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- Priorität
Republik Korea 30.06.2006 10-2006-061432
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Diese
Anmeldung nimmt die Priorität
der koreanischen Patentanmeldung Nr. 10-2006-61432, eingereicht
am 30. Juni 2006, in Anspruch, die hiermit durch Bezugnahme so einbezogen
wird, als wenn sie vollständig
hierin dargelegt wäre.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung, die eine
Flüssigkristallanzeige
(LCD)-Vorrichtung enthält,
und insbesondere ein Dünnfilmtransistormatrixsubstrat
und ein Verfahren zu dessen Herstellung.
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Diskussion des Standes der
Technik
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In
letzter Zeit haben LCD-Vorrichtungen große Aufmerksamkeit als Flachbildschirm-Anzeigevorrichtungen
erlangt. Die LCD-Vorrichtungen wurden aufgrund ihres hohen Kontrastverhältnisses,
ihrer Eignung zum Anzeigen von Grautönen oder bewegten Bildern,
und ihres niedrigen Stromverbrauchs rege untersucht.
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Insbesondere
können
LCD-Vorrichtungen, da sie mit einer geringen Dicke hergestellt werden
können, als
ultradünne
Anzeigevorrichtung, wie zum Beispiel wandmontierbare Fernseher,
verwendet werden. Auch werden sie, da LCD-Vorrichtungen leichtgewichtig
sind und einen niedrigeren Stromverbrauch als Bildröhren (CRTs)
aufweisen, als Displays für
Notebook-Computer, die mit Batterien arbeiten, für tragbare Personal-Datenstationen, Fernseher
und Monitore für
Raumfahrzeuge verwendet. Auf diese Art und Weise haben LCD-Vorrichtungen
viel Beachtung als Anzeigevorrichtungen für die nächste Generation erfahren.
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Im
Allgemeinen enthält
eine LCD-Vorrichtung ein TFT-Matrixsubstrat, versehen mit einem
TFT, einer Pixelelektrode und einem durch Gate- und Datenleitungen
definierten Speicherkondensator in jedem Pixelbereich, einem mit
einer Farbfilterschicht und einer gemeinsamen Elektrode versehenen
Farbfilter-Matrixsubstrat, und eine zwischen den beiden Substraten
angeordnete Flüssigkristallschicht.
Die LCD-Vorrichtung stellt durch Anlegen einer Spannung an die Elektroden,
um die Flüssigkristallmoleküle der Flüssigkristallschicht
neu anzuordnen, und durch Steuerung der Lichttransmission ein Bild
dar.
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In
einer solchen LCD-Vorrichtung wird der TFT als Schaltvorrichtung
zur Darstellung von Bildern verwendet.
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Der
TFT wird an einem Kreuzungsbereich zwischen den Gate- und den Datenleitungen
in einem Pixeleinheitsbereich ausgebildet und dient dazu, den Strom
in Bezug auf den Pixeleinheitsbereich zu schalten. Während des
Ein-Zustands des TFT fließt
der Strom, um einen mit einem speziellen Pixeleinheitsbereich verbundenen
Kondensator mit einer gewünschten
Spannung aufzuladen. Während
des Aus-Zustandes wird der Ladungszustand bis zur nächsten Periode,
in der die Einheiten-Pixelelektrode angesprochen wird, beibehalten.
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Der
Spannungspegel bestimmt einen Grauton, der eine durch eine der Einheiten-Pixelelektrode
entsprechende Flüssigkristallschicht
transportierte Menge an Licht repräsentiert.
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Der
vorgenannte TFT weist zwei Arten von Strukturen auf, d.h., einen
coplanaren TFT-Typ, bei dem Source- und Gate-Elektroden auf einer
Ebene angeordnet sind, und einen versetzten TFT, bei dem Source- und
Gate-Elektroden auf unterschiedlichen Ebenen angeordnet sind. Im
Allgemeinen verwendet ein TFT aus polykristallinem Silizium den
coplanaren TFT-Typ, während
ein TFT aus amorphem Silizium den versetzten TFT-Typ verwendet.
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Der
versetzte TFT-Typ ist in einen invertierten versetzten TFT-Typ und
einen normal versetzten TFT-Typ aufgeteilt, wobei der invertierte
versetzte TFT-Typ eine unterhalb der Source- und Drain-Elektroden angeordnete
Gate-Elektrode enthält,
und der normal versetzte TFT-Typ eine oberhalb der Source- und Drain-Elektroden
angeordnete Gate-Elektrode
enthält.
Der invertierte versetzte TFT-Typ wird als bottom-gate TFT-Typ und
der normal versetzte TFT wird als top-Gate TFT-Typ bezeichnet.
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Im
Allgemeinen ist die LCD-Vorrichtung mit einem TFT vom Bottom-Gate-Typ versehen. Wie
durch 1 gezeigt, enthält der TFT vom Bottom-Gate-Typ
eine Gate-Elektrode 12a,
eine auf der gesamten Oberfläche
einschließlich
der Gate-Elektrode angeordnete Gate-Isolationsschicht 13,
eine auf der Gate-Isolationsschicht auf der Gate-Elektrode ausgebildete Halbleiter (a-Si)schicht 14,
eine in anderen Bereichen mit Ausnahme des Kanalbereichs der Halbleiterschicht
angeordnete ohmsche Kontaktschicht (n+a-Si) 14a, und auf
der ohmschen Kontaktschicht angeordnete Source- und Drain-Elektroden 15 und 15b.
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Die
Gate-Isolationsschicht 13 wird so gebildet, dass ein anorganisches
Material wie zum Beispiel Siliziumnitrid (SiNx) oder Siliziumoxid
(SiOx) mit einer Dielektrizitätskonstante
von ungefähr
7,5 durch einen plasmagestützten
Gasphasenabscheidungs-Prozess (PECVD) abgeschieden wird.
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Wenn
die Gate-Isolationsschicht durch Abscheiden eines solchen anorganischen
Materials gebildet wird, können
jedoch die folgenden Probleme auftreten.
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Mit
anderen Worten ist es, wenn die Gate-Isolationsschicht aus einem
solchen anorganischen Materials gebildet wird, schwierig für die Gate-Isolationsschicht,
nach einem einzigen Abscheidevorgang eine gleichmäßige Dicke
aufzuweisen. Dementsprechend sollte der Abscheidungsvorgang zweimal
ausgeführt
werden. Dies verkompliziert den Herstellungsprozess und erhöht die Produktionskosten.
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Um
das oben genannte Problem zu lösen,
wurde ein Verfahren zur Bildung einer Gate-Isolationsschicht aus
einem organischen Material mit einer Dielektrizitätskonstante
von 3 bis 4 vorgeschlagen. Durch dieses Verfahren kann die Gate-Isolationsschicht
durch einen einfachen Prozess mit kostengünstigen Anlagen hergestellt
werden.
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Anders
als die anorganische Gate-Isolationsschicht werden, weil die organische
Gate-Isolationsschicht durch ein Beschichtungsverfahren wie zum
Beispiel Schleuderbeschichtung oder Schlitzdüsenbeschichtung und nicht durch
das PECVD-Verfahren
gebildet wird, die Prozessschritte vereinfacht und die Prozesskosten
verringert. Außerdem
werden die Stufen der Gate-Leitung und der Gate-Elektrode durch
die gleichmäßige Dichte
einer solchen organischen Gate-Isolationsschicht eingeebnet.
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Weil
die organische Gate-Isolationsschicht eine kleinere Dielektrizitätskonstante
als die der anorganischen Gate-Isolationsschicht aufweist, wenn
die organischen und die anorganischen Gate-Isolationsschichten die
gleiche Dicke haben, wird jedoch der Wert der Parasitärkapazität (Cgs),
die zwischen einer Gate-Leitungsschicht und einer Daten-Leitungschicht
ausgebildet wird, klein. Dies deshalb, weil die zwischen gegenüberliegenden
Elektroden ausgebildete Isolationsschicht einen Kapazitätswert aufweist,
der proportional zu seiner Dielektrizitätskonstante und seiner Dicke,
aber umgekehrt proportional zu den Bereichen der gegenüberliegenden
Elektroden ist.
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Wenn
der Wert der Parasitärkapazität (Cgs)
klein wird, vergrößert sich
der Spannungsabfall ΔVp,
wie durch die folgende Gleichung 1 ausgedrückt wird. Ein solch kleiner
Wert der Parasitärkapazität (Cgs)
verursacht unerwünschte
Effekte wie zum Beispiel Flimmern, Nachbilder oder ungleichmäßige Bildschirmhelligkeit.
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In
diesem Fall ist Cgs die zwischen der Gate-Elektrode und den Source-
und Drain-Elektroden gebildete Parasitärkapazität, Clc ist die in einer Flüssigkristallzelle
angesammelte Kapazität,
und Cst ist die in einem Speicherkondensator gebildete Kapazität. ΔVp ist die
Differenzspannung zwischen der an die Source-Elektrode angelegten
Datenspannung Vd und einer in der Flüssigkristallzelle geladenen
Spannung Vlc, und ΔVg
ist die Differenzspannung zwischen der Gatespannung Vgh mit H-Pegel
und der Gatespannung Vgl mit L-Pegel.
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Mit
anderen Worten, die Parasitärkapazität Cgs beeinflusst ΔVp, wie durch
Gleichung 1 ausgedrückt, stark
und hängt
eng mit den Feldeigenschaften und den Bildqualitätseigenschaften zusammen. Um ΔVp zu verringern,
sollte der Parasitärkapazitätswert Cgs
erhöht
werden. Um den Parasitärkapazitätswert Cgs
zu erhöhen,
sollte die Dielektrizitätskonstante
der Gate-Isolationsschicht erhöht
werden. Demzufolge sollte die Gate-Isolationsschicht eine hohe Dielektrizitätskonstante
aufweisen.
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Wie
oben beschrieben weist das vorgenannte Verfahren des Standes der
Technik folgende Probleme auf.
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Wenn
für die
Gate-Isolationsschicht eine anorganische Schicht aus Siliziumnitrid
oder Siliziumoxid verwendet wird, wird der Herstellungsprozess kompliziert
und die Herstellungskosten erhöhen
sich. Außerdem erhöht sich,
wenn eine organische Isolationsschicht wie zum Beispiel PVA (Polyvinylalkohol)
und PVP (Polyvinylphenol) für
die Gate-Isolationsschicht verwendet wird, der ΔVp-Wert aufgrund der niedrigen
Dielektrizitätskonstante
der organischen Isolationsschicht, und die Schichtdicke der Gate-Isolationsschicht
wird ungleichmäßig.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Demzufolge
ist die vorliegende Erfindung auf ein Dünnfilmtransistormatrixsubstrat
und ein Verfahren zu dessen Herstellung gerichtet, das im Wesentlichen
ein oder mehrere Probleme aufgrund von Beschränkungen und Nachteilen des
Standes der Technik umgeht.
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Ein
Vorteil der vorliegenden Erfindung ist es, ein Dünnfilmtransistormatrixsubstrat
und ein Verfahren zu dessen Herstellung bereitzustellen, das die
Eigenschaften von Dünnfilmtransistoren
verbessert.
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Zusätzliche
Merkmale und Vorteile der Erfindung werden in der folgenden Beschreibung
dargelegt und sind teilweise daraus ersichtlich, oder sie können durch
die Ausführung
der Erfindung erfahren werden. Diese und andere Vorteile der Erfindung
werden durch die in der schriftlichen Beschreibung und den Ansprüchen hiervon
als auch den anhängenden
Zeichnungen besonders aufgezeigten Struktur realisiert und erzielt.
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Um
diese und andere Vorteile zu erzielen, und gemäß dem Zweck der Erfindung,
wie sie hierin verkörpert
und breit beschrieben ist, enthält
das Verfahren zur Herstellung eines Dünnfilmtransistors (TFT) auf
einem Substrat das Ausbilden einer Gate-Elektrode; das Ausbilden einer Halbleiterschicht,
die von der Gate-Elektrode isoliert ist und teilweise mit der Gate-Elektrode überlappt;
das aufeinander folgende Ausbilden von ersten und zweiten Gate-Isolationsschichten
zwischen der Gate-Elektrode und der Halbleiterschicht, wobei die
erste Gate-Isolationsschicht aus einem Material gebildet wird, das
sich von dem der zweiten Isolationsschicht unterscheidet, und wobei
mindestens eine der ersten und zweiten Isolationsschichten eine
Sol-Verbindung enthält; und
das Ausbilden von Source- und Drain-Elektroden auf beiden Seiten der Halbleiterschicht.
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Die
erste Gate-Isolationsschicht vom Sol-Gel-Typ und die zweite Isolationsschicht
aus einem anorganischen isolierenden Material oder einem organischem
Polymeren werden aufeinander folgend abgeschieden, um auf diese
Weise eine doppelschichtige Gate-Isolationsschicht zu bilden.
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In
einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung enthält eine
Anzeigevorrichtung ein Anzeigefeld; einen Gate-Treiber, der Scansignale
an eine Vielzahl von Gate-Leitungen anlegt, und einen Daten-Treiber,
der Videosignale an eine Vielzahl von Daten-Leitungen in dem Anzeigefeld
anlegt, wobei die Gate- und Daten-Leitungen eine Vielzahl von Pixeln
definieren; und einen Dünnfilmtransistor
in jedem Pixel, wobei der Dünnfilmtransistor
eine Gate-Elektrode, eine Gate-Isolationsschicht, eine Halbleiterschicht,
und Source-/Drain-Elektroden enthält, und wobei die gate-Isolationsschicht
weiterhin eine erste Gate-Isolationsschicht und eine zweite Gate-Isolationsschicht
aufweist, wobei die zweite Gate-Isolationsschicht ein Material enthält, das
sich von dem der ersten Isolationsschicht unterscheidet, wobei mindestens
eine der ersten und zweiten Gate-Isolationsschichten ein organisch/anorganisches
Hybridmaterial enthält.
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In
noch einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung enthält ein Dünnfilmtransistor
(TFT) auf einem Substrat eine Gate-Elektrode; eine von der Gate-Elektrode isolierte
und teilweise mit der Gate-Elektrode überlappende Halbleiterschicht;
erste und zweite Gate-Isolationsschichten zwischen der Gate-Elektrode
und der Halbleiterschicht, wobei die erste Gate-Isolationsschicht
aus einem Material gebildet wird, das sich von dem der zweiten Gate-Isolationsschicht
unterscheidet, und wobei mindestens eine der ersten und zweiten
Isolationsschichten eine Sol-Verbindung enthält; und Source- und Drain-Elektroden
auf beiden Seiten der Halbleiterschicht.
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Es
ist klar, dass sowohl die vorgehende allgemeine Beschreibung als
auch die folgende detaillierte Beschreibung beispielhaft und erklärend und
dazu gedacht sind, eine weitere Erläuterung der beanspruchten Erfindung
bereitzustellen.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
anhängenden
Zeichnungen, die enthalten sind, um ein weiteres Verständnis der
Erfindung zu bieten, und die in diese Beschreibung aufgenommen sind
und einen Teil davon bilden, erläutern
Ausführungsformen
der Erfindung und dienen zusammen mit der Beschreibung dazu, die
Grundsätze
der Erfindung zu erklären.
In den Zeichnungen:
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ist 1 eine
Querschnittsansicht eines Dünnfilmtransistors
vom Bottom-Gate-Typ
gemäß dem Stand der
Technik;
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ist 2 eine
Schnittansicht, die einen TFT vom Bottom-Gate-Typ gemäß der vorliegenden
Erfindung darstellt;
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ist 3 ein
Graph, der die Eigenschaft eines TFT mit einer aus SiNx gebildeten
Gate-Isolationsschicht darstellt;
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ist 4 ein
Graph, der die Eigenschaft eines TFT mit einer doppelschichtigen,
eine Sol-Gel-Verbindung enthaltende Gate-Isolationsschicht darstellt;
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ist 5 ein
Graph, der die Eigenschaften von TFTs miteinander vergleicht, wobei
der entsprechende TFT irgendeine aus einer SiNx-Schicht oder einer
doppelschichtigen Gate-Isolationsschicht als Gate-Isolationsschicht
enthält;
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ist 6 eine
Querschnittsansicht eines organischen Dünnfilmtransistors vom Bottom-Gate-Typ
gemäß der vorliegenden
Erfindung; und
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ist 7 eine
Querschnittsansicht eines TFT-Matrixsubstrats gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER GEZEIGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Es
wird nunmehr detailliert Bezug genommen auf Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung, von denen Beispiele in den beigefügten Zeichnungen gezeigt sind.
Wo immer möglich
werden überall
in den Zeichnungen die selben Bezugszeichen benutzt, um die selben
oder ähnliche
Teile zu bezeichnen.
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Im
folgenden werden ein Verfahren zur Herstellung eines Dünnfilmtransistors
und ein Verfahren zur Herstellung eines TFT-Matrixsubstrats gemäß der vorliegenden
Erfindung unter Bezugnahme auf die anhängenden Zeichnungen erläutert.
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2 ist
eine Querschnittsansicht eines Dünnfilmtransistors
vom Bottom-Gate-Typ
gemäß der vorliegenden
Erfindung. 6 ist eine Querschnittsansicht
eines organischen Dünnfilmtransistors
vom Bottom-Gate-Typ gemäß der vorliegenden
Erfindung. 7 ist eine Querschnittsansicht
eines TFT-Matrixsubstrats gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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Verfahren zur Herstellung
des Dünnfilmtransistors
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Unter
Bezugnahme auf 2 wird ein Metall mit niedrigem
Widerstand, zum Beispiel Kupfer Cu, Aluminium Al, Aluminiumneodym
AlNd, Molybdän
Mo, Chrom Cr, Titan Ti, Tantal Ta, Molybdän-Wolfram MoW oder dergleichen
zunächst
durch ein Sputterverfahren auf einem Substrat 111 abgeschieden
und durch einen Fotolithographieprozess gemustert, um dadurch eine
Gate-Elektrode 112a auszubilden.
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Dann
wird auf der gesamten Oberfläche
einschließlich
der Gate-Elektrode 112a eine erste Gate-Isolationsschicht 113a aus
einem organisch/anorganischen hybridartigen Material gebildet, das
Silizium und ein Metall enthält,
wobei das organisch/anorganische hybridartige Material ein Verbundmaterial
sein kann, das eine Sol-Gel-Verbindung (Si-Sol/Me-Sol) aus Siliziumalkoxid und
Metallalkoxid enthält.
Alkoxid ist eine Verbindung, in der Metallatome Wasserstoffatome
von Hydroxylgruppen von Alkoholen ersetzen.
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Genauer
wirkt Siliziumalkoxid auf Metallalkoxid vom Sol-Typ ein, wodurch
eine Sol-Gel-Verbindung gebildet wird. Die Sol-Gel-Verbindung ist
ein organisch/anorganisches hybridartiges Material. Außerdem ändern sich
die Dielektrizitätskonstante
und die Transmission der Sol-Gel-Verbindung gemäß dem Gehaltsverhältnis von
Siliziumalkoxid und Metallalkoxid. So hat beispielsweise, wenn man
Siliziumalkoxid und Metallalkoxid in einem Verhältnis von 1 zu 1 mischt, die
Sol-Gel-Verbindung
eine hohe Dielektrizitätskonstante
und eine große
Transmission. Weil dieses organisch/anorganische Verbundmaterial
eine große
Isolationsfähigkeit,
eine gute Hitzebeständigkeit,
große
Härte und
eine große
Transmission aufweist und es auch einfach ist, die Dielektrizitätskonstante
zu steuern, ist die Sol-Gel-Verbindung für die Gate-Isolationsschicht des Dünnfilmtransistors
geeignet.
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Die
Metallteilchen des Metallalkoxids sind aus mindestens einem beliebigen
aus Titan Ti, Zirkon Zr, Yttrium Y, Aluminium Al, Hafnium Hf, Calcium
Ca und Magnesium Mg gebildet. In diesem Fall liegt die Dielektrizitätskonstante
für die
Metallteilchen von Metallalkoxid oberhalb von 7, so dass es für eine Gate-Isolationsschicht
mit hoher Dielektrizitätskonstante
geeignet ist.
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Die
Sol-Verbindung aus Siliziumalkoxid und Metallalkoxid wird durch
Hydrolyse und Kondensationsreaktion gebildet. In diesem Fall können Wasser
und Alkohol als Katalysator für
die Beschleunigung der Reaktion verwendet werden.
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Das
organisch/anorganische Verbundmaterial kann aus irgendeinem beliebigen
Prozess aus Druck-, Beschichtungs- und Abscheidungsprozessen gebildet
werden, so dass es möglich
ist, das Verfahren zu vereinfachen und eine gute Ebenheit zu erzielen.
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Nach
der Ausbildung der ersten Gate-Isolationsschicht 113a aus
der Sol-Gel-Verbindung
wird ein anorganisches Isolationsmaterial, zum Beispiel Siliziumoxid
SiOx oder Siliziumnitrid SiNx, auf der gesamten Oberfläche einschließlich der
ersten Gate-Isolationsschicht 113a durch
ein PECVD (Plasmagestützte
Gasphasenabscheidung)-Verfahren ausgebildet, um eine zweite Gate-Isolationsschicht 113b zu
bilden.
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Da
die zweite Gate-Isolationsschicht 113b der anorganischen
Isolationsschicht eine Dielektrizitätskonstante von ungefähr 7 und
die erste Gate-Isolationsschicht 113a der Sol-Gel-Verbindung
eine hohe Dielektrizitätskonstante
aufweist, besitzt die gesamte Gate- Isolationsschicht eine hohe Dielektrizitätskonstante.
Wie oben beschrieben weist die erste Gate-Isolationsschicht 113a aufgrund
der Tatsache, dass Metallalkoxid eine Dielektrizitätskonstante
von 7 oder mehr besitzt, eine hohe Dielektrizitätskonstante auf.
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Durch
Verbessern der dielektrischen Eigenschaften der Gate-Isolationsschicht
wird der Wert der Speicherkapazität (Cst) erhöht. Demzufolge ist es möglich, das
Problem eines Spannungsabfalls (ΔVp)
in dem Dünnfilmtransistor,
wie sie in Gleichung 1 gezeigt ist, zu überwinden, wodurch die Anzeigequalität verbessert wird.
Außerdem
können
die ersten und zweiten Gate-Isolationsschichten 113a und 113b aus
irgendeinem beliebigen Prozess aus Druck-, Beschichtungs- und Abscheidungsprozessen
und einem PECVD-Prozess gebildet werden, so dass es möglich ist,
das Verfahren im Vergleich zu dem vorherigen PECVD-Prozess mit zwei oder
mehr Schritten zu vereinfachen.
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Dadurch,
dass die Gate-Isolationsschicht die erste Gate-Isolationsschicht 113a (Si-Sol/Me-Sol)
mit einer hohen Dielektrizitätskonstante
von 7 oder mehr, und die zweite Gate-Isolationsschicht 113b aus
einem anorganischen Material aufweist, wird auch die Mobilität des Dünnfilmtransistors
auf 1,0 oder oberhalb von 0,4 erhöht.
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Durch
die obige Art und Weise wird eine Doppel-Gate-Isolationsschicht
fertiggestellt, die die ersten und zweiten Gate-Isolationsschichten
enthält.
Es ist möglich,
dass die erste Gate-Isolationsschicht aus SiNx oder SiO und die
zweite Gate-Isolationsschicht aus dem organisch/anorganischen hybridartigen
Material gebildet wird.
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Nunmehr
werden Transistor-Eigenschaften zwischen dem Stand der Technik,
der Siliziumnitrid als Gate-Isolationsschicht verwendet, und der
vorliegenden Erfindung, die ein Verbundmaterial (Sol-Gel-Verbindung)
als irgendeine der ersten und zweiten Gate-Isolationsschichten verwendet, miteinander
wie folgt verglichen.
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Zunächst ist 3 ein
Graph, der die Transistor-Eigenschaften für den Fall zeigt, in dem SiNx
mit einer Dicke von weniger als 4000 Å abgeschieden wird, um die
Gate-Isolationsschicht
auszubilden, und eine Kanalschicht des Transistors weist ein Verhältnis Breite/Länge von
25/5 auf. Bezug nehmend auf 3 repräsentiert die
horizontale Achse VG den Wert einer an die
Gate-Elektrode angelegten Spannung, und die senkrechte Achse ID repräsentiert
den Wert eines Stroms, der zu den Source- und Drain-Elekroden fließt. Jede
Kurve zeigt das Verhältnis
zwischen dem Wert der an die Gate-Elektrode angelegten Spannung
und dem Wert des zu den Source- und Drain-Elektroden fließenden Stroms,
wenn 0,1 V bzw. 10 V an die Source- und Drain-Elektroden angelegt
werden. Es ist anzumerken, dass der Wert des zu den Source- und
Drain-Elektroden fließenden Stroms,
wenn 0,1 V an die Source- und Drain-Elektroden angelegt werden,
größer ist
als der, wenn 10 V an die Source- und
Drain-Elektroden angelegt werden. In diesem Fall ist anzumerken,
dass der Mobilitätswert
des Transistors 0,411 cm2/Vs betrug.
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Das
obige Ergebnis wurde gleichermaßen
selbst dann erhalten, wenn ein Verbundmaterial als irgendeine Einzelschicht
der Doppel-Gate-Isolationsschicht verwendet wurde. 4 ist
ein Graph, der die Transistoreigenschaften für den Fall zeigt, in dem SiNx
mit einer Dicke von weniger als 2000 Å abgeschieden wurde, um die
erste Gate-Isolationsschicht
auszubilden, ein Verbundmaterial mit einer Dicke von wenige als
2000 Å abgeschieden
wurde, um die zweite Gate-Isolationsschicht auszubilden, und eine
Kanalschicht des Transistors ein Verhältnis Breite/Länge von
25/5 aufweist. Bezug nehmend auf 4 ist anzumerken,
dass der Wert des zu den Source- und Drain-Elektroden fließenden Stroms,
wenn 10 V an die Source- und Drain-Elektroden angelegt werden, größer ist
als der, wenn 0,1 V an die Source- und Drain-Elektroden angelegt
werden. Der Hauptpunkt ist, dass sich die Ein/Aus-Charakteristik
des Transistors in bemerkenswerter Weise zeigt, selbst wenn das
Verbundmaterial als irgendeine Einzelschicht der Doppel-Gate-Isolationsschicht
verwendet wird. In diesem Fall ist anzumerken, dass der Mobilitätswert des
Transistors 1,085 cm2/Vs betrug, erhöht im Vergleich mit
dem Fall, in dem SiNx als Gate-Isolationsschicht verwendet wird.
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Derweil
werden in 5 der Graph, der erhalten wird,
wenn Siliziumnitrid als Gate-Isolationsschicht verwendet wird, und
der Graph, der erhalten wird, wenn das Verbundmaterial als irgendeine
Einzelschicht der Doppel-Gate-Isolationsschicht verwendet wird,
miteinander verglichen. Der Wert der neuen senkrechten Achse ID/(W/L) in 5 repräsentiert
die Werte der senkrechten Achsen in den 3 und 4,
dividiert durch (W/L) des entsprechenden Transistors. Mit anderen
Worten, 5 ist ein Graph, der zeigt,
wie der Wert ID/(W/L), erhalten als der
Wert der an die Gate-Elektrode angelegten Spannung VG,
in dem Zustand variiert wird, in dem die Spannung VD von
10 V an die Source- und Drain- Elektroden
angelegt wird. Bezug nehmend auf 5 ist anzumerken,
dass der Wert ID/(W(L), wenn die Sol-Gel-Verbindung
als irgendeine Einzelschicht der Doppel-Gate-Isolationsschicht verwendet wird, größer ist
als der, wenn Siliziumdioxid als Gate-Isolationsschicht verwendet wird. Als
Ergebnis ist anzumerken, dass der Transistor, der die Doppel-Gate-Isolationsschicht
mit der Sol-Gel-Verbindung enthält,
ausgezeichnete Leistungsmerkmale aufweist.
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Nach
der Bildung der ersten und zweiten Gate-Isolationsschichten 113a und 113b wird
eine Schicht aus amorphem Silizium (a-Si) mit einer Dicke von 500 Å oder weniger
auf der gesamten Oberfläche
des Substrats bei einer hohen Temperatur gebildet, um eine Halbleiterschicht 114 auszubilden.
Dann wird mit n-leitenden Fremdionen dotiertes amorphes Silizium
(a-Si) mit einer Dicke von ungefähr
300 Å bis
700 Å bei
einer hohen Temperatur gebildet, um eine ohmsche Kontaktschicht 114a aus
n+a-Si auszubilden. Diese Abscheidungsvorgänge von
a-Si und n+a-Si werden aufeinanderfolgend
in der selben Kammer ausgeführt.
Diese Abscheidungsvorgänge
können
jedoch auch in unterschiedlichen Kammern durchgeführt werden.
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Dann
wird ein Metall mit niedrigem Widerstand, zum Beispiel Kupfer Cu,
Aluminium Al, Aluminiumneodym AlNd, Molybdän Mo, Chrom Cr, Titan Ti, Tantal
Ta, Molybdän-Wolfram
MoW oder dergleichen durch ein Sputterverfahren auf der gesamten
Oberfläche
des Substrats einschließlich
der ohmschen Kontaktschicht 114a abgeschieden und wird
dann durch einen Fotolithographieprozess gemustert, um Source- und Drain-Elektroden 115a und 115b auf
beiden Seiten der Halbleiterschicht 114 auszubilden.
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Auf
diese Weise ist es möglich,
den Dünnfilmtransistor,
der die Gate-Elektrode 112a,
die Gate-Isolationsschicht 113, die Halbleiterschicht 114,
die ohmsche Kontaktschicht 114a und die Source- und Drain-Elektroden 115a und 115b enthält, fertigzustellen.
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Der
oben beschriebene Dünnfilmtransistor
ist ein Dünnfilmtransistor
vom Bottom-Gate-Typ, wobei die Gate-Elektrode unter den Source-
und Drain-Elektroden angeordnet ist. Es ist jedoch klar, dass die
Grundsätze der
vorliegenden Erfindung auf andere Arten von Dünnfilmtransistoren einschließlich eines
Dünnfilmtransistors vom
Top-Gate-Typ anwendbar sind.
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Im
Falle eines Top-Gate-Dünnfilmtransistors
werden Source- und Drain-Elektroden
auf einem Substrat ausgebildet. Dann wird eine Halbleiterschicht
mit den dazwischen liegenden Source- und Drain-Elektroden überlappt.
Danach werden aufeinander folgend eine erste Gate-Isolationsschicht
(Si-Sol/Me-Sol) mit einer hohen Dielektrizitätskonstante von 7 oder mehr
und eine zweite Gate-Isolationsschicht aus einem anorganischen Material,
wie zum Beispiel SiNx, auf der gesamten Oberfläche des Substrats einschließlich der
Halbleiterschicht ausgebildet. Dann wird auf der Gate-Isolationsschicht über der
Halbleiterschicht eine Gate-Elektrode gebildet.
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Um
die Source- und Drain-Elektroden und die Gate-Elektrode auszubilden
wird ein Metall mit niedrigem Widerstand, zum Beispiel Kupfer Cu,
Aluminium Al, Aluminiumneodym AlNd, Molybdän Mo, Chrom Cr, Titan Ti, Tantal
Ta, Molybdän-Wolfram
MoW oder dergleichen durch ein Sputterverfahren auf der Oberfläche des
Substrats abgeschieden und dann durch einen Fotolithographieprozess
gemustert. Um die Halbleiterschicht auszubilden wird amorphes Silizium
bei einer hohen Temperatur abgeschieden und dann gemustert.
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Um
die erste Gate-Isolationsschicht auzubilden, wirkt Siliziumalkoxid
auf Metallalkoxid in einer Sol-Form ein und das Sol-Gel-Verbindungsmaterial
wird durch irgendeinen beliebigen Prozess aus Druck-, Beschichtungs-
und Abscheidungsprozessen gebildet. Außerdem wird die zweite Gate-Isolationsschicht
durch Abscheidung eines anorganischen isolierenden Materials wie
zum Beispiel Siliziumoxid SiOx oder Siliziumnitrid SiNx durch ein
PECVD-Verfahren gebildet.
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Verfahren zur Herstellung
eines organischen Dünnfilmtransistors
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Das
Verfahren zur Herstellung eines organischen Dünnfilmtransistors gemäß der vorliegenden
Erfindung ist ähnlich
dem oben genannten Verfahren zur Herstellung eines Dünnfilmtransistors
gemäß der vorliegenden
Erfindung. Demzufolge werden in den gesamten Zeichnungen die selben
Bezugszeichen verwendet, um auf die selben oder ähnliche Teile Bezug zu nehmen.
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Bezug
nehmend auf 6 werden zunächst n+a-Si,
ITO und Al auf einem Substrat abgeschieden und durch einen fotolithographischen
Prozess gemustert, um dadurch die Gate-Elektrode 112a auszubilden.
Anstatt die obigen Schichten zu verwenden, kann die Gate-Elektrode 112a aus
einem leitfähigen
organischen Polymermaterial wie zum Beispiel PEDOT (Polyethylendioxythiophen)
durch ein Beschichtungs- oder Einspritz-Druckverfahren gebildet
werden.
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Ein
Verbundmaterial (Si-Sol/Me-Sol), das eine Sol-Verbindung von Siliziumalkoxid
und Metallalkoxid enthält,
wird dann auf der gesamten Oberfläche des Substrats einschließlich der
Gate-Elektrode 112a gebildet.
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Ausführlicher
wirkt Siliziumalkoxid auf Metallalkoxid in einem Sol-Typ ein, wobei
eine Sol-Gel-Verbindung gebildet wird. Die Sol-Gel-Verbindung ist
ein anorganisch/organisches hybridartiges Material. Außerdem ändern sich
die Dielektrizitätskonstante
und die Transmission der Sol-Gel-Verbindung gemäß dem Gehaltsverhältnis von
Siliziumalkoxid und Metallalkoxid. Zum Beispiel weist, wenn Siliziumalkoxid
und Metallalkoxid in einem Verhältnis
von 1 zu 1 gemischt werden, die Sol-Gel-Verbindung eine hohe Dielektrizitätskonstante
und hohe Transmission auf. Weil dieses organisch/anorganische Verbundmaterial
eine große
Isolationsfähigkeit, eine
gute Hitzebeständigkeit,
große
Härte und
eine hohe Transmission aufweist und es auch einfach ist, die Dielektrizitätskonstante
zu steuern, ist die Sol-Gel-Verbindung für die Gate-Isolationsschicht des Dünnfilmtransistors
geeignet.
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Die
Metallteilchen des Metallalkoxids werden aus mindestens irgendeinem
beliebigen aus Titan Ti, Zirkon Zr, Yttrium Y, Aluminium Al, Hafnium
Hf, Calcium Ca und Magnesium Mg gebildet. In diesem Fall liegt die Dielektrizitätskonstante
des Metallalkoxids oberhalb von 7, so dass es für die Gate-Isolationsschicht
mit einer hohen Dielektrizitätskonstante
geeignet ist.
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Die
Sol-Verbindung aus Siliziumalkoxid und Metallalkoxid wird durch
Hydrolyse und Kondensationsreaktion gebildet. In diesem Fall können Wasser
oder Alkohol als Katalysator zur Beschleunigung der Reaktion verwendet
werden.
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Nach
der Ausbildung der ersten Gate-Isolationsschicht 113a aus
dem organisch/anorganischen Verbundmaterial wird eine organische
Polymerschicht wie zum Beispiel PVA (Polyvinylalkohol), PVAc (Polyvinylacetat),
PVP (Polyvinylphenol), PMMA (Polyvinylmethylmethacrylat) oder dergleichen
auf der gesamten Oberfläche
des Substrats einschließlich
der ersten Gate-Isolationsschicht 113a gebildet, um eine
zweite Gate-Isolationsschicht 113b auszubilden.
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Die
ersten und zweiten Gate-Isolationsschichten 113a und 113b können durch
irgendeinen beliebigen Prozess aus Druck-, Beschichtungs- und Abscheidungsprozessen
gebildet werden, so dass es möglich
ist, das Verfahren zu vereinfachen und eine gute Ebenheit zu erzielen.
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Obwohl
die zweite Gate-Isolationsschicht 113b aus organischem
Material etwas niedrige dielektrische Eigenschaften aufweist, besitzt
die gesamte Gate-Isolationsschicht
eine hohe Dielektrizitätskonstante
aufgrund der hohen Dielektrizitätskonstante
der ersten Gate-Isoalationsschicht 113a. Wie oben beschrieben
weist die erste Gate-Isolationsschicht 113a aufgrund des
Metallalkoxids mit einer Dielektrizitätskonstante von 7 oder mehr
eine hohe Dielektrizitätskonstante
auf.
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Durch
Verbesserung der dielektrischen Eigenschaften der Gate-Isolationsschicht
wird die Lagerkapazität
(Cst) wertmäßig erhöht. Demzufolge
ist es möglich,
das Problem des in der obigen Gleichung 1 gezeigten Spannungsabfalls
(ΔVp) in
dem Dünnfilmtransistor
zu überwinden,
wodurch die Anzeigequalität
verbessert wird.
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Durch
die obige Art und Weise wird eine Doppel-Gate-Isolationsschicht,
die die ersten und zweiten Gate-Isolationsschichten beinhaltet,
fertiggestellt. Es ist möglich,
dass die erste Gate-Isolationsschicht aus einer organischen Polymerschicht
wie zum Beispiel PVA, PVAc, PVP, PMMA gebildet wird, und die zweite Gate-Isolationsschicht
aus dem organisch/anorganischen hybridartigen Material gebildet
wird.
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Nach
der Ausbildung der ersten und zweiten Gate-Isolationsschichten 113a und 113b wird
eine Halbleiterschicht 114 auf der Gate-Isolationsschicht 113 oberhalb
der Gate-Elektrode 112a ausgebildet, wobei die organische
Halbleiterschicht 114 aus einem Pentacen- oder Thiophen-basierten
niedermolekularen Material oder einem Polythiophen-basierten hochmolekularen
Material gebildet wird.
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Dann
wird ein Metallmaterial aus Gold Au, Aluminium Al, Nickel Ni oder
dergleichen auf der gesamten Oberfläche des Substrats einschließlich der
organischen Halbleiterschicht 114 durch ein Sputterverfahren
gebildet, und wird dann durch einen Fotolithographieprozesss gemustert,
um die Source- und Drain-Elektroden 115a und 115b auf
beiden Seiten der Halbleiterschicht 114 auszubilden.
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Auf
diese Weise ist es möglich,
einen organischen Dünnfilmtransistor
fertigzustellen, der die Gate-Elektrode 122a, die Gate-Isolationsschicht 113,
die organische Halbleiterschicht 114 und die Source- und Drain-Elektroden 115a und 115b enthält.
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Oben
wird der organische Dünnfilmtransistor
in einer Bottom-Gate-Form ausgebildet, wobei die Gate-Elektrode
unter den Source- und Drain-Elektroden angeordnet ist. Es ist jedoch
klar, dass die Grundsätze der
vorliegenden Erfindung auf andere Arten von Dünnfilmtransistoren einschließlich eines
Dünnfilmtransistors vom
Top-Gate-Typ anwendbar sind.
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Außerdem ist
es möglich,
den obigen organischen Dünnfilmtransistor
durch einen Niedertemperaturprozess herzustellen. Dadurch kann ein
flexibles Kunststoff-Substrat oder ein -film als Substrat für den Dünnfilmtransistor
verwendet werden. Zudem wird die Kopplungseigenschaft zwischen der
organischen Halbleiterschicht und der Gate- Isolationsschicht verbessert, so dass
die Mobilität
des Dünnfilmtransistors
erhöht
werden kann.
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Verfahren zur Herstellung
eines TFT-Matrixsubstrats
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Das
Verfahren zur Herstellung eines TFT-Matrixsubstrats gemäß der vorliegenden
Erfindung ist ähnlich
dem oben genannten Verfahren zur Herstellung eines Dünnfilmtransistors
gemäß der vorliegenden
Erfindung. Demzufolge werden in den gesamten Zeichnungen die selben
Bezugszeichen verwendet, um auf die selben oder ähnliche Teile Bezug zu nehmen.
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Immer
noch Bezug nehmend auf 7 wird zunächst ein Metall mit niedrigem
Widerstand, zum Beispiel Kupfer Cu, Aluminium Al, Aluminiumneodym
AlNd, Molybdän
Mo, Chrom Cr, Titan Ti, Tantal Ta, Molybdän-Wolfram MoW oder dergleichen
durch ein Sputterverfahren auf einem Substrat abgeschieden und dann durch
einen Fotolithographieprozess gemustert, um die Gate-Leitung 112 und
die Gate-Elektrode 112a zu bilden.
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Dann
wird eine erste Gate-Isolationsschicht 113a auf der gesamten
Oberfläche
des Substrats einschließlich
der Gate-Elektrode 112a gebildet, wobei die Gate-Isolationsschicht 113a aus
einer Verbindung (Si-Sol/Me-Sol) gebildet ist, die eine Sol-Verbindung von Siliziumalkoxid
und Metallalkoxid enthält.
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Genauer
wirkt Siliziumalkoxid auf Metallalkoxid vom Sol-Typ ein, wodurch
eine Sol-Gel-Verbindung gebildet wird. Die Sol-Gel-Verbindung ist
ein organisch/anorganisches hybridartiges Material. Außerdem ändern sich
die Dielektrizitätskonstante
und die Transmission der Sol-Gel-Verbindung gemäß dem Gehaltsverhältnis von
Siliziumalkoxid und Metallalkoxid. So hat beispielsweise, wenn man
Siliziumalkoxid und Metallalkoxid in einem Verhältnis von 1 zu 1 mischt, die
Sol-Gel-Verbindung
eine hohe Dielektrizitätskonstante
und eine hohe Transmission. Weil dieses organisch/anorganische Verbundmaterial
eine große
Isolationsfähigkeit,
eine gute Hitzebeständigkeit,
große
Härte und
eine hohe Transmission aufweist und es auch einfach ist, die Dielektrizitätskonstante
zu steuern, ist die Sol-Gel-Verbindung für die Gate-Isolationsschicht des Dünnfilmtransistors geeignet.
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Die
Metallteilchen des Metallalkoxids sind aus mindestens einem beliebigen
aus Titan Ti, Zirkon Zr, Yttrium Y, Aluminium Al, Hafnium Hf, Calcium
Ca und Magnesium Mg gebildet. In diesem Fall liegt die Dielektrizitätskonstante
für die
Metallteilchen von Metallalkoxid oberhalb von 7, so dass es für eine Gate-Isolationsschicht
mit hoher Dielektrizitätskonstante
geeignet ist.
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Die
Sol-Verbindung aus Siliziumalkoxid und Metallalkoxid wird durch
Hydrolyse und Kondensationsreaktion gebildet. In diesem Fall können Wasser
und Alkohol als Katalysator für
die Beschleunigung der Reaktion verwendet werden.
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Das
organisch/anorganische Verbundmaterial kann aus irgendeinem beliebigen
Prozess aus Druck-, Beschichtungs- und Abscheidungsprozessen gebildet
werden, so dass es möglich
ist, das Verfahren zu vereinfachen und eine gute Ebenheit zu erzielen.
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Nach
der Ausbildung der ersten Gate-Isolationsschicht 113a aus
der Sol-Gel-Verbindung
wird ein anorganische Isolationsmaterial, zum Beispiel Siliziumoxid
SiOx oder Siliziumnitrid SiNx, auf der gesamten Oberfläche einschließlich der
ersten Gate-Isolationsschicht 113a durch
ein PECVD (Plasmagestützte
Gasphasenabscheidung)-Verfahren ausgebildet, um eine zweite Gate-Isolationsschicht 113b zu
bilden.
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Da
die zweite Gate-Isolationsschicht 113b eine Dielektrizitätskonstante
von ungefähr
7 und die erste Gate-Isolationsschicht 113a aus der Sol-Gel-Verbindung
eine hohe Dielektrizitätskonstante
aufweist, besitzt die gesamte Gate-Isolationsschicht eine hohe Dielektrizitätskonstante.
Wie oben beschrieben weist die erste Gate-Isolationsschicht 113a aufgrund
der Tatsache, dass Metallalkoxid eine Dielektrizitätskonstante
von 7 oder mehr besitzt, eine hohe Dielektrizitätskonstante auf.
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Durch
Verbessern der dielektrischen Eigenschaften der Gate-Isolationsschicht
wird der Wert der Speicherkapazität (Cst) erhöht. Demzufolge ist es möglich, das
Problem eines in der obigen Gleichung 1 gezeigten Spannungsabfalls
(ΔVp) in
dem Dünnfilmtransistor zu überwinden,
wodurch die Anzeigequalität
verbessert wird. Außerdem
können
die ersten und zweiten Gate-Isolationsschichten 113a und 113b aus
irgendeinem beliebigen Prozess aus Druck-, Beschichtungs- und Abscheidungsprozessen
und einem einzigen PECVD-Prozess gebildet werden, so dass es möglich ist,
das Verfahren im Vergleich zu dem vorherigen PECVD-Prozess mit zwei
oder mehr Schritten zu vereinfachen.
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Dadurch,
dass die Gate-Isolationsschicht die erste Gate-Isolationsschicht 113a (Si-Sol/Me-Sol)
mit einer hohen Dielektrizitätskonstante
von 7 oder mehr und die zweite Gate-Isolationsschicht 113b aus
einem anorganischen Material aufweist, wird auch die Mobilität des Dünnfilmtransistors
auf 1,0 oder oberhalb von 0,4 erhöht. In diesem Fall ist es möglich, dass
die erste Gate-Isolationsschicht aus dem anorganischen Material gebildet
wird, und die zweite Gate-Isolationsschicht aus dem organisch/anorganischen
hybridartigen Material gebildet wird.
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Nach
der Bildung der ersten und zweiten Gate-Isolationsschichten 113a und 113b wird
eine Schicht von amorphem Silizium (a-Si) auf der gesamten Oberfläche des
Substrats gebildet und gemustert, um dadurch eine Halbleiterschicht 114 auszubilden.
Dann wird amorphes Silizium a-Si, dotiert mit n-leitenden Fremdionen abgeschieden
und gemustert, um eine ohmsche Kontaktschicht 114a von
n+a-Si auszubilden.
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Dann
wird ein Metall mit niedrigem Widerstand, zum Beispiel Kupfer Cu,
Aluminium Al, Aluminiumneodym AlNd, Molybdän Mo, Chrom Cr, Titan Ti, Tantal
Ta, Molybdän-Wolfram
MoW oder dergleichen durch ein Sputterverfahren auf der gesamten
Oberfläche
des Substrats einschließlich
der ohmschen Kontaktschicht 114a abgeschieden und wird
dann durch einen Fotolithographieprozess gemustert, um Source- und Drain-Elektroden 115a und 115b auf
beiden Seiten der Halbleiterschicht 114 und eine mit der
Source-Elektrode 115a verbundene Daten-Leitung 115 auszubilden.
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Die
Gate-Leitung wird senkrecht zu der Daten-Leitung gebildet, um einen
Pixeleinheit zu definieren. Der Dünnfilmtransistor, der die Gate-Elektrode 112a,
die Gate-Isolationsschicht 113,
die Halbleiterschicht 114, die ohmsche Kontaktschicht 114a und
die Source- und Drain-Elektroden 115a und 115b enthält, wird
einem Kreuzungspunkt der Gate- und
Daten-Leitungen benachbart gebildet. Der obige Dünnfilmtransistor kann als Top-Gate-Dünnfilmtransistor oder als organischer
Top-Gate-Dünnfilmtransistor
ausgebildet sein.
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Dann
wird eine Passivierungsschicht 116 auf der gesamten Oberfläche des
Substrats gebildet, das den Dünnfilmtransistor
enthält.
In diesem Fall kann die Passivierungsschicht durch Beschichten mit
einem organischen Material wie zum Beispiel BCB (Benzocyclobuten)
oder eines Acryl-basierten Materials, oder durch Abscheiden eines
anorganischen Materials wie zum Beispiel SiNx oder SiOx gebildet
werden.
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Die
Passivierungsschicht 116 wird dann selektiv entfernt, um
etwas von der Drain-Elektrode 115b freizulegen, wodurch
ein Kontaktloch gebildet wird. Dann wird ein transparentes leitfähiges Material
aus ITO (Indium-Zinn-Oxid) oder IZO (Indium-Zink-Oxid) auf der gesamten
Oberfläche
der Passivierungsschicht 116 einschließlich des Kontaktlochs abgeschieden
und gemustert, um eine Pixelelektrode 117 zu bilden, die
durch das Kontaktloch in elektrischem Kontakt mit der Drain-Elektrode 115b steht.
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Obwohl
nicht gezeigt wird dann das obige TFT-Matrixsubstrat, mit einer
Flüssigkristallschicht
dazwischen, an einem anderen Substrat befestigt. Das gegenüberliegende
Substrat enthält
eine schwarze Matrixschicht, die einen Lichtverlust verhindert;
eine Farbfilterschicht, die regulär angeordnete R, G und B-Farbfotolacke
enthält;
eine Mantelschicht, die die Farbfilterschicht schützt und
eine Ebenheit über
die gesamte Oberfläche
erzielt; und eine gemeinsame Elektrode, die ein elektrisches Feld
mit der Pixelelektrode 117 des TFT-Matrixsubstrats bildet.
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Wie
oben erwähnt
bietet das Verfahren zur Herstellung des TFT-Matrixsubstrats gemäß der vorliegenden Erfindung
die folgenden Vorteile.
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Bei
dem Verfahren zur Herstellung des TFT-Matrixsubstrats gemäß der vorliegenden
Erfindung werden die erste Gate-Isolationsschicht vom Sol-Gel-Typ
und die zweite Gate-Isolationsschicht aus einem anorganischen Material
oder einem organischen Polymer nacheinander abgeschieden, so dass
die Gate-Isolationsschicht eine Doppelschicht-Struktur aufweist. Demzufolge ist es
möglich,
dass die Gate-Isolationsschicht eine hohe Dielektrizitätskonstante
aufweist.
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Durch
Verbesserung der dielektrischen Eigenschaften der Gate-Isolationsschicht
wird die Lagerkapazität
(Cst) wertmäßig erhöht. Demzufolge
ist es möglich,
das Problem des in der obigen Gleichung 1 gezeigten Spannungsabfalls
(ΔVp) in
dem Dünnfilmtransistor
zu überwinden,
wodurch die Anzeigequalität
verbessert wird.
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Es
ist ebenfalls möglich,
die Isolierungsfähigkeit,
die Hitzebeständigkeit,
Härte und
Transmission in dem organisch/anorganischen Verbundmaterial gemäß dem Gehaltsverhältnis von
Siliziumalkoxid und Metallalkoxid zu steuern. Dadurch ist das organisch/anorganische
Verbundmaterial für
die Gate-Isolationsschicht des Dünnfilmtransistors
oder die Gate-Isolationsschicht der LCD-Vorrichtung geeignet.
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Das
Verfahren des Standes der Technik zur Herstellung der Gate-Isolationsschicht
erfordert mindestens zwei Abscheidungsprozesse. In der vorliegenden
Erfindung kann die Gate-Isolationsschicht durch Drucken, Beschichten
oder Abscheiden des Sol-Gel-Verbundmaterials und durch Abscheiden
des anorganischen Isolationsmaterials gebildet werden. Daher kann
irgendein beliebiger Prozess aus Druck-, Beschichtungs- oder Abscheidungsprozessen
einen einzelnen Abscheideprozess ersetzen. Demzufolge wird das Verfahren zur
Herstellung einer Gate-Isolationsschicht gemäß der vorliegenden Erfindung
weiter vereinfacht.
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Es
ist für
die Fachleute klar, dass verschiedene Modifikationen und Variationen
bei der vorliegenden Erfindung vorgenommen werden können, ohne
sich vom Geist oder Umfang der Erfindungen zu entfernen. Es ist
daher beabsichtigt, dass die vorliegende Erfindung Modifikationen
und Variationen dieser Erfindung abdeckt, vorausgesetzt, sie liegen
innerhalb des Umfangs der anhängenden
Patentansprüche
und ihrer Äquivalente.