DE102006051141A1 - Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder Handlingsmaschine - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder Handlingsmaschine, wobei die Maschine (16) eine elektromagnetische Bremse (1) mit einem elektrischen Aktuator (2) zum Abbremsen eines beweglichen Maschinenelements (11, 13) aufweist, wobei der Aktuator (2) eine Betätigungskraft (F<SUB>B</SUB>) erzeugt und auf ein Reibglied (7a, 7b) einwirkt, um dieses zum Hervorrufen einer Reibkraft (F<SUB>R</SUB>) gegen ein Reibgegenglied (8) zu drücken, wobei zwischen dem Reibgegenglied (8) und dem elektrischen Aktuator (2) eine Anordnung der vom elektrischen Aktuator (2) erzeugten Betätigungskraft (F<SUB>B</SUB>) führt, wobei die Maschine eine Einrichtung aufweist (6), die den Aktuator (2) derart ansteuert, dass die Reibkraft (F<SUB>R</SUB>) an eine Sollgröße (F<SUB>Rsoll</SUB>) angeglichen wird. Die Erfindung schafft eine Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder eine Handlingsmaschine mit einer einfach aufgebauten und zuverlässigen Bremse (1) zum Abbremsen eines Maschinenelements (11, 13).
Description
- Die Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder eine Handlingsmaschine.
- Die Sicherheitstechnik hat mit Inkrafttreten der EG-Maschinenrichtlinie 1995 erheblich an Bedeutung gewonnen. Die Richtlinie ist in allen europäischen Staaten in nationales Gesetz überführt und somit in der EG für alle Maschinenhersteller verbindlich. In außereuropäischen Staaten kommen vergleichbare Anforderungen oft indirekt aus nationalen Produkthaftungsgesetzen (z.B. USA und Japan) heraus. Die Sicherheitstechnik liegt somit im Fokus des Weltmarktes. Diese Tatsache lässt auf dem Markt ein Bedürfnis nach Werkzeugmaschinen, Produktionsmaschinen und Handlingsmaschinen entstehen, die auf einfache und zuverlässige Weise die Umsetzung von sicherheitstechnischen Anforderungen ermöglichen.
- Bei den oben genannten Maschinen werden handelsüblich oft hochdynamische Antriebe, insbesondere Linearantriebe eingesetzt. Die Maschinenmechanik, Motoren, Umrichter, Regelungen und die Steuerungen befinden sich in einem hoch entwickelten Stadium. Die mechanische Reibung in den Führungen hat sich mittlerweile soweit reduziert, dass sie im Notfall als Bremsmoment vernachlässigt werden kann, insbesondere muss. Bei einem Totalausfall des Antriebs aus der Bewegung heraus ist eine Beschädigung von Maschinenelementen, wenn die Maschinenachse mit relativ hoher Geschwindigkeit gegen einen Endanschlag verfährt ohne den Einsatz einer Notfallbremse oft unvermeidlich, da die im System vorhandene kinetische Energie nicht kontrolliert abgebaut wird. Selbst bei reduzierten Verfahrgeschwindigkeiten z.B. im Einrichtbetrieb können unzulässig hohe Nachlaufwege entstehen und den Bediener gefährden. Dies ist unabhängig davon zu sehen, ob es sich um vertikale oder horizontale Maschinenachsen handelt. Im Rahmen der Ge fahrenanalyse muss der Maschinenhersteller geeignete Maßnahmen ergreifen um das Risiko zu minimieren.
- Bei Maschinen mit elektrischen Antrieben werden folgende Typen von Bremsen unterschieden:
- Haltebremse:
- Eine Haltebremse wird in der Regel nur bei stillstehender Maschinenachse geschlossen um nach dem Abschalten des Antriebs der Maschinenachse die Maschinenachse zu halten. Das Bremsmoment der Haltebremse ist für einen schnellen Stillstand der Maschinenachse zu gering. Weiterhin kann die Haltebremse auch nur einige Male einer Notbremsung aus der Bewegung heraus standhalten.
- Betriebsbremse:
- Die Betriebsbremse ist in der Regel im Antrieb implizit integriert. Soll die Maschinenachse gebremst werden, dann wird der Stromrichter der den Motor ansteuert umgeschaltet und der Energiefluss umgekehrt. Der Motor bremst generatorisch ab und baut somit seine kinetische Energie ab. Die Betriebsbremse dient im Normalbetrieb zum Bremsen der Antriebsache.
- Notfallbremse:
- Die Notfallbremse ist in der Regel direkt an der Last angebaut und wird nur im Notfall zum Bremsen eingesetzt. Die Notfallbremse bringt das erforderliche Bremsmoment auf, um die Maschinenachse möglichst schnell anzuhalten, wobei in der Regel möglichst Beschädigungen für Maschinenelemente während des Bremsvorgangs vermieden werden sollen. Ein Notfall tritt z.B. ein, wenn es zu einem Totalausfall des Antriebs kommt (z.B. durch einen Fehler im Stromrichter) und die Betriebsbremse somit nicht mehr arbeitet.
- Aus der
deutschen Offenlegungsschritt DE 198 19 564 A1 ist eine elektromechanische Bremse mit Selbstverstärkung zur Verwendung bei Fahrzeugen bekannt. - Weiterhin ist die oben beschriebene elektromechanische Bremse mit Selbstverstärkung auch aus der Druckschrift "Innovative Brake Technology", Februar 2004, eStop GmbH, bekannt.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder eine Handlingsmaschine mit einer einfach aufgebauten und zuverlässigen Bremse zum Abbremsen eines Maschinenelements zu schaffen.
- Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder Handlingsmaschine, wobei die Maschine eine elektromagnetische Bremse mit einem elektrischen Aktuator zum Abbremsen eines beweglichen Maschinenelements aufweist, wobei der Aktuator eine Betätigungskraft erzeugt und auf ein Reibglied einwirkt um dieses zum Hervorrufen einer Reibkraft gegen ein Reibgegenglied zu drücken, wobei zwischen dem Reibgegenglied und dem elektrischen Aktuator eine Anordnung vorhanden ist, die zur Selbstverstärkung der vom elektrischen Aktuator erzeugten Betätigungskraft führt, wobei die Maschine eine Einrichtung aufweist, die den Aktuator derart ansteuert, dass die Reibkraft an eine Sollgröße angeglichen wird.
- Vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
- Es erweist sich als vorteilhaft, wenn das Reibglied während des Abbremsvorgangs eine lineare Bewegung durchführt. Da bei Werkzeugmaschinen, Produktionsmaschinen und/oder Handlingsmaschinen häufig lineare Bewegungsvorgänge stattfinden.
- Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Reibgegenglied unbeweglich befestigt ist.
- Weiterhin erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Reibgegenglied während des Abbremsvorgangs eine lineare Bewegung durchführt, da bei Werkzeugmaschinen, Produktionsmaschinen und/oder Handlingsmaschinen häufig lineare Bewegungsvorgänge stattfinden. Selbstverständlich ist jedoch auch die mechanische Umkehr denkbar, d.h. dass das Reibglied unbeweglich z.B. an der Maschine befestigt ist und das Reibgegenglied während des Abbremsvorgangs eine lineare Bewegung durchführt.
- Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Bremse als Notfallbremse ausgebildet ist, die bei Einritt von Notfällen eine Bremsung durchführt. Eine Ausbildung der Bremse als Notfallbremse, die vorzugsweise bei Notfällen eine Bremsung durchführt ist besonders vorteilhaft, da gerade bei Notfällen eine zuverlässige Bremsung gewährleistet sein muss.
- Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn zwischen dem Aktuator und der Anordnung ein Sensor zur Messung der Betätigungskraft angeordnet ist, wobei aus der gemessenen Betätigungskraft die Reibkraft ermittelt wird. Hierdurch wird eine Möglichkeit geschaffen die Reibkraft auf einfache Art und Weise zu ermitteln.
- Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Sollgröße einen derartigen Wert aufweist, dass während eines Bremsvorgangs ein schlagartiges Blockieren der Bremse vermieden wird. Hierdurch können Beschädigungen von Maschinenelementen vermieden werden.
- Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn der Aktuator als elektrischer Motor oder als Tauchspule ausgebildet ist. Eine Ausbildung des Aktuators als elektrischer Motor oder Tauchspule stellte eine besonders einfache Ausbildung des Aktuators dar.
- Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Bremse als Führungsschienenbremse oder Stangenbremse ausgebildet ist. Führungsschienenbremsen oder Stangenbremsen werden bei Werkzeugmaschinen, Produktionsmaschinen und/oder Handlingsmaschinen handelsüblich eingesetzt.
- Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn bei einem elektrischen Spannungsausfall des Aktuators und/oder der Einrichtung die Bremse automatisch einen Bremsvorgang durchführt, da hierdurch auch bei einem elektrischen Spannungsausfall ein sicheres Bremsen des Maschinenelements gewährleistet ist.
- Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Ansteuerung des Aktuators mittels der Einrichtung in sicherer Technik erfolgt. Hierdurch wird eine besonders zuverlässige Funktion der Bremse ermöglicht.
- Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher erläutert. Dabei zeigen:
-
1 eine Bremse und eine Einrichtung, -
2 eine Ausbildung einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine, -
3 eine weitere Ausbildung einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine und -
4 eine weitere Ausbildung einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine - In
1 ist in Form einer schematisierten Zeichnung eine elektromagnetische Bremse1 und eine Einrichtung6 , die die elektromagnetische Bremse1 ansteuert, dargestellt. Im Rahmen des Ausführungsbeispiels liegt die Einrichtung6 in Form einer Regeleinrichtung mit einem integrierten Stromrichter zur Bereitstellung einer Versorgungsspannung eines Aktuators2 vor. Selbstverständlich kann der Stromrichter aber auch als externe Komponente realisiert sein. - Die Einrichtung
6 steuert den Aktuator2 , was durch einen Pfeil5 dargestellt ist, an. Der Aktuator2 wirkt über einen Zylinder3 auf einen Keil18 ein und bewegt diesen entsprechend dem Ansteuersignal der Einrichtung6 in der Darstellung gemäß1 nach oben oder unten. Der Aktuator2 kann dabei z.B. in Form eines elektrischen Motors oder als Tauchspule realisiert sein. Der Aktuator2 erzeugt zum Bewegen des Keils18 eine Betätigungskraft FB, die auf den Keil18 über den Zylinder3 einwirkt. Die Betätigungskraft FB wird von einem Sensor4 , der zwischen Aktuator2 und den Keil18 angeordnet ist, gemessen und als Eingangsgröße zur Regelung der Betätigungskraft FB als Regelistgröße der Einrichtung6 als Eingangsgröße zugeführt, was durch einen Keil18 dargestellt ist. Der Keil18 weist einen Steigungswinkel α auf. - Wenn die Betätigungskraft auf den Keil
18 einwirkt, dann wird dieser entlang dem Formelement17 nach unten gedrückt und es entsteht eine Normalkraft FN, welche auf ein Reibglied7b einwirkt und dieses zum Hervorrufen einer Reibkraft FR gegen ein Reibgegenglied8 drückt. Der Keil18 und das Formelement17 bilden dabei im Rahmen des Ausführungsbeispiels eine Anordnung, die zur Selbstverstärkung der vom elektrischen Aktuator2 erzeugten Betätigungskraft FB führt. Es ist somit nur eine relativ geringe Betätigungskraft FB notwendig um eine hohe Reibkraft FR zu erzeugen. -
- μP: Reibwert
- α: Steigungswinkel
- Das Prinzip der oben beschriebenen elektromagnetischen Bremse mit Selbstverstärkung ist bereits bei drehenden abzubremsenden Bauteilen zum Abbremsen von Fahrzeugen Stand der Technik und aus den eingangs genannten Druckschriften bekannt.
- Die Verwendung einer solchen Bremse zum Abbremsen von Maschinenelementen, insbesondere zum Abbremsen von Maschinenelementen einer Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder ei ner Handlingsmaschine, insbesondere die Verwendung einer solchen Bremse als Notfallbremse bei solchen Maschinen ist nicht bekannt.
- In
2 ist eine Werkzeugmaschine16 dargestellt in die die Bremse eingebaut ist. Die Werkzeugmaschine16 ist in2 schematisiert dargestellt, wobei nur die zum Verständnis der Erfindung notwendigen Komponenten der Werkzeugmaschine16 dargestellt sind. Die Werkzeugmaschine16 weist ein ortsfestes Maschinenbett15 auf an die zwei Führungsschienen9a und9b sowie ein Reibgegenglied8 fest montiert sind. An ein Maschinenelement, das im Rahmen des Ausführungsbeispiels in Form der Trägerplatte11 vorliegt, sind vier Führungsschuhe10a ,10b ,10d und10c fest montiert. Die Führungsschuhe bilden in Verbindung mit der Führungsschiene9a und der Führungsschiene9b eine Führung zur Führung einer linearen Bewegung der Trägerplatte11 in X-Richtung. Zum automatisierten Durchführen einer Verfahrbewegung der Trägerplatte11 ist an der Trägerplatte11 ein Linearmotor12 , d.h. genauer ausgedrückt der bewegliche Teil des Linearmotors, angebracht. Auf der Trägerplatte11 ist ein Antrieb13 angebracht, der zum Antreiben eines Fräsers14 dient. - Weiterhin weist die Werkzeugmaschine
16 die schon oben beschriebene Bremse1 mit den zwei Reibgliedern7a und7b , die z.B. in Form von Bremsbacken vorliegen können auf. Das Reibgegenglied8 ist im Rahmen des Ausführungsbeispiels in Form einer Schiene realisiert, wobei das Reibglied8 fest mit dem Maschinenbett15 und solchermaßen unbeweglich mit dem Maschinenbett15 verbunden ist. Das Formelement17 ist fest mit der Trägerplatte11 verbunden. - Im Normalbetrieb wird eine Bremsung mittels der eingangs beschriebenen Energieumkehr durch den Linearmotor
12 durchgeführt. - Bei Eintritt eines Notfalls wie z.B. einen Fehler innerhalb der Leistungselektronik, die den Linearmotor
12 ansteuert, kann die Bewegung der Trägerplatte11 und damit die Bewegung des Antriebs13 und des Fräsers14 nicht mehr mittels des Linearmotors12 , der im Normalfall als Betriebsbremse eingesetzt wird gestoppt werden, wodurch eine Gefährdung von Maschinenelementen wie z.B. dem Antrieb13 oder von Personen entsteht. - Bei Eintritt eines Notfalls kann dann mit Hilfe der Bremse
1 immer noch eine Bremsung durchgeführt werden. Die Bremse ist solchermaßen als Notfallbremse ausgebildet, die bei Eintritt von Notfällen eine Bremsung durchführt. Gleichzeitig kann die Notfallbremse aber auch als Haltebremse eingesetzt werden, wodurch die handelsüblich verwendete Haltebremse, die nur dazu geeignet ist um bei abgeschalteten Antrieb die Maschinenachse zu halten, entfallen. Das Reibglieder7a und7b führen während des Abbremsvorgangs im Rahmen des Ausführungsbeispiels eine lineare Bewegung durch. Das Reibgegenglied8 ist dabei unbeweglich befestigt. Alternativ ist es natürlich auch möglich, dass das Reibgegenglied z.B. auf der Trägerplatte11 befestigt ist und solchermaßen während des Abbremsvorganges eine lineare Bewegung durchführt, während die Reibglieder fest mit dem Maschinenbett15 verbunden sind. - Es ist selbstverständlich auch möglich, dass das Reibgegenglied keine lineare Bewegung durchführt sondern eine rotierende Bewegung durchführt, so dass die Bremse auch rotierende Maschinenachsen, insbesondere rotierende Maschinenelemente abbremsen kann.
- Besonders vorteilhaft ist zwischen dem Aktuator
2 und dem Keil18 ein Sensor4 zur Messung der Betätigungskraft FB angeordnet, wobei von der Einrichtung6 aus der gemessenen Betätigungskraft FB die Reibkraft FR als Regelistgröße zur Regelung der Betätigungskraft FB, mittels der Beziehung1 , ermittelt wird. Hierdurch kann auf eine aufwendige direkte Messung der Reibkraft FR verzichtet werden. - Die Sollgröße FRsoll, die als Regelsollgröße zur Regelung der Betätigungskraft FB dient, weist dabei einen derartigen Wert auf, das während eines Bremsvorgangs ein schlagartiges blockieren der Bremse vermieden wird. Hierdurch können Beschädigungen an der Maschine infolge einer zu hohen Bremsverzögerung vermieden werden.
- Die Sollgröße FRsoll kann dabei einen fest vorgegebenen Wert aufweisen oder aber die Sollgröße kann z.B. in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit und Masse der abzubremsenden Maschinenelemente der Maschine von z.B. einer Steuerung der Einrichtung
6 vorgegeben werden. Selbstverständlich ist es aber auch möglich, dass die zum Ermitteln der Sollgröße FRsoll notwendigen Mittel in der Einrichtung6 integriert sind. Bei der Einrichtung6 braucht es sich nicht unbedingt um eine reine Regeleinrichtung zu handeln sondern es kann sich auch um eine kombinierte Regel- und Steuereinrichtung handeln. - Um auch z.B. beim Ausfall der kompletten Versorgungsspannung der Maschine ein noch sicheres Bremsen des Maschinenelements zu ermöglichen wird bei einem elektrischen Spannungsausfall der Einrichtung
6 von der Bremse automatisch ein Bremsvorgang durchgeführt. Hierzu weist der Aktuator2 ein mechanisches energiespeicherndes Element wie z.B. ein Federelement, insbesondere eine Feder, auf. Die Feder kann z.B. von innerhalb des Aktuators2 angeordneten Elektromagneten im gespannten Zustand gehalten werden. Fällt die Versorgungsspannung des Aktuators2 und/oder der Einrichtung6 aus, so führt die Bremse automatisch einen Bremsvorgang durch, in dem die Feder auf den Zylinder3 drückt und solchermaßen eine Betätigungskraft FB auf den Keil18 erzeugt. Die Einrichtung und solchermaßen die Ansteuerung des Aktuators sind dabei in sicherer, d.h. z.B. von entsprechenden Zertifizierungsanstalten zertifizierter Technik ausgeführt, so dass ein Ausfall der Bremse sehr unwahrscheinlich ist. - In
3 ist eine weitere Ausbildung der Erfindung dargestellt. Die in3 dargestellte Ausführungsform entspricht im Grundaufbau im Wesentlichen der vorstehend in2 beschriebenen Ausführungsform. Gleiche Elemente sind daher in3 mit den gleichen Bezugszeichen versehen wie in1 . Der einzige wesentliche Unterschied besteht darin, dass bei der Ausführungsform gemäß3 , das Reibgegenglied in Form der Führungsschiene9a vorliegt. Die Führungsschiene9a übernimmt somit sowohl die Funktion des Reibgegenglieds der Bremse1 als auch die Führung der sich bewegenden Maschinenelemente. Die Bremse ist solchermaßen als Führungsschienenbremse ausgebildet. Sinnvollerweise wird um unerwünschte Momente zu vermeiden, auch die Führungsschiene9b mit einer zur Bremse1 identischen Bremse1' versehen. - In
4 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Die in4 dargestellte Ausführungsform entspricht im Grundaufbau im Wesentlichen der vorstehend in2 beschriebenen Ausführungsform. Gleiche Elemente sind daher in4 mit den gleichen Bezugszeichen versehen wie in2 . Der einzige wesentliche Unterschied besteht darin, dass bei der Ausführungsform gemäß4 das Reibgegenglied in Form einer separat am Maschinenbett15 angeordneten Stange8' ausgebildet ist. Die Führung der Trägerplatte11 wird dabei genau wie bei der Ausführungsform gemäß2 im wesentlichen von der Führungsschiene9a und9b sowie den Führungsschuhen10a ,10b ,10c und10d durchgeführt, während ein Abbremsen über die Stange8' erfolgt. Die Bremse ist solchermaßen als Stangenbremse ausgebildet. - Weiterhin ermöglicht die Verwendung der elektromagnetischen Bremse weiche Übergänge des Bremsmoments beim Aktiveren und Deaktivieren der Bremse. Hierdurch werden die mechanischen Elemente der Maschine geschont, was gegenüber handelüblich eingesetzten Bremssystemen ein deutlicher Vorteil ist.
Claims (11)
- Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder Handlingsmaschine, wobei die Maschine (
16 ) eine elektromagnetische Bremse (1 ) mit einem elektrischen Aktuator (2 ) zum Abbremsen eines beweglichen Maschinenelements (11 ,13 ) aufweist, wobei der Aktuator (2 ) eine Betätigungskraft (FB) erzeugt und auf ein Reibglied (7a ,7b ) einwirkt um dieses zum Hervorrufen einer Reibkraft (FR) gegen ein Reibgegenglied (8 ) zu drücken, wobei zwischen dem Reibgegenglied (8 ) und dem elektrischen Aktuator (2 ) eine Anordnung (17 ,18 ) vorhanden ist, die zur Selbstverstärkung der vom elektrischen Aktuator (2 ) erzeugten Betätigungskraft (FB) führt, wobei die Maschine eine Einrichtung aufweist (6 ), die den Aktuator (2 ) derart ansteuert, dass die Reibkraft (FR) an eine Sollgröße (FRsoll) angeglichen wird. - Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder Handlingsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Reibglied (
7a ,7b ) während des Abbremsvorgangs eine lineare Bewegung durchführt. - Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder Handlingsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass das Reibgegenglied (
8 ) unbeweglich befestigt ist. - Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder Handlingsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Reibgegenglied (
8 ) während des Abbremsvorgangs eine lineare Bewegung durchführt. - Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder Handlingsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremse (
1 ) als Notfallbremse ausgebildet ist, die bei Einritt von Notfällen eine Bremsung durchführt. - Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder Handlingsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Aktuator (
2 ) und der Anordnung (17 ,18 ) ein Sensor (4 ) zur Messung der Betätigungskraft (FB) angeordnet ist, wobei aus der gemessenen Betätigungskraft (FB) die Reibkraft (FR) ermittelt wird. - Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder Handlingsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollgröße (FRsoll) einen derartigen Wert aufweist, dass während eines Bremsvorgangs ein schlagartiges Blockieren der Bremse vermieden wird.
- Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder Handlingsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (
2 ) als elektrischer Motor oder als Tauchspule ausgebildet ist. - Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder Handlingsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremse (
1 ) als Führungsschienenbremse oder Stangenbremse ausgebildet ist. - Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder Handlingsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem elektrischen Spannungsausfall des Aktuators (
2 ) und/oder der Einrichtung (6 ) die Bremse (1 ) automatisch einen Bremsvorgang durchführt. - Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder Handlingsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteue rung des Aktuators (
2 ) mittels der Einrichtung (6 ) in sicherer Technik erfolgt.
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