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DE102006058721A1 - Stoffauflauf einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn - Google Patents

Stoffauflauf einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn Download PDF

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DE102006058721A1
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Germany
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headbox
nozzle
lamella
blade
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DE200610058721
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English (en)
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Wolfgang Ruf
Hans Loser
Torben Schlieckau
Axel Von Noorden
Karl Bunz
Ole Hansen
Kostantin Fenkl
Markus Häußler
Klaus Lehleiter
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Voith Patent GmbH
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Voith Patent GmbH
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F1/00Wet end of machines for making continuous webs of paper
    • D21F1/02Head boxes of Fourdrinier machines
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Stoffauflauf (1) einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn aus mindestens einer Faserstoffsuspension (2), mit einer eine obere Düsenwand (7) und eine untere Düsenwand (8) sowie zwei Seitenwände (9) aufweisenden, sich zu einem Spalt (10) verjüngenden und einen von der mindestens einen Faserstoffsuspension (2) durchströmten Düsenraum (11) aufweisenden Stoffauflaufdüse (6), wobei der Düsenraum (11) der Stoffauflaufdüse (6) zumindest bereichsweise durch wenigstens eine Lamelle (12, 14) unterteilt ist, die sich, ausgehend von dem in Strömungsrichtung (S) eintrittsseitigen Düsenende (13), in den Düsenraum (11) erstreckt. Der erfindungsgemäße Stoffauflauf (1) ist dadurch gekennzeichnet, dass zumindest auf einer Seite (S.U) der Lamelle (12, 14) mindestens ein steuer-/regelbares mittel (16) angeordnet ist, welches bei entsprechender Beaufschlagung eine Formänderung erfährt und somit eine Lagenänderung der Lamelle (12, 14) in dem Düsenraum (11) der Stoffauflaufdüse (6) bewirkt.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Stoffauflauf einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn aus mindestens einer Faserstoffsuspension, mit einer eine obere Düsenwand und eine untere Düsenwand sowie zwei Seitenwände aufweisenden, sich zu einem Spalt verjüngenden und einen von der mindestens einen Faserstoffsuspension durchströmten Düsenraum aufweisenden Stoffauflaufdüse, wobei der Düsenraum der Stoffauflaufdüse zumindest bereichsweise durch wenigstens eine Lamelle unterteilt ist, die sich ausgehend von dem in Strömungsrichtung eintrittsseitigen Düsenende in den Düsenraum erstreckt.
  • Ein derartiger Stoffauflauf ist beispielsweise aus der deutschen Patentschrift DE 37 04 462 C2 bekannt. Der als Zweischichten-Stoffauflauf ausgebildete Stoffauflauf weist eine als Trennkeil ausgebildete Lamelle auf. Dieser Trennkeil zwischen den beiden Düsenräumen ist zur Einstellung unterschiedlicher Geschwindigkeiten und Drücke der beiden zugeführten Faserstoffsuspensionen in den einzelnen Düsenräumen schwenkbar ausgeführt. Hierzu ist er im Turbulenzerzeuger mit einer als Zylinderschalenlagerung ausgebildeten Schwenklagerung versehen. Ferner ist eine an einem Fortsatz des Trennkeils angreifende, eine Schwenkung des Trennkeils um die Schwenkachse bewirkende Verstelleinrichtung vorgesehen, die als Schrägnut-Kulissenführung mit einem in einer schrägen Nut gleitbaren, mit dem Fortsatz der Trennwand zusammenwirkenden Gleitstück ausgebildet ist.
  • Abgesehen von der hohen Präzision hinsichtlich der Verstellung des Trennkeils über die Breite des Stoffauflaufs hinweg ist an diesem offenbarten Mechanismus von Nachteil, dass er im Grunde doch sehr aufwändig und kompliziert gestaltet ist.
  • Er verursacht erhöhte Herstellungs- und damit Beschaffungskosten und ist überdies durch betriebliche Risiken und einen erhöhten Wartungsaufwand gekennzeichnet.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stoffauflauf der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass eine Lagenänderung der Lamelle in dem Düsenraum bei gegebener Präzision auf eine einfachere und kostengünstigere Weise erfolgen kann.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zumindest auf einer Seite der Lamelle mindestens ein steuer-/regelbares Mittel angeordnet ist, welches bei entsprechender Beaufschlagung eine Formänderung erfährt und somit eine Lagenänderung der Lamelle in dem Düsenraum der Stoffauflaufdüse bewirkt.
  • Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auf diese Weise vollkommen gelöst.
  • Der Stoffauflauf gemäß der vorliegenden Erfindung zeichnet sich also durch eine einfachere und somit kostengünstigere Konstruktion mit einer reduzierten Anzahl von Bauteilen und -gruppen im Hinblick auf die gewünschte Lagenänderung der Lamelle in dem Düsenraum der Stoffauflaufdüse aus. Zudem kann die Lamelle starr zwischen den der Stoffauflaufdüse in Strömungsrichtung der mindestens einen Faserstoffsuspension vorgeordneten Turbulenzblöcken des Turbulenzerzeugers angeordnet sein, was wiederum Vorteile in der Betriebssicherheit und der Festigkeit des Stoffauflaufs erbringt. Die Lagenänderung der Lamelle kann zudem kontinuierlich und sanft erfolgen, so dass im Falle des Betriebs des Stoffauflaufs dieser nicht negativ beeinträchtigt wird.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform erfährt das die Formänderung erfahrende Mittel bei entsprechender Beaufschlagung eine Formänderung in oder annähernd in Strömungsrichtung der Faserstoffsuspension und bewirkt somit die Lagenänderung der Lamelle in dem Düsenraum der Stoffauflaufdüse durch eine zumindest bereichsweise Schwenkung der Lamelle. Die Lagenänderung der Lamelle infolge der zumindest eindimensionalen Längenänderung, das heißt Verlängerung oder Verkürzung des Mittels kann auch während des Betriebs des Stoffauflaufs kontinuierlich und sanft erfolgen.
  • Das die Formänderung erfahrende Mittel ist bevorzugt kraftschlüssig auf der Seite der Lamelle angeordnet. So wird auch jede noch so kleine Beaufschlagung des Mittels direkt in die Lagenänderung der Lamelle in dem Düsenraum der Stoffauflaufdüse weitergeleitet.
  • Damit das die Formänderung erfahrende Mittel keinen Einfluss auf die die Strömungstechnik beeinflussende Außenkontur der Lamelle ausübt, ist es bevorzugt in einer in der Seite der Lamelle angebrachten Vertiefung, vorzugsweise einer Nut, angeordnet. Die Vertiefung kann hierbei eine konstante oder sich ändernde Querschnittskontur aufweisen, je nachdem wie das Mittel dimensionsmäßig ausgebildet ist.
  • Weiterhin ist es von Vorteil, wenn die das Mittel beherbergende Vertiefung oberseitig derart mit einer Abdeckung versehen ist, dass die Seite der Lamelle eine plane Oberfläche aufweist. Die Abdeckung kann dabei aus dem gleichen Werkstoff wie die Lamelle gebildet sein. Somit wird wiederum kein Einfluss auf die Strömungstechnik ausgeübt.
  • Hinsichtlich der Erreichung einer möglichst gleichmäßigen Lagenänderung der Lamelle über die Breite des Stoffauflaufs hinweg ist es günstig, wenn auf der Seite der Lamelle mehrere steuer-/regelbare Mittel in mindestens einer Reihe und zueinander vorzugsweise gleichmäßig beabstandet angeordnet sind. Je nach Eigenschaft der Lamelle können hierbei mehr oder weniger Mittel ihre Verwendung finden. Zudem kann auch ein Muster an Mitteln ausgebildet werden.
  • Damit die Lamelle zu beiden benachbarten Düsenräumen hin eine Lagenänderung vollführen kann, können auch auf beiden Seiten der Lamelle jeweils mindestens ein steuer-/regelbares Mittel angeordnet sein. Dabei können Mittel in Strömungsrichtung gleich oder auch versetzt auf der Seite der Lamelle angeordnet sein.
  • Unter praktischen Gesichtspunkten kann das die Formänderung erfahrende und steuer-/regelbare Mittel wenigstens einen piezoelektrischen Aktor, wie beispielsweise ein Piezoelement, umfassen, welcher bei Anlegen einer elektrischen Spannung eine Verformung erfährt („inverser Piezoeffekt"). Der piezoelektrische Aktor kann hierbei aus einem piezoelektrischen Kristall wie Quarz, Lithiumniobat, Galliumorthophosphat, Berlinit, Minerale der Turmalingruppe und Ferroelektrika oder einer piezoelektrischen Keramik wie Blei-Zirkonat-Titanate (PZT) und Blei-Magnesium-Niobate (PMN) bestehen. Zudem kann der piezoelektrische Aktor als piezoelektrisches Grundelement einen Dickenschwinger, ein Querdehnelement oder ein Bimorph aufweisen.
  • Ferner kann das die Formänderung erfahrende und steuer-/regelbare Mittel unter praktischen Gesichtspunkten wenigstens ein thermisches Element, wie beispielsweise ein Bi-Metall, umfassen, welches bei Anlegen einer elektrischen Spannung eine Verformung erfährt. Auch kann das die Formänderung erfahrende und steuer-/regelbare Mittel wenigstens ein hydraulisches oder pneumatisches Element, wie beispielsweise einen Hydraulik- oder Pneumatikschlauch, umfassen, welches bei Anlegen eines Drucks eine Verformung erfährt. Derartige Elemente zeichnen sich unter anderem durch vielfältige Verwendungsmöglichkeiten selbst unter schwierigsten Bedingungen aus.
  • Auch kann insbesondere im Hinblick auf die Erzeugung bester Herstellungsqualitäten ein Regelsystem zur Positionierung der Lamelle vorgesehen sein, wobei dieses zumindest eine Erkennungseinheit, insbesondere einen Sensor, einen Regler und die Lamelle als Stellglied umfasst. Der Sensor kann beispielsweise ein induktiver oder magnetischer Abstandssensor sein.
  • Zudem kann überdies ein übergeordnetes Prozessleitsystem zur Beaufschlagung des Reglers vorgesehen sein, so dass die Lagenänderung der Lamelle in dem Düsenraum des Stoffauflaufs als aktiver Herstellungsparameter verwendet werden kann.
  • Der Stoffauflauf kann selbstverständlich auch als ein Mehrschichtenstoffauflauf, insbesondere als ein Zweischichtenstoffauflauf, ausgebildet sein, der wenigstens eine als vorzugsweise fester Trennkeil ausgebildete Lamelle aufweist. Somit können mehrschichtige Faserstoffbahnen mit unterschiedlichen Schichtenqualitäten erzeugt werden. Hierbei weist der wenigstens eine Trennkeil bevorzugt eine Trennkeillänge im Bereich von 80 bis 120%, vorzugsweise im Bereich von 95 bis 110% der Länge der Stoffauflaufdüse auf, so dass ausreichend lange eine Schichtenreinheit der Faserstoffsuspensionen garantiert werden kann.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
  • Es zeigen
  • 1 eine schematisierte und geschnittene Seitenansicht eines Stoffauflaufs gemäß einer erfindungsgemäßen Ausführungsform; und
  • 2 eine schematische Detailansicht der 1.
  • Die 1 zeigt eine schematisierte und geschnittene Seitenansicht eines Stoffauflaufs 1 für eine Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn aus mindestens einer Faserstoffsuspension 2. Bei der aus der mindestens einen Faserstoffsuspension 2 gebildeten Faserstoffbahn kann es sich insbesondere um eine Papier-, Karton- oder Tissuebahn handeln.
  • Der dargestellte Stoffauflauf 1 verfügt über eine Zuführvorrichtung 3, der in Strömungsrichtung S (Pfeil) der Faserstoffsuspension 2 Turbulenzerzeuger 4 nachgeordnet ist. Der Turbulenzerzeuger 4 weist eine Vielzahl von vorzugsweise in Zeilen und in Spalten angeordneten Strömungskanälen 5 auf. Die Strömungskanäle 5 sind in bekannter Weise vorzugsweise als dünnwandige Turbulenzrohre und/oder Turbulenzrohrinserts mit zumindest streckenweise konstanten, zumindest streckenweise divergierenden, zumindest streckenweise konvergierenden und/oder sprunghaften Strömungsquerschnitten ausgebildet.
  • Dem Turbulenzerzeuger 4 ist in Strömungsrichtung S (Pfeil) der Faserstoffsuspension 2 eine Stoffauflaufdüse 6 nachgeordnet, die eine obere Düsenwand 7 und eine untere Düsenwand 8 sowie zwei nicht dargestellte Seitenwände 9 aufweist. Die beiden Düsenwände 7, 8 können gelenkig gelagert sein, vorzugsweise direkt im Anschluss an den Turbulenzerzeuger 4. Auch kann in nicht dargestellter Weise zumindest an einer Düsenwand 7, 8 auslaufseitig eine mittels mehrerer Elemente verschiebbare und sich über die Breite B (Pfeil) des Stoffauflaufs 1 erstreckende Blende angeordnet sein, wobei das Element beispielsweise als eine Gewindespindel ausgebildet sein kann, die oben an der Blende angreift und ihrerseits durch ein Handrad oder dergleichen betätigbar ist.
  • Die Stoffauflaufdüse 6 verjüngt sich in Strömungsrichtung S (Pfeil) der Faserstoffsuspension 2 zu einem Spalt 10 und weist mindestens einen von der Faserstoffsuspension 2 durchströmten Düsenraum 11 auf. Ferner ist der Düsenraum 11 der Stoffauflaufdüse 6 bereichsweise durch eine Lamelle 12 unterteilt, die sich ausgehend von dem in Strömungsrichtung S (Pfeil) eintrittsseitigen Düsenende 13 in den Düsenraum 11 erstreckt.
  • Der in der 1 dargestellte Stoffauflauf 1 ist ein Einschichtenstoffauflauf, dessen Düsenraum 11 durch eine als fester Trennkeil 14 ausgebildete Lamelle 11 in einen oberen Düsenteilraum 11.O und einen unteren Düsenteilraum 11.U unterteilt ist. Der Trennkeil 14 weist hierbei Trennkeillänge L.14 im Bereich von 80 bis 120%, vorzugsweise im Bereich von 95 bis 110% der Länge L.6 der Stoffauflaufdüse 6 auf. Im dargestellten Fall ist die Trennkeillänge L.14 ungefähr 115% der Länge L.6 der Stoffauflaufdüse 6.
  • In weiterer Ausgestaltung kann der in der 1 dargestellte Stoffauflauf 1 auch als ein Mehrschichtenstoffauflauf, insbesondere als ein Zweischichtenstoffauflauf, ausgebildet sein, der wenigstens eine als vorzugsweise fester Trennkeil ausgebildete Lamelle aufweist. Hierbei wird der Stoffauflauf 1 dann mit mindestens zwei Faserstoffsuspensionen gespeist, die im Regelfall dann unterschiedliche Eigenschaften, wie beispielsweise Konsistenzen, aufweisen.
  • Der dargestellte Stoffauflauf 1 kann in mindestens einem seiner beiden Düsenteilräume 11.O, 11.U auch Lamellen 15 (gestrichelte Darstellung) aufweisen, die wenigstens bereichsweise mit einer strukturierten Oberfläche versehen sein können. Die strukturierten Oberflächen können hierbei stromabwärtige und strukturierte Lamellenspitzen bilden, wobei die jeweilige Struktur die Form von Nuten mit rechteckiger und/oder keilförmiger und/oder parabelförmiger und/oder runder Form mit konstanter und/oder unterschiedlicher Tiefe umfassen kann.
  • Es ist nun auf einer unteren Seite S.U der als vorzugsweise fester Trennkeil 14 ausgebildeten Lamelle 12 mindestens ein steuer-/regelbares, lediglich symbolisch dargestelltes Mittel 16 angeordnet, welches bei entsprechender Beaufschlagung eine Formänderung erfährt und somit eine einseitige, das heißt gleichseitige Lagenänderung der Lamelle 12 in dem Düsenraum 11 der Stoffauflaufdüse 6 bewirkt. Dabei erfährt das steuer-/regelbare Mittel 16 bei entsprechender Beaufschlagung eine Formänderung in oder annähernd in Strömungsrichtung S (Pfeil) der Faserstoffsuspension 2, was letztlich die einseitige, das heißt gleichseitige Lagenänderung der Lamelle 12 in dem Düsenraum 11 der Stoffauflaufdüse 6 durch eine zumindest bereichsweise Schwenkung A (Doppelpfeil) der Lamelle 11 bewirkt. Damit wird das jeweilige Volumen des benachbarten Düsenteilraums verändert, das heißt gegeneinander verschoben.
  • In der in der 2 dargestellten Detailansicht Z der 1 ist ersichtlich, dass das Mittel 16 kraftschlüssig auf der unteren Seite S.U der als vorzugsweise fester Trennkeil 14 ausgebildeten Lamelle 12 angeordnet ist. Hierzu ist das steuer/regelbare Mittel 16 in einer in der Seite S.U der Lamelle 12 angebrachten Vertiefung 17, vorzugsweise einer Nut 18, angeordnet, die oberseitig derart mit einer vorzugsweise abnehmbaren Abdeckung 19 (schraffiert) versehen ist, dass die untere Seite S.U der Lamelle 12 eine plane Oberfläche 20 aufweist. Die Abdeckung 19 kann dabei aus dem gleichen Werkstoff wie die Lamelle 12 gebildet sein, so dass Einfluss auf die Strömungstechnik ausgeübt wird.
  • In der dargestellten Ausführungsform sind lediglich in einer Reihe R.1 mehrere steuer-/regelbare Mittel 16 angeordnet. Ergänzend oder auch alternativ können die steuer-/regelbaren Mittel 16, wie dies zumindest teilweise gestrichelt dargestellt ist, auch auf beiden Seiten S.U, S.O der Lamelle 12, in mehreren Reihen R.1, R.2, R.3 und/oder zueinander gleichmäßig beabstandet angeordnet sein.
  • Das steuer-/regelbare Mittel 16 umfasst wenigstens einen piezoelektrischen Aktor 21, wie beispielsweise ein Piezoelement 22, welcher bei Anlegen einer elektrischen Spannung V eine Verformung U (gestrichelte Andeutung) erfährt („inverser Piezoeffekt"). Die Beaufschlagung des steuer-/regelbaren Mittels 16 stellt also das Anlegen der elektrischen Spannung V dar.
  • Der piezoelektrische Aktor 21 kann hierbei aus einem piezoelektrischen Kristall wie Quarz, Lithiumniobat, Galliumorthophosphat, Berlinit, Minerale der Turmalingruppe und Ferroelektrika oder einer piezoelektrischen Keramik wie Blei-Zirkonat-Titanate (PZT) und Blei-Magnesium-Niobate (PMN) bestehen. Zudem kann der piezoelektrische Aktor als piezoelektrisches Grundelement einen symbolisch dargestellten Dickenschwinger, ein Querdehnelement oder ein Bimorph aufweisen.
  • In ergänzender oder alternativer Ausführung kann das steuer-/regelbare Mittel 16 auch wenigstens ein thermisches Element, wie beispielsweise ein Bi-Metall, oder ein hydraulisches oder pneumatisches Element, wie beispielsweise einen Hydraulik- oder Pneumatikschlauch, umfassen, welches bei Anlegen einer elektrischen Spannung beziehungsweise eines Drucks eine Verformung erfährt.
  • Weiterhin ist, wie in der 1 schematisch angedeutet, ein Regelsystem 23 zur Positionierung der als vorzugsweise fester Trennkeil 14 ausgebildeten Lamelle 12 vorgesehen, wobei dieses zumindest eine Erkennungseinheit 24, insbesondere einen Sensor 25, einen Regler 26 und die Lamelle 12 als Stellglied 27 umfasst. Der Sensor 25 kann beispielsweise ein induktiver oder magnetischer Abstandssensor sein. Zudem kann überdies ein übergeordnetes Prozessleitsystem 28 zur Beaufschlagung des Reglers 26 mit einer Sollgröße s vorgesehen sein, so dass die Lagenänderung der Lamelle 12 in dem Düsenraum 11 des Stoffauflaufs 1 als aktiver Herstellungsparameter verwendet werden kann.
  • Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass durch die Erfindung ein Stoffauflauf geschaffen wird, der eine Lagenänderung der Lamelle in dem Düsenraum bei gegebener Präzision auf eine einfachere und kostengünstigere Weise ermöglicht.
  • 1
    Stoffauflauf
    2
    Faserstoffsuspension
    3
    Zuführvorrichtung
    4
    Turbulenzerzeuger
    5
    Strömungskanal
    6
    Stoffauflaufdüse
    7
    Obere Düsenwand
    8
    Untere Düsenwand
    9
    Seitenwand
    10
    Spalt
    11
    Düsenraum
    11.O
    Oberer Düsenteilraum
    11.U
    Unterer Düsenteilraum
    12
    Lamelle
    13
    Düsenende
    14
    Trennkeil
    15
    Lamelle
    16
    Mittel
    17
    Vertiefung
    18
    Nut
    19
    Abdeckung
    20
    Oberfläche
    21
    Piezoelektrischer Aktor
    22
    Piezoelement
    23
    Regelsystem
    24
    Erkennungseinheit
    25
    Sensor
    26
    Regler
    27
    Stellglied
    28
    Prozessleitsystem
    A
    Schwenkung (Doppelpfeil)
    B
    Breite (Pfeil)
    L.6
    Länge (Stoffauflaufdüse)
    L.14
    Trennkeillänge
    R.1
    Reihe
    R.2
    Reihe
    R.3
    Reihe
    S
    Strömungsrichtung (Pfeil)
    s
    Sollgröße
    S.O
    Obere Seite
    S.U
    Untere Seite
    V
    Elektrische Spannung
    U
    Verformung
    Z
    Detailansicht

Claims (15)

  1. Stoffauflauf (1) einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn aus mindestens einer Faserstoffsuspension (2), mit einer eine obere Düsenwand (7) und eine untere Düsenwand (8) sowie zwei Seitenwände (9) aufweisenden, sich zu einem Spalt (10) verjüngenden und einen von der mindestens einen Faserstoffsuspension (2) durchströmten Düsenraum (11) aufweisenden Stoffauflaufdüse (6), wobei der Düsenraum (11) der Stoffauflaufdüse (6) zumindest bereichsweise durch wenigstens eine Lamelle (12, 14) unterteilt ist, die sich ausgehend von dem in Strömungsrichtung (S) eintrittsseitigen Düsenende (13) in den Düsenraum (11) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest auf einer Seite (S.U) der Lamelle (12, 14) mindestens ein steuer-/regelbares Mittel (16) angeordnet ist, welches bei entsprechender Beaufschlagung eine Formänderung erfährt und somit eine Lagenänderung der Lamelle (12, 14) in dem Düsenraum (11) der Stoffauflaufdüse (6) bewirkt.
  2. Stoffauflauf (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (16) bei entsprechender Beaufschlagung eine Formänderung in oder annähernd in Strömungsrichtung (S) der Faserstoffsuspension (2) erfährt und somit die Lagenänderung der Lamelle (12, 14) in dem Düsenraum (11) der Stoffauflaufdüse (6) durch eine zumindest bereichsweise Schwenkung (A) der Lamelle (12, 14) bewirkt.
  3. Stoffauflauf (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (16) kraftschlüssig auf der Seite (S.U) der Lamelle (12, 14) angeordnet ist.
  4. Stoffauflauf (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (16) in einer in der Seite (S.U) der Lamelle (12, 14) angebrachten Vertiefung (17), vorzugsweise einer Nut (18), angeordnet ist.
  5. Stoffauflauf (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die das Mittel (16) beherbergende Vertiefung (17) oberseitig derart mit einer Abdeckung (19) versehen ist, dass die Seite (S.U) der Lamelle (12, 14) eine plane Oberfläche (20) aufweist.
  6. Stoffauflauf (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Seite (S.U) der Lamelle (12, 14) mehrere steuer-/regelbare Mittel (16) in mindestens einer Reihe (R.1) und zueinander vorzugsweise gleichmäßig beabstandet angeordnet sind.
  7. Stoffauflauf (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten (S.U, S.O) der Lamelle (12, 14) jeweils mindestens ein steuer-/regelbares Mittel (16) angeordnet ist.
  8. Stoffauflauf (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das steuer-/regelbare Mittel (16) wenigstens einen piezoelektrischen Aktor (21), wie beispielsweise ein Piezoelement (22), umfasst, welcher bei Anlegen einer elektrischen Spannung (V) eine Verformung (U) erfährt.
  9. Stoffauflauf (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der piezoelektrische Aktor (21) ein Dickenschwinger, ein Querdehnelement oder ein Bimorph ist.
  10. Stoffauflauf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das steuer-/regelbare Mittel (16) wenigstens ein thermisches Element, wie beispielsweise ein Bi-Metall, umfasst, welches bei Anlegen einer elektrischen Spannung eine Verformung erfährt.
  11. Stoffauflauf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das steuer-/regelbare Mittel (16) wenigstens ein hydraulisches oder pneumatisches Element, wie beispielsweise einen Hydraulik- oder Pneumatikschlauch, umfasst, welches bei Anlegen eines Drucks eine Verformung erfährt.
  12. Stoffauflauf (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Regelsystem (23) zur Positionierung der Lamelle (12, 14) vorgesehen ist, wobei dieses zumindest eine Erkennungseinheit (24), insbesondere einen Sensor (25), einen Regler (26) und die Lamelle (12, 14) als Stellglied (27) umfasst.
  13. Stoffauflauf (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein übergeordnetes Qualitätssystem (28) zur Beaufschlagung des Reglers (26) vorgesehen ist.
  14. Stoffauflauf (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er als ein Mehrschichtenstoffauflauf, insbesondere als ein Zweischichtenstoffauflauf, ausgebildet ist, der wenigstens eine als vorzugsweise fester Trennkeil ausgebildete Lamelle aufweist.
  15. Stoffauflauf (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Trennkeil (14) eine Trennkeillänge (L.14) im Bereich von 80 bis 120%, vorzugsweise im Bereich von 95 bis 110% der Länge (L.6) der Stoffauflaufdüse (6) aufweist.
DE200610058721 2006-12-13 2006-12-13 Stoffauflauf einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn Withdrawn DE102006058721A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2015028275A1 (de) * 2013-08-26 2015-03-05 Voith Patent Gmbh Schrägsiebformer, verfahren zur herstellung einer nassgelegten vliesstoffbahn mittels eines schrägsiebformers und vliesstoffbahn

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