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DE102006053132A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Gasreinigung durch Partialkondensation und Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Gasreinigung durch Partialkondensation und Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung Download PDF

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DE102006053132A1
DE102006053132A1 DE200610053132 DE102006053132A DE102006053132A1 DE 102006053132 A1 DE102006053132 A1 DE 102006053132A1 DE 200610053132 DE200610053132 DE 200610053132 DE 102006053132 A DE102006053132 A DE 102006053132A DE 102006053132 A1 DE102006053132 A1 DE 102006053132A1
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Germany
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heat exchanger
cooling medium
end region
gas flow
group
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Withdrawn
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DE200610053132
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English (en)
Inventor
Manfred Stahl
Thomas Kutz
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Air Liquide Deutschland GmbH
Original Assignee
Air Liquide Deutschland GmbH
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Publication date
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Priority to PCT/EP2007/061635 priority patent/WO2008055804A1/en
Priority to US12/514,231 priority patent/US9089808B2/en
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/002Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols by condensation

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Abstract

Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Reinigung eines mit einem Fremdstoff beladenen Gasstromes von dem Fremdstoff, wobei der Gasstrom durch ein Wärmetauscher (1) geleitet und in thermischen Kontakt mit einem Kühlmedium gebracht wird, um den Fremdstoff auszufrieren und/oder auszukondensieren, wobei die Reinigung in nur einem Rohrwärmetauscher (1) erfolgt, durch dessen Innenraum (3) der Gasstrom von einem ersten Endbereich (4) zu einem zweiten Endbereich (5) geleitet und dabei durch Kontakt mit einer von dem Kühlmedium im Gegenstrom durchströmten ersten Gruppe (6) von Rohren abgekühlt wird und wobei der Gasstrom im zweiten Endbereich (5) unmittelbar wieder umgelenkt und unter Wärmeaustausch mit dem im Innenraum (3) strömenden Gasstrom durch eine zweite Gruppe (7) von Rohren zurück durch den Innenraum (3) des Wärmetauschers (1) zum ersten Endbereich (4) geleitet wird. Eine entsprechende Vorrichtung weist einen Rohrwärmetauscher (1) mit mindestens zwei Gruppen (6, 7) von Rohren auf, die durch einen Innenraum (3) des Wärmetauschers (1) von einem ersten Endbereich (4) zu einem zweiten Endbereich (5) des Wärmetauschers (1) verlaufen, wobei der Innenraum (3) des Wärmetauschers (1) von einem Gasstrom-Einlass (2) an dem ersten Endbereich (4) zu dem zweiten Endbereich (5) von dem Gasstrom durchströmbar ist und wobei eine erste Gruppe (6) der Rohre Teil eines Kühlmedium-Kreislaufes (25) ist und eine zweite Gruppe (7) der Rohre zur Rückführung des Gasstromes von dem ...

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung eines Gasstromes, bei dem ein mit einem Fremdstoff beladenes Gas zwecks Kondensation und/oder Ausfrierens des Fremdstoffes durch einen Wärmetauscher geleitet und mit einem Kühlmedium in thermischen Kontakt gebracht wird, sowie eine entsprechende Vorrichtung zur Gasreinigung und ein Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung.
  • Derartige Verfahren sind in verschiedenen Variationen bekannt, beispielsweise aus der EP 0839 560 A1 , der EP 1 674 140 A1 oder der EP 1 602 401 A1 . Für eine ausreichende Reinigung eines Gasstromes ist gemäß diesem Stand der Technik ein recht großer apparativer Aufwand, oft mit mehreren Wärmetauschern und komplexer Regelungstechnik erforderlich.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines einfachen, kostengünstigen Verfahrens zur Gasreinigung mit möglichst geringem apparativen und regelungstechnischen Aufwand sowie einer zugehörigen Vorrichtung und deren Regelung.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe dienen ein Verfahren nach dem Anspruch 1, eine Vorrichtung nach Anspruch 6 und ein Verfahren zur Regelung der Vorrichtung nach Anspruch 14. Vorteilhafte Ausgestaltungen, die einzeln oder in Kombination miteinander anwendbar sind, sind in den jeweils abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Reinigung eines mit einem Fremdstoff beladenen Gasstromes von dem Fremdstoff kommt mit einem einzigen Wärmetauscher aus, durch dessen Innenraum der Gasstrom zunächst von einem ersten Endbereich zu einem zweiten Endbereich geleitet wird. Dabei wird der Gasstrom in thermischen Kontakt mit Rohren gebracht, die in dem Innenraum verlaufen. Durch eine erste Gruppe dieser Rohre strömt ein Kühlmedium, welches den Gasstrom auf seinem Weg in dem Innenraum unter den Taupunkt des zu beseitigenden Fremdstoffes abkühlt, so dass dieser kondensiert oder ausfriert. Der Gasstrom ist im Bereich des zweiten Endbereiches so kalt, dass er nach dem Austritt aus dem Wärmetauscher umgelenkt und durch eine zweite Gruppe von Rohren wieder durch den Innenraum des Wärmetauschers geleitet werden kann, wodurch der Gasstrom im Innenraum des Wärmetauschers gekühlt und der Gasstrom in den Rohren wieder aufgewärmt wird. Beim Austritt aus dem Wärmtauscher im ersten Endbereich ist der gereinigte Gasstrom dann nur wenig kälter als der eintretende noch zu reinigende Gasstrom, im Folgenden Rohgasstrom genannt.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Kühlmedium, welches die notwendige Kühlleistung in dem Wärmetauscher zur Verfügung stellt, in einem geschlossenen Kreislauf geführt wird, wobei es vor Eintritt in den ersten Endbereich des Wärmetauschers in einem Kühler von einem primären Kühlmittel auf eine vorgebbare Temperatur abgekühlt wird. Der geschlossene Kühlmedium-Kreislauf kann als sekundärer Kühlkreislauf betrachtet werden, der in einem Kühler mittels eines primären Kühlmittels auf eine gewünschte Temperatur gebracht wird, insbesondere auf eine Temperatur unterhalb des Taupunktes des zu beseitigenden Fremdstoffes. Als primäres Kühlmittel kommt insbesondere ein tiefkaltes, verflüssigtes Gas zur Anwendung, insbesondere flüssiger Stickstoff oder flüssiges Kohledioxid. Das primäre Kühlmittel kann in einem offenen oder einem geschlossenen Kreislauf geführt werden. Insbesondere bei flüssigem Stickstoff wird bevorzugt ein offener Kreislauf angewendet, bei dem der flüssige Stickstoff aus einem Vorratsbehälter durch den Kühler geführt und der aufgewärmte Stickstoff gasförmig in die umgebene Atmosphäre abgelassen oder zur weiteren Verwendung in ein Inertgasnetz eingespeist wird.
  • Das Kühlmedium in der ersten Gruppe von Rohren und der bereits abgekühlte in der zweiten Gruppe von Rohren zurückgeführte Gasstrom kühlen den Gasstrom im Innenraum des Wärmetauschers im Prinzip im Gegenstrom, wobei jedoch bevorzugt in dem Innenraum Leitbleche angeordnet sein können, die den Gasstrom mäanderförmig durch den Innenraum leiten, so dass eine Kombination aus Gegenstrom- und Querstromwärmetauscher vorliegen kann. Bei dieser Art der Strömungsführung kommt es zu einem guten Wärmeaustausch des Gasstroms mit dem Kühlmedium und dem zurückgeführten Gasstrom, unabhängig davon, wie die erste und zweite Gruppe von Rohren räumlich verteilt sind. Es können daher die konstruktiv günstigsten Verteilungen dieser Gruppen gewählt werden.
  • Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Reinigung eines mit einem Fremdstoff beladenen Gasstromes von dem Fremdstoff, wobei der Gasstrom durch einen Wärmetauscher geleitet und in thermischen Kontakt mit einem Kühlmedium gebracht wird, um den Fremdstoff auszufrieren und/oder auszukondensieren zeichnet sich dadurch aus, dass als Wärmetauscher ein Rohrwärmetauscher vorhanden ist mit mindestens zwei Gruppen von Rohren die durch den Innenraum des Wärmetauschers von einem ersten Endbereich zu einem zweiten Endbereich des Wärmetauschers verlaufen. Dabei ist der Innenraum des Wärmetauschers von einem Gasstromeinlass an dem ersten Endbereich zu dem zweiten Endbereich von dem Gasstrom durchströmbar. Eine erste Gruppe der Rohre ist Teil eines Kühlmedium-Kreislaufes und eine zweite Gruppe der Rohre dienst zur Rückführung des Gasstromes von dem zweiten Endbereich des Wärmetauschers zu einem Reingas-Auslass im ersten Endbereich.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann mit nur wenig modifizierten handelsüblichen Wärmetauschern für zwei unterschiedliche Kühlmedien verwirklicht werden, indem durch eine geeignete Verrohrung das im zweiten Endbereich aus dem Innenraum austretende gekühlte Reingas umgelenkt und einer Gruppe von Rohren wieder zugeführt wird.
  • Es ist allerdings in einer besonderen Ausführungsform auch möglich, den zweiten Endbereich des Wärmetauschers als interne Umlenkung für den Gasstrom in die zweite Gruppe von Rohren auszubilden. Dazu können entweder zwischen den Rohren der zweiten Gruppe Öffnungen in einem dort die Rohre haltenden Rohrboden vorgesehen werden oder es können im zweiten Endbereich des Wärmetauschers in den Rohren der zweiten Gruppe seitliche Schlitze oder Öffnungen vorgesehen werden, durch die der Gasstrom direkt wieder umgelenkt und zurückgeführt werden kann.
  • Die erste Gruppe von Rohren ist Teil eines geschlossenen Kühlmedium-Kreislaufes in dem ein Kühlmedium umgewälzt wird. Dies kann durch eine geeignete Fördereinrichtung, insbesondere eine Pumpe bzw. ein Gebläse oder einen Verdichter, erfolgen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Kühlmedium-Kreislauf einen von einem primären Kühlmittel durchströmbaren Kühler auf, der vor dem ersten Endbereich des Wärmetauschers angeordnet ist. In diesem Kühler wird das Kühlmedium auf die zur Reinigung des Gasstromes notewenige Temperatur abgekühlt, insbesondere auf eine Temperatur unterhalb des Taupunktes des aus dem Rohgasstrom zu entfernenden Fremdstoffes.
  • Bevorzugt ist der Kühler an einem offenen oder geschlossenen primären Kühlmittel-Kreislauf angeschlossen, insbesondere an eine Versorgung mit flüssigem Stickstoff oder flüssigen Kohlendioxid.
  • Es hat sich gezeigt, dass es gegenüber im Stand der Technik bekannten senkrechten Anordnungen vorteilhaft ist, den Wärmetauscher etwa horizontal anzuordnen, allerdings mit einem leichten Gefälle in der Richtung der Durchströmung mit Kühlmedium. Dieses Gefälle beträgt weniger als 10% zur Horizontalen, vorzugsweise wird eine Neigung zur Horizontalen zwischen 1° und 5° gewählt. Dies bedeutet, dass der kondensierte Fremdstoff auf der Unterseite des Innenraums des Wärmetauschers in Richtung des wärmeren Endbereiches läuft, wodurch vermieden werden kann, dass kondensierter Fremdstoff festfriert und einen Strömungsweg verstopft.
  • Zur Beseitigung des Kondensats ist der Wärmetauscher an seiner Unterseite mit mindestens einem Kondensatabfluss ausgestattet, insbesondere sogar mit zwei oder mehr Kondensatabflüssen, die in Abständen hintereinander in Richtung der Durchströmung mit Kühlmedium angeordnet sind. Von diesen Kondensatabflüssen wird der kondensierte Fremdstoff über Kondensatleitungen zu einem Kondensatsammelbehälter geleitet.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Wärmetauscher mindestens einen ersten Messfühler auf zur Messung eines Messwertes, aus dem die Temperatur des Gasstroms im zweiten Endbereich des Wärmetauschers ableitbar ist. Ein solcher Messwert ist erforderlich, um die Vorrichtung so betreiben zu können, dass die zum Beseitigen des Fremdstoffes notwendige Temperatur immer unterschritten bleibt.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Vorrichtung mindestens ein Stellglied im Kühlmedium-Kreislauf und/oder eines im Kühlmittel-Kreislauf auf, die mit einer Prozessregelung verbunden sind, so dass die dem Wärmetauscher zugeführte Kälteleistung regelbar ist.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den besonderen Vorteil, dass sie sich sehr einfach und zuverlässig regeln lässt. Geht man davon aus, dass der zu reinigende Gasstrom in seiner Temperatur und Durchflussmenge schwanken kann, so muss unter allen Betriebsbedingungen sichergestellt werden, dass der Gasstrom im Wärmetauscher genügend stark abgekühlt wird, um einen enthaltenen Fremdstoff zu kondensieren oder auszufrieren. Dazu wird ein der Temperatur des Gasstromes im zweiten Endbereich des Wärmetauschers proportionaler Messwert gemessen und auf einen vorgegebenen Sollwert eingeregelt. Grundsätzlich kommen für eine Regelung zwei beeinflussbare Parameter im Kühlmediumkreislauf in Betracht, nämlich der Durchfluss an Kühlmedium und die Temperatur des Kühlmediums. Während man den Durchfluss an Kühlmedium mittels der Fördereinrichtung im Kühlmediumkreislauf einstellen kann, kann die Temperatur durch die Menge an zugeführtem Primärkühlmittel im Kühler eingestellt werden. Bevorzugt werden erfindungsgemäß beide Parameter zur Regelung des Systems herangezogen. Eine einfache Regelstruktur ergibt sich beispielsweise durch die Verwendung von zwei Regelkreisen. Die Temperatur im Kühlmedium-Kreislauf vor dem Wärmetauscher (Vorlauftemperatur) wird durch Regelung des Durchflusses an Kühlmittel im Kühler mittels des Regelventils eingestellt, die Temperatur im Kühlmedium-Kreislauf hinter dem Wärmetauscher (Rücklauftemperatur) wird durch Regelung des Durchflusses an Kühlmedium mittels der Fördereinrichtung eingestellt.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung und seine Betriebsweise werden im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Die Erfindung ist jedoch nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern es sind Abwandlungen in der Bauweise des Wärmetauschers, der Regelung und der Verrohrung möglich.
  • Es zeigen:
  • 1 schematisch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem horizontalen Längsschnitt durch einen zugehörigen Wärmetauscher und
  • 2 schematisch einen vertikalen Längsschnitt durch den Wärmetauscher aus 1.
  • Wie in den 1 und 2 veranschaulicht strömt ein mit einem Fremdstoff beladenes Rohgas durch einen Gasstromeinlass 2 in den Innenraum 3 eines Wärmetauschers 1. Der Innenraum 3 des Wärmetauschers 1 erstreckt sich von einem ersten Endbereich 4 zu einem zweiten Endbereich 5. In dem Innenraum 3 wird der Gasstrom abgekühlt, und zwar so weit, dass der darin enthaltene Fremdstoff seinen Taupunkt unterschreitet und auskondensiert bzw. ausfriert. Die Kühlung des Gasstromes im Innenraum 3 erfolgt durch thermischen Kontakt mit einer ersten Gruppe 6 von Rohren und einer zweiten Gruppe 7 von Rohren. Zur Erhöhung des thermischen Kontaktes mit den Rohren dienen etwa quer zur Durchströmungsrichtung des Innenraumes 3 angeordnete Leitbleche 14, die den Gasstrom auf einem mäanderförmigen Weg durch den Innenraum 3 leiten. Die erste Gruppe 6 von Rohren ist Teil eines Kühlmedium-Kreislaufes 25 die zweite Gruppe 7 von Rohren dient zur Rückführung des gekühlten Gasstromes vom zweiten Endbereich 5 des Wärmetauschers 1 zum ersten Endbereich 4, wobei das bereits gereinigte Gas sich wieder annähernd bis zu der Temperatur des Rohgases am Gasstromeinlass 2 aufwärmt und dabei zur Kühlung des Gasstromes im Innenraum 3 beiträgt. Sämtliche Rohre sind im ersten Endbereich 4 des Wärmetauschers 1 in einem ersten Rohrboden 16 befestigt und im zweiten Endbereich 5 in einem zweiten Rohrboden 17. Der Wärmetauscher 1 weist im ersten Endbereich einen ersten Dom 18 und im zweiten Endbereich 5 einen zweiten Dom 19 auf. Der erste Dom 18 ist durch eine erste Trennwand 20 in zwei Teile unterteilt, ebenfalls der zweite Dom 19 durch eine zweite Trennwand 21. Auf diese Weise werden die Ein- und Auslassöffnungen der ersten Gruppe 6 von Rohren und der zweiten Gruppe 7 von Rohren getrennt und können daher getrennt von unterschiedlichen Medien durchströmt werden. So kann die erste Gruppe 6 von Rohren durch einen Kühlmedium-Einlass 23 von Kühlmedium angeströmt werden, welches den Wärmetauscher 1 durch einen Kühlmedium-Auslass 24 wieder verlässt. Die zweite Gruppe 7 von Rohren wird im zweiten Endbereich 5 des Wärmetauschers 1 von dem bereits gereinigten Gasstrom angeströmt, indem dieser mittels einer Umlenkung 9 aus dem Innenraum 3 des Wärmetauschers zu dem Teil des zweiten Doms 19 geführt wird, in dem die zweite Gruppe 7 von Rohren endet. Durch die zweite Gruppe 7 von Rohren gelangt das gereinigte Gas zum ersten Dom 18 und wird dort durch einen Reingas-Auslass 10 abgeführt. Der zu entfernende Fremdstoff kondensiert an den Rohren im Innenraum 3 des Wärmetauschers 1 und tropft nach unten. Eventuell an den Rohren entlang laufende Tropfen werden spätestens an den Leitblechen 14 aufgehalten. Im unteren Bereich des Wärmetauschers 1 sammelt sich das Kondensat und gelangt durch Kondensat-Abflüsse 11 über Kondensat-Leitungen 12 zu einem Kondensat-Sammelbehälter 13. Durch eine leichte Schrägstellung um einen Winkel α von etwa 1° bis 5° der Langsachse 22 des Wärmetauschers 1 gegenüber der Horizontalen 8 wird erreicht, dass das Kondensat immer in Richtung wärmerer Umgebung fließt und daher nicht festfriert bevor es einen Kondensat-Abfluss 11 erreicht.
  • Wie in 1 dargestellt enthält der Kühlmedium-Kreislauf 25 eine regelbare Fördereinrichtung 26 und einen Kühler 28, in welchem das Kühlmedium auf eine Temperatur unterhalb des Taupunktes des zu entfernenden Fremdstoffes abgekühlt wird. Der Kühler 28 ist Teil eines Kühlmittelkreislaufes 29, insbesondere eines offenen Kreislaufes mit verflüssigtem Stickstoff oder Kohlendioxid. Mittels eines Regelventils 34 für das Kühlmittel wird die dem Kühler 28 zugeführte Kälteleistung und damit die Temperatur (Vorlauftemperatur) des aus dem Kühler 28 austretenden Kühlmediums geregelt.
  • Oft werden solche Reinigungsvorrichtungen in Intervallen oder im Wechsel mit einer zweiten Vorrichtung betrieben, wobei dann bei Betriebsunterbrechungen die Anlage abgetaut, also von Eis befreit werden kann. Zur Unterstützung beim Abtauen dient ein Heizer 27. Es können noch weitere nicht dargestellte Komponen ten vorhanden sein, beispielsweise ein Entfeuchter für das Rohgas, sofern dieses Wasserdampf enthalten kann.
  • Die Regelung der Vorrichtung ist mit geringem Aufwand zu bewerkstelligen. In 1 sind schematisch auch typische Elemente einer Prozess-Regelung 30 dargestellt. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind mehr Messgeräte dargestellt als unbedingt erforderlich. Im Prinzip genügt es, die Temperatur des gereinigten Gasstromes im zweiten Endbereich 5 Wärmetauschers 1 immer genügend niedrig zu halten. Dazu wird bevorzugt die Temperatur dort mit einem ersten Temperaturfühler 35 gemessen und an die Prozess-Regelung 30 geleitet. Zur Beeinflussung dieser Temperatur kann der Durchfluss an Kühlmittel durch den Kühler 28 und/oder an Kühlmedium im Kühlmedium-Kreislauf 25 verändert werden. Vorteilhaft, aber für eine einfache Regelung nicht erforderlich ist es, einen Durchfluss-Messer 31 für den Rohgasstrom, einen Durchfluss-Messer 32 für das Kühlmedium und einen Durchfluss-Messer 33 für das Kühlmittel im Kühlkreislauf 29 vorzusehen und deren Messwerte an die Prozess-Regelung weiterzuleiten. Als Stellglieder in dem System können bevorzugt die regelbare Fördereinrichtung 26 zur Regelung des Kühlmedium-Durchflusses und ein Regelventil 34 zur Regelung des Kühlmittel-Durchflusses dienen. Weitere Temperaturfühler, zum Beispiel ein zweiter Temperaturfühler 36 im Kühler 28 oder ein dritter Temperaturfühler 37 in der Nähe des Kühlmedium-Auslasses 24 können die Betriebssicherheit und Regelgenauigkeit erhöhen. Besonders bevorzugt wird die Temperatur des Kühlmediums vor dem Wärmetauscher 1 (Vorlauftemperatur) durch den ersten 35 oder zweiten 36 Temperaturfühler gemessen und durch Verstellung des Regelventils 34 auf einen Sollwert eingeregelt. Gleichzeitig wird die Temperatur des Kühlmediums hinter dem Wärmetauscher 1 (Rücklauftemperatur) durch den dritten Temperaturfühler 37 gemessen und durch Verstellung der Leistung der Fördereinrichtung auf einen Sollwert eingeregelt. Beide Regelungen zusammen führen zu einem günstigen und ökonomischen Betrieb der Vorrichtung. Diese ist dementspre chend einfach zu regeln, kostengünstig herzustellen und mit hoher Effektivität zu betreiben.
  • 1
    (Rohr-)Wärmetauscher
    2
    Gasstrom-Einlass (Rohgas)
    3
    Innenraum des Wärmetauschers
    4
    Erster Endbereich des Wärmetauschers
    5
    Zweiter Endbereich des Wärmetauschers
    6
    Erste Gruppe von Rohren
    7
    Zweite Gruppe von Rohren
    8
    Horizontale
    9
    Umlenkung
    10
    Reingas-Auslass
    11
    Kondensat-Abfluss
    12
    Kondensat-Leitung
    13
    Kondensat-Sammelbehälter
    14
    Leitbleche
    15
    Kompensator
    16
    Erster Rohrboden
    17
    Zweiter Rohrboden
    18
    Erster Dom
    19
    Zweiter Dom
    20
    Erste Trennwand
    21
    Zweite Trennwand
    22
    Längsachse
    23
    Kühlmedium-Einlass
    24
    Kühlmedium-Auslass
    25
    Kühlmedium-Kreislauf
    26
    Fördereinrichtung
    27
    Heizer
    28
    Kühler
    29
    Kühlmittelkreislauf
    30
    Prozess-Regelung
    31
    Durchfluss-Messer für Gasstrom
    32
    Durchfluss-Messer für Kühlmedium
    33
    Durchfluss-Messer für Kühlmittel
    34
    Regelventil für Kühlmittel
    35
    Erster Temperaturfühler
    36
    Zweiter Temperaturfühler
    37
    Dritter Temperaturfühler
    α
    Winkel der Langsachse 22 zur Horizontalen 8

Claims (16)

  1. Verfahren zur Reinigung eines mit einem Fremdstoff beladenen Gasstromes von dem Fremdstoff, wobei der Gasstrom durch einen Wärmetauscher (1) geleitet und in thermischen Kontakt mit einem Kühlmedium gebracht wird, um den Fremdstoff auszufrieren und/oder auszukondensieren, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigung in nur einem Rohrwärmetauscher (1) erfolgt, durch dessen Innenraum (3) der Gasstrom von einem ersten Endbereich (4) zu einem zweiten Endbereich (5) geleitet und dabei durch Kontakt mit einer von dem Kühlmedium durchströmten ersten Gruppe (6) von Rohren abgekühlt wird und dass der Gasstrom im zweiten Endbereich (5) unmittelbar wieder umgelenkt und unter Wärmeaustausch mit dem im Innenraum (3) strömenden Gasstrom durch eine zweite Gruppe (7) von Rohren zurück durch den Innenraum (3) des Wärmetauschers (1) zum ersten Endbereich (4) geleitet wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmedium in einem geschlossenen Kreislauf (25) geführt wird, wobei es vor Eintritt in den ersten Endbereich (4) des Wärmetauschers (1) in einem Kühler (28) von einem primären Kühlmittel auf eine vorgebbare Temperatur abgekühlt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Kühler (28) ein flüssiges Gas als primäres Kühlmittel zugeleitet wird, insbesondere flüssiger Stickstoff oder flüssiges Kohlendioxid, welches im Wärmeaustausch das im geschlossenen Kreislauf (25) geführte Kühlmedium kühlt.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das primäre Kühlmittel in einem offenen Kreislauf (29) geführt wird.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmedium in der ersten Gruppe (6) von Rohren und der in der zweiten Gruppe (7) von Rohren zurückgeführte Gasstrom den Gasstrom im Innenraum (3) des Wärmetauschers (1) im Gegenstrom kühlen.
  6. Vorrichtung zur Reinigung eines mit einem Fremdstoff beladenen Gasstromes von dem Fremdstoff, wobei der Gasstrom durch einen Wärmetauscher (1) geleitet und in thermischen Kontakt mit einem Kühlmedium gebracht wird, um den Fremdstoff auszufrieren und/oder auszukondensieren, dadurch gekennzeichnet, dass als Wärmetauscher ein Rohrwärmetauscher (1) vorhanden ist mit mindestens zwei Gruppen (6, 7) von Rohren, die durch einen Innenraum (3) des Wärmetauschers (1) von einem ersten Endbereich (4) zu einem zweiten Endbereich (5) des Wärmetauschers (1) verlaufen, wobei der Innenraum (3) des Wärmetauschers (1) von einem Gasstrom-Einlass (2) an dem ersten Endbereich (4) zu dem zweiten Endbereich (5) von dem Gasstrom durchströmbar ist und wobei eine erste Gruppe (6) der Rohre Teil eines Kühlmedium-Kreislaufes (25) ist und eine zweite Gruppe (7) der Rohre zur Rückführung des Gasstromes von dem zweiten Endbereich (5) des Wärmetauschers (1) zu einem Reingas-Auslass (10) im ersten Endbereich (4) angeschlossen ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Endbereich (5) des Wärmetauschers (2) als Umlenkung (9) für den Gasstrom in die zweite Gruppe (7) von Rohren ausgebildet ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der geschlossene Kühlmedium-Kreislauf (25) eine Fördereinrichtung (26) und einen von primärem Kühlmittel durchströmbaren Kühler (28) aufweist, der vor dem ersten Endbereich (4) des Wärmetauschers (1) angeordnet ist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühler (28) an einen offenen oder geschlossenen primären Kühlmittelkreislauf (29) angeschlossen ist, insbesondere eine Versorgung mit flüssigem Stickstoff oder Kohlendioxid.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher (1) mit einem Gefälle in der Richtung der Durchströmung mit Kühlmedium von weniger als 10° zur Horizontalen, vorzugsweise einer Neigung zwischen 1° und 5° angeordnet ist.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher (1) mindestens einen Kondensat-Abfluss (11) an seiner Unterseite aufweist, insbesondere zwei oder mehr, die in Abständen hintereinander in Richtung der Durchströmung mit Kühlmedium angeordnet sind.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher (1) mindestens mit einem ersten Messfühler (35) ausgestattet ist zur Messung eines Messwertes, aus dem die Temperatur des Gasstromes im zweiten Endbereich (5) des Wärmetauschers (1) ableitbar ist.
  13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Stellglied (26) im Kühlmedium-Kreislauf (25) und/oder eines (34) im Kühlmittel-Kreislauf (29) vorhanden sind, die mit einer Prozess-Regelung (30) verbunden sind, so dass die dem Wärmetauscher (1) zugeführte Kälteleistung regelbar ist.
  14. Verfahren zum Regeln einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein der Temperatur des Gasstromes im zweiten Endbereich des Wärmetauschers (1) proportionaler Messwert gemessen und auf einen vorgegebenen Sollwert geregelt wird, indem der Durchfluss und/oder die Temperatur im Kühlmedium-Kreislauf entsprechend angepasst werden.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Prozess-Regelung den Messwert verarbeitet und eine Fördereinrichtung (26) im Kühlmedium-Kreislauf (25) und/oder ein Regelventil (34) im Kühlmittel-Kreislauf (29) als Stellglieder zur Konstanthaltung des Messwertes ansteuert.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Regelventil (34) im Kühlmittelkreislauf (29) im wesentlichen die Temperatur im Kühlmedium-Kreislauf vor dem Wärmetauscher (1) und durch die Fördereinrichtung (26) im Wesentlichen die Temperatur im Kühlmedium-Kreislauf hinter dem Wärmetauscher (1) geregelt wird.
DE200610053132 2006-11-10 2006-11-10 Verfahren und Vorrichtung zur Gasreinigung durch Partialkondensation und Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung Withdrawn DE102006053132A1 (de)

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DE200610053132 Withdrawn DE102006053132A1 (de) 2006-11-10 2006-11-10 Verfahren und Vorrichtung zur Gasreinigung durch Partialkondensation und Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung

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DE102016113557A1 (de) * 2016-07-22 2018-01-25 Air Liquide Deutschland Gmbh Vorrichtung und Verfahren zum Abscheiden mindestens eines Stoffs aus einem Gasstrom

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