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DE102006059386A1 - Vorrichtung zur Simulation von Schraubvorgängen für die Prüfung von Kraftschraubern - Google Patents

Vorrichtung zur Simulation von Schraubvorgängen für die Prüfung von Kraftschraubern Download PDF

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DE102006059386A1
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Abstract

Ein Schraubfallsimulator zur Prüfung von Kraftschraubern hat eine Welle mit einer Aufnahme, an der ein Kraftschrauber form- und kraftschlüsssig ankuppelbar ist. Zum Abbremsen der vom Kraftschrauber angetriebenen Welle ist eine Lamellenbremse mit abwechselnden Rotorlamellen und Statorlamellen vorgesehen. Mittels einer Bremsbetätigungseinrichtung wird die Lamellenbremse gemäß einem vorgegebenen Verlauf der Bremskraft betätigt. Hierzu wird eine in Achsrichtung verschiebbare Druckplatte hydraulisch gegen die erste Statorlamelle des Lamellenpaketes angedrückt, um die Lamellen zusammenzudrücken. Die hydraulische Betätigung erfolgt durch Einwirkung des Hydraulikmediums auf eine flexible Membran, die mit der Druckplatte über einen verschiebbar gelagerten Stößel kraftübertragend verbunden oder unmittelbar an der Druckplatte befestigt ist.

Description

  • Der Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Simulation von Schraubvorgängen für die Prüfung von Kraftschraubern mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen. Eine Vorrichtung dieser Art ist beispielsweise aus DE 102 43 760 A1 bekannt.
  • Bei dieser bekannten Vorrichtung wird die Druckplatte, die eine auf die Bremslamelle einwirkende Reibfläche trägt, durch ein hydraulisches Stellglied gegen die rotierende Bremslamelle angedrückt, um diese abzubremsen. Eine solche Konstruktion hat verschiedene Nachteile.
  • Die mittels des hydraulischen Stellglieds gegen die rotierende Bremslamelle angedrückte Druckplatte wird während des Bremsvorgangs mit dem über die Welle auf die Bremslamelle wirkenden Drehmoment belastet. Sie muss deshalb in dem Gehäuse drehfest abgestützt, gleichwohl aber mittels Linearführung in Achsrichtung verschiebbar geführt sein. Da diese Führungen durch das aufzunehmende Drehmoment Querkräften ausgesetzt sind, kann es zu ruckartigen Bewegungen und Vibrationen beim Verschieben der Druckplatte kommen. Auch im Bereich der abdichtenden Führung des Kolbens und der Kolbenstange im Zylinder des hydraulischen Stellglieds können ruckartige Bewegungen (engl.: "stickslip") auftreten.
  • Ferner muss bei der Verwendung eines hydraulischen Stellglieds bei jedem Bremshub die Masse des Kolbens des Stellglieds bewegt werden, was zur einer erheblichen Trägheit des Bremsbetätigungssystems führt.
  • Schließlich weisen hydraulische Stellglieder mit Kolben und Zylinder aufgrund der Reibung und der Verformung der Dichtung der Kolbenstange ein deutliches Hystereseverhal ten auf, das zu einer Nichtlinearität der Bewegung der Druckplatte und damit des zu steuernden Anstiegs oder Abfalls des Bremsdrehmoments beiträgt.
  • Diese Nachteile, fallen besonders ins Gewicht, wenn es darum geht, schnelle und kurzzeitig ablaufende Schraubvorgänge zu simulieren. Im Zuge der immer weiter fortschreitenden Rationalisierung in der industriellen Fertigung werden auch die Taktzeiten für die Montagevorgänge ständig verkürzt, so dass auch für das Festziehen von Schraubverbindungen nur eine sehr kurze Zeit in einer Größenordnung von 1 Sekunde oder weniger zur Verfügung steht. Zur Prüfung der einwandfreien Funktion des Kraftschraubers auch bei solchen kurzzeitigen Schraubvorgängen muss die Vorrichtung in der Lage sein, das den Schraubfall simulierende progressive Abbremsen der Welle möglichst trägheits- und verzögerungsfrei ohne Linearitätsabweichungen zu realisieren.
  • Aus DE 102 43 761 A1 ist ein Prüfstand für Kraftschrauber bekannt, bei dem die Druckplatte an einer in Achsrichtung beweglichen, aber in Drehrichtung unbeweglichen und torsionssteifen Wand befestigt ist und durch diese auch ohne Schiebeführungen verdrehsicher gehalten wird. Die bewegliche Wand kann vorzugsweise als Faltenbalg ausgebildet sein, in den Hydraulikflüssigkeit eingeleitet wird kann, um die Druckplatte zu verschieben und gegen die Bremsscheibe zu drücken. Die vorstehend genannten Probleme hinsichtlich mit Querkräften beaufschlagter Linearführungen sowie der Trägheit und des Hystereseverhaltens von Hydraulikzylindern werden dabei vermieden. Die aufgezeigte Lösung ist jedoch baulich sehr aufwendig und kostspielig, und an die Lebensdauer des Faltenbalgs werden hohe Anforderungen gestellt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der angegebenen Art so auszugestalten, dass mit einfachen und preisgünstigen Mitteln eine rasche und trägheitsarme Betätigung der Bremse mit verbesserter Linearität des Bremsmoments und verringerter Hysterese erzielt wird.
  • Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe ist im Anspruch 1 gegeben. Die Unteransprüche beziehen sich auf weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
  • Da erfindungsgemäß die Druckplatte nicht direkt auf die rotierende Bremslamelle oder Bremsscheibe einwirkt, sondern auf eine dieser vorgelagerte, im Gehäuse drehfeste Statorlamelle, wird auf die Druckplatte kein Drehmoment übertragen. Daher sind verdrehungsfeste Linearführungen für die Druckplatte nicht erforderlich. Da das die Bremskraft erzeugende Druckmittel auf eine flexible Membran einwirkt, sind Abdichtungen zwischen beweglichen Teilen, wie bei der Kolbenstange eines Hydraulikzylinders, nicht erforderlich, so dass sich keine Hystereseprobleme ergeben. Die Membran und der mit der Druckplatte verbundene Stößel sind massearm, so dass die Vorrichtung mit sehr geringer Trägheit auf den gesteuerten Anstieg des Hydraulikdrucks reagieren kann.
  • Vorzugsweise ist der Stößel zwischen Membran und Druckplatte angeordnet und überträgt die durch die Hydraulikflüssigkeit bewirkte Auslenkung der Membran auf die Druckplatte. Gemäß einer anderen Ausführungsform ist die Membran direkt an der Druckplatte befestigt, und der Stößel dient lediglich zur Führung der Druckplatte. Bei beiden Ausführungsformen kann eine auf den Stößel wirkende Rückholfeder vorgesehen sein, die den Stößel, und damit die Druckplatte und die Membran, in die Ausgangslage zurückführt, wenn die Beaufschlagung der Membran mit Hydraulikflüssigkeit aufhört.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Bremseinheit als Lamellenbremse ausgebildet und weist eine Anzahl von mit der Welle drehfest verbundenen Rotorlamellen auf, zwischen denen sich mit dem Gehäuse drehfest verbundene ringförmige Statorlamellen befinden, wobei das ganze Lamellenpaket aus miteinander abwechselnden Rotor- und Statorlamellen besteht, die durch die auf die erste Statorlamelle einwirkende Druckplatte zusammengedrückt werden können. Derartige Lamellenbremsen sind bekannt und im Handel erhältlich. Ein Beispiel für eine Lamellenbremse ist beispielsweise in DE 44 04 372 C2 beschrieben.
  • Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
  • 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform, wobei ein Steuergerät für die Steuerung der Bremskraft nur schematisch angedeutet ist.
  • 2 einen Längsschnitt ähnlich 1 durch eine abgeänderte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
  • Die in 1 dargestellte Vorrichtung zur Simulation von Schraubvorgängen bzw. für die Prüfung von Kraftschraubern hat ein Gehäuse 1, das aus einzelnen Gehäusenabschnitten wie z. B. 1a, 1b zusammengefügt ist. In dem Gehäuse ist eine Welle 3 drehbar gelagert. Diese trägt an ihrem einen Ende eine von der oberen Stirnseite der Vorrichtung her zugängliche Aufnahme 5 für das form- und/oder kraftschlüssige Ankoppeln des Abtriebs eines Kraftschraubers. Beispielsweise kann es sich bei der Aufnahme 5 um einen Innensechskant, Außensechskant oder Vierkant handeln, mit dem der Kopf eines Kraftschraubers drehfest gekoppelt werden kann. Der Welle 3 ist ein Sensor 7 mit Auswerteelektronik 8 zur z. B. induktiven Erfassung des an der Welle 3 wirksamen Drehmoments sowie ein Sensor 9 (Winkelgeber) zur Erfassung des Drehwinkels der Welle 3 zugeordnet.
  • An dem von der Aufnahme 5 entfernten Ende der Welle 3 befindet sich eine Bremseinheit 15, die als Lamellenbremse ausgebildet ist. Sie weist eine für das geforderte Bremsdrehmoment adäquate Anzahl, im vorliegenden Fall drei, Rotorlamellen 11 auf, die jeweils die Form einer Scheibe mit Mittelbohrung haben und auf der Welle 3 drehfest, aber axial verschiebbar angeordnet sind. Zu diesem Zweck hat jede Rotorlamelle 11 an ihrer Mittelbohrung eine Innenverzahnung (nicht dargestellt), deren Zähne in Nuten eines genuteten Abschnittes 3a der Welle 3 eingreifen. Zwischen den Rotorlamellen 11 befinden sich ringförmige Statorlamellen 13, die in einer zylindrischen Ausnehmung des Gehäuses 1 drehfest gelagert sind. Zu diesem Zweck tragen die Statorlamellen 3 an ihrem äußeren Umfang eine Außenverzahnung (nicht dargestellt), deren Zähne in entsprechende Nuten (nicht dargestellt) in der Umfangswandung der Ausnehmung des Gehäuses eingreifen. Je zwei Statorlamellen 13 schließen eine Rotorlamelle 11 zwischen sich ein, wobei die oberste und unterste Lamelle des Lamellenpaketes jeweils eine Statorlamelle 13 ist. Die Rotorlamellen 11 und Statorlamellen 13 haben aneinander anliegende Reibflächen zur Erzeugung der Bremskraft. Von jedem Paar aneinander anliegender Reibflächen kann eine, oder können beide, mit einem Reibbelag versehen sein. Beispielsweise können nur die Rotorlamellen beidseitig mit einem den Reibbeiwert erhöhenden Belag versehen sein. Lamellenbremsen des dargestellten Typs sind dem Fachmann bekannt und im Handel erhältlich.
  • Unterhalb der allgemein mit 15 bezeichneten Bremseinheit und des Endes der Welle 3 befindet sich eine Druckplatte 17, die von einem Stößel 19 getragen wird, welcher über den größten Teil seiner Länge in einer Führungsbuchse 21 eines Deckels 23 des Gehäuses 1 verschiebbar geführt ist. An seinem von der Druckplatte 17 entfernten Ende hat der stabförmige Stößel 19 einen verbreiterten Kopf 19a, dessen Stirnfläche an einer Membran 25 anliegt. Der Randbereich der Membran ist zwischen achsenkrechten Einspannflächen von zwei Teilen 23a, 23b eines Gehäusedeckels 23 des Gehäuses 1 eingespannt. Im freiliegenden mittleren Bereich der Membran 25 liegt von oben der Kopf 19a des Stößels 19 an, während sich unterhalb des zentralen Bereichs der Membran 25 eine Druckkammer 27 befindet, der über einen Hydraulikanschluss 29 Hydrauliköl mit steuerbarem Druck zugeführt werden kann.
  • Zwischen einer Ringschulter des Stößels 19 und einer inneren Ringschulter der Führungsbuchse 21 befindet sich eine Rückstellfeder 31, die den Kopf 19a des Stößels 19 in Anlage an der Membran 25 hält. Der Stößel 19 ist mit der Druckplatte 17 verzugsweise druck- und zugfest verbunden.
  • Die Membran 25 besteht aus einem flexiblen und vorzugsweise elastomeren Material. Sie kann beispielsweise aus einer geeigneten Gummimischung bestehen, z. B. von der Art, wie sie im Maschinenbau für Schutzmanschetten an Gelenkwellen verwendet wird, oder aus einem elastomeren Kunststoff.
  • Die von dem Drehmomentsensor 7 und dem Winkelgeber 9 gelieferten Signale werden abgegriffen und einem Steuer- und Auswertegerät 33 zugeführt. Hierzu sind in 1 zur Verdeutlichung zwei Signalleitungen 35, 34 eingezeichnet. Vorzugsweise erfolgt die Er fassung der Daten von den Sensoren 7 und 9 mittels berührungsfreier Telemetrie. Das Steuergerät 33 steuert auf der Grundlage der ihm zugeführten Drehmoment- und Drehwinkelwerte sowie eines vorgegebenen Programms über ein Steuerventil 36 die Zufuhr von Hydraulikmedium über die Leitung 38 zu dem Anschluss 29, um einen Druckanstiegverlauf und damit einen Verlauf der Bremskraft mit vorgebbarem Profil zu realisieren.
  • Bei der gezeigten Ausführungsform wird die Bremseinheit 15 nasslaufend, d. h. in einem Ölbad betrieben, welches den gesamten Innenraum des Gehäuses 1 ausfüllt. Zur Befüllung des Gehäuses mit dem Nasslauföl sind zwei Ölanschlussstutzen 39 vorgesehen. Über Kanäle 16 in der Führungsbuchse 21 kann das Öl auch zu der Rückstellfeder 31 gelangen. Das Ölbad verbessert einerseits durch Kühlwirkung das thermische Verhalten der Bremseinheit und wirkt sich andererseits vergleichmäßigend und verschleißmindernd auf die Bremsbetätigung aus.
  • Ferner ist ein von der Hydraulikkammer 27 abzweigender Anschluss 41 vorgesehen, an den ein Messgerät zum Überprüfen und ggf. Aufzeichnen des in der Kammer 27 herrschenden Hydraulik-Öldrucks angeschlossen werden kann.
  • Bei Beaufschlagung des Hydraulikraums 27 mit Hydrauliköl wird der zentrale Bereich der Membran 25 nach oben verformt und drückt den Stößel 19 gegen die Kraft der Rückstellfeder 31 nach oben, wodurch die am oberen Ende des Stößels 19 befestigte Druckplatte 17 mit einem an ihrer Stirnfläche vorspringenden ringförmigen Bund gegen die unterste Statorlamelle 13 der Lamellenbremse 15 drückt und damit das gesamte Lamellenpaket aus Rotorlamellen 11 und Statorlamellen 13 zusammendrückt, um die Welle 5 gemäß einem vorgebbaren Verlauf des Drehmoments in Abhängigkeit vom Drehwinkel und/oder einer vorgebbaren Zeitdauer abzubremsen. Dabei beschränkt sich die Einwirkung der Hydraulikflüssigkeit auf die Membran 25 auf eine verhältnismäßig kleine Fläche im Zentrum der Membran 25, wobei der Durchmesser der mit Hydraulikflüssigkeit beaufschlagten Hydraulikkammer 27 vorzugsweise mindestens annähernd gleich dem Durchmesser des Kopfes 19a des Stößels 19 ist.
  • Im Ruhezustand der Vorrichtung, wenn am Anschluss 29 kein Öldruck ansteht, befindet sich die Stirnfläche des Kopfes 19a des Stößels 19 in Anlage an der Membran 25, während sich die Druckplatte 17 in einem sehr geringen Abstand von der untersten Statorlamelle 13, oder sogar in druckloser Anlage an die unterste Statorlamelle 13 befindet. Vorzugsweise haben auch die Rotorlamellen 11 und Statorlamellen 13 im Ruhezustand druckfreie Berührung miteinander. Der bei Druckbeaufschlagung bis zur Vollbremsung zurückzulegende Hubweg des Stößels 19 und der Druckplatte 17 ist deshalb sehr klein. Er beträgt deutlich weniger als 2 mm, vorzugsweise weniger als 1 mm und kann in der Größenordnung von 0,5 mm liegen. Da außerdem die zu bewegende Masse des Stößels 19 und der Druckplatte 17 klein ist, arbeitet die Vorrichtung mit sehr geringer Trägheit und kann deshalb auch sehr schnell ablaufende Schraubvorgänge realitätsgerecht simulieren.
  • Um die zu bewegende Masse gering zu halten, kann der Stößel 19 und ggf. auch die Druckplatte 17 aus einem Material mit geringem spezifischen Gewicht, z. B. glasfaserverstärkter Kunststoff, gefertigt werden.
  • Abweichend von der beschriebenen Ausführungsform, bei der der Stößel 19 an der Membran 25 nur anliegt, kann der Stößel 19 mit der Membran 25 auch fest verbunden sein, z. B. mittels einer Schraube oder durch Klebung.
  • Bei der in 2 dargestellten Ausführungsform sind alle Teile, die denen der Ausführungsform nach 1 entsprechen, mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet und werden nicht nochmals beschrieben. Im Unterschied zur Ausführungsform nach 1 ist gemäß 2 eine Membran 25' direkt mit der Druckplatte 17 verbunden und mit ihrem Randbereich zwischen zwei Gehäuseabschnitten 1b und 1d eingespannt. Der Gehäuseraum 27' unterhalb der Membran 25' ist eine Hydraulikdruckkammer, der über einen Hydraulikanschluss 29 Hydrauliköl gesteuert zugeführt werden kann, um die Unterseite der Membran 25' mit Hydraulikdruck zu beaufschlagen und dadurch Membran nach oben auszulenken, damit sie die Druckplatte 17 gegen die unterste Statorlamelle 13 des Lamellenpakets der Bremsvorrichtung 15 andrückt. Da auch bei dieser Ausführungsform das abzubremsende Drehmoment der Welle 3 nicht auf die Druckplatte 17 übertragen wird, braucht die Druckplatte 17 nicht verdrehsicher in dem Gehäuse 1 gehalten zu werden. Die Membran 25' braucht deshalb nicht torsionsfest zu sein, sondern kann insbesondere aus einem elastomer verformbarem Material bestehen.
  • Im Gegensatz zu der Ausführungsform nach 1 dient nach der Ausführungsform nach 2 der Stößel 19 nicht zur Übertragung der Bremsbetätigungskraft auf die Druckplatte 17, sondern nur zur verkippungsfreien Führung der Druckplatte 17 in dem Gehäuse 1 sowie zur Übertragung der Rückstellkraft der Rückstellfeder 31 auf die Druckplatte 17.

Claims (7)

  1. Vorrichtung zur Simulation von Schraubvorgängen für die Prüfung von Kraftschraubern, umfassend: ein Gehäuse (1), eine in dem Gehäuse drehbar gelagerte Welle (3), die eine Aufnahme (5) für die drehfeste Ankopplung des Kopfes eines Kraftschraubers trägt, Sensoren (7, 9) zum Erfassen des auf die Welle (3) wirkenden Drehmoments und ihres Drehwinkels, eine auf die Welle (3) wirkende Bremseinheit (15) mit mindestens einer an der Welle (3) drehfest angeordneten scheibenförmigen Bremslamelle (11) und bezüglich des Gehäuses (1) drehfest angeordneten Bremsgegenflächen, eine in Achsrichtung der Welle (3) beweglich angeordnete Druckplatte (17), mit der die Bremsgegenflächen und die mindestens eine Bremslamelle (11) gegeneinander andrückbar sind, und eine hydraulische Bremsbetätigungseinrichtung zum Beaufschlagen der Druckplatte (17) mit einer steuerbaren Andruckkraft, wobei die Bremsbetätigungseinrichtung ein Steuergerät (33) zum Steuern der Zuführung von Hydraulikflüssigkeit gemäß einem vorgebbaren zeit- und winkelabhängigen Verlauf der von der Bremseinheit auf die Welle ausgeübten Bremskraft aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Druckplatte (17) und der mindestens einen Bremslamelle (11) eine in dem Gehäuse drehfest angeordnete ringförmige Statorlamelle (13) angeordnet ist, auf die die Druckplatte (17) einwirkt, dass mit der Druckplatte (17) ein in dem Gehäuse (1) in Achsrichtung verschiebbar gelagerter Stößel (19) vorgesehen ist, durch den die Druckplatte in Achsrichtung des Gehäuses geführt ist, und dass in dem Gehäuse (1) eine mit einer Hydraulikflüssigkeit beaufschlagbare flexible Membran (25, 25') angeordnet ist, die durch Beaufschlagung mit der Hydraulikflüssigkeit in Achsrichtung des Gehäuses auslenkbar ist und die an der Druckplatte (17) befestigt oder mit ihr durch den Stößel (19) kraftübertragend verbunden ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (19) zwischen Membran (25) und Druckplatte (17) angeordnet ist und an seinem von der Druckplatte (17) entfernten Ende eine an der Membran (25) liegende Stirnfläche aufweist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine auf den Stößel (19) wirkende Rückholfeder (31) vorgesehen ist, die den Stößel (19) und damit die Membran (25) und Druckplatte (17) in die Ausgangsstellung zurückführt, wenn die Beaufschlagung der Membran (25) mit der Hydraulikflüssigkeit aufhört.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (19) mit der Druckplatte (17) in Axialrichtung druckfest und zugfest verbunden ist.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (25) aus elastomerem Material besteht.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (19) über mehr als die Hälfte seiner Länge von einer in dem Gehäuse (1) ausgebildeten Führungsbuchse (21) geführt ist.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Hub der Axialbewegung der Druckplatte (17) für das Erzeugen der Bremskraft weniger als 2 mm, vorzugsweise nicht mehr als 1 mm und insbesondere ca. 0,5 mm beträgt.
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