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DE102006047576B3 - Behandlungsmaschine mit Horizontaltrommel - Google Patents

Behandlungsmaschine mit Horizontaltrommel Download PDF

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DE102006047576B3
DE102006047576B3 DE200610047576 DE102006047576A DE102006047576B3 DE 102006047576 B3 DE102006047576 B3 DE 102006047576B3 DE 200610047576 DE200610047576 DE 200610047576 DE 102006047576 A DE102006047576 A DE 102006047576A DE 102006047576 B3 DE102006047576 B3 DE 102006047576B3
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Martin Müller
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Abstract

Maschine 11 zum Behandeln von Schüttgut aus industriellen Massenteilen, mit einer Behandlungstrommel 13, die mit liegender Achse A angeordnet ist und in beiden Drehrichtungen um diese Achse A antreibbar ist, wobei die Behandlungstrommel 13 eine ständig offene koaxiale Eintrittsöffnung 14 und eine ständig offene koaxiale Austragsöffnung 16 hat und die Behandlungstrommel 13 eine innere schneckengangartige Beschaufelung 22, 23 hat, die zumindest bis an die Austragsöffnung 16 heranreicht, und die in der ersten Drehrichtung der Behandlungstrommel 13 das Schüttgut in der Behandlungstrommel 13 umschichtet und in der zweiten Drehrichtung der Behandlungstrommel 13 das Schüttgut durch die Austragsöffnung 16 fördert, wobei sich an die Austragsöffnung 16 ein Austragsstutzen 17 anschließt, der sich innen in Förderrichtung konisch verjüngt und in dem ein Siebmantel 20 mit Abstand zur Innenwand des Austragsstutzens 17 eingesetzt ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Behandeln von Schüttgut aus industriellen Massenteilen, mit einer Behandlungstrommel, die mit liegender Achse angeordnet ist. Das hiermit angesprochen Behandeln von Schüttgut aus industriellen Massenteilen in Flüssigkeiten bezieht sich vorrangig auf Reinigungsvorgänge, die auf Herstellungs- und Bearbeitungsschritte folgen, bei denen die Massenteile verölt oder in anderer Weise verschmutzt worden sind. Das Behandeln kann sich jedoch auch auf ein Beschichten der Massenteile nach erfolgter Reinigung erstrecken, beispielsweise ein Beschichten mit Lack. Schließlich kann das Behandeln chemisch-mechanischer Art zum Zweck des Entgratens oder Polierens sein.
  • Maschinen der genannten Art mit liegender Trommelachse sind in Form von Schneckenwäschern bekannt, bei denen die Massenteile eine rohrartige Trommel mit Schneckengang bei langsamer Umlaufgeschwindigkeit der Trommel in eine Richtung durchlaufen. Eine Behandlung in verschiedenen Wasch- oder Reinigungsflüssigkeiten mit zunehmender Sauberkeit ist in solchen Maschinen nicht möglich. Ebensowenig können ein vorangehender Abschleudervorgang zum Entfernen von Schneidöl oder -emulsion und/oder ein nachgeschalteter abschließender Trockenvorgang hiermit in ein und derselben Maschine durchgeführt werden. Dies ist bisher ausschließlich bei Anlagen zum Behandeln von Schüttgut aus industriellen Massenteilen mit mehreren Maschinen mit vertikaler Trommelachse gegeben, bei denen die Massenteile in Einsatzkörben von Maschine zu Maschine transportiert werden. Der Aufwand für die Transportmittel ist hierbei erheblich. Die mit verschließbaren Deckeln versehenen Maschinen selber sind ebenfalls relativ aufwendig aufgebaut.
  • Hiervon ausgehend sind bereits verschiedene Maschinen der eingangs genannten Art in einfacher Bauweise vorgeschlagen werden, die auf günstige Weise befüllt und entleert werden können ( DE 101 49 651 A1 , DE 101 64 098 B4 , DE 103 11 635 B4 ).
  • Diese Maschinen zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:
    • – eine Behandlungstrommel ist mit liegender Achse angeordnet und ist in beiden Drehrichtungen um diese Achse antreibbar,
    • – die Behandlungstrommel hat eine ständig offene koaxiale Einfüllöffnung und eine ständig offene koaxiale Austragsöffnung,
    • – die Behandlungstrommel hat eine innere schneckengangartige Beschaufelung, die zumindest bis an die Austragsöffnung heranreicht und die in der ersten Drehrichtung der Behandlungstrommel das Schüttgut in der Behandlungstrommel umschichtet und in der zweiten Drehrichtung der Behandlungstrommel das Schüttgut durch die Austragsöffnung fördert.
  • Bei Massenbauteilen, die nicht oder nicht mit höchster Drehzahl zentrifugiert werden können oder bei Massenteilen mit Hohlräumen kann bei dieser Art der Förderung aus der Behandlungstrommel heraus eine unerwünschte Verschleppung von Behandlungsflüssigkeit aus der Behandlungstrommel auftreten.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschine dieser Art so weiterzubilden, daß eine besonders geringe Verschleppung von Behandlungsflüssigkeit beim Weitertransport der Massenteile sichergestellt wird.
  • Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß sich der Austragsstutzen innen in Förderrichtung konisch verjüngt und daß im Austragsstutzen ein Siebmantel mit Abstand zur Innenwand des Austragsstutzens eingesetzt ist. Ergänzend hierzu kann vorgesehen werden, daß sich der Siebmantel in Förderrichtung konisch erweitert. Hierdurch wird bei schonendem Transport der Massenteile zugleich das Verschleppen von Behandlungsflüssigkeit mit den Massenteilen weiter reduziert. Während der mit Abstand von der Innenwand des Austragsstutzens angeordnete Siebmantel ein verlängertes Abtropfen von Behandlungsflüssigkeit im Bereich des Austragsstutzens ermöglicht, wird durch die innenkonische Form des Austragsstutzens ein Rücklaufen der Behandlungsflüssigkeit in die Behandlungstrommel erzwungen. Wenn auch der Siebmantel konisch ist, und zwar in Gegenrichtung zum Austragsstutzen, wird der Transport der Massenteile in Förderrichtung erleichtert. Bevorzugt reicht hierbei die Innenbeschaufelung der Behandlungstrommel bis in den Austragsstutzen, vorzugsweise über seine gesamte Länge.
  • Weitere konstruktive Maßnahmen, die eine besonders schonende Behandlung bzw. einen besonders schonenden Transport fördern, bestehen darin, daß ein Einfüllstutzen an der Eintrittsöffnung vorgesehen ist, der sich innen in Förderrichtung konisch erweitert. Die vorgenannten konstruktiven Merkmale sind insbesondere für eine Behandlungsmaschine zum Lackieren vorteilhaft, bei der auf ein Zentrifugieren nach dem Auftrag der Behandlungsflüssigkeit, d.h. des Lackes, auf die Massenteile verzichtet wird oder nur mit mäßiger Drehzahl ein solches Zentrifugieren erfolgt.
  • Um während der Behandlungsphasen eine gleichmäßigere Verteilung des Schüttgutes und eine gleichmäßige Überspülung durch Behandlungsflüssigkeit zu erzielen, ist vorgesehen, daß die Achse der Behandlungstrommel horizontal liegt.
  • In bevorzugte Ausgestaltung ist vorgesehen, daß sich die Behandlungstrommel von der Einfüllseite bis zu einer Zwischenebene konisch erweitert und von der Zwischenebene bis zur Austragsseite zylindrisch ist.
  • Dadurch, daß sie Behandlungstrommel von der Eintrittsöffnung bis zu einer Zwischenebene E unbeschaufelt ist und sich von der Eintrittsöffnung bis zu dieser Zwischenebene E leicht konisch erweitert, wird sowohl beim drehenden Antreiben entgegen der Förderrichtung die Behandlung der Massenteile intensiviert als auch beim drehenden Antreiben in Förderrichtung zum Entleeren verhindert, daß einzelne Teile in Nähe der Eintrittsöffnung ankleben oder hängenbleiben. Von der Zwischenebene E bis zur Austragsöffnung ist die Behandlungstrommel mit einer ersten schneckengangartigen Beschaufelung versehen und rein zylindrisch. Auch hiermit wird vermieden, daß sich der vollständigen Entleerung in Förderrichtung irgendwelche Hindernisse entgegenstellen. Hiermit wird die Behandlung und der Transport aus der Be handlungstrommel heraus wesentlich schonender für das Schüttgut.
  • Eine bevorzugte konstruktive Ausgestaltung geht dahin, daß die Behandlungstrommel aus zumindest zwei jeweils rotationssymmetrischen Blechteilen zusammengesetzt ist. Hierbei ist es insbesondere günstig, wenn die Blechteile über Radialflansche miteinander verbunden werden können, z.B. verschweißt oder verschraubt werden können.
  • Nach einer weiteren Ausgestaltung, ist vorgesehen, daß die Blechtrommel einen durchbrochenen Mantel aufweist und in einer mit einer Flüssigkeit flutbaren Kammer angeordnet ist.
  • In der Regel ist die Kammer mit Behandlungsflüssigkeit – sei es Waschflüssigkeit oder Beschichtungsmittel – teilweise flutbar, die zum Behandeln in die Kammer eingebracht wird und die vor dem Weitertransport der Massenteile aus dieser entfernt wird. Die Kammer kann aber auch eine Sammelkammer für flüssiges Kühl- oder Schneidmittel sein, aus der dieses nur abgepumpt und gegebenenfalls zu einer Werkzeugmaschine zurückgeführt werden muß. Schließlich kann die Kammer eine mit einem Warmluftstrom beaufschlagbare Trockenkammer sein.
  • In weiterer Ausführung kann vorgesehen sein, daß die Kammer über eine Pumpe und einen Rücklauf mit einem tieferliegenden Flüssigkeitstank verbunden ist. Dieser kann unabhängig von der Maschine installiert sein oder integraler Bestandteil der Maschine sein, wobei der Tank insbesondere unterhalb der Kammer angeordnet ist.
  • Eine bevorzugte Möglichkeit besteht darin, innerhalb der Kammer eine anhebbare und absenkbare Flüssigkeitswanne anzuordnen, in die der untere Teil der Behandlungstrommel mittels der Bewegungen der Flüssigkeitswanne eintauchbar ist. Diese Flüssigkeitswanne kann dabei auf einer Seite der Behandlungstrommel in einer parallel zur Trommelachse liegenden Schwenkachse gelagert sein und auf der anderen Seite der Trommel mit einem Hubzylinder betätigt werden.
  • Die letztgenannte Ausführung ist besonders für Verfahren zum Beschichten der Massenteile geeignet, wobei dies ein Lackieren einschließt, da hiermit ein ständiges Umpumpen der höherviskosen Flüssigkeit nicht notwendig wird.
  • Weiterhin wird vorzugsweise vorgesehen, daß die Behandlungstrommel in umfangsverteilten Laufrollen, insbesondere auf dem Einfüllstutzen und dem Austragsstutzen gelagert ist. Bei innenkonischer Form müssen Einfüllstutzen und Austragsstutzen hierbei doppelwandig ausgeführt werden. Die Behandlungstrommel kann über einen Kettentrieb angetrieben werden, der beispielsweise auf als Reibrollen wirkende Laufrollen einwirken kann.
  • Es wird hiermit eine einfach aufgebaute Maschine vorgeschlagen, die sich durch eine einfache Verfahrensführung auszeichnet. Die Massenteile können als Schüttgut über eine festinstallierte Schütte, die in einen Einfüllstutzen an der Behandlungstrommel mündet, über die Einfüllöffnung in die Behandlungstrommel eingebracht werden. Die Behandlungstrommel wird zur Behandlung der Massenteile so in einer ersten Drehrichtung angetrieben, daß die Beschaufelung die Massenteile jeweils zur Einfüllseite verdrängt, so daß ein ständiges Umwälzen der Teile in der Behandlungstrommel erfolgt.
  • Der vorwiegende Anwendungsfall der erfindungsgemäßen Maschine ist die Behandlung von Massenteilen in der mit Behandlungsflüssigkeit teilweise gefluteten Kammer, in die die Behandlungstrommel eintaucht. Nach der Behandlung in einer Behandlungsflüssigkeit kann die stehende Flüssigkeit aus der Kammer abgepumpt werden bzw. abgelassen werden und die noch an den Massenteilen anhaftende Behandlungsflüssigkeit bei erhöhter Drehzahl der Behandlungstrommel abgeschleudert werden. Daran anschließend wird die Drehrichtung umgekehrt und die schneckengangartig vom Trommelmantel bis in die Austragsöffnung geführte Beschaufelung fördert die Massenteile aus der Behandlungstrommel in einen anschließenden Austragsstutzen, aus dem die Teile in eine anschließende Schütte oder ein entsprechendes Transportbehältnis fallen. Die erfindungsgemäße Maschine hat also keine beweglichen Mittel zum regelmäßigen Öffnen, Beschicken, Schließen, Verriegeln, sondern läßt sich auf äußerst einfache Art durch Drehrichtungsumkehr befüllen und entleeren. Hiermit ist es wirtschaftlich vertretbar, auch besonders kleine Einheiten herzustellen, die unmittelbar dort zum Einsatz kommen können, wo die genannte Verölung oder Verschmutzung der Massenteile stattfindet, so daß die Logistik im Fertigungsablauf der Teile wesentlich vereinfacht werden kann. Dies schließt solche Anwendungen ein, bei denen im Fertigungsablauf einer in-line-Verkettung von Bearbeitungsmaschinen jeweils abwechselnd eine Maschine zur spanlosen Umformung oder mechanischen Bearbeitung und eine erfindungsgemäße Maschine zum Behandeln aufeinanderfolgen. Günstig ist hierbei die Trennung vom Einfüllseite und Austragsseite an den erfindungsgemäßen Maschinen, die einen verbesserten Materialfluß ermöglicht.
  • Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Maschine ist in den Zeichnungen dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.
  • 1 zeigt eine erfindungsgemäße Maschine im vertikalen Längsschnitt durch die Mittelachse der Behandlungstrommel;
  • 2 zeigt die erfindungsgemäße Maschine nach 1 im horizontalen Längsschnitt durch die Mittelachse der Behandlungstrommel;
  • 3 zeigt die Maschine nach den 1 und 2 in einem vertikalen Querschnitt durch die Zwischenebene der Behandlungstrommel.
  • In 1 ist eine erfindungsgemäße Maschine 11 gezeigt, die ein Maschinengestell 12 aufweist, in dem zentral mit noch näher zu beschreibenden Mitteln eine Behandlungstrommel 13 mit horizontaler Achse A drehbar gelagert ist. Die Behandlungstrommel 13 weist eine Eintrittsöffnung 14 auf, an der ein Einfüllstutzen 15 ansetzt, und eine Austragsöffnung 16, an der ein Austragsstutzen 17 ansetzt. Zum Beschicken der Behandlungstrommel 13 ist eine erste Schütte 18 vorgesehen, die in den Einfüllstutzen 15 hineinreicht; eine zweite Schütte 19 zum Entleeren schließt sich an den Austragsstutzen 17 an. Der Einfüllstutzen 15 ist außen zylindrisch und dient der Lagerung der Behandlungstrommel 13, während er sich auf seiner Innenseite in Förderrichtung konisch erweitert, so das der Materialfluß innerhalb des Einfüllstutzens 15 gefördert wird und keine Rückstaue möglich sind. Die Behandlungstrommel 13 ist von der Eintrittsöffnung 14 bis zu einer Zwischenebene E unbeschaufelt und erweitert sich von der Eintrittsöffnung 14 bis zu dieser Zwischenebene E leicht konisch. Hiermit wird sowohl beim drehenden Antreiben entgegen der Förderrichtung die Behandlung der Massenteile intensiviert als auch beim drehenden Antreiben in Förderrichtung zum Entleeren verhindert, daß einzelne Teile in Nähe der Eintrittsöffnung 14 ankleben oder hängenbleiben. Von der Zwischenebene E bis zur Austragsöffnung 16 ist die Behandlungstrommel 13 rein zylindrisch und mit einer Außenbeschaufelung 22 und einer Innenbeschaufelung 23 bestückt. Auch hiermit wird vermieden, daß sich der vollständigen Entleerung in Förderrichtung irgendwelche Hindernisse entgegenstellen. Der Austragsstutzen 17 ist außen ebenfalls zylindrisch und dient in gleicher Weise wie der Einfüllstutzen 15 der Lagerung der Behandlungstrommel 13. Auf der Innenseite ist der Austragsstutzen 17 dagegen konisch in Förderrichtung verjüngt, was einem ungehinderten Materialabfluß an sich entgegensteht, hier jedoch dem Rücklauf von Behandlungsflüssigkeit in die Behandlungstrommel 13 dient. Um gleichzeitig einen ungehinderten Austrag der Massenteile in Förderrichtung zu ermöglichen, ist der Austragsstutzen 17 mit einem innenliegenden Siebmantel 20 versehen, der mit radialem Abstand im Austragsstutzen 17 mittels Abstandshaltern 21 angeordnet ist und der sich in Förderrichtung konisch erweitert. In dieser Weise befördert der Siebmantel 20 den Materialabfluß in Förderrichtung ähnlich dem Einfüllstutzen 15, wobei jedoch noch anhaftende Behandlungsflüssigkeit von den Massenteilen innerhalb des Austragsstutzens 17 abtropfen kann und in die Behandlungstrommel 13 zurückgeführt wird. Während im zylindrischen Teil der Behandlungstrommel 13 die Außenbeschaufelung 22 erkennbar ist, die notwendig bis zum Zylindermantel reicht, ist erkennbar daß sich die Innenbeschaufelung 23 schneckengangförmig bis in den Austragsstutzen 17, das heißt innerhalb des Siebmantels 20 fortsetzt, die dem Innendurchmesser des Siebmantels 20 angepaßt ist. Die Behandlungstrommel 13 setzt sich aus einem ersten konischen Blechteil 24 mit Boden und einem zweiten zylindrischen Blechteil 25 mit Boden zusammen, die über eine Flanschverbindung 26 miteinander verschraubt sind. Zumindest die Mantelteile der Behandlungstrommel 13 sind aus durchbrochenem Material, ohne daß dies näher dargestellt ist. Die Behandlungstrommel 13 ist jeweils auf den Einfüll- und Austragsstutzen 15, 17 mittels dreier Anordnungen von umfangsverteilten Laufrollen 27, 28 radial gelagert, wodurch eine verschmutzungs unempfindliche und geräuscharme Lagerung gewährleistet ist. Die axiale Fixierung der Behandlungstrommel 13 erfolgt durch ein Laufrollenpaar 29, das einen Radialflansch 30 außen auf dem Einfüllstutzen 15 beidseitig führt. Hiermit können Wärmedehnungen der Behandlungstrommel unter Einfluß von erhöhten Behandlungstemperaturen problemlos durch die Rollenanordnungen 27, 28 ausgeglichen werden. Der drehende Antrieb der Behandlungstrommel 13 erfolgt durch einen Antriebsmotor 31, der über einen Riementrieb 32 eine Antriebswelle 33 antreibt, deren Antriebsrollen 34, 35 mittelbar oder unmittelbar auf jeweils eine der Laufrollen 27, 28 zum Antrieb der Behandlungstrommel 13 einwirken. Die Behandlungstrommel 13 ist in einer Behandlungskammer 36 weitgehend gekapselt, an der ein Ablauf 37 mit einem Absperrhahn 38 erkennbar ist. Ebenso ist ein Zulauf 39 in der Behandlungskammer 36 erkennbar. Die Behandlungskammer 36 setzt sich im einzelnen aus einer Flüssigkeitswanne 40 und einer Haube 41 zusammen, die nach oben zu Wartungszwecken wegschwenkbar ist. Die Behandlungstrommel 13 ist gegenüber der Behandlungskammer 36 an den Durchtritten von Einfüllstutzen 15 und Austragsstutzen 17 durch Labyrinthdichtungen 42, 43 abgedichtet.
  • In 2 sind gleiche Einzelheiten wie in 1 mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet, auf die vorangehende Beschreibung wird in soweit Bezug genommen. Auch hier ist die Maschine 11 mit dem Maschinengestell 12 mit den bereits genannten Einzelheiten erkennbar. Es wird deutlich, wie die erste Schütte 18 in den Einfüllstutzen 15 hineinreicht und insoweit an deren Innendurchmesser angepaßt sein muß, gleichzeitig wird erkennbar, daß die zweite Schütte 19 den Austragsstutzen 17 mit größerer Breite unterfaßt. Gleichfalls wird deutlich, das die Haube 41 in die Flüssigkeitswanne 40 eintaucht, womit bei einem Eintauchen des unteren Randes der Haube 41 unter ein Flüssigkeitsniveau eine vollständige Abdichtung über die Labyrinthdichtungen 42, 43, die mit der Haube 41 verbunden sind, sichergestellt ist. Es wird schließlich erkennbar, daß die im Siebmantel 20 liegende innere Beschaufelung 23 bereits im Blechteil 25 der Behandlungstrommel 13 beginnt und eine ergänzende Außenbeschaufelung 22 daran außen tangential angesetzt ist, die noch näher zu erläutern sein wird. In dieser Darstellung ist erkennbar, daß die Flüssigkeitswanne 40 mit einer horizontalen Schwenkachse 44 seitlich in Höhe der Trommelachse versehen ist und daß ein vertikaler Hubzylinder 45 zum schnellen Eintauchen der Be handlungstrommel in Behandlungsflüssigkeit und zum schnellen relativen Ausheben der Behandlungstrommel 13 aus der Behandlungsflüssigkeit auf der Gegenseite angebracht ist. Hierzu wird im einzelnen auf die 3 verwiesen.
  • In 3 sind gleiche Einzelheiten mit gleichen Bezugsziffern wie in den 1 und 2 versehen; auf die vorangehende Beschreibung wird insoweit Bezug genommen. Auch hier ist grundsätzlich die Maschine 11 mit ihrem Maschinengestell 12 und der Behandlungstrommel 13 erkennbar. Im Maschinengestell 12 ist der Antriebsmotor 31 mit dem Riementrieb 32 erkennbar. In dieser Ansicht ist deutlicher die Innenbeschaufelung 22 sichtbar, deren Außendurchmesser etwa den Durchmesser der Austrittsöffnung 16 hat und die sich in den Austragsstutzen 17 fortsetzt, sowie die Außenbeschaufelung 23, die aus tangentialen Ergänzungen zu der Innenbeschaufelung 22 besteht und bis zum Innendurchmesser des Blechteils 25 der Behandlungstrommel 13 reicht. An der Außenbeschaufelung 23 sind Stützbleche 46 erkennbar. Bei linksdrehender Drehung der Behandlungstrommel 13 werden die Massenteile von der Beschaufelung 23 zurück in den Konusabschnitt 24 der Behandlungstrommel 13 vor der Zwischenebene E geführt; bei rechtsdrehender Drehung der Behandlungstrommel 13 werden die Massenteile von der Außenbeschaufelung 22 auf den Durchmesser der Innenbeschaufelung 22 gehoben und von dieser schneckenartig durch den Austragsstutzen 17 aus der Behandlungstrommel 13 entleert. Auch hier ist erkennbar, daß die Behandlungskammer 36 sich aus der Flüssigkeitswanne 40 und der Haube 41 zusammensetzt, wobei die Haube 41 bis tief in die Flüssigkeitskammer 40 und damit insbesondere unter das Flüssigkeitsniveau während einer Behandlungsphase reicht. Die Flüssigkeitswanne 40 ist in ihrer höchsten Position zur Flüssigkeitsbehandlung dargestellt. An der Flüssigkeitswanne 40 ist über eine Blechlasche 47 der Hubkolben 48 des Hubzylinders 45 befestigt. Wird der Hubkolben 48 zurückgezogen, senkt sich die Flüssigkeitswanne 40, so daß das Flüssigkeitsniveau unter die Unterkante der Behandlungstrommel 13 fällt. Durch höhere Drehgeschwindigkeit kann dann ein Abschleudervorgang für die Behandlungsflüssigkeit aus der Behandlungstrommel 13 erfolgen bevor schließlich die Drehrichtung umgekehrt wird und die Massenteile durch den Austragsstutzen 17 entleert werden. Hierbei tropft weitere Behandlungsflüssigkeit oder restliche Behandlungsflüssigkeit in den Siebmantel 20 ab und wird durch den erfindungsgemäßen Austragsstutzen 17 zu rückgeführt. An der Haube 41 befindet sich ein Handgriff 49, um die ebenfalls schwenkbare Haube 41 zu Wartungszwecken nach oben wegzuschwenken.
  • 11
    Maschine
    12
    Maschinengestell
    13
    Behandlungstrommel
    14
    Eintrittsöffnung
    15
    Einfüllstutzen
    16
    Austragsöffnung
    17
    Austragstutzen
    18
    Schütte
    19
    Schütte
    20
    Siebmantel
    21
    Abstandshalter
    22
    Außenbeschaufelung
    23
    Innenbeschaufelung
    24
    Blechteil (konisch)
    25
    Blechteil (zylindrisch)
    26
    Flanschverbindung
    27
    Laufrolle
    28
    Laufrolle
    29
    Laufrollenpaar
    30
    Radialflansch
    31
    Antriebsmotor
    32
    Riementrieb
    33
    Antriebswelle
    34
    Antriebsrolle
    35
    Antriebsrolle
    36
    Behandlungskammer
    37
    Ablauf
    38
    Absperrhahn
    39
    Zulauf
    40
    Flüssigkeitswanne
    41
    Haube
    42
    Labyrinthdichtung
    43
    Labyrinthdichtung
    44
    Schwenkachse
    45
    Hubzylinder
    46
    Stützblech
    47
    Blechlasche
    48
    Hubkolben
    49
    Handgriff
    A
    Achse
    E
    Zwischenebene

Claims (14)

  1. Maschine (11) zum Behandeln von Schüttgut aus industriellen Massenteilen, mit einer Behandlungstrommel (13), die mit liegender Achse A angeordnet ist und in beiden Drehrichtungen um diese Achse A antreibbar ist, wobei die Behandlungstrommel (13) eine ständig offene koaxiale Eintrittsöffnung (14) und eine ständig offene koaxiale Austragsöffnung (16) hat und die Behandlungstrommel (13) eine innere schneckengangartige Beschaufelung (22, 23) hat, die zumindest bis an die Austragsöffnung (16) heranreicht, und die in der ersten Drehrichtung der Behandlungstrommel (13) das Schüttgut in der Behandlungstrommel (13) umschichtet und in der zweiten Drehrichtung der Behandlungstrommel (13) das Schüttgut durch die Austragsöffnung (16) fördert, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Austragsöffnung (16) ein Austragsstutzen (17) anschließt, der sich innen in Förderrichtung konisch verjüngt und in dem ein Siebmantel (20) mit Abstand zur Innenwand des Austragsstutzens (17) eingesetzt ist.
  2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Siebmantel (20) in Förderrichtung konisch erweitert.
  3. Maschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschaufelung (22, 23) in den Austragsstutzen (17) hineinreicht.
  4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungstrommel (13) einen durchbrochenen Mantel aufweist und in einer mit einer Behandlungsflüssigkeit flutbaren Behandlungskammer (36) angeordnet ist.
  5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in die Behandlungskammer (36) eine höhenverstellbare Flüssigkeitswanne (40) eingesetzt ist, in die die Behandlungstrommel (13) eintauchbar ist.
  6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitswanne (40) um eine horizontale Schwenkachse (44) schwenkbar ist.
  7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Behandlungstrommel (13) von der Einfüllseite bis zu einer Zwischenebene E konisch erweitert und von der Zwischenebene E bis zur Austragsseite zylindrisch ist.
  8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschaufelung (22, 23) sich von der Zwischenebene E an erstreckt.
  9. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungstrommel (13) aus zwei jeweils rotationssymmetrischen Blechteilen (24, 25) zusammengesetzt ist.
  10. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Blechteile (24, 25) über Flanschverbindungen (26) miteinander verbunden sind.
  11. Maschine nach einem der Anprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Einfüllstutzen (15) an der Eintrittsöffnung (14) vorgesehen ist, der sich innen in Förderrichtung konisch erweitert.
  12. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungstrommel (13) in einer Mehrzahl von in zumindest zwei Ebenen angeordneten umfangsverteilten Laufrollen (27, 28) gelagert ist.
  13. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungstrommel (13) auf dem Einfüllstutzen (15) und dem Austragsstutzen (17) gelagert ist.
  14. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Einfüllstutzen (15) und der Austragsstutzen (17) außen zylindrisch sind.
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