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Die
Erfindung betrifft eine Ventileinrichtung, mit einem Ventilträger, der
eine Bestückungsfläche aufweist,
die in mehrere in einer Reihenrichtung aufeinanderfolgende Bestückungsplätze eingeteilt
ist, zu denen jeweils mehrere Ventilträgerkanäle einer den Ventilträger durchsetzenden
Ventilträger-Kanalanordnung ausmünden und
die einzeln mit jeweils mindestens ein Steuerventil aufweisenden
Steuereinheiten bestückbar
sind.
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Eine
aus der
EP 1 637 789
A1 bekannte Ventileinrichtung dieser Art enthält einen
plattenförmigen Ventilträger, der
mit einer Vielzahl von Steuereinheiten bestückt ist, die jeweils auf einem
ihnen spezifisch zugeordneten Bestückungsplatz montiert sind. Die
Breite der einzelnen Steuereinheiten entspricht der Breite der einzelnen
Bestückungsplätze. Über an den
Bestückungsplätzen ausmündende Ventilträgerkanäle einer
den Ventilträger
durchsetzenden Ventilträger-Kanalanordnung
wird ein Steuerventil der zugeordneten Steuereinheit mit fluidischem
Druckmedium versorgt, wobei das Steuerventil auf ei ner Zwischenplatte
sitzt oder unmittelbar an den Bestückungsplatz angebaut werden
kann. Die Verwendung einer Zwischenplatte ermöglicht eine spezifische Beeinflussung
des zwischen dem Ventilträger und
dem Steuerventil überströmenden Fluides,
beispielsweise eine Druckregelung.
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Die
DE 44 44 024 A1 beschreibt
eine Ventileinrichtung, bei der unmittelbar von Steuerventilen gebildete,
keine Zwischenplatten aufweisende Steuereinheiten direkt an einzelnen
Bestückungsplätzen eines
Ventilträgers
montiert sind.
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Durch
die Möglichkeit
der Bestückung
eines Ventilträgers
mit Steuereinheiten, die eine Zwischenplatte aufweisen, ergibt sich
für den
Einsatz der Ventileinrichtung eine hohe Variabilität. In manchen
Fällen
reicht diese jedoch nicht aus, um die spezifischen Bedürfnisse
der Anwender zu befriedigen. Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung
besteht deshalb darin, eine Ventileinrichtung der eingangs genannten Art
zu schaffen, die eine variablere fluidische Verschaltung ermöglicht,
um auf einfache Weise das Anwendungsfeld der Ventileinrichtung zu
erweitern.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe ist die Bestückungsfläche des
Ventilträgers
mit mindestens einer Sonder-Steuereinheit bestückt, die eine mit ihrer Unterseite
an die Bestückungsflä che angesetzte
und dabei aufgrund entsprechender Breite mehrere unmittelbar nebeneinanderliegende
Bestückungsplätze überdeckende
Zwischenplatte aufweist, die von einer an den von ihr überdeckten
Bestückungsplätzen mit der
Ventilträger-Kanalanordnung durchsetzt
ist und die mindestens ein an die Zwischenplatten-Kanalanordnung
angeschlossenes Steuerventil trägt.
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Während die
standardmäßigen Steuereinheiten
stets nur einen Bestückungsplatz
belegen, erstreckt sich die Zwischenplatte der Sonder-Steuereinheit über mindestens
zwei aneinander angrenzende Bestückungsplätze hinweg.
Dadurch steht für
die interne Zwischenplatten-Kanalanordnung eine verhältnismäßig große Baubreite
der Zwischenplatte zur Verfügung,
die die Verwirklichung auch komplexer fluidischer Schaltungen ermöglicht,
das Ganze in Verbindung mit einer bei Bedarf geringen Bauhöhe der Zwischenplatte.
Besonders vorteilhaft ist die Möglichkeit,
einen oder mehrere der an den mehreren überdeckten Bestückungsplätzen ausmündenden
Ventilträgerkanäle in eine
fluidische Schaltung einzubeziehen, die durch die Zwischenplatten-Kanalanordnung
und das mindestens eine an der Zwischenplatte angeordnete Steuerventil
der Sonder-Steuereinheit
definiert wird.
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Als
besonders zweckmäßig hat
es sich erwiesen, die Abmessungen der Zwischenplatte der Sonder-Steuereinheit
so zu wählen,
dass sie genau zwei einander benachbarte Bestückungsplätze überdeckt.
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Verfügt die Bestückungsfläche über eine
entsprechend große
Anzahl von Bestückungsplätzen, können daran
gleichzeitig mehrere Sonder-Steuereinheiten montiert sein oder eine
Mischung aus mindestens einer Sonder-Steuereinheit und mindestens einer
nur einen Bestückungsplatz
bedeckenden konventionellen Steuereinheit. Daraus resultiert ein
modularer Aufbau mit vielfältigen
Ausstattungsmöglichkeiten
der Ventileinrichtung und folglich einer hohen Variabilität die Einsatzmöglichkeiten
betreffend.
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Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
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Als
besonders zweckmäßig wird
eine Ausgestaltung der Ventileinrichtung angesehen, bei der die Zwischenplatten-Kanalanordnung der
mindestens einen Sonder-Steuereinheit mindestens einen Verbindungskanal
umfasst, der mindestens zwei zu der Sonder-Steuereinheit gehörende Steuerventile
miteinander verbindet. Zusätzlich
oder alternativ kann mindestens ein Verbindungskanal der Zwischenplatten-Kanalanordnung
wenigs tens zwei Ventilträgerkanäle miteinander
verbinden, die an unterschiedlichen der überdeckten Bestückungsplätze ausmünden.
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Unter
Verwendung mindestens eines solchen Verbindungskanals besteht beispielsweise
die Möglichkeit,
zwei Steuerventile so miteinander zu verschalten, dass ein angeschlossener
individueller Arbeitskanal der Ventilträger-Kanalanordnung nur dann
mit Druckmedium versorgt wird, wenn gleichzeitig beide Steuerventile
betätigt
sind. Dadurch lässt sich
eine für
die Ansteuerung von Pressen geeignete Sicherheitsschaltung sehr
einfach und mit kompakter Bauweise realisieren.
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Es
besteht ferner die Möglichkeit,
einen Verbindungskanal mit einem derartigen Verlauf zu versehen,
dass er gleichzeitig mit an mehreren Bestückungsplätzen ausmündenden Arbeitskanälen der Ventilträger-Kanalanordnung
kommuniziert. Dies ermöglicht
eine gleichzeitige Fluidversorgung mehrerer Verbraucher oder, wenn
die Arbeitskanäle
zusammengeschlossen werden, die Versorgung eines Verbrauchers mit
einem erhöhten
Durchfluss.
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Insbesondere
besteht auch die Möglichkeit, die
Zwischenplatte mit mindestens einer Vakuumerzeugereinrichtung auszustatten.
Bei entsprechender Ausgestaltung der Zwischenplatten-Kanalanordnung kann
ein von einer einzigen Vakuumerzeugerein richtung hervorgerufener
Unterdruck gleichzeitig an mehreren Arbeitskanälen anliegen und abgegriffen werden.
Ebenso können
mittels eines einzigen Steuerventils gleichzeitig mehrere Vakuumerzeugereinrichtungen
angesteuert werden. Die Vakuumerzeugereinrichtungen beinhalten insbesondere
eine nach dem Ejektorprinzip arbeitende Saugdüse.
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Nachfolgend
wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. In
dieser zeigen:
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1 in
perspektivischer Darstellung eine bevorzugte erste Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Ventileinrichtung,
im mit lediglich einer Sonder-Steuereinheit
bestückten
Zustand, wobei die übrigen
Bestückungsplätze unbestückt gezeigt
sind,
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2 die
Ventileinrichtung aus 1 in einer Stirnansicht mit
Blickrichtung gemäß Pfeil
II, wobei strichpunktiert weitere optional installierbare Steuereinheiten
gezeigt sind,
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3 eine
perspektivische Darstellung einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Ventileinrichtung in einer mit 1 vergleichbaren
Darstellungsweise, wobei allerdings ein anderer Typ von Sonder-Steuereinheit vorhanden
ist, und
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4 eine
Stirnansicht der Ventileinrichtung aus 3 mit Blickrichtung
gemäß Pfeil
IV.
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Die
in Ihrer Gesamtheit mit Bezugsziffer 1 bezeichnete Ventileinrichtung
ist als Ventilbatterie konzipiert und enthält einen Ventilträger 2,
der gleichzeitig mit einer Mehrzahl von Steuereinheiten 3 bestückbar ist,
die jeweils mindestens ein, bevorzugt elektrisch betätigbares,
Steuerventil 4 beinhalten.
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Die
Steuerventile 4 beinhalten einen mit einem nicht weiter
dargestellten beweglichen Ventilglied ausgestatteten Hauptventilteil 5 und
mindestens einen diesem zugeordneten Antriebsteil 6. Der Antriebsteil 6 kann
elektrisch aktiviert werden und ruft den jeweils gewünschten
Schaltzustand des Hauptventilteils 5 hervor. Bei dem Antriebsteil 6 handelt
es sich in Verbindung mit einem direkt gesteuerten Steuerventil 4 insbesondere
um einen Elektromagnet und im Falle eines vorgesteuerten Steuerventils 4 um
ein elektrisch betätigbares
Vorsteuerventil, insbesondere ein Magnetventil. Der Antriebsteil 6 kann
mehrere Elektromagnete und/oder Vorsteuerventile beinhalten.
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In 2 und 4 ist
zu den Steuerventilen 4 jeweils noch das zutreffende Schaltsymbol
abgebildet. Daraus wird deutlich, dass es sich bei den Steuerventilen 4 beispielsweise
um 3/2-Wegeventile wie in 4 oder auch
um 5/2-Wegeventile wie im Falle der 2 handeln
kann.
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Die
Außenfläche des
Ventilträgers 2 bildet eine
bevorzugt ebene Bestückungsfläche 7,
an die die Steuereinheiten 3, bevorzugt lösbar, anbaubar sind.
Die Bestückungsfläche 7 ist
hierbei in mehrere in einer durch einen Doppelpfeil angedeuteten
Reihenrichtung 8 aufeinanderfolgende Bestückungsplätze 12 eingeteilt,
die zur Bestückung
mit den Steuereinheiten 3 nutzbar sind. Die Reihenrichtung 8 fällt insbesondere
mit der Längsachse
des Ventilträgers 2 zusammen.
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Die
Steuereinheiten 3 haben zweckmäßigerweise eine längliche
Gestalt. Ihre Langsachse 13 verläuft rechtwinkelig zu der Reihenrichtung 8.
Gleiches gilt auch für
die jeweils länglichen
Bestückungsplätze 12.
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Der
Ventilträger 2 ist
von einer in ihrer Gesamtheit mit Bezugsziffer 14 bezeichneten,
sich aus einer Mehrzahl von Ventilträgerkanälen 15 zusammensetzenden
Ventilträger-Kanalanordnung 14 durchsetzt.
Unter den Ventilträgerkanälen 15 befindet
sich zweckmäßigerweise
mindestens ein mit einer externen Druckquelle P verbindbarer Speisekanal 15a und
mindestens ein mit einer Drucksenke R, S – insbesondere die Atmosphäre – verbindbarer
Abführkanal 15b, 15c.
Exemplarisch sind zwei zueinander parallele Abführkanäle 15b, 15c vorhanden,
um vor allem bei Steuerventilen 4 mit Vierwege- oder Fünfwegefunktionalität eine optimale
Fluidabfuhr zu ermöglichen.
Der Speisekanal 15a und die Abführkanäle 15b, 15c erstrecken
sich im Innern des Ventilträgers 2 in
der Reihenrichtung 8, wobei jeder von ihnen zu jedem Bestückungsplatz 12 ausmündet. Die
entsprechenden Kanalmündungen
sind durch Bezugsziffern 15a', 15b', 15c' gekennzeichnet.
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Unter
den Ventilträgerkanälen 15 befinden sich
außerdem
Arbeitskanäle 15d, 15e.
Während
die Speisekanäle 15a, 15b, 15c sämtlichen
Bestückungsplätzen 12 gemeinsam
zugeordnet sind, man also von einem gemeinsamen Speisekanal 15a und von
gemeinsamen Abführkanälen 15b, 15c sprechen kann,
sind die Arbeitskanäle 15d, 15e als
individuelle Kanäle
ausgebildet, wobei zu jedem Bestückungsplatz 12 ein
individueller erster Arbeitskanal 15d und insbesondere
auch ein individueller zweiter Arbeitskanal 15e ausmündet. Die
zugehörigen
Kanalmündungen
sind durch Bezugsziffern 15d', 15e' ken ntlich
gemacht. Diese individuellen Arbeitskanäle 15d, 15e sind
innerhalb des Ventilträgers 2 nicht
miteinander verbunden.
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An
ihren den Bestückungsplätzen 12 entgegengesetzten
Enden münden
die Arbeitskanäle 15d, 15e über je eine
das Anschließen
eines Verbrauchers ermöglichende
Verbraucher- Anschlussöffnung 16 zu einer
bezüglich
der Bestückungsfläche 7 gesonderten
Außenfläche des
Ventilträgers 2 aus,
die im Folgenden als Verbraucher-Anschlussfläche 17 bezeichnet
sei. Den Verbraucher-Anschlussöffnungen 16 sind
nicht weiter gezeigte Anschlussmittel zugeordnet, an denen jeweils
eine zu dem Verbraucher führende
Fluidleitung, insbesondere lösbar,
angeschlossen werden kann. Bei den Anschlussmitteln handelt es sich
beispielsweise um Gewinde oder Steckverbinder.
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Bevorzugt
ist die Verbraucher-Anschlussfläche 17 rechtwinkelig
zu der Bestückungsfläche 7 orientiert.
Die Verbraucher-Anschlussöffnungen 16 der zum
jeweils gleichen Bestückungsplatz 12 führenden Arbeitskanäle 15d, 15e sind
vorzugsweise in der durch einen Doppelpfeil angedeuteten Höhenrichtung 18 der
Ventileinrichtung 1 übereinander
angeordnet, wobei die Höhenrichtung 18 rechtwinkelig
zu der Bestückungsfläche 7 orientiert
ist.
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Die
Kanalmündungen 15a'-15e' bilden an sämtlichen
Bestückungsplätzen 12 übereinstimmende
Mündungsmuster.
Die Mündungsmuster
können insbesondere
den Normen ISO 5599-2 oder ISO 15407 entsprechen.
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Anstelle
zweier individueller Arbeitskanäle 15d, 15e kann
den einzelnen Bestückungsplätzen 12 bei
Bedarf auch nur ein individueller Arbeitskanal zugeordnet sein.
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Zur
Vereinfachung sind die diversen Kanäle in 2 und 4 teilweise
nur durch einfache Linien schematisch angedeutet.
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Während der
Ventilträger 2 prinzipiell
einteilig ausgeführt
sein kann, setzt er sich bei den Ausführungsbeispielen jeweils aus
mehreren in der Reihenrichtung 8 unter Abdichtung aneinandergesetzten Ventilträgersegmenten 22 zusammen.
Sie können, entsprechend
der gewünschten
Baulänge
des Ventilträgers 2,
in variabler Anzahl miteinander kombiniert werden.
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Bei
den Ausführungsbeispielen
definiert jedes Ventilträgersegment 22 zwei
in der Reihenrichtung 8 direkt nebeneinander angeordnete
Bestückungsplätze 12.
Sie gehen insbesondere ansatzlos ineinander über.
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Der Übersichtlichkeit
wegen sind in der Zeichnung die Übergangsbereiche
zwischen benachbarten Bestückungsplätzen 12 durch
strichpunktierte Linien 23 kenntlich gemacht.
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Jeder
Bestückungsplatz 12 eignet
sich grundsätzlich
zur Einzelbestückung
mittels einer ausschließlich
ihm spezifisch zugeordneten Steuereinheit 3, die der besseren
Unterscheidung wegen im Folgenden als Standard-Steuereinheit 3a bezeichnet sei.
Die in der Reihenrichtung 8 gemessene Breite jeder Standard-Steuereinheit 3a übersteigt
nicht die entsprechend gemessene Breite des zugeordneten Bestückungsplatzes 12,
wobei insbesondere im Wesentlichen die gleiche Breite vorliegt.
Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
können
somit auf jedem Ventilträgersegment 22 prinzipiell
zwei Standard-Steuereinheiten 3a gleichzeitig platziert
werden.
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Die
Standard-Steuereinheiten 3a verfügen über nicht weiter dargestellte
interne Kanäle,
die zur der dem Bestückungsplatz 12 zugewandten
Grundfläche
so ausmünden,
dass im montierten Zustand eine zuordnungsrichtige Verbindung zu
den am betreffenden Bestückungsplatz 12 ausmündenden
Ventilträgerkanälen 15 stattfindet.
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Die
Standard-Steuereinheit 3a kann im einfachsten Fall aus
allein einem Steuerventil 4 bestehen. In 2 gilt
dies für
die ganz rechts abgebildete Standard-Steuereinheit 3a.
Bei einer anderen Variante der Standard-Steuereinheit 3a – in 2 als
zweite von rechts gezeigt – sitzt
das Steuerventil 4 auf einer zu der Standard-Steuereinheit 3a gehörenden Zwischenplatte 23 und
ist über
diese am Bestückungsplatz 2 montiert.
In der Zwischenplatte 23 verlaufen zwischen dem Steuerventil 4 und
der diesem entgegengesetzten Grundfläche nicht weiter gezeigte Fluidkanäle, die
mit den Kanalmündungen 15a'-15e' des zugeordneten
Bestückungsplatzes 12 kommunizieren.
Beim Durchgang durch die Zwischenplatte 23 kann das Fluid
eine beliebige Behandlung erfahren, beispielsweise eine Druckregelung
oder eine Drosselung, zu welchem Zweck die Zwischenplatte 23 mit
nicht weiter abgebildeten Fluidbeeinflussungsmitteln geeigneter
Art ausgestattet sein kann.
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Mindestens
eine Steuereinheit 3 der Ventileinrichtung 1 – im Folgenden
als Sonder-Steuereinheit 3b bezeichnet – weicht breitenmäßig vom
Rastermaß der
Bestückungsplätze 12 und
mithin auch demjenigen der Standard-Steuereinheiten 3a ab,
indem seine Breite insbesondere einem ganzzahligen Vielfachen der
in der Reihenrichtung 8 gemessenen Breite eines Bestückungsplatzes 12 entspricht.
Besonders vorteilhaft wird hierbei die bei den Ausführungsbeispielen
realisierte doppelte Breite eines Bestückungsplatzes 12 angesehen.
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Anhand
einerseits 1 und 2 sowie andererseits 3 und 4 werden
im Folgenden zwei unterschiedliche Typen von Sonder-Steuereinheiten 3b erläutert, wobei
die Ausführungen,
sofern im Einzelnen nichts anderes ausgeführt wird, stets gleichzeitig
für beide
Ausführungsformen
gelten.
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An
dieser Stelle sei erwähnt,
dass ohne Weiteres gleichzeitig unterschiedliche Typen von Sonder-Steuereinheiten 3b an
ein und derselben Bestückungsfläche 7 der
Ventileinrichtung 1 montiert sein können. Es ist ferner möglich, die
gesamte Bestückungsfläche 7 ausschließlich mit
Sonder-Steuereinheiten 3b zu bestücken oder aber mit einer Mischung aus
einer beliebigen Anzahl von Sonder-Steuereinheiten 3b und
Standard-Steuereinheiten 3a.
Dies ermöglicht
eine variable Ausstattung der Ventileinrichtung 1 unter
Berücksichtigung
der jeweiligen Einsatzbedingungen.
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Die
Sonder-Steuereinheit 3b enthält eine mindestens ein Steuerventil 4 tragende
Zwischenplatte 24. Soweit im Folgenden allgemein von einer Zwischenplatte
die Rede ist, ist diejenige einer Sonder-Steuereinheit 3b gemeint.
Sofern eine Bezugnahme auf die Zwischenplatte 23 einer
Standard-Steuereinheit 3a beabsichtigt ist, wird dies explizit
erwähnt.
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Die
Zwischenplatte 24 ist mit ihrer Unterseite 25 voraus
an die Bestückungsfläche 7 angesetzt,
wobei sie aufgrund ihrer entsprechend großen Breite zwei unmittelbar
nebeneinanderliegende Bestückungsplätze 12 der
Bestückungsfläche 7 überdeckt. Ihre
in der Reihenrichtung 8 gemessene Breite entspricht der
doppelten Breite eines Bestückungsplatzes 12,
wobei anzumerken ist, dass beim Ausführungsbeispiel sämtliche
Bestückungs plätte 12 über die
gleichen Abmessungen verfügen.
Vorzugsweise besitzt jeder Bestückungsplatz überdies
einen rechteckigen Umriss.
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Die
Zwischenplatte 24 kann bei entsprechend größerer Breite
auch mehr als zwei Bestückungsplätze 12 abdecken.
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Mindestens
ein Steuerventil 4 könnte
prinzipiell stirnseitig an der bevorzugt quaderförmigen Zwischenplatte 24 angebracht
sein. Vorgezogen wird allerdings die gezeigte Bauform mit an der
dem Ventilträger 2 entgegengesetzten
Oberseite 26 der Zwischenplatte 24 installiertem
mindestens einem Steuerventil 4. Man kann hierbei von einer
Höhenverkettung
sprechen.
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Bei
dem Ausführungsbeispiel
der 1 und 2 ist die Zwischenplatte 24 mit
zwei Steuerventilen 4 bestückt. Diese sitzen, in der Reihenrichtung 8 nebeneinander,
an zwei entsprechend nebeneinander angeordneten Ventilmontageplätzen 27 der
Zwischenplatte 24.
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Bei
dem Ausführungsbeispiel
der 3 und 4 ist die Sonder-Steuereinheit 3b an
der Oberseite 26 ihrer Zwischenplatte 24 mit nur
einem Ventilmontageplatz 27 ausgestattet, der mit dem einzigen Steuerventil 4 dieser
Sonder-Steuereinheit 3b bestückt ist.
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Die
Zwischenplatte 24 jeder Sonder-Steuereinheit 3b ist
von einer allgemein mit Bezugsziffer 28 bezeichneten Zwischenplatten-Kanalanordnung durchsetzt,
die sich aus einer Vielzahl von in geeigneter Weise verlaufenden
Zwischenplattenkanälen 32 zusammensetzt.
Mit einigen der Zwischenplattenkanäle 32 mündet die
Zwischenplatten-Kanalanordnung 28 derart verteilt an der
Unterseite 25 der Zwischenplatte 24 aus, dass
verschiedene Kanalverbindungen mit den an den überdeckten Bestückungsplätzen 12 ausmündenden
Ventilträgerkanälen 12 entstehen.
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Auf
diese Weise kann im Bereich jedes von der Zwischenplatte 24 überdeckten
Bestückungsplatzes 12 eine
Fluidverbindung zwischen Ventilträgerkanälen 15 und Zwischenplattenkanälen 32 stattfinden.
Die Kanalverknüpfung
ist also nicht auf die Breite eines einzigen Bestückungsplatzes 12 begrenzt, sondern
kann sich über
eine größere Breite
erstrecken.
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Zumindest
einige der Zwischenplattenkanäle 32 münden (auch)
zu dem mindestens einen Ventilmontageplatz 27 aus und stehen
mit Ventilkanälen 33 des
dort jeweils montierten Steuerventils 4 in Fluidverbindung.
Die Ventilkanäle 33 münden so
an der der Zwischenplatte 24 zugewandten Unterseite des betreffenden
Steuerventils 4 aus, dass ein fluchtender Übergang
zu den am Ventilmontageplatz 27 vorhandenen Kanalmündungen
der Zwischenplattenkanäle 32 erfolgt.
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Entsprechend
der gewählten
Ausgestaltung der Zwischenplatten-Kanalanordnung 28 und der Anzahl
der vorhandenen Steuerventile 4 kann innerhalb einer Sonder-Steuereinheit 3b eine
für einen
speziellen Anwendungsfall konzipierte fluidische Schaltung realisiert
werden. Da in diese Schaltung zu mehreren Bestückungsplätzen 12 ausmündende Ventilträgerkanäle 15 einbezogen
werden können,
lassen sich auf engstem Raum auch sehr komplexe und anspruchsvolle
Schaltungen realisieren, ganz ohne zusätzliche externe Leitungsverbindungen.
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Beispielsweise
zeichnet sich die Sonder-Steuereinheit 3b des Ausführungsbeispiels
der 3 und 4 dadurch aus, dass die Zwischenplatten-Kanalanordnung 28 zwei
Zwischenplattenkanäle 32 enthält, die
jeweils als Verbindungskanal 32a, 32b ausgebildet
sind, der derart an unterschiedlichen Stellen an der Unterseite 25 ausmündet, dass
er zwei an unterschiedlichen der überdeckten Bestückungsplätze 12 ausmündende Ventilträgerkanäle 15 miteinander
verbindet.
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Ein
erster (32a) dieser beiden Verbindungskanäle kommuniziert
insbesondere mit zwei zu unterschiedlichen Bestückungsplätzen 12 ausmündenden ersten
Arbeitskanälen 15d und
ist im Übrigen über einen
weiteren Zwischenplattenkanal 32c derart an das einzige
Steuerventil 4 angeschlossen, dass er durch dieses, bei
entsprechender Schaltstellung, mit Druckmedium aus dem gemeinsamen
Speisekanal 15a versorgt werden kann. Auf diese Weise besteht die
Möglichkeit,
einen gleichzeitig an die Verbraucher-Anschlussöffnungen 16 beider
erster Arbeitskanäle 15d angeschlossenen
Verbraucher mit höherem Durchfluss
zu versorgen oder aber unterschiedliche Verbraucher verzögerungsfrei
gleichzeitig mit Druckmedium zu beaufschlagen.
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Speziell
wenn ein relativ hoher Fluiddurchsatz gewünscht ist, kann ein zweiter
Verbindungskanal 32b so an der Unterseite 25 ausmünden, dass
er an unterschiedlichen Bestückungsplätzen 12 beide Male
mit dem Speisekanal 15a kommuniziert. Ein weiterer Zwischenplattenkanal 32d schließt den zweiten
Verbindungskanal 32b an das Steuerventil 4 an.
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In
der nicht dargestellten Offenstellung des Steuerventils 4 wird
Druckmedium aus dem Speisekanal 15a über den zweiten Verbindungskanal 32b und
den darauf folgenden weiteren Zwischenplattenkanal 32d in
den weiteren Zwischenplattenkanal 32c eingespeist, von
wo aus es über
den ersten Verbindungskanal 32a in die beiden ersten Arbeitskanäle 15d überströmt.
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Ein
als Rückführkanal 32e ausgebildeter Zwischenplattenkanal 32 verläuft zwischen
dem Ventilmontageplatz 27 und der Unterseite 25 und
verbindet das Steuerventil 4 mit einem Abführkanal 15b. Auf
diese Weise kann die Fluidrückführung vom
jeweils angeschlossenen Verbraucher stattfinden, wenn das Steuerventil 4 die
abgebildete Schließstellung
einnimmt.
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Je
nach Anwendung, könnte
auf den ersten oder zweiten Verbindungskanal 32a, 32b auch
verzichtet werden.
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Ist
die Zwischenplatte 24 mit mindestens einer Vakuumerzeugereinrichtung 34 ausgestattet,
die über
das Steuerventil 4 mit Druckluft gespeist wird, kann an
den entsprechend angeschlossenen ersten und/oder zweiten Arbeitskanälen 15b, 15e ein
Unterdruck abgegriffen werden. Durch einen modifizierten Verlauf
des ersten Verbindungskanals 32a können gleichzeitig zwei Arbeitskanäle 15d an
ein und dieselbe Vakuumerzeugereinrichtung 34 angeschlossen sein.
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Die
Vakuumerzeugereinrichtung 34 arbeitet insbesondere nach
dem Ejektorprinzip und enthält eine
Saugdüse,
die einen Unterdruck hervorruft, wenn sie von Druckluft durchströmt wird.
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Jedenfalls
kann auf diese Weise mittels nur eines einzigen Steuerventils 4 der
Sonder-Steuereinheit 3b die Unterdruck versorgung von Arbeitskanälen gesteuert
werden, die von unterschiedlichen Bestückungsplätzen 12 ausgehen.
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Eine
besonders gute Performance lässt
sich erzielen, wenn gleichzeitig zwei Vakuumerzeugereinrichtungen 34 über ein
einziges Steuerventil 4 betrieben werden, wobei gleichzeitig über zwei
Bestückungsplätze 12 hinweg
eine Vakuumabgabe möglich
ist.
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Bei
dem Ausführungsbeispiel
der 1 und 2 verlaufen innerhalb der Zwischenplatte 24 zwei
Verbindungskanäle 32a', 32b', die jeweils
einenends zu dem einen und andernends zu dem anderen Ventilmontageplatz 27 ausmünden und
dadurch jeweils beide Steuerventile 4 miteinander verbinden. Ein
Rückführkanal 32e' der Zwischenplatten-Kanalanordnung 28 verbindet
eines der Steuerventile 4 mit einem gemeinsamen Abführkanal 15b des
Ventilträgers 2. Über einen
weiteren Rückführkanal 32e'' sind gleichzeitig zwei Anschlüsse des
anderen Steuerventils 4 mit ebenfalls einem gemeinsamen
Abführkanal 15c verbunden.
Ein Beaufschlagungskanal 32f verbindet das eine Steuerventil 4 mit
dem gemeinsamen Speisekanal 15a. Schließlich sind zwei zu unterschiedlichen
Bestückungsplätzen 12 gehörende Arbeitskanäle 15d des
Ventilträgers 2 unabhängig voneinander über je einen
die Zwischenplatte 24 durchsetzenden Durchgangskanal 32g' an je eines
der beiden Steuerventile 4 angeschlossen.
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Auf
diese Weise lässt
sich eine insbesondere bei Pressen genutzte Sicherheitsschaltung
realisieren, die dem einen Arbeitskanal 15d nur dann Druckmedium
zuführt,
wenn beide Steuerventile 4 aktiviert sind. Somit können unkontrollierte
Arbeitshübe
einer Presse oder einer sonstigen Maschine verhindert werden.
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Zwar
lassen sich gerade die beschriebenen Schaltungen in Verbindung mit
den Sonder-Steuereinheiten 3b besonders vorteilhaft verwenden. Gleichwohl
ist die Erläuterung
dieser Schaltungen exemplarisch zu verstehen und es können ohne
weiteres auch andere Arten von Schaltungen realisiert werden.
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Da
die Steuerventile 4 bevorzugt vom elektrisch betätigbaren
Typ sind, empfiehlt sich die Übermittlung
der für
sie vorgesehenen elektrischen Steuersignale mittels einer im Innern
des Ventilträgers 2 verlaufenden
elektrischen Signalübertragungseinrichtung 35.
Selbige ist in der Zeichnung nur schematisch angedeutet und erstreckt
sich insbesondere in einem den Ventilträger 2 in der Reihenrichtung 8 durchsetzenden
Signalübermittlungskanal 36.
An jedem Bestückungsplatz 12 ist
eine mit der Signalübertragungseinrichtung 35 verbundene
elektri sche Schnittstelle vorgesehen, die über die angebaute Zwischenplatte 23, 34 durchsetzende
elektrische Leiter mit dem von der Zwischenplatte 23, 24 getragenen
Antriebsteil 6 des mindestens einen Steuerventils 4 verbunden
ist. Bei einer Standard-Steuereinheit 3a ohne Zwischenplatte 23 können die
Antriebsteile 6 direkt mit der elektrischen Schnittstelle
verbunden werden. Bei 37 sind im Bereich der Bestückungsplätze 12 vorgesehene
Durchbrechungen des Ventilträgers 2 ersichtlich,
durch die hindurch die elektrische Verbindung zwischen der Signalübertragungseinrichtung 35 und
der jeweils zugeordneten Steuereinheit 3 stattfinden kann.
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Die
elektrischen Steuersignale könnten
abweichend vom Ausführungsbeispiel
auch ohne Verwendung des Ventilträgers 2 zugeführt werden,
z.B. über
einzelne Kabel.
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Die
beispielhafte Ventileinrichtung ermöglicht einen modularen Ausbau.
Die elektrischen Anschlüsse
wie auch die fluidischen Anschlüsse
können über den
Ventilträger 2 vorgenommen
werden. Innerhalb einer Sonder-Steuereinheit 3b werden quasi
wenigstens zwei ansonsten zur Einzelbestückung mit Standard-Steuereinheiten 3a nutzbare
Bestückungsplätze 12 nach
Art einer Höhenverkettung zusammengefasst,
ohne dass auf externe Schlauchverbindungen zurückgegriffen werden müsste. Abgesehen
von der Sonder-Steuereinheit 3b kann die Ventileinrichtung konventionell
ausgestattet sein, es bedarf insbesondere keiner Modifikationen
an den eventuell verwendeten Standard-Steuereinheiten 3a.
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Ohne
weiteres kann man wenigstens zwei Verbraucher-Anschlussöffnungen 16 zusammenschalten,
um einen erhöhten
Durchfluss zu erzielen. Zu erwähnen
ist schließlich
auch noch, dass insbesondere bei einer Ausstattung mit nur einem
Steuerventil 4 neben diesem Steuerventil 4 platzsparend eine
Sensoreinrichtung untergebracht werden kann, die den Betrieb des
Steuerventils 4 überwacht und/oder
die – wenn
sie mit einem Drucksensor oder Druckschalter ausgestattet ist – eine Drucküberwachung
vornehmen kann.
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Die
Zwischenplatten-Kanalanordnung 28 hat nicht notwendigerweise
mit sämtlichen
an den von der Zwischenplatte 24 der Sonder-Steuereinheit 3b überdeckten
Bestückungsplätzen 12 ausmündenden Ventilträgerkanälen 15 zu
kommunizieren. Die Mündungen
nicht benötigter
Ventilträgerkanäle 15 können durch
die Zwischenplatte 24 einfach dicht abgedeckt werden, wie
dies in 4 bei 38 angedeutet ist.
Für die
Abdichtung kann insbesondere eine zwischen der Zwischenplatte 24 und
der Bestückungsfläche 7 anzuordnende
nicht weiter dargestellte Dichtung sorgen, die auch für einen
leckagefreien Fluidübertritt
zwischen den miteinander kommunizierenden Ventil trägerkanälen 15 und
Zwischenplattenkanälen 32 verantwortlich
ist. Diese Dichtung, insbesondere plattenförmig ausgebildet und/oder an
die Unterseite 25 angeformt, ist in der Zeichnung nicht
abgebildet.