DE102006056701B4 - Prägevorrichtung - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung
zum Prägen
einer Dekorlage einer streifenförmigen
Prägefolie
(12) auf eine einen kleinen Radius besitzende Ecke eines Flächenelementes, gekennzeichnet
durch einen schrittweise um eine Achse (18) drehbaren Revolverkopf
(16), der an einer Linearantriebseinrichtung (20) zwischen einer
Prägeposition
und einer Inaktivposition hin und her verstellbar vorgesehen ist, und
der an seinem Umfang (26) eine Anzahl elastische Stempelelemente
(28) aufweist, wobei dem Revolverkopf (16) eine Heizeinrichtung
(30) für
die Stempelelemente (28) zugeordnet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Prägen einer Dekorlage einer streifenförmigen Prägefolie auf eine einem kleinen Radius besitzende Ecke eines Flächenelementes.
- Eine Vorrichtung zum Prägen einer Dekorlage einer streifenförmigen Prägefolie auf die ein Flächenelement begrenzenden Schmalseiten des Flächenelementes ist beispielsweise aus der
DE 102 16 139 C1 bekannt. Mit dieser bekannten Prägevorrichtung ist es mit großen Taktgeschwindigkeiten, d. h. hohen Taktzahlen, möglich, Flächenelemente an ihren Schmalseiten mit der Dekorlage einer streifenförmigen Prägefolie zu beprägen. Ist das jeweilige Flächenelement jedoch an seinen Ecken mit einen kleinen Radius besitzenden Abrundungen ausgebildet, so werden die entsprechenden Dekorlagenabschnitte an den besagten Ecken bislang beispielsweise mit einem manuell zu handhabenden Werkzeug an den abgerundeten Ecken fixiert. Diese manuelle Arbeitsweise ist jedoch nur mit niedrigen Taktgeschwindigkeiten bzw. Taktzahlen möglich, so dass die Produktivität entsprechende Wünsche offen lässt. Die Abrundungen können z. B. einen Radius von 2 mm bis 5 mm besitzen, wobei es sich versteht, dass die entsprechenden Probleme auch bei Radien mit anderen Dimensionen gegeben sind. - Zum Beprägen abgerundeter Ecken von Flächenelementen ist beispielsweise auch eine Hubprägung anwendbar, wie sie beispielsweise mit einer Prägemaschine des Typs PE500/KTF "Touchwood" durchführbar ist. Mit einer derartigen Prägemaschine sind einen kleinen Radius aufweisende Ecken eines Flächenelementes jedoch nur mit mäßigen Taktgeschwindigkeiten beprägbar.
- Desgleichen ist es möglich, an dem zu beprägenden Flächenelement Stiftelemente aus einem Kunststoffmaterial peripher abzurollen, wobei das zu beprägende Flächenelement und die Stiftelemente während des Dekoriervorgangs in Bezug zueinander eine Relativbewegung ausführen. Mit einem solchen bekannten Doppelprägekopf sind im Vergleich zu einer Hubprägung zwar höhere Prägegeschwindigkeiten erreichbar; auch diese höhere Geschwindigkeit lässt jedoch im Vergleich zu einer Prägevorrichtung gemäß der eingangs erwähnten
DE 102 16 139 C1 , zum Prägen von Schmalseiten von Flächenelementen, noch Wünsche offen. Das resultiert beispielsweise aus den Isolationseigenschaften der Kunststoffstifte des Doppelprägekopfes, da die Wärme vom Stempelinneren an die Stempeloberfläche transportiert werden muss, was relativ viel Zeit benötigt. Dementsprechend niedrig ist die Durchsatzleistung an zu beprägenden Flächenelementen pro Zeiteinheit. - In Kenntnis dieser Gegebenheiten liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Prägevorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der es mit hoher Produktivität, d. h. mit großer Prägegeschwindigkeit und hohen Taktzahlen, möglich ist, einen kleinen Radius besitzende Ecken eines Flächenelementes mit einer Dekorlage einer streifenförmigen Prägefolie zu beprägen.
- Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß gelöst durch einen schrittweise um eine Achse drehbaren Revolverkopf, der an einer Linearantriebseinrichtung zwischen einer Prägeposition und einer Inaktivposition hin und her verstellbar vorgesehen ist, und der an seinem Umfang eine Anzahl elastische Stempelelemente aufweist, wobei dem Revolverkopf eine Heizeinrichtung für die Stempelelemente zugeordnet ist.
- Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Prägevorrichtung wird für eine schnelle Wärmezufuhr zu den elastischen Stempelelementen gesorgt. Es ist jederzeit ein frisch aufgeheiztes elastisches Stempelelement im Prägeeinsatz, so dass eine entsprechend hohe Taktgeschwindigkeit erreicht wird.
- Bei der erfindungsgemäßen Prägevorrichtung kann die Linearantriebseinrichtung von einer Kolben-Zylindereinrichtung gebildet sein.
- Die Stempelelemente können zumindest oberflächlich Silikongummi aufweisen, zweckmäßig kann es sein, wenn die Stempelelemente aus Silikongummi bestehen.
- Die Heizeinrichtung für die am Revolverkopf vorgesehenen elastischen Stempelelemente ist vorzugsweise im Zentrum des Revolverkopfes vorgesehen. Zu diesem Zwecke ist die Heizeinrichtung vorzugsweise in der Achse des Revolverkopfes vorgesehen. Desgleichen ist es möglich, dass die Heizeinrichtung Heizstrahler aufweist, zwischen welchen der Revolverkopf vorgesehen ist, wobei die Heizstrahler vorzugsweise in einer zur Achse des Revolverkopfes senkrecht orientierten Ebene angeordnet sind.
- Der Revolverkopf mit der zugehörigen Linearantriebseinrichtung und die Heizeinrichtung sind zweckmäßigerweise an einem Grundgestell vorgesehen, an dem eine Prägefolien-Vorratsrolle, Folienvorschub- und -umlenkrollen und eine Aufwickelrolle an zugehörigen Lagerachsen gelagert sind. Die Lagerachsen für die Prägefolien-Vorratsrolle, die Folienvorschub- und -umlenkrollen und die Aufwickelrolle sind zur Achse des Revolverkopfes vorzugsweise parallel orientiert.
- Ein optimaler Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in der Weise realisierbar, dass eine der Anzahl abgerundeter Ecken des jeweiligen Flächenelementes entsprechende Anzahl Grundgestelle vorgesehen sind, wobei die Revolverköpfe simultan zwischen der Prägeposition und der Inaktivposition hin und her verstellbar sind.
- Mit der erfindungsgemäßen Prägevorrichtung ist es hoch produktiv möglich, die einen kleinen Radius von z. B. 2 bis 5 mm besitzenden abgerundeten Ecken eines Flächenelementes mit einer streifenförmigen Prägefolie zu beprägen, wobei die entsprechenden Taktgeschwindigkeiten an die Taktgeschwindigkeiten der Prägevorrichtung angepasst sind, mit welcher die Schmalseiten des Flächenelementes mit der streifenförmigen Prägefolie beprägt werden. Die besagten Schmalflächen können dabei geradlinig oder gebogen, gewellt oder beliebig anders gestaltet sein. Die einen kleinen Radius besitzenden Ecken des jeweiligen Flächenelementes können wie seine Schmalseiten ebenflächig oder konkav oder konvex gewölbt gestaltet sein.
- Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung schematisch in einer Seitenansicht verdeutlichten Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäßen Prägevorrichtung.
- Die Figur zeigt eine Ausbildung der Prägevorrichtung
10 , die zum Prägen einer Dekorlage einer streifenförmigen Prägefolie12 auf eine einen kleinen Radius besitzenden Ecke eines nicht dargestellten Flächenelementes vorgesehen ist. Die Prägevorrichtung10 weist ein Grundgestell14 auf, an dem ein Revolverkopf16 schrittweise um eine Achse18 drehbar ist. Der Revolverkopf18 ist an einer Linearantriebseinrichtung20 vorgesehen. Die Linearantriebseinrichtung20 ist von einer Kolben-Zylindereinrichtung22 gebildet. Der Zylinder24 der Kolben-Zylindereinrichtung22 ist am Grundgestell14 befestigt. Der Revolverkopf16 ist mit dem Kolben der Kolben-Zylindereinrichtung22 verbunden. - Mit Hilfe der Linearantriebseinrichtung
22 ist der Revolverkopf16 zwischen einer Prägeposition und einer Inaktivpositiv hin und her verstellbar. - Der Revolverkopf
16 weist an seinem Umfang26 eine Anzahl elastische Stempelelemente28 auf. Die Stempelelemente28 bestehen aus Silikongummi und sind am Umfang26 des Revolverkopfes16 gleichmäßig beabstandet angeordnet. - Dem Revolverkopf
16 ist eine Heizeinrichtung30 für die Stempelelemente28 zugeordnet. Die Heizeinrichtung30 ist vorzugsweise im Zentrum des Revolverkopfes16 vorgesehen. Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn die Heizeinrichtung30 in der Achse18 des Revolverkopfes vorgesehen ist. - Mit der Bezugsziffer
32 sind in der Zeichnungsfigur Folienumlenkrollenbügel bezeichnet. - Am Grundgestell
14 der Prägevorrichtung10 ist eine Prägefolien-Vorratsrolle34 an einer Lagerachse36 drehbar gelagert. Am Grundgestell14 sind außerdem Folienvorschubrollen38 und Umlenkrollen40 an zugehörigen Lagerachsen42 ,44 drehbar gelagert. Am Grundgestell14 ist außerdem eine Aufwickelrolle46 für den Trägerstreifen der Prägefolie12 an einer zugehörigen Lagerachse48 drehbar gelagert. -
- 10
- Prägevorrichtung
(für
12 ) - 12
- Prägefolie
- 14
- Grundgestell
(von
10 ) - 16
- Revolverkopf
(an
14 ) - 18
- Achse
(von
16 ) - 20
- Linearantriebseinrichtung
(für
16 ) - 22
- Kolben-Zylindereinrichtung
(von
20 ) - 24
- Zylinder
(von
22 ) - 26
- Umfang
(von
16 ) - 28
- Stempelelemente
(an
26 ) - 30
- Heizeinrichtung
(für
28 ) - 32
- Folienumlenkrollenbügel
- 34
- Prägefolien-Vorratsrolle
(an
14 für12 ) - 36
- Lagerachse
(für
34 ) - 38
- Folienvorschubrollen
(an
14 für12 ) - 40
- Folienumlenkrollen
(an
14 für12 ) - 42
- Lagerachsen
(für
38 ) - 44
- Lagerachsen
(für
40 ) - 46
- Aufwickelrolle
(an
14 ) - 48
- Lagerachse
(für
46 )
Claims (10)
- Vorrichtung zum Prägen einer Dekorlage einer streifenförmigen Prägefolie (
12 ) auf eine einen kleinen Radius besitzende Ecke eines Flächenelementes, gekennzeichnet durch einen schrittweise um eine Achse (18 ) drehbaren Revolverkopf (16 ), der an einer Linearantriebseinrichtung (20 ) zwischen einer Prägeposition und einer Inaktivposition hin und her verstellbar vorgesehen ist, und der an seinem Umfang (26 ) eine Anzahl elastische Stempelelemente (28 ) aufweist, wobei dem Revolverkopf (16 ) eine Heizeinrichtung (30 ) für die Stempelelemente (28 ) zugeordnet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Linearantriebseinrichtung (
20 ) von einer Kolben-Zylindereinrichtung (22 ) gebildet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stempelelemente (
28 ) zumindest oberflächlich Silikongummi aufweisen. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stempelelemente (
28 ) aus Silikongummi bestehen. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung (
30 ) im Zentrum des Revolverkopfes (16 ) vorgesehen ist. - Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung (
30 ) in der Achse (18 ) des Revolverkopfes (16 ) vorgesehen ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung (
30 ) Heizstrahler aufweist, zwischen welchen der Revolverkopf (16 ) vorgesehen ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Revolverkopf (
16 ) mit der zugehörigen Linearantriebseinrichtung (20 ) und die Heizeinrichtung (30 ) an einem Grundgestell (14 ) vorgesehen sind, an dem eine Prägefolien-Vorratsrolle (34 ), Folienvorschub- und -umlenkrollen (38 ,40 ) und eine Aufwickelrolle (46 ) an zugehörigen Lagerachsen (36 ,42 ,44 ,48 ) gelagert sind. - Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerachsen (
36 ,42 ,44 ,48 ) für die Prägefolien-Vorratsrolle (34 ), die Folienvorschub- und -umlenkrollen (38 ,40 ) und die Aufwickelrolle (46 ) zur Achse (18 ) des Revolverkopfes (16 ) parallel orientiert sind. - Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Anzahl Ecken des jeweiligen zu beprägenden Flächenelementes entsprechende Anzahl Grundgestelle (
14 ) vorgesehen sind, wobei die Revolverköpfe (16 ) simultan zwischen der Prägeposition und der Inaktivposition hin und her verstellbar sind.
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