DE102006041278A1 - Deckel für einen Aufbewahrungsraum in einem Aufbau - Google Patents
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Abstract
Dieser Deckel ist für einen Aufbewahrungsraum in einem Aufbau eines Kraftfahrzeugs, insbesondere Personenkraftwagens, geeignet, mit einem vorzugsweise mehrere Dachelemente umfassenden faltbaren Dach, das aus einer einen Fahrgastraum umgebenden Schließstellung in eine in einem Aufbewahrungsraum abgelegte Offenstellung und vice versa bewegbar ist, welcher Deckel bezogen auf die Fahrzeuglängsrichtung mit einem Hebelmechanismus aus einer Grundstellung in eine erste vorne angehobene Stellung und in eine zweite hinten angehobene Stellung verstellbar ist. Um diesen Deckel zu optimieren, ist der Hebelmechanismus des Deckels unter Vermittlung eines Lenkersystems an einem Steuerlenker angelenkt und der Deckel ist aus der Ruhestellung mittels des Lenkersystems in die zweite hinten angehobene Stellung betätigbar, wobei mit dem Lenkersystem eine zwischen einer Entriegelungsstellung und einer Verriegelungsstellung verstellbaren Lenkerkupplung zusammenwirkt, die in der Verriegelungsstellung eine Bewegung des Deckels in die erste vorne angehobene Stellung bewirkt.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Deckel für einen Aufbewahrungsraum in einem Aufbau eines Kraftfahrzeugs, insbesondere Personenkraftwagens, mit einem vorzugsweise mehrere Dachelemente umfassenden faltbaren Dach.
- Es ist ein Klappverdeck für Fahrzeuge, insbesondere Personenkraftwagen, bekannt,
DE 199 60 010 C2 , das einen Aufbau mit einem im Heck angeordneten Kofferraum besitzt, der zur Fahrzeugoberseite hin mittels eines Deckels begrenzt wird. Der Deckel ist bezogen auf die Fahrzeuglängsrichtung in eine vorne angehobene Stellung zur Aufnahme eines faltbaren Dachs und in eine hinten angehobene Stellung zum Einladen von Gepäckstücken verstellbar. Hierzu ist der Deckel an einem einem Fahrgastraum benachbarten Scharnier und einem im Bereiche einer Abschlusswand des Hecks angeordneten Scharnier angelenkt. - Aus der
DE 199 32 500 C2 geht eine Stauraumabdeckung für ein Fahrzeug mit einem umwandelbaren Fahrzeugdach und mit einer am Fahrzeug angeordneten, schwenkbaren Heckklappe hervor. Die Heckklappe ist wahlweise als Kofferraumdeckel um eine nahe ihrer Vorderkante angeordnete vordere Schwenkachse oder als Verdeckkastenklappe um eine nahe ihrer Hinterkante vorgesehene Schwenkachse drehbar, und zwar über einen Hebelmechanismus. Darüber hinaus ist die Heckklappe an einem Hilfsrahmen gelagert. - Es ist Aufgabe der Erfindung einen Deckel für einen zum Ablegen eines Dachs bspw. mit mehreren Dachelementen dienenden Aufbewahrungsraum in einem Aufbau eines Personenwagens zu schaffen, welcher Deckel in Fahrzeuglängsrichtung gesehen mit einem baulich einfachen und funktionsgerechten Hebelmechanismus aus einer Grundstellung in eine erste vorne angehobene Stellung und eine zweite hinten angehobene Stellung bewegbar ist.
- Nach der Erfindung wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere, die Erfindung ausgestaltende Merkmale sind in den Unteransprüchen enthalten.
- Die mit der Erfindung hauptsächlich erzielten Vorteile sind darin zu sehen, dass das Lenkersystem des Hebelmechanismus in Verbindung mit dem Steuerlenker und der Lenkerkupplung Maßstäbe zur Bewegung des Deckels aus der Grundstellung in die erste vorn angehobene Stellung und in die zweite hinten angehobene Stellung setzt. Diese Konstruktion unterstützt auch die vergleichsweise einfache Anlenkung des Deckels am Aufbau, da feststehende Scharniere im vorderen Bereich und im hinteren Bereich des Deckels entfallen. Das Lenkersystem, der Steuerlenker und die Lenkerkupplung sind Bauteile, die mit vertretbarem Aufwand umsetzbar sind. Die Lenkerkupplung mit den Koppelelenkern, die mit einem Aufnahmeabschnitt und einem Eingriffselement versehen sind, zeichnet sich durch gute Funktion aus, die noch durch die Zwangssteuerung unterstützt wird.
- In der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt, das nachstehen näher beschrieben wird.
- Es zeigen
-
1 eine Schrägansicht auf ein Heck eines Personenkraftwagens mit einem Deckel nach der Erfindung, der eine Grundstellung einnimmt, -
2 eine Ansicht entsprechend1 , jedoch nimmt der Deckel eine hinten angehobenen Stellung ein, -
3 eine Seitenansicht des Hecks des Personenkraftwagens mit dem Deckel, der eine Grundstellung einnimmt, -
4 eine Ansicht entsprechend3 , jedoch mit dem Unterschied, dass der Deckel eine vorne angehobene Stellung einnimmt, -
5 eine Ansicht entsprechend3 , jedoch mit dem Unterschied, dass der Deckel eine hinten angehobene Stellung einnimmt, -
6 in etwa eine Einzelheit X der5 in größerem Maßstab als Schemadarstellung, -
7 in etwa eine Einzelheit Y der4 in größerem Maßstab. - Von einem Personenkraftwagen
1 ist lediglich ein Heck2 –1 und2 – eines Aufbaus3 dargestellt, der kotflügelartige Seitenteile4 und5 Leuchten tragende Eckelemente6 und7 umfasst. In die Seitenteile4 und5 sind Radauschnitte8 für nicht dargestellte Räder integriert. Die Eckelemente6 und7 sowie die die Seitenteile4 und5 begrenzen einen Deckel9 , der einen Aufbewahrungsraum10 umhüllt. Der Aufbewahrungsraum10 ist zur Aufnahme eines aus einer Schließstellung – nicht gezeigt – in eine Offenstellung Ost und vice versa bewegbaren faltbaren Dachs11 , das bspw. mehrere Dachelemente formsteifer und/oder flexibler Gattung aufweist. In der Schließstellung deckt das Dach11 einen Fahrgastraum ab; in der Offenstellung Ost ist es in den Aufbewahrungsraum10 abgesenkt –2 –, der auch zur Unterbringung von Gepäckstücken geeignet ist. - In Fahrtrichtung A des Personenkraftwagen
1 gesehen ist der Deckel9 mittels eines an beiden Längsseiten des von letzterem angebrachten Hebelmechanismus'12 aus einer Grundstellung Gst –1 und3 – in eine erste vorne angehobene Stellung STVa –4 – und in eine zweite hinten angehobene Stellung STHa –2 und5 –. Die vorne angehobene Stellung STVa bedeutet, dass der Deckel9 mit einem vorderen Bereich13 gegenüber dem Aufbau3 nach oben d.h. zur Fahrzeugoberseite hin bewegt ist und das Dach11 bzw. seine Dachelemente in die Schließstellung bzw. Offenstellung Ost verstellbar ist. In der hinten angehobenen Stellung STHa ist der Deckel9 mit einem hinteren Bereich14 gegenüber dem Aufbau3 nach oben bewegt, und es ist möglich den Aufbewahrungsraum10 mit Gepäckstücken der Passagiere des Personenkraftwagens1 zu beladen. - Der Hebelmechanismus
12 des Deckels9 ist unter Vermittlung eines Lenkersystems15 an einem Steuerlenker16 angelenkt, mit welchem Lenkersystem15 sowohl die erste vorne angehobene Stellung STVa wie auch die zweite hinten angehobene Stellung STHa bewerkstelligt wird. Mit dem Lenkersystem15 wirkt eine Lenkerkupplung17 zusammen, die aus einer Entriegelungsstellung Est –5 und6 – in eine Verrieglungsstellung Vst –4 und7 – und umgekehrt betätigbar ist. Befindet sich die Lenkerkupplung17 in der Verriegelungsstellung Vst wird der Deckel9 in die erste vorne angehobene Stellung Vst bewegt. - Das Lenkersystem
15 besitzt zwei in Fahrzeuglängsrichtung B-B mit Abstand zueinander angeordnete ersten Hublenker18 und zweiten Hublenker19 für den Deckel9 –3 –. Der erste Hublenker18 greift mit einem ersten Ende20 am Deckel9 und mit einem zweiten Ende21 an einem ersten Ende22 eines ersten Verbindungslenkers23 an, der über ein zweites Ende24 mit dem Steuerlenker16 verbunden ist. Der zweite Hublenker19 –4 – ist einerseits mit einem ersten Ende25 am Deckel9 und andererseits mit einem zweiten Ende26 an einem ersten Ende27 eines zweiten Verbindungslenkers28 angelenkt, der unter Vermittlung eines zweiten Endes29 mit dem Steuerlenker16 verbunden ist. Der erste Verbindungslenker23 arbeitet mit dem zweiten Hublenker19 über ein erstes Gelenk30 scherenartig zusammen, wobei zwischen dem zweiten Verbindungslenker28 und der Lenkerkupplung17 ein Betätigungslenker31 wirksam ist. - Die Lenkerkupplung
17 ist mit einem ersten Kupplungslenker32 und einem zweiten Kupplungslenker33 versehen, die in der Verriegelungsstellung Vst der Lenkerkupplung17 relativ zueinander festgesetzt sind. Die beiden Kupplungslenker32 und33 sind unter Zwischenschaltung eines zweiten Gelenks34 –4 und6 – miteinander verbunden und die Kupplungsglieder32 und33 sind am Steuerlenker16 gelagert. Dabei ist am ersten Kupplungslenker32 ein Aufnahmeabschnitt35 angebracht, in den ein Eingriffselement36 des zweiten Kupplungslenkers33 hineinragt –6 –. Der Aufnahmeabschnitt35 des ersten Kupplungslenkers32 und das Eingriffselement36 des zweiten Kupplungslenkers33 werden über eine Zwangssteuerung37 in Wirkverbindung verbracht –6 und7 –. Der Aufnahmeabschnitt35 des ersten Kupplungslenkers32 ist Bestandteil der Zwangssteuerung37 und umfasst eine Klaue38 , die mittels eines Zapfens39 schwenkbeweglich am ersten Kupplungslenker32 angebracht ist. Die etwa Hufeisenform aufweisende Klaue38 ist mit einer nicht gezeigten Feder versehen, die die Klaue38 in eine Aufnahmestellung Ast – Richtung C – zu bewegen sucht –4 –. - An der Lenkerkupplung
17 greift eine erste Betätigungseinrichtung39 an, die im Ausführungsbeispiel durch einen Hydraulikzylinder40 gebildet wird, wobei die erste Betätigungseinrichtung39 zwischen dem zweiten Kupplungslenker33 und dem Steuerlenker16 wirksam ist. Hierzu ist der Steuerlenker16 mit einer ersten Lagerachse41 für die den Hydraulikzylinder40 versehen – Fig.. - Eine zweite hydraulisch und/oder elektrisch arbeitende Betätigungseinrichtung
42 greift an einer zweiten Lagerachse43 an, die einem festen am Aufbau3 angebrachten Lager zugeordnet ist, wobei die erste Lagerachse41 und die zweite Lagerachse43 mit Abstand zueinander am Steuerlenker16 vorgesehen sind. Um die verschiedenen Lenker und die Betätigungseinrichtungen funktionsgerecht mit dem Steuerlenker16 zu verbinden weist letzterer in etwa T-Form mit einem Schenkelabschnitt44 und einem Stegabschnitt45 auf, welcher Stegabschnitt44 die erste Lagerachse41 und der zweiten Lagerachse43 trägt. - Funktionsbeschreibung
- Der Deckel
9 wird aus der Grundstellung Gst in die zweite hinten angehobene Stellung STHa manuell vom Nutzer des Personenkraftwagens1 betätigt. Um den Deckel9 aus der Grundstellung Gst in die erste vorne angehobene Stellung STVa zu bewegen, wird zunächst die erste Betätigungseinrichtung39 betätigt, so dass der erste Kupplungslenker32 und der zweite Kupplungslenker33 in formschlüssigem Eingriff stehen bzw. die Verriegelungsstellung Vst einnehmen. Danach bewegt die zweite Betätigungseinrichtung42 den Deckel9 in die erste vorne angehobene Stellung STVa, dergestalt, dass das Dach11 im gefalteten Zustand in dem Aufbewahrungsraum10 ablegbar ist.
Claims (15)
- Deckel für einen Aufbewahrungsraum in einem Aufbau eines Kraftfahrzeugs, insbesondere Personenkraftwagens, mit einem vorzugsweise mehrere Dachelemente umfassenden faltbaren Dach, das aus einer einen Fahrgastraum umgebenden Schließstellung in eine in einem Aufbewahrungsraum abgelegte Offenstellung und vice versa bewegbar ist, welcher Deckel bezogen auf die Fahrzeuglängsrichtung mit einem Hebelmechanismus aus einer Grundstellung in eine erste vorne angehobene Stellung und in eine zweite hinten angehobene Stellung verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebelmechanismus (
12 ) des Deckels (9 ) unter Vermittlung eines Lenkersystems (15 ) an einem Steuerlenker (16 ) angelenkt ist und dass der Deckel (9 ) aus der Grundstellung (Gst) mittels des Lenkersystems (15 ) in die zweite hinten angehoben Stellung (STHa) betätigbar ist, wobei mit dem Lenkersystem (15 ) eine zwischen einer Entriegelungsstellung (Est) und einer Verriegelungsstellung (Vst) verstellbaren Lenkerkupplung (17 ) zusammenwirkt, die in der Verriegelungsstellung (Est) eine Bewegung des Deckels (9 ) in die erste vorne angehobene Stellung (STVa) bewirkt. - Deckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mit dem Steuerlenker (
16 ) zusammenwirkende Lenkersystem (15 ) mit zwei in Fahrzeuglängsrichtung (B-B) beabstandete erste vordere und zweite hintere Hublenker (18 uns19 ) für den Deckel (9 ) besitzt. - Deckel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Hublenker (
18 ) einerseits mit einem ersten Ende (20 ) am Deckel (9 ) und mit einem zweiten Ende (21 ) an einem ersten Ende (22 ) eines ersten Verbindungslenkers (23 ) angreift, der über ein zweites Ende (24 ) mit dem Steuerlenker (16 ) verbunden ist. - Deckel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Hublenker (
19 ) einerseits mit einem ersten Ende (25 ) am Deckel (9 ) angreift und andererseits mit einem zweiten Ende (26 ) an einem ersten Ende (27 ) eines zweiten Verbindungslenkers (28 ) angreift, der über ein zweites Ende (28 ) mit dem Steuerlenker (16 ) verbunden ist. - Deckel nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Verbindungslenker (
28 ) mit dem ersten Hublenker (18 ) über ein erstes Gelenk (30 ) zusammenwirkt. - Deckel nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem zweiten Verbindungslenker (
28 ) und der Lenkerkupplung (17 ) ein Betätigungslenker (31 ) wirksam ist. - Deckel nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenkerkupplung (
17 ) einen ersten Kupplungslenker (32 ) und einen zweiten Kupplungslenker (33 ) aufweist, die in der Verriegelungsstellung (Vst) relativ zueinander festgesetzt sind. - Deckel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kupplungslenker (
32 und33 ) über ein zweites Gelenk (34 ) miteinander verbunden sind, wobei an dem ersten Kupplungslenker (32 ) ein Aufnahmeabschnitt (35 ) angebracht ist, in den ein Eingriffselement (36 ) des zweiten Kupplungslenkers (33 ) hineinragt. - Deckel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeabschnitt (
35 ) und das Eingriffselement (36 ) über eine Zwangssteuerung (37 ) in Wirkverbindung verbracht werden. - Deckel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungslenker (
32 und33 ) unter Vermittlung des zweiten Gelenks (34 ) am Steuerlenker (16 ) gelagert sind. - Deckel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeabschnitt (
35 ) nach Art einer Klaue (36 ) ausgeführt ist, die am ersten Kupplungslenker (32 ) schwenkbeweglich gelagert ist. - Deckel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenkerkupplung (
17 ) mit einer ersten Betätigungseinrichtung (39 ) zusammenwirkt. - Deckel nach den Ansprüchen 7, 8 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Betätigungseinrichtung (
39 ) zwischen dem zweiten Kupplungslenker (33 ) und dem Steuerlenker (16 ) wirksam ist. - Deckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Betätigungseinrichtung (
42 ) mit dem Steuerlenker (16 ) zusammenwirkt. - Verfahren zur Betätigung des Deckels nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Bewegen des Deckels (
9 ) in die erste vorne angehobene Stellung (STVa) zunächst die erste Betätigungseinrichtung (39 ) den zweiten Kupplungslenker (33 ) und den ersten Kupplungslenker (32 ) in die Verriegelungsstellung (Vst) der Lenkerkupplung (17 ) verbringt und danach die zweite Betätigungseinrichtung (42 ) den Deckel (9 ) in die erste vorne angehobene Stellung (STVa) bewegt.
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