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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Herstellungsverfahren und
insbesondere auf Herstellungsverfahren zum Herstellen von Werkstücken, die Permanentmagnete
umfassen, und auf solche Werkstücke.
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Insbesondere
in Verbindung mit Motoren und Generatoren werden Permanentmagnete
eingesetzt. So rotiert beispielsweise ein Permanentmagnet in einem
elektrischen Feld und induziert dort eine Spannung, so dass die
Rotation des Magneten in dem Feld in eine elektrische Energie umgewandelt
wird. Das entgegengesetzte Prinzip, bei dem ein bestimmtes Feld
angelegt wird und aufgrund des Feldes ein an einer Welle angebrachter
Magnet zu rotieren beginnt, ist als Elektromotorprinzip bekannt.
In beiden Fällen
wird ein Magnet an einer Welle befestigt. Sowohl bei Generatoren
als auch bei Motoren ist die Welle, an der sich die Magnete befinden,
mit einem irgendwie gearteten Rad verbunden, wie beispielsweise
einem Zahnrad bei einem Motor oder einem Radialrad bei einem Generator
bzw. bei einer Turbine, wobei bei dieser Turbine ein strömendes Medium,
wie beispielsweise ein dampfförmiges
Medium aufgrund seiner Bewegung das Radialrad und die damit verbundene
Welle antreibt.
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Ein
rotierendes Bauglied in einem solchen Motor/Generator, und insbesondere
dann, wenn der Motor/Generator in Verbindung mit einem Verdichter von
Gasen eingesetzt wird, ist also ein relativ komplizierter Gegenstand,
der in seiner Herstellung aufwendig ist. Insbesondere wird bei der
Herstellung eines solchen Gegenstands zunächst die Welle typischerweise
aus Metall hergestellt, um dann an der Welle die Magnete anzubringen.
Ferner wird an der Welle dann ein eigens gefertigtes Rad, wie beispielsweise
Radialrad angebracht. Schließlich
muss die Welle natürlich
auch gelagert werden, so dass an der Welle ferner noch Lagerelemente
befestigt werden müssen.
Insbesondere bei berührungslosen
Lagern, die auch als Magnetlager bezeichnet werden, sind hierfür Permanentmagnete
nötig.
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Konventionelle
Wärmepumpen
haben den Nachteil, dass dann, wenn sie auf der Basis eines Kolben-Prinzips
arbeiten, inhärente
Verluste aufgrund der Tatsache haben, dass der Kolben hin- und herbewegt
werden muss. Ferner muss der Kolben geschmiert werden, wobei nicht
oder nur schwer verhindert werden kann, dass das Schmiermittel in
Kontakt mit dem Arbeitsfluid kommt.
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Es
wurde herausgefunden, dass der Ersatz einer Kolbenpumpe durch einen
Radialverdichter, der z.B. nach dem Turboprinzip arbeitet, einige
Vorteile mit sich bringt. Ein entscheidender Vorteil eines solchen
Prinzips besteht darin, dass als Arbeitsmittel Wasser verwendet
werden kann, wobei dieses Wasser sogar einem offenen Kreislauf entstammen
kann. Unabhängig
davon ob tatsächlich
ein vollständig
geschlossener oder ein vollständig
offener Kreislauf eingesetzt wird, soll in einer solchen Wasserdampfatmosphäre keine
Kontamination des Wasserdampfes bzw. des Wassers mit Schmiermitteln
stattfinden. Andererseits soll dann, wenn ein Radialverdichter in
einer Wärmekraftmaschine
eingesetzt wird, der Wirkungsgrad möglichst hoch sein, so dass
für die
Lagerung eines Radialrads, das zusätzlich hohe Drehzahlen haben
kann, auch möglichst
wenig Energie aufgewendet werden soll.
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Die
Internet-Veröffentlichung „Permanentmagnetische
Lager" von Johan
K. Fremerey vom November 2000 (die über den Link ww3w.fz-juelich.de/zat/magnet/0b30.pdf zugegriffen
werden kann, liefert eine Übersicht über permanentmagnetische
Lager, welche zur berührungslosen
Lagerung eingesetzt werden können.
Insbesondere sind solche Lager verschleiß- und wartungsfrei und sind
solche Lager ferner frei von reibungsbedingten Energieverlusten.
Die komplette Ausschaltung der lagerbedingten Reibungsverluste kommt
bei schnell bewegten Systemen nur unter weitest gehendem Ausschluss der
Luftreibung, d.h. unter Vakuumbedingungen, zum tragen. Allerdings
ist der Reibungsverlust auch dann, wenn das Lager nicht im Vakuum
betrieben wird, wesentlich geringer als bei entsprechenden Berührungs-Lagern,
wie beispielsweise Kugellagern, Wälzlagern oder anderen Gleitlagern.
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Insbesondere
werden permanentmagnetische Lager mit repulsiver Kraftwirkung am
Lagerspalt verwendet, wie sie im
britischen
Patent 642,353 beschrieben sind. Permanentmagnetische Lager
weisen sowohl auf Rotor-Seite als auch auf Stator-Seite aneinander
angrenzend angeordnete magnetische Ringe auf, die axial magnetisiert
sind, so dass oberhalb des Rings z.B. der Nordpol ist und unterhalb
des Rings der Südpol
ist. Solche Ringe werden aus kristallinem Pulver hergestellt. Das
Magnetpulver wird in Gegenwart eines starken Magnetfelds in eine
Form gepresst. Dabei richten sich die Kristalle mit ihrer bevorzugten
Magnetisierungsachse in Richtung des Magnetfelds aus. Die Presslinge
werden anschließend
gesintert. Als Material eignet sich Neodym-Eisen-Bor, (NdFeB), welches eine hohe
Koerzitivfeldstärke
hat. Solche Permanentmagnetringe aus diesem Material können zu
vergleichsweise niedrigen Preisen hergestellt werden.
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Ein
repulsives Lager ist aus mehreren aufeinander gestapelten, axial
magnetisierten Ringen am Rotor und am Stator aufgebaut, wobei die
Magnetisierungsrichtung benachbarter Ringe innerhalb jedes Stapels
entgegengesetzt ist. Die am Lagespalt auf gleicher Höhe gegenüberstehenden
Rotor- und Statormagnete sind in der selben Richtung magnetisiert.
Damit stehen am Lagerspalt entgegengerichtete Oberflächenströme mit radialabstoßender Wirkung gegenüber, so
dass das Lager radial stabil ist.
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Solange
die Magnetringe des Rotors und des Stators auf gleicher Höhe stehen,
sind die repulsiven Kräfte
in axialer Richtung ausgeglichen. Beim Verlassen dieser Gleichge wichtsposition
kommt die Repulsivkraft aber im zunehmendem Maße genau in der Verschieberichtung
zur Wirkung. Das Lager hat die Tendenz, sich aus der instabilen
axialen Gleichgewichtsposition und dem Betrag der Höhe eines
einzelnen Magnetrings in axialer Richtung zu verschieben. Der um
eine Ringhöhe
ausgelenkten Position stehen sich entgegengesetzt magnetisierte
Ringe am Lagerspalt in gleicher Höhe gegenüber. Das repulsive Lager wandelt
sich zu einem radialattraktiven Lager mit radialem Flussverlauf
im Lagerspalt und entsprechender Lagerinstabilität. Die axialgerichtete „Ausbrechkraft" wird hier zur Aufnahme
des Rotorgewichts genutzt. Eine solche Ausbrechkraft ergibt sich bei
einer Verschiebung des Rotors bezüglich des Stators. Zur axialen
Verschiebung werden elektrische Stabilisierungsspulen unmittelbar
am Umfang der Statormagnete eingesetzt, wobei der Spulenstrom so
geregelt wird, dass er den Oberflächenstrom des von der Spule
umgebenen Statormagneten und damit dessen Zugkraft abschwächt, wenn
der Wellenmagnet sich in Richtung dieses Statormagneten bewegt.
Am gegenüberliegenden
Statormagneten sorgt die dort angebrachte Spule gleichzeitig für eine Verstärkung des
dortigen Oberflächenstroms, so
dass dessen Zugkraft ansteigt. Mit Hilfe der Spulen lässt sich
somit eine stabile Axialpositionierung einer Welle zwischen den
Statormagneten erreichen. Die Stromregelung wird durch einen Sensor
kontrolliert, der die axiale Position der Wellenmagnete kontinuierlich
misst. Oftmals können
die Stabilisierungsspulen selbst als Sensor eingesetzt werden. Sie
werden hierzu mit einem Hochfrequenzstrom beauftragt. Durch induzierte
Kurzschlussströme
an den Stirnseiten der Wellen wird der Hochfrequenzstrom in den Spulen
beeinflusst. Bei Annäherung
der Welle steigt der Strom in der betreffenden Spule an. Die Ströme beider
Spulen werden in einer Differenzschaltung miteinander verglichen.
Das Differenzsignal wird gleichgerichtet und dient als Sensorsignal,
dessen Polarität
und Amplitude eindeutig die Richtung und den Betrag der axialen
Wellenauslenkung wiedergeben. Solche permanentmagnetischen Lager
werden zur Drehanodenlagerung in einer Röntgenröhre, für eine Spinnzentrifuge, für ein Gasrei bungsvakuummeter,
für einen
Scheibenchopper für
Neutronenstrahlen, für
eine Turbomolekularpumpe, für
einen Röntgenpulsselektor,
für einen
Trommelchopper für Neutronenstrahlen,
für einen
Schwungrad-Energiespeicher oder innerhalb einer Kristallziehanlage
eingesetzt.
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Wenn
man also beispielsweise einen permanentmagnetisch gelagerten Synchronmotor
betrachtet, so wird bei dessen Herstellung zunächst die Motorachse gefertigt.
Dann wird die Motorachse mit entsprechenden Lagerungen verschraubt
oder via Presspassung verbunden. Ausserdem werden Permanentmagneten
an der Motorachse angebracht und vielleicht sogar noch mit einem
Kohlefaserverbundwerkstoff, der Kohlefaser und Harz aufweist, ummantelt.
Die Fertigung einer solchen Motorwelle inklusive Lagerung beinhaltet
also sehr viele Einzelschritte, die schlecht automatisierbar sind
und die Massenfertigung deutlich verteuern.
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Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Konzept
zum Herstellen eines Werkstücks
sowie ein Werkstück
zu schaffen.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Herstellen eines Werkstücks gemäß Patentanspruch 1
oder ein Werkstück
gemäß Patentanspruch
9 gelöst.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die einzelnen
Komponenten, die auf einer Motorwelle nötig sind, in einem Schritt
fixiert und gefertigt werden, wodurch Zeit und Herstellungskosten
eingespart werden. Insbesondere werden erfindungsgemäß Werkstücke mit
Permanentmagneten hergestellt, wobei die Permanentmagnete in einer
Gussform platziert werden. Hierauf wird flüssiges Gussmaterial in die
Form eingebracht, wobei jedoch darauf geachtet wird, dass die Temperatur
des flüssigen
Gussmaterials kleiner als die Curie-Temperatur des Permanentmagneten
ist. Dieses Kriterium bestimmt die Materialauswahl für das flüssige Gussmaterial,
wobei insbesondere flüssiges
Kunststoff material bevorzugt wird, und wobei insbesondere das Einbringen
des flüssigen
Kunststoffmaterials mittels der Kunststoff-Spritzgusstechnik erfolgt.
Zu verstärkende Bereiche
werden durch Einbringen von Verstärkungsmaterial in die Gussform
verstärkt,
bevor dann das Material eingegossen wird.
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Hierauf
wird das flüssige
Gussmaterial abgekühlt
und das Werkstück,
das den Permanentmagneten und das gehärtete Gussmaterial aufweist,
wird aus der Gussform entnommen und ggf. weiterverarbeitet.
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Bei
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird
somit eine Motorwelle samt Lager und Radialrad aus einem hochsteifen
Kunststoff in Kunststoff-Spritzgusstechnik hergestellt. Hierbei
werden alle benötigten
Permanentmagnete innerhalb der Spritzgussform vorplatziert und entsprechend
ihrer Belastung mit Kohlefasern verstärkt. Entscheidend ist, dass
der eigentliche Gießvorgang
unterhalb der Curie-Temperatur des verwendeten permanentmagnetischen
Materials stattfindet, was zu einer bestimmten Auswahl von Materialien,
vorzugsweise Kunststoffen führt.
Durch den Kunststoff in Verbindung mit den Kohlefasern entsteht
eine hoch zugfeste und belastbare Schicht in einem Arbeitsgang.
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Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend Bezug nehmend auf
die beiliegenden Zeichnungen detailliert erläutert. Es zeigen:
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1 eine
Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Herstellen
eines Werkstücks;
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2A eine
schematische Darstellung eines Verdichters für eine Wärmepumpe mit mehreren hintereinander
angeordneten Strömungsmaschinen;
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2B eine
schematische Darstellung einer Einstellung von Drehzahlen von kaskadierten
Strömungsmaschi nen
in Abhängigkeit
von einer Soll-Temperatur einer Wärmepumpenanlage;
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2C eine
schematische Draufsicht eines Radialrads einer Strömungsmaschine,
wie es bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung einstückig
mit Welle und Magneten hergestellt wird;
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2D eine
schematische Querschnittsansicht mit einer lediglich schematischen
Darstellung der Radialrad-Schaufeln zur Veranschaulichung der unterschiedlichen
Erstreckung der Schaufeln im Hinblick auf den Radius des Radialrads;
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3 eine
schematische Darstellung eines aktiv geregelten repulsiven Magnetlagers;
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4 eine
Prinzipdarstellung der Funktionsweise eines repulsiven Magnetlagers;
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5 eine
bevorzugte-Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Werkstücks mit
Radialrad, Motor/Generator-Abschnitt
und Widerlager-Abschnitt;
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6A eine
Prinzipdarstellung einer Wärmepumpe,
in der das erfindungsgemäße Werkstück vorteilhaft
eingesetzt werden kann;
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6B eine
Tabelle zur Illustration verschiedener Drücke und der diesen Drücken zugeordneten Verdampfungstemperaturen
für Wasser;
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7 ein
Blockschaltbild einer Wärmepumpe,
die mit Grundwasser, Meerwasser, Flusswasser, Seewasser oder Sole
betrieben wird, in der das erfindungsgemäße Werkstück vorteilhaft eingesetzt werden
kann.
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1 zeigt
eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Herstellen eines
Werkstücks.
In einem Schritt 10 wird zunächst wenigstens ein Permanentmagnet
in einer Gussform platziert und fixiert. Je nach Bedarf werden weitere ggf.
nicht-magnetische z. B. metallische Teile ebenfalls in einer solchen
Gussform platziert. Der Permanentmagnet, der in der Gussform platziert
worden ist, hat eine Curie-Temperatur, die den Temperaturbereich
bestimmt, bis zu dem der Permanentmagnet permanentmagnetisch ist.
Wird der Permanentmagnet über
diese Curie-Temperatur erwärmt,
so verliert er seine magnetischen Eigenschaften.
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In
einem Schritt 12 werden dann bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung spezielle Bereiche durch Einbringen und Fixieren
von Fasern in die Gussform verstärkt.
Der vorzugsweise eingesetzte Schritt 12 ist besonders dann
vorteilhaft, wenn als Gussform eine Kunststoff-Spritzgussform verwendet
wird, und wenn als Gussmaterial, das in einem Schritt 14 in
die Form eingebracht wird, Kunststoffmaterial verwendet wird. Typischer
Kunststoffmaterialien haben bereits als „Füllung" Fasern. Diese Fasern sind jedoch auf
eine gewisse relativ kurze Länge
begrenzt, damit das flüssige
Kunststoffmaterial seine Flusseigenschaften behält. Besonders günstig ist,
wenn im Schritt 12 zum Verstärken spezieller Bereiche die
selben Fasern, jedoch mit einer größeren Länge eingesetzt werden, wie
sie in dem Kunststoff-Spritzgussmaterial ohnehin bereits vorkommen.
Dies führt
dazu, dass die in die Form eingebrachten Fasern dann aufgrund des Schritts 14 von
dem Kunststoff-Spritzgussmaterial, das die kurzen Fasern enthält, umflossen
wird. Damit entsteht, wenn in einem Schritt 16 eine Abkühlung der
gegossenen Form stattfindet, ein optimaler Verbund zwischen Kunststoff-Spritzgussmaterial
und den im Schritt 12 zusätzlich eingebrachten Fasern.
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In
einem Schritt 14 wird ein solcher Kunststoff verwendet,
der bereits bei einer Temperatur flüssig ist, die niedriger ist
als die Curie-Temperatur des Magnets. Damit wird sichergestellt,
dass der Magnet seine Wirkung nicht durch die Herstellung verliert
und beim Herstellen der Welle bzw. allgemein gesagt, des Werkstücks, Schaden
erleitet. Daher wird es bevorzugt, die Permanentmagnet-Wahl und
die Materialwahl des flüssigen
Gussmaterials so durchzuführen, dass
zwischen der Fließtemperatur
bzw. der Verarbeitungstemperatur des flüssigen Gussmaterials und der
Curie-Temperatur ein „Sicherheitsabstand" von wenigstens 10
Kelvin existiert.
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Vorzugsweise
wird FeNdB als Magnetmaterial verwendet, das als Curie-Temperatur
etwa 310°C hat.
Ferner wird vorzugsweise als Gussmaterial ein Kunststoffmaterial
eingesetzt, das Polyarylamid aufweist, und das bei 260°C bis 280°C gespritzt
werden kann.
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Dann,
in einem Schritt 16 wird das Werkstück aus der Gussform entnommen,
nachdem das Gussmaterial abgekühlt
ist. Das Werkstück
muss vor bei der Entnahme nicht vollständig ausgehärtet sein, sondern es genügt, wenn
das Werkstück
teilweise ausgehärtet
ist, und neben gehärtetem
Material auch noch ungehärtetes
oder nicht vollständig
gehärtetes Material
aufweist.
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Das
Werkstück
besteht nun aus abgekühltem
Gussmaterial, das wenigstens einen Permanentmagneten aufweist, der
von dem Gussmaterial zumindest teilweise materialschlüssig umgeben
ist. Wenn der Gussvorgang korrekt funktioniert hat, ist der Permanentmagnet
von dem Gussmaterial also ohne Zwischenräume materialschlüssig von
allen Seiten, die die Gussform definiert hat, umgeben und ist somit
gut in das Material eingebettet. Aus der Kunststoff-Spritzgusstechnik
bekannte Techniken des Verankerns können eingesetzt werden, wobei
jedoch bei den erfindungsgemäßen Anwendungen,
bei denen rotierende Werkstücke
erzeugt werden, die bei hoher Temperatur rotieren, darauf geachtet
wird, dass solche Verankerun gen, die dann vom Kunststoff umflossen
werden, zu keiner Unwucht der Welle führen.
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Erfindungsgemäß wird also
durch den Einsatz von Kunststoff ein Kunststoff-Radialrad eines Verdichters
einer Wärmepumpe
gleich mit auf die Welle gespritzt, und es entsteht eine komplett
fertige Motorwelle mit Lagerung und Radialrad, die in nur einem
Schritt materialschlüssig
hergestellt worden ist, was unmittelbar zu günstigen Herstellungskosten und
einem hochqualitativen Produkt führt.
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Nachfolgend
wird anhand der 2A bis 2D auf
ein spezielles Szenario eingegangen, in dem die Motorwelle samt
Radialrad und Lagerung vorzugsweise eingesetzt werden kann. Insbesondere wird
in den 2C und 2D auf
spezielle Ausführungsformen
des Radialrads eingegangen.
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Bei
dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist
die Strömungsmaschine
als Radialverdichter mit drehbarem Rad ausgeführt, wobei das Rad ein langsamläufiges Radialrad,
ein mittelläufiges
Radialrad, ein Halbaxialrad oder ein Axialrad bzw. ein Propeller sein
kann, wie es in der Technik bekannt sind. Radialverdichter sind
in
"Strömungsmaschinen", C. Pfleiderer,
H. Petermann, Springer-Verlag, 2005, Seiten 82 und 83 beschrieben.
Solche Radialverdichter umfassen somit als drehbares Rad den sog.
Mittelläufer, dessen
Form von den einzelnen Anforderungen abhängt. Generell können beliebige
Strömungsmaschinen
eingesetzt werden, wie sie als Turboverdichter, Ventilatoren, Gebläse oder
Turbokompressoren bekannt sind.
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Bei
dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung ist der Radial-Verdichter 16 als
mehrere unabhängige
Strömungsmaschinen ausgeführt, die
zumindest im Hinblick auf ihre Drehzahl unabhängig voneinander gesteuert
werden können,
so dass zwei Strömungsmaschinen
unterschiedliche Drehzahlen haben können. Eine solche Implementierung
ist in 2a dargestellt, bei der der Verdichter
als Kas kade von n Strömungsmaschinen ausgebildet
ist. An beliebigen Stellen nach der ersten Strömungsmaschine wird vorzugsweise
einer oder auch mehrere Wärmetauscher
beispielsweise zur Brauchwassererwärmung, die mit 170 bezeichnet sind,
vorgesehen. Diese Wärmetauscher
sind ausgebildet, um das von einer vorherigen Strömungsmaschine 172 erhitzte
(und komprimierte) Gas abzukühlen.
Hierbei wird die Überhitzungsenthalpie
sinnvoll genutzt, um den Wirkungsgrad des gesamten Verdichtungsprozesses
zu erhöhen.
Das gekühlte
Gas wird dann mit einem oder mehreren nachgeschalteten Verdichtern
weiter verdichtet oder direkt dem Verflüssiger zugeführt. Es
wird Wärme
aus dem komprimierten Wasserdampf entnommen, um damit z. B. Brauchwasser
auf höhere
Temperaturen als z. B. 40°C
zu erhitzen. Dies verringert jedoch den Gesamtwirkungsgrad der Wärmepumpe
nicht, sondern erhöht
ihn sogar noch, da zwei aufeinanderfolgend geschaltete Strömungsmaschinen
mit dazwischengeschalteter Gaskühlung
mit einer höheren
Lebensdauer aufgrund der reduzierten thermischen Beanspruchung und
mit weniger Energie den geforderten Gasdruck im Verflüssiger erreichen,
als wenn eine einzige Strömungsmaschine
ohne Gaskühlung
vorhanden sein würde.
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Die
kaskadierten unabhängig
voneinander betriebenen Strömungsmaschinen
werden vorzugsweise von einer Steuerung 250 angesteuert,
die eingangsseitig eine Soll-Temperatur im Heizkreis sowie gegebenenfalls
auch eine Ist-Temperatur im Heizkreis erhält. Abhängig von der gewünschten Soll-Temperatur werden
die Drehzahl einer in der Kaskade früher angeordneten Strömungsmaschine, die
beispielhaft mit n1 bezeichnet ist, und
die Drehzahl n2 einer später in der Kaskade angeordneten Strömungsmaschine
so geändert,
wie es anhand von 2b dargestellt ist. Wird eine
höhere
Soll-Temperatur
in die Steuerung 250 eingegeben, so werden beide Drehzahlen
erhöht.
Allerdings wird die Drehzahl der früher angeordneten Strömungsmaschine, die
mit n1 in 2b bezeichnet
ist, mit einem kleineren Gradienten angehoben als die Drehzahl n2 einer später in der Kaskade angeordneten
Strömungsmaschine.
Dies führt
dazu, dass dann, wenn das Verhältnis
n2/n1 der beiden
Drehzahlen aufgetragen wird, sich im Diagramm von 2b eine
Gerade mit einer positiven Steigung ergibt.
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Der
Schnittpunkt zwischen den einzeln aufgetragenen Drehzahlen n1 und n2 kann an
beliebiger Stelle, also an beliebiger Soll-Temperatur erfolgen und
kann gegebenenfalls auch nicht erfolgen. Generell wird jedoch bevorzugt,
eine in der Kaskade näher am
Verflüssiger
angeordnete Strömungsmaschine
im Hinblick auf ihre Drehzahl stärker
anzuheben als eine früher
in der Kaskade angeordnete Strömungsmaschine,
wenn eine höhere
Soll-Temperatur gewünscht
wird.
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Der
Grund hierfür
besteht darin, dass die später
in der Kaskade angeordnete Strömungsmaschine
bereits verdichtetes Gas, das von einer früher in der Kaskade angeordneten
Strömungsmaschine verdichtet
worden ist, weiterverarbeiten muss. Ferner stellt dies sicher, dass
der Schaufelwinkel von Schaufeln eines Radialrads, wie es auch Bezug
nehmend auf 2c und 6d erläutert wird,
immer möglichst
gut bezüglich
der Geschwindigkeit des zu verdichtenden Gases steht. So besteht
die Einstellung des Schaufelwinkels lediglich in der Optimierung
einer möglichst
wirbelarmen Kompression des einlaufenden Gases. Die weiteren Parameter
der Winkeleinstellung wie Gasdurchsatz und Verdichtungsverhältnis, die
sonst einen technischen Kompromiss bei der Wahl des Schaufelwinkels
und damit nur bei einer Soll-Temperatur einen optimalen Wirkungsgrad
ermöglicht
hätten,
werden erfindungsgemäß durch
die unabhängige
Drehzahlregelung auf ihren optimalen Arbeitspunkt gebracht und haben
daher keinen Einfluß mehr
auf die Wahl des Schaufelwinkels. so ergibt sich trotz eines fest
eingestellten Schaufelwinkels immer ein optimaler Wirkungsgrad.
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Im
Hinblick darauf wird es ferner bevorzugt, dass eine in der Kaskade
mehr in Richtung des Verflüssigers
angeordnete Strömungsmaschine
eine Drehrichtung des Radialrads aufweist, die zu der Drehrichtung
eines früher
in der Kaskade angeordneten Radialrads entgegengesetzt ist. Damit
kann ein nahezu optimaler Eintrittswinkel der Schaufeln beider Radialräder in den
Gasstrom erreicht werden, derart, dass ein günstiger Wirkungsgrad der Strömungsmaschinen-Kaskade
nicht nur in einem kleinen Soll-Temperaturbereich auftritt, sondern
in einem wesentlich größeren Soll-Temperaturbereich
zwischen 20 und 50 Grad, was für
typische Heizungsanwendungen ein optimaler Bereich ist. Die erfindungsgemäße Drehzahlsteuerung
sowie gegebenenfalls die Verwendung von gegenläufigen Radialrädern liefert somit
eine optimale Abstimmung zwischen dem variablen Gasstrom bei sich
verändernder
Soll-Temperatur einerseits und den festen Schaufelwinkeln der Radialräder andererseits.
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Bei
bevorzugten Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung wird zumindest eines oder vorzugsweise
sämtliche
Radialräder
aller Strömungsmaschinen
aus Kunststoff mit einer Zugfestigkeit oberhalb 80 MPa hergestellt.
Ein bevorzugter Kunststoff hierfür
ist Polyamid 6.6 mit eingelegten Karbonfasern. Dieser Kunststoff
hat den Vorteil der Zugfestigkeit, so dass Radialräder der
Störungsmaschinen
aus diesem Kunststoff hergestellt werden können und dennoch mit hohen
Drehzahlen betrieben werden können.
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Vorzugsweise
werden Radialräder
erfindungsgemäß eingesetzt,
wie sie beispielsweise in 2c bei
Bezugszeichen 260 gezeigt sind. 2c zeigt
eine schematische Draufsicht eines solchen Radialrads, wobei 2d eine
schematische Querschnittsdarstellung eines solchen Radialrads zeigt. Ein
Radialrad umfasst, wie es in der Technik bekannt ist, mehrere sich
von innen nach außen
erstreckende Schaufeln 262. Die Schaufeln erstrecken sich
von einem Abstand einer Mittelachse 264, der mit rW bezeichnet ist, ganz nach außen bezüglich der
Achse 264 des Radialrads. Insbesondere umfasst das Radialrad
eine Basis 266 sowie einen Deckel 268, der zum
Saugrohr oder zu einem Verdichter einer früheren Stufe gerichtet ist.
Das Radialrad umfasst eine Ansaugöffnung, die mit r1 bezeichnet
ist, um Gas anzusaugen, wobei dieses Gas vom Radialrad dann seitlich
ausgegeben wird, wie es bei 270 in 2d angegeben
ist.
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Wenn 2c betrachtet
wird, so befindet sich das Gas in Drehrichtung vor der Schaufel 262 auf
einer relativ höheren
Geschwindigkeit, während es
hinter der Schaufel 262 auf einer reduzierteren Geschwindigkeit
ist. Allerdings wird es für
eine hohe Effizienz und einen hohen Wirkungsgrad bevorzugt, dass
das Gas überall
mit einer möglichst
gleichförmigen
Geschwindigkeit aus dem Radialrad seitlich, also bei 270 in 2d ausgestoßen wird.
Zu diesem Zweck besteht der Wunsch, die Schaufeln 262 möglichst
dicht anzubringen.
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Eine
beliebig dichte Anbringung von sich von innen, also vom Radius rW nach außen erstreckenden Schaufeln
ist jedoch aus technischen Gründen nicht
möglich,
da dann die Ansaugöffnung
mit dem Radius r1 mehr und mehr blockiert
wird.
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Erfindungsgemäß wird es
daher bevorzugt, Schaufeln 272 bzw. 274 bzw. 276 vorzusehen,
die sich weniger lang als die Schaufel 262 erstrecken. Insbesondere
erstrecken sich die Schaufeln 272 nicht von rW bis
ganz nach außen,
sondern von R1 nach außen bezüglich des Radialrads, wobei
R1 größer als
rW ist. Analog hierzu erstrecken sich, wie
es in 2c beispielhaft gezeigt ist,
die Schaufeln 274 lediglich von R2 nach
außen,
während
sich die Schaufeln 276 lediglich von R3 nach
außen
erstrecken, wobei R2 größer als R1 und
wobei R3 größer als R2 ist.
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Diese
Verhältnisse
sind in 2d schematisch dargestellt,
wobei eine doppelte Schraffur, beispielsweise im Bereich 278 in 2d angibt,
dass sich in diesem Bereich zwei Schaufeln befinden, die sich überdecken
und daher durch den doppelt schraffierten Bereich gekennzeichnet
sind. So bezeichnet die von links unten nach rechts oben im Bereich 278 gezeigte
Schraffur eine Schaufel 262, die sich von rW bis
nach ganz außen
erstreckt, während
die von links oben nach rechts unten im Bereich 278 erstreckende Schraffur
ei ne Schaufel 272 andeutet, die sich lediglich von R1 bis nach außen bezüglich des Radialrads erstreckt.
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Vorzugsweise
ist somit zwischen zwei sich tiefer nach innen erstreckenden Schaufeln
wenigstens eine Schaufel angeordnet, die sich nicht so weit nach
innen erstreckt. Dies führt
dazu, dass der Ansaugbereich nicht verstopft wird bzw. Bereiche
mit kleinerem Radius nicht zu stark mit Schaufeln belegt werden,
während
Bereiche mit größerem Radius dichter
mit Schaufeln belegt werden, so dass am Ausgang des Radialrads,
also dort, wo das komprimierte Gas das Radialrad verlässt, eine
möglichst
homogene Geschwindigkeitsverteilung des austretenden Gases existiert.
Die Geschwindigkeitsverteilung des austretenden Gases ist bei dem
erfindungsgemäßen bevorzugten
Radialrad in 2c am äußeren Umfang deswegen besonders
homogen, da der Abstand von Schaufeln, die das Gas beschleunigen, und
aufgrund der „gestapelten" Anordnung der Schaufeln
wesentlich kleiner als in einem Fall ist, bei dem z.B. nur die Schaufeln 262 vorhanden
sind, welche sich von ganz innen bis ganz außen erstrecken und somit zwangsläufig am äußeren Ende
des Radialrads einen sehr großen
Abstand aufweisen, der wesentlich größer ist als beim erfindungsgemäßen Radialrad,
wie es in 2c dargestellt ist.
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An
dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die relativ aufwendige
und komplizierte Form des Radialrads in 2c besonders
günstig
mit Kunststoff-Spritzguss hergestellt werden kann, wobei insbesondere
einfach erreicht werden kann, dass alle Schaufeln, auch die Schaufeln,
die sich nicht von ganz innen bis ganz außen erstrecken, also die Schaufeln 272, 274, 276 fest
verankert sind, da sie sowohl mit dem Deckel 268 also auf
der Basis 266 von 2d verbunden
sind. Die Verwendung von Kunststoff insbesondere mit der Kunststoff-Spritzgusstechnik
ermöglicht
es, beliebige Formen genau und kostengünstig herzustellen, was mit
Radialrädern
aus Metall nicht ohne weiteres bzw. nur sehr aufwendig oder möglicherweise
sogar gar nicht möglich
ist.
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An
dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass sehr hohe Drehzahlen
des Radialrads bevorzugt werden, so dass die auf die Schaufeln wirkenden
Beschleunigungen ganz erhebliche Werte annehmen. Aus diesem Grund
wird es bevorzugt, dass insbesondere die kürzeren Schaufeln 272, 274, 276 nicht
nur mit der Basis, sondern auch mit dem Deckel fest verbunden sind,
derart, dass das Radialrad die auftretenden Beschleunigungen ohne
weiteres aushalten kann.
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In
diesem Zusammenhang sei auch darauf hingewiesen, dass die Verwendung
von Kunststoff auch aufgrund der überragenden Schlagfestigkeit von
Kunststoff günstig
ist. So ist nicht immer auszuschließen dass Eiskristalle oder
Wassertröpfchen
auf das Radialrad zumindest der ersten Verdichterstufe aufschlagen.
Aufgrund der hohen Beschleunigungen entstehen hier sehr hohe Aufprallkräfte, die
von Kunststoffen mit ausreichender Schlagfestigkeit ohne weiteres
ausgehalten werden. Des Weiteren findet die Verflüssigung
im Verflüssiger
bevorzugt aufgrund des Kavitations-Prinzips statt. Hier fallen Dampfbläschen aufgrund
dieses Prinzips in einem Wasservolumen in sich zusammen. Dort entstehen ebenfalls
mikroskopisch betrachtet ganz erhebliche Geschwindigkeiten und Kräfte, die
auf lange Sicht betrachtet zu Materialermüdungen führen können, welche jedoch dann, wenn
ein Kunststoff mit einer ausreichender Schlagfestigkeit eingesetzt
wird, leicht beherrschbar sind.
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Bei
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung wird bevorzugt, das Radialrad bzw. die an
dem Radialrad angebrachte Welle permanentmagnetisch zu lagern. Nachfolgend
wird anhand der 3 und 4 auf Betrieb
und Aufbau und insbesondere auf eine aktive Regelung eines solchen
Radialrads eingegangen.
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Nachfolgend
wird bezugnehmend auf 3 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung beschrieben, bei dem ein Permanentmagnetlager
mit magnetisierten aufein ander gestapelten Ringen eingesetzt wird.
Am Stator 502 ist eine Anzahl von magnetischen Ringen 560a, 560b, 560c, 560d, 560e und 560f befestigt.
Ebenfalls sind am Rotor ebenfalls magnetische Ringe 562a, 562b,
..., 562e angebracht. Ferner ist die Steuerung 516 eingangsseitig
mit einer Regelungseinrichtung 517 gekoppelt, die auch
in 1a gezeigt ist und eine Erfassung
des Spalts 504 auf irgend eine bekannte Art und Weise durchführt. Insbesondere
wird kapazitiv, induktiv, optisch und auf irgendeine andere Art
und Weise entweder direkt oder indirekt über eine Positionsbestimmung
des Rotors und/oder des Stators eine Spaltlänge des Spalt 504 erfasst
und als Ist-Wert in der Spalterfassungseinrichtung 517 bzw. dem
Regler 517 verwendet.
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Dort
wird der Ist-Wert mit einem Soll-Wert verglichen, um abhängig von
dem Soll-Ist-Vergleich ein Regelungssignal zu liefern, das mit irgendeinem bekannten
Schleifenfilter gefiltert wird, welches eine gewünschte Frequenzcharakteristik
aufweist. Dieses Regelungssignal wird in die Steuerungseinrichtung 516 eingespeist,
die dann das Eingangssignal bzw. Steuersignal 514 für den mechanischen
Betätiger 512 liefert.
Der Betätiger 512 bewirkt
ansprechend auf das Steuerungssignal 514 somit eine Verschiebung
des Stators bzw. der an dem Stator angebrachten Magnetringe bzw.
allgemein des Lagerabschnitts, das mit dem Stator gekoppelt ist,
so dass die Relativposition zwischen dem Lagerabschnitt des Stators und
dem Lagerabschnitt des Rotors verändert wird.
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Diese
aktive Regelung des Magnetlagers findet in der Arbeitsposition bzw.
im Arbeitsbetrieb des Rotors statt und wird Bezug nehmend auf 4 näher erläutert. 4 zeigt
einen Querschnitt durch jeweils drei aufeinander gestapelte Magnetringe,
deren Magnetisierung durch Richtungspfeile 564 angezeigt sind,
wobei die Pfeilrichtung des Pfeils 564 anzeigt, ob oben
oder unten der Nordpol bzw. Südpol
des magnetisierten Rings ist. Nachdem sich entgegengesetzt polarisierte
Ringe anziehen, existiert eine obere Kraft Fo und
eine untere Anziehungskraft Fu, wie sie in 4 ange zeichnet
ist. Dann, wenn eine Axialkraft auf den Rotor ausgeübt wird,
wenn sich der Rotor also z.B. nach oben bewegt, wird die Kraft Fo größer und
wird die Kraft Fu kleiner, so dass die Auslenkung noch
durch die inhärent
dem magnetischen Lager eigene Kraftsituation verstärkt wird,
weshalb das Lager axial metastabil ist. Um diese Situation zu kompensieren,
wird der Stator so geregelt, dass er ebenfalls nach oben ausgelenkt
wird, so dass die Kraft Fo wieder kleiner
wird und die Kraft Fu größer wird, derart, dass wieder
ein Kräftegleichwicht
eingestellt wird. Entsprechende zueinander zugehörige Größen und Tendenzen sind in der
in 4 gezeichneten Tabelle dargestellt. Daraus ergibt
sich, dass der Stator im Regelungsbereich, der schematisch in 2d bei 544 eingezeichnete
ist, ständig
etwas nach oben bzw. nach unten bewegt wird, um auf den Rotor wirkenden Axialkräfte zu kompensieren
bzw. um das Lager stabil zu halten.
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5 zeigt
ein bevorzugtes Ausführungsbeispiels
eines Werkstücks
gemäß der vorliegenden
Erfindung in Form eines Radialrads für den Turboverdichter einschließlich einer
einstückig
hergestellten Welle samt einem aktiven Lagerabschnitt, einem Widerlagerabschnitt
und einem Motor/Generator-Abschnitt, in denen Permanentmagnete eingesetzt
werden.
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5 zeigt
ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung zum Lagern eines Radialrads für einen
Turboverdichter, wie er z.B. im Verdichter 16 von 7 oder
in einer Strömungsmaschine 172 bzw. 174 von 11A eingesetzt wird, und wie er in 11C und 11D näher beschrieben
ist.
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Insbesondere
ist an dem Rotor 500 eine Rotorwelle 570 angeordnet,
die sich durch eine Bohrung 572 im Stator erstreckt. Das
Lager umfasst wieder einen Stator-Lagerabschnitt 560 sowie eine
Rotor-Lagerabschnitt 562, wobei sich gleich polarisierte
Magnetringe in den beiden La gerabschnitten gegenüberliegen, wenn sich das Lager
in der optimal ausgeregelten Lagerposition befindet bzw. wenn keine
Axialkraft auf den Rotor 500 wirkt. In 5 ist
ferner gezeigt, dass der Betätiger 512 so
angeordnet ist, dass er den Stator-Abschnitt 560 mit dem
restlichen Stator mechanisch koppelt. Dies hat den Vorteil, dass
die Masse, die der Beschleuniger – abgesehen von der Rotormasse – beschleunigen
und insbesondere auch wieder abbremsen muss, möglichst klein ist.
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Ferner
ist in 5 die Druckverteilung eingezeichnet, wenn das
Radialrad in der Wärmepumpe von 6A arbeitet.
Auf der oberen Seite ist dann ein kleiner Dampfdruck, während auf
der unteren Seite ein großer
Dampfdruck herrscht. Das bedeutet, dass das Radialrad eine Axialkraft
erlebt, die nach oben zum kleinen Druck hin wirkt, so dass aufgrund der
Betriebsweise des Radialrads eine Rotorauslenkung nach oben hier
stattfindet, die durch eine Statorregelung nach oben zu kompensieren
ist.
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Der
Axialschub ist also nach oben gerichtet. Dieser Axialschub tritt
jedoch relativ langsam auf, weshalb ein typischer Piezoring 512 oder
ein Piezo-Betätiger
in Form mehrerer radial verteilter Stäbe ohne weiteres Schritt halten
kann. Die Kraftänderung hat
also eine geringere Steigung als der Aktuaktor aushalten kann, indem
er auf Zug oder Druck arbeitet. Als Aktuator bzw. Betätiger wird
ein piezoelektrischer Betätiger
betätigt,
der einen scheibenartigen bzw. schichtartigen Aufbau hat, und der
typischerweise mit einer gesteuerten Gleichspannung versorgt wird
und eine Maximalspannung von z.B. 2kV/mm aushalten kann.
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Wie
es bereits ausgeführt
worden ist, findet eine Rückführung von
der Arbeitsposition in die Ruheposition dahingehend statt, dass,
um eine „Abwärtsbewegung" des Rotors zu bewirken,
der Stator ausgelenkt wird, um das Lager in das Ungleichgewicht
zu bringen. Dann bewegt sich der Rotor gewissermaßen von
rechts nach links auf der Bewegungskurve in 2d nach
unten, wobei durch die Magnetlagerkräfte und insbesondere durch
das immer größer werdende
Fu und das immer kleiner werdende Fo von 4 die Bewegung
beschleunigt wird. Dann, kurz vor einem „abzufedernden" Aufprall des Rotors auf
der Auflagefläche
wird der Betätiger
in einer Beschleunigungsphase ausgelenkt, um dann abgebremst zu
werden. Vorzugsweise nach dem Verstreichen einer kleinen Zeitdauer
nach Beginn der Bremsphase wird der Rotor dann mit dem Stator an
der Auflagefläche
in Berührung
kommen also aufgefangen, wobei dieses „Auftreffen" mechanisch unproblematisch
ist, da sich zum Zeitpunkt des Auftreffens der Rotor und der Stator
aufgrund des Antriebs durch den Betätiger nahezu gleich schnell
bewegen bzw. der Stator sich nur etwas langsamer als der Rotor bewegt.
Die Bewegungsverhältnisse
und insbesondere die Abbremsung in der Bremsphase sind so eingestellt,
dass der Rotor dann gewissermaßen
sicher „gelandet" wird, und zwar ohne
zerstörerische
mechanische Beanspruchungen.
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Die
Welle 570 umfasst als einstückige Anordnung ferner einen
Motor/Generator-Abschnitt, in dem wenigstens ein Rotormagnet 580 angeordnet ist.
Wenn die Welle eingebaut ist, kooperiert er mit einem wenigstens
einem oder mehreren Statorspulen 582, wobei die Statorspulen
an einem Stator 583 angebracht sind, der bezüglich der
Welle 570 fest ist. Die Welle 570 umfasst ferner
einen schematisch gezeichneten Widerlager-Abschnitt 584,
der so wie das obere Radialradlager, das aus den Lagerabschnitten 560, 562 gebildet
ist, mit Permanentmagnetringen aufgebaut ist, wobei die Welle 570 einen
rotierenden Lagerabschnitt 592 aufweist, der einem feststehenden
Lagerabschnitt 590 gegenüberliegt, wobei der Lagerabschnitt 590 einem
feststehenden Lagerstator 591 zugeordnet ist. Obgleich
in 5 für
den Widerlagerabschnitt vier aufeinanderliegende Permanentmagnetringe
im Querschnitt gezeichnet sind, die vier solchen Ringen des Stators
gegenüberliegen,
können
als Permanentmagnetlager auch mehr oder weniger Ringe eingesetzt
werden. Ferner sei darauf hingewiesen, dass es bevorzugt wird, die
Welle 570 samt Radialrad und Magnete so zu bauen, dass
sie einstückig
hergestellt wird, was unmittelbar bedeutet, dass der Stator-Abschnitt 583 für den Motor/Generator-Abschnitt
und der Stator-Abschnitt 591 für das Widerlager so konstruktiv
ausgelegt sind, dass die komplette Welle eingelegt werden kann und
dass dann der Stator um die Welle herum aufgebaut werden kann, beispielsweise
durch einen Klappverschluss oder etwas ähnliches. Nachdem sich die
Welle sehr schnell dreht, während
der Stator sich nicht dreht, sind die Anforderungen an das Material
der Welle und die Formschlüssigkeit
und andere Eigenschaften der Welle wesentlich höher als die Anforderungen an Präzision und
Ausrichtung der feststehenden Teile.
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Wie
es bereits ausgeführt
worden ist, dreht sich die Welle 570 samt Radialrad und
Permanentmagneten sehr schnell. Es wird daher bevorzugt, die Permanentmagnete
der Welle so anzuordnen, dass sie dann, wenn sich die Welle dreht,
aufgrund der nach außen
gerichteten Kraft auf ein Material drücken. Die Permanentmagnete
werden somit vorzugsweise, wie es in 5 gezeigt
ist, nicht auf der Welle direkt angebracht, sondern auf Auslegerabschnitten 595, 596,
womit sichergestellt wird, dass die nach außen gerichtete auf die Permanentmagnete
wirkende Kraft von dem Material aufgenommen wird und nicht von dem
Magnetring selbst oder von einer Befestigung des Magnetrings an
der Welle. Es wird daher bevorzugt, die Auslegerabschnitte 595, 596 und
insbesondere deren Verbindung mit der Welle sowie die außen vorhandenen
Abschnitte des Rotors zu verstärken,
indem in der Kunststoff-Spritzgussform an entsprechenden Stellen
Kohlefasern bzw. allgemein gesagt, Fasern, die auch Glasfasern umfassen
können,
angebracht werden.
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Bei
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung wird der Motor/Generator-Abschnitt so aufgebaut,
dass abhängig
von dem Phasenwinkel und der entsprechenden Ansteuerung entweder
eine Energieerzeugung oder ein Energieverbrauch stattfindet. Bei
bestimmten Anwendungen ist die Drehrichtung der Motorwelle für beide
Fälle entgegengesetzt.
Im Falle einer Energieerzeugung wird der Rotor durch strömenden Dampf
angetrieben, während
im Falle des Energieverbrauchs der Rotor angetrieben wird, um ein
Gas zu verdichten. Im ersten Fall würde eine Wärmepumpe, wie sie nachfolgend
noch beschrieben wird, als Kühlung
wirken, während
im zweiten Fall die Wärmepumpe
als Heiz-Wärmepumpe
wirken würde.
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Bei
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung, wie es insbesondere bei 597 gezeigt
ist, wird es bevorzugt, die Permanentmagnetringe bzw. die Permanentmagnete
allgemein von möglichst
vielen Seiten materialschlüssig
mit Kunststoffmaterial zu umgeben, damit sie sicher und auch auf
lange Sicht hochqualitativ gelagert sind. Dabei entstehende eckige
Formen sind für
Kunststoff-Spritzgussanwendungen
jedoch kein Problem, da die Spritzgussform nahezu beliebig kompliziert sein
kann, da sie nur einmal hergestellt werden muss und sich auch ein
gewisser Aufwand für
die Kunst-Stoffspritzgussform dann, wenn viele Werkstücke hergestellt
werden, ohne weiteres amortisiert.
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Nachfolgend
wird Bezug nehmend auf die 6A, 6B und 7 eine
Wärmepumpe
beschrieben, in der das erfindungsgemäß hergestellte Werkstück in Form
einer Welle samt Radialrad, Motor/Generator-Abschnitt und permanentmagnetischer
Lagerung vorzugsweise eingesetzt werden kann.
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6a zeigt
eine erfindungsgemäße Wärmepumpe,
die zunächst
einen Wasserverdampfer 10 zum Verdampfen von Wasser als
Arbeitsflüssigkeit aufweist,
um ausgangsseitig einen Dampf in einer Arbeitsdampfleitung 12 zu
erzeugen. Der Verdampfer umfasst einen Verdampfungsraum (in 6a nicht gezeigt)
und ist ausgebildet, um in dem Verdampfungsraum einen Verdampfungsdruck
kleiner als 20 hPa zu erzeugen, so dass das Wasser bei Temperaturen
unter 15°C
im Verdampfungsraum verdampft. Das Wasser ist vorzugsweise Grundwasser,
im Erdreich frei oder in Kollektorrohren zirkulierende Sole, also
Wasser mit einem bestimmten Salzgehalt, Flusswasser, Seewasser oder
Meerwasser. Erfindungsgemäß werden
alle Arten von Wasser, also kalkhaltiges Wasser, kalkfreies Wasser,
salzhaltiges Wasser oder salzfreies Wasser verwendbar bevorzugt.
Dies liegt daran, dass alle Arten von Wasser, also alle diese "Wasserstoffe", die günstige Wasser-Eigenschaft haben,
nämlich
dass Wasser, das auch als "R
718" bekannt ist,
eine für
den Wärmepumpen-Prozess
nutzbares Enthalpie-Differenz-Verhältnis von 6 hat, was dem mehr
als 2-fachen des typischen nutzbaren Enthalpie-Differenz-Verhältnisses von
z. B. R134a entspricht.
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Der
Wasserdampf wird durch die Saugleitung 12 einem Verdichter/Verflüssiger-System 14 zugeführt, das
eine Strömungsmaschine
wie z. B. einen Radialverdichter, beispielsweise in Form eines Turboverdichters
aufweist, der in 6a mit 16 bezeichnet
ist. Die Strömungsmaschine
ist ausgebildet, um den Arbeitsdampf auf einen Dampfdruck zumindest größer als
25 hPa zu verdichten. 25 hPa korrespondiert mit einer Verflüssigungstemperatur
von etwa 22°C,
was zumindest an relativ warmen Tagen bereits eine ausreichende
Heizungs-Vorlauftemperatur einer Fußbodenheizung sein kann. Um
höhere
Vorlauftemperaturen zu generieren, können Drücke größer als 30 hPa mit der Strömungsmaschine 16 erzeugt
werden, wobei ein Druck von 30 hPa eine Verflüssigungstemperatur von 24°C hat, ein
Druck von 60 hPa eine Verflüssigungstemperatur
von 36°C
hat, und ein Druck von 100 hPa einer Verflüssigungstemperatur von 45°C entspricht.
Fußbodenheizungen sind
ausgelegt, um mit einer Vorlauftemperatur von 45°C auch an sehr kalten Tagen
ausreichend heizen zu können.
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Die
Strömungsmaschine
ist mit einem Verflüssiger 18 gekoppelt,
der ausgebildet ist, um den verdichteten Arbeitsdampf zu verflüssigen.
Durch das Verflüssigen
wird die in dem Arbeitsdampf enthaltene Energie dem Verflüssiger 18 zugeführt, um dann über den
Vorlauf 20a einem Heizsystem zugeführt zu werden. Über den
Rücklauf 20b fließt das Arbeitsfluid
wieder in den Verflüssiger
zurück.
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Erfindungsgemäß wird es
bevorzugt, dem energiereichen Wasserdampf direkt durch das kältere Heizungswasser
die Wärme
(-energie) zu entziehen, welche vom Heizungswasser aufgenommen wird,
so dass dieses sich erwärmt.
Dem Dampf wird hierbei so viel Energie entzogen, dass dieser verflüssigt wird
und ebenfalls am Heizungskreislauf teilnimmt.
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Damit
findet ein Materialeintrag in den Verflüssiger bzw. das Heizungssystem
statt, der durch einen Ablauf 22 reguliert wird, derart,
dass der Verflüssiger
in seinem Verflüssigerraum
einen Wasserstand hat, der trotz des ständigen Zuführens von Wasserdampf und damit
Kondensat immer unterhalb eines Maximalpegels bleibt.
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Wie
es bereits ausgeführt
worden ist, wird es bevorzugt, einen offenen Kreislauf zu nehmen,
also das Wasser, das die Wärmequelle
darstellt, direkt ohne Wärmetauscher
zu verdampfen. Alternativ könnte
jedoch auch das zu verdampfende Wasser zunächst über einen Wärmetauscher von einer externen
Wärmequelle
aufgeheizt werden. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass dieser Wärmetauscher
wieder Verluste und apparativen Aufwand bedeutet.
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Darüber hinaus
wird es bevorzugt, um auch Verluste für den zweiten Wärmetauscher,
der auf Verflüssiger-Seite
bisher notwendigerweise vorhanden ist, zu vermeiden, auch dort das
Medium direkt zu verwenden, also, wenn an ein Haus mit Fußbodenheizung
gedacht wird, das Wasser, das von dem Verdampfer stammt, direkt
in der Fußbodenheizung
zirkulieren zu lassen.
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Alternativ
kann jedoch auch auf Verflüssiger-Seite
ein Wärmetauscher
angeordnet werden, der mit dem Vorlauf 20a gespeist wird
und der den Rücklauf 20b aufweist,
wobei dieser Wärmetauscher das
im Verflüssiger
befindliche Wasser abkühlt
und damit eine separate Fußbodenheizungsflüssigkeit, die
typischerweise Wasser sein wird, aufheizt.
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Aufgrund
der Tatsache, dass als Arbeitsmedium Wasser verwendet wird, und
aufgrund der Tatsache, dass von dem Grundwasser nur der verdampfte
Anteil in die Strömungsmaschine
eingespeist wird, spielt der Reinheitsgrad des Wassers keine Rolle.
Die Strömungsmaschine
wird, genauso wie der Verflüssiger
und die ggf. direkt gekoppelte Fußbodenheizung immer mit destilliertem
Wasser versorgt, derart, dass das System im Vergleich zu heutigen
Systemen einen reduzierten Wartungsaufwand hat. Anders ausgedrückt ist
das System selbstreinigend, da dem System immer nur destilliertes
Wasser zugeführt
wird und das Wasser im Ablauf 22 somit nicht verschmutzt
ist.
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Darüber hinaus
sei darauf hingewiesen, dass Strömungsmaschinen
die Eigenschaften haben, dass sie – ähnlich einer Flugzeugturbine – das verdichtete
Medium nicht mit problematischen Stoffen, wie beispielsweise Öl, in Verbindung
bringen. Statt dessen wird der Wasserdampf lediglich durch die Turbine
bzw. den Turboverdichter verdichtet, jedoch nicht mit Öl oder einem
sonstigen Reinheitsbeeinträchtigenden
Medium in Verbindung gebracht und damit verunreinigt.
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Das
durch den Ablauf abgeführte
destillierte Wasser kann somit – wenn
keine sonstigen Vorschriften im Wege stehen – ohne weiteres dem Grundwasser
wieder zugeführt
werden. Alternativ kann es hier jedoch auch z. B. im Garten oder
in einer Freifläche versickert
werden, oder es kann über
den Kanal, sofern dies Vorschriften gebieten – einer Kläranlage zugeführt werden.
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Die
erfindungsgemäße Kombination
von Wasser als Arbeitsmittel mit dem um das 2-fache besseren nutzbaren
Enthalpie-Differenz-Verhältnis im
Vergleich zu R134a und aufgrund der damit reduzierten Anforderungen
an die Geschlossenheit des Systems (es wird vielmehr ein offenes
System bevorzugt), und aufgrund des Einsatzes der Strömungsmaschine,
durch den effizient und ohne Reinheitsbeeinträchtigungen die erfor derlichen
Verdichtungsfaktoren erreicht werden, wird ein effizienter und umweltneutraler
Wärmepumpenprozess
geschaffen, der dann, wenn im Verflüssiger der Wasserdampf direkt
verflüssigt
wird, noch effizienter wird, da dann im gesamten Wärmepumpenprozess
kein einziger Wärmetauscher
mehr benötigt
wird.
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Darüber hinaus
fallen sämtliche
mit der Kolbenverdichtung verbundenen Verluste weg. Zudem können die
bei Wasser sehr gering ausfallenden Verluste, die sonst bei der
Drosselung anfallen, dazu verwendet werden, den Verdampfungsprozess
zu verbessern, da das Ablaufwasser mit der Ablauftemperatur, die
typischerweise höher
als die Grundwasser-Temperatur sein wird, vorteilhaft verwendet
werden, um im Verdampfer mittels einer Strukturierung 206 eines
Ablaufrohrs 204, wie es in 4a noch
erläutert
wird, eine Blasenverdampfung zu triggern, damit die Verdampfungseffizienz
erhöht
wird.
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Nachfolgend
wird bezugnehmend auf 7 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung detailliert erläutert. Der Wasserverdampfer
umfasst eine Verdampfungskammer 100 und ein Steigrohr 102,
in dem sich Grundwasser von einem Grundwasser-Reservoir 104 in
Richtung eines Pfeils 106 nach oben in den Verdampfungsraum 100 bewegt.
Das Steigrohr 102 mündet
in einem Aufweiter 108, der ausgebildet ist, um den relativ
engen Rohrquerschnitt aufzuweiten, um eine möglichst große Verdampfungsfläche zu schaffen.
Der Aufweiter 108 wird trichterförmig, also in Form eines Rotationsparaboloids
beliebiger Ausprägung
sein. Er kann runde oder eckige Übergänge haben.
Entscheidend ist lediglich, dass der in die Verdampfungskammer 100 gerichtete
Durchmesser bzw. die der Verdampfungskammer 100 zugewandte
Fläche
größer als
die Querschnittsfläche
des Steigrohrs ist, um den Verdampfungsprozess zu verbessern. Wenn
davon ausgegangen wird, dass etwa 1 l pro Sekunde durch das Steigrohr
nach oben in die Verdampfungskammer fließt, werden bei einer Heizleistung
von ca. 10 kW etwa 4 ml pro Sekunde im Verdampfer verdampft. Der
Rest läuft
um etwa 2,5 °C
abgekühlt über den Aufweiter 108 hinaus
und landet in einem Auffang-Sammelbecken 110 in der Verdampfungskammer.
Das Auffang-Sammelbecken 110 hat einen Ablauf 112,
in dem die Menge von 1 l pro Sekunde weniger die verdampften 4 ml
pro Sekunde wieder abgeführt
wird, und zwar vorzugsweise zurück
in das Grundwasserreservoir 104. Hierzu ist vorzugsweise eine
Pumpe 114 bzw. ein Ventil zur Überlaufregelung vorgesehen.
Es sei darauf hingewiesen, dass hier nichts aktiv gepumpt werden
muss, da aufgrund der Schwerkraft dann, wenn die Pumpe bzw. das
Ventil 114 geöffnet
ist, Wasser aus dem Verdampfer-Auffangbecken 110 über ein
Rücklaufrohr 113 nach
unten in das Grundwasserreservoir fließt. Die Pumpe bzw. das Ventil 114 stellen
somit sicher, das das Wasserniveau im Auffangbecken nicht zu hoch
steigt oder dass in das Ablaufrohr 112 kein Wasserdampf
eindringt bzw. dass die Verdampfungskammer auch von der Situation
am „unteren" Ende des Rücklaufrohrs 113 sicher
entkoppelt ist.
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Das
Steigrohr ist in einem Steigrohrbecken 116 angeordnet,
das von einer vorzugsweise vorgesehenen Pumpe 118 mit Wasser
gefüllt
wird. Die Pegel in 116 und 108 sind nach dem Prinzip
der kommunizierenden Röhren
miteinander verbunden, wobei die Schwerkraft und die unterschiedlichen
Drücke
in 116 und 108 für einen Transport des Wassers
von 116 nach 108 sorgen. Der Wasserpegel im Steigrohrbecken 116 ist
vorzugsweise so angeordnet, dass auch bei unterschiedlichen Luftdrücken der
Pegel nie unter den Einlass des Steigrohrs 102 fällt, damit
ein Eindringen von Luft vermieden wird.
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Vorzugsweise
umfasst der Verdampfer 10 einen Gasabscheider, der ausgebildet
ist, um wenigstens einen Teil, z. B. wenigstens 50 % eines Gases, das
in dem zu verdampfenden Wasser gelöst ist, aus dem zu verdampfenden
Wasser zu entfernen, so dass der entfernte Teil des Gases nicht über den
Verdampfungsraum von dem Verdichter angesaugt wird. Vorzugsweise
ist der Gasabscheider angeordnet, um den entfernten Teil des Gases
einem nicht verdampften Wasser zuzuführen, damit das Gas von dem
nicht verdampften Wasser ab transportiert wird. Gelöste Gase
können
Sauerstoff, Kohlendioxid, Stickstoff etc. umfassen. Diese Gase verdampfen
zumeist bei einem höheren
Druck als Wasser so dass der Gasabscheider unterhalb des Aufweiters 108 angeordnet sein
kann, so dass im Gasabscheider verdampfter Sauerstoff etc. aus dem
gerade noch nicht verdampfenden Wasser austritt und vorzugsweise
in die Rückleitung 113 eingespeist
wird. Die Einspeisung erfolgt vorzugsweise an der Stelle des Rückleitung 113,
an der der Druck so niedrig ist, dass das Gas von dem zurücklaufenden
Wasser wieder ins Grundwasser mitgenommen wird. Alternativ kann
das abgeschiedene Gas jedoch auch gesammelt und in bestimmten Intervallen
entsorgt werden oder laufend entlüftet, also an die Atmosphäre abgegeben
werden.
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Typischweise
wird das Grundwasser, Meerwasser, Flusswasser, Seewasser, die Sole
oder eine sonstige in der Natur vorkommende wässrige Lösung eine Temperatur zwischen
8°C und
12°C haben. Durch
die Absenkung der Temperatur von 1 l Wasser um 1°C kann eine Leistung von 4,2
kW erzeugt werden. Wird das Wasser um 2,5°C abgekühlt, so wird eine Leistung
von 10,5 kW erzeugt. Vorzugsweise wird das Steigrohr von einem Wasserstrom
mit einer Stromstärke
in Abhängigkeit
von der Heizleistung durchströmt,
im Beispiel ein Liter pro Sekunde.
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Wenn
die Wärmepumpe
auf relativ hoher Last arbeitet, wird der Verdampfer etwa 6 ml pro
Sekunde verdampfen, was einem Dampfvolumen von ca. 1,2 Kubikmeter
pro Sekunde entspricht. Je nach geforderter Heizungswassertemperatur
wird die Strömungsmaschine
im Hinblick auf ihre Verdichtungsleistung gesteuert. Wird eine Heizungs-Vorlauftemperatur
von 45°C
gewünscht,
was selbst für
extrem kalte Tage bei weitem ausreicht, so muss die Strömungsmaschine
den bei vielleicht 10 hPa erzeugten Dampf auf einen Druck von 100
hPa erhöhen.
Reicht dagegen eine Vorlauftemperatur von z. B. 25° für die Fußbodenheizung,
so muss nur um einen Faktor 3 durch die Strömungsmaschine verdichtet werden.
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Die
erzeugte Leistung wird daher durch die Verdichterleistung bestimmt,
also zum einen durch den Verdichtungsfaktor, also wie stark der
Verdichter verdichtet, und zum anderen durch von dem Verdichter
erzeugten Volumenstrom. Erhöht
sich der Volumenstrom, so muss der Verdampfer mehr verdampfen, wobei
die Pumpe 118 mehr Grundwasser in das Steigrohrbecken 116 befördert, so
dass der Verdampfungskammer mehr Grundwasser zugeführt wird.
Wird die Strömungsmaschine
dagegen einen geringeren Verdichtungsfaktor liefern, so fließt auch weniger
Grundwasser von unten nach oben.
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An
dieser Stelle sei jedoch darauf hingewiesen, dass es bevorzugt wird,
den Durchfluss von Grundwasser durch die Pumpe 118 zu steuern.
Nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren legt der Füllstand
im Behälter 116 bzw.
die Fördermenge
der Pumpe 118 den Durchfluss durch das Steigrohr fest. Damit
kann eine Effizienzsteigerung der Anlage erreicht werden, da die
Steuerung des Durchflusses von der Saugleistung der Strömungsmaschine
entkoppelt wird.
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Es
wird keine Pumpe benötigt,
um das Grundwasser von unten in die Verdampfungskammer 100 zu
pumpen. Statt dessen geschieht dies von „selbst". Dieses automatische Aufsteigen zur
evakuierten Verdampfungskammer hilft auch dabei, dass der Unterdruck
von 20 hPa ohne Weiteres erreichbar ist. Hierzu werden keine Evakuierungspumpen
oder etwas ähnliches
benötigt.
Statt dessen wird lediglich ein Steigrohr mit einer Höhe größer 9 m
benötigt. Dann
wird eine rein passive Unterdruckerzeugung erreicht. Der nötige Unterdruck
kann jedoch auch mit einem wesentlich kürzeren Steigrohr erzeugt werden,
wenn z. B. die Implementierung von 5a eingesetzt
wird. In 5a ist ein wesentlich verkürztes "Steigrohr" gezeigt. Die Umsetzung
vom hohen Druck auf den Unterdruck wird über eine Turbine 150 bewirkt,
wobei die Turbine hierbei Energie aus dem Arbeitsmedium entzieht.
Gleichzeitig wird der Unterdruck auf der Rücklauf-Seite wieder in den
hohen Druck gebracht, wobei die dafür nötige Energie durch eine Pumpe 152 geliefert
wird. Die Pumpe 152 und die Turbine 150 sind über eine
Kraftkopplung 154 miteinander gekoppelt, so dass die Turbine
die Pumpe antreibt, und zwar mit der Energie, die die Turbine dem
Medium entzogen hat. Ein Motor 156 wird lediglich noch
benötigt,
um die Verluste, die das System selbstverständlich hat, auszugleichen,
und um die Umwälzung
zu erreichen, um also ein System aus seiner Ruhelage in den in 5a gezeigten dynamischen Modus zu bringen.
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Bei
dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist
die Strömungsmaschine
als Radialverdichter mit drehbarem Rad ausgeführt, wobei das Rad ein langsamläufiges Radialrad,
ein mittelläufiges
Radialrad, ein Halbaxialrad oder ein Axialrad bzw. ein Propeller sein
kann, wie es in der Technik bekannt sind. Radialverdichter sind
in
"Strömungsmaschinen", C. Pfleiderer,
H. Petermann, Springer-Verlag, 2005, Seiten 82 und 83 beschrieben.
Solche Radialverdichter umfassen somit als drehbares Rad den sog.
Mittelläufer, dessen
Form von den einzelnen Anforderungen abhängt. Generell können beliebige
Strömungsmaschinen
eingesetzt werden, wie sie als Turboverdichter, Ventilatoren, Gebläse oder
Turbokompressoren bekannt sind.
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Die
Wärmepumpe,
die mit dem erfindungsgemäßen Werkstück ausgestattet
ist, dient somit zur effizienten Wärmeversorgung von Gebäuden und
benötigt
kein Arbeitsmittel mehr, das einen Weltklima-schädigenden Einfluss hat. Erfindungsgemäß wird Wasser
unter sehr geringem Druck verdampft, durch eine oder mehrere hintereinander
angeordnete Strömungsmaschinen
verdichtet und wieder verflüssigt
zu Wasser. Die transportiere Energie wird zum Heizen benutzt. Erfindungsgemäß wird eine
Wärmepumpe
verwendet, die bevorzugt ein offenes System darstellt. Offenes System
bedeutet hier, dass Grundwasser oder ein anderes verfügbares Wärmeenergie-tragendes
wässriges
Medium unter geringem Druck verdampft, verdichtet und verflüssigt wird.
Das Wasser wird direkt als Arbeitsmittel verwendet. Die enthaltene
Energie wird also nicht an ein geschlossenes System übertragen.
Das verflüssigte
Wasser wird vorzugsweise direkt im Heizungssystem verwendet und
anschließend
dem Grundwasser wieder zugeführt.
Um das Heizsystem kapazitiv zu entkoppeln, kann es ebenso über einen
Wärmetauscher
abgeschlossen werden.
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Die
Effizienz und Nützlichkeit
der vorliegenden Erfindung wird anhand eines Zahlenbeispiels dargestellt.
Wenn von einem Jahreswärmebedarf von
30.000 kWh ausgegangen wird, müssen
erfindungsgemäß hierfür etwa maximal
3750 kWh elektrischer Strom für
den Betrieb der Strömungsmaschine aufgewendet
werden, da die Strömungsmaschine nur
etwa ein Achtel des gesamten Wärmebedarfs
liefern muss.
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Das
Achtel ergibt sich daher, dass nur bei extremster Kälte ein
Sechstel aufgewendet werden muss, und z. B. bei Übergangstemperaturen wie im März oder
Ende Oktober der Wirkungsgrad bis auf einen Wert größer 12 steigen
kann, so dass im Mittel über
das Jahr maximal ein Achtel aufgewendet werden muss.
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Bei
Stromkosten von etwa 10 Cent pro kWh, die für Strom erreicht werden können, wenn
Strom gekauft wird, für
den das Kraftwerk keine Unterbrechungsfreiheit garantieren muss,
entspricht dies etwa jährlichen
Kosten von 375 Euro. Wenn man 30.000 kWh mit Öl erzeugen möchte, würde man etwa
4000 1 brauchen, was bei derzeitigen Ölkosten, die in Zukunft sehr
wahrscheinlich nicht fallen werden, einem Preis von 2800 Euro entsprechen
würde. Erfindungsgemäß kann man
daher pro Jahr 2425 Euro einsparen! Ferner sei auch darauf hingewiesen, dass
im Vergleich zur Verbrennung von Öl oder Gas zu Zwecken der Heizung
durch das erfindungsgemäße Konzept
bis zu 70 % der Menge an freigesetztem CO2 eingespart
wird.
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Zur
Reduktion der Herstellungskosten und auch zur Reduktion der Wartungs-
und Montagekosten wird es bevorzugt, die Gehäuse des Verdampfers, des Verdichters
und/oder des Verflüssigers
und auch besonders das Radialrad der Strö mungsmaschine aus Kunststoff
und insbesondere aus Spritzguss-Kunststoff auszuführen. Kunststoff
eignet sich gut, da Kunststoff bezüglich Wasser korrosionsresistent
ist und erfindungsgemäß vorteilhafterweise
die maximalen Temperaturen im Vergleich zu konventionellen Heizungen
deutlich unter den Verformungstemperaturen einsetzbarer Kunststoffe
liegen. Ferner ist die Montage besonders einfach, da im System aus Verdampfer,
Verdichter und Verflüssiger
Unterdruck herrscht. Damit werden an die Dichtungen wesentlich weniger
Anforderungen gestellt, da der gesamte Atmosphärendruck dabei hilft, die Gehäuse dicht
zu halten. Kunststoff eignet sich ferner besonders gut, da an keiner
Stelle im erfindungsgemäßen System hohe
Temperaturen auftreten, die den Einsatz von teuren Spezialkunststoffen,
Metall oder Keramik erforderlich machen würden. Durch Kunststoffspritzguss
kann auch die Form des Radialrads beliebig optimiert und dennoch
trotz komplizierter Form einfach und kostengünstig hergestellt werden.