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Die
Erfindung betrifft einen oberflächenemittierenden
Halbleiterkörper
mit einer vertikalen Emissionsrichtung.
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Oberflächenemittierende
Halbleiterlaser mit vertikaler Emissionsrichtung sind beispielsweise
aus einem Artikel von Kuznetsov et al. (IEEE Journal of Selected
Topics Quantum Electronics, Vol. 5, No. 3, May/June 1999, pages
561-573) bekannt. Die spektrale Position der Peak-Wellenlänge der
im Betrieb solcher Halbleiterlaser im aktiven Bereich erzeugten Strahlung
hängt typischerweise
von der Temperatur des aktiven Bereichs ab. So kann eine Erhöhung der Temperatur
des aktiven Bereichs eine verringerte Bandlückenenergie bewirken, was eine
Verschiebung der Peak-Wellenlänge
zu größeren Wellenlängen verursachen
kann. In vielen Anwendungsfällen, etwa
wenn die vom Halbleiterlaser erzeugte Strahlung zur Konversion in
einem nichtlinear-optischen Kristall vorgesehen ist, ist jedoch
eine möglichst
stabile Peak-Wellenlänge
von großem
Vorteil. In einem möglichen
Verfahren kann die Stabilisierung der Peak-Wellenlänge über die
Regelung der Betriebstemperatur des Halbleiterlasers erfolgen. Solche
Verfahren sind jedoch vergleichsweise aufwändig.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen oberflächenemittierenden
Halbleiterkörper,
der zum Betrieb mit einem Resonator vorgesehen ist, anzugeben, wobei
die spektrale Position der Peak-Wellenlänge der im Resonator propagierenden beziehungsweise
der aus dem Resonator ausgekoppelten Strahlung vereinfacht gegenüber Temperaturänderungen
eines zur Erzeugung von Strahlung vorgesehenen aktiven Bereichs
des Halbleiterkörpers
stabilisiert ist.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen
oberflächenemittierenden
Halbleiterkörper
mit vertikaler Emissionsrichtung gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der abhängigen
Patentansprüche.
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In
einer ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform
umfasst ein oberflächenemittierender Halbleiterkörper mit
einer vertikalen Emissionsrichtung, der zum Betrieb mit einem Resonator
vorgesehen ist, eine Halbleiterschichtenfolge mit einem aktiven
Bereich sowie mindestens zwei außerhalb des aktiven Bereichs
angeordnete Halbleiterschichten. Dabei weist der aktive Bereich
eine Mehrzahl von Quantenstrukturen auf, wobei jeder Quantenstruktur bezüglich ihrer
Ausdehnung entlang der Emissionsrichtung ein geometrischer Mittelpunkt
zugeordnet ist. Hierbei sind die geometrischen Mittelpunkte der Quantenstrukturen
entlang der Emissionsrichtung in einem mittleren optischen Abstand
D zueinander angeordnet und eine optische Schichtdicke einer der außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten Halbleiterschichten ist gezielt
gegenüber
einem ganzzahligen Vielfachen des halben mittleren optischen Abstands
D verstimmt.
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Durch
eine derartige Verstimmung kann im Betrieb des Halbleiterkörpers im
Resonator mit Vorteil eine Abhängigkeit
einer Peak-Wellenlänge
einer im aktiven Bereich erzeugten und zur Verstärkung im Resonator vorgesehenen
Strahlung von einer Temperatur des aktiven Bereichs vermindert sein.
Zudem kann die Peak-Wellenlänge
gegenüber
einer Änderung
der Ausgangsleistung der im aktiven Bereich erzeugten Strahlung
stabilisiert sein.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Halbleiterkörper zum
Betrieb in einem vorgegebenen Betriebsbereich vorgesehen.
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In
einer zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform
weist ein oberflächenemittierender
Halbleiterkörper
mit einer vertikalen Emissionsrichtung eine Halbleiterschichtenfolge
mit einem aktiven Bereich auf. Dabei ist der Halbleiterkörper derart
wellenlängenstabilisierend
ausgebildet, dass im Betrieb des Halbleiterkörpers in einem Resonator eine
Peak-Wellenlänge einer
im aktiven Bereich erzeugten Strahlung in einem vorgegebenen Betriebsbereich
gegenüber
einer Änderung
der Ausgangsleistung der im aktiven Bereich erzeugten Strahlung
stabilisiert ist.
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Die
verminderte Änderung
der Peak-Wellenlänge
bei einer Änderung
der Ausgangsleistung wird durch einen geeigneten Aufbau des Halbleiterkörpers erreicht.
Mit Vorteil kann auf zusätzliche
Elemente im Resonator zur Stabilisierung der Peak-Wellenlänge verzichtet
werden.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung der zweiten Ausführungsform umfasst die Halbleiterschichtenfolge
mindestens zwei außerhalb
des aktiven Bereichs angeordnete Halbleiterschichten.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der zweiten Ausführungsform
weist der aktive Bereich eine Mehrzahl von Quantenstrukturen auf,
wobei jeder Quantenstruktur bezüglich
ihrer Ausdehnung entlang der Emissionsrichtung ein geometrischer
Mittelpunkt zugeordnet ist. Hierbei sind die geometrischen Mittelpunkte
der Quantenstrukturen entlang der Emissionsrichtung in einem mittleren
optischen Abstand D zueinander angeordnet und eine optische Schichtdicke
einer der außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten Halbleiterschichten ist gezielt
gegenüber
einem ganzzahligen Vielfachen des halben mittleren optischen Abstands
verstimmt.
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Der
Halbleiterkörper
ist bevorzugt so ausgebildet, dass physikalische Effekte, die einer
Zunahme der Peak-Wellenlänge
der im aktiven Bereich des Halbleiterkörpers erzeugten Strahlung mit
steigender Temperatur des aktiven Bereichs entgegen wirken, gezielt
verstärkt
werden. Solche Effekte sind beispielsweise Modensprünge (mode
hopping) oder eine Änderung
des Brechungsindizes von Halbleiterschichten bei einer Änderung
der Ladungsträgerdichte
in den Halbleiterschichten im Betrieb des Halbleiterkörpers.
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Die
Peak-Wellenlänge
der im Betrieb in einem Resonator im aktiven Bereich erzeugten Strahlung
kann gegenüber
einer Änderung
der Ausgangsleistung der im aktiven Bereich erzeugten Strahlung als
stabilisiert angesehen werden, wenn die Änderung der Peak-Wellenlänge mit
Zunahme der Temperatur des aktiven Bereichs oder mit der Ausgangsleistung
der Strahlung geringer ist als bei einem Halbleiterkörper, der
wie im eingangs erwähnten
Artikel von Kuznetsov et al. beschrieben derartig
ausgeführt
ist, dass alle optischen Schichtdicken der außerhalb des aktiven Bereichs
angeordneten Halbleiterschichten einem ganzzahligen Vielfachen eines
gemeinsamen Werts entsprechen, wobei dieser gemeinsame Wert durch
die angestrebte Peak-Wellenlänge
der im Halbleiterkörper
erzeugten Strahlung vorgegeben ist.
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Weiterhin
kann die Peak-Wellenlänge
als stabilisiert angesehen werden, wenn sich die Peak-Wellenlänge bei Änderung
der Temperatur des aktiven Bereichs oder bei Änderung der Ausgangsleistung
der im aktiven Bereich erzeugten Strahlung langsamer ändert als
dies in Folge der Änderung
des Brechungsindizes der im Halbleiterkörper eingesetzten Halbleitermaterialien
mit der Temperatur des aktiven Bereichs der Fall ist. Hierbei ist
die Änderung des
Brechungsindizes mit der Temperatur ein materialspezifischer Wert
dieser Halbleitermaterialien. Beispielsweise wird für einen
herkömmlichen
auf GaAs basierenden Halbleiterkörper
von Kuznetsov et al. eine temperatur-induzierte
Resonanzverschiebung von +0,1 nm/°C
angegeben.
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Unter
einem oberflächenemittierenden
Halbleiterkörper
mit einer vertikalen Emissionsrichtung wird im Rahmen der Erfindung
ein Halbleiterkörper verstanden,
bei dem eine im Halbleiterkörper
erzeugte Strahlung überwiegend
seitens einer Oberfläche des
Halbleiterkörpers,
welche parallel zu den Halbleiterschichten der Halbleiterschichtenfolge
des Halbleiterkörpers
verläuft,
aus dem Halbleiterkörper
austritt. Die Richtung, in welche die im Halbleiterkörper erzeugte
Strahlung überwiegend
abgestrahlt wird, steht damit senkrecht oder im wesentlichen senkrecht
zu den Halbleiterschichten der Halbleiterschichtenfolge.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung ist die untere Grenze des vorgegebenen
Betriebsbereichs durch die Laserschwelle des Halbleiterkörpers gebildet.
Unter der Laserschwelle wird dabei diejenige Pumpleistung verstanden,
bei der im Betrieb des Halbleiterkörpers im Resonator die Laseraktivität, das heißt die Emission
von kohärenter
Strahlung, einsetzt.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist die obere Grenze des
vorgegebenen Betriebsbereichs durch einen Betriebspunkt, in dem
die maximale Ausgangsleistung erzielt wird, besonders bevorzugt
durch eine Obergrenze der Laseraktivität des oberflächenemittierenden
Halbleiterkörpers
gebildet. In der Regel führt
das so genannte thermische Überrollen
des Halbleiterkörpers
zu einer Obergrenze der Laseraktivität. Das thermische Überrollen
bewirkt, dass eine maximale Ausgangsleistung der im aktiven Bereich
erzeugten Strahlung bei weiterer Erhöhung der Pumpleistung nicht überschritten
werden kann. Die Ursache hierfür
sind thermisch induzierte Verlustmechanismen im aktiven Bereich,
die bei einer Erhöhung
der Pumpleistung über
den Betriebspunkt der maximalen Ausgangsleistung hinaus zu einem
Aussetzen der Laseraktivität
führen.
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Besonders
bevorzugt ist der vorgegebene Betriebsbereich der gesamte Bereich
der Laseraktivität.
Die Grenzen des Betriebsbereichs sind somit die Laserschwelle und
die Obergrenze der Laseraktivität.
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Die
Pumpleistung kann im Betrieb des Halbleiterkörpers insbesondere elektrisch
oder optisch dem aktiven Bereich des Halbleiterkörpers zugeführt werden.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Halbleiterkörper derart
ausgeführt,
dass sich die Peak-Wellenlänge
der im aktiven Bereich erzeugten Strahlung in dem vorgegebenen Betriebsbereich
um 10 nm oder weniger, besonders bevorzugt im 5 nm oder weniger,
insbesondere um 1 nm oder weniger ändert.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind zwei benachbarte Quantenstrukturen
des aktiven Bereichs durch jeweils eine Barriere voneinander getrennt.
Hierbei sind die Quantenstrukturen zur Erzeugung von, bevorzugt
kohärenter,
Strahlung vorgesehen. Insbesondere wird im Betrieb des Halbleiterkörpers Strahlung
in den Quantenstrukturen mittels strahlender Rekombination von quantisierten Elektronen
mit quantisierten Löchern
erzeugt. Die Emission der im aktiven Bereich zu verstärkenden Strahlung
erfolgt dabei bevorzugt entlang der Emissionsrichtung.
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Die
Bezeichnung Quantenstruktur umfasst im Rahmen der Anmeldung jegliche
Struktur, bei der Ladungsträger
durch Einschluss ("confinement") eine Quantisierung
ihrer Energiezustände
erfahren oder erfahren können.
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Insbesondere
beinhaltet die Bezeichnung Quantenstruktur keine Angabe über die
Dimensionalität
der Quantisierung. Sie umfasst somit unter anderem Quantentröge, Quantendrähte und
Quantenpunkte und jede Kombination dieser Strukturen.
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Typischerweise
ist die Ausdehnung einer Barriere entlang der Emissionsrichtung
dabei mindestens so groß wie
die Ausdehnung einer Quantenstruktur entlang der Emissionsrichtung.
Insbesondere ist die Ausdehnung der Barrieren mindestens doppelt
so groß wie
die Ausdehnung der Quantenstrukturen, bevorzugt mindestens fünfmal so
groß wie
die Ausdehnung der Quantenstrukturen.
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Besonders
bevorzugt ist die Dicke der Barriere, das heißt, die Ausdehnung der Barriere
entlang der Emissionsrichtung, so ausgebildet, dass der mittlere
optische Abstand D etwa dem Abstand zwischen zwei benachbarten Maxima
der Intensität
eines sich im Betrieb des Halbleiterkörpers ausbildenden Stehwellenfeldes
im Resonator für
die im aktiven Bereich zu verstärkende
Strahlung entspricht. Dabei beträgt die
Abweichung vom mittleren optischen Abstand D und dem Abstand zwischen
zwei benachbarten Maxima der Intensität des Stehwellenfeldes typischerweise
höchstens
5%, bevorzugt höchstens
2%, besonders bevorzugt höchstens
1%. Je geringer diese Abweichung ist, desto näher kann der Mittelpunkt einer
jeden Quantenstruktur in jeweils einem dieser Maxima des Stehwellenfeldes
angeordnet sein. So kann vorteilhaft die Verstärkung für im aktiven Bereich zu verstärkende Strahlung
gesteigert werden.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung umfasst der aktive Bereich
5 Quantenstrukturen oder mehr, besonders bevorzugt 10 Quantenstrukturen oder
mehr. Mit zunehmender Anzahl von Quantenstrukturen kann bei optischem
Pumpen des aktiven Bereichs die Absorption der Pumpstrahlung vorteilhaft
erhöht
werden. Andererseits nimmt gleichzeitig die Dicke des aktiven Bereichs
zu, wodurch sich bei der Herstellung des Halbleiterkörpers die
Dauer der Abscheidung des aktiven Bereichs erhöht. Eine Anzahl von zwischen
einschließlich
10 und einschließlich
25 Quantenstrukturen, beispielsweise 14 Quantenstrukturen, hat sich
deshalb als vorteilhaft erwiesen.
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In
einer besonders bevorzugten Ausgestaltung sind die geometrischen
Mittelpunkte der Quantenstrukturen äquidistant angeordnet, wobei
der optische Abstand der geometrischen Mittelpunkte zweier benachbarter
Quantenstrukturen jeweils dem Abstand zwischen zwei benachbarten
Maxima der Intensität
eines Stehwellenfeldes im Resonator für die im aktiven Bereich zu
verstärkende
Strahlung entspricht. So können
die Quantenstrukturen des aktiven Bereichs besonders genau in jeweils
einem Maximum der Intensität
eines Stehwellenfeldes im Resonator für die im aktiven Bereich zu
verstärkende Strahlung
angeordnet sein.
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In
einer bevorzugten Weiterbildung ist der aktive Bereich als eine
resonante periodische Gewinnstruktur (RPG structure, Resonant Periodic
Gain structure) ausgebildet, wobei eine Periode der resonanten periodischen
Gewinnstruktur durch jeweils eine Quantenstruktur und jeweils eine
daran angrenzende Barriere gebildet ist. Insbesondere die Quantenstruktur
ist dabei bevorzugt in allen Perioden gleich ausgeführt. Dabei
ist in der resonanten periodischen Gewinnstruktur die Quantenstruktur
so ausgebildet, dass eine im aktiven Bereich zu verstärkende Strahlung
von den Quantenstrukturen resonant verstärkt wird.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung umfasst eine Quantenstruktur
jeweils genau eine Quantenschicht. Dies ermöglicht eine besonders einfache
und reproduzierbare Herstellung der Quantenstruktur.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung umfasst eine Quantenstruktur
eine Gruppe von zwei und bis fünf
Quantenschichten. Diese können
durch Zwischenschichten voneinander getrennt sein. Eine Anzahl von
zwei bis fünf
Quantenschichten ist vorteilhaft, da damit die die Ausdehnung der
Quantenstruktur entlang der Emissionsrichtung hinreichend klein ist,
so dass alle Quantenschichten einer Quantenstruktur im Bereich eines
Maximums des Stehwellenfeldes der zu verstärkenden Strahlung angeordnet sein
können.
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Unter
dem mittleren optischen Abstand D wird das arithmetische Mittel
der optischen Weglänge zwischen
den geometrischen Mittelpunkten jeweils zweier benachbarter Quantenstrukturen
entlang der Emissionsrichtung verstanden. Dabei ist für die Berechnung
der optischen Weglänge
der Brechungsindex der betreffenden Halbleiterschichten für die im Resonator
zu verstärkende
Strahlung zugrunde zu legen. Der halbe mittlere optische Abstand
wird im Folgenden abkürzend
als D/2 bezeichnet.
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Analog
dazu ist unter einer optischen Schichtdicke einer Halbleiterschicht
die optische Weglänge
durch die Halbleiterschicht entlang der Emissionsrichtung, das heißt die Schichtdicke
multipliziert mit dem Brechungsindex der Halbleiterschicht für die im
aktiven Bereich zu verstärkende
Strahlung zu verstehen.
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Eine
optische Schichtdicke wird insbesondere als gezielt gegenüber einem
vorgegebenen Basiswert verstimmt angesehen, wenn die Abweichung der
optischen Schichtdicke von dem Basiswert über typische, etwa durch Fertigungstoleranzen
bedingte, Abweichungen hinausgeht. Eine Schicht, deren optische
Schichtdicke innerhalb typischer statistischer Schwankungen vom
Basiswert abweicht, ist demnach nicht als gezielt verstimmt anzusehen.
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Bei
der epitaktischen Abscheidung von Halbleiterschichten, etwa mittels
MOVPE oder MBE, können
beispielsweise Halbleiterschichten abgeschieden werden, deren tatsächliche
Schichtdicke um weniger als 1% von der vorgegebenen Schichtdicke
abweicht. Auch die Abweichung der optischen Schichtdicke kann in
diesem Bereich liegen.
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Eine
Halbleiterschicht wird im Folgenden als positiv gegenüber einem
vorgegebenen Basiswert verstimmt bezeichnet, wenn deren optische
Schichtdicke größer ist
als der vorgegebene Basiswert.
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Beispielsweise
wird eine Halbleiterschicht, deren optische Schichtdicke gegenüber einem
ganzzahligen Vielfachen von D beziehungsweise gegenüber einem
ungeradzahligen Vielfachen von D/2 gezielt verstimmt ist, im Folgenden
als gegenüber
einem ganzzahligen Vielfachen von D beziehungsweise gegenüber einem
ungeradzahligen Vielfachen von D/2 positiv verstimmt bezeichnet,
wenn die optische Schichtdicke größer ist als ein nächstgelegenes ganzzahliges
Vielfaches von D beziehungsweise ein nächstgelegenes ungeradzahliges
Vielfaches von D/2.
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Analog
dazu wird eine Halbleiterschicht als negativ gegenüber einem
vorgegebenen Basiswert verstimmt bezeichnet, wenn deren optische
Schichtdicke kleiner ist als der Basiswert.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung ist die optische Schichtdicke einer
der außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten Halbleiterschichten gegenüber einem
ungeradzahligen Vielfachen von D/2 bezogen auf D/2 oder gegenüber einem
ganzzahligen Vielfachen von D bezogen auf D um 1% oder mehr und
um 45% oder weniger verstimmt. Besonders bevorzugt ist die optische
Schichtdicke einer der außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten Halbleiterschichten gegenüber einem
ungeradzahligen Vielfachen von D/2 bezogen auf D/2 oder gegenüber einem
ganzzahligen Vielfachen von D bezogen auf D um 2% oder mehr und
um 35% oder weniger verstimmt. Insbesondere ist die optische Schichtdicke einer
der außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten Halbleiterschichten gegenüber einem
ungeradzahligen Vielfachen von D/2 bezogen auf D/2 oder gegenüber einem ganzzahligen
Vielfachen von D bezogen auf D um 5% oder mehr und um 30% oder weniger
verstimmt.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist der aktive Bereich
zwischen den außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten Halbleiterschichten angeordnet.
Insbesondere sind beide außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten Halbleiterschichten gezielt gegenüber einem
ganzzahligen Vielfachen von D oder gegenüber einem ungeradzahligen Vielfachen
von D/2 verstimmt.
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Weiterhin
bevorzugt ist eine der außerhalb des
aktiven Bereichs angeordneten Halbleiterschichten größer ist
als ein ganzzahliges Vielfaches von D/2, das heißt positiv gegenüber D/2
verstimmt, und eine der außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten Halbleiterschichten kleiner ist
als ein ganzzahliges Vielfaches von D/2, das heißt negativ gegenüber D/2
verstimmt.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist der Halbleiterkörper eine
Strahlungsdurchtrittsfläche
für im
aktiven Bereich zu verstärkende
Strahlung auf. Im Halbleiterkörper
zu verstärkende
Strahlung kann durch diese Strahlungsdurchtrittsfläche aus
dem Halbleiterkörper
ausgekoppelt und in den Halbleiterkörper eingekoppelt werden. Besonders bevorzugt
tritt die im aktiven Bereich zu verstärkende Strahlung senkrecht
zur Strahlungsdurchtrittsfläche durch
diese hindurch.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist der Resonator mittels
eines im Halbleiterkörper ausgebildeten
Bragg-Spiegels gebildet.
Die den Bragg-Spiegel bildenden Halbleiterschichten können p-dotiert,
n-dotiert, intrinsisch oder im wesentlichen undotiert sein. Dotierte
Halbleiterschichten können zur
Injektion von Ladungsträgern
in den aktiven Bereich dienen.
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Bevorzugt
ist der Bragg-Spiegel auf der der Strahlungsdurchtrittsfläche abgewandten
Seite des aktiven Bereichs angeordnet. Insbesondere ist der Bragg-Spiegel
mit einer der außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten und gezielt verstimmten Halbleiterschichten
gebildet.
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Weiterhin
bevorzugt umfasst der Bragg-Spiegel weitere gezielt gegenüber einem
ungeradzahligen Vielfachen von D/2, insbesondere gegenüber D/2,
verstimmte Halbleiterschichten.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist eine der gezielt verstimmten
Halbleiterschichten des Bragg-Spiegels gegenüber D/2 um mindestens 1% und
höchstens
45% verstimmt. Bevorzugt beträgt die
Verstimmung gegenüber
D/2 mindestens 2% und höchstens
35%, besonders bevorzugt mindestens 5% und höchstens 25%, beispielsweise
8%.
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Weiterhin
bevorzugt sind alle Halbleiterschichten, die auf der der Strahlungsdurchtrittsfläche abgewandten
Seite des aktiven Bereichs angeordnet sind, insbesondere die den
Bragg-Spiegel bildenden Halbleiterschichten,
um mindestens 1% und höchstens
45% verstimmt. Bevorzugt beträgt
die Verstimmung gegenüber
D/2 mindestens 2% und höchstens 35%,
besonders bevorzugt mindestens 5% und höchstens 20%, beispielsweise
8%. Insbesondere weisen alle Halbleiterschichten, die auf der der
Strahlungsdurchtrittsfläche
abgewandten Seite des aktiven Bereichs angeordnet sind, insbesondere
die den Bragg-Spiegel bildenden Halbleiterschichten, eine prozentual
gleiche Verstimmung auf. So kann die Abhängigkeit der Peak- Wellenlänge der
im aktiven Bereich zu verstärkenden
Strahlung besonders wirkungsvoll vermindert werden.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist der Halbleiterkörper eine
an die Strahlungsdurchtrittsfläche
angrenzende Fensterschicht auf. Diese ist bevorzugt durch eine der
außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten und gezielt verstimmten Halbleiterschichten
gebildet. Zwischen der Fensterschicht und dem aktiven Bereich kann
eine weitere Halbleiterschicht angeordnet sein.
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Bevorzugt
weist eine der zwischen der Strahlungsdurchtrittsfläche und
dem aktiven Bereich angeordneten Halbleiterschichten, beispielsweise
die Fensterschicht, eine Bandlücke
auf, die hinreichend groß ist,
so dass vom aktiven Bereich zu verstärkende Strahlung bei der Transmission
durch diese Halbleiterschicht nicht oder nur geringfügig absorbiert wird.
So können
Absorptionsverluste der zu verstärkenden
Strahlungsleistung vorteilhaft reduziert werden.
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Weiterhin
bevorzugt ist die Bandlücke
einer der eine der zwischen der Strahlungsdurchtrittsfläche und
dem aktiven Bereich angeordneten Halbleiterschichten, beispielsweise
die Bandlücke
der Fensterschicht, größer als
diejenige der Barrieren im aktiven Bereich, so dass diese Halbleiterschicht
im aktiven Bereich erzeugte freie Ladungsträger daran hindern kann, zur
Strahlungsdurchtrittsfläche
zu gelangen. Nichtstrahlende Rekombination dieser freien Ladungsträger an der
Strahlungsdurchtrittsfläche
kann so weitgehend vermieden werden. Dadurch kann mit Vorteil die
Ausgangsleistung der im aktiven Bereich zu verstärkenden Strahlung bei gleicher
Pumpleistung gesteigert werden.
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Weiterhin
können
die zwischen der Strahlungsdurchtrittsfläche und dem aktiven Bereich
angeordneten Halbleiterschichten p-dotiert, n-dotiert, intrinsisch oder
im Wesentlichen undotiert sein. Dotierte Halbleiterschichten können zur
Injektion von Ladungsträgern
in den aktiven Bereich dienen.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist die optische Schichtdicke
von mindestens einer der zwischen dem aktiven Bereich und der Strahlungsdurchtrittsfläche angeordneten
Halbleiterschichten, beispielsweise optische Schichtdicke der Fensterschicht,
gegenüber
einem ganzzahligen Vielfachen von D bezogen auf D um 1% oder mehr
und um 45% oder weniger, bevorzugt um 2% oder mehr und um 35% oder
weniger, besonders bevorzugt um 5% oder mehr und um 30% oder weniger,
verstimmt. Insbesondere sind die optischen Schichtdicken von allen
zwischen dem aktiven Bereich und der Strahlungsdurchtrittsfläche angeordneten
Halbleiterschichten, gegenüber
einem ganzzahligen Vielfachen von D bezogen auf D um 1% oder mehr
und um 45% oder weniger, bevorzugt um 2% oder mehr und um 35% oder
weniger, besonders bevorzugt um 5% oder mehr und um 30% oder weniger,
verstimmt. Weiterhin bevorzugt sind die optischen Schichtdicken der
zwischen dem aktiven Bereich und der Fensterschicht gegenüber dem
einschließlich
zweifachen bis einschließlich
fünffachen
von D gezielt verstimmt.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Verstimmung der zwischen
der Strahlungsdurchtrittsfläche
und dem aktiven Bereich angeordneten Halbleiterschichten eine bezüglich der
Verstimmung der auf der der Strahlungsdurchtrittsfläche abgewandten Seite
des aktiven Bereichs angeordneten Halbleiterschichten, insbesondere
die Halbleiterschichten des Bragg-Spiegels, ein entgegengesetztes
Vorzeichen auf. Besonders bevorzugt sind die zwischen der Strahlungsdurchtrittsfläche und
dem aktiven Bereich angeordneten Halbleiterschichten positiv verstimmt und
die auf der der Strahlungsdurchtrittsfläche abgewandten Seite des aktiven
Bereichs angeordneten Halbleiterschichten, insbesondere die Halbleiterschichten
des Bragg-Spiegels, negativ verstimmt. So kann die Abhängigkeit
der Peak-Wellenlänge der vom
Halbleiterkörper
zu verstärkenden
Strahlung von der Temperatur des aktiven Bereichs und somit die Änderung
der Peak-Wellenlänge
bei einer Änderung
der Ausgangsleistung der vom Halbleiterkörper zu verstärkenden
Strahlung besonders wirkungsvoll vermindert werden.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Halbleiterschichtenfolge
des Halbleiterkörpers
mittels eines epitaktischen Abscheideprozesses, beispielsweise mittels
MBE oder MOVPE, auf einem Aufwachssubstrat hergestellt. Dieses kann
beispielsweise ein III-V-Halbleitermaterial wie GaAs enthalten oder
aus einem solchen Material bestehen.
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Bevorzugt
enthalten die Quantenschichten InxGa1-xAs mit 0 ≤ x ≤ 1. Besonders bevorzugt ist ein Indium-Gehalt
von 0,05 ≤ x ≤ 0,25. InGaAs-haltige Quantenschichten
eignen sich besonders für
die Erzeugung von Strahlung im Wellenlängenbereich von etwa 900 nm
bis etwa 1,5 μm.
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Die
Zwischenschichten sowie die Barrieren können GaAs1-yPy mit 0 ≤ y ≤ 1 oder AlzGa1-zAs mit 0 ≤ z ≤ 1 enthalten.
Hierbei haben sich Werte von 0,05 ≤ y ≤ 0,25 und
0,02 ≤ z ≤ 0,15 als
besonders vorteilhaft erwiesen. Insbesondere kann eine Barriere durch
eine Mehrzahl von Barriereschichten gebildet sein, wobei die Barriereschichten
unterschiedliche Materialien enthalten können.
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In
einer bevorzugten Weiterbildung ist die Halbleiterschichtenfolge,
insbesondere der aktive Bereich, verspannungskompensiert ausgeführt.
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Eine
Halbleiterschichtenfolge wird als verspannungskompensiert bezeichnet,
wenn die Halbleiterschichtenfolge derart durch druckverspannte und
durch zugverspannte Halbleiterschichten gebildet ist, dass sich
die Verspannungen gegenseitig kompensieren oder im wesentlichen
kompensieren. Mittels dieser Verspannungskompensation ist es möglich, vergleichsweise
dicke Halbleiterschichtstapel mit hoher Kristallqualität abzuscheiden.
Kristalldefekte wie Versetzungen, die in stark verspannten Schichten
vermehrt auftreten, können
so vorteilhaft vermieden werden.
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Besonders
bevorzugt ist der aktive Bereich so ausgebildet, dass die Verspannung
der Quantenschichten einer Quantenstruktur, durch die Verspannung
der zugehörigen
Zwischenschichten und eine an die Quantenstruktur angrenzende Barriere
kompensiert ist.
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Beispielsweise
kann die Verspannung einer druckverspannten InGaAs-haltigen Quantenschicht durch
eine GaAsP-haltige Barriere oder eine GaAsP-haltige Zwischenschicht
kompensiert sein.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist der Resonator als externer
Resonator ausgebildet. Der externe Resonator ist besonders bevorzugt mittels
eines externen Resonatorspiegels gebildet. Der externe Resonatorspiegel
ist insbesondere vom Halbleiterkörper
beabstandet ausgeführt.
Dabei befindet sich zwischen dem Resonatorspiegel und dem Halbleiterkörper bevorzugt
ein Freilaufbereich, in dem im Resonator umlaufende Strahlung kein
Festkörpermaterial
durchläuft.
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Besonders
bevorzugt ist ein Strahlengang für
im Resonator umlaufende Strahlung außerhalb des Halbleiterkörpers frei
von modenselektierenden Elementen. Eine aufwändige Montage solcher Elemente
ist mit Vorteil nicht erforderlich. Da eine Stabilisierung der Peak-Wellenlänge durch
die geeignete gezielte Verstimmung von außerhalb des aktiven Bereichs
angeordneten Halbleiterschichten erzielbar ist, kann auf zusätzliche
Elemente innerhalb des Resonators zur Stabilisierung der Peak-Wellenlänge verzichtet
werden. Dies betrifft insbesondere frequenzselektive Elemente wie
Etalons, die in herkömmlichen
Lasern zur Stabilisierung der Peak-Wellenlänge oder zur Selektion einer
gewünschten
Mode eingesetzt werden.
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Besonders
bevorzugt ist der Halbleiterkörper derart
wellenlängenstabilisierend
ausgebildet, dass sich in dessen Betrieb im Resonator die Peak-Wellenlänge der
im aktiven Bereich zu verstärkenden Strahlung
bei Änderung
der Temperatur des aktiven Bereichs um 0,5%/100K oder weniger, bevorzugt
um 0,2%/100K oder weniger, besonders um 0,1%/100K oder weniger ändert. Zusätzliche,
außerhalb
des Halbleiterkörpers
im Resonator angeordnete und zur Wellenlängenstabilisierung vorgesehene,
Elemente sind hierfür
mit Vorteil nicht erforderlich.
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Eine
Temperaturerhöhung
des aktiven Bereichs kann beispielsweise bei einer Erhöhung der Leistung,
mit der der Halbleiterkörper
gepumpt wird, auftreten. Ursächlich
hierfür
ist Pumpleistung, die nicht in die gewünschte Laserstrahlung konvertiert wird,
sondern als Verlustleistung zu einer Erwärmung des aktiven Bereichs
führt.
In der Folge geht bei einem Halbleiterkörper, bei dem die Peak-Wellenlänge der
vom aktiven Bereich erzeugten Strahlung von der Temperatur des aktiven
Bereichs abhängt,
eine Änderung
der Ausgangsleistung der im Betrieb des Halbleiterkörpers erzeugten
Strahlung durch Änderung
der Pumpleistung deshalb mit einer Änderung der Peak-Wellenlänge einher.
Bei einem Halbleiterkörper,
bei dem die Abhängigkeit
der Peak-Wellenlänge
gegenüber Änderungen
der Temperatur des aktiven Bereichs vermindert ist, kann deshalb
auch die Änderung
der Peak-Wellenlänge
bei einer Änderung
der Ausgangsleistung vermindert sein.
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Im
Falle eines optischen Pumpens des aktiven Bereichs beispielsweise
nimmt deshalb die Temperatur des aktiven Bereichs bei Erhöhung der
optischen Pumpleistung zu.
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Bei
elektrischem Pumpen des aktiven Bereichs kann die Temperaturerhöhung des
aktiven Bereichs durch eine Steigerung des in den aktiven Bereichs
injizierten Stroms verursacht werden. Bei einem Halbleiterkörper mit
geeignet verstimmten, außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten, Halbleiterschichten kann beispielsweise
die Änderung
einer Peak-Wellenlänge
im nahen Infrarot bei einer Temperaturänderung des aktiven Bereichs
auf 0,05 nm/K oder weniger, bevorzugt auf 0,02 nm/K oder weniger, besonders
bevorzugt auf 0,01 nm/K oder weniger, verringert sein.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist im Resonator, insbesondere
zwischen der Strahlungsdurchtrittsfläche des Halbleiterkörpers und
dem externen Resonatorendspiegel, ein nichtlinear-optisches Element,
beispielsweise in ein nichtlinear-optischer Kristall, angeordnet.
Dieses nichtlinear-optische Element dient vorzugsweise der Konversion
der im Resonator zu verstärkenden
Strahlung in Strahlung mit einer anderen Wellenlänge mittels nichtlinearoptischer
Frequenzmischung, etwa Frequenzvervielfachung. Besonders bevorzugt
erfolgt durch die nichtlinear-optische Frequenzmischung, insbesondere
durch Frequenzverdopplung, zumindest teilweise eine Konversion von
nicht-sichtbarer Strahlung, beispielsweise von Strahlung im nahen
Infrarotbereich, in sichtbare Strahlung. Durch die Anordnung des
nichtlinear-optischen Elements innerhalb des Resonators kann eine
nichtlinear-optische Strahlungskonversion besonders effizient erfolgen.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Halbleiterkörper für ein elektrisches
Pumpen des aktiven Bereichs vorgesehen. Dafür sind die außerhalb des
aktiven Bereichs angeordneten Halbleiterschichten zweckmäßigerweise
dotiert, so dass Ladungsträger über die
außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten Halbleiterschichten von beiden
Seiten des aktiven Bereichs in den aktiven Bereich eingeprägbar sind.
Vorzugsweise ist auf dem vorgefertigten Halbleiterkörper ein
Kontakt angeordnet, der elektrisch leitend mit dem Halbleiterkörper verbunden
ist. Ein Kontakt ist bevorzugt metallisch oder enthält ein TCO (transparent
conductive oxide)-Material. Insbesondere ist auf beiden Seiten des
Halbleiterkörpers
jeweils zumindest eine Halbleiterschicht mit einem Kontakt elektrisch
leitend verbunden, so dass bei Anlegen einer Spannung zwischen den
Kontakten ein Strom in den Halbleiterkörper einprägbar ist.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist der Halbleiterkörper für ein optisches
Pumpen des aktiven Bereichs vorgesehen. Eine Dotierung der Halbleiterschichtenfolge
des Halbleiterkörpers,
insbesondere der außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten Halbleiterschichten, ist nicht
erforderlich.
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In
einer bevorzugten Ausführungsvariante sind
die Barrieren zur Absorption der von einer Pumpstrahlungsquelle
in den Halbleiterkörper
eingestrahlte Pumpstrahlung ausgebildet. Da die Ausdehnung der Barrieren
entlang der Emissionsrichtung typischerweise größer ist als die Ausdehnung
der Quantenstruktur, kann so ein größerer Anteil des aktiven Bereichs
zur Absorption dienen, wodurch die Absorption der Pumpleistung im
aktiven Bereich gefördert
wird.
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In
einer alternativen oder ergänzenden
Ausführungsvariante
können
die Quantenschichten zur Absorption der Pumpstrahlung ausgebildet
sein. Dadurch kann die Energiedifferenz zwischen den im aktiven
Bereich absorbierten Photonen und den zur Verstärkung im Resonator vorgesehenen
emittierten Photonen reduziert werden. So kann vorteilhaft die in den
aktiven Bereich aufgrund von Verlustleistung eingebrachte Wärme verringert
werden.
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Bevorzugt
ist die Pumpstrahlungsquelle zum lateralen Pumpen des Halbleiterkörpers vorgesehen, das
heißt,
die von der Pumpstrahlungsquelle erzeugte Pumpstrahlung verläuft parallel
oder im wesentlichen parallel zur Strahlungsdurchtrittsfläche des Halbleiterkörpers und
damit senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht zur vom aktiven Bereich
des Halbleiterkörpers
zu verstärkenden
Strahlung.
-
Bevorzugt
handelt es sich bei der Pumpstrahlungsquelle um eine kantenemittierende
Halbleiterlaser-Struktur. Beispielsweise kann die Pumpstrahlungsquelle
als kantenemittierender Breitstreifenlaser ausgebildet sein.
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Es
ist aber auch denkbar, den Halbleiterkörper seitens der Strahlungsdurchtrittsfläche optisch
zu pumpen. In diesem Fall trifft die Pumpstrahlung bevorzugt senkrecht
zur Strahlungsdurchtrittsfläche oder
schräg,
das heißt,
unter einem von 0° verschiedenen
spitzen Winkel zu einer Normalen der Strahlungsdurchtrittsfläche, auf
die Strahlungsdurchtrittsfläche.
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In
einer bevorzugten Weiterbildung sind die Pumpstrahlungsquelle und
der Halbleiterkörper
monolithisch integriert, das heißt, der Halbleiterkörper und
die Pumpstrahlungsquelle sind auf einem gemeinsamen Aufwachssubstrat
epitaktisch abgeschieden. Vorzugsweise sind die Pumpstrahlungsquelle
und die Halbleiterschichtenfolge nebeneinander auf dem gemeinsamen
Aufwachssubstrat angeordnet.
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Die
Schichtdicken der einzelnen Halbleiterschichten des Pumplasers beziehungsweise
des Halbleiterkörpers
lassen sich bei der Epitaxie sehr genau einstellen, so dass vorteilhafterweise
eine hohe Positionierungsgenauigkeit der kantenemittierenden Struktur
zum aktiven Bereich des vertikal emittierenden Halbleiterkörpers möglich ist.
-
In
einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Halbleiterkörper derart
wellenlängestabilisierend ausgebildet,
dass sich die Peak-Wellenlänge
der im aktiven Bereich des Halbleiterkörpers zu verstärkenden
Strahlung bei einer Änderung
einer absorbierten optischen Pumpleistung um 5 nm/W oder weniger, bevorzugt
um 2 nm/W oder weniger, besonders bevorzugt um 1 nm/W oder weniger ändert. Die
spektrale Position der Peak-Wellenlänge der
vom Halbleiterkörper
in vertikaler Richtung emittierten Laserstrahlung ist damit weitgehend
unabhängig
von der optischen Pumpleistung. Somit kann vorteilhaft die optische
Pumpleistung variiert werden, ohne dass sich spektrale Position
der Peak-Wellenlänge
wesentlich verändert.
Folglich kann innerhalb des vorgegebenen Betriebsbereichs des Halbleiterkörpers die
Ausgangsleistung der vom Halbleiterkörper erzeugten Strahlung variiert
werden, ohne dass sich die Peak-Wellenlänge wesentlich verändert.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Halbleiterkörper auf
einem Träger
angeordnet. Der Träger
dient typischerweise der mechanischen Stabilisierung der Halbleiterschichtenfolge.
Der Träger kann
durch das Aufwachssubstrat, auf dem die Halbleiterschichtenfolge
abgeschieden ist, gebildet sein.
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In
einer bevorzugten Weiterbildung ist der Träger vom Aufwachssubstrat der
Halbleiterschichtenfolge verschieden. Mit Vorteil muss der Träger im Gegensatz
zu dem Aufwachssubstrat nicht die hohen Anforderungen hinsichtlich
der kristallinen Reinheit erfüllen,
sondern kann vielmehr im Hinblick auf andere Kriterien, wie beispielsweise
mechanische Stabilität,
optische, thermische oder elektrische Eigenschaften ausgewählt werden.
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Weiterhin
bevorzugt ist der Träger
auf einem Wärmeleitelement
angeordnet. Insbesondere ist eine dem Halbleiterkörper abgewandte
Seite des Trägers thermisch
leitend mit dem Wärmeleitelement
verbunden. Zwischen dem Träger
und dem Halbleiterkörper kann
eine thermisch leitende Verbindungsschicht angeordnet sein. Diese
Verbindungsschicht kann beispielsweise eine Lotverbindung sein.
Alternativ kann der Halbleiterkörper
mit dem Träger
auf das Wärmeleitelement
geklemmt sein.
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Im
Betrieb des Halbleiterkörpers
durch Verlustleistung erzeugte Wärme
kann über
den Träger aus
dem Halbleiterkörper
in das Wärmeleitelement abgeführt werden.
Der für
die Wärmeabfuhr
dominierende physikalische Effekt ist dabei die Wärmeleitung.
Das Wärmeleitelement
enthält
bevorzugt eines der folgenden Materialien: Kupfer, Diamant, Silber, Al2O3, AlN, SiC, Ge,
GaAs, BN, Kupfer-Diamant. Auch der Träger kann eines dieser Materialien
enthalten.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist das Aufwachssubstrat teilweise oder vollständig abgelöst. Die Ablösung kann dabei vollflächig oder
bereichsweise erfolgt sein. Bevorzugt geschieht die Ablösung in
einem mechanischen und/oder chemischen Prozess.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung umfasst ein Halbleiterlaserbauelement
den oberflächenemittierenden
Halbleiterkörper
und den Resonator. Insbesondere ist das Halbleiterlaserbauelement als
Halbleiter-Scheibenlaser ausgeführt.
Scheibenlaser weisen typischerweise eine vergleichsweise große Ausdehnung
in lateraler Richtung bezogen auf die Ausdehnung in die dazu senkrechte
vertikale Emissionsrichtung auf. Im aktiven Bereich im Betrieb des Scheibenlasers
entstehende Wärme
kann vorwiegend entlang der Emissionsrichtung, vorzugsweise über den
Träger,
aus dem Halbleiterkörper
abgeführt werden.
In lateraler Ausdehnung ist die Temperatur des aktiven Bereichs
deshalb vergleichsweise homogen. Dies ermöglicht vorteilhaft eine hohe
Strahlqualität
der im Halbleiterkörper
zu verstärkenden
Strahlung.
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In
einer bevorzugten Weiterbildung ist das Halbleiterlaserbauelement
zum optischen Pumpen eines Lasers, beispielsweise eines Faserlasers,
eines Festkörperlasers
oder eines Halbleiterlasers vorgesehen. Ein Halbleiterlaserbauelement
mit stabilisierter Peak-Wellenlänge
der im Halbleiterkörper
zu verstärkenden
Strahlung ist zum optischen Pumpen eines Lasers besonders geeignet,
da die Peak-Wellenlänge
weitgehend unabhängig
von der Temperatur des aktiven Bereichs auf ein Absorptionsspektrum des
zu pumpenden Lasers abgestimmt sein kann. Eine sich verringernde
Effizienz des optischen Pumpens durch das Halbleiterlaserbauelement
aufgrund einer Änderung
der Peak-Wellenlänge
der vom Halbleiterkörper
zu verstärkenden
Strahlung kann so weitgehend vermieden werden.
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In
einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist das Halbleiterlaserbauelement
zum Betrieb in einer Anzeigevorrichtung, insbesondere einer Projektionsanordnung,
vorgesehen. Besonders bevorzugt ist das Halbleiterlaserbauelement
zur Erzeugung von grünem
Licht vorgesehen, wobei beispielsweise eine Konversion von im Halbleiterkörper erzeugter
Strahlung mittels Frequenzverdopplung in grünes Licht erfolgt.
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Von
der bisherigen Beschreibung der Erfindung abweichend, ist es auch
denkbar, dass eine außerhalb
des aktiven Bereichs angeordnete, und gezielt gegenüber einem
ganzzahligen Vielfachen von D/2 verstimmte Schicht als eine dielektrische
Schicht ausgebildet ist, die seitens der Strahlungsdurchtrittsfläche auf
dem Halbleiterkörper
angeordnet ist.
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Hierbei
erfolgt die Abscheidung der dielektrischen Schicht bevorzugt auf
dem vorgefertigten Halbleiterkörper,
beispielsweise mittels Sputterns oder Aufdampfens.
-
Eine
Stabilisierung der Peak-Wellenlänge der
im aktiven Bereich eines Halbleiterkörpers erzeugten Strahlung gegenüber einer Änderung
der Ausgangsleistung und/oder gegenüber einer Änderung der Temperatur des
aktiven Bereichs kann in diesem Fall mittels der gezielten Verstimmung
der dielektrischen Schicht anstatt der gezielten Verstimmung einer
außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten Halbleiterschicht erfolgen.
-
Insbesondere
kann so auf eine Halbleiterschicht, die zwischen dem aktiven Bereich
und der Strahlungsdurchtrittsfläche
des Halbleiterkörpers
angeordnet und gezielt gegenüber
einem ganzzahligen Vielfachen von D/2 verstimmt ist, verzichtet
werden.
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Weitere
Merkmale, vorteilhafte Ausgestaltungen und Zweckmäßigkeiten
der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele
in Verbindung mit den Figuren.
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Es
zeigen:
-
1 eine
schematische Schnittansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Halbleiterkörpers,
-
2 eine
schematische Schnittansicht für eine
alternative Ausführung
des aktiven Bereichs des ersten Ausführungsbeispiels.
-
3 eine
schematische Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Halbleiterkörpers,
-
4 eine
schematische Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Halbleiterkörpers,
-
5 ein
Ergebnis einer Messung der Peak-Wellenlänge λE der
in einem erfindungsgemäßen Halbleiterkörper im
Betrieb in einem Resonator erzeugten Strahlung als Funktion der
im aktiven Bereich absorbierten Pumpleistung PA verglichen
mit dem Ergebnis einer entsprechenden Messung an einem herkömmlichen
Halbleiterkörper,
-
6A einen
simulierten Verlauf der Änderung
der Peak-Wellenlänge ΔλE der
in einem erfindungsgemäßen Halbleiterkörper im
Betrieb erzeugten Strahlung als Funktion der absorbierten Pumpleistung
PA und 6B einen
entsprechenden simulierten Verlauf für einen herkömmlichen
Halbleiterkörper,
-
7,
ein Ergebnis einer Messung einer von einem erfindungsgemäßen Halbleiterkörper emittierten
Strahlungsleistung PE als Funktion der absorbierten
Pumpleistung PA im Vergleich zu einem Ergebnis einer
entsprechenden Messung an einem herkömmlichen Halbleiterkörper, und
-
8,
ein Ergebnis einer Messung der Peak-Wellenlänge λE der
im aktiven Bereich erzeugten Strahlung als Funktion deren Ausgangsleistung PE.
-
Gleiche,
gleichartige und gleich wirkende Elemente sind in den Figuren mit
gleichen Bezugszeichen versehen.
-
In 1 ist
schematisch eine Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Halbleiterkörpers 1 gezeigt.
Der Halbleiterkörper
umfasst eine Halbleiterschichtenfolge 2, die einen aktiven
Bereich 3 aufweist. Ferner weist der Halbleiterkörper eine
Strahlungsdurchtrittsfläche 11 für im aktiven
Bereich zu erzeugende Strahlung auf. Der Halbleiterkörper ist
auf einem Träger 10 angeordnet,
wobei der Träger
beispielhaft durch ein GaAs-Aufwachssubstrat 10 für die Halbleiterschichtenfolge
gebildet ist.
-
Der
aktive Bereich 3 umfasst eine Mehrzahl von Quantenstrukturen 40,
bevorzugt 5 Quantenstrukturen oder mehr, besonders bevorzugt 10
Quantenstrukturen oder mehr, beispielsweise 14 Quantenstrukturen.
Eine hinreichend große
Anzahl von Quantenstrukturen ist vorteilhaft, da dadurch die Ausgangsleistung
der im aktiven Bereich erzeugten Strahlung gesteigert werden kann.
Da sich mit zunehmender Zahl der Quantenstrukturen bei der Herstellung
auch die Dauer der Abscheidung erhöht, beträgt die Anzahl der Quantenstrukturen
typischerweise 30 oder weniger, bevorzugt 20 oder weniger.
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Zwei
benachbarte Quantenstrukturen 40 sind jeweils durch eine
Barriere 45 voneinander getrennt. Dabei weist die Barriere 45 jeweils
eine erste Barriereschicht 46 und eine zweite Barriereschicht 47 auf.
Bevorzugt ist die Barriere 45 mindestens so dick wie die
Quantenstruktur, bevorzugt mindestens doppelt so dick wie die Dicke
der Quantenstruktur, besonders bevorzugt mindestens fünfmal so
dick wie die Dicke der Quantenstruktur.
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Eine
Quantenstruktur 40 ist durch eine Quantenschicht 41 gebildet.
Der geometrische Mittelpunkt der Quantenstruktur 40 bezüglich deren
Ausdehnung entlang der Emissionsrichtung entspricht damit dem geometrischen
Mittelpunkt der Quantenschicht 41 entlang der Emissionsrichtung.
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Die
Quantenschicht 41 enthält
beispielhaft In0,2Ga0,8As
und ist 10 nm dick. Die erste Barriereschicht 46 ist hierbei
durch eine 50 nm breite Schicht aus GaAsP gebildet. Diese Barriereschicht
ist zur Kompensation der Verspannung der druckverspannten InGaAs-Quantenschicht 41 ausgebildet.
-
Die
Dicke der ersten Barriereschicht 46 ist dabei bevorzugt
so gewählt,
dass die Verspannung der Barriereschicht betragsmäßig gleich
oder im wesentlichen gleich der Verspannung der Quantenschicht,
jedoch mit umgekehrten Vorzeichen ist, so dass sich diese Verspannungen
gegenseitig kompensieren. Die erste Barriereschicht 46 ist
auf der der Strahlungsdurchtrittsfläche abgewandten Seite der Quantenschicht 41 angeordnet.
Alternativ kann die Barriereschicht auf der der Strahlungsdurchtrittsfläche zugewandten
Seite der Quantenschicht angeordnet sein. Als weitere Alternative
kann die Quantenschicht 41 beispielsweise zwischen zwei GaAsP-haltigen
ersten Barriereschichten 46 eingebettet sein, wobei die
Dicke der beiden GaAsP-haltigen ersten Barriereschichten mit jeweils
etwa 25 nm wiederum so gewählt
ist, dass die Verspannung der beiden GaAsP-haltigen ersten Barriereschichten 46 diejenige
der Quantenschicht 41 kompensiert.
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Die
zweite Barriereschicht 47 ist beispielhaft durch AlGaAs
gebildet und 92 nm dick. Diese ternäre Halbleiterverbindung zeichnet
sich dadurch aus, dass die Gitterkonstante mit zunehmendem Al-Gehalt
nur sehr langsam zunimmt. AlGaAs-Schichten wachsen
auf einem GaAs-Aufwachssubstrat deshalb annähernd unverspannt auf, was
die Abscheidung von dicken Schichten mit hoher Kristallqualität ermöglicht.
Der Abstand zwischen den geometrischen Mittelpunkten zweier benachbarter
Quantenstrukturen 40 entlang der Emissionsrichtung ist
damit auf einfache Weise über
die Dicke der zweiten Barriereschicht 47 einstellbar.
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Der
Halbleiterkörper 1 ist
zum Betrieb in einem Resonator vorgesehen. Typischerweise weicht der
mittlere Abstand D zwischen den geometrischen Mittelpunkten zweier
benachbarter Quantenstrukturen 40 um weniger als 5%, bevorzugt
um weniger als 2%, besonders bevorzugt um weniger als 1% vom Abstand
zwischen zwei benachbarten Maxima des Stehwellenfeldes, das sich
im Betrieb des Halbleiterkörpers 1 im
Resonator ausbildet, ab. So kann der geometrische Mittelpunkt jeder
Quantenstruktur 40 nahe einem Maximum des Stehwellenfeldes
angeordnet sein. Dadurch kann im Betrieb des Halbleiterkörpers vorteilhaft
die Verstärkung
für im
aktiven Bereichs 3 zu verstärkende Strahlung optimiert
werden. Der Abstand zweier benachbarter Maxima des Stehwellenfeldes
entspricht dabei der halben Peak-Wellenlänge im Halbleiterkörper der
im Resonator umlaufenden und im Halbleiterkörper zu verstärkenden Strahlung.
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Bevorzugt
sind die geometrischen Mittelpunkte der Quantenstrukturen 40 in
einem äquidistanten,
und damit dem mittleren Abstand D entsprechenden, Abstand angeordnet.
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Insbesondere
weicht D wiederum möglichst wenig
vom Abstand zweier benachbarter Maxima des Stehwellenfeldes ab.
So kann der geometrische Mittelpunkt jeder Quantenstruktur 40 genau
im Maximum des Stehwellenfeldes angeordnet sein.
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Der
aktive Bereich des in 1 gezeigten Ausführungsbeispiels
ist zur Erzeugung von Laserstrahlung mit einer Peak-Wellenlänge von
etwa 1060 nm vorgesehen.
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Selbstverständlich sind
Materialzusammensetzungen und Schichtdicken der Halbleiterschichten des
aktiven Bereichs 3 nicht auf die in diesem Ausführungsbeispiel
angegebenen Werte beschränkt. Durch
geeignete Variation der Materialzusammensetzungen und Schichtdicken
kann auch Strahlung mit einer anderen Peak-Wellenlänge, beispielsweise im
nahen Infrarot, erzeugt werden.
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Insbesondere
kann die Quantenschicht 41 InxGa1-xAs mit 0 ≤ x ≤ 1, vorzugsweise mit 0,05 ≤ x ≤ 0,25, enthalten.
Bei einem höheren
In-Gehalt verringert sich beispielsweise die Bandlücke, so
dass auch Halbleiterkörper 1 zur
Erzeugung von Strahlung mit einer größeren Peak-Wellenlänge möglich sind.
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Die
erste Barriereschicht 46 kann GaAs1-yPy mit 0 ≤ y ≤ 1, vorzugsweise
mit 0,05 ≤ y ≤ 0,25, enthalten.
Die zweite Barriereschicht 47 kann AlzGa1-zAs, mit 0 ≤ z ≤ 1, vorzugsweise mit 0,02 ≤ z ≤ 0,2, enthalten.
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Die
für die
Quantenstruktur und die Barriere angegebenen Materialzusammensetzungen
umfassen dabei insbesondere jeweils die binären Halbleiterkristalle GaAs,
InAs, GaP und AlAs, und die daraus bildbaren ternären Halbleiterkristalle
InGaAs, AlGaAs und GaAsP.
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Der
aktive Bereich kann alternativ durch derart gitterangepasste Materialen
gebildet sein, dass eine Verspannungskompensation nicht erforderlich ist.
Auf die zweite Barriereschicht 47 kann dann verzichtet
werden.
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Beispielsweise
kann ein aktiver Bereich, für den
keine Verspannungskompensation nötig
ist, durch eine GaAs-Quantenschicht
und eine AlzGa1-zAs-Barriere
mit 0 ≤ z ≤ 1 gebildet
sein.
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Auch
andere III-V-Halbleitermaterialien, beispielsweise InP oder GaSb
sowie ternäre
oder quaternäre
Halbleiterkristalle, die mit GaAs, GaP, InP, AlAs oder InAs gebildet
werden können,
können
als Materialien für
die Halbleiterschichtenfolge 2, insbesondere für den aktiven
Bereich 3, Verwendung finden.
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Außerhalb
des aktiven Bereichs sind auf der der Strahlungsdurchtrittsfläche 11 abgewandten
Seite des aktiven Bereichs 3 Halbleiterschichten angeordnet,
welche einen Bragg-Spiegel 6 bilden. Dieser Bragg-Spiegel
fungiert als ein Spiegel des Resonators. Der Bragg-Spiegel umfasst 26 Halbleiterschichtenpaare 60,
wobei die Zahl der Halbleiterschichtenpaare auch von diesem Wert
abweichen kann. Typisch für
die Anzahl der Halbleiterschichtenpaare ist ein Wert zwischen einschließlich 10 und
einschließlich 40.
Dadurch kann eine ausreichend hohe Reflektivität des Bragg-Spiegels für im Resonator zu verstärkende Strahlung
bei gleichzeitiger bei der Herstellung hinreichend kurzer Abscheidedauer
des Bragg-Spiegels erreicht werden.
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In
dem Halbleiterschichtenpaar 60 ist eine Halbleiterschicht 61 durch
GaAs und eine Halbleiterschicht 62 durch AlAs gebildet.
Mit diesen Materialien kann der Bragg-Spiegel 6 besonders
effizient ausgebildet sein, da die Brechungsindizes dieser beiden Materialien
bei ähnlicher
Gitterkonstante vergleichsweise stark unterschiedlich sind. Es ist
aber auch denkbar, dass zumindest eine der Schichten ein ternäres AlGaAs-Material
oder ein anderes Halbleiter-Material, insbesondere eines der für den aktiven Bereich 3 einsetzbaren
Materialien, enthält.
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Die
Dicke der Halbleiterschicht 61 beträgt 72 nm und die Dicke der
Halbleiterschicht 62 beträgt 85 nm. Die daraus für die Halbleiterschichten 61 und 62 resultierenden
optischen Schichtdicken sind gezielt gegenüber D/2 verstimmt. Für beide
Schichten des Halbleiterschichtenpaars 60 sind die optischen Schichtdicken
um etwa 8% kleiner als D/2. Dadurch kann die Abhängigkeit der Peak-Wellenlänge der
im aktiven Bereich zu verstärkenden
Strahlung von der Temperatur des aktiven Bereichs besonders effizient vermindert
werden.
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Typischerweise
sind die optischen Schichtdicken aller Halbleiterschichten des Bragg-Spiegels 6, insbesondere
um den selben Prozentwert, gezielt gegenüber D/2 verstimmt. Es kann
aber auch ausreichend sein, wenn nicht alle Halbleiterschichten
des Bragg-Spiegels 6 verstimmt sind. Insbesondere Halbleiterschichten
des Bragg-Spiegels, die in einem vergleichsweise großen Abstand
zum aktiven Bereich angeordnet sind, müssen nicht zwingend gezielt
gegenüber
D/2 oder einem ganzzahligen Vielfachen von D/2 verstimmt sein. Eine
oder eine Mehrzahl von Halbleiterschichten des Bragg-Spiegels kann demnach
eine optische Schichtdicke von D/2 oder ein ungeradzahliges Vielfaches
von D/2 aufweisen.
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Die
Verstimmung der verstimmten Halbleiterschichten des Bragg-Spiegels 6 kann
von 8% abweichen. Bevorzugt beträgt
die Abweichung der optischen Schichtdicke der verstimmten Schichten
von D/2 1% oder mehr und 45% oder weniger. Insbesondere ist ein
Bereich zwischen einschließlich
2% und einschließlich
35% vorteilhaft. Besonders bevorzugt ist eine Verstimmung zwischen
einschließlich
5% und einschließlich
20%.
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Die
Halbleiterschichten des Bragg-Spiegels 6 können p-dotiert, n-dotiert
oder undotiert sein. Dotierte Halbleiterschichten sind besonders
von Vorteil, wenn der Halbleiterkörper 1 für ein elektrisches
Pumpen des aktiven Bereichs 3 vorgesehen ist. So können über den
Bragg-Spiegel Ladungsträger
in den aktiven Bereich injiziert werden. Bei einem Halbleiterkörper, der
für optisches
Pumpen des aktiven Bereichs vorgesehenen ist, kann auf eine Dotierung
der Halbleiterschichten des Bragg-Spiegels 6 verzichtet werden.
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Außerhalb
des aktiven Bereichs ist eine Fensterschicht 52 angeordnet,
welche die Strahlungsdurchtrittsfläche 11 bildet. Die
Fensterschicht 52 enthält
In0,5Ga0,5P und
weist eine Dicke von 537 nm auf. Zwischen der Fensterschicht und
dem aktiven Bereich 3 ist eine weitere Halbleiterschicht 51 angeordnet.
Die Halbleiterschicht 51 enthält Al0,10Ga0,90As und ist 333 nm dick.
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Die
Bandlücke
der Fensterschicht 52 ist so groß, dass die Fensterschicht
für im
aktiven Bereich zu verstärkende
Strahlung transparent oder im wesentlichen transparent ist. So können durch
Absorption bedingte Verluste von im Resonator zu verstärkender
Strahlung vorteilhaft minimiert werden.
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Weiterhin
ist die Bandlücke
der Fensterschicht 52 bevorzugt größer als diejenige der Halbleiterschichten
innerhalb des aktiven Bereichs. Dadurch kann die Fensterschicht
im aktiven Bereich erzeugte freie Ladungsträger daran hindern, zur Strahlungsdurchtrittsfläche 11 zu
gelangen. Nichtstrahlende Rekombination dieser freien Ladungsträger an der
Strahlungsdurchtrittsfläche
kann so weitgehend vermieden werden, während eine strahlende Rekombination
dieser Ladungsträger
innerhalb des aktiven Bereichs gefördert werden kann. Dadurch
kann mit Vorteil die Ausgangsleistung der im aktiven Bereich zu
verstärkenden
Strahlung bei gleicher Pumpleistung gesteigert werden.
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Die
optische Schichtdicke der Fensterschicht 52 beträgt das 3,26-fache
von D und ist damit bezogen auf D um 26% gegenüber dem nächstgelegenen ganzzahligen
Vielfachen von D verstimmt. Die optische Schichtdicke der Halbleiterschicht 51 beträgt das 2,16-fache
von D und ist damit bezogen auf D um 16% gegenüber 2*D positiv verstimmt.
Dadurch kann die Peak-Wellenlänge der
im Betrieb des Halbleiterkörpers
zu verstärkenden
Strahlung besonders wirkungsvoll gegenüber Änderungen der Temperatur des
aktiven Bereichs stabilisiert werden.
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Die
optischen Schichtdicken sowie die Verstimmung der zwischen dem aktiven
Bereich 3 und der Strahlungsdurchtrittsfläche 11 kann
selbstverständlich
von 16% bzw. 26% abweichen. Bevorzugt weicht die optische Schichtdicke
von zumindest einer der zwischen der Strahlungsdurchtrittsfläche und dem
aktiven Bereich angeordneten und verstimmten Halbleiterschichten,
beispielsweise der Fensterschicht 52, bezogen auf die D
um 1% oder mehr und 45% oder weniger gegenüber einem ganzzahligen Vielfachen
von D verstimmt. Besonders bevorzugt liegt die Verstimmung der Halbleiterschichten
zwischen einschließlich
2% und einschließlich
35%. Insbesondere kann die Verstimmung zwischen einschließlich 5%
und einschließlich
30% betragen.
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Die
optischen Schichtdicken der Halbleiterschichten der zwischen dem
aktiven Bereich 3 und der Strahlungsdurchtrittsfläche 11 angeordneten Halbleiterschichten
betragen bevorzugt das zwei- bis fünffache von D oder sind gegenüber dem
zwei- bis fünffachen
von D gezielt verstimmt. Optische Schichtdicken in diesem Bereich
haben sich für
eine Stabilisierung der Peak-Wellenlänge als
besonders vorteilhaft erwiesen.
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Die
zwischen dem aktiven Bereich 3 und der Strahlungsdurchtrittsfläche 11 angeordneten
Halbleiterschichten können
auch Dicken aufweisen, die einem ungeradzahligen Vielfachen von
D/2 entsprechen oder gegenüber
dem ungeradzahligen Vielfachen von D/2 gezielt verstimmt sind. Beispielsweise kann
eine Halbleiterschicht mit einer Dicke, die einem ungeradzahligen
Vielfachen von D/2 entspricht, die Wirkung einer Entspiegelungsschicht
haben, so dass ungewollte Reflexionen an der Strahlungsdurchtrittsfläche 11 der
im aktiven Bereich 3 zu verstärkenden Strahlung beim Austritt
aus dem Halbleiterkörper
beziehungsweise beim Eintritt in den Halbleiterkörper seitens der Strahlungsdurchtrittsfläche vermindert werden
können.
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Bevorzugt
sind alle Halbleiterschichten, die zwischen dem aktiven Bereich
und der Strahlungsdurchtrittsfläche angeordnet
sind, gezielt gegenüber einem
ganzzahligen Vielfachen von D verstimmt. Es kann für eine Wellenlängenstabilisierung
aber auch ausreichend sein, wenn die optischen Schichtdicke von
einer oder von mehreren der zwischen dem aktiven Bereich und der
Strahlungsdurchtrittsfläche
angeordneten Halbleiterschichten von einem ganzzahligen Vielfachen
von D abweicht.
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Die
Verstimmung der zwischen der Strahlungsdurchtrittsfläche und
dem aktiven Bereich angeordneten Halbleiterschichten weist gegenüber der Verstimmung
der auf der Strahlungsdurchtrittsfläche abgewandten Seite des aktiven
Bereichs ein entgegengesetztes Vorzeichen auf. Dies hat sich für eine Verringerung
der Abhängigkeit
der Peak-Wellenlänge
von der Temperatur des aktiven Bereichs als besonders vorteilhaft
erwiesen. Davon abweichend kann auch eine gezielte Verstimmung der
Halbleiterschichten mit gleichem Vorzeichen, das heißt positiv verstimmte
Halbleiterschichten auf beiden Seiten des aktiven Bereichs oder
negativ verstimmte Halbleiterschichten auf beiden Seiten des aktiven
Bereichs, eine Verringerung der Abhängigkeit der Peak-Wellenlänge von
der Temperatur des aktiven Bereichs zur Folge haben.
-
2 zeigt
eine schematische Schnittansicht für eine alternative Ausführung eines
aktiven Bereichs 3 des ersten Ausführungsbeispiels. Dabei unterscheidet
sich der aktive Bereich im wesentlichen durch den Aufbau der Mehrzahl
von Quantenstrukturen 40, wovon eine Quantenstruktur exemplarisch
dargestellt ist. Die Quantenstruktur 40 weist zwei Quantenschichten 41 auf.
Diese Quantenschichten sind durch eine Zwischenschicht 42 voneinander
getrennt. Eine Barriere 45 ist wiederum durch eine erste
Barriereschicht 46 und eine zweite Barriereschicht 47 gebildet.
Die Materialzusammensetzung der Schichten des aktiven Bereichs kann
wie im Zusammenhang mit 1 beschrieben ausgeführt sein.
Insbesondere kann die Zwischenschicht die gleiche Zusammensetzung
aufweisen wie die erste Barriereschicht 46 oder wie die
zweite Barriereschicht 47.
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Alternativ
kann eine Quantenstruktur 40 auch mehr als zwei Quantenschichten 41 aufweisen. Bevorzugt
ist die Zahl der Quantenschichten pro Quantenstruktur kleiner oder
gleich 5, besonders bevorzugt kleiner oder gleich 3. Bei einer hinreichend niedrigen
Anzahl von Quantenschichten je Quantenstruktur ist es möglich, alle
Quantenschichten einer Quantenstruktur im Bereich eines sich im
Betrieb des Halbleiterkörpers
im Resonator ausbildenden Maximums des Stehwellenfeldes anzuordnen,
wodurch mit Vorteil alle Quantenschichten 41 besonders
gut zur Verstärkung
der Strahlung beitragen können.
-
In 3 ist
schematisch eine Schnittansicht eines exemplarischen Halbleiterlaserbauelements 100 mit
einem erfindungsgemäßen Halbleiterkörper 1 gezeigt.
Der Halbleiterkörper
ist für
ein optisches Pumpen vorgesehen und weist eine Halbleiterschichtenfolge 2 auf,
die wie im Zusammenhang mit 1 und 2 beschrieben
ausgeführt
sein kann.
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Das
Halbleiterlaserbauelement 100 ist als Halbleiterscheibenlaser
ausgeführt.
Wie bei Scheibenlasern üblich,
ist die laterale Ausdehnung des Halbleiterkörpers, das heißt, die
Ausdehnung in der Ebene der Strahlungsdurchtrittsfläche 11,
typischerweise größer als
die Ausdehnung in die dazu senkrechte Richtung, welche die Richtung
der im Betrieb des Halbleiterkörpers
zu verstärkenden
Strahlung darstellt.
-
Die
im Betrieb des Halbleiterkörpers 1 im
aktiven Bereich entstehende Wärme
wird vorwiegend in der Richtung senkrecht zur Strahlungsdurchtrittsfläche über den
Träger 10 abgeführt. So
kann eine vergleichsweise homogene Temperaturverteilung im aktiven
Bereich in lateraler Richtung erzielt werden. Dies ermöglicht eine
gute Strahlqualität
der vom Halbleiterlaserbauelement emittierten Strahlung bei vergleichsweise
hohen Pumpleistungen.
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Eine
Pumpstrahlungsquelle 15 ist durch einen kantenemittierenden
Halbleiterlaser gebildet, der mit dem Halbleiterkörper 1 monolithisch
integriert ist. Das heißt,
der Halbleiterkörper 1 und
der Halbleiterlaser 15 sind auf einem gemeinsamen Aufwachssubstrat
abgeschieden. Dabei sind die im Zusammenhang mit 1 beschriebene
Halbleiterschichtenfolge 2 und der kantenemittierende Halbleiterlaser
voneinander beabstandet auf dem gemeinsamen Aufwachssubstrat, das
als Träger 10 dient,
angeordnet. Das optische Pumpen erfolgt somit lateral, das heißt, parallel
oder im wesentlichen parallel zu der Strahlungsdurchtrittsfläche 11.
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Der
Halbleiterkörper
ist mittels einer Verbindungsschicht 85 auf einem Wärmeleitelement 80 befestigt.
Im Betrieb des Halbleiterkörpers
erzeugte Wärme
kann aus dem Halbleiterkörper 1 in
das Wärmeleitelement,
das als Wärmesenke
ausgeführt
sein kann, abgeführt
werden. Das Wärmeleitelement
besteht bevorzugt aus einem Material mit hoher Wärmeleitfähigkeit oder enthält zumindest
ein solches.
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Besonders
geeignete Materialien sind beispielsweise Kupfer, Diamant, Aluminiumnitrid
oder Siliziumcarbid.
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Die
Verbindungsschicht kann thermisch und/oder elektrisch leitend ausgeführt sein.
Insbesondere kann die Verbindungsschicht 85 eine mechanisch
stabile und dauerhafte Verbindung des Trägers mit dem Wärmeleitelement
ermöglichen.
Beispielsweise kann die Verbindungsschicht 85 einen Kleber
oder ein Lot enthalten. Alternativ kann der Halbleiterkörper 1 mit
dem Träger 10 auf
das Wärmeleitelement 80 geklemmt
sein. Auf die Verbindungsschicht 85 kann in diesem Fall
verzichtet werden.
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Eine
monolithische Integration der Pumpstrahlungsquelle 15 und
des Halbleiterkörpers
ist aber nicht zwingend. Vielmehr kann die Pumpstrahlungsquelle
auch separat gefertigt sein und beispielsweise auf dem Wärmeleitelement 80 angeordnet sein.
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Der
aktive Bereich 2 muss nicht notwendigerweise lateral gepumpt
sein. Die Pumpstrahlungsquelle kann beispielsweise auch so angeordnet
sein, dass die von der Pumpstrahlungsquelle zur Verfügung gestellte
Pumpstrahlung senkrecht zur Strahlungsdurchtrittsfläche oder
unter einem spitzen Winkel zu einer Normalen der Strahlungsdurchtrittsfläche 11 durch
die Strahlungsdurchtrittsfläche
in den Halbleiterkörper 1 eingekoppelt
wird.
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Durch
den Bragg-Spiegel 6 und einen externen Resonatorspiegel 70 ist
ein Resonator 71 gebildet, in dem die vom aktiven Bereich 3 zu
verstärkende
Strahlung umläuft.
Der externe Resonatorspiegel bildet einen Resonatorendspiegel, an
dem diese Strahlung teilweise ausgekoppelt wird. Der externe Resonatorspiegel
ist vom Halbleiterkörper
beabstandet ausgebildet, so dass die im Resonator umlaufende Strahlung
zwischen der Strahlungsdurchtrittsfläche 11 des Halbleiterkörpers 1 und
dem externen Resonatorspiegel einen Freilaufbereich durchläuft.
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Ein
Strahlengang im Resonator 71 und außerhalb des Halbleiterkörpers 1 ist
bevorzugt frei von zusätzlichen,
modenselektierenden Elementen ausgeführt. Solche Elemente zur Modenselektion
vorgesehenen Elemente sind aufgrund der in Zusammenhang mit 1 beschriebenen
Ausführung
des Halbleiterkörpers
für eine
Stabilisierung der Peak-Wellenlänge nicht
erforderlich. Insbesondere kann auf ein gezielt zur Frequenzselektion
eingesetztes Element wie ein Etalon innerhalb des Resonators verzichtet werden.
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Optional
kann wie in 3 gezeigt im Resonator ein nichtlinear-optisches
Element 75 angeordnet sein. Dieses Element dient bevorzugt
der Konversion von im aktiven Bereich 3 zu verstärkender
Strahlung mittels nichtlinear-optischer Prozesse wie Frequenzvervielfachung,
Summen- oder Differenzfrequenzerzeugung.
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Das
nichtlinear-optische Element kann als nichtlinearoptischer Kristall
ausgeführt
sein. Bevorzugte Kristalle sind beispielsweise KNbO3, BaNaNbO15, LiIO3, KTiOPO4(KTP), LiNbO3, LiB3O5 und β-BaB2O4(BBO).
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Besonders
bevorzugt dient das nichtlinear-optische Element der Frequenzverdopplung
der im aktiven Bereich 3 zu verstärkenden Strahlung. Beispielsweise
kann Strahlung im nahen Infrarotbereich durch nichtlinear-optische
Prozesse zumindest teilweise in sichtbares Licht konvertiert werden.
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Beispielsweise
kann eine im aktiven Bereich zu verstärkende Strahlung von 1060 nm
mittels Frequenzverdopplung in grünes Licht der Wellenlänge 530
nm konvertiert werden.
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Die
Pumpstrahlungsquelle 15 kann zum Dauerstrichbetrieb oder
zum gepulsten Betrieb vorgesehen sein. Gepulster Betrieb hat den
Vorteil, dass sich die Ausgangsleistung der Pumpstrahlungsquelle während des
Pulses erhöht.
Dies ist besonders vorteilhaft, wenn die im aktiven Bereich 3 zu
verstärkende
Strahlung zur Konversion mittels eines nichtlinear-optischen Prozesses
vorgesehen ist, da sich dadurch die Effizienz des nichtlinear-optischen
Prozesses und damit auch die über
die Zeit gemittelte Leistung dieser konvertierten Strahlung erhöht.
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Im
aktiven Bereich sind die Barrieren 45 zur Absorption der
Strahlung des Pumplasers vorgesehen. Da die Barrieren typischerweise
breiter sind als die Quantenschichten kann dadurch die Absorption der
Pumpleistung im aktiven Bereich gesteigert werden. Alternativ können aber
auch die Quantenstrukturen 40 zur Absorption der Pumpstrahlung
vorgesehen sein. In diesem Fall kann die Differenz zwischen den
Photonenenergie der Pumpstrahlung und der Energie der Photonen der
im aktiven Bereich 3 zu verstärkenden Strahlung verringert
werden, wodurch sich die Erwärmung
des aktiven Bereichs im Betrieb des Halbleiterkörpers 1 vorteilhaft
reduzieren lässt.
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In 3 dient
der Halbleiterkörper 1 zum
optischen Pumpen eines Lasers 90. Ein solcher Laser kann
beispielsweise ein Festkörperlaser,
ein Faserlaser oder ein Halbleiterlaser sein. Dabei kann die fundamentale
Strahlung der im aktiven Bereich des Halbleiterkörpers zu verstärkenden
Strahlung und/oder eine mittels des nichtlinear-optischen Elements 75 durch
einen geeigneten nichtlinear-optischen Prozess erzeugte Strahlung
als Pumpstrahlung dienen.
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Alternativ
zum in 3 gezeigten Beispiel kann der Träger 10 vom
Aufwachssubstrat verschieden sein. Dieses kann gedünnt oder
vollständig
entfernt sein, was vollflächig
oder bereichsweise erfolgen kann. Besonders bei Aufwachssubstraten
mit vergleichsweise geringer thermischer Leitfähigkeit ist ein derartiges
Entfernen vorteilhaft, da die im Betrieb des Halbleiterkörpers im
aktiven Bereich entstehende Wärme
besser in das Wärmeleitelement 80 abgeführt werden
kann.
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In 4 ist
ein erfindungsgemäßer Halbleiterkörper 1 gezeigt,
der für
den Betrieb in einer Anzeigevorrichtung 95, welche als
Projektionsanordnung ausgeführt
ist, vorgesehen ist. Durch einen Bragg-Spiegel 6 und einen
externen Resonatorendspiegel 70 wird ein Resonator gebildet.
Ferner befindet sich im Resonator wie bereits im Zusammenhang mit 3 beschrieben
ein nichtlinear-optisches Element 75. In diesem Beispiel
ist das nichtlinear-optische Element zur Frequenzverdopplung der
im Resonator propagierenden und im aktiven Bereich 3 zu verstärkenden
Strahlung vorgesehen, wobei eine im aktiven Bereich erzeugte Strahlung
mit einer Peak-Wellenlänge
von 1060 nm in grünes
Licht der Wellenlänge
530 nm konvertiert wird.
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Dieses
grüne Licht
trifft auf eine Ablenkoptik 96, welche bevorzugt um zwei
zueinander senkrecht stehende Achsen beweglich ist. Durch die Ablenkoptik
kann die aus dem Auskoppelspiegel austretende frequenzverdoppelte
Strahlung gezielt auf eine vorgegebene Stelle einer Projektionsebene 99 gelenkt werden,
wobei die Position der vorgegebenen Stelle bevorzugt sequentiell
rasterartig auf der Projektionsebene variiert wird. Bevorzugt wird
die Projektionsebene 99 zusätzlich von einer rot und einer
blau emittierenden, nicht gezeigten, Laservorrichtung beleuchtet,
so dass durch geeignete Überlagerung
dieser drei Strahlen auf der Projektionsebene ein farbiges Bild
darstellbar ist.
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Der
Halbleiterkörper 1 ist
für ein
elektrisches Pumpen des aktiven Bereichs 3 vorgesehen.
Für eine
beidseitige Injektion von Ladungsträgern in den aktiven Bereich
ist ein erster Kontakte 17 und ein zweiter Kontakt 18 vorgesehen.
Dabei ist der erste Kontakt 17 insbesondere elektrisch
leitend mit einer außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten Fensterschicht 52 verbunden.
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Der
zweite Kontakt 18 ist elektrisch leitend mit dem Träger 10 verbunden.
Der Träger
ist mittels der Verbindungsschicht 85 auf dem Wärmeleitelement 80 angeordnet,
wobei ein Aufwachssubstrat für eine
Halbleiterschichtenfolge 2 entfernt ist. Die Kontakte 17 und 18 enthalten
bevorzugt ein Metall und sind besonders bevorzugt metallisch ausgebildet. Bevorzugte
Materialien sind beispielsweise Ni, Cu, Au, Ag, Al oder Pt.
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Der
erste Kontakt 17 ist vorzugsweise so ausgebildet, dass
vom aktiven Bereich zu verstärkende
Strahlung seitens der Strahlungsdurchtrittsfläche 11 austreten kann.
Beispielsweise kann der erste Kontakt eine Aussparung aufweisen,
so dass die Strahlungsdurchtrittsfläche des Halbleiterkörpers im Bereich
der Aussparung freiliegt und die Strahlung in diesem Bereich aus
dem Halbleiterkörper 1 austreten kann.
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Alternativ
kann der erste Kontakt 17 durch ein für im aktiven Bereich zu verstärkende Strahlung transparentes
Material gebildet sein. Beispielsweise kann der Kontakt ein TCO-Material (transparent
conductive Oxide), etwa ITO (indium tin Oxide), enthalten oder aus
einem solchen Material bestehen. In diesem Fall kann der erste Kontakt
die Strahlungsdurchtrittsfläche 11 auch
vollflächig
bedecken. Dadurch können
die Ladungsträger
vorteilhaft besonders gleichmäßig über die
laterale Ausdehnung des Halbleiterkörpers 1 in den aktiven
Bereich 3 injiziert werden.
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Die
Halbleiterschichtenfolge 2 kann wie im Zusammenhang mit 1 und 2 beschrieben ausgeführt sein.
Dies betrifft insbesondere die gezielte Verstimmung der außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten Halbleiterschichten. Die zwischen
der Strahlungsdurchtrittsfläche 11 und
dem aktiven Bereich 3 angeordneten Halbleiterschichten
sowie die Halbleiterschichten des Bragg-Spiegels 6 sind
bevorzugt dotiert, um eine Injektion von Ladungsträgern über den
Kontakt 17 beziehungsweise den Kontakt 18 in den
aktiven Bereich zu ermöglichen.
Besonders bevorzugt sind die Halbleiterschichten des Bragg-Spiegels
n-dotiert und die zwischen der Strahlungsdurchtrittsfläche 11 und
dem aktiven Bereich 3 angeordneten Halbleiterschichten
p-dotiert oder umgekehrt. Weiterhin bevorzugt ist der aktive Bereich 3 intrinsisch
dotiert. Der Halbleiterkörper 2 kann
somit eine pin-Diodenstruktur aufweisen.
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Selbstverständlich kann
auch ein wie im Zusammenhang mit 3 beschriebener
optisch gepumpter erfindungsgemäßer Halbleiterkörper für den Betrieb
mit einer Projektionsanordnung ausgebildet sein.
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Ein
Ergebnis einer Messung der Peak-Wellenlänge λE der
in einem aktiven Bereich eines erfindungsgemäßen Halbleiterkörpers erzeugten
Strahlung als Funktion der im aktiven Bereich absorbierten Pumpleistung
PA ist in 5 mittels
einer Kurve 400 gezeigt. Der Halbleiterkörper ist
dabei wie im Zusammenhang mit 1 beschrieben
ausgeführt.
Der Halbleiterkörper
wurde in einem Resonator 71 betrieben, wobei ein Resonatorendspiegel
wie in 3 gezeigt durch einen externen Resonatorspiegel 70 gebildet
ist. Zudem ist der Halbleiterkörper
auf einem Wärmeleitelement 80 angeordnet,
welches als Wärmesenke
dient. Die Temperatur der Wärmesenke wurde
während
der Messung konstant gehalten.
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Zum
Vergleich ist das Ergebnis einer entsprechenden Messung an einem
herkömmlichen Halbleiterkörper durch
eine Kurve 401 dargestellt. Dieser herkömmliche Halbleiterkörper unterscheidet sich
von einem erfindungsgemäßen Halbleiterkörper im
wesentlichen dadurch, dass keine der außerhalb des aktiven Bereichs
angeordneten Halbleiterschichten gezielt gegenüber einem ganzzahligen Vielfachen
von D/2 verstimmt ist.
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Die
Kurve 401 zeigt über
weite Bereiche der absorbierten Pumpleistung eine kontinuierliche
Zunahme der Peak-Wellenlänge bei
Zunahme der absorbierten Pumpleistung. Eine Kurve 402 veranschaulicht
den Trend der Zunahme der Peak-Wellenlänge. Die
Steigung dieser Kurve entspricht einer Zunahme der Peak-Wellenlänge von
10 nm/W. Bei einem thermischen Widerstand der zwischen dem aktiven
Bereich und der Wärmesenke
angeordneten Halbleiterschichten von 100 K/W entspricht dies einer Änderung
der Peak-Wellenlänge
bei einer Änderung
der Temperatur des aktiven Bereichs von 0,1 nm/K.
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Eine
solche Änderung
der Peak-Wellenlänge mit
der Temperatur des aktiven Bereichs ist typisch für herkömmliche
Halbleiterkörper.
Die Ursache hierfür
ist unter anderem die Abnahme der Bandlücke der Halbleiterschichten
mit zunehmender Temperatur. Dieser Effekt kann beispielsweise bei
GaAs-haltigem Halbleitermaterial
eine Änderung
der Peak-Wellenlänge von
typischerweise 0,3 nm/K bewirken. Zudem führt eine Änderung des Brechungsindizes
der Halbleiterschichten mit der Temperatur des aktiven Bereichs
zu einer Zunahme der Peak-Wellenlänge. Beispielsweise beträgt bei GaAs-haltigem
Halbleitermaterial die dadurch bedingte Zunahme der Peak-Wellenlänge tyischerweise
etwa 0,06 nm/K. Beim Betrieb von herkömmlichen GaAs-haltigen Halbleiterkörpern in
einem Resonator beträgt
die Zunahme der Peak-Wellenlänge
deshalb typischerweise mindestens 0,06 nm/K, sofern keine Maßnahmen
zur Wellenlängenstabilisierung
ergriffen werden.
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Die
Kurve 400 verläuft
hingegen im wesentlichen waagrecht, das heißt, die Peak-Wellenlänge ändert sich
im gesamten Bereich einer absorbierten Pumpleistung zwischen etwa
400 mW und etwa 1300 mW um weniger als 0,5 nm. Bezogen auf die Peak-Wellenlänge von
1060 nm sind dies weniger als 0,05%. Damit ist die Peak-Wellenlänge annähernd unabhängig von
der absorbierten Pumpleistung. Die optische Pumpleistung kann also
vorteilhaft variiert werden, ohne dass sich die Peak-Wellenlänge wesentlich ändert. Dies
ist besonders vorteilhaft, wenn die vom Halbleiterkörper zu
verstärkende
Strahlung zur Frequenzkonversion mittels eines nichtlinearoptischen
Elements vorgesehen ist, da eine solche Konversion nur für einen
sehr engen Spektralbereich effizient ist. Eine Änderung der Peak-Wellenlänge könnte deshalb
nachteilig zu einer weniger effizienten nichtlinear-optischen Frequenzkonversion
führen.
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Auch
für das
optische Pumpen von Lasern ist eine stabile Peak-Wellenlänge besonders
vorteilhaft, da die Peak-Wellenlänge der
vom Halbleiterkörper emittierten
Strahlung unabhängig
von der Pumpleistung, mit der der Halbleiterkörper gepumpt wird, optimal
auf das Absorptionsmaximum des zu pumpenden Lasers eingestellt sein
kann.
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Es
sei nochmals darauf hingewiesen, dass bei der Durchführung der
Messungen, deren Ergebnisse in den 5 und 7 gezeigt
sind, keine weiteren Maßnahmen
zur Wellenlängenstabilisierung
ergriffen wurden. Insbesondere erfolgte keine Gegenkompensation
des Anstiegs der Temperatur des aktiven Bereichs durch ein Absenken
der Temperatur der Wärmesenke.
Außerdem
war im Resonator, insbesondere außerhalb des Halbleiterkörpers, kein
zusätzliches, üblicherweise
zur Frequenzstabilisierung vorgesehenes, Element angeordnet. Da
die gezeigten Messungen an dem erfindungsgemäßen Halbleiterkörper und
dem herkömmlichen
Halbleiterkörper unter
gleichen experimentellen Bedingungen durchgeführt wurden, belegen die Messungen,
dass der Halbleiterkörper
derart wellenlängenstabilisierend ausgebildet
ist, dass die Abhängigkeit
der Peak-Wellenlänge
von der Temperatur des aktiven Bereichs stark vermindert wird.
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In
den 6A und 6B ist
gezeigt, welche Änderungen
der Peak-Wellenlänge λE mit
der absorbierten Pumpleistung PA für die Halbleiterkörper, an
denen die in 5 gezeigten Messungen durchgeführt wurden,
gemäß einem
theoretischen Modell zu erwarten sind. Dabei zeigt die 6A eine
Simulation für
den erfindungsgemäßen Halbleiterkörper für drei verschiedene
Temperaturen der Wärmesenke,
wobei einer Kurve 510 eine Temperatur von 10°C, einer
Kurve 530 eine Temperatur von 30°C und einer Kurve 550 eine
Temperatur von 50°C
zugrunde liegt. Entsprechend zeigt 6B Simulationen
für einen herkömmlichen
Halbleiterkörper,
wobei einer Kurve 511 eine Temperatur von 10°C, einer
Kurve 531 eine Temperatur von 30°C und einer Kurve 551 eine
Temperatur von 50°C
zugrunde liegt.
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Zum
Vergleich zeigt in den beiden 6A und 6B die
Kurve 402 wiederum eine kontinuierliche Zunahme der Peak-Wellenlänge mit
der absorbierten Pumpleistung mit einer konstanten Steigung von
10 nm/W bzw. 0,1 nm/K.
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Für den herkömmlichen
Halbleiterkörper steigen
sämtliche
Kurven kontinuierlich an. Bei niedrigen absorbierten Leistungen,
etwa zwischen 200 mW und 400 mW, entspricht die Steigung der Kurven 511, 531 und 551 dabei
etwa derjenigen der Kurve 402. Zudem steigt in diesem Bereich
die Peak-Wellenlänge mit
der Temperatur der Wärmesenke
an, wobei diese Änderung
ebenfalls etwa 0,1 nm/K beträgt.
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Für den erfindungsgemäßen Halbleiterkörper ist
gemäß den Kurven 510, 530 und 550 für alle Temperaturen
der Wärmesenke
ebenfalls ein Anstieg der Peak-Wellenlänge mit der absorbierten Pumpleistung
zu erwarten. Der Anstieg ist jedoch erheblich niedriger. Die absolute Änderung
der Peak-Wellenlänge im gezeigten
Bereich der absorbierten Pumpleistung ist dabei für alle Kurven
deutlich unter 4 nm, wohingegen diese Änderung beim herkömmlichen Halbleiterkörper für alle Kurven
mehr als 7 nm beträgt.
Auch die Abhängigkeit
der Peak-Wellenlänge von
der Temperatur der Wärmesenke
ist für
den erfindungsgemäßen Halbleiterkörper deutlich
verringert.
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Der
Effekt einer verringerten Abhängigkeit der
Peak-Wellenlänge von
der Temperatur des aktiven Bereichs durch ein gezieltes Verstimmen
von Schichtdicken von außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten Halbleiterschichten kann also
auch durch die gezeigten Simulationen bestätigt werden.
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In 7 ist
für die
Halbleiterkörper,
an denen die in der 5 gezeigten Messungen durchgeführt wurden,
die vom Halbleiterkörper
emittierte Ausgangsleistung PE als Funktion
der absorbierten Pumpleistung dargestellt. Dabei zeigt eine Kurve 600 das
Ergebnis einer Messung an dem erfindungsgemäßen Halbleiterkörper und
eine Kurve 601 das Ergebnis einer Messung an dem herkömmlichen
Halbleiterkörper.
Bei einer Laserschwelle 620 setzt die Laseraktivität. In einem
Bereich um den Betriebspunkt der maximalen Ausgangsleistung 615,
also im Bereich um etwa 1 W, liegt die Ausgangsleistung im Betrieb
des erfindungsgemäßen Halbleiterkörpers mit über 0,24
W nur etwa 10% unterhalb der Ausgangsleistung im Betrieb des herkömmlichen
Halbleiterkörpers,
der bei der gleichen absorbierten Pumpleistung eine Ausgangsleistung
von etwas mehr als 0,26 W erzielt. Oberhalb von etwa 1,1 W wird
bei dem erfindungsgemäßen Halbleiterkörper die
Obergrenze der Laseraktivität 610 erreicht.
Die Ursache hierfür
ist das thermische Überrollen
des Halbleiterkörpers.
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Demnach
ist es mittels gezielten Verstimmens von Schicktdicken von außerhalb
des aktiven Bereichs angeordneten Halbleiterschichten möglich, einen
Halbleiterkörper
derart wellenlängenstabilisierend
auszubilden, dass sich die Peak-Wellenlänge der
im Betrieb des Halbleiterkörpers
zu verstärkenden
Strahlung bei einer Änderung
der Temperatur des aktiven Bereichs nur unwesentlich ändert, ohne dass
sich die Ausgangsleistung bei einer bestimmten absorbierten Pumpleistung
im Vergleich zu derjenigen eines herkömmlichen Halbleiterkörpers stark, etwa
um 20% oder mehr, verringert.
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Die
Abhängigkeit
der Peak-Wellenlänge
von der Temperatur des aktiven Bereichs wurde in den 5 bis 7 lediglich
exemplarisch für
optisches Pumpen gezeigt. Auch bei einem elektrisch gepumpten erfindungsgemäß ausgeführten Halbleiterkörper ist
eine solche Stabilisierung der Peak-Wellenlänge gegenüber Änderungen der Temperatur des
aktiven Bereichs erzielbar.
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In 8 zeigen
die Symbole 700 das Ergebnis einer Messung der Peak-Wellenlänge λE der
im aktiven Bereich erzeugten Strahlung als Funktion der Ausgangsleistung
PE der im aktiven Bereich eines erfindungsgemäßen Halbleiterkörpers im
Betrieb in einem Resonator erzeugten Strahlung. Die Ausgangsleistung
ist dabei über
den gesamten Betriebsbereich aufgetragen, in dem der Halbleiterkörper Laseraktivität zeigt.
Diese Laseraktivität
setzt bei der Laserschwelle 620 ein. Eine maximale Ausgangsleistung 615 wird
durch das thermische Überrollen
des erfindungsgemäßen Halbleiterkörpers bestimmt.
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Die
Schwankung der Peak-Wellenlänge
beträgt über den
gesamten Betriebsbereich ±0,3
nm. Demnach ist der Halbleiterkörper
derart wellenlängenstabilisiert
ausgebildet, dass sich die Peak-Wellenlänge über den gesamten Bereich der
Laseraktivität
des Halbleiterkörpers
um deutlich weniger als 1 nm ändert.
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Wie
im Zusammenhang mit der Beschreibung der 5 und 7 ausgeführt, wurden
auch bei der Durchführung
der in 8 gezeigten Messungen keine weiteren Maßnahmen
zur Wellenlängenstabilisierung
ergriffen.
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Die
Erfindung ist nicht durch die Beschreibung anhand der Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr
umfasst die Erfindung jedes neue Merkmal sowie jede Kombination
von Merkmalen, was insbesondere jede Kombination von Merkmalen in
den Patentansprüchen
beinhaltet, auch wenn dieses Merkmal oder diese Kombination selbst
nicht explizit in den Patentansprüchen oder den Ausführungsbeispielen
angegeben ist.