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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft integrierte Schaltungsbausteine (IC) und Flachtafelanzeigen
(FPD), und insbesondere ein Verfahren zum Herstellen eines Substrates
mit einer ebenen Schicht für
ICs und FPD-Vorrichtungen.
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Diskussion des Stands der
Technik
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Im
Allgemeinen befindet sich in integrierten Schaltungsbausteinen (IC)
und Flachtafelanzeigen (FPD) eine Vielzahl elektronischer Schaltungen,
deren Strukturen und Schichten aus Halbleitermaterialien, isolierenden
Materialien, leitenden Materialien, Filtermaterialien oder ähnlichem
ausgeführt
sind. Normalerweise ist auf den eigentlichen Strukturen und Schichten
zur Erzielung einer glatten Oberfläche eine ebene Schicht ausgebildet.
Zum Beispiel enthält das
Farbfiltersubstrat eines Flüssigkristalldisplays (LCD)
eine abdeckende Schicht zum Zweck der Planarisierung.
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Das
Farbfiltersubstrat umfasst auf einem transparenten Substrat (z.B.
einem Glassubstrat) ausgebildete Farbfilter für die drei Elementarfarben Rot
(R), Grün
(G) und Blau (B). Die abdeckende Schicht ist auf den Farbfiltern
ausgebildet, um die Farbfilter zu schützen und die Konturen der Farbfilter zu
planarisieren oder zu ebnen.
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Unlängst wird
auf den Farbfiltersubstraten neben den RGB-Farbfiltern auch ein
Weißfilterbereich
(W) eingesetzt. Im Weißfilterbereich
befindet sich auf dem Glassubstrat kein Filtermaterial. Daher entsteht
entlang der Grenzen zwischen dem Weißfilterbereich und den Farbfilterbereichen
auf der Oberfläche
der abdeckenden Schicht, die oben auf der Farbfilterschicht ausgebildet
ist, ein abgestufter Bereich, der „yellowish" genannt wird.
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Um
das Entstehen dieses abgestuften Bereiches zu vermeiden, ist das
in-plane Druckverfahren (IPP-Verfahren) zum Bilden einer abdeckenden Schicht
auf einem Farbfiltersubstrat vorgeschlagen worden. Das IPP-Verfahren
wird nachfolgend mit Bezug auf die 1A und 1B beschrieben.
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Gemäß 1A ist
die Oberfläche
auf einem Glassubstrat 11 in Farbfilterbereiche (CA) und
Weißfilterbereiche
(WA) aufgeteilt. Farbfilterstrukturen 13, die aus roten,
grünen
und blauen Filtermaterialien bestehen, befinden sich auf dem Glassubstrat 11 in den
Farbfilterbereichen (CA). Da sich in den Weißfilterbereichen (WA) keine
Filterstrukturen befinden, sind die Oberflächengebiete des zu den Weißfilterbereichen
(WA) gehörenden
Glassubstrates 11 freigelegt, so dass rotes, grünes und
blaues Licht die Weißfilterbereiche
(WA) zum Anzeigen weißer
Farbe (W) passieren kann.
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Der
Höhenunterschied
(T) an den Grenzen zwischen den Weißfilterbereichen (WA) und den Farbfilterbereichen
(CA) beträgt
im Mittel 3 μm.
Auf dem Glassubstrat 11 mit den Farbfilterstrukturen 13 befindet
sich eine abdeckende Materialschicht 15 aus Kunstharz,
wie z.B. Polyurethan, usw.
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Auf
der abdeckenden Materialschicht 15 ist eine Form 17 aufgebracht,
um die Oberfläche
der abdeckenden Materialschicht 15 zu planarisieren. Das heißt, die
Aufgabe der Form 17 ist es, die durch die Farbfilterstrukturen 13 gebildete
unregelmäßige Oberfläche der
abdeckenden Materialschicht 15 auszugleichen.
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Gemäß 1B wird
die Form 17 dann wieder von der Oberfläche der abdeckenden Materialschicht 15 entfernt.
Die Farbfilterstrukturen 13 und die abdeckende Materialschicht 15 werden
sodann einem Glühprozess,
wie z.B. einem Hartbackungsprozess unterzogen.
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Während des
Hartbackungsprozesses schrumpft jedoch die abdeckende Materialschicht 15, so
dass die Dicke der abdeckenden Materialschicht 15 abnimmt.
Nimmt die Dicke der abdeckenden Materialschicht 15 z.B
um ungefähr
10% ab, entstehen abgestufte Bereiche mit einer Höhe (t) von
ungefähr 3 μm zwischen
den Oberflächengebieten
auf der abdeckenden Materialschicht 15 über den Farbfilterbereichen
(CA) und den anderen Oberflächengebieten auf
der abdeckenden Materialschicht 15 über den Weißfilterbereichen (WA). Das
heißt,
die Oberfläche der
abdeckenden Materialschicht 15 wird nach dem Hartbackungsprozess
des IPP-Verfahrens uneben.
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2A und 2B zeigen
perspektivische Fotografien der Oberfläche einer abdeckenden Materialschicht 15,
die durch ein herkömmliches
IPP-Ver fahren hergestellt ist. 2A zeigt
die Oberfläche der
abdeckenden Materialschicht 15 nachdem sie durch die Form 17 planarisiert
ist. 2B zeigt die abgestuften Bereiche, die sich nach
einem Glühprozess
wie z.B. einem Hartbackungsprozess ausbilden.
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2B zeigt
gelbe Gürtel
an den Grenzen zwischen den Farbfilterbereichen (CA) und den Weißfilterbereichen
(WA). Diese durch die abgestuften Bereiche verursachten gelben Gürtel, die
sich nach dem Hartbackungsprozess ausbilden, werden "yellowish" genannt.
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Wie
gezeigt, weist das herkömmliche IPP-Verfahren
Nachteile beim Herstellen einer glatten Oberfläche auf IC-Bausteinen und FPD-Vorrichtungen
auf.
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ZUSAMMENFASSUNG DIE ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft daher ein Verfahren zum Herstellen eines Substrates
mit einer ebenen Schicht, mit dem vor allem Probleme durch Beschränkungen
und Nachteile, die sich aus dem Stand der Technik ergeben, vermieden
werden können.
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Ein
Vorteil der Erfindung wird durch die Bereitstellung eines Verfahrens
zum Herstellen eines Substrates mit einer ebenen Schicht auf IC-Bausteinen
und FPD-Vorrichtungen erreicht.
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Weitere
Vorteile und Merkmale der Erfindung werden in der folgenden Beschreibungen
erläutert, gehen
teilweise aus ihr hervor oder können
durch die praktische Anwendung der Erfindung erlernt werden. Diese
und andere Vorteile der Erfindung werden durch die in der Beschreibung
sowie der in den anschließenden
Ansprüchen
und Zeichnungen aufgezeigte Struktur realisiert und erreicht.
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Für diese
und weitere Vorteile im Zusammenhang mit der Aufgabe der Erfindung
umfasst ein Verfahren zum Herstellen eines Substrates für ein elektronisches
Gerät wie
ausgeführt
und breit beschrieben ein Ausbilden einer Schicht auf einem Substrat,
ein Anordnen einer Form auf der Schicht, ein Durchführen eines
ersten Aushärtens
der Schicht mit der Form darauf, ein Entfernen der Form von der Schicht
und ein Durchführen
eines zweiten Aushärtens
für die
Schicht.
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Gemäß einer
zweiten Ausführung
der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren zum Herstellen
eines Farbfiltersubstrates für
ein Flüssigkristalldisplay
(LCD) ein Ausbilden roter (R), grüner (G) und blauer (B) Farbfilter
in Farbfilterbereichen auf einem Substrat, ein Ausbilden einer abdeckenden Schicht
auf den R, G und B Farbfiltern, ein Aufbringen einer Form auf die
abdeckende Schicht, ein Durchführen
eines ersten Aushärtens
der abdeckenden Schicht durch die Form hindurch, ein Entfernen der
Form von der abdeckenden Schicht und ein Durchführen eines zweiten Aushärtens der
abdeckenden Schicht nach dem Entfernen der Form.
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Es
ist selbstverständlich,
das beide vorangegangenen allgemeinen Beschreibungen und die folgende
detaillierte Beschreibung exemplarisch und beispielhaft sind und
eine genauere Erklärung
der Erfindung beabsichtigen, als sie beansprucht ist.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
angefügten
Zeichnungen, die zum besseren Verständnis der Erfindung dienen,
sind Teil der Beschreibung und zeigen Ausführungen der Erfindung. Sie
dienen zusammen mit der Figurenbeschreibung dazu das Prinzip der
Erfindung zu erläutern.
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In
den Figuren zeigen:
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1A und 1B Teilansichten
zum Erläutern
eines Herstellungsverfahrens für
ein Farbfiltersubstrat mit einer abdeckenden Schicht nach dem Stand
der Technik;
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2A und 2B Fotografien
einer unebenen Oberfläche
einer abdeckenden Schicht, die durch ein herkömmliches IPP-Verfahren hergestellt wurde;
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3A bis 3C Schnitte
zur Erläuterung eines
Herstellungsverfahrens für
ein Farbfiltersubstrat einer Flüssigkristallanzeige
gemäß der ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung; und
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4A bis 4C Schnitte
zur Erläuterung eines
Herstellungsverfahren für
ein Farbfiltersubstrat einer Flüssigkristallanzeige
gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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DETAILLIERTERE BESCHREIBUNG
DER ILLUSTRIERTEN AUSFÜHRUNGSFORM
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Nachfolgend
wird nun detailliert auf die beispielhaften Ausführungen der Erfindung in den
angefügten
Zeichnungen Bezug genommen.
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Die 3A bis 3C zeigen
Schnitte zur Erläuterung
eines Herstellungsverfahrens für
ein Farbfiltersubstrat einer Flüssigkristallanzeige
gemäß der ersten
Ausführungsform
der Erfindung.
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In 3A ist
die Oberfläche
auf einem Glassubstrat 31 in Farbfilterbereiche (CA) und
Weißfilterbereiche
(WA) aufgeteilt. Farbfilterstrukturen 33, die aus roten,
grünen
und blauen Filtermaterialien bestehen, befinden sich auf dem Glassubstrat 31 in
den Farbfilterbereichen (CA). Da sich in den Weißfilterbereichen (WA) keine
Filterstrukturen befinden, sind die Oberflächengebiete des zu den Weißfilterbereichen (WA)
gehörenden
Glassubstrates 31 freigelegt, so dass rotes, grünes und
blaues Licht die Weißfilterbereiche
(WA) zum Anzeigen weißer
Farbe (W) passieren kann.
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Der
Höhenunterschied
(T) an den Grenzen zwischen den Weißfilterbereichen (WA) und den Farbfilterbereichen
(CA) beträgt
im Mittel 3 μm.
Eine abdeckende Materialschicht 35 ist auf dem Glassubstrat 31 mit
den Farbfilterstrukturen 33 ausgebildet. Die abdeckenden
Materialschicht 35 ist vorteilhafter Weise ein durch UV-Licht
härtbares
flüssiges
Vorpolymer, ein thermisch härtbares
flüssiges
Vorpolymer oder ein thermisch härtbares
flüssiges
Vorpolymer mit einer UV Komponente. Die abdeckende Materialschicht 35 enthält ferner
einen Initiator wie z.B. Phosphinoxid oder ein aromatisches Keton,
usw.
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In 3B ist
eine Form 37 auf der abdeckenden Materialschicht 35 platziert,
um einen einheitlichen Kontakt zur Oberfläche der abdeckenden Materialschicht 35 herzustellen,
und um so die abdeckende Materialschicht 35 zu planarisieren.
Die Form 37 besteht hauptsächlich aus Polydimethylsiloxan (PDMS),
Polyurethanacrylat, Silikon oder ähnlichem. Das heißt, die
Form 37 trägt
dazu bei, die unebene Oberfläche
der abdeckenden Materialschicht 35, die durch die Farbfilterstrukturen 33 entsteht,
zu planarisieren oder zu ebnen.
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Die
abdeckende Materialschicht 35 wird dann durch Bestrahlung
mit UV-Licht oder Hitze ein erstes mal ausgehärtet. Besteht die abdeckende
Materialschicht 35 aus einem durch UV-Licht härtbaren flüssigen Vorpolymer,
wird die abdeckende Materialschicht 35 durch die transparente
Form 37 hindurch mit UV-Licht bestrahlt. Besteht die abdeckende
Materialschicht 35 aus einem thermisch härtbaren
flüssigen
Vorpolymer oder einem thermisch hartbaren flüssigen Vorpolymer mit einer
UV-(Reaktions)-Komponente, wird die abdeckende Materialschicht 35 mit der
Form 37 wärmebehandelt.
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Die
abdeckende Materialschicht 35 wird für 3 bis 15 Minuten mit UV-Licht bestrahlt.
Das UV-Licht hat eine Stärke
von 5–11
mW/cm2 und eine Wellenlänge (λ) von 300 bis 500 nm. Bei Wärmebehandlung wird
die abdeckende Materialschicht 35 bei einer Temperatur
zwischen 60°C
und 140°C
für 5 Minuten bis
24 Stunden ausgehärtet.
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Nach
der Bestrahlung mit dem UV-Licht sind die flüssigen Vorpolymere der abdeckenden
Materialschicht 35 miteinander verbunden oder vernetzt. Auf
diese Weise wird die abdeckende Materialschicht 35 durch
die UV-Bestrahlung erstmals gehärtet
(oder verfestigt) und besitzt eine hohe Wärmestabilität. So wird die Oberfläche der
abdeckenden Materialschicht 35, wie schon in 2A gezeigt,
planarisiert.
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In 3C wird
die gegossene Schicht 37 nach dem erstmaligen Aushärten der
abdeckenden Materialschicht 35 von der abdeckenden Materialschicht 35 entfernt,
um die Oberfläche
der abdeckenden Materialschicht 35 frei zu legen. Dann
wird die abdeckende Materialschicht 35 ein zweites Mal
ausgehärtet.
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Besteht
die abdeckende Materialschicht 35 aus einem durch UV-Licht
härtbaren
flüssigen
Vorpolymer oder einem thermisch härtbaren flüssigen Vorpolymer mit einer
UV-(Reaktions)-Komponente, wird UV-Licht auf die abdeckende Materialschicht 35 gestrahlt.
Besteht die abdeckende Materialschicht aus einem thermisch härtbaren
flüssigen
Vorpolymer, wird die abdeckenden Materialschicht 35 wärmebehandelt.
Die Prozessbedingungen für
den zweiten Aushärteprozess
mit UV-Licht sind den Prozessbedingungen des ersten Aushärteprozesses
mit UV-Licht ähnlich.
Besteht die abdeckende Materialschicht 35 aus einem thermisch
härtbaren
flüssigen Vorpolymer
mit einer UV-(Reaktions)-Komponente, wird die abdeckende Materialschicht 35 im
ersten Aushärteprozess
mit UV-Licht ausgehärtet
und nach dem Entfernen der gegossenen Schicht 37 mit Wärme behandelt.
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Ein
thermisch härtbares
flüssiges
Vorpolymer als abdeckende Materialschicht 35 wird beim zweiten
Aushärteprozess
bei einer Temperatur von ungefähr
230°C für 5 Minuten
bis 24 Stunden ausgehärtet,
was den Härtebedingungen
einer Polyamidschicht entspricht, die auf der abdeckenden Materialschicht 35 gebildet
wird, um die Moleküle
des Flüssigkristalls
zu orientieren.
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Durch
den zweiten Aushärteprozess
werden die in der abdeckenden Materialschicht 35 verbleibenden
flüssigen
Vorpolymere weiter molekular miteinander verbunden und die Vernetzungsdichte
zwischen den Molekülen
der abdeckenden Materialschicht steigt.
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Demzufolge
steigen das Molekulargewicht und die Bindungskraft der Moleküle in der
abdeckenden Materialschicht 35 weiter und die abdeckende Materialschicht 35 wird
härter.
Eine abdeckende Materialschicht 35, die durch den ersten
und zweiten Aushärteprozess
ausgehärtet
wurde, ist wärmestabiler
und schrumpft weniger. Darüber
hinaus weist die abdeckende Materialschicht 35 der ersten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung im Wesentlichen keine abgestuften Bereiche
an den Grenzen zwischen den Farbfilterbereichen (CA) und den Weißfilterbereichen
(WA) auf, sodass das yellowish-Phänomen fast nicht oder überhaupt
nicht auftritt.
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Darüber hinaus
ist es möglich
das Molekulargewicht, die molekulare Bindungskraft und die Wärmefestigkeit
der abdeckenden Materialschicht 35 durch Variieren einer
Initiatormenge zu steuern.
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Die 4A bis 4C zeigen
Schnitte zur Erläuterung
eines Herstellungsverfahren für
ein Farbfiltersubstrat einer Flüssigkristallanzeige
gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung.
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In 4A ist
die Oberfläche
auf einem Glassubstrat 41 in Farbfilterbereiche (CA) und
Weißfilterbereiche
(WA) aufgeteilt. Farbfilterstrukturen 43, die aus roten,
grünen
und blauen Filtermaterialien bestehen, befinden sich auf dem Glassubstrat 41 in
den Farbfilterbereichen (CA). Da sich in den Weißfilterbereichen (WA) keine
Filterstrukturen befinden, sind die Oberflächengebiete des zu den Weißfilterbereichen (WA)
gehörenden
Glassubstrats 41 freigelegt, so dass rotes, grünes und
blaues Licht die Weißfilterbereiche
(WA) zum Anzeigen weißer
Farbe (W) passieren kann.
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Der
Höhenunterschied
(T) an den Grenzen zwischen den Farbfilterbereichen (CA) und den Weißfilterbereichen
(WA) beträgt
im Mittel 3 μm.
Eine abdeckende Materialschicht 45 ist auf dem Glassubstrat 41 mit
den Farbfilterstrukturen 43 ausgebildet. Die abdeckende
Materialschicht 45 besteht vorteilhafterweise aus einem
UV härtbaren
flüssigen
Vorpolymer, einem thermisch härtbaren
flüssigen
Vorpolymer oder einem thermisch härtbaren flüssigen Vorpolymer mit einer
UV-(Reaktions)-Komponente. Die abdeckende Materialschicht 45 enthält ferner
einen Initiator wie z.B. Phosphinoxid oder ein aromatisches Keton
usw.
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In 4B ist
eine Form 47 auf die abdeckende Materialschicht 45 aufgebracht,
um einen einheitlichen Kontakt zur Oberfläche der abdeckenden Materialschicht 45 herzustellen,
und um so die Oberfläche
der abdeckenden Materialschicht 45 zu ebnen. Die Form 47 besteht
hauptsächlich
aus Polydimethylsiloxan (PDMS), Polyurethanacrylat, Silikon oder ähnlichem.
Das heißt,
die Form 47 trägt
dazu bei, die unebene Oberfläche
der abdeckenden Materialschicht 45, die durch die Farbfilterstrukturen 43 entsteht,
zu kompensieren.
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Die
Form 47 weist eine Vielzahl von konkaven Abschnitten 47A auf.
Nachdem die Form 47 auf die abdeckende Materialschicht 45 aufgebracht
ist, werden die konkaven Abschnitte 47A mit Material aus
der abdeckenden Materialschicht 45 durch Kapillarkräfte gefüllt. So
bildet sich eine konkave abdeckende Materialstruktur 45A aus.
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Die
abdeckende Materialschicht 45, auf der die transparente
Form 47 mit den konkaven Abschnitten 47A plaziert
ist, wird dann ein erstes Mal ausgehärtet. Besteht die abdeckende
Materialschicht 45 aus einem UV hartbaren flüssigen Vorpolymer, wird
die abdeckende Materialschicht durch die transparente Form 47 hindurch
mit UV-Licht bestrahlt. Besteht die abdeckende Materialschicht 45 aus
einem thermisch hartbaren flüssigen
Vorpolymer oder einem thermisch hartbaren flüssigen Vorpolymer mit einer
UV-(Reaktions)-Komponente,
wird die abdeckende Materialschicht 45 mit der Form 47 wärmebehandelt.
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Die
abdeckende Materialschicht 45 wird für 3 bis 15 Minuten mit UV-Licht bestrahlt.
Das UV-Licht hat eine Stärke
von 5–11
mW/cm2 und eine Wellenlänge (λ) von 300 bis 500 nm. Bei Wärmebehandlung wird
die abdeckende Materialschicht 45 bei einer Temperatur
zwischen 60°C
und 140°C
für 5 Minuten bis
24 Stunden ausgehärtet.
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Nach
der Bestrahlung mit dem UV-Licht sind die flüssigen Vorpolymere, die in
der abdeckenden Materialschicht 45 und in der abdeckenden
Materialstruktur 45A enthalten sind molekular miteinander verbunden
oder vernetzt. Demzufolge steigt das Molekulargewicht der abdeckenden
Materialschicht 45 und der abdeckenden Materialstruktur 45A,
wobei die Bindungskräfte
innerhalb der Moleküle
der abdeckenden Materialschicht 45 und der abdeckenden Materialstruktur 45A ebenso
ansteigen. Auf diese Weise werden die abdeckende Materialschicht 45 und
die abdeckende Materialstruktur 45A erstmals mit UV-Licht
ausgehärtet
und besitzen eine hohe Wärmestabilität. Die geebneten
Oberflächen
der abdeckenden Materialschicht 45 und der abdeckenden Materialstruktur 45A werden
gleichzeitig ausgebildet. Darüber
hinaus wird der Prozess zum Bilden der abdeckenden Materialschicht 45 und
der abdeckenden Materialstruktur 45A vereinfacht.
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In 4C wird
die Form 47 nach dem ersten Aushärten der abdeckenden Materialschicht 45 und der
abdeckenden Materialstruktur 45A von der abdeckenden Materialschicht 45 entfernt,
um die Oberfläche
der abdeckenden Materialschicht 45 und der abdeckenden
Materialstruktur 45A frei zu legen. Dann wird die abdeckende
Materialschicht 45 und die abdeckende Materialstruktur 45A ein
zweites Mal ausgehärtet.
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Besteht
die abdeckende Materialschicht 45 aus einem UV härtbaren
flüssigen
Vorpolymer oder aus einem thermisch härtbaren flüssigen Vorpolymer mit einer
UV-(Reaktions)-Komponente, wird die abdeckende Materialschicht 45 mit
UV-Licht bestrahlt. Besteht die abdeckende Materialschicht 45 aus
einem thermisch hartbaren flüssigen
Vorpolymer, wird die abdeckende Materialschicht 45 wärmebehandelt. Die
Prozessbedingungen für
den zweiten Härteprozess
mit UV-Licht, sind ähnlich
den Prozessbedingungen des ersten Härteprozesses mit UV-Licht.
Besteht die abdeckende Materialschicht 45 aus einem thermisch
härtbaren
flüssigen
Vorpolymer mit einer UV-(Reaktions)-Komponente, wird die abdeckende Materialschicht 45 im
ersten Aushärteprozess
mit UV-Licht ausgehärtet
und nach dem Entfernen der Form 47 mit Wärme behandelt.
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Für den zweiten
Härteprozess
des thermisch härtbaren
flüssigen
Vorpolymers wird die abdeckende Materialschicht bei einer Temperatur
von ungefähr 230°C für 5 Minuten
bis 24 Stunden gehärtet,
was den Härtebedingungen
einer Polyamidschicht entspricht, die auf der abdeckenden Materialschicht 35 ausgebildet
wird, um die Moleküle
des Flüssigkristalls
zu orientieren.
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Durch
den zweiten Aushärtungsprozess
werden die flüssigen
Vorpolymere, die auf der abdeckenden Materialschicht 45 und
der abdeckenden Materialstruktur 45A verbleiben weiter
molekular miteinander verbunden und die Vernetzungsdichte zwischen den
Molekülen
der abdeckenden Materialschicht 45 und der abdeckenden
Materialstruktur 45A steigt.
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Demzufolge
steigt das Molekulargewicht und die Bindungskraft der Moleküle in der
abdeckenden Materialschicht 45 und der abdeckenden Materialstruktur 45A weiter,
sodass die abdeckende Materialschicht 45 und die abdeckende
Materialstruktur 45A fester ausgehärtet werden. Die abdeckende
Materialschicht 45 und die abdeckende Materialstruktur 45A, die
durch den ersten und zweiten Aushärteprozess ausgehärtet wurden,
sind thermisch stabiler und schrumpfen weniger. Darüber hinaus
weist auch die abdeckende Materialschicht 45 nach der zweiten Ausführungsform
im Wesentlichen keine abgestuften Bereiche an den Grenzen zwischen
den Farbfilterbereichen (CA) und den Weißfilterbereichen (WA) auf, sodass
das "yellowish" Phänomen fast
nicht oder überhaupt
nicht auftritt. Da die abde ckende Materialstruktur 45A,
die als ein Abstandshalter verwendet werden kann, zusammen mit der
abdeckenden Materialschicht 45 hergestellt wird, ist es
zusätzlich
möglich
den Herstellungsprozess des Farbfiltersubstrates einer LCD-Vorrichtung
zu vereinfachen.
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Wie
oben beschrieben wird die ebene Schicht nach der vorliegenden Erfindung
mit einem ersten und einem zweiten Aushärteprozess gebildet. Mit den
zwei Aushärteprozessen
wird diese Schicht mit einer geringeren Schrumpfung und einer höheren thermischen
Stabilität
ausgehärtet.
Im Ergebnis weist die ebene Schicht nach der Erfindung fast keine
abgestuften Bereiche an den Grenzen zwischen den Farbfilterbereichen
(CA) und den Weißfilterbereichen (WA)
auf, wodurch das "yellowish" Phänomen minimiert
oder vermieden wird. Da die ebene Schicht gleichzeitig mit einem
Abstandshalter ausgebildet werden kann, ist es darüber hinaus
möglich
den Herstellungsprozess einer Anzeigevorrichtung zu vereinfachen.
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Die
vorliegende Erfindung wurde mit Beispielen zum Bilden einer abdeckenden
Materialschicht auf einem Farbfiltersubstrat einer Flüssigkristallanzeige
(LCD) beschrieben. Selbstverständlich kann
das Prinzip der vorliegenden Erfindung aber auch auf IC Bausteine,
Plasmaanzeigetafeln (PDPs), elektrolumineszierende Anzeigen (ELs)
und andere Arten von Anzeigevorrichtungen angewendet werden.
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Für den Fachmann
sind verschiedene Modifikationen und Variationen der vorliegenden
Erfindung offensichtlich, ohne vom Hintergrund und Gedanken der
Erfindung abzuweichen. Es ist daher beabsichtigt, mit der vorliegenden
Erfindung alle Modifikationen und Variationen, die in den Schutzbereich der
angefügten
Ansprüche
fallen, mit abzudecken.