DE102006054981B3 - Klassifikationseinrichtung für Fahrzeuge - Google Patents
Klassifikationseinrichtung für Fahrzeuge Download PDFInfo
- Publication number
- DE102006054981B3 DE102006054981B3 DE102006054981A DE102006054981A DE102006054981B3 DE 102006054981 B3 DE102006054981 B3 DE 102006054981B3 DE 102006054981 A DE102006054981 A DE 102006054981A DE 102006054981 A DE102006054981 A DE 102006054981A DE 102006054981 B3 DE102006054981 B3 DE 102006054981B3
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- vehicle
- classification device
- noise
- length
- vehicles
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000011156 evaluation Methods 0.000 claims description 5
- 230000035945 sensitivity Effects 0.000 claims description 4
- 238000001514 detection method Methods 0.000 description 14
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 8
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 5
- 238000001228 spectrum Methods 0.000 description 3
- 238000011161 development Methods 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 230000004913 activation Effects 0.000 description 1
- 230000004888 barrier function Effects 0.000 description 1
- 238000004891 communication Methods 0.000 description 1
- 230000007547 defect Effects 0.000 description 1
- 230000007613 environmental effect Effects 0.000 description 1
- 230000006698 induction Effects 0.000 description 1
- 230000004807 localization Effects 0.000 description 1
- 230000002123 temporal effect Effects 0.000 description 1
- 238000002604 ultrasonography Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08G—TRAFFIC CONTROL SYSTEMS
- G08G1/00—Traffic control systems for road vehicles
- G08G1/01—Detecting movement of traffic to be counted or controlled
- G08G1/04—Detecting movement of traffic to be counted or controlled using optical or ultrasonic detectors
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01S—RADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
- G01S13/00—Systems using the reflection or reradiation of radio waves, e.g. radar systems; Analogous systems using reflection or reradiation of waves whose nature or wavelength is irrelevant or unspecified
- G01S13/02—Systems using reflection of radio waves, e.g. primary radar systems; Analogous systems
- G01S13/50—Systems of measurement based on relative movement of target
- G01S13/58—Velocity or trajectory determination systems; Sense-of-movement determination systems
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01S—RADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
- G01S13/00—Systems using the reflection or reradiation of radio waves, e.g. radar systems; Analogous systems using reflection or reradiation of waves whose nature or wavelength is irrelevant or unspecified
- G01S13/88—Radar or analogous systems specially adapted for specific applications
- G01S13/91—Radar or analogous systems specially adapted for specific applications for traffic control
-
- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08G—TRAFFIC CONTROL SYSTEMS
- G08G1/00—Traffic control systems for road vehicles
- G08G1/01—Detecting movement of traffic to be counted or controlled
-
- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08G—TRAFFIC CONTROL SYSTEMS
- G08G1/00—Traffic control systems for road vehicles
- G08G1/01—Detecting movement of traffic to be counted or controlled
- G08G1/015—Detecting movement of traffic to be counted or controlled with provision for distinguishing between two or more types of vehicles, e.g. between motor-cars and cycles
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Radar, Positioning & Navigation (AREA)
- Remote Sensing (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Traffic Control Systems (AREA)
- Measurement Of Mechanical Vibrations Or Ultrasonic Waves (AREA)
Abstract
Eine nach einem akustischen Messprinzip arbeitende Klassifikationseinrichtung (10) für Fahrzeuge (12) umfasst eine Messeinrichtung (22) für die Länge eines Fahrzeugs (12) und eine Triggereinrichtung (16) für die Auslösung eines Messvorganges und ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Geräuschprofil des vorbeifahrenden Fahrzeugs (12) aufgenommen wird und dass aus der Länge des Fahrzeugs (12) und der Verteilung der Geräuschamplituden über dessen Länge die Fahrzeugklasse ermittelt wird.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Klassifikationseinrichtung für Fahrzeuge. Sie geht aus von der
EP 1 088 286 B1 . - Es besteht das Bedürfnis, beispielsweise zu statistischen Zwecken den Verkehrsstrom an einem bestimmten Punkt einer Straße nach Fahrzeugklasse und Anzahl der Fahrzeuge automatisch zu erfassen und zu analysieren. Hierzu ist es erforderlich, die Fahrzeuge mit einer möglichst geringen Fehlerrate einer Fahrzeugklasse zuzuordnen.
- In der
EP 1 088 286 B1 ist bereits eine Kontrolleinrichtung für ein in einem Fahrzeug installiertes Mautgerät beschrieben, die eine nach einem akustischen Messprinzip arbeitende Klassifikationseinrichtung umfasst. Sie hat die Aufgabe, anhand charakteristischer Signale den jeweiligen Typ des passierenden Fahrzeugs so genau zu erkennen, dass er einer bestimmten Mautgebührenklasse zugeordnet werden kann. Es wird ein akustisches Messprinzip vorgeschlagen, bei dem die von einem Fahrzeug emittierten Geräusche hinsichtlich ihres Frequenzspektrums analysiert werden. So habe etwa ein Nutzkraftwagen (LKW oder Bus) ein deutlich anderes Frequenzspektrum als ein PKW oder Motorrad. Die Länge des Fahrzeugs soll mit Ultraschallsignalen gemessen werden. Weiterhin ist eine Triggereinrichtung vorgesehen, die den Zeitpunkt bestimmt, an dem ein Fahrzeug eine definiert Position oder eine definierte Entfernung von der Kontrolleinrichtung erreicht hat. Die Triggerung kann durch einen Radarsensor vorgenommen werden. - Das bekannte Messprinzip ist aber nicht in der Lage, zwischen einem LKW und einem Bus zu unterscheiden. Die Längenmessung kann auch nicht zwischen einem Pkw mit Wohnwagenanhänger und einem Nutzfahrzeug unterscheiden.
- Der
DE 101 04 502 A1 ist ein Kontrollverfahren zur Straßengebührenerfassung mit einem Kontrollsystem und mit mehreren Erfassungseinrichtungen für Fahrzeuginformationen und mit einer Triggereinrichtung zur zeitgerechten Aktivierung der Erfassungseinrichtungen zu entnehmen. Dieses ist dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Erfassungseinrichtungen zu Zeitpunkten aktiviert werden, zu denen die räumliche Anordnung eines Fahrzeugs zu der die jeweilige Fahrzeuginformation erfassenden Erfassungseinrichtung optimal ist, wobei die verschiedenen durch die Erfassungseinrichtungen räumlich und zeitlich getrennt erfassten Fahrzeuginformationen eines Fahrzeugs vom Kontrollsystem dem Fahrzeug und einem Referenzzeitpunkt zugeordnet werden. - Die Erfassungseinrichtungen umfassen Kommunikationseinrichtungen und neben anderen akustische Aufnahmeeinrichtungen für Fahrzeuginformationen repräsentierende Geräuschinformationen. Das Kontrollsystem umfasst eine Klassifikationseinrichtung, die das Fahrzeug einer Fahrzeugklasse zuordnet.
- In der
EP 1 480 182 A2 ist ein berührungsloses Achszählsystem für den Straßenverkehr beschrieben. Es ist eine Messeinrichtung zur Erfassung der von einem fahrenden Fahrzeug erzeugten Veränderungen der Umgebungsparameter, z. B. des Schalls vorgesehen. Hierzu wird ein Richtmikrofon vorgeschlagen, das auf einen zur Messung geeigneten Messbereich fokussiert ist. Diese Anordnung dient der Erfassung und Lokalisierung von Reifenabrollgeräuschen. Die Mess-Signale werden einem Spektrumanalysator zugeleitet, dem eine Recheneinheit zur Klassifizierung der Datenmuster nachgeschaltet ist. - Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Klassifikationseinrichtung für Fahrzeuge mit einem verbesserten Auflösungsvermögen vorzuschlagen.
- Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
- Eine nach einem akustischen Messprinzip arbeitende Klassifikationseinrichtung für Fahrzeuge umfasst eine Messeinrichtung für die Länge eines Fahrzeugs und eine Triggereinrichtung, die dazu bestimmt ist, den Zeitpunkt zu bestimmen, an dem das Fahrzeug eine definiert Position bezüglich der Klassifikationseinrichtung erreicht hat, worauf letztere die Klassifizierung des Fahrzeugs vornimmt. Mit einer solchen Klassifikationseinrichtung wird erfindungsgemäß das Geräuschprofil eines vorbeifahrenden Fahrzeugs aufgenommen und aus dem zeitlichen Verlauf der Geräuschamplitude und der Länge des Fahrzeugs die Fahrzeugklasse ermittelt.
- Wie aus den
2 bis6 ersichtlich ist unterscheiden sich die Geräuschprofile der verschiedenen Fahrzeugklassen beträchtlich. Schon der Vergleich der Lage der Maxima der Geräuschamplituden beispielsweise in den2 und3 lässt eine Unterscheidung zwischen einem LKW und einem Omnibus zu, auch wenn beide Fahrzeuge die gleiche Länge haben mögen; ersteres hat einen Frontmotor, letzteres einen Heckmotor. Die Motoren sind nämlich die Quellen der größten Geräuschemission von vorbeifahrenden Fahrzeugen. Eine Unterscheidung dieser Fahrzeuge ist offenbar nach dem Stand der Technik nicht möglich. - Die Auswertung des Geräuschprofils erfolgt ausgehend von einem Triggerpunkt aus dem entfernungsmäßigen Abstand eines Geräuschmaximums von dem Triggerpunkt.
- Entsprechend einer Weiterbildung der Erfindung wird aus der Zahl der Neben-Geräuschmaxima die Zahl der Achsen eines vorbeifahrenden Fahrzeugs ermittelt.
- Entsprechend einer anderen Weiterbildung wird aus dem Vorhandensein eines Geräuschminimums auf ein Fahrzeuggespann geschlossen. Dabei soll der entfernungsmäßige Abstand des Geräuschminimums einen vorgegebenen Abstand zu dem Triggerpunkt nicht unterschreiten. Auf diese Weise kann zwischen einem Sattelzug mit einer kleinen Lücke zwischen der Zugmaschine und dem Auflieger kurz hinter dem Geräuschmaximum und der größeren Lücke zwischen einem LKW und dessen Anhänger unterschieden werden.
- Vorzugsweise umfasst die Klassifikationseinrichtung als Triggereinrichtung einen ersten Radarsensor. Es kann aber auch eine in die Fahrbahn eingelassene Induktionsschleife, eine Lichtschranke oder ein anderer an sich bekannter Näherungssensor zum Einsatz kommen.
- Als Längenmesssensor wird vorzugsweise ein zweiter Radarsensor eingesetzt. Es können aber auch andere Längenmesssensoren verwendet werden.
- Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung, welche in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigt
-
1a eine an einer Fahrbahn angeordnete Klassifikationseinrichtung mit einem in deren Erfassungsbereich befindlichen Fahrzeug in einer Seitenansicht, -
1b die Klassifikationseinrichtung aus1a mit einem in deren Erfassungsbereich befindlichen Fahrzeug in Draufsicht, -
2 einen Sattelzug mit zugehörigem Geräuschprofil, -
3 einen Omnibus mit zugehörigem Geräuschprofil, -
4 einen LKW mit angekuppeltem Anhänger und zugehörigem Geräuschprofil, -
5a einen PKW mit zugehörigem Geräuschprofil, -
5b einen an den PKW in5a angekuppelten Wohnwagen mit zugehörigem Geräuschprofil, -
6 ein Motorrad mit zugehörigem Geräuschprofil. - In
1a ist eine an einer Fahrbahn8 angeordnete Klassifikationseinrichtung10 mit einem in deren Erfassungsbereich E befindlichen Fahrzeug12 in einer Seitenansicht und in1b in Draufsicht dargestellt. Sie umfasst einen Mast14 , an dessen oberem Ende ein erster Radarsensor16 angebracht ist, der die Vorderkante18 eines Fahrzeugs12 erfasst und damit einen Triggerpunkt20 für die Klassifikationseinrichtung10 darstellt. Ferner ist an dem Mast14 ein zweiter Radarsensor22 angebracht, der als Längenmesseinrichtung für die Länge des Fahrzeugs12 und für dessen Position innerhalb des Erfassungsbereichs E der Klassifika tionseinrichtung10 ausgebildet ist. Mit dem zweiten Radarsensor22 kann auch die Geschwindigkeit des Fahrzeugs12 gemessen werden. Eine Längen-Positions- und/oder Geschwindigkeitsmessung kann auch mit dem ersten Radarsensor16 allein durchgeführt werden. Allerdings ist die Messgenauigkeit aufgrund des sehr steilen Erfassungswinkels des ersten Radarsensors16 relativ zu der Fahrbahn8 geringer. - Etwa 0,5–1 m über der Fahrbahn
8 sind an dem Mast14 zwei Mikrofone24 angebracht. Die beiden Mikrofone24 bilden ein Stereomikrofon. Ihre Hauptempfindlichkeitsachsen26 kreuzen sich etwa in der Mitte der Fahrbahn8 . Eine solche Anordnung hat den Vorteil, dass Geräusche die von Fahrzeugen auf einer Gegenfahrbahn herrühren, stark unterdrückt werden. Hat eine Straße nur eine Richtungsfahrbahn oder ist eine solche von der Fahrbahn8 weit entfernt oder durch einen bebauten oder bepflanzten Mittelstreifen abgeschirmt, genügt ein Mikrofon, dessen Hauptempfindlichkeitsachse dann senkrecht zum Fahrbahnrand ausgerichtet sein soll. - Die Klassifikationseinrichtung
10 arbeitet folgendermaßen: Sobald ein Fahrzeug12 in den Erfassungsbereich E des zweiten Radarsensors22 hinein fährt, beginnt eine Längenmessung des Fahrzeugs12 , und zwar so lange, bis dieses den Erfassungsbereich E des zweiten Radarsensors22 verlässt. Sobald der erste Radarsensor16 die Vorderkante18 des Fahrzeugs12 erfasst, wird die Längenmessung normiert und die Mikrofone24 aktiviert. In einer nicht dargestellten Aufzeichnungs- und Auswertungseinrichtung wird das von dem Fahrzeug12 erzeugte Geräusch mit dem aktuellen Längenmessergebnis, das den Fortbewegungsfortschritt des Fahrzeugs12 darstellt, korreliert. Auf diese Weise wird das Geräuschprofil des Fahrzeugs12 aufgezeichnet und kann in der Aus wertungseinrichtung hinsichtlich der Klassenzugehörigkeit ausgewertet werden. - In den
2 bis6 sind verschiedene Fahrzeuge mit ihrem charakteristischen Geräuschprofil dargestellt. -
2 zeigt einen Sattelzug28 mit zugehörigem Geräuschprofil30 . Es ist zu erkennen, dass das Geräuschmaximum32 im vorderen Bereich des Sattelzuges28 liegt, was darauf zurückzuführen ist, dass dieser mit einem Frontmotor ausgestattet ist. Jede Achse des Sattelzuges28 erzeugt ein Nebenmaximum34 auf Grund des Rollgeräusches der Reifen auf der Fahrbahn8 . Aus der Lage des Geräuschmaximums32 und der gemessenen großen Länge ist ein Sattelzug28 zu erkennen. -
3 zeigt einen Omnibus36 mit zugehörigem Geräuschprofil38 . Es ist zu erkennen, dass das Geräuschmaximum32a im hinteren Bereich des Omnibus36 liegt, was darauf zurückzuführen ist, dass dieser üblicherweise mit einem Heckmotor ausgestattet ist. Außerdem sind zwei Nebenmaxima34a zu erkennen. Obwohl der Omnibus36 die gleiche Länge haben mag wie der Sattelzug28 in2 ist er doch von diesem durch die Lage seines Geräuschmaximums32a am Ende des Fahrzeugs zu erkennen. - Die
4 zeigt einen LKW40 mit einem angekuppelten Anhänger42 und zugehörigem Geräuschprofil44 . Letzteres ist dem Geräuschprofil30 des Sattelzuges28 in2 ähnlich. Es weist ebenfalls ein ausgeprägtes von dem Frontmotor des LKW40 herrührendes Geräuschmaximum32b und eine der Zahl der LKW-Achsen entsprechende Zahl von Nebenmaxima34b auf. Das Geräuschprofil44 unterscheidet sich von dem des Sattelzuges28 aber durch ein sehr tiefes Geräuschminimum41 , dessen Breite der Lücke D zwischen LKW40 und Anhänger42 entspricht. Die nach der Lücke D auftretenden Nebenmaxima34c sind wesentlich niedriger als das Geräuschmaximum32b des LKW40 . -
5a zeigt einen PKW46 mit zugehörigem Geräuschprofil48 . Zunächst fällt auf, dass die Geräuschamplituden wesentlich niedriger als bei den vorgenannten Fahrzeugen sind. Dies lässt bereits auf einen PKW schließen. Falls es sich um einen PKW mit Frontmotor handelt, liegt das Geräuschmaximum32d unmittelbar hinter dem Triggerpunkt20 , bei einem PKW mit Heckmotor wird dieses hinter zwei vom Rollgeräusch der Reifen herrührenden Nebenmaxima34d ,34e liegen. Von den vorgenannten Fahrzeugen unterscheidet sich der PKW46 auch durch seine geringere Länge l. - An den PKW
46 mag ein Anhänger oder Wohnwagen50 angekuppelt sein, wie er in5b gezeigt ist. Letzterer ist ebenfalls mit einem zugehörigen Geräuschprofil52 dargestellt. Nach dem zweiten Nebenmaximum34e des PKW46 erscheint zunächst ein ausgeprägtes Geräuschminimum54 , das auf die Lücke D1 zwischen PKW46 und Wohnwagen50 zurückzuführen ist, gefolgt von wenigstens einem von dem Rollgeräusch der Reifen herrührenden Nebenmaximum34f . -
6 schließlich zeigt ein Motorrad56 mit zugehörigem Geräuschprofil58 . Bei diesem ist zunächst ein von dem Rollgeräusch des Vorderrades herrührendes Nebenmaximum34g zu beobachten, gefolgt von einem ersten Geräuschmaximum32e , das von dem in der Mitte des Motorrades56 liegenden Motor herrührt. Diesem folgt ein weiteres Nebenmaximum34h des Hinterrades. Schließlich ist ein weiteres Maximum32f festzustellen, das von der bei Motorrädern üblicherweise lauten Auspuffanlage herrührt. Es ist festzustellen, dass das Geräuschprofil58 des Motorrades56 sich wesentlich von dem Geräuschprofil48 eines Pkw46 unterscheidet. Dadurch kann die Geräuscherfassung beide Fahrzeuge unterscheiden, selbst wenn eine gleiche Länge gemessen würde. - Durch die gemeinsame Auswertung der Fahrzeuglänge und der Geräuschverteilung über die Länge des jeweiligen Fahrzeugs ist bei der Straßenverkehrsordnung entsprechenden Fahrzeugen ein Klassifizierung durch die vorliegende Erfindung leicht möglich. Nur ein Defekt an einem Fahrzeug wie etwa eine defekte Auspuffanlage kann zu einer Fehlinterpretation des Geräuschprofils führen. Die Zahl der Klassifizierungsfehler ist aber so gering, dass sie statistisch nicht ins Gewicht fällt. Ein weiterer Vorteil ist die schnelle Durchführbarkeit des erfindungsgemäßen Klassifizierungsverfahrens.
-
- 8
- Fahrbahn
- 10
- Klassifikationseinrichtung
- 12
- Fahrzeug
- 14
- Mast
- 16
- erster Radarsensor
- 18
- Vorderkante
von
12 - 20
- Triggerpunkt
- 22
- zweiter Radarsensor
- 24
- Mikrofon
- 26
- Hauptempfindlichkeitsachse
von
24 - 28
- Sattelzug
- 30
- Geräuschprofil
von
28 - 32
- Geräuschmaximum
von
28 - 34
- Nebenmaximum
- 36
- Omnibus
- 38
- Geräuschprofil
von
36 - 40
- LKW
- 41
- Geräuschminimum
- 42
- Anhänger
- 44
- Geräuschprofil
von
40 - 46
- PKW
- 48
- Geräuschprofil
von
46 - 50
- Wohnwagen
- 52
- Geräuschprofil
von
50 - 54
- Geräuschminimum
zwischen
46 und50 - 56
- Motorrad
- 58
- Geräuschprofil
von
46 - E
- Erfassungsbereich
von
22 - L
- Lautstärke
- l
- Länge (eines Fahrzeugs)
- D
- Lücke zwischen
40 und42 - D1
- Lücke zwischen
46 und50
Claims (8)
- Nach einem akustischen Messprinzip arbeitende Klassifikationseinrichtung (
10 ) für Fahrzeuge (12 ;28 ;36 ;40 ,42 ;36 ;40 ,42 ;46 ,50 ;56 ), umfassend eine Messeinrichtung (22 ) für die Länge (l) eines Fahrzeugs (12 ;28 ;36 ;40 ,42 ;36 ;40 ,42 ;46 ,50 ;56 ) und eine Triggereinrichtung (16 ), die dazu bestimmt ist, den Zeitpunkt zu bestimmen, an dem das Fahrzeug (12 ;28 ;36 ;40 ;36 ;40 ,42 ;46 ;56 ) eine definiert Position bezüglich der Klassifikationseinrichtung (10 ) erreicht hat, worauf letztere die Klassifizierung des Fahrzeugs (12 ;28 ;36 ;40 ,42 ;36 ;40 ,42 ;46 ,50 ;56 ) vornimmt, dadurch gekennzeichnet, dass ein Geräuschprofil (30 ;38 ;44 ;48 ;58 ) des vorbeifahrenden Fahrzeugs (12 ;28 ;36 ;40 ,42 ;36 ;40 ,42 ;46 ,50 ;56 ) aufgenommen wird und dass aus der Länge (l) des Fahrzeugs (12 ;28 ;36 ;40 ,42 ;36 ;40 ,42 ;46 ,50 ;56 ) und der Verteilung der Geräuschamplituden (32 ,34 ) über dessen Länge (l) die Fahrzeugklasse ermittelt wird. - Klassifikationseinrichtung (
10 ) nach Anspruch 1, bei der aus der Auswertung des Geräuschprofils (30 ;38 ;44 ;48 ;58 ), ausgehend von einem Triggerpunkt (20 ), aus dem Abstand eines Geräuschmaximums (32 ) zu dem Triggerpunkt (20 ) die Fahrzeugklasse erkannt wird. - Klassifikationseinrichtung (
10 ) nach Anspruch 1 oder 2, die aus der Zahl der Neben-Geräuschmaxima (34 ) die Zahl der Achsen eines vorbeifahrenden Fahrzeugs (12 ;28 ;36 ;40 ,42 ;36 ;40 ,42 ;46 ,50 ;56 ) ermittelt. - Klassifikationseinrichtung (
10 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, die aus dem Vorhandensein eines Geräusch minimums (41 ;54 ) auf ein Fahrzeuggespann (40 ,42 ;46 ,50 ) schließt. - Klassifikationseinrichtung (
10 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, deren Triggereinrichtung einen ersten Radarsensor (16 ) umfasst. - Klassifikationseinrichtung (
10 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 mit einem zweiten Radarsensor (22 ) als Längenmesseinrichtung. - Klassifikationseinrichtung (
10 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit einem senkrecht zur Fahrbahn ausgerichteten Mikrofon. - Klassifikationseinrichtung (
10 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit einem Stereomikrofon (24 ), wobei der Schnittpunkt der Hauptempfindlichkeitsachsen (26 ) auf die dem Stereomikrofon (24 ) nahe Fahrbahn (8 ) gerichtet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102006054981A DE102006054981B3 (de) | 2006-11-22 | 2006-11-22 | Klassifikationseinrichtung für Fahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102006054981A DE102006054981B3 (de) | 2006-11-22 | 2006-11-22 | Klassifikationseinrichtung für Fahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102006054981B3 true DE102006054981B3 (de) | 2008-06-19 |
Family
ID=39400013
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE102006054981A Active DE102006054981B3 (de) | 2006-11-22 | 2006-11-22 | Klassifikationseinrichtung für Fahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102006054981B3 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202009012684U1 (de) | 2008-08-09 | 2009-12-24 | Rtb Gmbh & Co. Kg | Fahrzeugklassifikator mit einer Einrichtung zur Erkennung eines rollenden Rades |
| WO2012152597A1 (fr) * | 2011-05-11 | 2012-11-15 | Morpho | Procede et dispositif de comptage d'essieux d'un vehicule à partir de mesures de vitesse prises par effet doppler |
| WO2013083315A1 (de) * | 2011-12-06 | 2013-06-13 | Robert Bosch Gmbh | Verfahren zur lokalisierung einer fahrzeugecke und fahrerassistenzsystem |
| DE102013009196A1 (de) | 2013-06-03 | 2014-12-04 | Otto Bock Healthcare Gmbh | Prothesenliner und Prothesenschaftsystem mit Prothesenliner und Prothesenschaft |
| DE102015120533A1 (de) * | 2015-11-26 | 2017-06-01 | Wolfsburg Ag | Einrichtung und Verfahren zur akustischen Verkehrsdatenerfassung |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10104502A1 (de) * | 2001-01-31 | 2002-08-14 | Daimler Chrysler Ag | Kontrollverfahren zur Straßengebührenerfassung |
| EP1088286B1 (de) * | 1998-06-18 | 2004-09-01 | Vodafone Holding GmbH | Strassenseitige kontrolleinrichtung für ein in einem fahrzeug installiertes mautgerät |
| EP1480182A2 (de) * | 2003-05-20 | 2004-11-24 | JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH | Berührungsloses Achszählsystem für den Strassenverkehr |
-
2006
- 2006-11-22 DE DE102006054981A patent/DE102006054981B3/de active Active
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1088286B1 (de) * | 1998-06-18 | 2004-09-01 | Vodafone Holding GmbH | Strassenseitige kontrolleinrichtung für ein in einem fahrzeug installiertes mautgerät |
| DE10104502A1 (de) * | 2001-01-31 | 2002-08-14 | Daimler Chrysler Ag | Kontrollverfahren zur Straßengebührenerfassung |
| EP1480182A2 (de) * | 2003-05-20 | 2004-11-24 | JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH | Berührungsloses Achszählsystem für den Strassenverkehr |
Cited By (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202009012684U1 (de) | 2008-08-09 | 2009-12-24 | Rtb Gmbh & Co. Kg | Fahrzeugklassifikator mit einer Einrichtung zur Erkennung eines rollenden Rades |
| DE102008037233A1 (de) | 2008-08-09 | 2010-03-25 | Rtb Gmbh & Co. Kg | Fahrzeugklassifikator mit einer Einrichtung zur Erkennung eines zollenden Rades |
| DE102008037233B4 (de) * | 2008-08-09 | 2010-06-17 | Rtb Gmbh & Co. Kg | Fahrzeugklassifikator mit einer Einrichtung zur Erkennung eines zollenden Rades |
| WO2012152597A1 (fr) * | 2011-05-11 | 2012-11-15 | Morpho | Procede et dispositif de comptage d'essieux d'un vehicule à partir de mesures de vitesse prises par effet doppler |
| FR2975192A1 (fr) * | 2011-05-11 | 2012-11-16 | Morpho | Procede et dispositif de comptage d'essieux d'un vehicule a partir de mesures de vitesse prises par effet doppler |
| WO2013083315A1 (de) * | 2011-12-06 | 2013-06-13 | Robert Bosch Gmbh | Verfahren zur lokalisierung einer fahrzeugecke und fahrerassistenzsystem |
| DE102013009196A1 (de) | 2013-06-03 | 2014-12-04 | Otto Bock Healthcare Gmbh | Prothesenliner und Prothesenschaftsystem mit Prothesenliner und Prothesenschaft |
| DE102015120533A1 (de) * | 2015-11-26 | 2017-06-01 | Wolfsburg Ag | Einrichtung und Verfahren zur akustischen Verkehrsdatenerfassung |
| DE102015120533B4 (de) * | 2015-11-26 | 2017-07-27 | Wolfsburg Ag | Einrichtung und Verfahren zur akustischen Verkehrsdatenerfassung |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE102008037233B4 (de) | Fahrzeugklassifikator mit einer Einrichtung zur Erkennung eines zollenden Rades | |
| EP2698646A1 (de) | Verfahren zur Klassifizierung von fahrenden Fahrzeugen durch Verfolgung einer Positionsgröße des Fahrzeuges | |
| DE69306954T2 (de) | Vorrichtung und verfahren zum erkennen von einem oder mehreren fahrzeugrädern. | |
| EP2277061A1 (de) | Fahrerassistenzverfahren zum bewegen eines kraftfahrzeugs und fahrerassistenzvorrichtung | |
| DE102005032095A1 (de) | Parkvorrichtung | |
| EP2191293A1 (de) | Objektklassifizierungsverfahren, einparkhilfeverfahren und einparkhilfesystem | |
| EP1447271B1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Überwachung des Nahbereichs eines Kraftfahrzeuges zur Vermeidung von Kollisionen mit Hindernissen, insbesondere beim Einparken | |
| EP2504827A1 (de) | Verfahren zur warnung vor einem objekt in der umgebung eines fahrzeugs sowie fahrassistentensystem | |
| EP2893527A1 (de) | Verfahren zum betreiben eines anhängefahrzeugs oder eines lastzuges mit dem system | |
| DE102015106401A1 (de) | Sensoranordnung zum Erkennen eines Zustands einer Fahrbahn mit zumindest zwei beabstandeten Ultraschallsensoren, Fahrerassistenzsystem, Kraftfahrzeug sowie dazuhöriges Verfahren | |
| DE102005059902A1 (de) | Verfahren zur Sensorzustandserfassung sowie Abstandsmessvorrichtung und Einparkassistenzsystem | |
| DE102016209810A1 (de) | Verfahren zur Erkennung wenigstens einer Parklücke für ein Fahrzeug | |
| DE102011014855A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Erfassen und Klassifizieren von fahrenden Fahrzeugen | |
| DE10321904A1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Überwachung des Nahbereichs eines Kraftfahrzeuges zur Vermeidung von Kollisionen | |
| DE102017119042A1 (de) | Vermeidung von Totwinkelwarnungen durch Gischt | |
| DE102019101129A1 (de) | Ermitteln der Oberflächenbeschaffenheit eines von einem Kraftfahrzeug befahrenen Oberflächenbelags | |
| DE102014202497A1 (de) | Schätzung geometrischer Parameter eines fahrbahnfesten seitlichen Objekts | |
| DE102018206722A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben von Ultraschallsensoren eines Fahrzeugs | |
| DE102006054981B3 (de) | Klassifikationseinrichtung für Fahrzeuge | |
| WO2014154213A1 (de) | Verfahren zur auslösung einer fahrerassistenzfunktion bei einer detektion eines bremslichtes mittels einer kamera | |
| EP1361488B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum automatischen Klassifizieren von mit Rädern ausgestatteten Fahrzeugen | |
| DE102019202635B3 (de) | Warnfunktion für Fußgänger zwischen parkenden Fahrzeugen | |
| DE102017208382B4 (de) | Verfahren zur Verbesserung von vorübergehend beeinträchtigter Spracherkennung in einem Fahrzeug | |
| DE102023203758A1 (de) | Verfahren zur Detektion eines Anhängers | |
| DE102015009308B4 (de) | Verfahren zum Betrieb eines Fahrerassistenzsystems und Kraftfahrzeug |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8364 | No opposition during term of opposition |