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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein hydraulisches Spannsystem, das
in einem Endlostrieb, insbesondere einem Riementrieb einer Brennkraftmaschine
eingesetzt ist. Das Spannsystem umfasst ein Gehäuse zur Aufnahme eines Zylinders,
in dem ein angefederter und von einem Hydraulikfluid beaufschlagter
Kolben längsbeweglich
geführt
ist, der vorzugsweise mittelbar über
eine Spannrolle mit dem Zugmittel zusammenwirkt. Der Kolben begrenzt
dabei gemeinsam mit dem Zylinder einen mit Hydraulikfluid gefüllten Druckraum.
Eine lineare Stellbewegung des Kolbens verursacht eine Strömung und
damit verbunden einen Volumenaustausch des Hydraulikfluids zwischen
dem Druckraum und dem Vorratsraum. Der Volumenaustausch von dem
Druckraum in den Vorratsraum erfolgt über einen Leckspalt und in umgekehrter
Richtung über
ein Einwegventil.
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Hintergrund der Erfindung
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Hydraulische
Spannsysteme in Zugmitteltrieben haben die Aufgabe, eine ausreichende
Vorspannung des Zugmittels, des Riemens oder der Kette sicherzustellen.
Weiterhin ist es Aufgabe der Spannsysteme auftretende Schwingungen
des Zugmitteltriebs zu dämpfen.
Die Dämpfung
des hydraulischen Spannsystems erfolgt über den Leckspalt, der sich zwischen
der Mantelfläche
des Kolbens und der Innenwandung des Zylinders einstellt. Die Dämpfkraft des
Leckspalts, der auch als Laminarspaltdämpfer zu bezeichnen ist, wird
vom Betriebszustand, insbesondere der Betriebstemperatur und der
Kolbengeschwindigkeit bestimmt. Nachteilig erzeugt der in bisherigen
hydraulischen Spannsystemen vorwiegend eingesetzte Laminarspaltdämpfer bzw.
Leckspaltdämpfer
in der Startphase der Brennkraftmaschine sowie bei tiefer Umgebungstemperatur
eine hohe Dämpfkraft,
verbunden mit einer nachteilig erhöhten Belastung aller Aggregate,
die mit dem Zugmitteltrieb in Verbindung stehen.
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Ein
gattungsbildendes hydraulisches Spannsystem ist aus der
JP 11 101 319 A bekannt.
Bei einer Bewegung des Kolbens in Richtung des Druckraums wird eine
Teilmenge des im Druckraum befindlichen Hydraulikfluids ausschließlich über einen
Leckspalt, einen sich einstellenden Ringspalt zwischen dem Kolben
und einer Innenwandung des Zylinders in Richtung des Vorratsraums
verdrängt.
Eine gegenläufige
Kolbenbewegung bewirkt einen Unterdruck in dem Druckraum, wodurch
sich ein im Kolben befindliches Einwegventil bzw. Rückschlagventil öffnet und ein
Einströmen
des Hydraulikfluids von dem Vorratsraum in den Druckraum sicherstellt.
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Aus
dem weiteren Dokument, der
DE
196 09 420 A1 ist ein hydraulisches Spannsystem bekannt, bei
dem vergleichbar mit dem zuvor beschriebenen Stand der Technik,
bei einer Verschiebung des Kolbens in Richtung des Druckraums das
Hydraulikfluid über
einen als Ringspalt ausgebildeten Leckspalt zwischen dem Kolben
und dem Zylinder in den Vorratsraum verdrängt wird. Ein Nachströmen des
Hydraulikfluids in den Druckraum bei einer entgegengesetz ten Kolbenbewegung
erfolgt über
ein ortsfest im Zylinder positioniertes Einwegventil, das über einen Zuströmkanal mit
dem Vorratsraum verbunden ist.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
Nachteile der bekannten hydraulischen Spannsysteme berücksichtigend,
ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Spannsystem mit einer weitestgehend
temperaturunabhängigen
Dämpfung sowie
einer Kraftbegrenzung zu schaffen.
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Erfindungsgemäß wird diese
Problemstellung durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Gemäß der Erfindung
ist zur Bildung eines weiteren Leckspaltes in dem Kolben ein federkraftbeaufschlagtes
Steuerventil integriert, das eine begrenzende Dämpfungskraft ausübt. Die
Auslegung des Steuerventils erfolgt so, dass sich ein Ansprechverhalten,
d. h. ein Öffnen
des Ventils in Abhängigkeit vom
Innendruck einstellt, bevor eine Teilmenge des Hydraulikfluids über den
als Ringspalt ausgebildeten Leckspalt zwischen dem Kolben und dem
Zylinder abströmt.
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Im
Betriebszustand entsteht in dem Druckraum ein Überdruck, wodurch eine Teilmenge
des Hydraulikfluids über
den Leckspalt verdrängt
wird. Der die Dämpfungskraft
bestimmende Überdruck
im Druckraum ergibt sich aus der Höhe des Leckspaltes und den
Betriebsbedingungen, insbesondere der Umgebungstemperatur. Alle
bekannten Lösungen von
hydraulischen Spannsystemen zeigen einen Leckspalt unveränderter
Höhe, wodurch
sich keine Beeinflussung bzw. Einstellung der Dämpfungskraft ergibt.
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Abweichend
dazu zeigt die Erfindung durch das weitere im Kolben integrierte
Steuerventil einen Leckspalt, der sich abhängig von den Betriebsbedingungen
selbsttätig
einstellt, wodurch stets eine für den
Zugmitteltrieb optimale Dämpfungskraft
im Betriebszustand erzielbar ist.
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Durch
die sich einstellende temperaturunabhängige Dämpfung des erfindungsgemäßen hydraulischen
Spannsystems werden die für
einzelne Aggregate nachteiligen hohen Kräfte aufgrund großer Stellbewegungen
des Spannsystems insbesondere in der Startphase der Brennkraftmaschine
begrenzt. Die sich einstellende Kraftbegrenzung begünstigt vorteilhaft
die Lebensdauer des Zugmitteltriebs, insbesondere des Zugmittels.
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Durch
die Gestaltung der Durchtrittsquerschnitte und/oder der Federbeaufschlagung
des erfindungsgemäßen Steuerventils
sind die Dämpfungskräfte des
hydraulischen Spannsystems weitgehend unabhängig von der Viskosität und der
Temperatur des Hydraulikfluids und den Bauteiltemperaturen des Spannsystems
einstellbar.
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Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche 2 bis
13.
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Eine
bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, ein als Mehrfunktionsteil
gestaltetes Steuerventil in den Boden des Kolbens anzuordnen. Der
Aufbau dieses Steuerventils schließt sowohl die Funktion eines
definierten Leckspaltes als auch die Funktion eines Einwegventils
ein. Dieser Aufbau vereinfacht die Montage und beinhaltet einen
Kostenvorteil, indem das Mehrfunktionsteil vorgefertigt in den Kolben
einsetzbar ist.
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Aus
fertigungstechnischen Gründen
stellt sich zwischen dem Kolben und dem Zylinder ein einen Leckspalt
bildendes Führungsspiel
ein. Der den das Steuerventil durchströmende Volumenstrom übertrifft
dabei den Volumenstrom des Leckspaltes. Weiterhin schließt die Erfindung
ein, dass der das Führungsspiel
passierende Bypassstrom durch den Einsatz eines geeigneten Dichtungselementes
ganz unterbunden wird.
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Die
Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Steuerventils
unterstreichend, ist für
das erfindungsgemäße hydraulische
Spannsystem ein definiertes Leckspalt-Querschnittsverhältnis von 1 ≤ 0,4 vorgesehen.
Dieses Querschnittsverhältnis bewirkt
einen vorrangigen Hauptstrom des Fluids über das Steuerventil und einen
geringen Bypassstrom über
den als Ringspalt ausgebildeten Leckspalte zwischen dem Kolben und
der Innenwandung des Zylinders. Dieses Querschnittsverhältnis bewirkt
eine gewünschte kraftbegrenzte
Leckspaltöffnung,
wodurch die gesamte Belastung des Zugmitteltriebs begrenzt wird.
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Eine
bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Steuerventils schließt weiterhin
einen kegelstumpfartig gestalteten Ventilkörper ein, der in einer korrespondierend
kegelförmigen
Aufnahme des Kolbens eingesetzt und geführt ist.
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Eine
vorteilhafte weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, den
kegelstumpfartig gestalteten Ventilkörper so auszulegen, dass dieser
gleichzeitig das Rückschlagventil
beinhaltet. Bevorzugt schließt der
Ventilkörper
dazu eine stufenförmige
Bohrung ein, die zur beispielsweise zur Aufnahme eines als Kugelventils
oder Plattenventils vorgesehenen Einwegventils bestimmt ist.
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Alternativ
zu einer kombinierten Lösung,
bei der das Steuerventil und das Einwegventil ein Bauteil bilden,
bietet es sich an, radial versetzt zu den zentrisch im Kolben angeordneten
Steuerventil das Einwegventil zu positionieren.
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Ein
weiterer erfindungsgemäßer Aufbau
des Spannsystems umfasst ein Steuerventil, bestehend aus einem zylindrisch
und topfartig gestalteten Gehäuse
mit einer Steuerbohrung, die mit einer Steuerkante des Kolbens zusammenwirkt.
Der Aufbau des topfartigen Gehäuses
ermöglicht
gleichzeitig die Aufnahme eines als Kugelventil ausgebildeten Einwegventils.
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Als
Steuerventil eignet sich weiterhin ein im Kolben eingesetztes, druckabhängig elastisch
verformbares Gehäuse.
Vorzugsweise ist dazu das Gehäuse
aus einem dünnwandigen
Kunststoff hergestellt, dass sich bei ansteigendem Druck im Druckraum
des Spannsystems radial einschnürt,
verbunden mit einer selbsttätigen
Vergrößerung des
Leckspaltes. Das topfartige Gehäuse
schließt
weiterhin vorteilhaft im Bereich des Bodens ein als Plattenventil
aufgebautes Einwegventil ein, wodurch sich eine kompakte Bauweise
einstellt.
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Die
Erfindung schließt
als Steuerventil weiterhin einen quer zur Symmetrieachse des Kolbens verstellbaren,
eine Steuerbohrung einschließenden Schieber
ein. Ein Druckanstieg im Druckraum bewirkt eine Verstellung des
Schiebers, wobei sich bei einer Lageübereinstimmung zwischen der
Steuerbohrung und Öffnungen
des Kolbens ein Leckspalt oder eine definierte Drosselöffnung einstellt.
Als Schieber eignet sich bevorzugt ein zylindrischer Kolben, der
in einer Aufnahmebohrung verschiebbar ist. Zur Erzielung einer Mindesthöhe des Leckspaltes
bietet es sich beispielsweise an, einen kegelstumpfartig gestalteten
Ventilkörper
des Steuerventils auf der Mantelfläche mit Rippen bzw. partiellen
Vorsprüngen
zu versehen, wodurch sich ein eng begrenzter, definierter Leckspalt
und damit konstanter Abfluss des Hydraulikfluids von dem Druckraum
in den Vorratsraum einstellt. Ein ansteigender Druck im Druckraum,
der einen Überdruck
gegenüber
dem Vorratsraum bildet, bewirkt eine Verschiebung des federbelasteten
Ventilkörpers.
Der sich dabei vergrößernde Leckspalt
begrenzt die Dämpfkraft
bzw. ermöglicht
eine definierte Einstellung der Dämpfkraft. Durch eine geeignete Gestaltung
des Steuerventils, insbesondere des kegelstumpfartigen Ventilkörpers in
Verbindung mit einer entsprechenden Anfederung, ergibt sich eine Einstellung
der Dämpfkraft
in Abhängigkeit
von Betriebsbedingungen, insbesondere dem Druck im Hochdruckraum
und/oder der Bauteiltemperatur.
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Die
Anfederung des Ventilkörpers
bzw. des verstellbaren Schiebers in dem erfindungsgemäßen Spannsystem
kann auf vielfältige
Weise erfolgen. Bevorzugt eignen sich Druckfedern oder Blattfedern. Weiterhin
schließt
die Erfindung ein Steuerventil ein, dessen Gehäuse elastische Bereiche einschließt, wodurch
sich bei einem Druckanstieg der Leckspalt vergrößert.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden anhand der Figuren erläutert, aus denen sich weitere Vorteile
und Einzelheiten der Erfindung ergeben. Die Figuren sind schematische
Darstellungen und zeigen im Längsschnitt:
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1 ein
hydraulisches Spannsystem in einer bekannten Bauweise;
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2 ein
erstes Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Steuerventils,
versehen mit einem kegelstumpfartig gestalteten, als Mehrfunktionsteil
ausgebildeten Ventilkörper;
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3 ein
zweites Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Steuerventils,
bei dem das Einwegventil getrennt zum Steuerventil angeordnet ist.
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4 ein
drittes Ausführungsbeispiel,
bei dem das Steuerventil von einer Blattfeder beaufschlagt ist;
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5 ein
viertes Ausführungsbeispiel,
das ein Steuerventil mit einem topfartigen Gehäuse einschließt, in das
gleichzeitig das Einwegventil integriert ist;
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6 ein
fünftes
Ausführungsbeispiel
mit einem verstellbaren Schieber als Steuerventil;
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7 ein
sechstes Ausführungsbeispiel,
bei dem als Steuerventil ein elastisch verformbares Gehäuse vorgesehen
ist, das gleichzeitig ein Plattenventil einschließt.
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Detaillierte Beschreibung
der Zeichnungen
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Das
in 1 abgebildete hydraulische Spannsystem 1 umfasst
ein topfartig gestaltetes Gehäuse 2,
in dem zentrisch ein Zylinder 3 eingebracht ist, der zur
Aufnahme eines längsverschiebbaren Kolbens 4 bestimmt
ist. Sowohl das Gehäuse 2 als auch
der Kolben 4 sind mit einem Befestigungsauge, 5a, 5b versehen,
mit dem das Gehäuse
schwenkbar an einem ortsfesten Bauteil, beispielsweise dem Gehäuse der
Brennkraftmaschine befestigt ist. Der Kolben 4 steht bevorzugt über einen
in 1 nicht abgebildeten Schwenkhebel mittelbar mit
einer Spannrolle in Verbindung. Im Betriebszustand wird das hydraulische
Spannsystem 1 ausgehend von dem Zugmitteltrieb über die
Spannrolle kraftbeaufschlagt, wobei eine Kraft „F" in Pfeilrichtung auf den Kolben 4 wirkt. Der
Kraft „F" entgegengerichtet
wirkt eine Druckfeder 6, die mit einem Federende an dem
Gehäuse 2 und dem
weiteren Federende an einem Federteller 7 abgestützt ist,
welcher an dem Kolben 4 lagefixiert ist. Schwingungen des
Zugmittels verursachen eine oszillierende Bewegung des Kolbens 4.
Zur Dämpfung dieser
nachteiligen Stellbewegungen des Kolbens 4 schließt das hydraulische
Spannsystem 1 eine Dämpfungsvorrichtung 7 ein.
Dazu ist ein von dem Kolben 4 und dem Zylinder 3 begrenzter
Druckraum 8 mit einem Hydraulikfluid, insbesondere einem Öl gefüllt. Bei
einer Kraft "F" die eine resultierende
Kraft der Druckfeder 6 übertrifft,
baut sich im Druckraum 8 ein Druck „P" auf, der eine Bewegung des Kolbens 4 und
folglich einen Volumenaustausch, eine Strömung des Hydraulikfluids von
dem Druckraum 8 über
einen als Ringspalt 19 ausgebildeten Leckspalt zwischen der
Mantelfläche
des Kolbens 4 und einer Innenwandung 9 des Zylinders 3 auslöst. Das
austretende Hydraulikfluid gelangt dabei in einen kreisringförmig gestalteten
Vorratsraum 10, der außenseitig
von dem Gehäuse 2 und
innen von der Außenwandung
des Zylinders 3 begrenzt ist. Bei einer nachlassenden Kraft „F" wird der Kolben 4 von
der resultierenden Kraft der Druckfeder 6 aus dem Zylinder 3 verschoben,
wodurch sich eine Druckdifferenz, ein Unterdruck in dem Druckraum 8 einstellt
und dabei das Hydraulikfluid von dem Vorratsraum 10 in
den Druckraum 8 einströmt.
Das Einströmen
ermöglicht
ein dem Zylinder 3 zugeordnetes, bodenseitig angeordnetes
Einwegventil 11, das über
einen Fluidkanal 12 mit dem Vorratsraum 10 in
Verbindung steht. Eine federbelastete Kugel des Einwegventils 11 öffnet, sobald
sich ein Druckunterschied zwischen dem Druckraum 8 und
dem Vorratsraum 10 einstellt.
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Die 2 bis 7 zeigen
jeweils in einer vergrößerten Darstellung
in einer Detailzeichnung Varianten von erfindungsgemäßen Dämpfungsvorrichtungen.
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Die
in der 2 vergrößert dargestellte Dämpfungsvorrichtung 13a wird
gebildet durch ein zentrisch im Kolben 14 eingesetztes
Steuerventil 15a. Das Steuerventil 15a umfasst
einen kegelstumpfartig gestalteten Ventilkörper 16a, der in eine korrespondierend
kegelförmige
Aufnahme 17 des Kolbens eingesetzt ist und dabei von einer
Druckfeder 18 kraftbeaufschlagt wird. Das als Mehrfunktionsteil
gestaltete Steuerventil 15a dient gleichzeitig zur Aufnahme
eines federbelasteten Einwegventils 20 das auch als Rückschlagventil
zu bezeichnen ist. Bei einer Kolbenkraft „F", die eine sich von dem Druck „P" im Druckraum 8 einstellende,
den Kolben 14 beaufschlagende resultierende Kraft übertrifft,
verschiebt sich der Kolben 14 in Richtung des Druckraums 8.
Wenn die auf das Steuerventil 15a wirkende Druckkraft Fp die Kraft der Druckfeder 18 übertrifft, bewegt
stellt sich eine den Leckspalt 21 vergrößernde Stellbewegung des Steuerventils 15a ein.
Dabei öffnet
sich das Steuerventil 15a, wobei ein Hauptstrom des Hydraulikfluids über den
sich vom Steuerventil 15a bildenden Leckspalt 21 in
den Vorratsraum 10 gelangt. Aufgrund eines Einbauspiels
zwischen dem Kolben 14 und einer Innenwandung des Zylinders 3 bildet
sich weiterhin ein Bypassstrom des Hydraulikfluids über den
einen Ringspalt 21 bildenden Leckspalt. Eine in Richtung
der Kraft „F" gerichtete Bewegung
des Kolbens 14, verbunden mit einem Unterdruck in dem Druckraum 8 führt zu einem Öffnen des
Einwegventils 20, wodurch Hydraulikfluid von dem Vorratsraum 10 in
den Druckraum 8 gelangt. In der in 2 abgebildeten
Endlage des Steuerventils 15a stellt sich ein definierter
Leckspalt 21 ein, der gebildet wird durch partielle auf
dem Außenumfang
des Ventilkörpers 16a angeordneten
Rippen 22 bzw. örtlichen
Vorsprünge,
die alternativ auch im Bereich der Aufnahme 17 angeordnet
sein können.
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Die 3 zeigt
die Dämpfungsvorrichtung 13b,
bei dem das Einwegventil 23 radial versetzt zu dem Ventilkörper 16b in
Kolben 14 angeordnet ist. Der übrige Aufbau und die Wirkungsweise
der Dämpfungsvorrichtung 13b entspricht
der in 2 abgebildeten Dämpfungsvorrichtung 13a.
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In 4 ist
die Dämpfungsvorrichtung 13a gemäß 2 abgebildet,
die alternativ zu einer Druckfeder eine Blattfeder 24 einschließt, die
unmittelbar mit dem Ventilkörper 16a zusammenwirkt.
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Die
Dämpfungsvorrichtung 13c gemäß 5 umfasst
ein topfartiges, zylindrisches Gehäuse 25, das in einer
Stufenbohrung 26 des Kolbens 14 verschiebbar eingesetzt
ist. In der abgebildeten Endlage ist das Steuerventil 15c an
einem im Kolben 14 eingesetzten Sicherungsring 27 lagefixiert.
Eine von dem Sicherungsring 27 ausgehende Verschiebung des
Steuerventils 15c innerhalb des Kolbens 14 ermöglicht einen
Hauptstrom des Hydraulikfluids von dem Druckraum 8 in den
Vorratsraum 10, sobald eine Überschneidung zwischen der
Steuerbohrung 29 des Steuerventils 15c und einer
Steuerkante 30 des Kolbens 14 erfolgt. Parallel
dazu stellt sich ein Bypassstrom des Hydraulikfluids über den
als Ringspalt 21 ausgebildeten Leckspalt zwischen dem Kolben 14 und
dem Zylinder 3 ein. Eine Umkehrung der Kolbenbewegung verursacht
ein Nachsaugen des Hydraulikfluids von dem Vorratsraum 10 in
den Druckraum 8 über
das innerhalb des Steuerventils 15c integrierte Einwegventil 31.
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Die
in 6 abgebildete Dämpfungsvorrichtung 13d schließt ein Steuerventil 15d ein,
das einen quer zu einer Symmetrieachse 32 des Kolbens 14 verstellbaren
Schieber 33 einschließt.
Der in einer Querbohrung des Kolbens 14 eingesetzte Schieber 33 ist
federbelastet an einem Anschlag 34 abgestützt und
schließt
eine Steuernut der Steuerbohrung 35 ein. Eine Stellbewegung
des Kolbens 14 in Kraftrichtung „F" bewirkt eine Druckerhöhung innerhalb
des Druckraums 8. Der Druckanstieg wird gleichzeitig über eine
Bohrung 36 des Kolbens 14 auf den Schieber 33 übertragen,
wodurch sich dieser in Richtung des Einwegventils 23 verschiebt.
Bei einer Übereinstimmung
bzw. einer Überschneidung
der Steuerbohrung 35 des Schiebers mit den Öffnungen 37a, 37b des Kolbens 14 stellt
sich ein Leckspalt ein, der den Hauptstrom des Hydraulikfluids von
dem Druckraum 8 in den Vorratsraum 10 bildet.
Eine umgekehrte Kolbenbewegung bewirkt einen Volumenaustausch des
Hydraulikfluids von dem Vorratsraum 10 in den Druckraum 8 über das
Einwegventil 23.
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Die
Dämpfungsvorrichtung 13e gemäß 7 umfasst
das Steuerventil 15e, in dem gleichzeitig ein als Plattenventil
ausgebildetes Einwegventil 38 integriert ist. Das Steuerventil 15e umfasst
ein elastisch verformbares Gehäuse 39,
das in eine Aufnahme 40 des Kolbens 14 eingesetzt
ist. Zwischen dem Gehäuse 39 und
der Aufnahme 40 stellt sich ein Leckspalt 41 ein,
der beispielsweise durch Rippen der Aufnahme 40 gebildet
wird, an denen das Gehäuse 39 geführt ist.
Eine Bewegung des Kolbens 14 in Richtung des Druckraums 8,
verbunden mit einer Druckerhöhung
führt zu
einer gewollten elastischen Verformung des Gehäuses 39, wodurch sich
der Leckspalt 41 und damit der Hauptstrom des Hydraulikfluids
von dem Druckraum 8 in den Vorratsraum 10 vergrößert. Eine
umgekehrte Kolbenbewegung ermöglicht
ein Nachströmen
des Hydraulikfluids aus dem Vorratsraum 10 durch das topfförmige Gehäuse 39 über das
als Plattenventil 38 ausgeführte in den Gehäuse 39 integrierte
Einwegventil.
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- 1
- Hydraulisches
Spannsystem
- 2
- Gehäuse
- 3
- Zylinder
- 4
- Kolben
- 5a
- Befestigungsauge
- 5b
- Befestigungsauge
- 6
- Druckfeder
- 7
- Dämpfungsvorrichtung
- 8
- Druckraum
- 9
- Innenwandung
- 10
- Vorratsraum
- 11
- Einwegventil
- 12
- Fluidkanal
- 13a
- Dämpfungsvorrichtung
- 13b
- Dämpfungsvorrichtung
- 13c
- Dämpfungsvorrichtung
- 13d
- Dämpfungsvorrichtung
- 14
- Kolben
- 15a
- Steuerventil
- 15b
- Steuerventil
- 15c
- Steuerventil
- 15d
- Steuerventil
- 15e
- Steuerventil
- 16a
- Ventilkörper
- 16b
- Ventilkörper
- 17
- Aufnahme
- 18
- Druckfeder
- 19
- Ringspalt
- 20
- Einwegventil
- 21
- Ringspalt
- 22
- Rippe
- 23
- Einwegventil
- 24
- Blattfeder
- 25
- Gehäuse
- 26
- Stufenbohrung
- 27
- Sicherungsring
- 28
- Druckfeder
- 29
- Steuerbohrung
- 30
- Steuerkante
- 31
- Einwegventil
- 32
- Symmetrieachse
- 33
- Schieber
- 34
- Anschlag
- 35
- Steuerbohrung
- 36
- Bohrung
- 37a
- Öffnung
- 37b
- Öffnung
- 38
- Einwegventil
- 39
- Gehäuse
- 40
- Aufnahme
- 41
- Leckspalt