-
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schornsteinverkleidung mit Verkleidungsplatten und einer an einem Schornstein befestigbaren Unterkonstruktion zur Montage der Verkleidungsplatten in einem Abstand von dem Schornstein.
-
Derartige Schornsteinverkleidungen werden aus optischen Gründungen sowie zum Schutz des Schornsteins vor Witterungseinflüssen eingesetzt. Die von außen sichtbaren Verkleidungsplatten werden in einem Abstand von dem darunter befindlichen, beispielsweise gemauerten Schornstein montiert, um eine ausreichende Belüftung auf der Rückseite der Verkleidungsplatten sicherzustellen.
-
Zur Befestigung von Verkleidungsplatten an dem Schornstein sind unterschiedliche Techniken bekannt. In der Regel wird zunächst eine Unterkonstruktion an dem Schornstein befestigt, und anschließend werden die Verkleidungsplatten an der Unterkonstruktion montiert. Um die Montage zu vereinfachen, können unterschiedliche vorgefertigte Bauteile für die Unterkonstruktion verwendet werden.
-
Beispielsweise ist bekannt, an den vier senkrecht verlaufenden Kanten eines Schornsteins jeweils eine Aufhängung anzubringen. Die Aufhängung besteht aus zwei gegenüberliegenden, x-förmig angeordneten Edelstahlblechwinkeln. Der eine Blechwinkel wird mit seiner Öffnung auf eine Kante des Schornsteins aufgesetzt und an seinen oberen Ende von einem die Öffnung des Blechwinkels schließenden Abschlußelement gehalten. Die gegenüberliegende Öffnung des anderen, die zweite Hälfte des x-förmigen Profils bildenden Blechwinkels trägt ein Kantholz, an dem die Verkleidungsplatten befestigt werden. Zur Montage müssen die vier Aufhängungen zunächst mit einem Zurrgurt oder einem Rödeldraht verspannt und befestigt werden.
-
Ein anderes Verfahren ist aus
DE 201 19 955 U1 bekannt. Dabei tragen ebenfalls an den vier senkrechten Kanten des Schornsteins angeordnete Profile jeweils zwei U-förmige Taschen, in die die Verkleidungsplatten eingeschoben werden können. Bei der Montage stellt sich wiederum die Aufgabe, zunächst die vier Aufhängungen an dem Schornstein zu befestigen.
-
Bei anderen Befestigungstechniken werden die vier an den Seitenflächen des Schornsteins anzuordnenden Verkleidungsplatten zunächst mit einer oberen Abdeckplatte zu einer Art Haube verbunden. Diese Haube wird dann im Ganzen auf den Schornstein aufgesetzt. Zur Ausrichtung und Fixierung der Haube können von der Innenseite der Verkleidungsplatten vorstehende Federstahlbleche verwendet werden, die durch Ihre Federkraft eine selbstzentrierende Wirkung entfalten.
-
Aus
DE 20 2004 008 190 U1 ist ein Montagesystem für derartige haubenförmige Schornsteinverkleidungen bekannt, bei dem zwischen dem Schornstein und der Haube Spannsysteme vorgesehen ist. Die Spannsysteme sind zwischen den vertikal verlaufenden Kanten der Haube und den vertikal verlaufenden Kanten des Schornsteins angeordnet und mit Hilfe einer Gewindestange in Ihrer Länge so verstellbar, daß die Verkleidung gegenüber dem Schornstein verspannt wird.
-
Nachteilig an den beiden zuletzt genannten Verfahren ist, daß die Verkleidungsplatten vor der Montage zusammengefügt werden müssen. Die dadurch gebildete Haube ist unter Umständen sehr sperrig und daher nur schwer zu montieren. Gleichzeitig müssen alle Verkleidungsplatten passgenau vorgefertigt werden, um später auch an ihrem unteren Ende sauber mit dem Dach abzuschließen.
-
Davon ausgehend ist es die Aufgabe der Erfindung, eine Schornsteinverkleidung zur Verfügung zu stellen, die einfach hergestellt und montiert werden kann.
-
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Schornsteinverkleidung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Die erfindungsgemäße Schornsteinverkleidung hat Verkleidungsplatten und eine an einem Schornstein befestigbare Unterkonstruktion zur Montage der Verkleidungsplatten in einem Abstand von dem Schornstein, wobei die Unterkonstruktion mindestens einen umlaufenden Ring aus einem Blechstreifen aufweist, der abschnittsweise an der Innenseite der Verkleidungsplatten und abschnittsweise an dem Schornstein anliegt.
-
Der umlaufende Ring der Unterkonstruktion bietet den Vorteil, daß er leicht zu handhaben ist und gleichzeitig alle vier Seiten des Schornsteins umfaßt. Der Ring stellt somit ein besonders einfaches Element einer Unterkonstruktion dar, an dem alle vier Verkleidungsplatten befestigt werden können. Weiterhin ist vorgesehen, daß der Ring abschnittsweise an der Innenseite der Verkleidungsplatten und abschnittsweise an dem Schornstein anliegt. Durch die an der Innenseite der Verkleidungsplatte anliegenden Abschnitte stehen zur Befestigung der Verkleidungsplatten relativ großflächige Elemente zur Verfügung, an denen die Verkleidungsplatten besonders einfach befestigt werden können. Die besondere Formgebung des Rings mit an dem Schornstein anliegenden Abschnitten stellt zudem sicher, daß die Verkleidungsplatten sich automatisch in einem nur von der Form des Rings bestimmten Abstand von dem Schornstein befinden. Allein durch das Herumlegen des Rings um den Schornstein werden somit exakt positionierte Befestigungsflächen für die Verkleidungsplatten im richtigen Abstand von dem Schornstein bereitgestellt.
-
Die an der Innenseite der Verkleidungsplatten anliegenden Abschnitte können durch weitere Abschnitte des Blechstreifens miteinander verbunden werden. Der gesamte Ring kann dann aus einem durchgängigen Blechstreifen gefertigt sein. Der Ring aus einem Blechstreifen kann daher besonders kostengünstig gefertigt werden.
-
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Ring klemmend an dem Schornstein anbringbar. Dies wird durch eine passgenaue und auf die Abmessungen des Schornsteins bezogene Größe des Rings ermöglicht. Die Klemmwirkung kann durch eine gewisse Elastizität des Blechstreifens begünstigt werden. Der Ring kann dadurch besonders einfach an dem Schornstein und gegebenenfalls gänzlich ohne Werkzeug angebracht werden kann.
-
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Blechstreifen ein Trapezblech. Das Trapezblech weist Abschnitte auf, die an der Innenseite der Verkleidungsplatten verlaufen und weitere Abschnitte, die an dem Schornstein anliegen. Zwischen den beiden im wesentlichen parallel angeordneten Abschnitten befinden sich die schräg angeordneten Abschnitte des Trapezblechs. Besonders vorteilhaft an dieser Ausgestaltung ist, daß der Blechstreifen ausgehend von einem standardmäßig in großen Platten sehr kostengünstig herstellbaren Trapezblech hergestellt werden kann. In einem Sonderfall können die schräg angeordneten Abschnitte des Trazepblechs auch senkrecht zu den parallel verlaufenden Abschnitten ausgerichtet sein. Die schräg bzw. senkrecht angeordneten Abschnitte des Blechstreifens begünstigen dessen Elastizität, so daß der Ring gegebenenfalls unter einer leichten Spannung am Schornstein sitzt, wodurch eine besonders gute Klemmwirkung erzielt wird.
-
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist der Ring mindestens eine Falzverbindung auf. Der Ring ist somit vor seiner Montage am Schornstein an mindestens einer Stelle geöffnet. Nach dem Herumlegen des Blechstreifens um den Schornstein wird die Falzverbindung geschlossen. Grundsätzlich kann der Ring auch durch eine beliebige andere Verbindung, beispiels weise durch eine Verschraubung, geschlossen werden. Eine Falzverbindung, beispielsweise ausgeführt als Schnappfalz, kann jedoch besonders einfach und gegebenenfalls ohne zusätzliches Werkzeug geschlossen werden. Dabei wird eine abgewinkelte Kante des einen Ringendes in eine entlang der Kante des anderen Ringendes eingearbeitete Nut oder Tasche eingeschnappt. Es wird dadurch eine besonders einfache Montage des Rings an dem Schornstein ermöglicht.
-
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist der Ring zwei senkrecht zur Umfangsrichtung angeordnete, sich hintergreifende Endabschnitte auf. Die beiden sich hintergreifenden Endabschnitte stellen ebenfalls eine Verbindung der beiden Enden des Rings her, die insbesondere auf Zug belastbar ist. Diese Art der Verbindung eignet sich sehr gut, um den aufgrund seiner Elastizität unter einer gewissen Spannung stehenden Ring zu schließen. Auch diese Art der Verbindung wird als Falzverbindung bezeichnet.
-
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist mindestens ein Endabschnitt an seinem Ende ein Endstück auf, das in Richtung von dem hintergriffenen Endabschnitt weg abgewinkelt ist. Der bzw. die abgewinkelten Endstücke vereinfachen das Hintereinanderführen der beiden Endabschnitte. Dadurch kann der Ring besonders einfach geschlossen werden.
-
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Ring aus zwei durch Falzverbindungen verbundenen Segmenten zusammengesetzt. Der Ring besteht somit aus zwei handlichen Abschnitten, die erst bei ihrer Montage an dem Schornstein zusammengefügt werden. Dadurch wird die Montage vereinfacht.
-
Bevorzugt haben die beiden Segmente die gleiche Form. Der Ring besteht somit aus zwei identischen Hälften. Dadurch wird die Herstellung des Rings vereinfacht.
-
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung umgreifen die beiden Segmente jeweils eine Hälfte des Schornsteins U-förmig. Bei der Montage kann dann zunächst eines der beiden Segmente von der Seite auf den Schornstein geschoben werden, wo es sich durch die erwähnte Klemmwirkung ohne weitere Befestigungsmaßnahmen halten kann. Anschließend wird das zweite Segment von der gegenüberliegenden Seite auf den Schornstein geschoben und die zwischen den beiden Segmenten vorgesehenen Falzverbindungen werden geschlossen. Es ist dadurch eine besonders einfache Montagemöglichkeit angegeben.
-
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Ring mit dem Schornstein verschraubt. In diesem Fall dient die Verschraubung der sicheren Fixierung des Rings an dem Schornstein. Die Verschraubung kann zusätzlich oder alternativ zu der erwähnten Klemmwirkung vorgesehen sein.
-
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung überlappen sich zwei der am Schornstein anliegenden Abschnitte des Rings. In dem Überlappungsbereich kann der Ring besonders einfach an dem Schornstein befestigt werden, weil beispielsweise eine durch den Überlappungsbereich geführte Schraube beide Enden des Rings gleichermaßen fixiert.
-
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind zwei in der Höhe voneinander beabstandete Ringe vorgesehen. Es sind somit Befestigungsflächen für jede Verkleidungsplatte auf unterschiedlicher Höhe bereitgestellt. Vorzugsweise befindet sich einer der beiden Ringe am oberen Ende des Schornsteins, der zweite nahe des unteren Endes. Bei Schornsteinen normaler Höhe können die Verkleidungsplatten sicher an diesen beiden Ringen befestigt werden. Gegebenenfalls kann auch ein dritter Ring oder können noch weitere Ringe Verwendung finden.
-
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Verkleidungsplatten durch Falzverbindungen miteinander verbunden. Die Verkleidungsplatten können dadurch besonders einfach um die Ringe herum angeordnet und miteinander verbunden werden.
-
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Verkleidungsplatten mit dem Ring verschraubt, vernietet, verschweißt oder verlötet. Grundsätzlich ist es auch möglich, die Verkleidungsplatten nur miteinander, nicht jedoch mit dem Ring zu verbinden. Durch die genannten Verbindungstechniken kommt es jedoch zu einer festeren und unter Umständen dauerhafteren Befestigung der Verkleidungsplatten.
-
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Verkleidungsplatten und/oder der Ring aus Kupferblech, verzinktem Eisenblech oder Edelstahlblech. Die genannten Materialien verfügen über ein ansprechendes Äußeres und über die geforderte Witterungsbeständigkeit.
-
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines in zwei Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
-
1 zeigt einen Schornstein mit zwei erfindungsgemäßen, umlaufenden Ringen zur Befestigung der Verkleidungsplatten in perspektivischer Ansicht.
-
2 zeigt einen der beiden Ringe aus 1 mit darum herum angeordneten Verkleidungsplatten im Querschnitt.
-
Der in der 1 dargestellte Schornstein 10 besteht aus aufeinandergesetzten Mantelsteinen, die in der Mitte eine Öffnung 12 für ein Innenrohr aufweisen. Am oberen Ende des Schornsteins 10 und nahe des unteren Endes sind zwei in horizontaler Richtung um den Schornstein 10 herum verlaufende Ringe 14 dargestellt, die aus jeweils zwei Blechstreifen bestehen. Jeder der Ringe 14 weist Abschnitte 16 auf, die an dem Mantelstein des Schornsteins 10 anliegen.
-
Weitere Abschnitte 18 der Ringe 14 verlaufen in einem Abstand von dem Schornstein und parallel dazu. Diese Abschnitte 18 dienen als Befestigungsflächen für die in 1 nicht dargestellten Verkleidungsplatten.
-
Zwischen den am Schornstein 10 anliegenden Abschnitten 16 der Ringe 14 und den parallel dazu und von diesen beabstandet verlaufenden Abschnitten 18 befinden sich weitere Abschnitte 20 des Blechstreifens, die senkrecht oder schräg zu den übrigen Abschnitten angeordnet sind und diese verbinden. Durch diese Abschnitte wird dem gesamten Ring eine gewisse Elastizität verliehen, die zu einer klemmenden Fixierung des Rings an dem Schornstein führt.
-
In der 2 ist einer der beiden Ringe 14 aus 1 im Querschnitt dargestellt. Es werden die gleichen Bezugszeichen wie in 1 verwendet. Ergänzend zu den bereits beschriebenen Abschnitten 16, 18 und 20 des Rings sind in der 2 vier Verkleidungsplatten 22 im Querschnitt dargestellt. Eine Verkleidungsplatte 22 stützt sich jeweils an einem oder zwei an den Verkleidungsplatten anliegenden Abschnitten 18 des Rings 14 ab. In diesen Bereichen sind die Verkleidungsplatten 22 fest mit dem Ring 14 verbunden. An den vier äußeren Kanten 24 des Schornsteins stoßen jeweils zwei Verkleidungsplatten 22 aufeinander und sind mit einer nicht dargestellten Falzverbindung miteinander verbunden.
-
Der Ring 14 besteht aus zwei identisch geformten Segmenten 26 und 28, welche den Mantelstein 10 des Schornsteins jeweils U-förmig umgreifen.
-
Das obere Segment 26 des Rings 14 erstreckt sich dabei von einem senkrecht zur Umfangsrichtung des Rings angeordneten Endabschnitt 30 bis zu dem ebenfalls senkrecht zur Umfangsrichtung des Rings 14 angeordneten, gegenüberliegenden Endabschnitt 32. Die Endabschnitte 30 bzw. 32 hintergreifen die entsprechenden Endabschnitte 34 bzw. 36 des zweiten Ringsegments 28. Die beiden Segmente sind dadurch auf Zug belastbar miteinander verbunden.
-
An den Enden der vier Endabschnitte 30 bis 36 befindet sich jeweils ein abgewinkeltes Endstück 38, welches ein hintereinander Schieben der beiden Endabschnitte erleichtert.
-
Zur Montage der erfindungsgemäßen Schornsteinverkleidung wird zunächst eines der beiden Ringsegmente, beispielsweise das Ringsegment 28, seitlich auf den Schornstein aufgeschoben, wo es sich bereits klemmend hält. Anschließend wird das zweite Ringsegment aufgesetzt. Dieses kann entweder zunächst in einem vertikalen Abstand von dem ersten Segment auf den Schornstein aufgeschoben und anschließend durch senkrechtes Verschieben mit dem ersten Ringsegment zusammengefügt werden, oder es kann zunächst der innenliegende Endabschnitt 32 hinter den Endabschnitt 38 geschoben und das Ringsegment 26 anschließend in einer Drehbewegung um den Schornstein 10 herum verschwenkt und mit dem Endabschnitt 30 hinter den Endabschnitt 34 des ersten Ringsegments geführt werden. In beiden Fällen gelingt die Montage des Rings sehr einfach und ohne zusätzliches Werkzeug.
-
Nach Montage beider Ringe werden in einem weiteren Arbeitsschritt Verkleidungsplatten 22 an den Ringen befestigt und anschließend miteinander verbunden.