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Die
Erfindung betrifft eine Dichtung, insbesondere eine Radialwellendichtung,
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
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Es
sind Radialwellendichtringe bekannt (
DE 35 26 731 C2 ), bei denen der Boden des
Stützkörpers und
ein radial nach innen versetzter Wandabschnitt des Stützkörpers mit
einer Ummantelung aus elastomerem Material versehen sind. Der Dichtteil
besteht aus einer Polytetrafluorethylenscheibe, die an die Ummantelung
anvulkanisiert ist. Die elastomere Ummantelung muß durch
Spritzgießen
am Stützkörper befestigt
werden. Hierzu sind aufwendige und teure Werkzeuge erforderlich.
Auch das Anvulkanisieren des Dichtteiles an die Ummantelung ist
aufwendig und teuer.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dichtung dieser Art so
auszubilden, daß der
statische und der dynamische Dichtteil einfach und kostengünstig am
Stützkörper befestigt
werden können.
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Diese
Aufgabe wird bei einer Dichtung der gattungsbildenden Art erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
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Infolge
der erfindungsgemäßen Ausbildung sind
sowohl der statische als auch der dynamische Dichtteil Bestandteil
des Dichtelementes, das als gesonderte Einheit problemlos am Stützkörper befestigt werden
kann. Der Stützkörper und
das Dichtelement lassen sich jeweils kostengünstig herstellen. Insbesondere
sind keine aufwendigen und teuren Maschinen und Werkzeuge erforderlich.
Vorteilhaft wird das Dichtelement mittels einer Klebstoffverbindung
mit dem Stützkörper verbunden.
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Weitere
Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der
Beschreibung und den Zeichnungen.
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Die
Erfindung wird nachstehend anhand mehrerer in den Zeichnungen dargestellter
Ausführungsbeispiele
näher beschrieben.
Es zeigt:
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1 bis 15 im
Schnitt einen Teil jeweils einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Radialwellendichtringes.
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16 einen
weiteren erfindungsgemäßen Radialwellendichtring
mit einem erfindungsgemäßen Werkzeug
während
der Herstellung des Dichtringes in einer Darstellung entsprechend
den 1 bis 15.
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Der
Radialwellendichtring 1 gemäß 1 ist mit
Pressung in eine Einbauöffnung 2' eines Maschinenteiles 2 eingesetzt.
Der Dichtring 1 hat einen napfförmigen Stützkörper 3, der aus Metall
oder einem harten Kunststoff besteht. Sein zylindrischer Mantel 5 ist
etwa in halber axialer Länge
radial nach innen abgesetzt, so daß ein radial innerer und ein
radial äußerer Mantelabschnitt 5a, 5b gebildet
werden. Der radial nach innen zurückversetzte Abschnitt 5a geht
in einen zur Achse des Radialwellendichtringes radial verlaufenden
Boden 4 über.
Er weist eine zentrale Öffnung 6 auf,
durch die eine abzudichtende Welle 7 ragt, die eine Öffnung 8 des
Maschinenteiles 2 durchsetzt.
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Der
Dichtring 1 weist ein Dichtelement 9 auf, das
aus Polyfluorcarbon, vorzugsweise Polytetrafluorethylen, besteht.
Das Dichtelement 9 ist aus einer Ringscheibe hergestellt,
deren Außendurchmesser größer ist
als der Außendurchmesser
des Stützkörpers 3 im
Bereich des radial äußeren Mantelabschnittes 5b.
Das Dichtelement 9 ist mit einem mittleren Ringabschnitt 10 am
Boden 4 des Stützkörpers 3 befestigt.
Ein radial äußerer Ringabschnitt 11 sowie
ein radial innerer Ringabschnitt 12 stehen radial nach
außen
bzw. nach innen über
den Boden 4 vor. Der radial äußere Ringabschnitt 11 ist
bei montiertem Dichtring 1 entgegen Montagerichtung P so
abgebogen, daß er in
einem zwischen dem Mantelabschnitt 5a des Mantels 5 und
der Innenwand der Einbauöffnung 2' gebildeten
Ringraum 26 am Mantelabschnitt 5a und an der Innenwand
der Einbauöffnung 2' anliegt. Der
Ringabschnitt 11 reicht vorteilhaft bis zu einer Ringschulter 13,
die zwischen den beiden Mantelabschnitten 5a, 5b des
Stützkörpers 3 gebildet
ist. Bei montiertem Dichtring 1 bildet der radial äußere, etwa
rechtwinklig abgebogene Ringabschnitt 11 den statischen
Dichtteil des Dichtringes.
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Der
radial innere Ringabschnitt 12 bildet einen dynamischen,
als Dichtlippe wirkenden Dichtteil, der in gleiche Richtung wie
der Ringabschnitt 11 gebogen ist, durch die Öffnung 6 im
Boden 4 des Stützkörpers 3 ragt
und dichtend an der Welle 7 anliegt.
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Die
Dichtlippe 12 weist an ihrer vom Stützkörper 3 abgewandten,
dem Medium zugewandten Außenseite
eine Rückfördereinrichtung 14,
wie ein Rückfördergewinde
oder eine Drallnut, für
das abzudichtende Medium auf.
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Die
Dichtscheibe kann auch aus einem Elastomer, einem Gummi oder einem
gummiähnlichen bzw.
gummiartigen Werkstoff bestehen.
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Der
radial verlaufende Ringabschnitt 10 ist am Boden 4 des
Stützkörpers 3 vorzugsweise
durch Kleben befestigt. In der in 1 dargestellten
montierten Lage liegt der Dichtring 1 mit dem Ringabschnitt 10 des
Dichtteiles 9 an der in Montagerichtung P vorderen Öffnungswand 15 an.
Der Radialwellendichtring 1 liegt mit dem Mantelabschnitt 5b des Stützkörpers 3 mit
Preßsitz
an der koaxial zur Achse der Öffnung 8 verlaufenden
Zylinderwand 16 der Einbauöffnung 2' an. Dadurch
hat der Radialwellendichtring in montierter Lage einen einwandfreien
unverrückbaren
Sitz im Maschinenteil 2. Der in Montagerichtung P vor dem
Mantelabschnitt 5b liegende Ringabschnitt 11 des
Dichtelementes 9 dichtet an der Wand 16 einwandfrei
ab. Der Radialwellendichtring kann mit geringen Kosten einfach hergestellt
werden, da er nur aus dem Stützkörper 3 und
dem Dichtelement 9 besteht. Dadurch entfal len aufwendige
und teure Werkzeuge, die bei einem Dichtelement aus thermoplastischem
oder elastomeren Material erforderlich wären. Außerdem sind keine aufwendigen Vulkanisiervorgänge erforderlich.
Die Rückfördereinrichtung 14 kann
im Dichtelement 9 in kürzester
Zeit durch Einprägen
hergestellt werden. Vorteilhaft ist ferner, daß beim Umbiegen des Dichtteiles 12 und des äußeren Dichtteilabschnittes 11 keine
Faltenbildung auftritt.
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Der
Dichtring 1 gemäß 2 ist
gleich ausgebildet wie der gemäß 1.
Er ist lediglich so in die Einbauöffnung 2' des Maschinenteiles 2 eingesetzt,
daß er
sich mit dem freien Rand 17 des Mantelabschnittes 5b des
Stützkörpers 3 an
der in Montagerichtung vorderen Wand 15 der Einbauöffnung 2' abstützt oder
geringen Abstand von ihr hat. Der Boden 4 des Stützkörpers 3 und
der Dichtteilabschnitt 10 liegen in Höhe des offenen Endes 18 der
Einführöffnung 2'. Der radial
innere Ringabschnitt 12 des Dichtteiles 9 ist
gegen das abzudichtende Medium gebogen. Die Rückfördereinrichtung 14 des
Ringabschnittes 12 befindet sich auf der Luftseite.
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3 zeigt
den Wellendichtring 1, der gleich ausgebildet und eingebaut
ist wie der Wellendichtring gemäß 2.
An der Außenseite
des mittleren Ringabschnittes 10 des Dichtelementes 9 ist
ein gegen Schmutzteilchen abdichtendes ringfömiges Schutzteil 19 vorgesehen.
Es besteht vorzugsweise aus Vlies und ist am Ringabschnitt 10 durch
Kleben befestigt. Das Schutzteil 19 hat eine zentrale Öffnung 20,
durch die die Welle 7 ragt. Das Schutzteil 19 hat etwa
gleiche Dicke wie das Dichtelement 9, aber kleinere radiale
Erstreckung als dieses. Im Ausführungsbeispiel
erstreckt sich das Schutzteil 19 bis etwa in Höhe des radial
nach innen versetzten Mantelabschnittes 5a des Stützkörpers 3.
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Die
Ausführungsform
nach 4 unterscheidet sich dadurch von der Ausführungsform
nach 3, daß der
Stützkörper 21 wesentlich
größere Dicke
hat und aus steifem Kunststoff, wie Thermoplast oder Duroplast,
besteht. Der Stützkörper 21 hat ebenfalls
einen radial verlaufenden Boden 22 und einen zylindrischen
Mantel 5 mit einem radial äußeren und einem radial nach
innen zurückversetzten
Mantelabschnitt 23 und 24. Das Dichtelement 9 ist
gleich ausgebildet wie das Dichtelement gemäß 1. Der radial äußere Dichtteilabschnitt 11 liegt
wie bei den zuvor beschriebenen Ausführungsformen formschlüssig in
dem Ringraum 26 zwischen dem radial zurückversetzten Mantelabschnitt 24 und
der Innenwand der Einbauöffnung 2'. Der radial äußere, die statische
Dichtung bildende Ringabschnitt 11 des Dichtelementes 9 reicht
entsprechend den vorigen Ausführungsformen
bis zur Schulter 25 zwischen den beiden Mantelabschnitten 23, 24 des
Stützkörpers 21.
Auch bei dieser Ausführungsform
ist ein ringscheibenförmiges,
in einer Radialebene liegendes Schutzteil 19 vorgesehen,
das gleich ausgebildet ist wie das Schutzteil nach 3.
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5 zeigt
einen Radialwellendichtring 1, der gleich ausgebildet ist
wie der Radialwellendichtring 1 gemäß 4, jedoch
keinen Schutzteil 19 aufweist.
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Bei
den zuvor beschriebenen Ausführungsformen
ist der radial äußere Ringabschnitt 11 des Dichtelementes 9 über seine
axiale Länge
fest mit dem Mantelabschnitt 5a, 24 des Stützkörpers 3, 21 verbunden,
vorzugsweise mit ihm verklebt. 6 zeigt
die Möglichkeit,
das Dichtelement 9 nur mit seinem mittleren Abschnitt 10 fest
mit dem Boden 4 des Stützkörpers 3 zu
verbinden. Dementsprechend ist nur auf der Außenseite des Bodens 4 des
Stützkörpers 3 eine
Halteschicht 28, vorzugsweise eine Klebeschicht, vorgesehen, über die
der mittlere Abschnitt 10 des ringscheibenförmigen Dichtelementes 9 mit
dem Stützkörper 3 verbunden
ist. Der radial äußere Randabschnitt 11 des
Dichtelementes 9 ist ohne Verbindung zum Mantelabschnitt 5a des
Stützkörpers 3 und
wird in der Einbaulage abgebogen und zwischen der Innenwand der
Einbauöffnung 2' und dem Mantelabschnitt 5a eingeklemmt.
Der Randabschnitt 11 wirkt als statische Dichtlippe, mit der
ohne weiteres Fertigungstoleranzen ausgeglichen werden können, ohne
daß dadurch
die Dichtwirkung in diesem Bereich beeinträchtigt wird. Diese Ausführungsform
kann bei allen zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen vorgesehen
sein.
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7 zeigt
eine Ausführungsform,
bei der der radial äußere Randabschnitt 11 des
Dichtelementes 9 an seiner Außenseite ein Wellenprofil 27 aufweist.
Es kann durch einen Rollvorgang oder durch einen Prägevorgang
vor dem Einkleben des Dichtelementes 9 hergestellt werden.
Das Wellenprofil 27 ist so ausgebildet, daß die Wellenberge
beim Einpressen des Dichtringes in die Einbauöffnung 2' elastisch verformt
werden. Dadurch wird eine hervorragende Abdichtung auch bei größeren Fertigungstoleranzen
erreicht.
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8 zeigt
einen Wellendichtring 1, bei dem der statische und der
dynamische Dichtteil 11, 12 wie bei den vorigen
Ausführungsformen
Teil des ringscheibenförmigen
Dichtelementes 9 sind. Der Dichtteil 11 hat entsprechend
der Ausführungsform
gemäß 7 an
seiner Außenseite
das Wellenprofil 27 und erstreckt sich bis zur Schulter 13 des
Mantels 5 des Stützkörpers 3.
Der statische Dichtteil 11 und der mittlere Abschnitt 10 des
Dichtelementes 9 sind am radial inneren Mantelabschnitt 5a und
an der Außenseite
des Bodens 4 des Stützkörpers 3 befestigt,
vorzugsweise verklebt.
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Wie
bei den vorigen Ausführungsbeispielen sitzt
der Dichtring 1 mit Preßsitz in der Einbauöffnung 2' des Maschinenteiles 2.
Dabei gewährleistet
der radial äußere Mantelabschnitt 5b des
Stützkörpers 3 den
Preßsitz,
während
der Dichtteil 11 die statische Abdichtung gewährleistet.
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Der
radial innere, den dynamischen Dichtteil bildende Randabschnitt 12 des
Dichtteiles 9 liegt unter elastischer Verformung auf der
abzudichtenden Welle 7 auf.
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Der
Mantelabschnitt 5b des Stützkörpers 3 ist am freien
Ende mit einer radial nach innen gerichteten Abbiegung 29 versehen.
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Der
Wellendichtring 1 nach 9 unterscheidet
sich von der vorigen Ausführungsform
dadurch, daß der
radial äußere Mantelabschnitt 5b des Stützkörpers 3 länger ist
als der radial innere Mantelabschnitt 5a. Dadurch kann dieser
Wellendichtring 1 dort eingesetzt werden, wo die Einbauräume entsprechend
tief sind.
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10 zeigt
einen Wellendichtring 1, bei dem der Mantel 5 des
Stützkörpers 3 durchgehend zylindrisch
ist und keine Schulter aufweist. Der den statischen Dichtteil bildende äußere Randabschnitt 11 des
Dichtteiles 9 erstreckt sich über die ganze Länge des
zylindrischen Mantels 5, so daß in der Einbaulage eine optimale
Abdichtung sichergestellt ist. Der Randabschnitt 11 und
der mittlere Abschnitt 10 des Dichtteiles 9 sind
auf dem Mantel 5 und der Außenseite des Bodens 4 des
Stützkörpers 3 befestigt. Der
innere Randabschnitt 12 des Dichtteiles 9 bildet den
dynamischen Dichtteil, der unter elastischer Verformung dichtend
auf der Welle 7 aufliegt.
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Damit
der Wellendichtring 1 sicher in der Einbauöffnung gehalten
wird, ist er mit Verkrallabschnitten 30 versehen. Sie werden
durch den schräg
nach außen
gerichteten Rand des Mantels 5 gebildet, in den mit Abstand
voneinander Schlitze 31 eingebracht sind. Sie erstrecken
sich bis zum zylindrischen Teil des Mantels 5 und trennen
benachbarte Verkrallabschnitte 30 voneinander. Die Verkrallabschnitte 30 sind
vorteilhaft gleich lang und über
den gesamten Umfang des Stützkörpers 3 vorgesehen.
Dadurch ist gewährleistet,
daß der
Wellendichtring 1 über
seinen Umfang gleichmäßig fest
in der Einbauöffnung
gehalten ist.
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Die
Verkrallabschnitte 30 stehen radial über den Randabschnitt 11 des
Dichtteiles 9 vor und haben rechteckigen Querschnitt. Da
die Verkrallabschnitte 30 schräg nach außen gerichtet sind, verkrallen
sie sich mit ihrer äußeren Längskante 32 in der
Wandung der Einbauöffnung.
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Die
Ausführungsform
nach 11 unterscheidet sich von der vorigen Ausführungsform
nur dadurch, daß der äußere Randabschnitt 11 des Dichtteiles 9 außenseitig
mit dem Wellenprofil 27 versehen ist. Im übrigen ist
der Wellendichtring 1 gleich ausgebildet wie das Ausführungsbeispiel
nach 10.
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Die 12 und 13 zeigen
einen Wellendichtring 1, bei dem der Mantel 5 des
Stützkörpers 3 die
Schulter 13 aufweist. Dadurch hat der Stützkörper 3 den
radial inneren und äußeren, jeweils
zylindrischen Mantelabschnitt 5a, 5b. Der freie
Rand des radial äußeren Mantelabschnittes 5b ist
schräg
nach außen
gerichtet und weist entsprechend den Ausführungsformen gemäß den 10 und 11 die durch
die Schlitze 31 voneinander getrennten Verkrallabschnitte 30 auf.
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Der
radial äußere Randabschnitt 11 und
der mittlere Abschnitt 10 des Dichtteiles 9 sind
auf der Außenseite
des Mantelabschnittes 5a und des Bodens 4 des
Stützkörpers 3 befestigt.
Der Randabschnitt 11 reicht bis zur Schulter 13.
Der radial innere Randabschnitt 12 des ringscheibenförmigen Dichtteiles 9 liegt
unter elastischer Verformung an der Welle dichtend an. Abgesehen
von der unterschiedlichen Gestaltung des Mantels 5 ist
der Wellendichtring 1 gleich ausgebildet wie die Ausführungsform
nach 10.
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Der
Wellendichtring 1 nach 14 ist
im wesentlichen gleich ausgebildet wie der Wellendichtring nach 10.
Der schräg
nach außen
gerichtete Rand des Mantels 5 des Stützkörpers 3 ist nicht
mit Schlitzen versehen. Dadurch ist nur ein einziger Verkrallabschnitt 30 vorgesehen,
der sich über
den Umfang des Mantels 5 erstreckt und dessen einzige Längskante 32 durchgehend über den
Umfang des Verkrallabschnittes 30 vorgesehen ist. Dieser
Wellendichtring 1 ist besonders einfach ausgebildet und kostengünstig herzustellen.
Er eignet sich besonders für
Einsatzfälle,
bei denen die Einbauöffnung
nur geringe Toleranzen aufweist.
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Die
Ausführungsformen
mit mehreren Verkrallabschnitten 30 können vorteilhaft dort eingesetzt werden,
wo die Fertigungstoleranzen größer sind.
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Bei
sämtlichen
beschriebenen und dargestellten Ausführungsformen kann das Dichtteil 9 nicht nur
aus Polyfluorcarbon bestehen. Für
das Dichtteil 9 kommen alle Werkstoffe in Betracht, mit
denen eine Abdichtung erreicht werden kann, zum Beispiel Elastomere,
Gummi, gummiähnliche
Werkstoffe und Kunststoffe. Bestehen die Dichtteile 9 aus
Gummi oder gummiähnlichen
Werkstoffen, können
sie vulkanisiert werden. Die fertigen Dichtteile 9 lassen
sich dann durch einen Klebevorgang einfach und zuverlässig am
Stützkörper 3 befestigen.
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Bei
allen beschriebenen Ausführungsformen sind
der statische und der dynamische Dichtteil 11, 12 am
Dichtelement 9 vorgesehen, die in der beschriebenen Weise
als Einheit am Stützkörper 3 befestigt
werden.
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Der
Dichtring 1 gemäß 15 unterscheidet sich
von dem Dichtring gemäß den 1 und 2 im
wesentlichen nur dadurch, daß das
aus Polytetrafluorethylen bestehende und aus einer Dichtscheibe gebildete
Dichtelement 9 mittels einer thermoplastischen Halte- bzw.
Klebeschicht 28 am Stützkörper 3 befestigt
ist. Dieser besteht vorzugsweise aus Stahl und ist im wesentlichen
gleich ausgebildet wie der Stützkörper gemäß den 1 und 2.
Die Klebeschicht 28 erstreckt sich über die gesamte Fläche des
Stützkörperbodens 4 sowie
dem radial inneren Mantelabschnitt 5a des Stützkörpers 3.
Entsprechend erstreckt sich die Klebeschicht 28 über den mittleren
Ringabschnitt 10 sowie den radial äußeren Ringabschnitt 11 des
Dichtelementes 9. Sein radial innerer Ringabschnitt 12 ist
wie bei den Ausführungsformen
nach den 1 und 2 mit einem
Rückfördergewinde 14 versehen,
das jedoch im wesentlichen nur im axial verlaufenden Bereich des
Ringabschnittes 12 vorhanden ist.
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Der
Radialwellendichtring gemäß 15 kann äußerst kostengünstig mit
einem einfachen beheizbaren Werkzeug (16) hergestellt
werden, so daß zu
seiner Herstellung keine teuren Spritzgußmaschinen erforderlich sind.
Das Werkzeug besteht, wie 16 zeigt,
aus zwei ringscheibenförmigen
Werkzeugteilen 33 und 34, von denen das eine Werkzeugteil 33 an
seinem inneren Radialrand 35 eine schulterförmige Aufnahme 36 für den Boden 4 des
Stützkörpers 3 und
anschließend
einen in axialer Richtung stufenartig abgesetzten äußeren Ringrand 37 zur Aufnahme
der beiden Mantelabschnitte 5a, 5b des Stützkörpermantels 5 aufweist.
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Das
andere Werkzeugteil 34 weist an seiner inneren radial verlaufenden
Ringfläche 38 eine
schulterförmige
Ausnehmung 39 zur Aufnahme des mittleren und radial inneren
Ringabschnittes 10 und 12 des unverformten Dichtelementes 9 auf.
Die Ausnehmung 39 hat größere radiale Erstreckung als
die Ausnehmung 36 des Werkzeugsteiles 33. In ihrem
radial inneren Abschnitt weist die Ausnehmung 39 eine zahnartige
Profilierung 40 zur Herstellung der Rückfördereinrichtung 14 (1)
auf.
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Das
Werkzeugteil 34 hat einen axial vorstehenden umlaufenden
Rand 41, mit dem der radial äußere Ringabschnitt 11 des
Dichtelementes 9 aus der in 16 dargestellten
ebenen Lage des unverformten Dichtringes 9 etwa rechtwinklig
gebogen wird.
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Zu
Herstellungsbeginn wird zunächst
der Stützkörper 3 im
Werkzeugteil 33 bzw. dessen Aufnahmen 36, 37 eingesetzt
(16). Der Boden der Aufnahmen 36, 37 ist
an die Innenseite des Stützkörpers 3 angepaßt, so daß er einwandfrei
auf dem Werkzeugteil 33 positioniert werden kann. Anschließend wird
an den Stützkörperboden 4 die
als thermoplastische Klebescheibe ausgebildete Klebeschicht 28 so
angebracht, so daß deren
innerer Ringrand 42 nur geringfügig hinter dem radial inneren
Ringrand 43 des Stützkörperbodens 4 zurückversetzt
ist. Die Klebescheibe 28 ragt über etwa ihre halbe radiale
Breite über
den Stützkörpermantel 5 radial
vor. Anschließend
wird auf die vom Stützkörper 3 abgewandte
Außenseite 44 der
Klebescheibe 28 die unverformte Dichtscheibe 9 so
aufgelegt, daß deren äußerer Rand 45 mit
dem äußeren Rand 46 der
Klebescheibe 28 fluchtet. Die Dichtscheibe 9 ragt
in dieser Lage im Ausführungsbeispiel über mehr
als ein Drittel ihrer radialen Breite über die inneren Ränder 42, 43 der
Klebescheibe 28 bzw. des Stützkörperbodens 4 vor.
Anschließend
wird das andere Werkzeugteil 34 in Richtung des Pfeiles 47 in 16 gegen
das andere Werkzeugteil 33 verschoben, wobei das Werkzeugteil 34 zunächst mit
der freien Ringfläche 48 seines axial
vorstehenden Ringrandes 41 auf den radial nach außen vorstehenden
Abschnitt 49, 50 der Dichtscheibe 9 bzw.
der Klebescheibe 28 trifft.
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Bei
weiterem Verschieben des Werkzeugteiles 34 in Richtung 47 wird
der Dichtscheibenteil 49 mit dem Klebescheibenteil 50 durch
den Rand 41 des Werkzeugteiles 34 umgebogen, bis
sie auf dem inneren Mantelabschnitt 5a des Stützkörpers 3 aufliegen, wie 15 zeigt.
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Beim
Verstellen des Werkzeugteiles 34 kommt auch die Verzahnung 40 an
der vom Stützkörper 3 abgewandten
Außenseite 51 der
Dichtscheibe 9 zur Anlage und wird in diese gedrückt, wodurch
das wellenartige Profil der Rückfördereinrichtung 14 gebildet
wird.
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Das
Werkzeug mit den Werkzeugteilen 33, 34 ist bei
der beschriebenen Verfahrensweise beheizt, vorteilhaft auf eine
Temperatur von ca. 240°C. Bei
einer solchen Temperatur läßt sich
die Dichtscheibe 9 über
die thermoplastische Klebescheibe 28 in kürzester
Zeit (ca. 10 Sekunden) mit dem Stützkörper 3 sicher verbinden.
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Die
Aufheiztemperatur wird so eingestellt, daß die Klebescheibe 28 für den Klebevorgang
optimal aktiviert wird. Je nach Art des Materials der Klebescheibe 28 sind
unterschiedliche Aufheiztemperaturen notwendig. Um die Klebewirkung
am Stützkörper 3 zu
optimieren, wird er vor dem Einlegen in die Werkzeugform vorteilhaft
vorgewärmt.
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Das
Werkzeug ist konstruktiv sehr einfach ausgebildet. Für die Herstellung
des Radialwellendichtringes ist keine teure Spritzgußmaschine
erforderlich.