienelement 24.1 zur horizontalen Bewegung des
Cursors auf der zweiten optischen Anzeigeeinheit 22, ein
oberes und ein unteres zweites Bedienelement 24.2 zur vertikalen
Bewegung des Cursors auf der zweiten optischen Anzeigeeinheit 22 und
ein mittig angeordnetes drittes Bedienelement 24.3 umfasst,
das als Dreh-Drück-Schalter
ausgeführt
ist und durch Drück-
und/oder Drehbewegungen Einstellungen vornimmt. Das als Dreh-Drück-Schalter
ausgeführte
dritte Bedienelement 24.3 kann alternativ als äußerer Ring
um die als Vierwegesteller ausgeführten ersten und zweiten Bedienelemente 24.1, 24.2 ausgebildet
werden. Durch diese Bedienelementkonfiguration können mit der zweiten Multifunktionsbedieneinheit 20 drei
Kategorien von Bedienhandlungen voneinander entkoppelt und richtungskodiert ausgeführt werden,
die zur horizontalen Bewegung des Cursors das Betätigen des
linken oder des rechten ersten Bedienelements 24.1 des
Vierwegestellers umfassen, zur vertikalen Bewegung des Cursors das Betätigen des
oberen und/oder des unteren zweiten Bedienelements 24.2 des
Vierwegestellers umfassen und für
Eingaben eine rotatorische Bewegung des als Dreh-Drück-Schalters
ausgeführten
dritten Bedienelements 24.3 umfassen. Zudem umfasst die
zweite Multifunktionsbedieneinheit 20 ein viertes Bedienelement 28,
mit dem eine vorgenommene Auswahl und/oder Einstellung zurückgenommen
werden kann.
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Die
dritte Bedieneinheit 34 der als Fernbedienung ausgeführten zweiten
Multifunktionsbedieneinheit 30 ist ebenfalls als Vierwegsteller
ausgeführt,
der ein linkes und ein rechtes erstes Bedienelement 34.1 zur
horizontalen Bewegung des Cursors auf der dritten optischen Anzeigeeinheit 32,
ein oberes und ein unteres zweites Bedienelement 34.2 zur vertikalen
Bewegung des Cursors auf der dritten optischen Anzeigeeinheit 32 und
ein mittig angeordnetes drittes Bedienelement 34.3 zum
Umschalten zwischen dem ersten und dem zweiten Betriebsmodus umfasst.
Zudem umfasst die als Fernbedienung ausgeführte Multifunktionsbedieneinheit 30 eine Auswerte-
und Steuerschaltung 36, die über die erste Kommunikationseinheit 37 und
die fahrzeugseitige zweite Kommunikationseinheit 42 Informationen
und Signale mit der fahrzeugseitigen Auswerte- und Steuereinheit 40 austauscht.
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2 und 3 zeigen
verschiedene Ausführungsformen
der ersten Bedieneinheit, wobei 2 die oben
beschriebene Ausführungsform
als Vierwegsteller mit zwei ersten Bedienelementen 14.1 und
zwei zweiten Bedienelementen, 14.2 darstellt, die um ein
mittig angeordnetes drittes Bedienelement 14.3 angeordnet
sind, das beispielsweise als Taster ausgeführt ist. 3 zeigt
eine alternative Ausführungsform
der ersten Bedieneinheit 14',
bei der die ersten Bedienelemente 14.1' als erste Wipptaste und die zweiten
Bedienelemente 14.2' als
zweite Wipptaste ausgeführt
sind, wobei das dritte Bedienelement 14.3' ebenfalls als Taster ausgeführt ist.
Die alternative Ausführungsform
gemäß 3 kann
analog auch für
die zweite und dritte Bedieneinheit 24, 34 verwendet
werden.
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Wie
aus 4 und 5 ersichtlich ist, weist die
Menüstruktur 2 des
erfindungsgemäßen Bedien-
und Anzeigesystems 1 mehrere Menüebene auf und ist in Hauptmenüs, die auf
den optischen Anzeigeeinheiten 12, 22, 32 durch
Kartenstapel A, B, C repräsentiert
sind, und in Untermenüs
aufgeteilt, die auf der optischen Anzeigeeinheit 12, 22, 32 durch Karten
A1 bis A4, B1 bis B4, C1 bis C4 repräsentiert sind. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel
umfasst die Menüstruktur
zur Vereinfachung der Beschreibung nur drei Hauptmenüs, wobei
ein erstes und ein drittes Hauptmenü vier Untermenüs und ein
zweites Hauptmenüs
drei Untermenüs
aufweist. Bei alternativen nicht dargestellten Ausführungsbeispielen
der Erfindung kann die zugehörige
Menüstruktur
mehr oder weniger Hauptmenüs
und/oder Untermenüs umfassen.
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Wie
aus 5 weiter ersichtlich ist, zeigt eine erste Kartenmarkierung 12.2A, 12.2B, 12.2C eine
Zugehörigkeit
der Karte A1 bis A4, B1 bis B4, C1 bis C4 zu einem Kartenstapel
A, B, C an, und eine zweite Kartenmarkierung 12.31 bis 12.34 zeigt
eine Position der Karte A1 bis A4, B1 bis B4, C1 bis C4 innerhalb
des entsprechenden Kartenstapels A, B, C an.
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Im
dargestellten Ausführungsbeispiel
umfasst ein erster Stapel A vier Karten A1 bis A4, die am oberen
Rand durch die ersten Kartenmarkierung 12.2A und am linken
seitlichen Rand durch die zweiten Kartenmarkierungen 12.31 bis 12.34 markiert sind.
Ein zweiter Stapel B umfasst drei Karten B1 bis B3, die am oberen
Rand durch die ersten Kartenmarkierung 12.2B und am linken
seitlichen Rand durch die zweiten Kartenmarkierungen 12.31 bis 12.33 markiert
sind. Ein dritter Stapel C umfasst vier Karten C1 bis C4, die am
oberen Rand durch die ersten Kartenmarkierung 12.2C und
am linken seitlichen Rand durch die zweiten Kartenmarkierungen 12.31 bis 12.34 markiert
sind. Das bedeutet, dass die ersten und zweiten Kartenmarkierungen 12.2, 12.2A, 12.2B, 12.2C, 22.2, 32.2, 12.3, 12.31 bis 12.34, 22.3, 32.3 jeweils
als Kartenreiter an mindestens einem Rand der Karten A1 bis A4,
B1 bis B4, C1 bis C4 angeordnet sind, wobei die Richtungen der ersten
Kartemarkierungen 12.2, 12.2A, 12.2B, 12.2C, 22.2, 32.2 und
der zweiten Kartenmarkierungen 12.3, 12.31 bis 12.34, 22.3, 32.3 senkrecht
zueinander verlaufen.
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Wie
aus 6 ersichtlich ist, sind die ersten und zweiten
Kartenmarkierungen 12.2, 12.2A, 12.2B, 12.2C, 22.2, 32.2, 12.3, 12.31 bis 12.34, 22.3, 32.3 während eines
ersten Betriebsmodus auf der optischen Anzeigeeinheit 12, 22, 32 sichtbar
dargestellt. Der erste Betriebsmodus entspricht einem Auswahlbetriebsmodus,
mit dem eine ein Untermenü repräsentierende
Karte A1 bis A4, B1 bis B4, C1 bis C4 zur Anzeige auf der optischen
Anzeigeeinheit 12, 22, 32 auswählbar ist.
Die Auswahl der Karte A1 bis A4, B1 bis B4, C1 bis C4 erfolgt über die
Auswahl der ersten und/oder zweiten Kartenmarkierung 12.2, 12.2A, 12.2B, 12.2C, 22.2, 32.2, 12.3, 12.31 bis 12.34, 22.3, 32.3, über die
durch Betätigen
der zugehörigen
Bedieneinheit 14, 24, 34 ein Cursor bewegbar
ist, der die optische Darstellung einer ausgewählten Kartenmarkierung 12.2A, 12.31 verändert. Im
dargestellten Ausführungsbeispiel
der ersten optischen Anzeigeeinheit 12 ist die zweite Karte
B2 des zweiten Stapels B ausgewählt,
was durch die schraffierte Darstellung der ersten Kartenmarkierung 12.2B und
der zweiten Kartenmarkierung 12.32 angezeigt wird.
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Die
ersten Bedienelemente 14.1, 24.1, 34.1 der
Multifunktionsbedieneinheiten 10, 20, 30 sind
jeweils so ausgeführt,
dass während
des ersten Betriebsmodus ein direkter Wechsel der jeweils ein Hauptmenü repräsentierenden
Kartenstapel A, B, C möglich
ist. Daher entsprechen die Verstellfreiheitsgrade der ersten Bedienelemente 14.1, 24.1, 34.1 zur Auswahl
eines Kartenstapels A, B, C den Ausrichtungen der zugehörigen ersten
Kartenmarkierungen 12.2A, 12.2B, 12.C,
d. h. durch Betätigen
des rechten ersten Bedienelements 14.1 wird der Cursor
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
horizontal nach rechts zur nächstliegenden
ersten Kartenmarkierung 12.2C bewegt, so dass die schraffierte
Darstellung von der ersten Kartenmarkierung 12.2B zur ersten
Kartenmarkierung 12.2C wechselt. Durch Betätigen des
linken ersten Bedienelements 14.1 wird der Cursor bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel
horizontal nach links zur nächstliegenden
ersten Kartenmarkierung 12.2A bewegt, so dass die schraffierte
Darstellung von der ersten Kartenmarkierung 12.2B zur ersten
Kartenmarkierung 12.2A wechselt. Gleichzeitig werden die
dargestellten zweiten Kartenmarkierungen 12.3 an den ausgewählten Kartenstapel
A, B, C angepasst.
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Die
zweiten Bedienelemente 14.2, 24.2, 34.2 der
Multifunktionsbedieneinheiten 10, 20, 30 sind
jeweils so ausgeführt,
dass während
des ersten Betriebsmodus ein direkter Wechsel der jeweils ein Untermenüeintrag
repräsentierenden
Karten A1 bis A4, B1 bis B4, C1 bis C4 innerhalb eines ausgewählten Kartenstapels
A, B, C möglich
ist. Daher entsprechen die Verstellfreiheitsgrade der zweiten Bedienelemente 14.2, 24.2, 34.2 zur
Auswahl einer Karte A1 bis A4, B1 bis B4, C1 bis C4 innerhalb des
ausgewählten ersten
Kartenstapels A den Ausrichtungen der zugehörigen zweiten Kartenmarkierungen 12.31 bis 12.34,
d. h. durch Betätigen
des unteren zweiten Bedienelements 14.2 wird der Cursor
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
von der zweiten Kartenmarkierung 12.32 vertikal nach unten
zur nächstliegenden
zweiten Kartenmarkierung 12.33 bewegt, so dass die schraffierte
Darstellung von der zweiten Kartenmarkierung 12.32 zur
zweiten Kartenmarkierung 12.33 wechselt. Durch Betätigen des
oberen zweiten Bedienelements 14.2 wird der Cursor bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel
von der zweiten Kartenmarkierung 12.32 vertikal nach oben
zur nächstliegenden
zweiten Kartenmarkierung 12.31 bewegt, so dass die schraffierte
Darstellung von der zweiten Kartenmarkierung 12.32 zur
zweiten Kartenmarkierung 12.31 wechselt.
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Diese
Richtungskodierung der Menüsteuerung,
d. h. Hauptmenüs
horizontale Richtung, Untermenüs
vertikale Richtung, unterstützt
eine Blindbedienung während
der Fahrt und minimiert dadurch die mit der Bedienung verbundene
Ablenkungswirkung.
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Durch
Betätigen
der mittig angeordneten dritten Bedienelemente 14.3, 24.3, 34.3 der
mindestens einen Multifunktionsbedieneinheit 10, 20, 30 wird
die ausgewählte
Karte B2 aktiviert, wodurch in den zweiten Betriebsmodus gewechselt
wird. Während
des zweiten Betriebsmodus sind die ersten und zweiten Kartenmarkierungen 12.2, 12.2A, 12.2B, 12.2C, 22.2, 32.2, 12.3, 12.31 bis 12.34, 22.3, 32.3 durch
eine vergrößerte Darstellung
eines veränderbaren
Anzeigebereichs 12.1, 22.2, 32.1 der
optischen Anzeigeeinheit 12, 22, 32 überdeckt,
wie aus 7 ersichtlich ist. Der zweite
Betriebsmodus entspricht einem Einstellmodus, mit dem Einträge 12.81, 12.82 der
auf der optischen Anzeigeeinheit 12, 22, 32 dargestellten
und aktivierten Karte B2 einstellbar sind, wobei die Auswahl eines
Eintrags über
die Betätigung
der mindestens einen Bedieneinheit 14, 24, 34 erfolgt,
die den Cursor über
die Einträge
bewegt, der die optische Darstellung eines aktuell ausgewählten Eintrags 12.81 verändert. Analog
zur Kartenauswahl entsprechen die Verstellfreiheitsgrade der ersten
Bedienelemente 14.1, 24.1, 34.1 oder
der zweiten Bedienelemente 14.2, 24.2, 34.2 zur
Auswahl eines auf der ausgewählten
und aktivierten Karte B2 angeordneten Eintrags 12.81, 12.82 der
Ausrichtung der auswählbaren
Einträge 12.81, 12.82,
d. h. durch Betätigen
des rechten ersten Bedienelements 14.1 wird der Cursor
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
vom ausgewählten
Eintrag 12.81 horizontal nach rechts zum nächstliegenden
Eintrag 12.82 bewegt, so dass die schraffierte Darstellung
vom ersten Eintrag 12.81 zum zweiten Eintrag 12.82 wechselt. Anschließend kann
durch Betätigen
des linken ersten Bedienelements 14.1 der Cursor horizontal
nach links zurück
zum ersten Eintrag 12.81 bewegt werden, so dass die schraffierte
Darstellung vom zweiten Eintrag 12.82 zurück zum ersten
Eintrag 12.81 wechselt. Entsprechend erfolgt bei einer
vertikalen Anordnung der auswählbaren
Einträge
die Auswahl der Einträge
durch eine entsprechende Betätigung
des oberen oder unteren zweiten Bedienelements 14.2. Durch
eine Betätigung
des dritten Bedienelements 14.3, 24.3, 34.3 kann
in den ersten Betriebsmodus zurück
geschaltet werden. Um die für
eine Bedienung während
der Fahrt wichtige Forderung nach der Unterbrechbarkeit von Bedienhandlungen
zu erfüllen, werden
die Einstellungen von den entsprechenden Fahrzeugsystemen dabei
erst übernommen,
wenn der Fahrer durch eine erneute Betätigung des dritten Bedienelements 14.3, 24.3, 34.3 vom
Einstellungsmodus in den Auswahlmodus zurückwechselt. Der Einstellmodus
kann zudem durch eine veränderte Darstellung
eines Anzeigefelds 12.5 angezeigt werden, das dem dritten
Bedienelement zugeordnet ist. Wie aus 6 und 7 weiter
ersichtlich ist, weist die erste Anzeigeeinheit weitere Anzeigefelder 12.4, 12.6, 12.7 zur
Anzeige eines Titels, eines Untertitels oder zur Darstellung einer
Permanentanzeige auf.
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In
Abhängigkeit
von ihrer Ausrichtung weisen die ersten Kartenmarkierungen 12.2, 12.2A, 12.2B, 12.2C einen
linken und einen rechten Anschlag auf, und die zweiten Kartenmarkierungen 12.3, 12.31 bis 12.34 weisen
einen oberen und einen unteren Anschlag auf. Ein schneller Wechsel
zwischen dem linken und dem rechten Anschlag bzw. zwischen dem oberen
und dem unteren Anschlag erfolgt durch einen entsprechenden festgelegten
Betätigungsablauf
des zugehörigen Bedienelements 14.1, 24.1, 34.1, 14.2, 24.2, 34.2,
das einen Verstellfreiheitsgrad aufweist, der dem augenblicklichen
Anschlag entgegen gesetzt ist. Der festgelegte Betätigungsablauf
entspricht im dargestellten Ausführungsbeispiel
einer vorgegebenen Betätigungszeitspanne.
So kann beispielsweise durch eine Betätigung des rechten ersten Bedienelements 14.1 für die vorgegebene
Zeitspanne direkt vom linken Anschlag, d. h. von der ersten Kartenmarkierung 12.2A,
zum rechten Anschlag, d. h. zur ersten Kartenmarkierung 12.2C,
gewechselt werden, bzw. durch eine Betätigung des linken ersten Bedienelements 14.1 für die vorgegebene
Zeitspanne kann direkt vom rechten Anschlag, d. h. von der ersten
Kartenmarkierung 12.2C, zum linken Anschlag, d. h. zur
ersten Kartenmarkierung 12.2A, gewechselt werden. Analog
kann durch eine Betätigung
des oberen zweiten Bedienelements 14.2 für die vorgegebene
Zeitspanne direkt vom unteren Anschlag, d. h. von der zweiten Kartenmarkierung 12.33,
zum oberen Anschlag, d. h. zur zweiten Kartenmarkierung 12.31,
gewechselt werden, bzw. durch eine Betätigung des unteren zweiten Bedienelements 14.2 für die vorgegebene
Zeitspanne kann direkt vom oberen Anschlag, d. h. von der zweiten
Kartenmarkierung 12.31, zum unteren Anschlag, d. h. zur
zweiten Kartenmarkierung 12.33, gewechselt werden. Alternativ
kann der festgelegte Betätigungsablauf
eine Anzahl von Betätigungen
vorgegeben, die innerhalb einer vorgebbaren Zeitspanne ausgeführt werden
müssen.
Durch diesen vorgegebenen Betätigungsablauf
wird gleichzeitig ein Direktzugriff auf die beiden äußeren Kartenstapel
bzw. Karten realisiert, so dass es sich anbietet, diesen Kartenstapeln
bzw. Karten die am häufigsten
benötigten
Informationen und/oder Funktionen zuzuordnen.
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In
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Bedien-
und Anzeigesystems 1 betreffen die einer Applikation, einer
Funktion, einer Subfunktion und/oder einer Option zugeordneten Einträge die eigentliche
Fahraufgabe und/oder Nebenaufgaben. Um innerhalb des Fahrzeugs eine
klare Strukturierung der zu bedienenden Einträge zu erhalten, können mit
der ersten Multifunktionsbedieneinheit 10 nur Einträge bedient
und/oder anzeigt werden, welche die eigentliche Fahraufgabe betreffen,
und mit der zweiten Multifunktionsbedieneinheit 20 können nur Einträge bedient
und/oder anzeigt werden, welche die Nebenaufgaben betreffen. Um
sowohl eine Fernbedienbarkeit von Einträgen zu ermöglichen, welche die Fahraufgabe
betreffen, als auch von Einträgen
zu ermöglichen,
welche die Nebenaufgaben betreffen können über die als Fernbedienung ausgeführte dritte
Multifunktionsbedieneinheit 30 sowohl Einträge bedient
und/oder anzeigt werden, welche die eigentliche Fahraufgabe betreffen,
als auch Einträge
bedient und/oder angezeigt werden, welche die Nebenaufgaben betreffen.
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Die
von der ersten Multifunktionsbedieneinheit 10 auswählbaren
und/oder aktivierbaren Einträge
in der Menüstruktur 2 mit
mehreren Menüebenen, welche
die eigentliche Fahraufgabe betreffen, umfassen als Hauptmenü beispielsweise
ein Reiserechnermenü mit
mehreren Untermenüs,
die beispielsweise einen Tachometer, Tourdaten ab Start, Tourdaten
ab Reset, Reichweite, Daten Fahrer 1, Daten Fahrer 2 usw. betreffen,
ein Assistenzmenü mit
mehreren Untermenüs,
die beispielsweise Navigation, Fahrsysteme, Querführung, Notsysteme,
Rangierhilfen usw. betreffen, ein Triebstrang- und Fahrgestellmenü mit mehreren Untermenüs, die beispielsweise
Traktion, Nebenantriebe, Achslasten, Reifendrücke, Niveauregelung usw. betreffen,
ein Ereignismenü mit
mehreren Untermenüs,
die beispielsweise verschiedene Ereignisse, Wartung, Diagnose usw.
betreffen, ein Betriebsmittelmenü mit
mehreren Untermenüs,
die beispielsweise Vorratsdruck, Kraftstoff, Zusatzstoffe, Schmiermittel,
Kühlmittel
Versorgungsspannung usw. betreffen, und/oder ein Anhängermenü mit mehreren
Untermenüs,
die beispielsweise Fahrgestell und/oder Ladegut des Anhängers betreffen.
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Die
von der zweiten Multifunktionsbedieneinheit 20 auswählbaren
und/oder aktivierbaren Einträge
in der Menüstruktur 2 mit
mehreren Menüebenen, welche
die Nebenaufgaben betreffen, umfassen als Hauptmenü beispielsweise
ein Audiomenü mit
mehreren Untermenüs,
die beispielsweise eine Audioquelle, Sender-/Titelwahl, Klang, Einstellungen
usw. betreffen, ein Kommunikationsmenü mit mehreren Untermenüs, die beispielsweise
Telefon, Sprachbedienung, CB-Funk, Textmitteilungen usw. betreffen, ein
Adressbuchmenü mit
mehreren Untermenüs,
die beispielsweise Index, Liste, Suche, Neuer Eintrag, Einstellungen
usw. betreffen, ein Klimamenü mit mehreren
Untermenüs,
die beispielsweise Temperatur, Luftmenge Luftverteilung, Timer,
Einstellungen usw. betreffen, und/oder ein Einstellmenü mit mehreren
Untermenüs,
die beispielsweise Helligkeit, Sprache, Uhrzeit, Maßeinheiten,
Wecker usw. betreffen.
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Die
von der als Fernbedienung ausgeführten dritten
Multifunktionsbedieneinheit 30 auswählbaren und/oder aktivierbaren
Einträge
in der Menüstruktur 2 mit
mehreren Menüebenen
umfassen die eigentliche Fahraufgabe und die Nebenaufgaben. So können mit
dritten Multifunktionsbedieneinheit 30 beispielsweise Hauptmenüs, wie das
Reiserechnermenü mit
den Untermenüs
Tachometer, Tourdaten ab Start, Tourdaten ab Reset, Reichweite,
Daten Fahrer 1, Daten Fahrer 2, das Triebstrang- und Fahrgestellmenü mit den
Untermenüs
Nebenantriebe, Achslasten, Reifendrücke, Niveauregelung Fahrzeug,
Niveauregelung Speicher, Niveauregelung Anhänger, das Ereignismenü mit Untermenüs, die verschiedene Ereignisse,
Wartung, Diagnose usw. betreffen, und das Betriebsmittelmenü mit den
Untermenüs
Vorratsdruck, Kraftstoff, Zusatzstoffe, Schmiermittel, Kühlmittel
Versorgungsspannung bedient werden, die auch von der ersten Multifunktionsbedieneinheit 10 bedienbar
und/oder anzeigbar sind, und Hauptmenüs, wie das Audiomenü mit den
Untermenüs,
Audioquelle, Sender-/Titelwahl, Klang, das Klimamenü mit den
Untermenüs
Temperatur, Luftmenge Luftverteilung, Timer, Einstellungen, und/oder
das Einstellmenü mit
den Untermenüs,
Sprache, Uhrzeit, Maßeinheiten,
Wecker, die auch von der zweiten Multifunktionsbedieneinheit 20 bedienbar
und/oder anzeigbar sind. Zusätzlich
können
mit der als Fernbedienung ausgeführten
dritten Multifunktionsbedieneinheit als Hauptmenü ein Aufbau- und Außenbeleuchtungsmenü mit mehreren
Untermenüs,
die beispielsweise Ladebordwand, Laderaumbeleuchtung, Arbeitsscheinwerfer,
Außenbeleuchtung
usw. betreffen, und/oder ein Kabinenmenü mit mehreren Untermenüs, die beispielsweise
Türen,
Einbruch/Diebstahlwarnanlage, Seitenscheiben, Schiebedach, Innenbeleuchtung,
Verdunkelung usw. betreffen. Die als Fernbedienung ausgeführte dritte
Multifunktionsbedieneinheit ermöglicht
in vorteilhafter Weise einen bequemen Zugriff auf Fahrzeugfunktionen
von beliebigen Positionen innerhalb und außerhalb des Fahrerhauses.
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Bei
der oben beschriebenen Ausführungsform
der Menüstruktur
des erfindungsgemäßen Bedien-
und Anzeigesystems 1, werden auf der ersten optischen Anzeigeeinheit 12 der
ersten Multifunktionsbedieneinheit 10 sechs Kartenstapel
mit zugehörigen ersten
Kartenmarkierungen 12.2 dargestellt, welche die verschiedenen
mit der ersten Multifunktionsbedieneinheit 10 bedienbaren
Hauptmenüs
repräsentieren.
Die Anzahl der dargestellten zweiten Kartenmarkierungen 12.3 ist
von der Anzahl der Untermenüs
abhängig,
die das ausgewählte
Hauptmenü umfasst.
Auf der zweiten optischen Anzeigeeinheit 22 der zweiten
Multifunktionsbedieneinheit 20 werden fünf Kartenstapel mit zugehörigen ersten
Kartenmarkierungen 22.2 dargestellt, welche die verschiedenen mit
der zweiten Multifunktionsbedieneinheit 20 bedienbaren
Hauptmenüs
repräsentieren.
Die Anzahl der dargestellten zweiten Kartenmarkierungen 22.3 ist ebenfalls
von der Anzahl der Untermenüs
abhängig, die
das ausgewählte
Hauptmenü umfasst.
Auf der dritten optischen Anzeigeeinheit 32 der dritten
Multifunktionsbedieneinheit 30 werden neun Kartenstapel mit
zugehörigen
ersten Kartenmarkierungen 32.2 dargestellt, welche die
verschiedenen mit der dritten Multifunktionsbedieneinheit 30 bedienbaren
Hauptmenüs
repräsentieren.
Die Anzahl der dargestellten zweiten Kartenmarkierungen 32.3 ist
ebenfalls von der Anzahl der Untermenüs abhängig, die das ausgewählte Hauptmenü umfasst.
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Die
optische Darstellung der ersten und zweiten Kartenmarkierungen 12.2, 12.2A, 12.2B, 12.2C, 22.2, 32.2, 12.3, 12.31 bis 12.34, 22.3, 32.3 sind
von den Abmessungen der optischen Anzeigeeinheit 12, 22, 32 der
jeweiligen Multifunktionsbedieneinheit und von der Anzahl der Kartenstapel
und der Anzahl der Karten in einem Kartenstapel abhängig. Die
ersten und zweiten Kartenmarkierungen 12.2, 12.2A, 12.2B, 12.2C, 22.2, 32.2, 12.3, 12.31 bis 12.34, 22.3, 32.3 können beispielsweise
als einfache grafische Symbole, wie z. B. Punkte, Zahlen, Buchstaben
und/oder komplexere Symbole, wie z. B. Piktogramme ausgeführt werden.
Damit der Fahrer weiß,
an welcher Stelle im Menüsystem
er sich befindet, sind beispielsweise alle ersten Kartenmarkierungen 12.2, 12.2A, 12.2B, 12.2C, 22.2, 32.2 und
die zweiten Kartenmarkierungen 12.3, 12.31 bis 12.34, 22.3, 32.3 des
aktiven Kartenstapels sichtbar.
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Das
erfindungsgemäße Bedien-
und Anzeigesystem ermöglicht
in vorteilhafter Weise eine durchgängige Bedienung von Fahrzeugfunktionen über verschiedene
Multifunktionsbedieneinheiten, wobei der Fahrer nur wenige Grundregeln
erlernen muss, die er von einer Multifunktionsbedieneinheit auf
eine andere Multifunktionsbedieneinheit übertragen kann.