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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Ermittlung und/oder Überwachung
des Füllstandes
eines Mediums, mit piezoelektrischen Sensoren zur Erzeugung und
zum Empfang von Ultraschallsignalen, mit einer Abtastschaltung zur
selektiven Auswertung und selektiven Ansteuerung einer Vielzahl
von piezoelektrischen Sensoren mittels zumindest einem Messumformer,
mit einer Signalauswertungseinheit im Messumformer, die anhand dem Laufzeitmessverfahren
der Ultraschallsignale den Füllstand
des Mediums bestimmt.
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Der
Füllstand
eines Mediums in einem Tank lässt
sich beispielsweise dadurch ermitteln, dass von einem Sensor Ultraschall-Impulssignale
ausgesandt und die an der Oberfläche
des Mediums reflektierten Impulssignale vom Sensor detektiert werden.
Ultraschallmessgeräte
zur Distanzbestimmung bestehen im Normalfall aus einem Sensor zur
Signalerzeugung und -empfang, sowie aus einem Messumformer zur Signalauswertung
und Datenübermittlung.
Die vom Messumformer ermittelte Laufzeit ist ein charakteristisches
Maß für den zurückgelegten
Weg der Impulssignale vom Sensor bis zur Oberfläche des Mediums. Der Füllstand
des Mediums im Tank wird daraus ermittelt, dass von der gesamten
Tankhöhe
der einfach zurückgelegte
Weg der Impulssignale abgezogen wird. Entsprechende Füllstandsmessgeräte werden von
der Anmelderin unter der Bezeichnung „Prosonic" hergestellt und vertrieben. Derartige
Schall- oder Ultraschallsensoren zur Füllstandsmessung werden in vielen
Industriebereichen, z.B. in der Lebensmittelindustrie, der Wasser-
und Abwasserwirtschaft und in der chemischen Industrie, eingesetzt.
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Für die Erzeugung
der Ultraschall-Impulse wird ein Piezowandler bzw. ein piezoelektrisches
Element mit einer Wechselspannung zu Schwingungen angeregt. Die
Frequenz der Schwingung ist nur von der Schallgeschwindigkeit als
Materialkonstante und den Abmessungen des piezoelektrischen Körpers abhängig. Problematisch
an dieser Ausgestaltung ist, dass hierfür meist ein schwerer, großvolumiger
und für
die erforderliche Impulsleistung dimensionierte Übertrager erforderlich ist.
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In
der deutschen Offenlegungsschrift
DE 10 2004 02 08 951 ist
eine einfache Ansteuerung eines Piezowandlers, die keinen Übertrager
verwendet, aufgezeigt.
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Um
die Aufwendungen und Kosten pro Messstelle zu verringern, wird eine
bestimmte Anzahl von Sensoren nur mit einem einzigen Messumformer angesteuert
und ausgewertet. Hierzu wird eine so genannte Abtastschaltung bzw.
ein Scanner eingesetzt, die/der selektiv eine elektrische Verbindung
zwischen den einzelnen Sensoren und dem Messumformer herstellt.
Solche Abtastschaltungen weisen in der Regel mehrere Relais auf,
die durch die Auswerteschaltung des Messumformers so angesteuert
werden, dass die Schaltkontakte des angesteuerten Relais den jeweiligen
Sensor mit der Auswerteschaltung und dem Anregungsschaltkreis selektiv
verbinden. Ein solcher Aufbau ist in der 1 gezeigt
und beschrieben.
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Die
Nachteile solcher mechanischer Abtastschaltungen liegen darin zugrunde,
dass die Schaltkontakte als mechanisch bewegten Komponenten normalerweise
nur eine begrenzte Anzahl von Schaltzyklen zulassen und es oft zu
Kontaktproblemen in Form eines erhöhten Übergangswiderstands an den
Kontaktflächen
der Schaltkontakte kommt, was vor alledem bei Empfangssignalen im
Mikrovoltbereich zu Problemen führt.
Um diese Nachteile zu umgehen, ist aus der
US 6,051,891 A1 eine elektronische
Abtastschaltung bekannt. In dieser Ausgestaltung der elektronischen
Abtastschaltung sind die Relaiskontakte durch eine MOSFET-Transistoren Schaltung
ersetzt worden. Nachteilig bei dieser Ausgestaltung der elektronischen
Abtastschaltung ist, dass die Ansteuerung der elektronischen Abtastschaltung
schwierig ist. Hierbei bilden immer zwei in Reihe geschaltet MOSFET-Transistoren
einen elektronischen Schaltkontakt. Dieser Schaltungsaufbau hat
noch den folgenden Nachteil, dass zur Ansteuerung der beiden Transistoren
ein großer
schaltungstechnischer Aufwand betrieben werden. muss, da die beiden
MOSFET-Transistoren kein gemeinsames, festes Bezugspotential zu
deren Ansteuerung besitzen. Der Schaltungsaufbau ist auch infolgedessen kompliziert,
zumal die elektronische Abtastschaltung mit den beiden MOSFET-Transistoren
so ausgelegt werden muss, dass sowohl das Anregungssignal mit einem
hohen Strom und einer hohen Spannung von dem Anregungsschaltkreis
zum Sensor übertragen werden
kann, als auch geringe Empfangssignale des Sensor ohne Verluste
empfangen und zur Auswerteschaltung werden können.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine elektronische Abtastschaltung
für Ultraschallsensoren
vorzuschlagen, die einen einfachen, kompakten und kostengünstigen
Schaltungsaufbau aufweist.
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Die
Erfindung löst
diese Aufgabe dadurch, dass in der Abtastschaltung für jeden
anzusteuernden piezoelektrischen Sensor wenigstens ein Anregungsschaltkreis
zur selektiven Ansteuerung des ausgewählten piezoelektrischen Sensors
für die
Erzeugung von Ultraschallsignalen vorgesehen ist.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist vorgesehen, dass zumindest eine erste Selektionseinheit
in der Abtastschaltung vorgesehen ist, die die jeweils über einen
Selektionseingang ausgewählten
Anregungsschaltkreise ansteuert und/oder regelt.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Lösung wird
vorgeschlagen, dass in jedem Anregungsschaltkreisen zumindest zwei
Schaltelemente vorgesehen sind, die angesteuert durch die erste
Selektionseinheit zueinander konträre und/oder unterschiedliche
Potentiale sequentiell auf den ausgewählten piezoelektrischen Sensor schalten.
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Eine
zweckmäßige Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
besteht darin, dass als Schaltelemente elektrisch oder optisch ansteuerbare Transistoren
in den Anregungsschaltkreisen vorgesehen sind.
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Gemäß einer
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
wird vorgeschlagen, dass zumindest eine in der Abtastschaltung ausgestaltete zweite Selektionseinheit
vorgesehen ist, die über
den jeweils angesteuerten Selektionseingang der piezoelektrischen
Sensoren mit einer Auswerteeinheit über einen Empfangspfad sequentiell,
selektiv oder zyklisch elektrisch verbindet.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist vorgesehen, dass zum Schutz der zweiten Selektionseinheit
ein Begrenzungsschaltkreis zur Begrenzung der maximalen Spannung
im Empfangspfad vorgesehen ist.
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Bei
einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung ist
als erste Selektionseinheit ein digitaler Demultiplexer vorgesehen.
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Eine
bevorzugte Variante der erfindungsgemäßen Lösung ist darin zu sehen, dass
als zweite Selektionseinheit ein analoger Multiplexer vorgesehen
ist.
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Eine
besonders vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung schlägt vor,
dass die Selektionseingänge
der ersten Selektionseinheit und zweiten Selektionseinheit parallel
geschaltet sind und eine Regel-/Auswerteeinheit alle Selektionseingänge mit
einer gleichen Selektionsadresse ansteuert.
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Gemäß einer
dienlichen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird vorgeschlagen, dass
im Messumformer eine Temperaturmesseinheit/Sensorbestimmungseinheit
zur Ermittlung der Sensortemperatur und des angeschlossenen Sensortyps über einen
Kennungspfad vorgesehen ist.
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Eine
geeignete Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin,
dass die Signalauswerteeinheit, die Ansteuerungseinheit und/oder
Temperaturmesseinheit/Sensorbestimmungseinheit als ein integraler
Bestandteil der Regel-/Auswerteinheit ausgestaltet ist.
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Die
Erfindung und ein ausgewähltes
Ausführungsbeispiel
sind anhand der nachfolgenden Zeichnungen näher erläutert. Zur Vereinfachung sind
in den Zeichnungen identische Teile mit dem gleichen Bezugszeichen
versehen worden, die jedoch nur dann wiederholt werden, wenn es
sinnvoll ist. Es zeigen:
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1:
ein schematisches Schaltbild zur Ansteuerung mehrerer piezoelektrischen
Sensoren durch eine Abtastschaltung gemäß dem Stand der Technik, und
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2:
ein schematisches Schaltbild zur Ansteuerung mehrerer piezoelektrischen
Sensoren durch eine Abtastschaltung gemäß der erfindungsgemäßen Lösung.
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Das
in 1 dargestellte Schaltbild stellt den Schaltungsaufbau
eines Ultraschall-Messsystems nach
dem Stand der Technik dar. Es weist einem Messumformer 4a und
mehreren piezoelektrischen Sensoren 2, die über eine
Abtastschaltung 3a mittels mechanischer Relais 18 selektiv
mit dem Anregungsschaltkreis 5a, der Signalauswerteeinheit 11 und/oder
der Temperaturmess-/Sensorbestimmungseinheit 12 verbindbar
sind, auf. Bei diesem Ausführungsbeispiel
weist die Abtastschaltung 3a für jeden angeschlossenen piezoelektrischen
Sensor 2 zumindest ein mechanisches Relais 18 mit
zwei gleichzeitig geschalteten Schaltkontakten auf. Die Abtastschaltung 3a ist
bei dieser Ausgestaltung als eine so genannte Relais-Karte ausgestaltet.
Die Eingänge
des ersten Schaltkontakts jedes Relais 18 sind miteinander
parallel geschaltet und mit dem Anregungsschaltkreis 5a und
dem Begrenzungsschaltkreis 10 gefolgt von der Signalauswerteinheit 11 des Messumformers 4a über eine
einzelne erste elektrische Messleitung 23 verbunden. Desweiteren
sind die Eingänge
des zweiten Schaltkontakts jedes Relais 18 miteinander
parallel geschaltet und mit der Temperaturmesseinheit/Sensorbestimmungseinheit 12 zur
Ermittlung der Art des piezoelektrischen Sensors 2 oder
der Mediumstemperatur über
eine zweite elektrische Messleitung 24 verbunden. Jedes
Relais 18 in der Abtastschaltung 3a wird über separate Steuerleitungen 25 von
der Regel-/Steuereinheit 19 angesteuert. Wenn eine Spannung
an der Spule des Relais 18 anliegt, sind die entsprechenden
Schaltkontakte des Relais 18 geschlossen.
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Nachfolgend
ist ein Messzyklus mit der Vorrichtung 1a nach dem Stand
der Technik näher
erläutert:
Die Regel-/Steuereinheit 19 legt über eine entsprechende Steuerleitung 25 ein
bestimmte Spannung an der Spule des entsprechenden Relais 18 in der
Abtastschaltung 3a an, worauf die Schaltkontakte dieses
Relais 18 geschlossen werden. Gleichzeitig veranlasst die
Regel-/Steuereinheit 19 den Anregungsschaltkreis 5a zur
Abgabe eines Anregungssignals, z.B. einer Wechselspannung mit einer
rechteckigen oder sinusförmigen
Signalform, über
die erste Messleitung 23 an den entsprechenden piezoelektrischen
Sensor 2. Die Größenordnung
der Spannungswerte des Anregungssignals liege hierbei im Bereich
von 10 bis 100 Volt, z.B. 50 Volt. Durch einen im piezoelektrischen
Sensor 2 integrierten Übertrager 16b wird
dieses Anregungssignal auf eine Spannung von einigen hundert Volt
hochtransformiert, bevor es den Piezowandler 17 kurzzeitig
zum resonanten Schwingen anregt. Das somit erzeugte Ultraschall-Impulssignal
wird in Richtung des Mediums mit einer bestimmten Abstrahlcharakteristik
abgestrahlt. Nach einer vom zurückgelegten
Weg abhängigen Laufzeit
werden die reflektierten Anteile des Ultraschall-Impulssignals wieder
vom Piezowandler 17 empfangen. Diese reflektierten Ultraschallsignale werden
im Piezowandler 17 in ein elektrisches Empfangssignal umgewandelt,
das über
die erste Messleitung 23 und einen Begrenzungsschaltkreis 10 an die
Signalauswertungseinheit 11 übermittelt wird. Mit dem Begrenzungsschaltkreis 10 wird
die Spannung des Anregungssignals auf ein für die Messelektronik der Signalauswertungseinheit 11 verträgliches
Maß begrenzt.
Das um Größenordnungen
kleinere Empfangssignal wird von dem Begrenzungsschaltkreis 10 kaum
oder nur geringfügig
beeinflusst. Aus der Kenntnis des Erzeugungszeitpunktes und des
Empfangszeitpunktes des Ultraschall-Impulssignals wird die Laufzeit bestimmt.
Anhand der Zeitdauer bzw. Laufzeit zwischen dem Aussenden der Ultraschall-Impulssignale
und dem Empfang der reflektierten Echosignale lässt sich in Bezugnahme der Ausbreitungsgeschwindigkeit
des Impulssignals der Abstand des piezoelektrischen Sensors 2 zu
der Mediumsoberfläche
ermitteln. Unter Berücksichtigung der
Geometrie des Behälterinnern
wird dann der Füllstand
des Mediums als relative oder absolute Größe ermittelt.
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Aufgrund
der Temperaturabhängigkeit
der Ausbreitungsgeschwindigkeit von Ultraschallsignalen und der
Abhängigkeit
von der Sensorart wird im piezoelektrischen Sensor 2 mittels
einem Temperatursensor/Sensorkennung 15 der verwendete
piezoelektrische Sensor 2 und die vorliegende Temperatur der über dem
Medium befindlichen Gasphase exakt bestimmt. Dies hat den Vorteil,
dass die Regel-/Auswerteeinheit 19 Signalveränderungen
aufgrund von Temperaturänderungen
des Prozesses im Messsignal kompensieren kann und Änderungen
der Sensorart selbständig
erkennt. Die Temperatursensor/Sensorkennung 15 wird meist
als temperaturabhängiger
Widerstand, z. B. PT100, ausgeführt.
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Wie
schon zuvor erwähnt,
ist ein Nachteil solcher mechanisch aufgebauter Abtastschaltungen 3a,
dass die mechanisch bewegten Komponenten an den Relais 18 aufgrund
von Verschleiß nur
eine beschränkte
Lebensdauer aufweisen. Aus diesem Grund müssen die Relais 18 auf
der Abtastschaltung 3a nach einer gewissen Betriebszeit
ausgetauscht werden. Desweiteren ist es möglich, dass aufgrund von Schaltkontaktproblemen,
beispielsweise in Form eines erhöhten Übergangswiderstands
an den Schaltkontakten der Relais 18, die Empfangssignale im
Mikrovolt-Bereich nicht mehr von den Schaltkontakten verlustfrei übertragen
werden können
und somit das Empfangssignal im schlechtesten Fall nicht mehr von
der Signalauswerteinheit 11 ausgewertet und/oder erfasst
werden kann.
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Ein
weiterer Nachteil dieser bekannten Ausführung einer Abtastschaltung 3a in 1 ist,
dass aufgrund von den prozesstechnischen Gegebenheiten meist lange
Leitungen zwischen dem Messumformer 4a oder dem piezoelektrischem
Sensor 2 und der Abtastschaltung 3 eingebaut werden
müssen, über die
die Impulsleistung des Anregungsschaltkreises 5a übertragen
werden muss. Damit es zu keinen großen Verlusten des Anregungssignals
des Anregungsschaltkreises 5a auf den Leitungsstrecken
zwischen dem Messumformer 4a und der Abtastschaltung 3a kommt,
müssen
diese Leitungen und der Anregungsschaltkreis 5a, wie z.
B. ein schwerer, großvolumiger
und für
die erforderliche Impulsleistung dimensionierte Übertrager 16a, entsprechend
groß dimensioniert
werden.
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In 2 ist
der erfindungsgemäße Aufbau der
Vorrichtung 1b zur selektiven Ansteuerung und Auswertung
von piezoelektrischen Sensoren 2 gezeigt. Die Vorrichtung 1b weist
eine Abtastschaltung 3b mit jeweils einem Anregungsschaltkreis 5b für jeden
Ausgang, an dem ein piezoelektrischer Sensor 2 angeschlossen
werden kann, auf. Der piezoelektrische Sensor 2 besteht,
wie schon zuvor beschrieben, aus zumindest einem Piezowandler 17,
einem Übertrager 16b und
einem Temperatursensor/Sensorkennung 15. Über eine
beispielsweise dreiadrige Verbindungsleitung 14 sind die
piezoelektrischen Sensoren 2 an die jeweiligen Messkanäle 26,
bestehend aus einem gemeinsamen Ansteuerungspfad 20 und
Empfangspfad 21, sowie einem Kennungspfad 22,
der Abtastschaltung 3b angeschlossen. Erfindungsgemäß sind pro
Messkanal 26 bzw. pro Anschlussmöglichkeit für einen piezoelektrischen Sensor 2 in
der Abtastschaltung 3b jeweils ein Anregungsschaltkreis 5b,
sowie jeweils ein Begrenzungsschaltkreis 10 vorgesehen.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Abtastschaltung 3b ist,
dass anhand der den jeweiligen Messkanälen 26 zugeordneten
Anregungsschaltkreisen 5b und Begrenzungsschaltkreisen 10 und
aufgrund der Beschränkung
auf einen dreiadrigen Anschluss der Sensoren 2 auch ältere und/oder zuvor
eingesetzte Sensoren 2 an die Anschlussklemmen anschließbar sind.
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Die
Anregungsschaltkreise
5b sind beispielsweise entsprechend
den in der Offenlegungsschrift
DE
10 2004 02 08 951 angeführten
Endstufen ausgebildet. Diese Anregungsschaltkreise
5b bzw. Endstufen
dienen zur Ansteuerung der piezoelektrischen Sensoren
2 ohne
einen großvolumigen Übertrager
16a,
wodurch sich diese erfindungsgemäße Ausgestaltung
der Abtastschaltung
3b recht kompakt aufbauen lässt. Für die explizite
Ausführung
dieses Anregungsschaltkreises
5b in Form einer Endstufe ohne Übertrager
16a wird
auf die oben aufgeführte deutsche
Offenlegungsschrift verwiesen.
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Diese
Anregungsschaltkreise 5b werden über zumindest eine erste Selektionseinheit 6,
wie z.B. einen digitalen Demultiplexer, von der Ansteuereinheit 13 angesteuert,
indem die Schaltelemente 9 des Anregungsschaltkreises 5b beispielsweise
in Form eines Leistungs-MOSFET (Metall-Oxide-Fieldeffekt-Transistor) oder
eines Bipolar-Leistungstransistors mit isolierter Basiselektrode
(IGBT) in vorgegeben Schaltzyklen angesteuert werden. Die Transistoren
der Anregungsschaltkreises 5b haben ein festes Bezugspotential,
so dass diese recht einfach von der Ansteuerungseinheit 13 angesteuert
werden können.
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Die
im Messumformer 4b integrierte Regel-/Auswerteeinheit 19 steuert
die Ansteuereinheit 13 so an, dass diese in der gewünschten
Schaltfrequenz ein Ansteuerungssignal, beispielsweise ein Impulssignal,
an die erste Selektionseinheit 6 ausgibt. Die erste Selektionseinheit 6 gibt
diese Impulssignale an den von der Regel-/Steuereinheit mittels einer
Adresse an dem Selektionseingang 8 ausgewählten Anregungsschaltkreis 5b weiter.
Der Vorteil dieser Schaltung liegt auch darin, dass bis auf die
Ansteuerung des entsprechenden Anregungsschaltkreis 5b alles
im Niederspannungsbereich erfolgen kann und erst das Aufschalten
der Anregungssignale auf den Ansteuerungspfad 20 im Hochspannungsbereich
von einigen Hundert Volt erfolgt.
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Es
ist auch möglich,
die Anregungsschaltkreise 5b mittels einer Leistungs-CMOS-Technik (Complementary-Metal-Oxide-Semiconductor)
auszuführen.
In dieser in 2 nicht explizit gezeigte Ausführungsformen
der Erfindungen ist nur eine erste Selektionseinheit 6 zur
selektiven Ansteuerung der Anregungsschaltkreise 5b durch
die Ansteuereinheit erforderlich. Jedoch muss in dieser Ausgestaltung der
Anregungsschaltkreise 5b in CMOS-Technik eine Element zur
Vermeidung der Querströme
im Umschaltzeitpunkt des komplementär geschalteten n-Kanal- und
p-Kanal-MOSFET vorgesehen
werden.
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Der
Ansteuerungspfad 20 und Empfangspfad 21 wird über eine
gemeinsame Ader der Verbindungsleitung 14 an den Übertrager 16b des
piezoelektrischen Sensors 2 geführt. Aus diesem Grund wird
nach der Aufsplittung des Ansteuerungspfads 20 und des
Empfangspfads 21 in der Abtastschaltung 3b im
Empfangspfad 21 ein Begrenzungsschaltkreis 10 zur
Abschwächung
des Anregungssignals über den
Anregungspfad 20 notwendig. Dieser Begrenzungsschaltkreis 10 ist,
wie beispielhaft gezeigt, aus einer Vielzahl von Dioden, Widerständen und
Kondensatoren aufgebaut. Außerdem
hat der Begrenzungsschaltkreis 10 die Aufgabe die nachfolgende empfindliche
Elektronik, wie z.B. die Signalauswerteeinheit 11, vor
zu hohen Spannungsspitzenwerten zu schützen und sogleich das reflektierte
Empfangssignal nahezu ungedämpft
passieren zu lassen. Über die
zweite Selektionseinheit 7 wird abhängig von der Adresse auf dem
Selektionseingang 8 das reflektierte Empfangssignal des
entsprechenden piezoelektrischen Sensors 2 über den
zugeordneten Begrenzungsschaltkreis 10 auf den Eingang
der Signalauswerteeinheit 11 gelegt und in der Signalauswerteeinheit 11 signaltechnisch
ausgewertet. Desweiteren wird von der Temperaturmesseinheit/Sensorbestimmungseinheit 12 über den
Kennungspfad 22 der Temperatursensor/Sensorerkennung 15 die
Prozesstemperatur zur Kompensation der Ausbreitungsgeschwindigkeit
und Art des angeschlossenen piezoelektrischen Sensors 2 ermittelt.
Die Auswahl des entsprechenden Empfangspfads 21 und des
entsprechenden Kennungspfads 22 erfolgt durch die Ansteuerung
der zweiten Selektionseinheit 7 über die Adresse des aktiven
Messkanals 26 auf dem Signaleingang 8.
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Eine
weitere und nicht explizit in 2 dargestellte
Ausgestaltungsform ist, dass die Signalauswerteeinheit 11,
die Temperaturmesseinheit/Sensorbestimmungseinheit 12 und
die Ansteuerungseinheit 13 in der Regel-/Auswerteeinheit 19 integriert
sind. Diese Integration ist vor allem dann möglich, wenn es sich bei der
Regel-/Auswerteeinheit 19 um
einen Mikroprozessor mit analogen Signalauswertebausteinen handelt.
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- 1a,
1b
- Vorrichtung
- 2
- piezoelektrische
Sensoren
- 3a,
3b
- Abtastschaltung
- 4a,
4b
- Messumformer
- 5a,
5b
- Anregungsschaltkreis
- 6
- Erste
Selektionseinheit
- 7
- Zweite
Selektionseinheit
- 8
- Selektionseingang
- 9
- Schaltelement
- 10
- Begrenzungsschaltkreis
- 11
- Signalauswertungseinheit
- 12
- Temperaturmesseinheit/Sensorbestimmungseinheit
- 13
- Ansteuerungseinheit
- 14
- Verbindungsleitung
- 15
- Temperatursensor/Sensorkennung
- 16a,
16b
- Übertrager
- 17
- Piezowandler
- 18
- Relais
- 19
- Regel-/Auswerteeinheit
- 20
- Ansteuerungspfad
- 21
- Empfangspfad
- 22
- Kennungspfad
- 23
- erste
Messleitung
- 24
- zweite
Messleitung
- 25
- Steuerleitung
- 26
- Messkanal