DE102006044810A1 - Flüssigkeitspumpe mit regelbarem Fördervolumen - Google Patents
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Abstract
Bei
einer Flüssigkeitspumpe
mit regelbarem Fördervolumen,
die ein Gehäuse
mit einem Einlass und einem Auslass und einer den Einlass mit dem Auslass
verbindenden Förderkammer
und ein drehangetriebenes, axial festes Primärpumpenrad mit einer Umfangsverzahnung
enthält,
die mit der Umfangsverzahnung eines Sekundärpumpenrades zur Förderung
von Flüssigkeit
vom Einlass zum Auslass in Eingriff ist, wobei das Sekundärpumpenrad
auf einem Verstellkolben relativ zum Verstellkolben im Wesentlichen
axial unverrückbar
drehbar gelagert ist, welcher Verstellkolben an dem Gehäuse drehfest
und axial verschiebbar angebracht und die in Anlage axial derart
bewegbar ist, dass sich eine axiale Eingriffslänge der Umfangsverzahnungen ändert, ist
der Verstellkolben in Richtung einer Drehung um seine Achse vorgespannt.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Flüssigkeitspumpe mit regelbarem Fördervolumen, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Eine gattungsgemäße Flüssigkeitspumpe ist aus der DE
102 22 131 B4 bekannt. Ein Problem solcher Flüssigkeitspumpen liegt darin, dass auf den Verstellkolben beispielsweise infolge von Druckpulsationen Wechselkräfte wirken, die sowohl zu einem Verschleiß der Lagerung des Sekundärpumpenrades auf dem Verstellkolben als auch zu einem Verschleiß der in gegenseitiger Anlage befindlichen Anlagefläche des Verstellkolbens und der Gegenfläche des Gehäuses führen. Beides beeinträchtigt die Lebensdauer der Pumpe. Außerdem können die Wechselbeanspruchungen zu unerwünschter Geräuschentwicklung führen. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Flüssigkeitspumpe derart weiterzuentwickeln, dass bei verminderter Geräuschentwicklung deren Lebensdauer verbessert ist.
- Diese Aufgabe wird mit einer Flüssigkeitspumpe gemäß dem Anspruch 1 gelöst.
- Durch die erfindungsgemäße Vorspannung des Verstellkolbens in Richtung einer Drehung um seine Achse werden rotatorische Wechselbeanspruchungen des Verstellkolbens vermindert, insbesondere überkompensiert, so dass die Anlagefläche des Verstellkolbens sich ständig in wohl definierter Anlage an der Gegenfläche des Gehäuses befindet.
- Die Unteransprüche sind auf vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Flüssigkeitspumpe gerichtet, die gemäß dem Anspruch 5 vorteilhafter Weise als Ölpumpe einer Brennkraftmaschine ausgebildet ist.
- Die Erfindung wird im Folgenden anhand schematischer Zeichnungen beispielsweise und mit weiteren Einzelheiten erläutert.
- In den Figuren stellen dar:
-
1 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Flüssigkeitspumpe in auseinander gezogener Darstellung, -
2 eine Stirnansicht des Primärpumpenrades und des Verstellkolbens und -
3 eine perspektivische Ansicht des Primärpumpenrades und des Sekundärpumpenrades. - Gemäß den Figuren weist eine Flüssigkeitspumpe
2 miteinander dicht verschraubbare Gehäuseteile10 ,12 auf, die zwischen sich eine Förderkammer14 bilden, die im Querschnitt die Kontur zweier sich überlappender Kreise aufweist und die einen am Gehäuse ausgebildeten Einlass16 (2 ) mit einem Auslass18 verbindet. In dem gemäß den Figuren linken oberen Bereich der Förderkammer ist ein Primärpumpenrad20 angeordnet, das mit einer Außenverzahnung versehen ist, dessen Zähne beispielsweise gerade oder schräg verzahnt sind etwa achsparallel verlaufen. Der Außenkontur22 des Primärpumpenrades entspricht der Innenkontur des zugehörigen Teils der Förderkammer14 . Das Primärpumpenrad20 ist drehfest mit einer Welle24 verbunden, die in dem Gehäuse10 ,12 gelagert ist und von außerhalb des Gehäuses drehantreibbar ist. - Weiter ist in dem Gehäuse
10 ,12 ein Verstellkolben26 axial verschiebbar aufgenommen, der endseitig je einen Kolbenflansch28 ,30 aufweist, wobei die Kolbenflansche28 ,30 mittels eines Schaftes32 starr miteinander verbunden sind. Der Verstellkolben26 ist insgesamt ein gebautes Teil, so dass auf seinem Schaft32 ein Sekundärpumpenrad34 drehbar lagerbar ist, dessen Außenkontur dem gemäß den Figuren rechten unteren Bereich der Förderkammer14 entspricht und das mit einer Außenverzahnung versehen ist, die mit der Außenverzahnung des Primärpumpenrades20 kämmt bzw. in Eingriff ist. In dem Gehäuseteil10 und Gehäuseteil12 sind Bohrungen derart ausgebildet, dass darin die Kolbenflansche28 bzw.30 weitgehend passgenau axial beweglich sind. - Die Stirnseite des Kolbenflansches
28 stützt sich an einer Schraubenfeder36 ab, die in einer entsprechenden Gehäusebohrung aufgenommen ist und sich am Boden eines die Bohrung verschließenden Deckels abstützt. Damit der Verstellkolben26 gegen die Kraft der Feder36 in den Gehäuseteil10 hineinbewegbar ist, ist der Kolbenflansch30 an seiner Umfangsfläche mit einer Ausnehmung38 versehen, deren Kontur der Außenkontur22 des Primärpumpenrades20 entspricht. Die zur Aufnahme des Kolbenflansches30 vorgesehene Bohrung im Gehäuseteil12 ist nicht kreisrund. Ihr Querschnitt entspricht vielmehr dem Querschnitt des Kolbenflansches30 , so dass der Verstellkolben26 in dem Gehäuse10 ,12 axial verschiebbar und gleichzeitig unverdrehbar aufgenommen ist. - Zur Verstellung des Verstellkolbens
26 kann die dem Kolbenflansch30 entsprechende Bohrung im Gehäuseteil12 beispielsweise mit Hydraulikdruckmittel beaufschlagt werden, so dass der Verstellkolben gegen die Kraft der Feder36 in den Gehäusteil10 hineinbewegbar ist. Dabei vermindert sich die axiale Länge, längs der die Außengewinde der Pumpenräder in Eingriff sind und somit das Fördervolumen der Pumpe. - Die bisher beschriebene Anordnung ist in ihrem Aufbau an sich bekannt und wird daher nicht im Einzelnen erläutert.
- Auf den Verstellkolben wirken im Betrieb der Pumpe die in
1 durch dicke Pfeile dargestellten Kräfte, nämlich die Vorspannkraft der Feder36 und infolge der Reibung des Sekundärpumpenrades auf dem Schaft32 eine Kraft in Umfangsrichtung, die das Bestreben hat, den Verstellkolben um seine Achse zu drehen. Außerdem wirkt auf den Verstellkolben noch eine Kraft von der Achse des Primärpumpenrades20 her, die durch den Druck der zwischen den Zähnen geförderten Flüssigkeit bedingt ist. Diese Kräfte fluktuieren und führen dazu, dass Verschleiß an der Außenumfangsfläche der Kolbenflanschen30 und/oder der Gegenfläche des Gehäuses auftritt bzw., wenn keine vollflächige Anlage erzielt wird, Verschleiß zwischen dem Kolbenflansch30 und am Gehäuse ausgebildeten Anschlägen auftritt, die den Verstellkolben drehfest halten. Es versteht sich, dass sowohl die Passung des Verstellkolbens in den Bohrungen des Gehäuses als auch die radial und axiale Führung des Sekundärpumpenrades an dem Verstellkolben nicht vollständig spielfrei sind. - Um ständig eine spielfreie Anlage des Verstellkolben an einer seiner Verdrehbarkeit hindernden Gegenfläche zu gewährleisten, ist die Schraubenfeder
36 an ihren beiden Stirnseiten mit abgebogenen Stegen40 (nur einer der Stege40 ist sichtbar) versehen, die in entsprechenden Schlitzen in der Stirnseite des Kolbenflansches28 und dem Boden der nicht dargestellten Bohrung im Gehäuseteil10 aufgenommen sind, so dass die Schraubenfeder36 drehfest gehalten ist. Durch die Vorspannung bzw. Verformung, die die Schraubenfeder36 beim Zusammenbau der Pumpe erfährt, werden die beiden stirnseitigen Stege40 relativ zueinander verdreht, wodurch der am Gehäuseteil12 drehfest geführte Verstellkolben in Drehrichtung vorgespannt wird. Infolge dieser Vorspannung ist der Verstellkolben26 auch bei fluktuierenden Kräften in wohl definierter Anlage am Gehäuseteil12 , so dass ein Verschleiß von Anlageflächen und Gegenflächen vermindert ist und keine etwaige Spiele ausnutzenden Bewegungsamplituden vorkommen, die zu unerwünschter Geräuschentwicklung führen können. - Die beispielhaft geschilderte Erfindung kann vielfältig abgeändert werden:
Anstelle der Stege42 kann die Schraubenfeder auch axial gerichtete Enden aufweisen, die in entsprechende Löcher der Gegenflächen eingreifen. Weiter kann zusätzlich zur der Schraubenfeder eine Torsionsfeder vorgesehen sein, die den Verstellkolben in Drehrichtung vorspannt. Die Richtung der Drehung, in die vorgespannt wird, stimmt vorteilhafterweise mit der Drehrichtung des Sekundärpumpenrades34 überein, von dem in2 nur die die Anlagefläche40 überragenden Zähne sichtbar sind. - Zur Axialverstellung des Verstellkolbens
26 können in beiden Gehäuseteilen mit Hydraulikmittel beaufschlagte Zylinderräume vorgesehen sein. Die Verstellung kann auch mechanisch, beispielsweise mittels eines Elektromotors, erfolgen. - Die drehfeste Führung des Verstellkolbens am Gehäuse kann über jedwelche andere geeigneten Mittel erfolgen.
- Besonders vorteilhaft eignet sich die Erfindung zur Verwendung in Ölpumpen von Brennkraftmaschinen.
-
- 10
- Gehäuseteil
- 12
- Gehäuseteil
- 14
- Förderkammer
- 16
- Einlass
- 18
- Auslass
- 20
- Primärpumpenrad
- 22
- Außenkontur
- 24
- Welle
- 26
- Verstellkolben
- 28
- Kolbenflansch
- 30
- Kolbenflansch
- 32
- Schaft
- 34
- Sekundärpumpenrad
- 36
- Feder
- 38
- Ausnehmung
- 40
- Steg
Claims (6)
- Flüssigkeitspumpe mit regelbarem Fördervolumen, enthaltend ein Gehäuse (
10 ,12 ) mit ein Einlass und einem Auslass und einer den Einlass mit dem Auslass verbindenden Förderkammer (14 ), und ein drehangetriebenes, axial festes Primärpumpenrad (20 ) mit einer Umfangsverzahnung, die mit der Umfangsverzahnung eines Sekundärpumpenrades (34 ) zur Förderung von Flüssigkeit vom Einlass zum Auslass in Eingriff ist, wobei das Sekundärpumpenrad auf einem Verstellkolben (26 ) relativ zum Verstellkolben im Wesentlichen axial unverrückbar drehbar gelagert ist, welcher Verstellkolben an dem Gehäuse drehfest und axial verschiebbar angebracht und die in Anlage axial derart bewegbar ist, dass sich eine axiale Eingriffslänge der Umfangsverzahnungen ändert, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstellkolben (26 ) in Richtung einer Drehung um seine Achse vorgespannt ist. - Flüssigkeitspumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstellkolben (
26 ) für eine Drehung in Drehrichtung des Sekundärpumpenrades (34 ) vorgespannt ist. - Flüssigkeitspumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstellkolben (
26 ) gegen die Kraft einer sich zwischen einer Stirnseite eines der Kolbenflansche (28 ,30 ) und dem Gehäuse (10 ,12 ) abstützenden, vorgespannten Feder (36 ) axial verstellbar ist, wobei die Feder derart gebaut und an der Stirnfläche und dem Gehäuse gehalten ist, dass sie infolge ihrer Vorspannung den Verstellkolben in Richtung einer Drehung um seine Achse vorspannt. - Flüssigkeitspumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (
36 ) eine Schraubenfeder ist, die sich am Boden einer Gehäusebohrung und der Stirnfläche des Kolbenflansches (28 ) abstützt und an ihren Abstützstellen drehfest gehalten ist. - Flüssigkeitspumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe als Außenzahnradpumpe ausgebildet ist.
- Flüssigkeitspumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitspumpe eine Ölpumpe einer Brennkraftmaschine ist.
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