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DE102006060114A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Überprüfung von Kraftfahrzeug-Bordnetz-Komponenten bei der Montage von Kraftfahrzeugen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Überprüfung von Kraftfahrzeug-Bordnetz-Komponenten bei der Montage von Kraftfahrzeugen Download PDF

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DE102006060114A1
DE102006060114A1 DE200610060114 DE102006060114A DE102006060114A1 DE 102006060114 A1 DE102006060114 A1 DE 102006060114A1 DE 200610060114 DE200610060114 DE 200610060114 DE 102006060114 A DE102006060114 A DE 102006060114A DE 102006060114 A1 DE102006060114 A1 DE 102006060114A1
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vehicle
measuring resistor
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Philipp Krämer
Zlatko Crnkovic
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Dr Ing HCF Porsche AG
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Dr Ing HCF Porsche AG
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R31/00Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
    • G01R31/005Testing of electric installations on transport means
    • G01R31/006Testing of electric installations on transport means on road vehicles, e.g. automobiles or trucks

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  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Automobile Manufacture Line, Endless Track Vehicle, Trailer (AREA)

Abstract

Vorgestellt wird ein Verfahren zur Überprüfung von Komponenten (12, 14, 16) eines elektrischen Bordnetzes (18) eines Kraftfahrzeugs (20), die bei der Herstellung des Kraftfahrzeugs (20) in mehreren Fertigungsstationen montiert werden, wobei das Kraftfahrzeug (20) während der Montage mit einem Fördermittel (22) verbunden ist und mit dem Fördermittel (22) von Fertigungsstation zu Fertigungsstation befördert wird und wobei die Überprüfung durch Erfassen und Auswerten eines Zeitverlaufs (54) eines von einer Quelle (28) elektrischer Energie bereitgestellten Versorgungsstroms (I) in einer zentralen, Ströme sämtlicher Komponenten leitenden Stromleitung (29; 40; 42; 44) erfolgt. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass Abtastwerte des Versorgungsstroms (I) durch eine Strommessung mit einem Messwiderstand (32) in der Stromleitung (29; 40; 42; 44) erfasst werden, der mit dem Fahrzeug (20) von Fertigungsstation zu Fertigungsstation befördert wird. Ferner wird eine Vorrichtung vorgestellt, die zur Durchführung des Verfahrens eingerichtet ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft sowohl ein Verfahren als auch eine Vorrichtung zur Überprüfung von Komponenten eines elektrischen Bordnetzes eines Kraftfahrzeugs, die bei der Herstellung des Kraftfahrzeugs in mehreren Fertigungsstationen montiert werden, wobei das Kraftfahrzeug während der Montage mit einem Fördermittel verbunden ist und mit dem Fördermittel von Fertigungsstation zu Fertigungsstation befördert wird, und wobei während dessen die Überprüfung durch Erfassen und Auswerten eines Zeitverlaufs eines von einer Quelle elektrischer Energie bereitgestellten Versorgungsstroms in einer zentralen, Ströme sämtlicher Komponenten leitenden Stromleitung erfolgt.
  • Moderne Kraftfahrzeuge besitzen eine Vielzahl von elektrischen und elektronischen Bauteilen. In der Produktion dieser Kraftfahrzeuge muss das Vorhandensein und die korrekte Funktion all dieser Verbraucher sichergestellt werden. Ein Teil der Bauteile ist selbstdiagnosefähig, d. h. sie erzeugen bei Nichtvorhandensein oder Defekten einen Eintrag in einen Fehlerspeicher.
  • Nicht selbstdiagnosefähige Bauteile, wie z. B. Fensterheber, Schiebedach, Zigarettenanzünder, müssen auf eine andere Art und Weise getestet werden. Zur Überprüfung dieser elektrischen und elektronischen Bauteile wird bei vielen Kraftfahrzeugherstellern und Zulieferern das Messsystem ECOS verwendet. ECOS steht für Electrical Check Out System. Dabei wird der durch den Verbraucher fließende Strom gemessen und beurteilt, wobei das Messergebnis in der Art ausgewertet wird, das heißt, es wird mit vorbestimmten Sollwerten verglichen und der Verbraucher als in Ordnung oder nicht in Ordnung bzw. vorhanden (= korrekt eingebaut) oder nicht vorhanden (= nicht eingebaut) beurteilt.
  • Damit ist es möglich, auch nicht zur On Board Diagnose fähige Komponenten sicher zu prüfen. Das eingangs genannte Verfahren und die eingangs genannte Vorrichtung stellen jeweils Ausgestaltungen eines solchen ECOS dar. Dazu wird der Strom an einem zentralen Punkt, meist in nächster Nähe zur Batterie, aufgenommen. Bei der bekannten ECOS-Prüfung wird der Strom, der über das Pluskabel der Batterie oder einer externen Stromversorgung zum Fahrzeug fließt, mit einer induktiven Strommesszange und einem sogenannten ECOS-Messadapter gemessen, während der zu prüfende Verbraucher betätigt wird. Die induktive Messung hat den Vorteil, dass sie keinen Eingriff in das zu messende System, insbesondere kein Auftrennen eines Stromkreises erfordert. Die Messergebnisse werden vom ECOS-Messadapter per Funk an einen ECOS-Stationsrechner übertragen, der den Stromverlauf analysiert und die Bewertung durch einen Vergleich mit vorgegebenen Soll- oder Schwellenwerten vornimmt.
  • Bei Kraftfahrzeugherstellern wird ein solches System beispielsweise zur Komponentenüberprüfung am vollständig montierten Fahrzeug in einer ersten ECOS-Prüfstation verwendet. Beim Durchlauf eines Fahrzeugprüffeldes, der nach der Montage stattfindet, kann in einer zweiten ECOS-Station eine zweite Prüfung erfolgen. Im Prüffeld werden sämtliche Komponenten wie Fahrwerk und Scheinwerfer eingestellt und weitere Prüfungen, zum Beispiel Prüfungen der On Board Diagnose Systeme durchgeführt. Eine dritte ECOS-Station wird zum Abschluss des Herstellungsprozesses vor einer Übergabe des Fahrzeugs an die Vertriebsorganisation durchlaufen.
  • Grundsätzlich muss ein ECOS vergleichsweise kleine und große Stromstärken und Änderungen der Stromstärke sowohl zeitlich als auch von den Beträgen der Stromstärken her auflösen können. Die Stromstärken und deren Änderungen variieren dabei im Bereich von etwa 20 mA, der einem Ruhestrombedarf eines Steuergerätes bzw. Fahrzeugen entspricht, bis zu Werten eines Starterstroms, der Werte von 600 A erreichen kann.
  • Dies ist mit der genannten induktiven Strommessung prinzipiell möglich, erfordert aber bei einer Messung von Gleichströmen einen hohen Aufwand. Alle der Anmelderin bekannten ECOS arbeiten mit induktiven Strommessungen mit Hilfe von Strommesszangen. Die induktive Messung von Gleichströmen erfordert einen gewissen Aufwand zu ihrer Durchführung, da sich die Magnetisierung des Weicheisenkerns von Strommesszangen auf Grund von Remanenzeffekten ändert. Als Folge werden Absolutwerte von Messergebnissen und damit die Aussagequalität der Prüfung beeinflusst. Ein Ausschluss dieses unerwünschten Effektes erfordert einen vergleichsweise aufwendigen Kalibriervorgang bei der Prüfung eines Fahrzeugs, um Einflüsse vorangehender Prüfungen anderer Fahrzeuge zu eliminieren.
  • Die notwendige Kalibrierung und elektrische Adaption des Messadapters im Fahrzeug durch einen Techniker nehmen einige Zeit in Anspruch, was bei einem Produktionsprozess prinzipiell einen Nachteil darstellt. Bei der bekannten stationsgebundenen ECOS-Prüfung dauern die Vor- und Nachbereitungen einer jeden der drei ECOS Messungen jeweils mindestens die Auf- und Abrüstzeit.
  • Als nachteilig wird auch die notwendige interaktive Einbindung des Technikers betrachtet, da Fehlbedienungen zu Fehlbeurteilungen führen können. Eine fehlerhafte Kalibrierung kann zum Beispiel zu unnötigen Fehlermeldungen und damit zu unnötigen Nacharbeiten am Fahrzeug führen.
  • Nachteilig ist auch, dass sich bei der bekannten ECOS Prüfung lange Reaktionszeiten zwischen dem Entstehen eines Fehlers und seiner Erkennung ergeben. Die langen Reaktionszeiten ergeben sich dadurch, dass die bekannten drei ECOS-Prüfungen in bestimmten Stationen erst am Ende der Montage stattfinden, wobei die Gesamtzahl der Fertigungsstationen einer Fertigungslinie zum Beispiel bei etwa 70 liegt.
  • Vor diesem Hintergrund besteht die Aufgabe der Erfindung in der Angabe von Verfahrens- und Vorrichtungsaspekten eines ECOS, das die genannten Nachteile zumindest verringert.
  • Diese Aufgabe wird jeweils mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Die Erfindung sieht damit eine Erfassung von Abtastwerten des Versorgungsstroms durch eine Strommessung mit einem Messwiderstand in der Versorgungsleitung vor, der mit dem Fahrzeug von Fertigungsstation zu Fertigungsstation befördert wird.
  • Im Gegensatz zu induktiven, mit Messzangen arbeitenden Erfassungen von Stromwerten erfordert die Erfindung keine Kalibrierung, da die bei einer Messung erhaltenen Stromwerte prinzipiell von vorher gemessenen Stromwerten unabhängig sind.
  • Dadurch wird wertvolle Zeit (Rüstzeit) gespart. Ferner werden Fehlbedienungen vermieden, was über eine Ersparnis unnötiger Nacharbeiten ebenfalls zur einer Zeitersparnis und Kostenersparnis führt.
  • Der Wegfall des Einflusses früherer Messungen auf eine aktuelle Messung erlaubt in Verbindung mit der Beförderung des Messwiderstandes in der Stromleitung jeweils eine praktisch ohne Rüstzeiten erfolgende Prüfung elektrischer Komponenten gleich nach ihrer Montage noch in der Fertigungsstation, in der sie montiert worden sind. Dadurch kann ein Fehler gegebenenfalls auch schneller behoben werden, da die fehlerhafte Komponente dort noch gut erreichbar ist.
  • Ein schwergängiger Fensterheber kann beispielsweise durch Justage der Einbauposition an seinem Einbauort korrigiert werden, was eine De- und Re-Montage der Türverkleidung einspart. Ein anderes Beispiel ergibt sich durch ein defektes Steuergerät, das unter dem Sitz montiert ist und vor der Sitzmontage schneller ausgetauscht werden kann als danach.
  • In der aktuellen Produktion werden Fahrzeuge dagegen erst nach dem Durchlauf der kompletten Montagelinie aus dem Band ausgesteuert und einer Nachbearbeitung unterzogen. Hier wird ein Großteil der Zeit dafür benötigt, das Fahrzeug aus der Produktion auszuschleusen und umliegende Bauteile aus- und einzubauen, um an das eigentliche defekte Teil zu gelangen. Es ergibt sich also eine Zeitersparnis durch Verringerung des Nacharbeitsaufwandes.
  • Ein zusätzlicher positiver Effekt ergibt sich dadurch, dass das Personal am Montageband eine direkte Rückmeldung über den Erfolg der Montage erhält. Vorteilhafterweise erfolgt nicht nur eine Anzeige eines Fehlers, sondern auch ein Anzeige eines fehlerfreien Zustandes, was über psychologische Effekte zu einer verbesserten und früheren Fehlererkennung und damit zur Sicherung der Montagequalität beiträgt.
  • Durch eine Prüfung von Komponenten, die produktionsbedingt ohnehin betätigt werden müssen, kann zusätzliche Prüfzeit und somit Fertigungszeit eingespart werden. Beispiele sind: ein elektrisches Schiebedach, elektrisch betätigter Heckspoiler, elektrische Sitzverstellung, Fensterheber, etc. Diese Einsparung ist durch die Mehrfachnutzung der Fertigungszeit für die Betätigung im Herstellungsprozess und der parallel ablaufenden Prozesszeit für die Prüfung gegeben.
  • In der Summe aus Rüstzeitersparnis, der Verringerung der Zeit für Nachbearbeitungen und der Zeitersparnis durch die Mehrfachnutzung der Fertigungszeit kann man eine Zeitersparnis erwarten, die pro Fahrzeug im Bereich von wenigstens einer Viertelstunde liegt und auch, abhängig vom eingesparten Nachbearbeitungsaufwand, auch größer sein kann.
  • Ein weiterer Vorteil besteht in einer verbesserten Messbarkeit des Stromverbrauchs von kleinen Verbrauchern. Dadurch, dass das Bordnetz am unvollständigen Fahrzeug durch weniger Verbraucher belastet ist, wird die Streuung des Gesamtstroms geringer. So ist beispielsweise die Messung von Kleinverbrauchern wie der Handschuhfachbeleuchtung mit dem mobilen ECOS der Erfindung denkbar. Bei Messungen am komplett montierten Fahrzeug geht der Strom solcher Verbraucher unter Umständen im Rauschen des Grundstroms unter.
  • Weitere Vorteile ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung und den beigefügten Figuren.
  • Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
  • Zeichnungen
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen, jeweils in schematischer Form:
  • 1 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung; und
  • 2 einen Verlauf des Versorgungsstroms, wie er sich bei einem bestimmten Ablauf der Prüfung über der Zeit ergibt.
  • Die 1 zeigt eine Vorrichtung 10 zur Überprüfung von Komponenten 12, 14, 16 eines elektrischen Bordnetzes 18 eines Kraftfahrzeugs 20 bei einer Herstellung des Kraftfahrzeugs 20. In der Ausgestaltung der 1 befindet sich das Kraftfahrzeug 20 auf einer so genannten Schubplatte als Fördermittel 22. Mit dem Fördermittel 22 wird das Kraftfahrzeug 20 bei seiner Herstellung durch verschiedene Fertigungsstationen geschleust, wobei das Fördermittel 22 das Kraftfahrzeug 10 in jeder Montagestation in einer definierten Lage hält. Ein Gehänge, in das eine Rohkarosserie oder ein teilmontiertes Fahrzeug eingehängt ist und von Fertigungsstation zu Fertigungsstation befördert wird, stellt eine Ausgestaltung eines Fördermittels dar, die alternativ oder ergänzend in Verbindung mit der Erfindung genutzt werden kann.
  • Dabei werden unter anderem die elektrischen Komponenten 12, 14, 16 wie Steuergeräte, Kabelbäume, Elektromotoren, etc. in das Kraftfahrzeug 20 eingebaut. Die Summe sämtlicher Komponenten und ihrer Verbindungen bildet das Bordnetz 18, das über einen Anschlusspunkt 23 an einen Versorgungspotenzialanschluss 24 angeschlossen ist. Das Bordnetz 18 ist darüber hinaus an einen Masseanschluss 26 angeschlossen.
  • Eine Quelle 28 elektrischer Energie stellt einen Versorgungsstrom I bereit, mit dem der Strombedarf sämtlicher Komponenten 12, 14, 16 des Bordnetzes 18 während der Herstellung des Kraftfahrzeugs 20 gedeckt wird. In der Ausgestaltung der 1 handelt es sich bei der Quelle 28 um ein schnell regelndes Ladegerät, das in das Fördermittel 22 integriert ist und dass mit einer zentralen, Ströme sämtlicher Komponenten leitenden Stromleitung 29 an den Anschlusspunkt 24 des Kraftfahrzeugs 20 angeschlossen ist. Dabei wird unter einem schnell regelnden Ladegerät ein Ladegerät verstanden, in dessen Ausgangsstrom sich Stromänderungen im Bordnetz auch dann abbilden, wenn zwischen dem Ladegerät und dem Bordnetz 18 eine Fahrzeugbatterie angeschlossen ist. Hier ist noch festzuhalten, dass, solange keine Starterbatterie im Fahrzeug eingebaut ist, auch ein einfaches Ladegerät bzw. eine Fremdspannungsversorgung verwendet werden.
  • Die Vorrichtung 10 weist ein Messmittel 30 und einen Messwiderstand 32 auf und ist dazu eingerichtet, den Versorgungsstrom I durch den Messwiderstand 32 fließen zu lassen und dabei Abtastwerte des Versorgungsstroms durch den Messwiderstand 32 zu erfassen. Dazu weist die Vorrichtung 10 einen ersten Anschluss 34 und einen zweiten Anschluss 36 auf, die durch den Messwiderstand 32 leitend miteinander verbunden sind. Über die Anschlüsse 34 und 36 ist die Vorrichtung 10 so in den Versorgungs-Stromkreis integriert, dass der Messwiderstand 32 vom Versorgungsstrom I durchflossen wird. In der Ausgestaltung der 1 liegt die Vorrichtung 10 und damit auch der Messwiderstand 32 in Reihe in der zentralen Stromleitung 29 zwischen einem Pluspol 36 des Ladegeräts 28 als externer Quelle elektrischer Energie und dem Versorgungspotenzialanschluss 24 als Anschlusspunkt des Bordnetzes 18.
  • Das Messmittel 30 ist in seiner allgemeinsten Form ein Spannungsmessgerät, das einen Spannungsabfall über dem Messwiderstand 32 erfasst. In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Vorrichtung 10 einen Temperatursensor 33 auf, der ein Maß für die Temperatur des Messwiderstandes an das Messmittel 30 liefert und dem Messmittel 30 damit eine Kompensation von Temperatureinflüssen auf die Messung des Versorgungsstroms erlaubt.
  • Alternativ oder ergänzend können Abtastwerte des Versorgungsstroms I auch durch eine Strommessung erfasst werden, bei der die Vorrichtung 10 mit dem Messwiderstand 32 einen Versorgungspotenzialanschluss 24 einer internen Quelle elektrischer Energie mit dem Anschlusspunkt 23 des Bordnetzes 18 verbindet oder in eine entsprechende Verbindung 40 der Punkte 23 und 24 integriert ist. Nach dem Einbau der Fahrzeugbatterie stellt diese eine Ausgestaltung einer solchen internen Quelle elektrischer Energie dar.
  • Weiter alternativ oder ergänzend kann die Vorrichtung 10 auch in eine Masseverbindung 42 geschaltet oder integriert sein, die zwischen dem Masseanschluss 26 und einem Anschlusspunkt 44 des Kraftfahrzeugs 12 liegt, an den ein Massekabel 46 zum Masseanschluss 38 des Ladegeräts 26 angeschlossen ist. Ferner kann die Vorrichtung 10 auch in das Massekabel 46 geschaltet oder integriert sein. Mit anderen Worten: Auch diese Alternativen 40, 42, 44 stellen, wie auch die Leitung 29, Ausgestaltungen einer zentralen, Ströme sämtlicher Komponenten leitenden Stromleitung dar.
  • In der Fahrzeugproduktion werden bevorzugt schnell regelnde Ladegeräte 28 verwendet, die mit einer Steuerungselektronik ausgerüstet sind und in zwei Betriebsmodi betrieben werden können. Eine Fahrzeugbatterie, die bereits in das Kraftfahrzeug 20 eingebaut worden ist, wird von solchen Ladegeräten 28 an der Batteriespannung erkannt, so dass die Ladegeräte 28 Bordnetze 18 aus reinen Verbrauchern, also insbesondere Bordnetze vor dem Einbau und Anschluss der Fahrzeugbatterie, von Bordnetzen 18 mit angeschlossener Fahrzeugbatterie unterscheiden können. Bei anliegender Batteriespannung aktiviert ein solches Ladegerät 28 einen Lademodus. Bei fehlender Batteriespannung gibt ein solches Ladegerät 28 eine konstante Spannung für das Bordnetz 18 aus.
  • Das in der 1 dargestellte Konzept der Messung des Versorgungsstroms I zwischen dem Ladegerät 28 und dem Versorgungspotenzialanschlusspunkt 24 bietet sich bis zum Zeitpunkt des Einbaus der Fahrzeugbatterie an, da das Bordnetz 18 des Kraftfahrzeugs 20 bis zu diesem Zeitpunkt ausschließlich vom Ladegerät 28 gespeist wird.
  • Messungen haben gezeigt, dass der Strom I eines ausreichend schnell regelnden Ladegerätes 28 auch bei angeschlossener Fahrzeugbatterie einen Rückschluss auf den im Bordnetz fließenden Strom gibt. Der qualitative Stromverlauf bei angeschlossener Batterie ist dann nahezu identisch zum Verlauf bei reinem Konstantspannungsbetrieb.
  • Diese Identität stellt gleichzeitig ein Kriterium zur Unterscheidung ausreichend schneller von nicht ausreichend schnellen Ladegeräten dar. Ein Ladegerät 28 regelt ausreichend schnell, wenn die genannten Stromverläufe nahezu identisch sind. Allerdings ist der Betrag des Stroms I bei angeschlossener Fahrzeugbatterie um den Betrag des Ladestroms der Fahrzeugbatterie höher als ohne angeschlossene Fahrzeugbatterie. Da der Anteil des Ladestroms unbekannt ist, kann dann keine Absolutstrommessung durchgeführt werden. Relativstrommessungen sind dagegen nahezu problemlos möglich.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Vorrichtung 10 ein Messcomputer, der über eine Funkverbindung 48 mit einem Stationsrechner 50 der aktuellen Fertigungsstation und/oder einem Zentralrechner der Produktionsanlage und/oder allgemein mit einem Fabriknetz Daten austauscht. Eine Datenübertragung durch Netzwerkkabel ist wegen der Mitbeförderung der Vorrichtung 10 durch den Herstellungsprozess weniger geeignet. Als besonders geeignet wird eine Einbindung der Vorrichtung 10 in ein WLAN (Wireless Local Area Network), also eine Datenübertragung per Funk nach dem WLAN-Standard betrachtet.
  • Diese geschickte Kombination aus einem einfachen Strommesssensor, dem Shunt-Widerstand oder Messwiderstand 32 mit einem Messcomputer mit vorhandener WLAN-Anbindung ermöglicht eine schnelle und wirtschaftlich günstige, nur mit einem kleinen Risiko behaftete Umstellung auf ein mobiles ECOS, wie es in der vorliegenden Anmeldung vorgestellt wird.
  • In der Ausgestaltung der 1 weist die Vorrichtung 10 eine Antenne 52 auf, mit der die Vorrichtung 10 direkt eine eigene Funkverbindung aufbauen und halten kann. Alternativ sieht eine bevorzugte Ausgestaltung vor, dass die Funkverbindung mit Hilfe eines ohnehin bereits bei der Herstellung im Fahrzeug 20 verwendeten Funkdiagnosesteckers aufgebaut wird, der über das Bordnetz 18 mit der Vorrichtung 10 verbunden ist. Die Verwendung solcher Funkdiagnosestecker ist in Verbindung mit der Prüfung von zur On Board Diagnose fähigen Komponenten des Fahrzeugs 20 bekannt.
  • Der Datenaustausch zwischen der Vorrichtung 10 und dem Funkdiagnosestecker erfolgt in einer Ausgestaltung über eine sogenannte Power Line Communication (PLC). PLC, auch DC-Bus genannt, nutzt die im Fahrzeug vorhandenen Gleichstromleitungen zur Datenkommunikation. Mittels PLC wird derzeit eine fehlerfreie Kommunikation mit bis zu 500 kBit/s ermöglicht. Zur Fehlerkorrektur wird die "Forward Error Correction" verwendet. Digitale Signale werden mit zusätzlichen Prüfbits (Error Protection Code) versehen. Anschließend wird das Signal in ein analoges Signal moduliert und über Stromleitungen übertragen. Auf der Empfänger-Seite wird das Signal zunächst demoduliert, mit Hilfe der Prüfbits wiederhergestellt und als digitales Signal ausgegeben.
  • 2 zeigt einen Verlauf 54 des Versorgungsstroms I, wie er sich bei einem bestimmten Ablauf der Prüfung über der Zeit t ergibt. Hier wurde bei eingeschalteter Zündung nacheinander das Licht eingeschaltet, der Heckwischer zweimal betätigt, das Fernlicht eingeschaltet und anschließend wieder alles ausgeschaltet. Um schnelle Stromänderungen zeitlich auflösen zu können ist bevorzugt, dass Abtastwerte des Versorgungsstroms I mit einer Frequenz erfasst werden, die größer als 1 KHz ist und bevorzugt in einer Größenordnung von 10 KHz liegt.

Claims (10)

  1. Verfahren zur Überprüfung von Komponenten (12, 14, 16) eines elektrischen Bordnetzes (18) eines Kraftfahrzeugs (20), die bei der Herstellung des Kraftfahrzeugs (20) in mehreren Fertigungsstationen montiert werden, wobei das Kraftfahrzeug (20) während der Montage mit einem Fördermittel (22) verbunden ist und mit dem Fördermittel (22) von Fertigungsstation zu Fertigungsstation befördert wird, und wobei die Überprüfung durch Erfassen und Auswerten eines Zeitverlaufs (54) eines von einer Quelle (28) elektrischer Energie bereitgestellten Versorgungsstroms (1) in einer zentralen, Ströme sämtlicher Komponenten leitenden Stromleitung (29; 40; 42; 44) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass Abtastwerte des Versorgungsstroms (I) durch eine Strommessung mit einem Messwiderstand (32) in der Stromleitung (29; 40; 42; 44) erfasst werden, der mit dem Fahrzeug (20) von Fertigungsstation zu Fertigungsstation befördert wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastwerte durch eine Strommessung mit einem zwischen einer externen Quelle (28) elektrischer Energie und einem Anschlusspunkt (24) des Kraftfahrzeugs (20) angeordneten Messwiderstand (32) erfasst werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastwerte alternativ oder ergänzend durch eine Strommessung mit einem zwischen einer internen Quelle elektrischer Energie und einem Anschlusspunkt (23) des Kraftfahrzeugs (20) angeordneten Messwiderstand (32) erfasst werden.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastwerte mit einer Frequenz erfasst werden, die größer als 1 KHz ist.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastwerte mit einer Frequenz in der Größenordnung von 10 KHz erfasst werden.
  6. Vorrichtung (10) zur Überprüfung von Komponenten (12, 14 16) eines elektrischen Bordnetzes (18) eines Kraftfahrzeugs (20) bei einer Herstellung des Kraftfahrzeugs (20), die bei der Herstellung des Kraftfahrzeugs (20) in mehreren Fertigungsstationen montiert werden, wobei das Kraftfahrzeug (20) während der Montage mit einem Fördermittel (22) verbunden ist und mit dem Fördermittel (22) von Fertigungsstation zu Fertigungsstation befördert wird, wobei die Vorrichtung (10) dazu eingerichtet ist, einen Zeitverlauf eines von einer Quelle (28) elektrischer Energie bereitgestellten Versorgungsstroms (I) in einer zentralen, Ströme sämtlicher Komponenten leitenden Stromleitung (29; 40; 42; 44) zu erfassen, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) ein Messmittel (30) und einen Messwiderstand (32) aufweist, der mit dem Fahrzeug (20) von Fertigungsstation zu Fertigungsstation befördert wird und die Vorrichtung (10) dazu eingerichtet ist, den Versorgungsstrom (I) durch den Messwiderstand (32) fließen zu lassen und Abtastwerte des Versorgungsstroms (I) durch den Messwiderstand (32) zu erfassen.
  7. Vorrichtung (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Messmittel (30) in ein Fördermittel (22) integriert ist, das das Kraftfahrzeug (20) von Fertigungsstation zu Fertigungsstation bewegt und das Kraftfahrzeug (20) in jeder Fertigungsstation in einer definierten Lage hält.
  8. Vorrichtung (10) nach Anspruch 6 oder 7 dadurch gekennzeichnet, dass die Quelle (28) elektrischer Energie eine schnell regelnde Spannungsquelle ist.
  9. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 7 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) dazu eingerichtet ist, ein Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5 durchzuführen.
  10. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) einen Temperatursensor (33) aufweist, der ein Maß für die Temperatur des Messwiderstandes (32) an das Messmittel (30) liefert und dem Messmittel (30) damit eine Kompensation von Temperatureinflüssen auf die Messung des Versorgungsstroms (I) erlaubt.
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