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DE102006045348A1 - Bodenverdichtungsgerät - Google Patents

Bodenverdichtungsgerät Download PDF

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DE102006045348A1
DE102006045348A1 DE200610045348 DE102006045348A DE102006045348A1 DE 102006045348 A1 DE102006045348 A1 DE 102006045348A1 DE 200610045348 DE200610045348 DE 200610045348 DE 102006045348 A DE102006045348 A DE 102006045348A DE 102006045348 A1 DE102006045348 A1 DE 102006045348A1
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vibration
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Albertus Krings
Reiner Schulz
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AMMANN VERDICHTUNG GmbH
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AMMANN VERDICHTUNG GmbH
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    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
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    • E02D3/02Improving by compacting
    • E02D3/046Improving by compacting by tamping or vibrating, e.g. with auxiliary watering of the soil
    • E02D3/074Vibrating apparatus operating with systems involving rotary unbalanced masses
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C19/00Machines, tools or auxiliary devices for preparing or distributing paving materials, for working the placed materials, or for forming, consolidating, or finishing the paving
    • E01C19/22Machines, tools or auxiliary devices for preparing or distributing paving materials, for working the placed materials, or for forming, consolidating, or finishing the paving for consolidating or finishing laid-down unset materials
    • E01C19/30Tamping or vibrating apparatus other than rollers ; Devices for ramming individual paving elements
    • E01C19/34Power-driven rammers or tampers, e.g. air-hammer impacted shoes for ramming stone-sett paving; Hand-actuated ramming or tamping machines, e.g. tampers with manually hoisted dropping weight
    • E01C19/38Power-driven rammers or tampers, e.g. air-hammer impacted shoes for ramming stone-sett paving; Hand-actuated ramming or tamping machines, e.g. tampers with manually hoisted dropping weight with means specifically for generating vibrations, e.g. vibrating plate compactors, immersion vibrators

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Bodenverdichtungsgerät (1), das ein Bodenkontaktelement (2) in Form einer Bodenplatte und einen fest damit verbundenen Schwingungserreger (11) sowie einen über Feder-/Dämpferelemente mit dem Bodenkontaktelement (2) verbundenen Oberwagen (3) aufweist. Der Oberwagen (3) ist mit einem Antriebsmotor für den Schwingungserreger (11) versehen, wobei der Antriebsmotors über eine Kraftübertragungseinrichtung mit dem Schwingungserreger (11) verbunden ist. Um die Geräuschemission, die von dem Schwingungserreger (11) verursacht werden, zu reduzieren, wird eine Lärmschutzabdeckung (10) vorgeschlagen, die mindestens eine körperschallemittierende Oberfläche des Schwingungserregers (11) abdeckt.

Description

  • Einleitung
  • Die Erfindung betrifft ein Bodenverdichtungsgerät, insbesondere eine Vibrations- oder Rüttelplatte, mit einem Bodenkontaktelement, insbesondere einer Bodenplatte, und einem damit verbundenen oder darin integrierten Schwingungserreger sowie einem über Feder-/Dämpferelemente mit dem Bodenkontaktelement verbundenen Oberwagen, der mit einem Antriebsmotor für den Schwingungserreger versehen ist, wobei der Antriebsmotor über eine Kraftübertragungseinrichtung mit dem Schwingungserreger verbunden ist.
  • Stand der Technik
  • Derartige Vibrationsplatten oder Rüttelplatten sind seit geraumer Zeit allgemein bekannt und werden insbesondere dazu verwendet, auf kleineren bzw. mittelgroßen Flächen den Boden durch Einbringung von Schwingungsenergie zu verdichten. Als Antriebsmotor finden insbesondere Verbrennungsmotoren Verwendung, die über eine mechanisch wirkende (Fliehkraft-)Kupplung und einen Riementrieb mit dem Schwingungserreger gekoppelt sein können. Alternativ hierzu ist es insbesondere bei größeren Geräten auch üblich, dass der Verbrennungsmotor eine Hydraulikpumpe antreibt, deren Druckleitung sodann zu einem auf der Bodenplatte angeordneten und dort mit dem Schwingungserreger verbundenen Hydraulikmotor führt. Bei dem Schwingungserreger handelt es sich um eine Mehrzahl insbesondere über Zahnräder miteinander gekoppelter, gegenläufig synchron zueinander rotierender Unwuchtwellen (verbreitet sind so genannte Zweiwellenerreger und so genannte Dreiwellenerreger). Durch geeignete Verschwenkung der Unwuchtmassen relativ zu der zugeordneten Welle lässt sich der resultierende Unwuchtsummenvektor derart beeinflussen, dass sich wahlweise Vorwärtsfahrt, Rückwärtsfahrt oder eine Verdichtung im Stillstand ergibt. Bei geteilter Anordnung der Unwuchtmassen pro Unwuchtwelle und getrennter Verstellbarkeit derselben zueinander lassen sich auch Lenkbewegungen des Verdichtungsgeräts erzeugen, was insbesondere bei großen Geräten die Handhabung erleichtert bzw. erst die Fernsteuerung von Geräten ermöglicht.
  • Trotz der insgesamt sehr bewährten Konstruktion der bekannten Bodenverdichter entwickelt sich das von den Geräten im Verdichtungsbetrieb emittierte Geräusch zunehmend als Problem. Die Lärmemission kann dabei zum einen zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung der bedienenden Person, die sich häufig in allernächster Nähe zu dem Gerät befindet, führen. Zum Anderen wird der Betrieb von Verdichtungsgeräten, insbesondere bei einem Einsatz in bewohntem Gebiet, wie beispielsweise engen Straßen im innerstädtischen Bereich, zunehmend als Belästigung für die Anwohner bzw. Passanten empfunden. In der Vergangenheit ist daher bereits auf unterschiedlichste Weise versucht worden, die Geräuschemission von Bodenverdichtungsgeräten zu reduzieren:
    In Verbindung mit Stampfgeräten zur Bodenverdichtung, bei denen eine sehr viel geringere Arbeitsfrequenz als bei Vibrationsplatten vorliegt, ist gemäß der DE 35 32 174 A1 versucht worden, die am unteren Ende des Stampffußes angeordnete Stampfplatte zumindest auf der Bodenkontaktseite aus verschleißfestem Kunststoff herzustellen. Dabei kann der Kunststoff entweder als kontaktseitige Decklage aus einer im Übrigen aus metallischem Material bestehenden Stampfplatte aufgebracht sein. Alternativ ist aber auch vorgeschlagen worden, dass der Stampffuß insgesamt aus einer Stampfplatte aus verschleißfestem Kunststoff mit eingebetteter Stahlarmierung besteht. In beiden vorgenannten Fällen soll in Folge der im Vergleich mit Metall erheblich größeren Nachgiebigkeit des Kunststoffes eine zeitliche Streckung der Energieeinleitungsphase, d.h. eine längere Verweildauer der Stampfplatte beim Aufschlag auf das zu verdichtende Material und damit eine verbesserte Verdichtung, bewirkt werden. Die somit aufgrund des Kunststoffmaterials erzielbare Minderung der Schallemission soll somit sogar noch eine Verbesserung des Wirkungsgrads des bekannten Geräts zur Folge haben.
  • Eine ähnliche Entwicklung wie die DE 35 32 174 A1 für Stampfgeräte beschreibt die DE 43 07 993 A1 für Vibrationsplatten. Auch hier ist bei der Bodenplatte eine Kombination aus einem Stahlteil mit einem Kunststoffteil vorgesehen. Im Unterschied zu dem zuvor beschriebenen Stampfgerät ist in diesem Fall jedoch zur Erzielung einer hinreichenden Verschleißfestigkeit die Unterseite der Bodenplatte von einer Stahlplatte gebildet. Darüber befindet sich eine Kunststoffplatte, die zur Gewährleistung einer hinreichenden Festigkeit mit einer Mehrzahl von Rippen versehen und außerdem als Hohlkörper ausgebildet ist.
  • Auch mit dem wie vorstehend beschriebenen Kunststoff-Stahl-Kombinationsbauteil als Bodenplatte konnten die Anforderungen an die Geräuschreduzierung nicht zur Zufriedenheit erfüllt werden.
  • Aus der DE 202 04 439 U1 ist es des Weiteren bekannt, eine mit Hohlkammern versehene metallische Bodenplatte eines Verdichtungsgeräts mit einem Integralschaum zu füllen. Der Schaum wird über eine verschließbare Öffnung in der gusstechnisch hergestellten Bodenplatte im noch flüssigen Zustand des Schaums eingeführt, wobei sodann eine Expansion des Schaums und nach möglichst vollständigem Ausfüllen der Hohlkammern dessen Aushärtung erfolgt. Eine Geräuschverminderung tritt in diesem Falle deshalb ein, weil nach dem Ausfüllen mit dem Integralschaum die Hohlkammern den abgestrahlten Körperschall durch Weiterleitung in Form von Luftschall nicht mehr an die Umgebung abgeben können.. Außerdem soll durch die nur sehr geringe Kosten hervorrufende Ausschäumung ein zuverlässiger Schutz gegen Schmutz- und Wassereintritt in die Hohlkammern erreicht werden. Im Ergebnis ist jedoch festzustellen, dass die Lärmemission durch die vorstehend genannten Maßnahmen nur geringfügig vermindert wurde.
  • Aufgabe
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bodenverdichter, insbesondere eine Vibrationsplatte oder Rüttelplatte, der eingangs beschriebenen Art derart weiterzuentwickeln, dass die Geräuschemission merklich reduziert wird.
  • Lösung
  • Ausgehend von einem Bodenverdichtungsgerät der eingangs beschriebenen Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß gelöst durch eine Lärmschutzabdeckung, die mindestens eine körperschallemittierende Oberfläche des Schwingungserregers abdeckt.
  • Die Lärmemission bei einem im Betrieb befindlichen Bodenverdichtungsgerät rührt ungefähr zu gleichen Anteilen aus den drei nachfolgend genannten Emissionsquellen:
    Zum einen trägt das Arbeitsgeräusch, d.h. das periodische Aufschlagen der Bodenplatte auf das zu verdichtende Material und das Geräusch beim Verdichten der Materialpartikel selbst, zur Gesamtemission bei. Sofern hier von metallischem Material auf der Unterseite der Bodenplatte Gebrauch gemacht werden soll, was aus Verschleißgründen sehr sinnvoll ist, ergeben sich beim Arbeitsgeräusch wenig Möglichkeiten für eine effektive Geräuschreduzierung.
  • Eine weitere, maßgeblich auf das Gesamtgeräusch Einfluss nehmende Emissionsquelle stellt der fast ausschließlich als Verbrennungsmotor ausgeführte Antriebsmotor dar. Insbesondere das Laufgeräusch von den aus Effizienzgründen überwiegend eingesetzten, direkt einspritzenden Dieselmotoren ist laut und wird subjektiv als "hart" bzw. "nagelnd" empfunden. Zur Reduzierung der Geräuschemission des Verbrennungsmotors sind in der Vergangenheit bei Bodenverdichtungsgeräten vielfältige Bemühungen unternommen worden, deren Auswirkungen unmittelbar jedoch nur durch den Motorhersteller und nur mittelbar durch den Hersteller des Verdichtungsgerätes beeinflussbar sind.
  • Die Erfindung beruht nunmehr darauf, dass als weitere sehr maßgebliche Geräuschquelle der Schwingungserreger ausgemacht wurde, was aufgrund der gleichformigen rein rotorischen Drehbewegung der darin befindlichen Unwuchtwellen auf den ersten Blick sehr überraschend erscheint. Messungen haben jedoch ergeben, dass die Schwingungserreger herkömmlicher Bodenverdichtungsgeräte einem nicht unerheblichen Teil zur Gesamtgeräuschemission beitragen, sodass es sich hierbei um eine Quelle handelt, deren Reduzierung einen nicht unerheblichen Einfluss auf den gesamten Schallleistungspegel des Gerätes hat.
  • Gemäß der Erfindung wird nunmehr mit Maßnahmen an freien Oberflächen des Schwingungserregers angesetzt, d.h. dessen äußere Form sowie dessen innerer Aufbau können somit unverändert beibehalten werden, wodurch größere Kosten bei der Umsetzung der erfindungsgemäß vorgesehenen Maßnahmen nicht entstehen. Unter "körperschallemittierenden Oberflächen" des Schwingungserregers sind dabei insbesondere die Flächen zu verstehen, an denen der Schwingungserreger nicht mit der Bodenplatte in Verbindung steht und wo direkt von den "freien" Oberflächen des Schwingungserregers Schall abgestrahlt wird. Dabei kann der Schwingungserreger als komplett eigenständige Baugruppe mit der Bodenplatte verbunden, insbesondere verschraubt werden. Es ist aber des Weiteren mög lich, dass die Unterseite des Schwingungserregers von der Bodenplatte gebildet wird. In diesem Fall wird der im Inneren des Schwingungserregers befindliche Hohlraum, in dem die Unwuchtwellen in einem Ölbad umlaufen, erst durch die dichte Verbindung zwischen Bodenplatte und dem übrigen Gehäuse des Schwingungserregers verschlossen.
  • Mit der erfindungsgemäßen Lärmschutzabdeckung des Schwingungserregers konnte – trotz der prinzipiellen Einfachheit dieser Lösung – eine beträchtliche Reduzierung der gesamten Geräuschemission, typischerweise um einige dB(A), erzielt werden, was aufgrund der logarhythmischen Skalierung eine sehr deutlich spürbare Geräuschabsenkung darstellt.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung deckt die Lärmschutzabdeckung dem Oberwagen zugewandte Oberflächen des Schwingungserregers ebenso ab, wie sie umlaufend seitliche Oberflächen des Schwingungserregers überdeckt, die durch einen Spalt zwischen dem Oberwagen und dem Bodenkontaktelement sichtbar sind. Die Projektion der Lärmschutzabdeckung in die Ebene des Bodenkontaktelements überdeckt dabei vorzugsweise die gesamte Projektion des Schwingungserregers in die Ebene des Bodenkontaktelements. In vertikale Richtung bildet die Lärmschutzabdeckung dabei sinnvollerweise ein vollständig um die (vertikalen) Seitenflächen des Schwingungserregers umlaufendes Band.
  • Wenn die Lärmschutzabdeckung haubenförmig ist und eine innere Formgebung aufweist, die einem Negativ der Formgebung des Schwingungserregers in dessen freien Bereich entspricht, lässt sich mit einer einstückig und daher kostengünstig hergestellten Lärmschutzabdeckung nach Art einer "zweiten Haut" eine vollständige obere und seitliche Einhausung des Schwingungserregers erreichen, die zudem noch sehr einfach zu montieren ist, insbesondere bei einer elastischen Ausführungsform. Dabei ist die Lärmschutzabdeckung so ausgeformt, dass sie im Betrieb des Bodenverdichters nicht mit dem Oberwagen, insbesondere dessen Unterseite, in Berührung kommt, sodass dort ein Luftspalt verbleibt.
  • Besonders gute Ergebnisse bei der Geräuschreduzierung ließen sich feststellen, wenn die Lärmschutzabdeckung mit ihrer inneren Oberfläche vollflächig an der Oberfläche des Schwingungserregers anliegt. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, dass sich zwischen der inneren Oberfläche der Lärmschutzabdeckung und der Oberfläche des Schwingungserregers – zumindest abschnittsweise – ein Luftzwischenraum befindet.
  • Um ohne weitere Hilfsmittel einen festen Halt der Lärmschutzabdeckung an dem Schwingungserreger zu erhalten und somit die Wirksamkeit der Geräuschreduzierung auch im rauen Betrieb der Bodenverdichter über lange Betriebszeiten zu garantieren, kann die Lärmschutzabdeckung elastisch vorgespannt an dem Schwingungserreger bzw. dessen Oberfläche anliegen. Neben dem vorstehend beschriebenen leichten "Untermaß" der Lärmschutzabdeckung gegenüber den Maßen des Schwingungserregers kann eine weitere Verbesserung der Verbindung zwischen Lärmschutzabdeckung und Schwingungserreger auch dadurch erzielt werden, dass sich die aus elastischem Material bestehende Lärmschutzabdeckung in Hinterschneidungsbereiche des Schwingungserregers hinein erstreckt. Auf diese Weise wird ein besonders vorteilhafter Formschluss zwischen dem Schwingungserreger und der montierten Lärmschutzabdeckung erzielt. Sofern die Lärmschutzabdeckung einer Haubenform mit senkrecht zur Ebene des Bodenkontaktelements verlaufenden Abschnitten besitzt, ist aufgrund der vergleichsweise eingeengten Position zwischen der Oberseite des Schwingungserregers und der Unterseite des Oberwagens ein Herausfallen der Lärmschutzabdeckung ohnehin nicht vorstellbar.
  • Die Erfindung weiter ausgestaltend ist vorgesehen, dass die Lärmschutzabdeckung aus einem Kunststoffmaterial, vorzugsweise einem Kunststoffschaum, weiter vorzugsweise einem Polyurethan-(PU-)Schaum besteht, wobei das Schaummaterial sowohl an der inneren als auch der äußeren Oberfläche mit einer Haut versehen ist. Aufgrund der Haut wird die Empfindlichkeit der Oberfläche z.B. gegenüber einem Eindringen von Ölen und Fetten vermindert und gleichermaßen die Festigkeit gesteigert. Das Schaummaterial bewirkt mit seinen im Inneren befindlichen Poren eine verbesserte Schallabsorption. Das Schaummaterial sollte insbesondere geschlossenporig sein.
  • Wenn die Lärmschutzabdeckung an ihrer Oberseite und/oder an einer Seitenfläche mit einer Aussparung für den Durchtritt der Kraftübertragungseinrichtung und/oder einer Aussparung für eine Zugangsöffnung zum Inneren des Schwingungserregers versehen ist, kann die Abdeckung bzw. das Umschließen des Schwingungserregers durch die Lärmschutzab deckeng besonders vollständig sein, ohne Einschränkungen in der Funktionalität des Schwingungserregers hinnehmen zu müssen.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels eines Bodenverdichtungsgeräts in Form einer Vibrationsplatte, die in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert.
  • Es zeigt:
  • 1 eine perspektivische Ansicht eines Bodenverdichtungsgeräts in Form einer Vibrationsplatte,
  • 2 eine Explosionsdarstellung des Geräts nach 1,
  • 3 eine perspektivische Ansicht eines Bodenkontaktelements in Form einer Bodenplatte mit einem daran befestigten Schwingungserreger,
  • 4 wie 3 jedoch mit einer den Schwingungserreger einhausenden Lärmschutzabdeckung,
  • 5 eine perspektivische Darstellung der in 4 gezeigten Lärmschutzabdeckung und
  • 6 eine perspektivische Innenansicht der Lärmschutzabdeckung
  • Ein in 1 in perspektivischer Darstellung gezeigtes Bodenverdichtungsgerät 1 in Form einer Rüttelplatte besteht aus einem Bodenkontaktelement 2 und einem über eine Feder-Dämpfer-Einrichtung verbundenen Oberwagen 3, der mit einer Deichsel 4 zur Führung des Bodenverdichtungsgeräts 1 durch eine bedienende Person versehen ist. Der Oberwagen 3 umfasst eine Abdeckung 5 und im Wesentlichen einen Verbrennungsmotor, der über einen an seinem Ende einen Handgriff 6 tragenden Seilzug manuell gestartet wird. Oberhalb des Verbrennungsmotors befindet sich ein Tank 7 zur Kraftstoffversorgung des Verbren nungsmotors. Der Oberwagen 3 weist des Weiteren noch einen gekrümmt verlaufenden Rohrrahmen 8 auf, der als Stoßschutz für den Oberwagen 3 und die darunter liegenden Aggregate dient. Ferner weist der Oberwagen 3 an seinem unteren Randbereich eine umlaufende Schürze 9 auf, die einen Spaltbereich zwischen dem Oberwagen 3 und dem plattenförmigen Bodenkontaktelement 2 teilweise verdeckt.
  • Die Explosionsdarstellung gemäß den 2a bis 2c zeigt, wie der Oberwagen 3 in Bezug auf das Bodenkontaktelement 2 angeordnet ist und wie sich zwischen diesen beiden Bauteilen eine Lärmschutzabdeckung 10 befindet, die sich jedoch in der gezeigten Position nicht in ihrer Einsatzstellung befindet. Die Lärmschutzabdeckung 10 ist in den 5 und 6 im Detail dargestellt.
  • Anhand der 3, bei der es sich um eine vergrößerte Darstellung des Bodenkontaktelements 2, d.h. im vorliegenden Fall einer als Stahlgussteil hergestellten Bodenplatte, handelt, lässt sich erkennen, dass mit dem Bodenkontaktelement 2 ein Schwingungserreger 11 verbunden ist. Schwingungserreger 11 und Bodenkontaktelement 2 sind mit Hilfe von sechs Gewindeschrauben 12 miteinander verschraubt. Der Schwingungserreger 11 weist in seinem Inneren zwei nicht sichtbare Unwuchtwellen auf, deren Drehachsen 13 und 14 durch strichpunktierte Linien veranschaulicht sind. Derartige Zwei-Wellen-Schwingungserreger sind allgemein bekannt und sollen daher an dieser Stelle nicht weiter erläutert werden. Der Antrieb des Schwingungserregers 11 erfolgt über einen nicht gezeigten Keilriemen, der zum einen auf einer Keilriemenscheibe auf der Welle mit der Drehachse 13 und zum anderen auf einer Keilriemenscheibe auf der Ausgangswelle des Verbrennungsmotors läuft. In dem Spaltbereich zwischen Oberwagen 3 und Bodenkontaktelement 2 befindet sich zum Schutz des Keilriemens gegen eindringende Fremdkörper ein Keilriemenschutz 15 in Form eines Blechkanals. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich fluchtend mit der Drehachse 13 ein hydrostatischer Verstellzylinder 16, mit dem während des Verdichtungsbetriebs stufenlos zwischen "Vorwärtsfahrt", "Rückwärtsfahrt" und "Stillstand" umgeschaltet werden kann.
  • Der mit dem Bodenkontaktelement 2 verschraubte Gehäuseblock des Schwingungserregers 11 weist an seiner Unterseite eine Öffnung auf, die in Verbindung mit angepassten Dicht flachen auf der Oberseite des Bodenkontaktelements 2 bei der Verschraubung der beiden Bauteile miteinander abgedichtet wird. In der bekannten Weise befindet sich im Inneren des aus Metallguss bestehenden Gehäuses des Schwingungserregers 11 ein Ölbad. Der Ölstand im Schwingungserreger 11 kann durch eine entsprechende Zugangsöffnung kontrolliert werden; ebenso ist bedarfsweise das Nachfüllen von Öl möglich.
  • In der Nähe der vier in hochgewölbten Randbereichen befindlichen, leicht abgerundeten Ecken 17 des Bodenkontaktelements 2 befinden sich gusstechnisch angeformte und jeweils mir einem Langloch 18 versehene Konsolen 19. Diese Konsolen 19, dienen zur Abstützung von nicht gezeigten Feder-/Dämpfungselementen, die sich auf ihren den Konsolen 19 gegenüberliegenden Seiten an entsprechenden Stützflächen an der Unterseite des Oberwagens 3 abstützen. Durch entsprechende Auswahl der Feder-/Dämpfungselemente lässt sich das gewünschte Schwingungsverhalten zwischen Oberwagen 3 und Bodenkontaktelement 2 erzielen.
  • Aus 4 ist ersichtlich, wie die Lärmschutzabdeckung 10 sich in ihrer Montagestellung um die freien Oberflächen des Schwingungserregers 11 erstreckt, von dem nunmehr lediglich noch der Verstellzylinder 16 und Teile des Keilriemenschutzes 15 sichtbar sind. Dabei deckt die haubenförmige Lärmschutzabdeckung 10 sowohl die teilzylindrisch geformte obere Oberfläche 20 als auch seitlich geschlossen umlaufend seitliche Oberflächen 21, 22 des Schwingungserregers 11 ab (siehe 3).
  • Aus 5 ergibt sich, dass für den Durchtritt des Keilriemens im Bereich des Keilriemenschutzes 15 eine erste Aussparung 23 vorgesehen ist. Eine zweite, von einer unteren Stirnseite 24 der Lärmschutzabdeckung 10 ausgehende Aussparung 25 lässt den Bereich des Verstellzylinders 16 unabgedeckt, da ansonsten mit größerer Breite der Lärmschutzabdeckung in diesem Bereich eine Kollision mit der an dem Oberwagen 3 befindlichen Schürze 9 eintreten würde.
  • Die Lärmschutzabdeckung 10 weist in erster Nährung die Form eines Kubus mit abgeschrägten vertikalen und horizontalen Kanten auf. Während die dem Schwingungserreger 11 abgewandte äußere Oberfläche 26 der Lärmschutzabdeckung 10 abgesehen von einigen rillenartigen Vertiefungen 27 im Wesentlichen glatt ist, ist die dem Schwingungserreger 11 zugewandte innere Oberfläche 28 der Lärmschutzabdeckung 10 der äußeren Formgebung des Schwingungserregers 11 sehr detailliert angepasst. Dies ergibt sich aus 6, die von unten her einen Einblick in das Innere der haubenförmigen Lärmschutzabdeckung 10 vermittelt. Im Inneren der Lärmschutzabdeckung 10 befinden sich sowohl zylindrische Ausformungen 29 in Entsprechung der gleichermaßen geformten Oberfläche 20 des Schwingungserregers 11. Des Weiteren weist die Lärmschutzabdeckung 10 vier zylindrische Ausformungen 30 auf, die zur Aufnahme der Wandungen des Schwingungserregergehäuses um die Bohrungen um die äußeren Schrauben 12 herum dienen. Die Lärmschutzabdeckung 10 weist des Weiteren einen hinterschnittenen Bereich 31 auf, in dem der Keilriemenschutz 15 im montierten Zustand angeordnet ist. In 6 sind gleichfalls die Aussparungen 23 für den Durchtritt der Keilriemenabdeckung sowie die Aussparung 25 für den Verstellzylinder 16 zu sehen. Der hinterschnittene Bereich 31 bzw. der darunter befindliche Randbereich 32 bewirkt eine sehr innige Verbindung zwischen der Lärmschutzabdeckung 10 in ihrem auf dem Schwingungserreger 11 montierten Zustand.
  • Die Lärmschutzabdeckung 10 besteht aus einem Polyurethan(PU)-Schaummaterial, das an sämtlichen Oberflächen mit einer festen Haut versehen ist. Durch ein geringes Untermaß der inneren Abmessungen der Lärmschutzabdeckung 10 gegenüber den Außenabmessungen des Schwingungserregers 11 sowie aufgrund diverser hinterschnittener Bereiche (z.B. Bereich 31) ist die Verbindung zwischen Lärmschutzabdeckung 10 und Schwingungserreger 11 sehr innig und dauerhaft. Auch im rauen Betrieb des Bodenverdichtungsgeräts ist somit ein Ablösen der Lärmschutzabdeckung 10 vom Schwingungserreger 11 nicht zu befürchten. Im vorliegenden Fall liegt die innere Oberfläche 28 der Lärmschutzabdeckung 10, vollflächig unmittelbar an den Oberflächen 20, 21, 22 des Schwingungserregers 11 an.
  • Alternativ zu dem verwendeten PUR-Material kann die Lärmschutzabdeckung 10 auch aus anderen Kunststoffmaterialien (Elastomere wie z.B. Silikonelastomer, Gummi, o.ä. oder einem thermoplastischen Kunststoff) bestehen. Grundsätzlich kommen auch natürliche Materialien wie Kokosfasern oder Filzmaterialien (Wolle o.ä.) in Frage.
  • 1
    Bodenverdichtungsgerät
    2
    Bodenkontaktelement
    3
    Oberwagen
    4
    Deichsel
    5
    Abdeckung
    6
    Handgriff
    7
    Tank
    8
    Rohrrahmen
    9
    Schürze
    10
    Lärmschutzabdeckung
    11
    Schwingungserreger
    12
    Schrauben
    13
    Drehachse
    14
    Drehachse
    15
    Keilriemenschutz
    16
    Verstellzylinder
    17
    Ecke
    18
    Langloch
    19
    Konsole
    20
    Oberfläche
    21
    Oberfläche
    22
    Oberfläche
    23
    Aussparung
    24
    Stirnseite
    25
    Aussparung
    26
    Oberfläche
    27
    Vertiefung
    28
    Oberfläche
    29
    Ausformung
    30
    Ausformung
    31
    Bereich
    32
    Randbereich

Claims (8)

  1. Bodenverdichtungsgerät (1) mit einem Bodenkontaktelement (2), insbesondere einer Bodenplatte, und einem damit verbundenen oder darin integriertem Schwingungserreger (11) sowie einem über Feder-/Dämpferelemente mit dem Bodenkontaktelement (2) verbundenen Oberwagen (3), der mit einem Antriebsmotor für den Schwingungserreger (11) versehen ist, wobei der Antriebsmotor über eine Kraftübertragungseinrichtung mit dem Schwingungserreger (11) verbunden ist, gekennzeichnet durch eine Lärmschutzabdeckung (10), die mindestens eine körperschallemittierende Oberfläche des Schwingungserregers (11) abdeckt.
  2. Bodenverdichtungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lärmschutzabdeckung (10) dem Oberwagen (3) zugewandte Oberflächen (20) des Schwingungserregers (11) sowie umlaufend seitliche Oberflächen (21, 22) des Schwingungserregers (11) abdeckt, die durch einen Spalt zwischen dem Oberwagen (3) und dem Bodenkontaktelement (2) sichtbar sind.
  3. Bodenverdichtungsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lärmschutzabdeckung (10) haubenförmig ist und eine innere Formgebung aufweist, die einem Negativ der Formgebung des Schwingungserregers (11) in dessen freiem Bereich entspricht.
  4. Bodenverdichtungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lärmschutzabdeckung (10) mit ihrer inneren Oberfläche (28) vollflächig an der äußeren Oberfläche (20, 21, 22) des Schwingungserregers anliegt.
  5. Bodenverdichtungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lärmschutzabdeckung (10) elastisch vorgespannt an dem Schwingungserreger (11) anliegt.
  6. Bodenverdichtungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lärmschutzabdeckung (10) aus einem Kunststoffmaterial, vorzugsweise einem Kunststoffschaum, weiter vorzugsweise einem Polyurethan-Schaum, besteht, wobei das Schaummaterial sowohl an der inneren als auch an der äußeren Oberfläche mit einer Haut versehen ist.
  7. Bodenverdichtungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lärmschutzabdeckung (10) an ihrer Oberseite und/oder an einer Seitenfläche mit einer Aussparung (23, 25) für den Durchtritt der Kraftübertragungseinrichtung und/oder einer Aussparung für eine Zugangsöffnung zum Inneren des Schwingungserregers (11) versehen ist.
  8. Bodenverdichtungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Unterteil des Schwingungserregers (11) von der Bodenplatte des Bodenkontaktelements (2) gebildet ist.
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