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Die
Erfindung betrifft eine Sanitärhalterung zur
Anbringung an einer Wandstange.
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Wandstangen
dienen dazu, über
einen Schlauch angeschlossene Handbrausen mit Hilfe einer Halterung
so zu halten, dass sie in bestimmten Positionen angebracht werden
können,
damit ein Benutzer beim Duschen die Hände frei hat. Üblicherweise
haben derartige Sanitärhalterungen
ein Schieberelement, mit dessen Hilfe die Höhe der Brause dadurch verändert werden
kann, dass das Schieberelement die Wandstange entlang verschoben
werden kann. Darüberhinaus
sind häufig
auch Mittel vorhanden, um den Abstrahlwinkel der Handbrause zu ändern, beispielsweise
mit Hilfe von Gelenken, die zwischen dem Schieber und dem eigentlichen
Halter vorhanden sind.
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Zur
Festlegung des Schieberelements kann dieses beispielsweise mit Hilfe
eines getrennten Klemmelements versehen werden, das von Hand gelöst werden
muss. Ebenfalls bekannt ist es, eine Öffnung in dem Schieberelement
mit einem größeren Durchmesser
als es der Wand stange entspricht zu versehen, wobei das Schieberelement
dann unter dem Gewicht der Handbrause verkippt und dadurch festgelegt
wird (
FR 1 494 198 ).
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Bei
einer nochmals weiteren bekannten Brausehalterung (
GB 1 474 729 ) enthält das Schieberelement zwei
Durchgänge
mit Zylinderform, die sich innerhalb des Schieberelements kreuzen.
Der Durchmesser des einen Durchgangs ist dabei etwas kleiner als
der Außendurchmesser
der Wandstange, während
der Durchmesser des anderen Durchgangs größer ist als der der Wandstange.
Dann kann der Halter aus einer Position, in der er mit dem engeren Durchgang
an der Wandstange festgeklemmt ist, in die andere Position verkippt
werden, in der er sich dann die Wandstange entlang verschieben lässt.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einer Halterung für ein Sanitärelement
zur Anbringung an einer Wandstange zu schaffen, die bei sehr einfachem
Aufbau und mit möglichst
wenig Teilen auskommend eine Änderung
der Position sowohl des Schiebers gegenüber der Wandstange, das heißt der Höhe, als
auch der eigentlichen Halterung gegenüber der Wandstange ermöglicht.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe schlägt
die Erfindung eine Sanitärhalterung
mit den im Anspruch 1 genannten Merkmalen vor. Weiterbildungen der
Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
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Während bei
dem eingangs genannten Stand der Technik einer der beiden Durchgänge einen
Durchmesser aufweist, der größer ist
als der Durchmesser der Wandstange, so dass diese Position keiner
dauerhaften Position des Schiebers entspricht, weist erfindungsgemäß die Sanitärhalterung zwei
Durchgänge
auf, die beide einer Festlegeposition des Halters entsprechen. In
beiden Positionen nimmt, sofern man die Höhe des Schieberelements nicht ändert, dieses
eine unterschiedliche Win kelposition gegenüber der Wandstange ein. Wenn
an dem Halter eine Handbrause befestigt ist, so bedeutet dies, dass
man hiermit den Abstrahlwinkel in zwei Positionen ändern kann.
Man hat also mit einem sehr geringen Aufwand die Möglichkeit
geschaffen, den Abstrahlwinkel einer Handbrause zu ändern, ohne dass
hierfür
ein Gelenk erforderlich wäre.
Natürlich kann
man mitentsprechenden Aufwand das Schieberelement auch in Längsrichtung
der Wandstange verschieben.
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Während bei
dem bekannten Halterungselement sich die Achsen der beiden Durchgänge innerhalb
des Schieberelements schneiden, was von der Erfindung ebenfalls
vorgeschlagen wird, ist es aber auch möglich, dass sich die Achsen
der beiden Durchgänge
an einem axialen Ende des Schiebers treffen.
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Erfindungsgemäß kann in
Weiterbildung vorgesehen sein, dass mindestens ein Durchgang derart
ausgebildet ist, dass dann, wenn das Schieberelement gegenüber der
Wandstange diese Position einnimmt, es über mehr als die Hälfte des
Umfangs an der Wandstange anliegt. Hierbei handelt es sich um eine
der möglichen
Endstellungen.
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Bei
einer Ausführung
der Sanitärhalterung mit
zwei Durchgängen
durch das Schieberelement kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass in
beiden Durchgängen
das Schieberelement jeweils mit mehr als der Hälfte des Umfangs an der Wandstange anliegt.
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Die
Erfindung schlägt
in Weiterbildung vor, dass das Schieberelement mehr als zwei Durchgänge aufweisen
kann, beispielsweise einen dritten Durchgang, der zwischen den beiden
den jeweiligen Endstellungen entsprechenden Durchgängen angeordnet
ist.
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Um
dem Benutzer beim Verstellen einen taktilen Hinweis zu geben, dass
er von einer Position in die andere verstellt hat, kann erfindungs gemäß vorgesehen
sein, dass zwischen je zwei Durchgängen eine Stelle mit einem
nochmals verringerten wirksamen Querschnitt angeordnet ist. Diese
Stelle stellt also einen Widerstand dar, den der Benutzer überwinden
muss.
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Es
wurde bereits erwähnt,
dass derartige Sanitärhalterungen
beispielsweise zum Haltern von über
Schläuche
angeschlossenen Handbrausen dienen. Die Erfindung sieht nun vor,
dass die Halterung, die an dem Schieberelement angebracht ist, eine
Konushalterung aufweist, in die sich also der Griff einer der Handbrause
einstecken lässt.
Erfindungsgemäß kann nun
vorgesehen sein, dass die Achse der Konushalterung in der gleichen
Ebene liegt wie die Achsen der Durchgänge.
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Es
ist aber ebenfalls möglich
und liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Achse der Konushalterung
parallel zu der Ebene verläuft,
in der die Achsen der mindestens zwei Durchgänge liegen.
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Weitere
Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge
der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der Zusammenfassung,
deren beider Wortlaut durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung
gemacht wird, der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
der Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigen:
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1 einen
Axialschnitt durch eine Sanitärhalterung
nach einer ersten Ausführungsform;
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2 einen
Querschnitt durch die Anordnung der 1 längs Linie
II-II in 1;
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3 eine
Ansicht der Sanitärhalterung
von links in 1;
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4 eine
Seitenansicht einer Sanitärhalterung
nach einer zweiten Ausführungsform;
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5 die
Ansicht der Anordnung der 4 von rechts
in 4;
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6 einen
Axialschnitt durch die Sanitärhalterung
der 4 und 5;
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7 einen
weiteren Schnitt durch die Sanitärhalterung
und
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8 einen
Schnitt durch die Sanitärhalterung
der 4 bis 6 in einer anderen Schnittebene.
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In 1 ist
eine Wandstange in Form eines zylindrischen Rohrs 1 dargestellt.
Auf diese Wandstange 1 ist eine Sanitärhalterung aufgeschoben, die ein
Schieberelement 2 mit einem daran einstückig angeformten Halter 3 aufweist.
Der Halter 3 enthält im
Bereich seines äußeren Endes
eine Konushalterung 4, in die der Griff einer Handbrause
eingesteckt werden kann. In Verlängerung
der Konushalterung 4 ist in dem Halter 3 eine
Vertiefung 5 ausgebildet, in der der Brauseschlauch zu
liegen kommt.
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In
dem Schieberelement 2 ist ein erster Durchgang für die Wandstange 1 ausgebildet.
In der dargestellten Position liegt die Wandstange 1 in
diesem Durchgang. Die Achse 6 des Durchgangs fällt also
mit der Längsachse
der Wandstange 1 zusammen. In dieser Position liegt das
Schieberelement 2 mit der Innenseite 7 seiner
Wand über
eine größere Fläche an der
Außenseite
der Wandstange 1 an. Dies ist eine der beiden Endstellungen,
die der Schieber 2 gegenüber der Wandstange 1 einnehmen
kann.
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Es
ist ein zweiter Durchgang in dem Schieberelement 2 vorhanden.
Dieser in seinem Querschnitt ebenfalls zylindrische Durchgang wird
hier durch die Achse 8 dargestellt. Dieser Durchgang 8 wird
auf der einen Seite von einer Trennwand 9 begrenzt, die
in dem Halter 3 ausgebildet ist. Auch dieser Durchgang,
der durch seine Längsachse 8 charakterisiert
ist, ist so ausgebildet, dass die Wandstange 1, wenn sie
in diesem Durchgang 8 angeordnet ist, über einen großen Teil
der Länge
des Schieberelements an der Innenseite des Schiebers 2 anliegt.
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Zwischen
diesen beiden Durchgängen,
die durch die Achsen 6 und 8 charakterisiert sind,
liegt ein dritter Durchgang, der durch die ebenfalls strichpunktierte
angedeutete Längsachse 11 angezeigt
ist. Zwischen den einzelnen Durchgängen ist im Bereich der oberen Öffnung 12 des
Schiebers jeweils eine Wandverdickung ausgebildet, die zu einer
Verringerung des Abstands der Innenwände voneinander führt. Dies
wird aus 2 etwas deutlicher, die einen Schnitt
längs Linie
II-II in 1 darstellt. Hier liegt, wie
in 1, die Wandstange 1 in dem ersten Durchgang
mit der Längsachse 6.
Das Schieberelement 2 liegt mit seiner Innenseite über etwas
mehr als einen halben Umfang an der Außenseite der Wandstange 1 an.
An diesen Teil, wo das Schieberelement an der Außenseite der Wandstange 1 anliegt,
schließen
sich zwei nach innen gerichtete Wulste 13 an, die dafür sorgen,
dass der Schieber 2 in der dargestellten Position bleibt,
falls keine Kräfte
auf ihn einwirken. Alle Durchgänge,
die durch ihre Achsen gekennzeichnet sind, sind so ausgebildet,
dass ihr Durchmesser etwas kleiner ist als der Außendurchmesser
der Wandstange 1, so dass die Festlegung durch eine Verklemmung
geschieht.
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Hinter
dem Wulst 13 ist eine Stelle 14 in 2 zu
sehen, die dem dritten Durchgang mit der Achse 11 entspricht.
Dann kommt wieder eine Verengung des Querschnitts, worauf dann wieder
eine Erweiterung auftritt, dem Durchgang mit der Achse acht entspricht.
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Man
kann die Sanitärhalterung
der 1 durch Angreifen an dem Konushalter 4 im
Uhrzeigersinn verschwenken, so dass der Halter kann in den dritten
Durchgang 11 bewegt wird. Hierzu ist ein Widerstand zu überwinden,
der durch den Wulst 13 gebildet wird. Auch in dem dritten
Durchgang 11, der nur schwach angedeutet ist, bleibt eine
Verklemmung bestehen. Aus diesem mittleren Durchgang mit der Achse 11 kann
der Halter dann nochmals verschwenkt werden, bis die Achse 8 mit
der Längsachse
der Wandstange 1 zusammenfällt.
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Man
kann der 1 entnehmen, dass die Achsen
der drei Durchgänge
sich im Bereich einer unteren Öffnung 15 des
Schieberelements treffen.
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3 zeigt
die Ansicht des Halters von links in 1. Von der
Konushalterung 4 geht die Rinne 5 allmählich in
die Außenseite
der Sanitärhalterung über. Von
vorne ist an der Sanitärhalterung
ebenso wenig wie von der Seite ein Gelenk zu entdecken, obwohl es
in der beschriebenen Weise möglich
ist, eine Verstellung der Sanitärhalterung
nach Art eines Gelenks zwischen zwei Endpositionen durchzuführen.
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Bei
der in 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform
liegt die Achse 16 der Konushalterung 4 in der
gleichen Ebene, in der auch die Achsen 6, 8, 11 der
drei Durchgänge
für die
Wandstange einliegen.
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Die 4 bis 8 zeigen
dagegen eine Ausführungsform,
bei der die Achse der Konushalterung in einer Ebene parallel zu
der Achse der Durchgänge
liegt. Zunächst
zur 4. 4 zeigt eine Ansicht der Sanitärhalterung
aus der gleichen Richtung wie die 3. Das Schieberelement 22 enthält die Konushalterung 24 in
einem einzigen Bauteil, das als Zylinder ausgebildet ist, dessen
Zylinderachse quer zur Achse der Wandstange 1 verläuft. An
dem der Konushalterung 24 abgewandten Ende des Schieberelements
ist ein Griff 21 ausgebildet, der zum Verstellen des Schieberelements
dient. Da die Konushalterung 24 mit ihrer Achse parallel
zur Achse der Wandstange 1 verläuft, kann der Brauseschlauch
auf der Unterseite des Schieberelements 22 frei herunter hängen.
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Neben
der Konushalterung 24 sind in dem Schieberelement zwei
Durchgänge
angeordnet, die beide einen wirksamen Durchmesser aufweisen, der etwas
kleiner ist als der Durchmesser der Wandstange 1, so dass
in beiden Positionen eine Verklemmung erfolgt. In 6 ist
der eine Durchgang, angedeutet durch die Achse 28, außer Betrieb,
während
der erste Durchgang von unten nach oben orientiert ist, so dass
die Wandstange 1 in ihm angeordnet ist und mit ihrer Längsachse
mit der Längsachse 26 dieses Durchgangs
zusammenfällt.
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5 zeigt
die Anordnung der 4 von rechts mit der Konushalterung 24.
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Wie
man der 6 entnehmen kann, kann das Schieberelement 22 in
zwei verschiedene Winkelpositionen gegenüber der Wandstange 1 gebracht werden.
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7 zeigt
einen Schnitt senkrecht zur Zeichnungsebene der 6.
Rechts ist wieder die Konushalterung 24 zu sehen, während links
von der Wandstange der Griff 21 dargestellt ist. Er besteht aus
mehreren Teilen und ist zusammen geschnappt.
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8 zeigt
einen schrägen
Schnitt durch das Schieberelement, so dass die Wandstange 1 jetzt
als oval erscheint. Dieser Schnitt ist gezeigt, damit man den dem
Wulst 13 in 2 entsprechenden Wulst 23 sehen
kann, der die beiden Durchgänge 26, 28 voneinander
trennt. Dieser Wulst beziehungsweise die durch ihn gebildete Engstelle
sorgt dafür,
dass bei dem Verdrehen des Schieberelements mit Hilfe des Griffs 21 aus
der einen Position in die andere Position ein gewisser Widerstand
zu überwinden
ist, der dem Benutzer eine taktile Rückmeldung gibt, dass er jetzt
verstellt hat.