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DE102006043839A1 - Sensorsystem und Sensoreinrichtung - Google Patents

Sensorsystem und Sensoreinrichtung Download PDF

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DE102006043839A1
DE102006043839A1 DE200610043839 DE102006043839A DE102006043839A1 DE 102006043839 A1 DE102006043839 A1 DE 102006043839A1 DE 200610043839 DE200610043839 DE 200610043839 DE 102006043839 A DE102006043839 A DE 102006043839A DE 102006043839 A1 DE102006043839 A1 DE 102006043839A1
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Germany
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sensor
sensor device
comparator circuit
current
hall
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Withdrawn
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DE200610043839
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English (en)
Inventor
Michael Kaindl
Andreas Huber-Toth
Alexander Kober
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Bayerische Motoren Werke AG
Original Assignee
Bayerische Motoren Werke AG
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01DMEASURING NOT SPECIALLY ADAPTED FOR A SPECIFIC VARIABLE; ARRANGEMENTS FOR MEASURING TWO OR MORE VARIABLES NOT COVERED IN A SINGLE OTHER SUBCLASS; TARIFF METERING APPARATUS; MEASURING OR TESTING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01D1/00Measuring arrangements giving results other than momentary value of variable, of general application
    • G01D1/16Measuring arrangements giving results other than momentary value of variable, of general application giving a value which is a function of two or more values, e.g. product or ratio

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Abstract

Gegenstand der Erfindung ist ein Sensorsystem (SS) mit einer ersten Sensoreinrichtung (SE1), die in Abhängigkeit von ihrem Betriebszustand mit einer ersten oder einer zweiten Stromstärke (I1, I2) betrieben wird, mit einer zweiten Sensoreinrichtung (SE2), die in Abhängigkeit von ihrem Betriebszustand mit einer dritten oder einer vierten Stromstärke (I3, I4) betrieben wird, wobei die erste und die zweite Sensoreinrichtung (SE1, SE2) derart mit einer Komparatorschaltung (KS) zusammengeschaltet sind, dass Informationen über die Stromstärke, mit der die erste Sensoreinrichtung (SE1) betrieben wird und die Stromstärke, mit der die zweite Sensoreinrichtung (SE2) betrieben wird, über eine Signalleitung der Komparatorschaltung (KS) zugeführt werden, wobei Ausgänge (A1, A2, A3, A4) der Komparatorschaltung (KS) einer Auswertelogik (AL) zugeführt werden, und wobei die Auswertelogik (AL) derart eingerichtet ist, dass ermittelt wird, in welchem Betriebszustand sich die erste und/oder die zweite Sensoreinrichtung (SE1, SE2) befinden.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sensorsystem und eine Sensoreinrichtung.
  • Aus der DE 42 33 549 A1 ist eine Vorrichtung zum Erfassen der Drehzahl und der Drehrichtung eines Drehantriebes unter Verwendung eines mit dem Drehantrieb drehfest verbundenen signalgebenden oder signalverändernden Elements, eines Sensors sowie einer elektronischen Auswerteeinheit, insbesondere für Fensterheber und Schiebedächer in Kraftfahrzeugen, bekannt. Um die Drehzahl und Drehrichtung des Drehantriebs bei hoher Auflösung der Drehzahl und Drehrichtung mit einer Sensoreinrichtung zu erfassen, wird bei der Rotation des signalverändernden Elements die magnetische Flussdichte in einem magnetischen Kreis periodisch verändert, wobei die Änderung der magnetischen Flussdichte drehrichtungscodiert ist.
  • Zur Erfassung der sich periodisch verändernden magnetischen Flussdichte in einem magnetischen Kreis werden unter anderem Hallsensoren als magnetfeldempfindliche Elemente eingesetzt, bei denen die Größe und Richtung der abgegebenen Hallspannung von dem einwirkenden Magnetfeld abhängig ist. Ein solcher Hallsensor arbeitet häufig als bistabiler Schalter, der an seinem Ausgang ein positives Ausgangssignal abgibt, wenn er von einem Magnetfeld in einer vorgegebenen Richtung durchsetzt wird. Dieses Signal bleibt solange erhalten, bis der Hallsensor von einem entgegen gerichteten Magnetfeld durchsetzt wird und somit an seinem Ausgang ein Nullsignal entsteht. Derartige Hallsensoren werden in integrierten Schaltkreisen vorgesehen, in denen zur Signalformung zusätzlich Verstärker, Trigger und dergleichen enthalten sind.
  • Es ist bekannt, die Drehzahl und die Drehrichtung eines Drehantriebes mittels zweier um 90 Grad zueinander versetzter Hallsensoren zu ermitteln, in dem zentrisch auf der Drehantriebsachse ein mit dieser drehfest verbundener NS-magnetisierter Ringmagnet angeordnet wird. Bei der Rotation des Ringmagneten werden die beiden seitlich des Ringmagneten angeordneten Hallsensoren jeweils von einem veränderlichen Magnetfeld durchsetzt, und die an den beiden Sensoren dabei auftretenden Magnetfeldänderungen mittels Schmitt-Trigger in zwei um 90 Grad zueinander versetzte binäre Impulsfolgen umgesetzt. Durch Zählen der Impulsanzahl pro Zeiteinheit kann die Drehzahl und durch Vergleich der beiden Impulsfolgen die Drehrichtung des Drehantriebs bestimmt werden.
  • Zur Erfassung von Positionen, Winkelstellungen und Abständen von Objekten werden, wie in der DE 102004024910 B3 beschrieben, häufig Hallschalteranordnungen eingesetzt. Dazu wird beispielsweise ein Steuermagnet in die Nähe eines Hallsensors gebracht, so dass an diesem in Folge des sich verändernden Magnetfelds, das sich aufgrund der veränderten Lage bzw. des veränderten Abstands entsprechend ergibt, eine verändernde Messspannung, z.B. Hallspannung, erzeugt wird. Mit Hilfe einer nachgeschalteten Schwellwertauswerteschaltung, z.B. einer Komparatorschaltung oder einer Komparatorschaltung mit Hysterese (Schmitt-Triggerschaltung), kann die Lageänderung mittels Steuermagneten digital erfasst werden. So werden Hallsensoren als so genannte Hallschalteranordnung zur Positions- bzw. Abstandserfassung bewegbarer Teile eingesetzt. Hallsensorelemente bzw. Hallschalter werden somit insbesondere auch für den Einsatz als Positions- bzw. Näherungsschalter bei industriellen Anwendungen und insbesondere auch im Automobilbereich eingesetzt, wobei diese Hallsensoren in einem Kraftfahrzeug beispielsweise zur Erfassung von Gangschalthebelpositionen, der Sitzeinstellung, der Spiegelpositionen, im Gurtschloss, bei Fensterhebern, im Schiebedach oder sonstigen Anwendungen zum Einsatz kommen können.
  • Im Folgenden wird nun bezugnehmend auf das rein schematisch in 3 dargestellte Hallschalterelement 10 dessen prinzipielle Funktionsweise erläutert. Wie in 3 dargestellt ist, weist das Hallschalterelement 10 einen ersten Eingangsanschluss 10a zum Bereitstellen einer Versorgungsspannung Vcc, einen zweiten Eingangsanschluss 10b zum Bereitstellen eines Bezugpotentials GND, z.B. Massepotential, und einen Ausgangsanschluss 10c zum Bereitstellen eines Ausgangssignals OUT auf. Das Hallschalterelement 10 umfasst ferner ein Hallsensorelement 12, eine Ansteuer- und Versorgungseinrichtung 14 und eine Auswerte- und Verarbeitungseinrichtung 16. Wie in 3 dargestellt ist, ist die Ansteuer- und Versorgungseinrichtung 14 vorgesehen, um das Hallsensorelement 12 mit einem geeigneten Ansteuersignal anzusteuern und ferner die Auswerte- und Verarbeitungseinrichtung 16 beispielsweise mit Energie zu versorgen. Die Auswerte- und Verarbeitungseinrichtung 16 ist nun beispielsweise vorgesehen, um das Ausgangssignal, z.B. die Hallspannung, des Hallsensorelements 12 auszuwerten, wobei die Auswerte- und Verarbeitungseinrichtung 16 beispielsweise als eine Komparatoreinrichtung oder auch eine Komparatoreinrichtung mit Hysterese (Schmitt-Trigger) ausgebildet ist, um an dem Ausgangsanschluss 10c das Ausgangssignal OUT auszugeben, das einen Schaltzustand des Hallschalterelements 10 darstellt.
  • Im Folgenden wird nun anhand der 4A–C erläutert, wie ein typisches Schaltsignal OUT eines Hallschalterelements erhalten wird. Wie in 4A dargestellt ist, ist das Hallschalterelement 10 beispielsweise einer magnetischen Flussdichte B mit wechselnder Amplitude ausgesetzt, wobei dies beispielsweise die Annäherung oder Entfernung eines Steuermagneten oder allgemein jegliche Veränderung eines Magnetfeldes bzw. einer magnetischen Flussdichte, die das Hallschalterelement 10 durchdringt, darstellt und auf einer Lageänderung eines zu beobachtenden Objekts basiert. Die magnetische Flussdichte wird nun in dem Hallsensorelement 12 des Hallschal terelements 10 in eine dazu proportionale Ausgangsspannung, z.B. eine Hallspannung, umgewandelt.
  • Falls nun die Auswerte- und Verarbeitungseinrichtung beispielsweise als einfache Komparatoreinrichtung mit einer Schaltschwelle S0 ausgeführt ist, ergibt sich beispielsweise der in 4B dargestellte Verlauf des Ausgangssignals, wobei bei Durchschreiten der magnetischen Flussdichte bzw. der resultierenden Hallspannung der Schaltschwelle So eine Veränderung der Ausgangsspannung, beispielsweise zwischen einem ersten logischen Pegel "L" und einem zweiten logischen Pegel "H", des Ausgangssignals hervorgerufen wird. Ein Vergleich der magnetischen Flussdichte mit der Schaltschwelle So bedeutet, dass das Ausgangssignal, d.h. die Hallspannung, des Hallsensorelements 12 mit einer Referenzspannung als Schaltschwelle verglichen wird.
  • In 4C ist nun ein Ausgangssignal OUT dargestellt, das durch eine Komparatoreinrichtung mit Hysterese erhalten wird, wobei eine obere Schwelle S1 und eine untere Schaltschwelle S2 bereitgestellt wird, wobei das Ausgangssignal OUT bei Überschreiten der oberen Schwelle S1 von dem ersten logischen Pegel auf den zweiten logischen Pegel übergeht, und wobei das Ausgangssignal OUT erst dann wieder von dem zweiten logischen Pegel auf den ersten logischen Pegel übergeht, wenn die zweite niedrigere Schaltschwelle S2 unterschritten wird. Die erste und die zweite Schaltschwelle S1, S2 sind beispielsweise symmetrisch um die Grundschaltschwelle So angeordnet.
  • Der Ausgangsanschluss 10c des Hallschalterelements 10 ist nun im allgemeinen mit einer Mikroprozessoreinrichtung verbunden, die das Schaltsignal OUT des Hallschalterelements 10 auswertet. Wie bereits im Vorhergehenden angesprochen wurde, werden solche Hallschalterelemente 10 beispielsweise umfangreich in der Automobiltechnik als Positions- bzw. Näherungsschalter eingesetzt, wobei dazu beispielsweise zur Bestimmung der Gangschalthebelposition entsprechend der Anzahl bzw. Auflösung der zu erfassenden Positionen eine Vielzahl von Schaltern räumlich relativ eng aneinander gruppiert angeordnet sind. Diese Hallschalterelemente 10 sind jedoch relativ weit entfernt von der den Schaltzustand auswertenden Mikroprozessoreinrichtung, z.B. dem Bordcomputer eines Kraftfahrzeugs, angeordnet.
  • Gemäß dem Stand der Technik wird von jedem Hallschalterelement 10 eine eigene Signalleitung zu einem eigenen Mikroprozessoreingang verlegt. Dieses Vorsehen einer Vielzahl von Leitungen zu der Mikroprozessoreinrichtung stellt einen erhöhten Fertigungsaufwand und damit erhöhte Fertigungskosten dar. Ferner ist es erforderlich, dass die Mikroprozessoreinrichtung ausreichend viele Eingangsanschlüsse zum Aufnehmen jedes Ausgangssignals OUT jedes Hallschalterelements 10 aufweist. Eine große Anzahl von bereitzustellenden Eingangsanschlüssen einer Mikroprozessoreinrichtung hat jedoch zur Folge, dass einerseits ein relativ komplexes Schaltungslayout der Mikroprozessoreinrichtung bei einer großen Zahl von Eingangsanschlüssen erforderlich ist, und andererseits die Abmessungen der Mikroprozessoreinrichtung aufgrund der großen Anzahl von Anschlussstiften relativ groß gehalten werden muss, da die Größe eines Halbleiterchips vor allem durch die Anzahl der erforderlichen Anschlussstifte mitbestimmt wird.
  • Aus der EP 0 363 512 A1 ist bereits eine Anordnung zweier in Serie geschalteter Hall-Generatoren bekannt, bei denen die Hall-Signalstrecken in Serie geschaltet sind, wodurch sich eine Addition ihrer Signalspannungen ergibt.
  • Aus der DE 41 35 381 A1 ist bereits eine Hall-Sensorkette bekannt, bei der jeder Hall-Sensor einen Hall-Schalter und eine Ansteuereinheit für denselben aufweist. Die Hall-Schalter werden sequenziell aktiviert und sind auf eine gemeinsame Ausgangsleitung geschaltet.
  • In der DE 102004024910 B3 weist eine Hallschalteranordnung eine Mehrzahl von in Serie geschalteten Hallschalterelementen auf, wobei ein erstes Hallschalterelement ausgebildet ist, um ein erstes Ausgangssignal bereitzustellen, das eine Information über einen Schaltzustand des ersten Hallschalterelements aufweist, und wobei ein zweites, nachgeschaltetes Hallschalterelement ausgebildet ist, um das erste Ausgangssignal des ersten Hallschalterelements aufzunehmen und um ein weiteres Ausgangssignal bereitzustellen, das die Information über den Schaltzustand des ersten Hallschalterelements und eine weitere Information über einen Schaltzustand des zweiten Hallschalterelements aufweist. Dabei wird eine Mehrzahl vorzugsweise gleichartiger Hallschalterelemente verkettet angeordnet, d.h. in Serie geschaltet bzw. kaskadiert, wobei zumindest das zweite Hallschalterelement bzw. die optional nachfolgenden Hallschalterelemente einen zusätzlichen Eingang besitzen. In dieser Kette kann nun jeweils ein Eingangsanschluss eines nachfolgenden Hallschalterelements mit dem Ausgangsanschluss eines vorhergehenden Hallschalterelements verbunden werden, wobei der Ausgangsanschluss des letzten Hallschalterelements in der Kette mit einem einzigen Mikroprozessoreingang verbunden ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine technische Lehre anzugeben, durch die der Leitungsaufwand zum Zuführen der Ausgangssignale einer Vielzahl von Sensoreinrichtungen an eine Auswerteeinrichtung verringert werden kann.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den abhängigen Ansprüchen zu entnehmen.
  • Erfindungsgemäß ist ein Sensorsystem vorgesehen mit einer ersten Sensoreinrichtung, die in Abhängigkeit von ihrem Betriebszustand mit einer ersten oder einer zweiten Stromstärke betrieben wird, mit einer zweiten Sensorein richtung, die in Abhängigkeit von ihrem Betriebszustand mit einer dritten oder einer vierten Stromstärke betrieben wird, wobei die erste und die zweite Sensoreinrichtung derart mit einer Komparatorschaltung zusammengeschaltet sind, dass Informationen über die Gesamt-Stromstärke, mit der die erste Sensoreinrichtung betrieben wird und mit der die zweite Sensoreinrichtung betrieben wird, über eine Signalleitung der Komparatorschaltung zugeführt werden, wobei die Ausgänge der Komparatorschaltung einer Auswertelogik zugeführt werden, und wobei die Auswertelogik, insbesondere eine Prozessoreinrichtung, eine applikationsspezifische Schaltungseinrichtung oder ein Mikrocontroller, derart eingerichtet ist, dass ermittelt wird, in welchem Betriebszustand sich die erste und/oder die zweite Sensoreinrichtung befinden.
  • Die Sensoreinrichtung kann beispielsweise einen Hallsensor oder einen Hallschalter umfassen bzw. ein Hallsensor oder ein Hallschalter sein. Der Betriebszustand der Sensoreinrichtung kann auch durch einen Schaltzustand der Sensoreinrichtung beschrieben sein und kann von der zu erfassenden physikalischen Größe, wie beispielsweise einem Magnetfeld, abhängen.
  • Die Gesamt-Stromstärke ist insbesondere die Summe der Stromstärken, mit denen die erste Sensoreinrichtung und die zweite Sensoreinrichtung betrieben werden.
  • Die erste, zweite, dritte und vierte Stromstärke sind vorzugsweise verschieden.
  • Vorzugsweise gilt:
    I1 > I2,
    I3 > I4,
    I1 + I4 ≠ I2 + I3,
    wobei:
    I1: erste Stromstärke,
    I2: zweite Stromstärke,
    I3: dritte Stromstärke,
    I4: vierte Stromstärke.
  • Bei Einhaltung dieser Regeln ist aus der Gesamt-Stromstärke oder einer damit korrelierenden Größe immer ableitbar, ob die erste Sensoreinrichtung mit der ersten oder zweiten Stromstärke betrieben wird, und ob die zweite Sensoreinrichtung mit der dritten oder vierten Stromstärke betrieben wird.
  • Informationen über die Stromstärke können durch die Stromstärke selbst oder in Form einer damit korrelierenden Größe, beispielsweise einer Spannung, vorliegen oder signalisiert werden.
  • Durch die Erfindung wird erreicht, dass mit nur einer Signalleitung Informationen über den Betriebszustand der ersten und der zweiten Sensoreinrichtung zu einer Komparatorschaltung mit nachgeschalteter Auswertelogik übertragen werden. Diese gleichzeitige Signalisierung verschiedener Informationen über eine Signalleitung basiert auf einer Codierung der Gesamt-Stromstärke derart, dass durch eine Komparatorschaltung mit nachgeschalteter entsprechender Auswertelogik die Informationen über die einzelnen Stromstärken, mit denen die erste und die zweite Sensoreinrichtung betrieben werden, und damit die Informationen über die aktuellen Betriebszustände der ersten und der zweiten Sensoreinrichtung ermittelt werden können. Dazu ist es erforderlich, dass die beiden Sensoreinrichtungen jeweils mit zwei verschiedenen Stromstärken betreibbar sind.
  • Vorzugsweise umfasst die Sensoreinrichtung eine Schalteinrichtung, wobei die Sensoreinrichtung derart ausgeführt ist, dass die Schalteinrichtung in Abhängigkeit von dem Betriebszustand der Sensoreinrichtung geöffnet oder geschlossen ist oder wird.
  • Besonders einfach ist die Signalisierung einer Gesamt-Stromstärke dann, wenn die Sensoreinrichtungen parallel zueinander geschaltet sind.
  • Besonders bevorzugt ist die Komparatorschaltung derart ausgeführt, dass sie mindestens vier Ausgangssignale ausgibt. Die vier Ausgangssignale können binär codiert sein, so dass durch die vier Ausgangssignale maximal 16 Zustände unterschieden werden können. Vier der Zustände können jeweils den folgenden – gleichzeitig den verschiedenen Sensoreinrichtungen zugeordneten – Stromstärken entsprechen, und damit die aktuellen Betriebszustände der beiden Sensoreinrichtungen anzeigen.
    I1 und I3;
    I1 und I4;
    I2 und I3;
    I2 und I4.
  • Die Auswertelogik ist dann vorzugsweise derart eingerichtet, dass basierend auf den Ausgangssignalen ermittelt wird, in welchem Betriebszustand sich die erste und/oder die zweite Sensoreinrichtung befinden. Weitere Ausgangssignale können zur Beurteilung der gesamten Schaltung herangezogen werden.
  • Vorzugsweise ist zwischen den Sensoreinrichtungen und der Komparatorschaltung eine Umwandlungsschaltung geschaltet, um die Stromstärke, mit der die erste Sensoreinrichtung betrieben wird, und die Stromstärke, mit der die zweite Sensoreinrichtung betrieben wird, in ein für die Gesamt-Stromstärke repräsentatives Gesamt-Spannungssignal umzusetzen, das der Komparatorschaltung zugeführt wird.
  • Selbstverständlich liegt es auch im Rahmen der Erfindung, neben der ersten und zweiten Sensoreinrichtung weitere Sensoreinrichtungen vorzusehen und diese entsprechend der Erfindung auszuführen und zu beschalten, um so über eine Signalleitung auch die Betriebszustände dieser weiteren Sensoreinrichtungen zu signalisieren.
  • Ebenso liegt es m Rahmen der Erfindung, wenn Teile des Sensorsystems softwaretechnisch in die Praxis umgesetzt werden.
  • Im Rahmen der Erfindung liegt auch eine Sensoreinrichtung mit zwei Stromversorgungseingängen, die derart eingerichtet ist, dass sie beim Betrieb über einen ersten Stromversorgungseingang in Abhängigkeit von ihrem Betriebszustand mit einer ersten oder einer zweiten Stromstärke betrieben wird, und dass sie beim Betrieb über einen zweiten Stromversorgungseingang in Abhängigkeit von ihrem Betriebszustand mit einer dritten oder einer vierten Stromstärke betrieben wird.
  • Dadurch wird eine Realisierung des erfindungsgemäßen Sensorsystems basierend auf zwei typgleichen, baugleichen oder identischen Sensoreinrichtungen ermöglicht, die lediglich an verschiedenen Stromversorgungseingängen betrieben werden. Dadurch können erfindungsgemäße Sensoreinrichtungen und damit erfindungsgemäße Sensorsysteme besonders wirtschaftlich in die Praxis umgesetzt werden.
  • Vorzugsweise umfasst die Sensoreinrichtung eine Schalteinrichtung, wobei die Sensoreinrichtung derart ausgeführt ist, dass die Schalteinrichtung in Abhängigkeit von dem Betriebszustand der Sensoreinrichtung geöffnet oder geschlossen ist.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen unter Bezugnahme auf die folgenden Figuren näher erläutert:
  • 1 zeigt ein vereinfachtes Prinzipschaltbild eines Sensorsystems;
  • 2 zeigt ein vereinfachtes Prinzipschaltbild einer Sensoreinrichtung;
  • 3 zeigt eine Prinzipdarstellung eines bekannten Hallschalterelements gemäß dem Stand der Technik;
  • 4A–C zeigen das Ausgangssignal bzw. den Schaltzustand eines bekannten Hallschalterelements gemäß dem Stand der Technik.
  • 1 zeigt ein Sensorsystem SS mit zwei Sensoreinrichtungen SE1, SE2. Die Sensoreinrichtungen SEI, SE2 umfassen jeweils einen Hallschalter H1, H2 und einen Widerstand R1, R2. Je nach Schaltzustand der Hallschalter H1, H2 werden die beiden Sensoreinrichtungen SEI, SE2 in verschiedenen Betriebszuständen und mit verschiedenen Stromstärken betrieben.
  • Die erste Sensoreinrichtung SE1 wird mit einer ersten Stromstärke I1 oder einer zweiten Stromstärke I2, und die zweite Sensoreinrichtung SE2 mit einer dritten Stromstärke I3 oder einer vierten Stromstärke I4 betrieben oder versorgt.
  • Dabei gilt beispielsweise:
    I1 > I2;
    I3 > I4;
    I1 + I4 ≠ I2 + I3.
  • Die aktuellen Stromstärken I1 bzw. I2 und I3 bzw. I4 werden aufaddiert und die entsprechende vom Betriebszustand der Sensoreinrichtungen SE1, SE2 abhängige Gesamt-Stromstärke durch eine Umwandlungsschaltung, die einen Vorwiderstand R3, einen Nebenschlusswiderstand R4, und einen Operationsverstärker OVU umfasst und mit einer Stromquelle SQ versorgt wird, in eine entsprechende Gesamt-Spannung umgesetzt.
  • Die aktuelle vom Betriebszustand der Sensoreinrichtungen SE1, SE2 abhängige Gesamt-Spannung wird einer Komparatorschaltung KS zugeführt, die vier Operationsverstärker OV1, OV2, OV3, OV4 und vier Referenzwiderstände R7, R8, R9, R10 umfasst, wobei den Operationsverstärkern OV1, OV2, OV3, OV4 jeweils am invertierenden Eingang die Versorgungsspannung VCC zugeführt wird.
  • An den vier Signalausgängen A1, A2, A3, A4 der Komparatorschaltung KS liegen binär codiert Informationen über die Gesamt-Spannung und damit die Gesamt-Stromstärke I vor, die dann durch eine Auswertelogik AL ausgewertet werden, so. dass die Gesamt-Stromstärke bzw. Gesamt-Spannung in die aktuellen Betriebszustände der Sensoreinrichtungen SE1, SE2 umgesetzt werden, die binär codiert an den Logikausgängen L1, L2 ausgegeben werden.
  • Im Folgenden wird anhand eines Beispiels die Funktionsweise des Sensorsystems SS weiter veranschaulicht:
    Die erste Sensoreinrichtung SE1 soll dabei je nach Betriebszustand mit den Stromstärken I1 = 5 mA und I2 = 15 mA betreibbar sein.
  • Die zweite Sensoreinrichtung SE2 soll dabei je nach Betriebszustand mit den Stromstärken I3 = 6,5 mA und I4 = 13,5 mA betreibbar sein.
  • In dem ausgeführten Beispiel können gegebenenfalls durch weitere Komparatorstufen auch offene Zuleitungen und Kurzschlüsse detektiert werden. Offene Leitungen sind beispielsweise dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtstromstärke unter den definierten Werten bleibt (z.B. 0 < I < 5 mA); Kurzschlüsse dadurch, dass die definierte maximale Stromstärke überschritten wird (z.B. I > 28,5 mA).
  • Es gelten dann folgende Zuordnungen:
    Gesamt-Strom-Stärke I Betriebszustand der Sensoreinrichtungen Signale an den Logikausgängen I1,I2
    0 < I < 5 mA Kein Hallsensor angeschlossen Fehler; Leitungsunterbrechung
    5 mA < I < 6,5 mA – Erste Sensoreinrichtung SEI (Hallsensor 1) angeschlossen – ohne Magnetfeld – Zweite Sensoreinrichtung SE2 (Hallsensor 2) nicht angeschlossen Fehler; Leitungsunterbrechung Sensor 2
    6,5 mA < I < 11,5 mA – Hallsensor 2 angeschlossen – ohne Magnetfeld – Hallsensor 1 nicht angeschlossen Fehler; Leitungsunterbrechung Sensor 1
    11,5 mA – Beide Hallsensoren angeschlossen – ohne Magnetfeld Zustand Ausgang 00
    21,5 mA – Beide Hallsensoren angeschlossen – Hallsensor 1 mit Magnetfeld – Hallsensor 2 ohne Magnetfeld Zustand Ausgang 01
    18,5 mA – Beide Hallsensoren angeschlossen – Hallsensor 1 ohne Magnetfeld – Hallsensor 2 mit Magnetfeld Zustand Ausgang 10
    28,5m A – Beide Hallsensoren angeschlossen – Hallsensor 1 mit Magnetfeld – Hallsensor 2 mit Magnetfeld Zustand Ausgang 11
    I > 28,5 mA Kurzschluss oder falscher Sensor Fehler
  • 2 zeigt eine Sensoreinrichtung SE3, die beispielsweise in dem eben erläuterten Sensorsystem SS entsprechend unterschiedlich beschaltet an die Steile der ersten Sensoreinrichtung SE1 und an die Stelle der zweiten Sensoreinrichtung SE2 treten kann.
  • Die Sensoreinrichtung SE3 umfasst einen Hallschalter H3 zwei Dioden D1, D2 und drei Widerstände R10, R11, R12, welche derart mit den Stromversorgungseingängen E1, E2 verschaltet sind, dass je nachdem, ob der erste Stromversorgungseingang E1 oder der zweite Stromversorgungseingang E2 zur Stromversorgung verwendet wird, in Abhängigkeit von dem Betriebszustand der Sensoreinrichtung SE3 die Sensoreinrichtung SE3 mit einer ersten Stromstärke I1 bzw. einer zweiten Stromstärke I2 oder einer dritten Stromstärke I3 bzw. einer vierten Stromstärke I4 betrieben wird.

Claims (8)

  1. Sensorsystem (SS) mit einer ersten Sensoreinrichtung (SE1), die in Abhängigkeit von ihrem Betriebszustand mit einer ersten oder einer zweiten Stromstärke (I1, I2) betrieben wird, mit einer zweiten Sensoreinrichtung (SE2), die in Abhängigkeit von ihrem Betriebszustand mit einer dritten oder einer vierten Stromstärke (I3, I4) betrieben wird, wobei die erste und die zweite Sensoreinrichtung (SE1, SE2) derart mit einer Komparatorschaltung (KS) zusammengeschaltet sind, dass Informationen über die Gesamt-Stromstärke, mit der die erste Sensoreinrichtung (SEI) und die zweite Sensoreinrichtung (SE2) betrieben werden, über eine Signalleitung der Komparatorschaltung (KS) zugeführt werden, wobei Ausgänge (A1, A2, A3, A4) der Komparatorschaltung (KS) einer Auswertelogik (AL) zugeführt werden, und wobei die Auswertelogik (AL) derart eingerichtet ist, dass ermittelt wird, in welchem Betriebszustand sich die erste und/oder die zweite Sensoreinrichtung (SE1, SE2) befinden.
  2. Sensorsystem (SS) nach Anspruch 1, bei dem eine Sensoreinrichtung (SE1, SE2) eine Schalteinrichtung umfasst, wobei die Sensoreinrichtung (SE1, SE2) derart ausgeführt ist, dass die Schalteinrichtung in Abhängigkeit von dem Betriebszustand der Sensoreinrichtung (SE1, SE2) geöffnet oder geschlossen ist.
  3. Sensorsystem (SS) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Sensoreinrichtungen (SE1, SE2) parallel zueinander geschaltet sind.
  4. Sensorsystem (SS) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Komparatorschaltung (KS) mindestens vier Ausgangssignale (A1, A2, A3, A4) ausgibt, und bei dem die Auswertelogik (AL) derart eingerichtet ist, dass basierend auf den Ausgangssignalen (A1, A2, A3, A4) ermittelt wird, in welchem Betriebszustand sich die erste und/oder die zweite Sensoreinrichtung (SE1, SE2) befinden.
  5. Sensorsystem (SS) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem zumindest eine Sensoreinrichtung (SE1, SE2) einen Hallsensor umfasst.
  6. Sensorsystem (SS) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem zwischen den Sensoreinrichtungen (SE1, SE2) und der Komparatorschaltung (KS) eine Umwandlungsschaltung geschaltet ist, um die Stromstärke, mit der die erste Sensoreinrichtung (SE1) betrieben wird, und die Stromstärke, mit der die zweite Sensoreinrichtung (SE2) betrieben wird, in ein für die Gesamt-Stromstärke repräsentatives Gesamt-Spannungssignal umzusetzen, das der Komparatorschaltung (KS) zugeführt wird.
  7. Sensoreinrichtung (SE3) mit zwei Stromversorgungseingängen (E1, E2), die derart eingerichtet ist, dass sie beim Betrieb über einen ersten Stromversorgungseingang (E1) in Abhängigkeit von ihrem Betriebszustand mit einer ersten oder einer zweiten Stromstärke betrieben wird, und dass sie beim Betrieb über einen zweiten Stromversorgungseingang (E2) in Abhängigkeit von ihrem Betriebszustand mit einer dritten oder einer vierten Stromstärke betrieben wird.
  8. Sensoreinrichtung (SE3) nach Anspruch 7 mit einer Schalteinrichtung wobei die Sensoreinrichtung (SE3) derart ausgeführt ist, dass die Schalteinrichtung in Abhängigkeit von dem Betriebszustand der Sensoreinrichtung (SE3) geöffnet oder geschlossen ist.
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