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Diese
Anmeldung beansprucht die Priorität der vorangegangenen japanischen
Patentanmeldung
JP 2005-247481 ,
auf deren gesamte Offenbarung hierin Bezug genommen wird.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Festelektrolytkondensator
und spezieller auf einen Festelektrolytkondensator mit einer verbesserten
Vorbeschichtungsschicht zwischen einer Oxidschicht und einem Festelektrolyt
in dem Festelektrolytkondensator.
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In
den vergangenen Jahren wurde ein Festelektrolytkondensator entwickelt,
der durch Ausbilden einer dielektrischen Oxidschicht, welche hier
im folgenden als eine Anodisierschicht bezeichnet wird, auf einem
porösen
Teil aus einem (Strom-)Sperrwirkungsmetall (valve metal), wie z.
B. Aluminium, durch ein Anodisierverfahren und nachfolgendes Ausbilden einer
leitenden Polymerschicht als einem Festelektrolyten auf der Anodisierschicht
hergestellt wird. Der Festelektrolyt in diesem Festelektrolytkondensator hat
eine Leitfähigkeit,
die zehn- bis hundertmal
größer als
jene eines Festelektrolyten aus Mangandioxid ist. Weiterhin kann
der Festelektrolytkondensa tor einen niedrigen Reihenwiderstand bzw.
Equivalent Series Resistance (ESR) aufweisen und die Hochfrequenzeigenschaften
sind merklich verbessert. Folglich wird diese Art von Festelektrolytkondensator
in verschiedenen elektronischen Vorrichtungen verwendet zum Zwecke
des Entfernens von Hochfrequenzstörungen in Vorrichtungen kleiner
Größe.
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Größere Packungsdichten
und höhere
Geschwindigkeiten von elektronischen Komponenten machen in zunehmendem
Maße eine
kleinere Größe, eine
größere Kapazität und einen
niedrigeren ESR eines Kondensators notwendig. Verschiedene Versuche
zum Vergrößern einer
Kapazität
pro Einheitsfläche
wurden veranstaltet. Diese beinhalten das Erhöhen einer Ätzvergrößerung eines Aluminiumsubstrats
als ein Sperrwirkungsmetall oder das Vergrößern eines Füllungsgrades,
welcher ein Verhältnis
eines Volumens eines Produkts zum Volumen eines Kondensators durch
Schichtung von Kondensatorelementen ist.
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Die
Erfinder haben ein Verfahren zum Vergrößern der Kapazität durch
Verbessern einer wirklich vorhandenen Bedeckung einer Anodisierschicht mit
der leitenden Polymerschicht vorgeschlagen. Dieses Ergebnis scheint
von einer verbesserten Haftung zwischen der Anodisierschicht und
einer leitenden Polypyrrol-Polymerschicht
herzurühren.
Dieses Verfahren ist in der ungeprüften japanischen Patentanmeldungsveröffentlichung
(
JP-A) Nr. 2005-159154 ,
welche hier im folgenden als Patentdokument 1 bezeichnet wird, offenbart.
Gemäß diesem
Verfahren wird eine Oberfläche
eines Aluminiumsubstrats, welches als ein Anodenabschnitt dient, durch Ätzen aufgerauht.
Eine dielektrische Aluminiumschicht oder eine Anodisierschicht wird
in einer wässrigen
Lösung,
die Ammoniumadipat, Phosphorsäure,
Ammoniumphosphat oder dergleichen enthält, auf der aufgerauhten Oberfläche des
Aluminiumsubstrats ausgebildet. Danach wird das Aluminiumsubstrat
in eine Polystyrol-Sulfonsäurelösung getaucht und
getrocknet zum Ausbilden einer dünnen
Schicht von Polystyrol-Sulfonsäure
als einer Vorbeschichtungsschicht auf einer Oberfläche der
Anodisierschicht. Danach wird das Aluminiumsubstrat mit der Vorbeschichtungsschicht
in eine Lösung
getaucht, die ein Monomer zum Herstellen eines leitenden Polymers
enthält.
Danach wird das Aluminiumsubstrat in eine Lösung getaucht, die eine Protonensäure, Metallhalide,
Peroxide oder dergleichen enthält,
zum Ausbilden einer leitenden Polymerschicht oder einer inneren
Polymerisierungsschichtlage, wie z. B. einer Polypyrrolschicht,
einer Polythiophenschicht oder einer Polyoxy-Thiophenschicht. Beispielsweise
im Falle der Polypyrrollage wird die Vorbeschichtungsschicht aus
Polystyrol-Sulfonsäure
mit der Polypyrrollage zur Reaktion gebracht zum Bereitstellen einer verbesserten
Haftung zwischen der Anodisierschichtlage und der Polypyrrollage,
was zu einer verbesserten Bedeckung der Anodisierschicht mit der leitenden
Polymerschicht führt.
Danach wird durch ein chemisches Oxidations-Polymerisationsverfahren
eine Mehrzahl von leitenden Polymerschichten oder äußeren Polymerisationsschichtlagen,
wie z. B. Polypyrrolschichten, Polythiophenschichten oder Polyoxy-Thiophenschichten,
auf der inneren Polymerisationsschichtlage ausgebildet. Danach werden
zum Vorsehen eines Kathodenabschnitts eine Graphitschicht und eine
Silberpastenschicht auf den äußeren Polymerisationsschichtlagen
ausgebildet.
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Die
Vorbeschichtungsschicht aus Polystyrol-Sulfonsäure in dem in dem Patentdokument
1 offenbarten Festelektrolytkondensator ist sehr wirkungsvoll bei
der Verbesserung einer Bedeckung. Eine Polystyrol-Sulfonsäure ist
jedoch eine wasserlösliche
Polymerverbindung. Obwohl ein Abschnitt der Vorbeschichtungsschicht,
der mit Polypyrrol der auf der Vorbeschichtungsschicht ausgebildeten
leitenden Polymerschicht reagiert hat, nicht in Wasser gelöst wird,
kann ein Abschnitt der Vorbe schichtungsschicht, der nicht mit Polypyrrol
reagiert hat, in Wasser gelöst
werden. Eine Spur von Polystyrol-Sulfonsäure, die in Wasser gelöst ist,
hat einen pH-Wert von ungefähr
0,5 bis ungefähr
1 und ist dadurch stark sauer. Die gelöste Polystyrol-Sulfonsäure kann
einen nachteiligen Einfluß auf
die Anodisierschicht haben und kann eine Vergrößerung eines Leckstroms (LC) verursachen,
wenn der Festelektrolytkondensator bei einer hohen Feuchtigkeit
verwendet wird.
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Die
vorliegende Erfindung wurde angesichts der obigen Nachteile durchgeführt.
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Es
ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Festelektrolytkondensator
mit einer hervorragenden Feuchtigkeitsbeständigkeit, einer großen Kapazität und einem
niedrigen ESR mit einem kompakten Aufbau bereitzustellen.
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Weiterhin
soll ein Verfahren zum Herstellen eines Festelektrolytkondensators
mit einer hervorragenden Feuchtigkeitsbeständigkeit bereitgestellt werden.
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Weiterhin
soll ein Festelektrolytkondensator mit einem Übertragungsleitungsaufbau mit
einer verbesserten Feuchtigkeitsbeständigkeit bereitgestellt werden.
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Weiterhin
soll ein Verfahren zum Herstellen eines Festelektrolytkondensators
mit einem Übertragungsleitungsaufbau
mit einer verbesserten Feuchtigkeitsbeständigkeit bereitgestellt werden.
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Die
Aufgabe wird gelöst
durch einen Festelektrolytkondensator nach Anspruch 1 und ein Verfahren
zum Herstellen eines Festelektrolytkondensators nach Anspruch 7.
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Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
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Gemäß eines
Aspekts der vorliegenden Erfindung ist ein Festelektrolytkondensator
vorgesehen, der beinhaltet: ein Aluminiumsubstrat mit einer aufgerauhten
Oberfläche,
eine Anodisierschicht, die auf der aufgerauhten Oberfläche des
Aluminiumsubstrats ausgebildet ist, eine Polystyrol-Sulfonatschicht,
die auf einem Abschnitt der Anodisierschicht ausgebildet ist, und
eine leitende Polymerschichtlage, die als ein Festelektrolyt auf
der Polystyrol-Sulfonatschicht ausgebildet ist, so daß die Polystyrol-Sulfonatschicht
zwischen die Anodisierschicht und die leitende Polymerschichtlage
gefügt
ist.
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Die
Polystyrol-Sulfonatschicht wird ausgebildet durch Tauchen des Aluminiumsubstrats
in eine wäßrige Lösung und
Trocknen des Aluminiumsubstrats. Die wäßrige Lösung wird vorbereitet durch
Hinzufügen
zu einer Polystyrol-Sulfonsäurelösung mit einer
Konzentration von 0,1 bis 10 Gew.-% von einem Amin und/oder einem
durch Reaktion eines Amins und einer organischen Säure hergestellten Aminsalz
und/oder einem Ammoniumsalz einer organischen oder anorganischen
Säure und/oder
Ammoniakwasser zum Einstellen eines pH-Wertes der wäßrigen Lösung in
einem Bereich von 2 bis 6.
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Vorzugsweise
beinhaltet das Amin Triethylamin und/oder Triethanolamin. Das Aminsalz
beinhaltet zumindest eines der Aminsalze, die hergestellt werden
durch Reaktion des Amins und zumindest einer Säure aus der Gruppe von Säuren bestehend aus
Borsäure,
Malonsäure,
Maleinsäure,
Adipinsäure,
Sebacinsäure,
Dodecansäure,
Zitronensäure, Phthalsäure, Terephthalsäure und
Pyromellitsäure. Das
Ammoniumsalz beinhaltet zumindest eines aus der Gruppe bestehend
aus Ammoniumborat, Ammoniumadipat, Ammoniumsebacat und Ammoniumdodecanoat.
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Vorzugsweise
wird eine Spannungsbehandlung durchgeführt mit einer wäßrigen Lösung, die
ein Ammoniumsalz einer organischen Säure wie Adipinsäure oder
Zitronensäure
enthält,
nachdem die Polystyrol-Sulfonatschicht ausgebildet ist.
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Gemäß eines
anderen Aspektes ist ein Verfahren zum Herstellen eines Festelektrolytkondensators
vorgesehen, das die Schritte beinhaltet: Aufrauhen einer Oberfläche eines
Aluminiumsubstrats, Ausbilden einer Anodisierschicht auf der Oberfläche des
Aluminiumsubstrats, Ausbilden einer Polystyrol-Sulfonatschicht auf einem Abschnitt
der Anodisierschicht und Ausbilden einer leitenden Polymerschichtlage
als einem Festelektrolyten auf der Polystyrol-Sulfonatschicht.
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Der
Schritt des Ausbildens der Polystyrol-Sulfonatschicht beinhaltet:
Hinzufügen von
zumindest einem Stoff aus der Gruppe bestehend aus Amin, einem Aminsalz,
das durch Reaktion von einem Amin und einer organischen Säure hergestellt
wurde, einem Ammoniumsalz einer organischen oder anorganischen Säure und
Ammoniakwasser zu einer Polystyrol-Sulfonsäurelösung mit einer Konzentration
von 0,1 bis 10 Gew.-% zum Zubereiten einer wäßrigen Lösung mit einem pH-Wert von
2 bis 6, Tauchen des Aluminiumsubstrats in die wäßrige Lösung und Trocknen des Aluminiumsubstrats.
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Vorzugsweise
beinhaltet das Amin Triethylamin und/oder Triethanolamin. Das Aminsalz
beinhaltet zumindest eines der Aminsalze, die hergestellt werden
durch Reaktion des Amins mit zumindest einer der Säuren aus
der Gruppe bestehend aus Borsäure,
Malonsäure,
Maleinsäure,
Adipinsäure,
Sebacinsäure,
Dodecansäure,
Zitronensäure,
Phthalsäure,
Terephthalsäure
und Pyromellitsäure.
Das Ammoniumsalz beinhaltet zumindest eines aus der Gruppe bestehend
aus Ammoniumborat, Ammoniumadipat, Ammoniumsebacat und Ammoniumdodecanoat.
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Vorzugsweise
beinhaltet das Verfahren den Schritt des Durchführens einer Spannungsbehandlung
mit einer wäßrigen Lösung, die
ein Ammoniumsalz einer organischen Säure wie Adipinsäure oder Zitronensäure enthält, nach
dem Schritt des Ausbildens der Polystyrol-Sulfonatschicht.
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Weitere
Merkmale und Zweckmäßigkeiten der
Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
in Zusammenhang mit den beigefügten
Zeichnungen. Von den Figuren zeigen:
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1A eine
Querschnittsansicht, die einen Festelektrolytkondensator gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt,
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1B eine
vergrößerte Ansicht
eines eingekreisten Abschnitts A von 1A,
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2 ein
Diagramm, das die Zusammenhänge
zwischen Spannungsvariationsverhältnissen und
der Verweildauer in einer Feuchteeinwirkungskammer für die Proben
der Beispiele (I) und (II), welche eine Vorbeschichtungsschicht
gemäß der vorliegenden
Erfindung aufweisen, eine Probe des Vergleichsbeispiels (i), welche
keine Vorbeschichtungsschichten aufweist, und eine Probe des Vergleichsbeispiels
(ii), welche eine Vorbeschichtungsschicht aufweist, zeigt,
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3 ein
Diagramm, das die Beziehungen zwischen Spannungsvariationsverhältnissen
und der Verweildauer in einer Feuchteeinwirkungskammer bezogen auf
die Beispiele (III) und (IV) zeigt, welche eine Vorbeschichtungsschicht
gemäß der vorliegenden
Erfindung aufweisen, eine Probe des Vergleichsbeispiels (i), welche
keine Vorbeschichtungsschichten aufweist, und eine Probe des Vergleichsbeispiels (ii),
welche eine Vorbeschichtungsschicht aufweist,
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4 ein
Diagramm, das die Beziehungen zwischen den Spannungsvariationsverhältnissen und
der Verweildauer in einer Feuchteeinwirkungskammer bezogen auf die
Proben der Beispiele (V) und (VI) zeigt, welche. eine Vorbeschichtungsschicht gemäß der vorliegenden
Erfindung aufweisen, und die Proben der Beispiele (I) und (II),
welche eine Vorbeschichtungsschicht aufweisen.
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5 ein
Diagramm, das die Wirkungen einer Konzentration der Polystyrol-Sulfonsäure auf eine
Kapazität
zeigt, welche verwendet wird zum Ausbilden einer Vorbeschichtungsschicht
des Polystyrol-Sulfonats in einem Festelektrolytkondensator, und
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6 ein
Diagramm, das die Leckströme (LC)
zeigt, wenn konstante Spannungen von 2,5 V, 4 V und 6,3 V den Festelektrolytkondensatoren
der Beispiele (VII), (VIII), (IX) und (X) gemäß der vorliegenden Erfindung
und den Festelektrolytkondensatoren der Vergleichsbeispiele (iii)
und (iv) zugeführt werden.
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Ein
Festelektrolytkondensator gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf 1A bis 6 beschrieben.
In den Zeichnungen sind gleiche oder entsprechende Teile durch gleiche
oder entsprechende Be zugszeichen bezeichnet und werden im folgenden
nicht wiederholt beschrieben. Ein Festelektrolytkondensator gemäß der vorliegenden
Erfindung ist eine Verbesserung eines Festelektrolytkondensators,
wie er durch das Patentdokument 1 offenbart wird.
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1A ist
eine Querschnittsansicht, die einen Festelektrolytkondensator 100 gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt und 1B ist
eine vergrößerte Ansicht
eines eingekreisten Abschnitts A von 1A. Wie
in 1A und 1B gezeigt,
weist der Festelektrolytkondensator 100 ein Aluminiumsubstrat 1 aus
einer Aluminiumfolie auf. Das Aluminiumsubstrat 1 hat eine
Oberfläche, die
durch Ätzen
oder dergleichen aufgerauht wurde. Der Festelektrolytkondensator 100 weist
eine Anodisierschicht 2 auf, die auf der aufgerauhten Oberfläche des
Aluminiumsubstrats 1 ausgebildet ist. Der Festelektrolytkondensator 100 weist
ebenfalls eine leitende Polymerschichtlage 20 auf, die
als eine Festelektrolytschicht über
der Anodisierschicht 2 ausgebildet ist. Die leitende Polymerschichtlage 20 beinhaltet
eine innere Polymerisationsschichtlage 5 und eine äußere Polymerisationsschichtlage 6.
Der Festelektrolytkondensator 100 beinhaltet eine Polystyrol-Sulfonatschicht 4,
die als eine Vorbeschichtungsschicht zwischen der Anodisierschicht 2 und
der leitenden Polymerschichtlage 20 ausgebildet ist. Spezieller
ist eine Oberfläche
des Aluminiumsubstrats 1 aus einer Aluminiumfolie durch Ätzen aufgerauht.
In einer wäßrigen Lösung, die
Adipinsäure,
Zitronensäure,
Phosphorsäure,
Salze dieser Säuren
oder dergleichen enthält,
wird eine anodische Oxidation an der aufgerauhten Oberfläche des
Aluminiumsubstrats 1 durchgeführt zum Ausbilden der Aluminium-Anodisierschicht 2 auf
der aufgerauhten Oberfläche
des Aluminiumsubstrats 1. Danach werden Resistelemente 3 aus
einem wärmehärtenden
Harz vorgesehen zum Unterteilen des Aluminium substrats 1 in
einen Kapazitätsausbildungsbereich
und Anodenanschlußbereiche 9 zum
Verbinden mit Anodenzuleitungen oder Anodenanschlüssen. Diese
Anodenanschlußbereiche 9 werden
als ein Anodenanschluß-Verbindungsabschnitt
bezeichnet. Der Kapazitätsausbildungsbereich
des Aluminiumsubstrats 1 dient als ein Anodenabschnitt 11.
Obwohl die Resistelemente 3 in diesem Beispiel aus wärmehärtendem Harz
bestehen, wie beispielsweise Epoxyharz, können die Resistelemente 3 aus
thermoplastischem Harz bestehen zum Erzielen der gleichen Wirkungen.
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Danach
wird die Vorbeschichtungsschicht 4 aus Polystyrol-Sulfonat auf der
Anodisierschicht 2 ausgebildet, bis die Vorbeschichtungsschicht 4 das Innere
eines porösen
Teils der Anodisierschichtlage 2 erreicht. Danach wird
auf der Vorbeschichtungsschicht 4 die innere chemische
Polymerisationsschicht oder eine innere Polymerisationsschichtlage 5 durch
chemische Oxidationspolymerisation eines leitenden Polymers, wie
z. B. Polypyrrol, ausgebildet. Weiterhin wird ein Polymerschlamm
aus 3,4-Ethylen-Dioxy-Thiophen auf eine Oberfläche der inneren Polymerisationsschichtlage 5 aufgetragen
und getrocknet zum Ausbilden einer äußeren chemischen Polymerisationsschicht
oder einer äußeren Polymerisationsschichtlage 6 als
einer Polymerschlammschicht auf der inneren Polymerisationsschichtlage 5. Weiterhin
werden auf der Polymerschlammschicht 6 aufeinanderfolgend
eine leitende Graphitschicht 7 und eine leitende Silberpastenschicht 8 ausgebildet. Dadurch
wird ein Festelektrolytkondensator 100 mit einer Übertragungsleitungsstruktur
hergestellt. Die Graphitschicht 7 und die Silberpastenschicht 8 bilden zusammen
mit der Vorbeschichtungsschicht 4 und der leitenden Polymerschichtlage 20 einen
Kathodenabschnitt 10. Die Silberpastenschicht 8 dient
als ein Kathodenanschluß-Verbindungsabschnitt
zum Verbinden mit einer Kathodenzuleitung oder einem Kathodenanschluß. Der Kapazitätsausbildungsbereich
ist in einer Region angeordnet, in der der Kathodenabschnitt 10 und
der Anodenabschnitt 11 einander gegenüberliegen, während die
Anodisierschicht 2 zwischen den Kathodenabschnitt 10 und
den Anodenabschnitt 11 gefügt ist.
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Bei
dem in 1A gezeigten Festelektrolytkondensator 100 sind
Anodenzuleitungen oder -anschlösse,
die mit den Anodenanschlußbereichen oder
dem Anodenanschluß-Verbindungsabschnitt 9 verbunden
sind, und Kathodenzuleitungen oder -anschlüsse, die mit den Silberpastenschichten 8 verbunden
sind, nicht veranschaulicht.
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Die
Vorbeschichtungsschicht 4 aus Polystyrol-Sulfonat wird
wie folgt ausgebildet. Zunächst
wird ein Aminsalz, das hergestellt wurde durch Reaktion eines Amins
mit einer organischen Säure,
oder ein Ammoniumsalz von entweder einer organischen Säure oder
einer anorganischen Säure
zu einer Polystyrol-Sulfonsäurelösung mit
einer Konzentration von 0,1 bis 10 Gew.-% hinzugefügt zum Anfertigen einer
Lösung
mit einem pH-Wert
von 2 bis 6. Das Aluminiumsubstrat 1, auf dem die Anodisierschicht 2 ausgebildet
wurde, wird in die Lösung
getaucht und danach getrocknet zum Ausbilden der Vorbeschichtungsschicht 4 auf
der Anodisierschicht 2.
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Bei
der vorliegenden Erfindung können
Amine, Aminsalze, Ammoniakwasser und/oder Ammoniumsalze von organischen
Säuren
oder anorganischen Säuren
als eine Base verwendet werden, die zu der Polystyrol-Sulfonsäurelösung hinzugefügt wird
zum Ausbilden der Vorbeschichtungsschicht 4 aus Polystyrol-Sulfonat.
Die Erfinder untersuchten verschiedene Basen und fanden, daß die Verwendung
der folgenden Basen wünschenswert
ist.
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Bevorzugte
Beispiele der Amine beinhalten organische Verbindungen mit einer
Aminogruppe, wie beispielsweise 4-Methoxy- 2,2',4'-trimethyl-diphenylamin,
2-Ethylhexylamin, Hexadecylamin, Octadecylamin, Dimethylamin, Diethylamin,
Di-Isopropylamin,
Dibutylamin, Trimethylamin, Triethylamin, Tributylamin, Triallylamin,
Ethylendiamin, 1,2-Diaminopropan, 1,3-Diaminopropan, Hexamethylendiamin, Triethanolamin
und Diethylentriamin. Unter diesen Aminen sind Triethylamin oder
Triethanolamin stärker
vorzuziehen.
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Im
Falle der zu der Polystyrol-Sulfonsäure hinzuzufügenden Aminsalze
ist es vorzuziehen, Aminsalze zu verwenden, die hergestellt werden durch
Reaktion der vorstehenden Amine mit einer organischen Fettsäure, wie
z. B. Adipinsäure,
Dodecansäure,
Sebacinsäure,
Zitronensäure,
Maleinsäure,
Malonsäure,
Phthalsäure,
Terephthalsäure
und Pyromellitsäure
oder einer anorganischen Säure,
wie z. B. Borsäure.
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Bevorzugte
Beispiele der Ammoniumsalze beinhalten Ammoniumborat, welches ein
Ammoniumsalz einer anorganischen Säure ist, Ammoniumadipat, Ammoniumsebacat
und Ammoniumdodecanoat, welches Ammoniumsalze von organischen Säuren sind.
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Bevorzugt
sollten als organische Säuren zum
Ausbilden der Ammoniumsalze der organischen Säuren die vorstehend erwähnten organischen
Fettsäuren,
wie z. B. Adipinsäure,
Dodecansäure,
Sebacinsäure,
Zitronensäure,
Maleinsäure,
Malonsäure, Phthalsäure, Terephthalsäure und
Pyromellitsäure, verwendet
werden. Weiterhin sollte bevorzugt die vorstehend erwähnte Borsäure als
eine anorganische Säure
zum Ausbilden eines Ammoniumsalzes einer anorganischen Säure verwendet
werden.
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Ammoniakwasser
einer anorganischen Verbindung kann als eine zu der Polystyrol-Sulfonsäurelösung hinzuzufügende Base
verwendet werden.
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Bei
der vorliegenden Ausführungsform
werden die leitenden Polymerschichten nach der Bildung der Polystyrol-Sulfonatschicht ausgebildet.
Es ist jedoch wünschenswert,
daß eine
Spannungsbehandlung mit einer wäßrigen Lösung, die
ein Ammoniumsalz einer organischen Säure, wie z. B. Adipinsäure oder
Zitronensäure
enthält,
nach der Bildung der Polystyrol-Sulfonatschicht
durchgeführt
wird und dann leitende Polymerschichten auf der Polystyrol-Sulfonatschicht
ausgebildet sind.
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Wie
oben beschrieben ist ein Festelektrolytkondensator gemäß der vorliegenden
Erfindung eine Verbesserung eines Festelektrolytkondensators, wie er
durch das Patentdokument 1 offenbart wird. Zum Untersuchen der Eigenschaften
einer Vorbeschichtungsschicht 4 bei einem Festelektrolytkondensator gemäß der vorliegenden
Erfindung wurden die folgenden Experimente durchgeführt.
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SPANNUNGSFESTIGKEIT DER VORBESCHICHTUNGSSCHICHT
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Als
eine mit einer Vorbeschichtungsschicht des Beispiels (I) gemäß der vorliegenden
Erfindung ausgebildete Probe wurde Aluminiumfolie dergestalt geschnitten,
daß sie
eine vorbestimmte Größe hat, und
einer anodischen Oxidation bei einer Spannung von 8 V unterzogen
zum Ausbilden einer Anodisierschicht auf der Aluminiumfolie. Danach
wurde die Aluminiumfolie für
30 Minuten in eine Lösung
getaucht, in der Polystyrol-Sulfonsäure mit 1,5 Gew.-% und Triethanolamin
mit 1,1 Gew.-% miteinander vermischt waren, und dann getrocknet
zum Ausbilden einer dünnen
Vorbeschichtungsschicht aus Polystyrolsulfonat auf der Anodisierschicht.
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Als
eine mit einer Vorbeschichtungsschicht des Beispiels (II) gemäß der vorliegenden
Erfindung ausgebildete Probe wurde zunächst eine Anodisierschicht
auf der Aluminiumfolie in der gleichen Weise wie bei Beispiel (I)
ausgebildet. Danach wurde die Aluminiumfolie für 30 Minuten in eine Lösung getaucht,
in der Polystyrol-Sulfonsäure
mit 1,5 Gew.-% Triethanolamin mit 1,0 Gew.-% und Adipinsäure mit 0,5
Gew.-% miteinander vermischt waren, und dann getrocknet zum Ausbilden
einer dünnen
Vorbeschichtungsschicht aus Polystyrol-Sulfonat auf der Anodisierschicht.
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Als
eine Probe des Vergleichsbeispiels (i) wurde weiterhin eine Anodisierschicht
auf der Aluminiumfolie in der gleichen Weise wie bei Beispiel (I) ausgebildet
zum Herstellen einer Probe ohne dünne Vorbeschichtungsschichten.
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Als
eine mit einer Vorbeschichtungsschicht des Vergleichsbeispiels (ii)
ausgebildete Probe wurde weiterhin zunächst auf einer Aluminiumfolie
eine Anodisierschicht in der gleichen Weise wie bei Beispiel (I)
ausgebildet. Dann wurde mit einem herkömmlichen Verfahren die Aluminiumfolie
in eine Polystyrol-Sulfonsäurelösung von
1,5 Gew.-% für
30 Minuten getaucht und danach getrocknet zum Ausbilden einer dünnen Vorbeschichtungsschicht
aus Polystyrol-Sulfonsäure
auf der Anodisierschicht.
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Proben
von Beispiel (I) wurden für
24 Stunden, 48 Stunden bzw. 72 Stunden in einer Feuchteeinwirkungskammer
aufbewahrt, wobei eine konstante Temperatur von 65°C und eine
konstante Feuchtigkeit von 95% beibehalten wurde. In einer ähnlichen
Weise wurden Proben von Beispiel (II) und der Vergleichsbeispiele
(i) und (ii) für
24 Stunden, 48 Stunden bzw. 72 Stunden in einer Feuchteeinwirkungskammer
aufbewahrt, bei der ei ne konstante Temperatur von 65°C und eine
konstante Feuchtigkeit von 95% beibehalten wurden.
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Nachdem
nach Ablauf der entsprechenden Verweilzeiten die Proben aus der
Feuchteeinwirkungskammer genommen wurden, wurde jede der Proben
zum Herausfinden der Spannungsfestigkeit getestet. Ein Spannungsverhalten
wurde beobachtet durch Zuführen
eines konstanten Stroms mit einer Stromdichte (I) von 2 A/m2 für
10 Minuten zu jeder der Proben in einer Lösung (Anodisierlösung), die
Ammoniumadipat mit 7,5 Gew.-% und Ammonium-Dihydrogenphosphat mit
0,05 Gew.-% enthielt. Spezieller wurde die Probe in die Lösung in
einem Behälter
getaucht und ein konstanter Strom für 10 Minuten zwischen dem Aluminiumsubstrat
der Probe, welches als eine Anode dient, und dem Behälter, welcher
als eine Kathode dient, bereitgestellt. Das Spannungsverhalten wurde
erhalten durch Messen einer Spannung zwischen der Anode und der
Kathode über
die Zeit. Eine Spannung nach 5 Minuten von dem Beginn der Stromzufuhr
an wurde als eine Stehspannung definiert. Weitere Proben der Beispiele
(I) und (II) und der Vergleichsbeispiele (i) und (ii) wurden auf ähnliche
Weise hergestellt zum Messen einer anfänglichen Stehspannung, ohne
daß sie
der Feuchteeinwirkungskammer ausgesetzt wurden. Jeder der weiteren
Proben wurde für
10 Minuten in der vorstehend erwähnten
Anodisierlösung
ein konstanter Strom mit der gleichen Stromdichte wie oben beschrieben
zugeführt.
Unter Verwendung der Stehspannungen dieser weiteren Proben als anfängliche
Stehspannungen wurden die Stehspannungsvariationsverhältnisse
für jede
der Proben bezüglich
der Stunden aufgetragen, wie in 2 gezeigt.
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Wie
in 2 gezeigt, hatte bei einem Feuchtebeständigkeitstest
die Probe mit der Vorbeschichtungsschicht, die bei dem Vergleichsbeispiel (ii)
durch das herkömmliche
Verfahren hergestellt wurde, ein Spannungsänderungsverhältnis, welches durch
die Linie 22 dargestellt ist, das höher ist als jenes der Probe
ohne Vorbeschichtungsschichten im Vergleichsbeispiel (i), welches
durch die Linie 21 dargestellt ist. Somit konnte die Probe
des Vergleichsbeispiels (ii) nicht eine Stehspannung beibehalten, nachdem
sie ausgebildet war. Folglich war es erforderlich, daß eine Nennspannung
niedriger war als die verringerte Stehspannung.
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Bezüglich der
Proben mit der erfinderischen Vorbeschichtungsschicht in den Beispielen
(I) und (II) war jedoch die Stehspannung kaum verringert, wie durch
die Linien 23 und 24 gezeigt. Folglich war es bei
der gleichen Ausbildungsspannung möglich, eine Nennspannung zu
erhöhen.
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Die
Beispiele (III) und (IV) werden im folgenden beschrieben. In Beispiel
(I) wurde eine Lösung verwendet,
in der Polystyrol-Sulfonsäure
mit 1,5 Gew.-% und Triethanolamin mit 1,1 Gew.-% miteinander vermischt
waren. Beim Beispiel (III) wurde jedoch anstelle von Triethanolamin
Triethylamin mit 0,75 Gew.-% in der Lösung verwendet. Wie bei Beispiel
(I) wurde ein Aluminiumsubstrat, auf dem eine Anodisierschicht ausgebildet
worden war, für
30 Minuten in die Lösung
getaucht und dann getrocknet zum Ausbilden einer Vorbeschichtungsschicht
auf der Anodisierschicht.
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Beim
Beispiel (IV) wurde Ammoniumadipat mit 1,3 Gew.-% in einer wäßrigen Lösung anstelle von
Triethanolamin, wie bei Beispiel (I), verwendet. Wie bei Beispiel
(I) wurde ein Aluminiumsubstrat, auf dem eine Anodisierschicht ausgebildet
worden war, für
30 Minuten in die wäßrige Lösung getaucht
und dann getrocknet zum Ausbilden einer Vorbeschichtungsschicht.
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Die
Proben mit einer Vorbeschichtungsschicht, die bei den Beispielen
(III) und (IV) erhalten wurden, wurden einem Feuchtigkeitsbeständigkeitstest
unterzogen wie die vorstehend beschriebenen Proben. Die Ergebnisse
sind in 3 mit den Meßergebnissen der Proben der
Vergleichsbeispiele (i) und (ii) gezeigt. Die Ergebnisse von 3 zeigen,
daß die
Probe mit einer Vorbeschichtungsschicht aus Polystyrol-Sulfonat
beim Beispiel (III), wie durch eine Linie 53 dargestellt,
im wesentlichen die gleichen Effekte aufweist wie die Probe des
Vergleichsbeispiels (i), die nicht einer Vorbeschichtungsbehandlung
unterzogen wurde (keine Vorbeschichtungsschichten aufwies). Wie
durch eine Linie 54 dargestellt, hatte weiterhin die Probe
mit einer Vorbeschichtungsschicht aus Polystyrol-Sulfonat im Beispiel
(IV) die gleichen Ergebnisse wie die Probe des Vergleichsbeispiels
(i), die nicht einer Vorbeschichtungsbehandlung unterzogen wurde.
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Die
Beispiele (V) und (VI) werden im folgenden beschrieben. Im Beispiel
(II) wurde eine wäßrige Lösung verwendet,
in der Polystyrol-Sulfonsäure
mit 1,5 Gew.-% Triethanolamin mit 1,1 Gew.-% und Adipinsäure mit
0,5 Gew.-% miteinander vermischt waren. Im Beispiel (V) wurde jedoch
in einer wäßrigen Lösung anstelle
von Adipinsäure
Dodecansäure
mit 0,69 Gew.-% verwendet. Wie bei dem Beispiel (II) wurde ein Aluminiumsubstrat,
auf dem eine Anodisierschicht ausgebildet worden war, für 30 Minuten
in die wäßrige Lösung getaucht
und dann getrocknet zum Ausbilden einer Vorbeschichtungsschicht
auf der Anodisierschicht.
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Im
Beispiel (VI) wurde anstelle von Adipinsäure im Beispiel (II) Sebacinsäure mit
0,69 Gew.-% in einer wäßrigen Lösung verwendet.
Wie beim Beispiel (II) wurde ein Aluminiumsubstrat, auf dem eine Anodisierschicht
ausgebildet worden war, für
30 Minuten in die wäßrige Lösung getaucht
und dann ge trocknet zum Ausbilden einer Vorbeschichtungsschicht
auf der Anodisierschicht.
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Die
in den Beispielen (V) und (VI) erhaltenen Proben wurde einem Feuchtigkeitsbeständigkeitstest unterzogen,
wie bei den Beispielen (III) und (IV). Die Ergebnisse sind in 4 gezeigt,
welche ebenfalls die Ergebnisse des Feuchtebeständigkeitstests der Proben von
Beispiel (I) und (II) enthält.
Anhand der Ergebnisse von 4 darf angenommen
werden, daß die
Proben mit einer Vorbeschichtungsschicht aus Polystyrol-Sulfonat in den Beispielen
(V) und (VI), wie durch die Kurven 63 und 64 gezeigt,
die gleichen Effekte zeigen wie die Proben mit einer Vorbeschichtungsschicht
aus Polystyrol-Sulfonat in den Beispielen (I) und (II), wie durch
die Kurven 61 und 62 gezeigt.
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MESSUNG DER BEDECKUNG
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Als
nächstes
wurden die Auswirkungen einer Polystyrol-Sulfonsäurekonzentration auf eine Bedeckung
des Polystyrol-Sulfonats
untersucht.
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Zunächst wurde
Aluminiumfolie dergestalt geschnitten, daß sie eine vorbestimmte Größe aufwies,
und einer anodischen Oxidation bei einer Spannung von 8 V unterzogen
zum Ausbilden einer Anodisierschicht auf der Aluminiumfolie. Danach
wurde die Aluminiumfolie in eine Mischung aus Ethanolamin und einer
Polystyrol-Sulfonsäurelösung mit
verschiedenen Polystyrol-Sulfonsäurekonzentrationen
in einem Bereich von 0 bis 20 Gew.-% getaucht. Die Aluminiumfolie
wurde getrocknet zum Ausbilden einer Vorbeschichtungsschicht auf
der Anodisierschicht. Wie im Patentdokument 1 beschrieben, wurde
danach eine leitende Polymerschicht, wie z. B. eine Polypyrrolschicht
oder eine Polythiophenschicht durch chemische Oxidationspoly merisation
auf der Vorbeschichtungsschicht ausgebildet. Weiterhin wurden aufeinanderfolgend
eine Graphitschicht und eine Silberpastenschicht auf dem leitenden
Polymer ausgebildet zum Bilden eines Festelektrolytkondensatorelementes.
Die Kapazität
C des Elementes wurde bei 120 Hz gemessen und ein Änderungsverhältnis ΔC/CO (%)
bezüglich
einer Kapazität
CO (%) bei einer Polystyrol-Sulfonsäurekonzentration von 0 Gew.-%
wurde berechnet. Diese Beziehung ist in 5 gezeigt.
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Die
Ergebnisse von 5 zeigen, daß die Kapazität erhöht war,
wenn bei Polystyrol-Sulfonsäurekonzentrationen
von 0,01–10
Gew.-% eine dünne Polystyrol-Sulfonatschicht
ausgebildet war. Folglich ist ersichtlich, daß Polystyrol-Sulfonat einen
Festelektrolytkondensator mit einer hervorragenden Bedeckung liefern
konnten.
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VERÄNDERUNG DES LECKSTROMS IN EINEM FEUCHTIGKEITSBESTÄNDIGKEITSTEST
UND AUSWIRKUNGEN DER SPANNUNGSBEHANDLUNG
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Als
nächstes
wurde eine Veränderung
des Leckstroms für
Festelektrolytkondensatoren der Beispiele (VII) bis (X) untersucht,
wenn die Festelektrolytkondensatoren in einer Feuchteeinwirkungskammer
belassen wurden.
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Zunächst wurde
im Beispiel (VII) eine Vorbeschichtungsschicht in der gleichen Weise
wie im Beispiel (I) ausgebildet. Speziell wurde eine Aluminiumfolie
dergestalt geschnitten, daß sie
eine vorbestimmte Größe aufweist,
und einer anodischen Oxidation bei einer Spannung von 8 V unterzogen
zum Ausbilden einer Anodisierschicht auf der Aluminiumfolie. Danach
wurde die Aluminiumfolie für
30 Minuten in eine wäßrige Lösung getaucht,
in der Polystyrol-Sulfonsäure
mit 1,5 Gew.-% und Triethanolamin mit 1,1 Gew.-% miteinander vermischt
waren, und dann getrocknet zum Ausbilden einer Vorbeschichtungsschicht
auf der Anodisierschicht. Danach wurde für 10 Minuten ein konstanter
Strom mit einer Stromdichte (I) von 2 A/m2 in
einer wäßrigen Lösung, die Ammoniumadipat
mit 7,5 Gew.-% und Ammonium-Dihydrogenphosphat mit 0,05 Gew.-% enthielt, zugeführt und
eine Spannungsbehandlung in der folgenden Weise durchgeführt. Unter
Verwendung der Aluminiumfolie mit der Vorbeschichtungsschicht als Anode
und eines Behälter
(Tank), der eine Anodisierlösung
enthielt, als Kathode wurde eine angelegte Spannung auf 7,8 V mit
einer Geschwindigkeit von 12 V/min erhöht und dann bei 7,8 V für 10 Minuten
aufrechterhalten. Wie im Patentdokument 1 beschrieben, wurde danach
eine leitende Polymerschicht, wie zum Beispiel eine Polypyrrolschicht
oder eine Polythiophenschicht, auf der Vorbeschichtungsschicht durch
chemische Oxidationspolymerisation ausgebildet. Weiterhin wurden
auf dem leitenden Polymer zum Herstellen eines Festelektrolytkondensators aufeinanderfolgend
eine Graphitschicht und eine Silberpastenschicht ausgebildet.
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Im
Beispiel (VIII) wurde eine Vorbeschichtungsschicht in der gleichen
Weise wie beim Beispiel (VII) ausgebildet. Danach wurde ohne eine
Spannungsbehandlung eine leitende Polymerschicht, wie z. B. eine
Polypyrrolschicht oder eine Polythiophenschicht auf der Vorbeschichtungsschicht
durch chemische Oxidationspolymerisation ausgebildet zum Herstellen
eines Festelektrolytkondensators.
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Im
Beispiel (IX) wurde eine Anodisierschicht in der gleichen Weise
wie bei Beispiel (II) auf der Aluminiumfolie ausgebildet. Die Aluminiumfolie
wurde für
30 Minuten in eine wäßrige Lösung getaucht,
in der Polystyrol-Sulfonsäure
mit 1,5 Gew.-% Triethanolamin mit 1,0 Gew.-% und Adipinsäure mit
0,5 Gew.-% miteinander vermischt waren, und dann getrocknet zum
Ausbilden einer Vorbeschichtungsschicht wie beim Beispiel (II).
Dann wurde ein konstanter Strom mit einer Stromdichte (I) von 2
A/m2 für 10
Minuten in einer wäßrigen Lösung zugeführt, die Ammoniumadipat
mit 7,5 Gew.-% und Ammonium-Dihydrogenphosphat
mit 0,05 Gew.-% enthielt, und eine Spannungsbehandlung durchgeführt. Wie im
Patentdokument 1 beschrieben, wurde danach mittels chemischer Oxidationspolymerisation
auf der Vorbeschichtungsschicht eine leitende Polymerschicht, wie
z. B. eine Polypyrrolschicht oder eine Polythiophenschicht ausgebildet.
Weiterhin wurden aufeinanderfolgend auf dem leitenden Polymer eine Graphitschicht
und eine Silberpastenschicht ausgebildet zum Herstellen eines Festelektrolytkondensators.
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Im
Beispiel (X) wurde eine Vorbeschichtungsschicht in der gleichen
Weise wie im Beispiel (IX) ausgebildet. Ohne eine Spannungsbehandlung wurde
dann durch chemische Oxidationspolymerisation auf der Vorbeschichtungsschicht
eine leitende Polymerschicht, wie z. B. eine Polypyrrolschicht oder eine
Polythiophenschicht, ausgebildet zum Herstellen eines Festelektrolytkondensators.
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Im
Vergleichsbeispiel (iii) wurde eine Anodisierschicht auf einem Aluminiumsubstrat
in der gleichen Weise wie beim Vergleichsbeispiel (ii) ausgebildet.
Bei einem herkömmlichen
Verfahren wurde das Aluminiumsubstrat für 30 Minuten in eine wäßrige Lösung getaucht,
die Polystyrol-Sulfonsäure
mit 1,5 Gew.-% enthielt, und dann getrocknet zum Ausbilden einer
Vorbeschichtungsschicht auf der Anodisierschicht. Dann wurde ein
konstanter Strom mit einer Stromdichte (I) von 2 A/m2 für 10 Minuten
in einer wäßrigen Lösung zugeführt, die
Ammoniumadipat mit 7,5 Gew.-% und Ammonium-Dihydrogenphosphat mit
0,05 Gew.-% enthielt, und eine Spannungsbehandlung durchgeführt. Wie
im Patentdokument 1 beschrieben, wurde danach eine leitende Polymerschicht,
wie z. B. eine Polypyrrolschicht oder eine Polythiophenschicht,
auf der Vorbeschichtungsschicht durch chemische Oxidationspolymerisation
ausgebildet. Weiterhin wurden auf dem leitenden Polymer aufeinanderfolgend
eine Graphitschicht und eine Silberpastenschicht ausgebildet zum
Herstellen eines Festelektrolytkondensators.
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Im
Vergleichsbeispiel (iv) wurde eine Vorbeschichtungsschicht in der
gleichen Weise wie im Vergleichsbeispiel (iii) ausgebildet. Ohne
eine Spannungsbehandlung wurde dann eine leitende Polymerschicht,
wie z. B. eine Polypyrrolschicht oder eine Polythiophenschicht,
auf der Vorbeschichtungsschicht durch chemische Oxidationspolymerisation ausgebildet
zum Herstellen eines Festelektrolytkondensators.
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Jede
der Proben der Beispiele (VII) bis (X) und der Vergleichsbeispiele
(iii) und (iv) wurde für
72 Stunden in der vorstehend erwähnte
Feuchteeinwirkungskammer angeordnet und dann aus der Feuchteeinwirkungskammer
herausgenommen. Spannungen von 2,5 V, 4,0 V und 6,3 V wurden für eine Minute angelegt
und ein Leckstrom (LC) wurde gemessen. Die Ergebnisse sind in 6 gezeigt.
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Die
Ergebnisse von 6 zeigen, daß die Festelektrolytkondensatoren
mit einer dünnen
Vorbeschichtungsschicht aus Polystyrolsulfonat in den Beispielen
(VII), (VIII), (IX) und (X), wie durch die Linien 43–46 dargestellt,
bei den entsprechenden Spannungen kleine Leckströme aufwiesen wie die Festelektrolytkondensatoren
in den Vergleichsbeispielen (iii) und (iv), wie durch die Linien 41 und 42 gezeigt.
Weiterhin hatten die Festelektrolytkondensatoren des Vergleichsbeispiels
(iii) und der Beispiele (VII) und (IX), die nach der Bildung der
Vorbeschichtungsschicht einer Spannungsbehandlung unterzogen wurden,
kleinere Leckströme
als die Festelektrolytkondensatoren des Vergleichsbeispiels (iv)
und der Beispiele (VIII) und (X), die nicht einer Spannungsbehandlung
unterzogen wurden.
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Wie
oben beschrieben, hilft gemäß der Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung eine Vorbeschichtung mit Polystyrolsulfat,
einen Leckstrom verglichen zu einer herkömmlichen Vorbeschichtungsschicht
mit Polystyrol-Sulfonsäure
zu verringern und hilft, eine Abdeckung zu erhöhen. Folglich liefert die vorliegende
Erfindung einen Festelektrolytkondensator mit einer großen Kapazität und einem
niedrigen ESR bei einem kompakten Aufbau.
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Bei
der veranschaulichten Ausführungsform sind
ein erster Anodenanschluß-Verbindungsabschnitt 9 und
ein zweiter Anodenanschluß-Verbindungsabschnitt 9 auf
beiden Seiten des Anodenabschnitts 11 vorgesehen. Weiterhin
sind auf dem ersten und dem zweiten Anodenanschluß-Verbindungsabschnitt 9 ein
erster Anodenanschluß bzw.
zweiter Anodenanschluß vorgesehen.
Zwischen dem ersten Anodenanschluß und dem Kathodenabschnitt
ist mittels einer Spannungsquelle eine Spannung angelegt. Zwischen
den zweiten Anodenanschluß und
den Kathodenabschnitt ist eine Last geschaltet. Die vorliegende
Erfindung ist jedoch nicht auf einen Festelektrolytkondensator mit
solch einem Übertragungsleitungsaufbau
beschränkt.
Die vorliegende Erfindung ist auf einen Festelektrolytkondensator
mit einem allgemeinen Aufbau anwendbar, der einen Anodenanschluß-Verbindungsabschnitt
enthält,
auf dem ein Anodenanschluß vorgesehen
ist.
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Ein
Festelektrolytkondensator gemäß der vorliegenden
Erfindung wird in verschiedenen elektronischen Vorrichtungen verwendet.
Weiterhin wird ein Festelektrolytkondensator mit einem Übertragungsleitungsaufbau
verwendet zum Stabilisieren von Kopplungsschaltungen oder Spannungsversorgungsschaltungen
in Spannungsversorgungen.
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Bei
der obigen Ausführungsform
werden für eine
leitende Polymerschicht, die als ein Festelektrolyt dient, lediglich
Polypyrrol und 3,4-Ethylen-Dioxy-Thiophen verwendet. Die leitende
Polymerschicht ist jedoch nicht auf diese leitenden Polymere eingeschränkt. Irgendein
ein leitendes Polymer kann als leitendes Polymer verwendet werden.