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Die
Erfindung betrifft ein Fahrzeug mit einer Schiebetüre, welche
seitlich am Fahrzeug in Längsrichtung
zum Fahrzeug bewegt werden kann oder im Heckbereich angeordnet ist
und quer zur Längsrichtung
bewegt werden kann.
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Bei
herkömmlichen
Fahrzeugen werden derartige Schiebetüren beim Öffnen oder Schließen durch
konventionelle Anschlagpuffer gebremst. Die Schiebetüren werden
bei dem Öffnen
oder Schließen und
somit beim Bewegen jedoch relativ stark beschleunigt und treffen
mit relativ hoher Energie auf dem Anschlagpuffer auf. Die relativ
großen
Bewegungsenergien einer Schiebetüre
werden bei dieser Ausgestaltung auf relativ kurzem Weg abgebaut.
Relative kurze Verzögerungswege
bedeuten jedoch hohe Verzögerungskräfte, die
zu plastischen Verformungen in der Türe und im Türportal führen können. Darüber hinaus ist eine derartige
Ausgestaltung relativ verschleißbehaftet
und es entstehen relativ laute Geräusche beim Öffnen und Schließen. Nicht
zuletzt sind bei solchen Konstruktionen auch Verstärkungsflächen erforderlich,
um diese hohen Verzögerungskräfte abfangen
zu können.
Dies erhöht
das Gewicht und die Kosten des Fahrzeugs. Nicht zuletzt wird dadurch
auch ein relativ schlechter qualitativer Eindruck vermittelt.
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Darüber hinaus
ist es bekannt, bei Schienenfahrzeugen lineare Wirbelstrombremsen
mit Elektromagneten einzusetzen. Bei dieser Ausgestaltung besteht
jedoch ein Problem darin, dass diese Wirbelstrombremsen mit Elektromagneten
bei einem Stromausfall nicht mehr wirken und somit ein redundantes
und aufwändiges
Sicherheitskonzept erforderlich ist, um auch bei einem Ausfall dieser
Elektromagneten die Sicherheit gewährleisten zu können. Der
Betrieb mit Elektromagneten erfordert eine sehr aufwändige Schaltung
einer Wirbelstrombremse.
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Darüber hinaus
ist es bekannt, Wirbelstrombremsen ganz allgemein bei Schiebetüren, Toren oder
Klappen einzusetzen. Beispielsweise ist aus der
DE 91 06 410 U1 ein Antrieb
für Türen, Tore
oder Klappen beschrieben, welcher eine Wirbelstrombremse aufweist.
Die in einem Elektromotor angeordnete Wirbelstrombremse sorgt für eine Dämpfung, wenn
eine Brandschutztür
durch eine mechanische Schließeinrichtung
geschlossen wird. Darüber
hinaus sind auch aus der
DE
90 07 639 U1 Wirbelstrombremsen mit permanentmagnetisierten
Stangen und einem relativ dazu bewegten elektrisch leitfähigen Element
für große Schiebetüren in Gebäuden, bekannt.
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Fahrzeug zu schaffen,
bei dem die Bewegung einer Schiebetüre effektiv und zuverlässig verzögert werden
kann.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Fahrzeug, welches die Merkmale nach Patentanspruch
1 aufweist, gelöst.
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Ein
erfindungsgemäßes Fahrzeug
umfasst eine Schiebetüre
und eine Wirbelstrombrems-Vorrichtung. Die Wirbelstrombrems-Vorrichtung ist zur Bewegungsdämpfung der
sich bewegenden Schiebetüre
ausgebildet und umfasst zumindest einen Permanentmagneten und zumindest
ein elektrisch leitendes Element, welche beiden Komponenten, der zumindest
eine Permanentmagnet und das zumindest eine elektrisch leitende
Element, zur Realisierung des Wirbelstromprinzips relativ zueinander
bewegbar angeordnet sind. Durch diese Ausgestaltung kann die Schiebetüre vor einem
ungebremsten Einlaufen in ihre Endlagen, dem vollständig geöffneten Zustand
oder dem vollständig
geschlossenen Zustand, gebremst werden. Durch eine Wirbelstrombrems-Vorrichtung
kann ein zuverlässiges
Abbremsen erreicht werden. Indem die Wirbelstrombremse mit Permanentmagneten
ausgebildet ist, kann auch der Ausfall dieser Vorrichtung, wie dies
beispielsweise bei Wirbelstromsbremsen mit Elektromagneten der Fall
sein kann, verhindert werden.
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Bevorzugt
ist die Wirbelstrombrems-Vorrichtung im Bereich einer Laufschiene
der Schiebetüre ausgebildet.
Durch diese Ausgestaltung kann eine besonders effektive Funktionsweise
erzeugt werden und darüber
hinaus auch eine bauraumoptimierte Anordnung geschaffen werden.
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Bevorzugt
ist die relative Bewegung zwischen dem Permanentmagneten und dem
elektrisch leitenden Element unmittelbar abhängig von der Bewegung der Schiebetüre. Dies
bedeutet, dass eine relative Bewegung zwischen diesen beiden Komponenten
erst dann auftritt, wenn auch die Schiebetüre bewegt wird. Die unmittelbare
Kopplung und die unmittelbare Wirkungsweise erfolgt somit insbesondere dann,
wenn sie erforderlich ist, nämlich
bedarfsabhängig
beim Bewegen der Schiebetüre.
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Durch
die Wirbelstrombrems-Vorrichtung kann eine geschwindigkeitsabhängige Bremswirkung der
Schiebetüre
erreicht werden. Die Kraftwirkungen der entstehenden Wirbelströme sind
der Bewegung entgegengerichtet und geschwindigkeitsabhängig. In einem
bestimmten Geschwindigkeitsbereich steigt mit steigender Geschwindigkeit
die Bremswirkung. Da Schiebetüren
bei modernen Fahrzeugen, wie beispielsweise Transportern oder dergleichen,
immer größer werden
und immer umfangreichere Ausstattungen in sich tragen, steigt auch
deren Gewicht. Werden derartige Türen und somit auch die damit verbundenen
Massen beim Öffnen
und Schließen dieser
sehr stark beschleunigt, so kann durch die Wirbelstrombrems-Vorrichtung,
wie sie gemäß der Erfindung
ausgestaltet ist, auch ein verschleißfreies und zuverlässiges Abbremsen
der Schiebetüre
erreicht werden. Darüber
hinaus kann durch die Ausgestaltung und vorteilhafte Anordnung auch
ein Abbremsen ohne große
Geräuschbildung
ermöglicht werden.
Nicht zuletzt ermöglicht
die Erfindung auch eine hohe Bremswirkung bei relativ geringen Kosten der
Anordnung. Durch das vorgeschlagene Konzept kann auch eine deutlich
verbesserte Qualität
in Funktionsweise und Verschleiß erreicht
werden.
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Bevorzugt
ist zumindest ein Permanentmagnet oder das elektrisch leitende Element
an der Schiebetüre
befestigt. Bevorzugt ist die Wirbelstrombrems-Vorrichtung als lineare
Wirbelstrombremse ausgebildet. Es kann vorgesehen sein, dass die
Wirbelstrombrems-Vorrichtung zumindest ein plattenartiges elektrisch
leitendes Element und zumindest eine Anordnung aus mehreren in Reihe
und beabstandet zueinander positionierten Permanentmagneten aufweist,
wobei das Element und die Anordnung relativ zueinander bewegbar
sind. Insbesondere bei linearen Wirbelstrombremsen kann vorgesehen
sein, dass einige der der Wirbelstrombrems-Vorrichtung zugeordneten
Komponenten an der Schiebetüre
und andere Komponenten dieser Vorrichtung feststehend an dem Fahrzeug
angeordnet sind. Das Zusammenwirken wird dadurch unmittelbar durch
die Schiebebewegung der Türe
erreicht.
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Die
plattenartige Ausbildung des Schiebeelements und der Reihenanordnung
ihrer Permanentmagnete ermöglicht
neben einer Platz sparenden Ausgestaltung auch die Erzielung einer
individuell einstellbaren Bremswirkung.
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Bevorzugt
sind zwei beabstandet zueinander angeordnete Anordnungen mit jeweils
mehreren in Reihe zueinander positionierten Permanentmagneten ausgebildet,
zwischen denen sich das plattenartige, elektrisch leitende Element
durch die Bewegung der Schiebetüre
zumindest zeitweise erstreckt. Bei einer derartig zweiseitig ausgebildeten
linearen Wirbelstrombremse kann die Bremswirkung besonders effektiv
erfolgen.
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Es
kann vorgesehen sein, dass zumindest eine Anordnung an einem in
der Laufschiene geführten
Laufwagen der Schiebetüre
befestigt ist. Ebenso kann vorgesehen sein, dass zumindest ein elektrisch leitendes
Element an einem in der Laufschiene geführten Laufwagen der Schiebetüre befestigt
ist. Die jeweils andere Komponente zur Realisierung des Wirbelstromprinzips
ist dann ortsfest oder beweglich an dem Fahrzeug befestigt.
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Bevorzugt
sind das plattenartige elektrisch leitende Element und die Anordnung
beabstandet zueinander angeordnet und im Wesentlichen parallel zueinander
bewegbar. Die Komponenten werden bei einer derartigen Ausgestaltung
somit in Richtung ihrer Längserstreckung
aneinander vorbeibewegt. Auch dadurch kann der Platzbedarf nochmals
reduziert werden.
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Bevorzugt
ist der Abstand zwischen dem elektrisch leitenden Element und zumindest
einer Anordnung veränderbar.
Es kann dabei vorgesehen sein, dass entweder das plattenartige elektrisch
leitende Element in seiner Position verschiebbar ist oder die zumindest
eine Anordnung positionsveränderlich
angeordnet ist. Es kann auch vorgesehen sein, dass beide Komponenten
in ihrer Position veränderbar
sind. Durch diese Ausgestaltung kann der Abstand variiert werden
und dadurch die Wirkung des Wirbelstromprinzips individuell eingestellt
werden. Die Funktionalität
kann dadurch deutlich erhöht werden.
Das gleiche zugrunde liegende Konzept kann bei unterschiedlichen
Fahrzeugtypen und unterschiedlichen Schiebetürausgestaltungen individuell
eingestellt werden und die jeweils erwünschte und bedarfsgerechte
Bremswirkung erreicht werden.
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Bevorzugt
ist der Abstand abhängig
von der Bewegung, insbesondere der Bewegungsrichtung, der Schiebetüre automatisch
veränderbar.
Die Wirbelstrombrems-Vorrichtung kann dadurch so konzipiert werden,
dass sich der Abstand während
der Bewegung der Schiebetüre
automatisch verändert.
Dadurch kann beispielsweise erreicht werden, dass beim Annähern der
Schiebetüre
in eine Endlage, beispielsweise der vollständig geöffneten Endlage, ein geringerer
Abstand eingestellt wird und somit die Bremswirkung erhöht wird.
Zur Erfassung, wie weit eine Schiebetüre von einer Endlage, insbesondere der
vollständig
geöffneten
Endlage, entfernt ist, kann mittels einer geeigneten Sensorik erfolgen.
Die dadurch erhaltenen Informationen können beispielsweise an eine
Steuereinheit weitergegeben werden, welche im weiteren Bewegungsverlauf
die Position und somit den Abstand zwischen dem elektrisch leitenden
Element und zumindest einer der Permanentmagnetanordnungen verändert. Die
Abstandsveränderung
kann kontinuierlich oder diskret erfolgen. Die Bewegung kann auch
durch die Bewegung der Schiebetüre
und die dadurch hervorgerufene Bremskraft (Actio-Reactio) im Element
selbst erfolgen. Die in den Magnetplatten entstehende Reaktionskraft verschiebt
die Platten in der Art, dass sie in Bewegungsrichtung der Schiebetüre mitgenommen
werden und über
die Hebel bzw. die Verstellelemente den Abstand zum Schwert bzw.
zum elektrisch leitenden Element verringern und die Bremskraft dadurch erhöhen.
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Bevorzugt
sind das elektrisch leitende Element und zumindest eine Anordnung
schräg
zueinander angeordnet. Insbesondere kann dabei vorgesehen sein,
dass in Längsrichtung
der beiden Komponenten betrachtet das elektrisch leitende Element an
einem vorderen Ende, welches der Endlage einer Schiebetüre abgewandt
ist, mit einem größeren Abstand
zu zumindest einer Anordnung von Permanentmagneten angeordnet ist,
als an einem hinteren Ende, welches der Endlage der Schiebetüre näher liegt.
Durch diese sich in Richtung der Endlage der Schiebetüre verjüngende Ausgestaltung
zwischen dem elektrisch leitenden Element und zumindest einer Anordnung
kann auch die Bremswirkung mit Annäherung an die Endlage verbessert
werden. Auch hier kann vorgesehen sein, dass diese Schrägstellung
der Komponenten zueinander veränderbar
ist, insbesondere auch automatisch veränderbar ist. Darüber hinaus
kann auch vorgesehen sein, dass die Verschiebung zwischen den Komponenten
auch in Richtung ihrer Längserstreckung
erfolgen kann. Erfolgt eine derartige Verschiebung dieser beiden
im Wesentlichen parallel zueinander angeordneten Anordnungen von
Permanentmagneten in Längsrichtung,
so kann auch hier die Magnetfeldwirkung verändert, insbesondere reduziert,
werden, da die Art der sich gegenüberliegenden Pole der Permanentmagneten
verändert
wird.
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Es
kann auch vorgesehen sein, dass die Wirbelstrombrems-Vorrichtung als rotatorische
Wirbelstrombremse ausgebildet ist. Die rotatorische Wirbelstrombrems-Vorrichtung
kann als gesamte Einheit und somit mit allen ihren Komponenten an
der Schiebetüre
oder dem Fahrzeug befestigt sein. Die rotatorische Wirbelstrombrems-Vorrichtung
kann ein Laufrad umfassen, welches relativ zu einem Zylinder mit Permanentmagneten
bewegbar ist. Das Laufrad ist bevorzugt mit der Schiebetüre und dem
Fahrzeug gekoppelt, insbesondere unmittelbar gekoppelt, und durch
die Bewegung der Schiebetüre
drehbar. Durch diese Anordnung kann das Wirbelstromprinzip bei einer
Bewegung der Schiebetüre
erzeugt werden. Das Laufrad kann so ausgestaltet sein, dass es sich
in einen Hohlzylinder, an dem innen die Permanentmagneten angeordnet
sind, erstreckt. Es kann auch vorgesehen sein, dass der Zylinder
als Vollzylinder ausgebildet ist, an dessen Umfangsfläche die
Permanentmagnete angeordnet sind und sich um diesen Zylinder das
Laufrad umlaufend erstreckt.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigen:
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1 Eine
schematisch dargestellte Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs;
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2 Einen
Teilausschnitt der Darstellung gemäß 1;
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3 Eine
Innenansicht einer Schiebetüre des
Kraftfahrzeugs mit einer Komponente einer Wirbelstrombrems-Vorrichtung;
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4 Eine
Ansicht von innen der Darstellung gemäß 1 mit einer
geschlossenen Schiebetüre
gemäß 3;
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5 bis 7 verschiedene
schematische Ausgestaltungen einer Wirbelstrombrems-Vorrichtung
des Kraftfahrzeugs;
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8 eine
perspektivische Darstellung einer linearen Wirbelstrombrems-Vorrichtung
gemäß einer ersten
Ausführung;
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9 eine
perspektivische Darstellung einer linearen Wirbelstrombrems-Vorrichtung
gemäß einer zweiten
Ausführung;
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10 eine
lineare Wirbelstrombrems-Vorrichtung in perspektivischer Darstellung
gemäß einer dritten
Ausführung;
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11 eine
perspektivische Darstellung einer linearen Wirbelstrombrems-Vorrichtung
gemäß einer
vierten Ausführung;
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12 eine
perspektivische Darstellung einer linearen Wirbelstrombrems-Vorrichtung
gemäß einer
fünften
Ausführung;
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13 eine
perspektivische Darstellung einer linearen Wirbelstrombrems-Vorrichtung
gemäß einer
sechsten Ausführung;
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14 eine
perspektivische Darstellung einer linearen Wirbelstrombrems-Vorrichtung
gemäß einer
siebten Ausführung;
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15 eine
perspektivische Darstellung einer linearen Wirbelstrombrems-Vorrichtung
gemäß einer
achten Ausführung;
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16 eine
perspektivische Darstellung einer linearen Wirbelstrombrems-Vorrichtung
gemäß einer
neunten Ausführung
in einem ersten Funktionszustand;
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17 eine
perspektivische Darstellung der Wirbelstrombrems-Vorrichtung gemäß 16 in
einem weiteren Funktionszustand;
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18 eine
perspektivische Darstellung einer rotatorischen Wirbelstrombrems-Vorrichtung
gemäß einer
ersten Ausführung;
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19 eine
perspektivische Darstellung einer rotatorischen Wirbelstrombrems-Vorrichtung
gemäß einer
zweiten Ausführung;
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20 eine
Draufsicht auf eine rotatorische Wirbelstrombrems-Vorrichtung gemäß einer
dritten Ausführung;
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21 eine
perspektivische Darstellung einer Anordnung einer rotatorischen
Wirbelstrombrems-Vorrichtung
im Fahrzeug gemäß einer
ersten Ausführung;
und
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22 eine
perspektivische Darstellung einer Anordnung einer rotatorischen
Wirbelstrombrems-Vorrichtung
gemäß einer
zweiten Ausführung.
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In
den Fig. werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
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In 1 ist
eine schematische Seitenansicht von außen eines als Transporter ausgebildeten
Kraftfahrzeugs gezeigt. In dem gezeigten Seitenteil 1 umfasst
das Kraftfahrzeug im Bereich 1a eine nicht dargestellte
Seitentüre,
welche als Schiebetüre 5 (3)
ausgebildet ist. Die Schiebetüre 5 kann
in Längsrichtung
des Fahrzeugs verschoben werden, wobei dazu eine erste obere Laufschiene 2a,
eine zweite untere Laufschiene 26 und eine mittig angeordnete
Laufschiene 3 vorgesehen sind. Darüber hinaus umfasst das Fahrzeug
eine Wirbelstrombrems-Vorrichtung, welche im Bereich I oder
im Bereich II oder im Bereich III der jeweiligen
Laufschienen 2a, 2b und 3 ausgebildet
sein können.
Es kann vorgesehen sein, dass nur in einem der Bereiche I, II und III eine
derartige Wirbelstrombrems-Vorrichtung angeordnet ist. Es kann jedoch
auch vorgesehen sein, dass an zumindest zwei dieser Bereiche I, II und III jeweils
eine Wirbelstrombrems-Vorrichtung
ausgebildet ist. Die Wirbelstrombrems-Vorrichtung ist zur Bewegungsdämpfung der
sich bewegenden Schiebetüre 5 ausgebildet
und umfasst zumindest einen Permanentmagneten und zumindest ein
elektrisch leitendes Element, welche zur Realisierung des Wirbelstromprinzips
relativ zueinander bewegbar angeordnet sind. Die verschiedenen Ausgestaltungen
von Wirbelstrombrems-Vorrichtungen, wie sie im gezeigten Kraftfahrzeug
verwendet werden können,
werden nachfolgend noch näher
erläutert.
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In 2 ist
eine vergrößerte Darstellung
eines Teilbereichs der 1 gezeigt und insbesondere der
Bereich III dargestellt. Bei dieser Ausgestaltung ist im
Bereich der unteren Laufschiene 2b der Schiebetüre 5 zwischen
dem Bereich 1a und dem Radlaufkasten für das hintere Rad des Kraftfahrzeugs
eine Teilkomponente der Wirbelstrombrems-Vorrichtung angeordnet. Bei dieser gezeigten
Ausführung
ist eine erste Anordnung 4 einer Mehrzahl von Permanentmagneten 41, 42, 43, 44 dort
fest positioniert. Die Anordnung 4 ist somit im Wesentlichen
in Längsrichtung des
Kraftfahrzeugs angeordnet, wobei sich die Permanentmagnete 41 bis 44 im
Wesentlichen vertikal erstrecken. Die Permanentmagnete 41 bis 44 sind beabstandet
zueinander angeordnet. Sowohl die gezeigte Anordnung 4 als
auch die Anzahl der Permanentmagnete 41 bis 44 ist
lediglich beispielhaft.
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In 3 ist
die Schiebetüre 5 vom
Inneren des Kraftfahrzeugs 1 aus betrachtet dargestellt.
Am unteren Bereich dieser Schiebetüre 5 ist ein elektrisch
leitendes Element angeordnet, welches im Ausführungsbeispiel als Kupferplatte 6 realisiert
ist. Die Kupferplatte 6 ist fest an dieser Innenseite der Schiebetüre 5 befestigt.
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In 4 ist
eine Darstellung gezeigt, bei der das Seitenteil 1 des
Kraftfahrzeugs vom Fahrzeuginneren aus betrachtet dargestellt ist
und mit einer geschlossenen Schiebetüre 5 gezeigt ist.
Es ist zu erkennen, dass die Kupferplatte 6 ebenfalls in
Längsrichtung
des Kraftfahrzeugs 1 angeordnet ist und sich im Wesentlichen über die
gesamte Länge
der Schiebetüre 5 erstreckt.
Die Anordnung dieser Kupferplatte 6 ist so ausgerichtet,
dass sich bei einem Bewegen der Schiebetüre 5 diese Kupferplatte 6 an
der ersten Anordnung 4 von Permanentmagneten vorbeibewegt.
Die Wirbelstrombrems-Vorrichtung wird bei diesem gezeigten Ausführungsbeispiel,
welche eine lineare Wirbelstrombremse beschreibt, durch die Kupferplatte 6 und
die erste Anordnung 4 gebildet. Bei dieser Ausführung ist
somit eine einseitig wirkende lineare Wirbelstrombremse realisiert.
Die Schiebetüre 5 kann
sich in der gezeigten Pfeilrichtung P1 hin- und herbewegen und dadurch
geöffnet
oder geschlossen werden.
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Ausgehend
von der gezeigten Momentansituation kann die Schiebetüre 5 geöffnet werden
und nach hinten (nach rechts) geschoben werden. Indem durch diese
unmittelbare Bewegung der Schiebetüre auch eine relative Bewegung
zwischen der Kupferplatte 6 und der ersten Anordnung 4 erfolgt,
wird das Prinzip der Wirbelstrombremse generiert. Die Kraftwirkungen
der entstehenden Wirbelströme
sind dabei der Bewegungsrichtung der Schiebetüre 5 entgegengerichtet
und geschwindigkeitsabhängig.
Insbesondere dann, wenn die Schiebetüre 5 sich ihrer geöffneten
Endlage nähert,
kann eine Bewegungsdämpfung
erzeugt werden, welche ein unkontrolliertes und ungedämpftes Eintreffen
in dieser Endlage verhindert. Neben dem verschleißfreien
und zuverlässigen
Abbremsen der Schiebetüre 5 kann
das Öffnen
und Schließen
dadurch auch sehr leise erfolgen.
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In 5 ist
eine schematische Darstellung einer ersten Ausführung einer linearen Wirbelstrombremse
gezeigt. Bei dieser Ausgestaltung umfasst die Wirbelstrombrems-Vorrichtung 7 eine
Kupferplatte 6, welche beabstandet zu einer ersten Anordnung 4 von
Permanentmagneten 41, 42 ausgebildet ist. Die
erste Anordnung 4 weist ein Joch 8 auf, an dem die
Mehrzahl von Permanentmagneten 41, 42 angeordnet
ist. Es sind lediglich die ersten beiden Permanentmagnete mit Bezugszeichen
versehen. Es ist zu erkennen, dass diese Permanentmagnete beabstandet,
insbesondere äquidistant zueinander
angeordnet, sind und sich senkrecht zur Figurenebene erstrecken.
Darüber
hinaus sind diese Permanentmagnete 41 und 42 so
angeordnet, dass sie alternierend jeweils mit einem ihrer beiden
Pole der Kupferplatte 6 zugewandt sind. Es ist zu erkennen,
dass die Kupferplatte 6 im Wesentlichen parallel und mit
gleichem Abstand zu dem Joch 8 und den Permanentmagneten 41 und 42 angeordnet
ist. Zwischen den Permanentmagneten 41 und 42 ist
jeweils ein nicht magnetisches Material 9 angeordnet.
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In 6 ist
eine weitere Ausführung
einer linearen Wirbelstrombremse durch die Wirbelstrombrems-Vorrichtung 7' dargestellt.
Bei dieser Ausgestaltung sind an gegenüberliegenden Seiten der Kupferplatte 6 Anordnungen
von Permanentmagneten angeordnet. Neben der ersten Anordnung 4a ist
eine zweite Anordnung 4b beabstandet zu dieser Kupferplatte 6 positioniert.
Auch hier ist die Kupferplatte 6 im Wesentlichen parallel
zu diesen beiden Anordnungen 4a und 4b positioniert,
wobei an der zweiten Anordnung 4b an einem Joch 10 wiederum
eine Mehrzahl von Permanentmagneten 11 und 12 angeordnet ist.
Zwischen diesen Permanentmagneten 11 und 12 ist
wiederum ein nicht magnetisches Material 13 ausgebildet.
Die beiden Anordnungen 4a und 4b sind so zueinander
positioniert, dass ein Permanentmagnet am Joch 8 einem
Permanentmagneten am Joch 10 gegenüberliegt. Darüber hinaus
sind die Permanentmagnete 41, 42 bzw. 11, 12 so
an den Jochen 8 und 10 angeordnet, dass jeweils
unterschiedliche Pole dieser Magnete den jeweiligen Seiten der Kupferplatte 6 zugewandt
sind. So ist beispielsweise der Permanentmagnet 41 am Joch 8 mit
einem ersten Pol der Kupferplatte 6 zugewandt. Der gegenüberliegende
Permanentmagnet 11 hingegen ist mit einem zweiten Pol der
Kupferplatte 6 zugewandt. In 6 ist eine
zweiseitig wirkende lineare Wirbelstrombremse dargestellt.
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Eine
ebenfalls zweiseitige Wirbelstrombremse ist in 7 anhand
der Wirbelstrombrems-Vorrichtung 7' schematisch gezeigt. Bei dieser
Ausgestaltung umfasst die Wirbelstrombrems-Vorrichtung 7'' zwei separate Kupferplatten 61 und 62,
welche sich im Wesentlichen parallel zueinander erstrecken und zwischen
denen eine Anordnung 4 von Permanentmagneten 41, 42, 11, 12 angeordnet
ist. Diese Anordnung 4 umfasst ein Joch 14, an
dem beidseitig mehrere Permanentmagnete 41, 42, 11, 12 angeordnet
sind. Auch die Anordnung 4 ist im Wesentlichen parallel
zu den Kupferplatten 61 und 62 angeordnet und
weist über
die gesamte Längserstreckung
der Wirbelstrombrems-Vorrichtung 7' einen im Wesentlichen gleichen
Abstand zu den Kupferplatten 61 und 62 auf.
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In 8 ist
eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer einseitig
wirkenden linearen Wirbelstrombremse 7 gezeigt. Bei dieser Ausgestaltung
ist die Wirbelstrombrems-Vorrichtung 7 im Bereich III (1)
und somit im Bereich der unteren Laufschiene 2b angeordnet.
Die Schiebetüre 5 ist
mit einem Arm 16 verbunden, welcher in einen Laufwagen 15 mündet. Dieser
Laufwagen 15 ist in der unteren Laufschiene 2b geführt. Zur
Verdeutlichung der Komponenten ist diese Führung des Laufwagens 15 nicht
dargestellt.
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An
dem vorderen Ende des Laufwagens 15 ist ein Laufrad 17 angeordnet,
welches zur stabilisierenden Führung
in dieser Führung
der Laufschiene 2b abrollt.
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In
der gezeigten Ausführung
ist die Kupferplatte 6 an dem vorderen Ende des Laufwagens 15 über Befestigungsmittel 20 befestigt.
Die Kupferplatte 6 ist bei dieser Ausgestaltung im Wesentlichen
vertikal orientiert. Beabstandet und im Wesentlichen parallel dazu
ist eine erste Anordnung 4 von Permanentmagneten 41 an
dem Seitenteil 1 befestigt. Bei der Bewegung der Schiebetüre 5 bewegt
sich somit die am Laufwagen 15 befestigte Kupferplatte 6 mit gleicher
Geschwindigkeit wie die Schiebetüre 5 und wird
dadurch an der ersten Anordnung 4 von Permanentmagneten 41 vorbeigeführt. Dadurch
wird das Wirbelstromprinzip realisiert und die Schiebetüre 5 vor
dem Erreichen ihrer Endlage abgebremst und in ihrer Bewegung gedämpft.
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In 8 ist
des Weiteren zu erkennen, dass die erste Anordnung 4 über Verstellelemente 18 und 19 verstellt
werden kann. Wie durch die Pfeile P2 und P3 angedeutet ist, können diese
Verstellelemente 18 und 19 beidseitig verdreht
werden. Dadurch kann der Abstand der Permanentmagnete 41,
welche am Joch 8 befestigt sind, zu der Kupferplatte 6 variabel
eingestellt werden. Die Abstandsvariation ermöglicht auch, das Wirbelstromprinzip
zu verändern
und dadurch eine stärkere
oder eine schwächere
Abbremsung der Schiebetüre 5 erreichen
zu können.
Die Bewegung kann auch durch die Bewegung der Schiebetüre 5 und
die dadurch hervorgerufene Bremskraft (Actio-Reactio) im Element
selbst erfolgen. Die in der Anordnung 4 entstehende Reaktionskraft
verschiebt diese in der Art, dass sie in Bewegungsrichtung der Schiebetüre 5 mitgenommen
wird und über
die Hebel bzw. die Verstellelemente 18 und 19 den
Abstand zum Schwert bzw. zur Kupferplatte 6 verringern
und die Bremskraft dadurch erhöhen.
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Es
kann auch vorgesehen sein, dass diese Verstellelemente 18 und 19 an
dem Laufwagen 15 angeordnet sind und dass dadurch die Kupferplatte 6 aktiv
verstellt werden kann.
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In 9 ist
eine weitere perspektivische Darstellung gezeigt, bei der eine Wirbelstrombrems-Vorrichtung 7 mit
einseitig linear wirkender Wirbelstrombremse ausgebildet ist. Im
Unterschied zur Ausgestaltung gemäß 8 ist bei
dieser Ausführung
die Kupferplatte 6 an dem Seitenteil 1 angeordnet
und die erste Anordnung 4 von Permanentmagneten 41, 42 an
dem Laufwagen 15 befestigt.
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Eine
weitere Ausführung
einer linearen Wirbelstrombremse ist in 10 gezeigt.
Bei dieser Realisierung ist die erste Anordnung 4 von Permanentmagneten
an dem Laufwagen 15 befestigt und im Wesentlichen horizontal
angeordnet. Eine im Wesentlichen parallel dazu positionierte Kupferplatte 6 ist
im Bereich der Laufschiene 2b angeordnet und erstreckt
sich ebenfalls in horizontaler Richtung.
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11 zeigt
eine perspektivische Darstellung, bei der im Unterschied zur Ausgestaltung
gemäß 10 die
Kupferplatte 6 waagerecht orientiert und am Laufwagen 15 angeordnet
ist. Die erste Anordnung 4 von Permanentmagneten ist ebenfalls waagerecht
orientiert und fest am Seitenteil 1 befestigt und insbesondere
an der unteren Laufschiene 2b angeordnet.
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In 12 ist
eine weitere perspektivische Darstellung gezeigt, bei der am Laufwagen 15 eine zweiseitig
wirkende lineare Wirbelstrombremse angeordnet ist. Die Wirbelstrombrems-Vorrichtung 7' ist so ausgebildet,
dass die beiden Anordnungen 4a und 4b von Permanentmagneten
an dem Laufwagen 15 befestigt sind. Wie zu erkennen ist,
sind diese beiden Anordnungen 4a und 4b in einem
U-förmigen
Profil angeordnet. In dem Zwischenraum zwischen den beiden Anordnungen 4a und 4b erstreckt
sich die Kupferplatte 6. In 12 ist
eine Darstellung gezeigt, bei der die Schiebetüre 5 in einer Endlage,
beispielsweise dem vollständig
geöffneten Zustand,
angeordnet ist. Es ist zu erkennen, dass die Kupferplatte 6 rückwärtig über eine
Befestigung 6a an dem Seitenteil 1 befestigt ist.
Ausgehend von dem geschlossenen Zustand der Schiebetüre 5 wird
die Schiebetüre 5 in
Richtung ihrer geöffneten
Endposition nach hinten geschoben und die Kupferplatte 6 tritt
während dieser
Bewegung in den Zwischenraum zwischen den Anordnungen 4a und 4b ein.
Aufgrund dieser relativen Bewegung zueinander wird der Wirbelstrom erzeugt
und die Schiebetüre 5 in
ihrer Bewegung gedämpft.
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Zumindest
eine der beiden Anordnungen 4a und 4b ist im Abstand
zur Kupferplatte 6 veränderbar. In
der gezeigten Ausgestaltung ist die dem Laufwagen 15 abgewandte
Anordnung 4b über
die Verstellelemente 18 und 19 abstandsveränderlich
einstellbar. Bei dieser Ausgestaltung sind die Joche 8 und 10 sowie
die Kupferplatte 6 vertikal orientiert. Es kann auch vorgesehen
sein, dass die beiden Joche 8 und 10 und somit
auch die Anordnungen 4b und 4a in Richtung ihrer
Längserstreckung
gemäß dem Pfeil
L zueinander verschiebbar sind. Dadurch kann die gegenüberliegende
Anordnung der jeweiligen Permanentmagnete verschoben werden. Auch
dadurch kann die Wirkung der Wirbelstrombremse beeinflusst werden.
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In 13 ist
eine weitere Ausführung
in perspektivischer Darstellung gezeigt, bei der eine zweiseitig
wirkende Wirbelstrombremse eingesetzt ist. Bei dieser Ausführung ist
das Joch 10 mit den daran angeordneten Permanentmagneten
fest am Seitenteil 1 befestigt. Es kann eine Befestigung
an einer Trittstufe des Seitenteils 1 vorgesehen sein.
Auch hier ist dieses Joch 10 vertikal angeordnet. Zwischen den
beiden Jochen 8 und 10 erstreckt sich die Kupferplatte 6,
welche in der gezeigten Ausführung
als gewinkeltes Element ausgebildet ist. Die Kupferplatte 6 ist
an dem Laufwagen 15 befestigt.
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Der
vertikal orientiert Teil der Kupferplatte 6 bewegt sich
zwischen den beiden Jochen 8 und 10.
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In 14 ist
eine weitere perspektivische Darstellung gezeigt, bei der ebenfalls
eine zweiseitig wirkende Wirbelstrombremse ausgebildet ist. Bei
dieser Realisierung ist an dem Laufwagen 15 eine waagerecht
angeordnete erste Anordnung 4a und eine waagerecht angeordnete
zweite Anordnung 4b von Permanentmagneten positioniert.
Eine Kupferplatte 6 ist am Seitenteil 1 fest positioniert
und durch die Bewegung der Schiebetüre 5 wird der Laufwagen 15 und
somit die Anordnungen 4a und 4b an der Kupferplatte 6 vorbeigeführt.
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Auch
hier kann, wie bei den anderen Ausführungsbeispielen bereits erläutert, eine
Abstandsveränderung
zwischen den jeweiligen Komponenten der Wirbelstrombrems-Vorrichtung 7' vorgesehen
sein.
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In
der Darstellung gemäß 15 ist
eine an dem Laufwagen 15 befestigte Kupferplatte 6 waagerecht
orientiert. Die zweiseitig wirkende Wirbelstrombrems-Vorrichtung 7' umfasst des
Weiteren zwei waagerecht orientierte Anordnungen 4a und 4b mit jeweils
einer Mehrzahl von Permanentmagneten. Eine Veränderung des Abstands zwischen
dem Joch 8 und somit der Anordnung 4a zur Kupferplatte 6 als auch
eine Verschiebung in Längsrichtung
der Anordnung 4a relativ zur Anordnung 4b kann
durch die Verstellelemente 18, 19, 22 und 23 ermöglicht werden.
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In 16 ist
eine schematische Darstellung gezeigt, bei der bei einer zweiseitig
wirkenden Wirbelstrombremse beide Anordnungen 4a und 4b abstandsveränderlich
zur Kupferplatte 6 angeordnet werden können. Dazu sind die Verstellelemente 18, 19, 24 und 25 vorgesehen.
Die Verstellelemente 18, 19, 24 und 25 können unabhängig voneinander
betätigt
werden. Dadurch kann erreicht werden, dass beispielsweise der Abstand
der ersten Anordnung 4a über die gesamte Längserstreckung
einheitlich um einen bestimmten Wert verringert oder vergrößert wird.
Es kann auch vorgesehen sein, dass lediglich eines der beiden Verstellelemente 18 oder 19 betätigt wird,
so dass der Abstand der Anordnung 4a zur Kupferplatte 6 nur
an einem Endbereich verändert
wird. Dadurch kann eine Schrägstellung
in Längsrichtung betrachtet
zwischen einer Anordnung 4a und der Kupferplatte 6 erreicht
werden. Analoges gilt für
die Ausgestaltung und Positionierung der Anordnung 4b. In
diesem Zusammenhang kann auch vorgesehen, dass beim Einlaufen der
Kupferplatte 6 zwischen die beiden Anordnungen 4a und 4b der
Abstand automatisch verringert wird. Dadurch kann die Bremskraft sukzessive
nochmals erhöht
werden. Die Bewegung der Kupferplatte 6 ist durch den Pfeil
P4 dargestellt.
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In 17 ist
eine weitere Momentansituation gezeigt, bei der die Kupferplatte 6 in
Richtung des Pfeils P5 relativ zu den Anordnungen 4a und 4b bewegt
wird. Bei dieser Bewegungsrichtung kann vorgesehen sein, dass der
Abstand zwischen der Kupferplatte 6 und den Anordnungen 4a und/oder 4b vergrößert wird,
um die Bremskraftwirkung zu reduzieren. Dies kann beispielsweise
der Fall sein, wenn eine vollständig
geöffnete
Schiebetüre 5 geschlossen
werden soll und zunächst
aus dieser vollständig geöffneten
Position einfach und mit relativ wenig Kraftaufwand nach vorne geschoben
werden soll.
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In 18 ist
eine perspektivische Darstellung einer rotatorisch wirkenden Wirbelstrombremse gezeigt.
Die rotatorisch wirkende Wirbelstrombrems-Vorrichtung 26 umfasst
ein Laufrad 27 mit einem Freilauf. Das Laufrad 27 ist
hohlzylinderförmig ausgebildet,
wobei sich im Inneren des Hohlzylinders des Laufrades 27 ein
Zylinder 30 erstreckt, an dem eine Mehrzahl von Permanentmagneten 31 ausgebildet
sind. Des Weiteren umgibt das Laufrad 27 eine hohlzylinderförmig ausgebildete
Anordnung 28, an dessen Innenseite eine Mehrzahl von Permanentmagneten 29 angeordnet
sind. Durch diese Ausgestaltung ist eine zweiseitig wirkende rotatorische
Wirbelstrombremse realisiert. Das Laufrad umfasst eine hohlzylinderförmige Kupferhülse 27a,
welche fest mit der Welle des Laufrads verbunden ist.
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Eine
weitere Ausführung
einer rotatorischen Wirbelstrombrems-Vorrichtung 26' ist in 19 perspektivisch
gezeigt. Bei dieser Ausführung
ist eine einseitig wirkende rotatorische Wirbelstrombremse realisiert,
wobei sich das Laufrad 27' mit
einer Kupferhülse 27a', welche als
Vollzylinder ausgebildet ist, in das Innere der Anordnung 28 mit
dem Permanentmagneten 29 erstreckt. Auch diese Kupferhülse 27a' ist fest mit
der Welle des Laufrads 27' verbunden.
Das Laufrad 27' als
auch das Laufrad 27' können auch
als Zahnräder
ausgebildet sein.
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Die
Permanentmagnete können
auch an der Kupferhülse 27a' ausgebildet
sein. Bei dieser innen liegenden Anordnung wäre dann der äußere Ring, welcher
durch die Anordnung 28 gebildet ist, ohne Magneten ausgebildet
und insbesondere als hohlzylinderförmiger Kupferring realisiert.
In 20 ist eine diesbezügliche Ausgestaltung der schematischen Vorderansicht
gezeigt. Die rotatorische Wirbelstrombrems-Vorrichtung 26'' umfasst
eine hohlzylinderförmige
Kupferhülse 28', in welcher
sich ein Vollzylinder 27a' erstreckt,
welcher mit der Welle 27b des Laufrads verbunden ist.
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In 21 ist
eine perspektivische Darstellung gezeigt, bei der eine rotatorische
Wirbelstrombrems-Vorrichtung 26 fest an einem Laufwagen 15 im Bereich
der unteren Laufschiene 2b des Seitenteils 1 angeordnet
ist. Die Wirbelstrombrems-Vorrichtung 26 ist
unmittelbar mit der Schiebetüre 5 durch
die Befestigung an dem Laufwagen 15 einerseits und durch das
unmittelbare Anliegen des Laufrads 27 an der Laufschiene 2b unmittelbar
gekoppelt. Eine Bewegung der Schiebetüre 5 erzeugt somit
auch eine unmittelbare Wirkung der Wirbelstrombrems-Vorrichtung 26.
Die Wirbelstrombrems-Vorrichtung 26 ist
bei dieser Ausgestaltung vertikal angeordnet. Das Laufrad 27 bzw.
Zahnrad enthält
einen Freilauf für
den Schließvorgang.
Der Freilauf sitzt somit unmittelbar in der Bremseinheit bzw. der
Wirbelstrombrems-Vorrichtung 26.
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Ein
Eingriff kann über
das Zahnrad erfolgen. Ebenfalls kann ein permanenter Eingriff zur
Geschwindigkeitsbegrenzung vorgesehen sein.
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In 22 ist
eine weitere perspektivische Darstellung gezeigt, bei der eine rotatorisch
wirkende Wirbelstrombrems-Vorrichtung 26 an
dem Laufwagen 15 befestigt ist. Bei dieser Ausgestaltung
ist die Wirbelstrombrems-Vorrichtung 26 waagerecht am Laufwagen 15 befestigt.
Sonstige Ausgestaltung im Hinblick auf das Laufrad 27 als
Zahnrad bzw. die Ausgestaltung des Freilaufs in der Bremseinheit
sind analog zur Ausgestaltung gemäß 21. Der
Eingriff kann ebenfalls über
das Zahnrad erfolgen, wobei auch ein permanenter Eingriff vorgesehen
sein kann.
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Neben
der in den 21 und 22 gezeigten
Ausgestaltungen, bei der die Wirbelstrombrems-Vorrichtung 26 fest
an dem Laufwagen 15 angeordnet ist, kann auch eine Ausgestaltung
vorgesehen sein, bei der die rotatorische Wirbelstrombrems-Vorrichtung 26 an
dem Seitenteil 1, insbesondere in einer der Laufschienen 2a, 2b, 3 angeordnet ist.
Es kann dann vorgesehen sein, dass der Freilauf mit einer Rückstellfeder
(Rollen) ausgebildet ist, welche auf der Bremseinheit sitzt. Auch
hier kann die Bremseinheit bzw. die Wirbelstrombrems-Vorrichtung senkrecht
oder waagerecht orientiert sein.