[go: up one dir, main page]

DE102006032346A1 - Vorrichtung zur Messung von Füllständen in einem Kraftstoffbehälter - Google Patents

Vorrichtung zur Messung von Füllständen in einem Kraftstoffbehälter Download PDF

Info

Publication number
DE102006032346A1
DE102006032346A1 DE200610032346 DE102006032346A DE102006032346A1 DE 102006032346 A1 DE102006032346 A1 DE 102006032346A1 DE 200610032346 DE200610032346 DE 200610032346 DE 102006032346 A DE102006032346 A DE 102006032346A DE 102006032346 A1 DE102006032346 A1 DE 102006032346A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
waveguide
fuel tank
radar signal
signal
transmitting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200610032346
Other languages
English (en)
Inventor
Daniel Evers
Martin Dr. Nalezinski
Bernd Rumpf
Andreas Dr. Ziroff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Vitesco Technologies GmbH
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE200610032346 priority Critical patent/DE102006032346A1/de
Publication of DE102006032346A1 publication Critical patent/DE102006032346A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F23/00Indicating or measuring liquid level or level of fluent solid material, e.g. indicating in terms of volume or indicating by means of an alarm
    • G01F23/22Indicating or measuring liquid level or level of fluent solid material, e.g. indicating in terms of volume or indicating by means of an alarm by measuring physical variables, other than linear dimensions, pressure or weight, dependent on the level to be measured, e.g. by difference of heat transfer of steam or water
    • G01F23/28Indicating or measuring liquid level or level of fluent solid material, e.g. indicating in terms of volume or indicating by means of an alarm by measuring physical variables, other than linear dimensions, pressure or weight, dependent on the level to be measured, e.g. by difference of heat transfer of steam or water by measuring the variations of parameters of electromagnetic or acoustic waves applied directly to the liquid or fluent solid material
    • G01F23/284Electromagnetic waves

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Cooling, Air Intake And Gas Exhaust, And Fuel Tank Arrangements In Propulsion Units (AREA)

Abstract

Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Messung von Füllständen in einem Kraftstoffbehälter 1 mit einer Signalquelle zur Erzeugung von mindestens einem Radarsignal, mit einer Sende- und Empfangseinrichtung zum Abstrahlen des Radarsignals und zum Empfange eines von einem Fluid reflektierten Radarsignals und einer Auswerteeinheit, welche in Abhängigkeit des reflektierten Radarsignals ein dem Füllstand entsprechendes elektrisches Signal erzeugt, und einem in dem Kraftstoffbehälter 1 angeordneten Wellenleiter 4 für das Radarsignal, der sich von der Sende- und Empfangseinrichtung bis zur gegenüberliegenden Behälterwand erstreckt. Der Wellenleiter 4 ist im Bereich A, B seiner beiden Enden 5, 6 abgewinkelt, so dass sich der nicht abgewinkelte Bereich C des Wellenleiters 4 im Wesentlichen über die gesamte Füllhöhe des Kraftstoffbehälters 1 erstreckt.

Description

  • Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Messung von Füllständen in einem Kraftstoffbehälter mit einer Signalquelle zur Erzeugung von mindestens einem Radarsignal, mit einer Sende- und Empfangseinrichtung zum Abstrahlen des Radarsignals und zum Empfangen eines von einem Fluid reflektierten Radarsignals und einer Auswerteeinheit, welche in Abhängigkeit des reflektierten Radarsignals ein dem Füllstand entsprechendes elektrisches Signal erzeugt, und einem in dem Kraftstoffbehälter angeordneten Wellenleiter für das Radarsignal, der sich von der Sende- und Empfangseinrichtung bis zur gegenüberliegenden Behälterwand erstreckt.
  • Aus der EP 1 192 427 B1 ist bekannt, Füllstände von Fluiden in stationären Vorratsbehältern mit einer Radarmesseinheit zu messen. Dazu besitzt der Vorratsbehälter eine Öffnung, in die die Radarmesseinheit mit dem Sender, dem Empfänger und der Messelektronik eingesetzt ist. Ein zur Radarmesseinheit gehörender Flansch verschließt die Öffnung im Vorratsbehälter. Der Sender und Empfänger ist innerhalb des Vorratsbehälters angeordnet. Über eine Bohrung im Flansch steht die Radarelektronik mit dem Sender und Empfänger in Verbindung. Derartige frei strahlende Messvorrichtungen sind für stationär angeordnete und einfach gestaltete Behälter geeignet. Bei bewegten Fluiden, aufgrund nicht stationärer Vorratsbehälter, und/oder Vorratsbehältern mit komplizierter Bauform kommt es zu erheblichen Schwierigkeiten, ein dem Füllstand entsprechendes Signal zu erhalten. Ein weiterer Nachteil besteht bei aggressiven Fluiden darin, dass sowohl der Sender und Empfänger als auch alle anderen mit dem Inneren des Vorratsbehälters in Verbindung stehende Teile der Radarmesseinheit beständig gegen aggressive Fluide sein müssen.
  • Es ist weiterhin bekannt, Störeffekte, welche das Radarsignal beeinflussen, zu minimieren, indem ein Wellenleiter zur gezielten Führung und Verlaufsbegrenzung des Radarsignals angeordnet wird. Der Wellenleiter erstreckt sich dazu in der Regel von der Sende- und Empfangseinrichtung bis zur gegenüberliegenden Behälterwand. An den beiden Enden des Wellenleiters kommt es mitunter zu Reflexionen, welche in der Größenordnung des Messsignals liegen können. Diese Reflexionen überlagern das Messsignal, so dass in im Bereich der Enden des Wellenleiters die Messung des Füllstandes mit erheblichen Problemen behaftet ist.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Messen von Füllständen in einem Kraftstoffbehälter zu schaffen, mit der der Füllstand mittels Radar über die gesamte Füllhöhe mit ausreichender Genauigkeit ermittelt werden kann.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass der Wellenleiter im Bereich seiner beiden Enden abgewinkelt ist, so dass sich der nicht abgewinkelte Bereich im Wesentlichen über die gesamte Füllhöhe des Behälters erstreckt.
  • Die Abwinklungen des Wellenleiters bewirken, dass sich über die Füllhöhe des Behälters nur noch der Bereich des Wellenleiters erstreckt, in dem keine störenden Reflexionen das Messsignal überlagern. Dagegen sind die Enden des Wellenleiters, in denen dass Messsignal durch Reflexionen überlagert wird, bezogen auf die Füllhöhe im Wesentlichen eliminiert. Damit ist der Füllstand im Behälter über die gesamte Füllhöhe mit ausreichender Genauigkeit ermittelbar, da die Bereiche mit störenden Reflexionen nicht mehr zum eigentlichen Messbereich zählen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Eliminierung der Störbereiche mit einer relativ einfachen Gestaltung des Wellenleiters und damit besonders kostengünstig erreicht wird.
  • In einer einfachen Ausgestaltung sind die abgewinkelten Bereiche innerhalb des Kraftstoffbehälters angeordnet. Die Höhe der störenden Bereiche ist dadurch nur noch durch den Durchmesser des Wellenleiters bestimmt. Diese Ausgestaltung ist mit besonders geringem Aufwand zu erreichen.
  • Die vollständige Eliminierung zumindest eines störenden Bereichs aus dem Bereich der zu messenden Füllhöhe wird gemäß einer anderen Ausgestaltung dadurch erreicht, dass zumindest einer der abgewinkelten Bereiche des Wellenleiters außerhalb des Kraftstoffbehälters angeordnet ist.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Wellenleiter ein Hohlleiter. Diese Ausbildung als Hohlleiter hat den Vorteil, dass das in dem Hohlleiter befindliche Fluid bei auf den Kraftstoffbehälter einwirkenden Kräften gedämpft wird. Zumindest ist der Flüssigkeitsspiegel im Hohlleiter geringeren Bewegungen unterworfen als der Flüssigkeitsspiegel des restlichen Fluids im Kraftstoffbehälter. Die Messung mittels Radar kann dabei nach dem FMCW-Verfahren (Frequency Modulated Continous Wave) erfolgen. Das verwendete Frequenzband reicht dabei von 3 GHz bis 0,3 GHz.
  • Eine weitere Dämpfung des im Hohlleiter befindlichen Fluids wird mit einem im Hohlleiter angeordneten Schwimmer erreicht. Die mechanische Robustheit der Vorrichtung wird hierbei durch die Anordnung eines Schwimmers als bewegtes Teil nicht beeinträchtigt.
  • Der Verbesserung des reflektierten Radarsignals dient es, wenn der Schwimmer zumindest auf der der Sende- und Empfangseinheit zugewandten Seite eine Metallschicht aufweist. Bei dem Schwimmer kann es sich um einen metallisierten Schwimmer aus Nitrophyl handeln.
  • Eine gute Signalleitung wird gemäß einer weiteren Ausgestaltung dadurch erreicht, dass in dem Wellenleiter koaxial ein Draht für die Signalleitung angeordnet ist. Der Wellenleiter hat in dieser Ausbildung eine abschirmende Wirkung gegenüber äußeren Einflüssen.
  • Eine verbesserte Anpassung an den Kraftstoffbehälter wird mit einem Wellenleiter erreicht, der einen nichtlinearen Verlauf aufweist. Eine derartige Ausgestaltung des Wellenleiters erhöht die Einsatzmöglichkeiten der Messvorrichtung. Diese Ausgestaltung erlaubt, dass beide Enden des Wellenleiters, bezogen auf die vertikale Erstreckung, nicht übereinander angeordnet sind. Damit kann beispielsweise das untere Ende des Wellenleiters auch in schwer zugänglichen Bereichen des Kraftstoffbehälters angeordnet sein, während das obere Ende des Wellenleiters in einem gut zugänglichen Bereich angeordnet ist, oder umgekehrt. Die gute Zugänglichkeit ist dabei eine Voraussetzung, um die Messvorrichtung einfach montieren zu können. Damit sind auch dreidimensionale Gestaltungen möglich. Es muss lediglich sichergestellt sein, dass das zu messende Fluid bzw. der Schwimmer ohne zusätzlichen Einfluss innerhalb des Hohlleiters frei steigen und fallen kann, d. h. siphonartige Gestaltungen sind nicht möglich.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe weiter dadurch gelöst, dass der Wellenleiter eine Helixform besitzt. Die Helixform hat den Vorteil, dass sich das Radarsignal nicht nur in dem von dem Wellenleiter umschlossenen Raum linear ausbreitet. Das Radarsignal wird teilweise in den Wellenleiter eingekoppelt. Da bei einer Helix die Länge der gestreckten Helix wesentlich länger ist, besitzen auch die Bereiche der Enden als Helix eine wesentlich kürzere Länge als im gestreckten Zustand. Auf diese Weise wird durch die Helixform des Wellenleiters die Länge der Enden, in denen störende Überlagerungen des Messsignals auftreten, bezogen auf die Füllhöhe deutlich verringert. Ein derart gestalteter Wellenleiter ist besonders einfach herzustellen und zeichnet sich durch sein geringes Gewicht gegenüber einem massiven Wellenleiter aus. Darüber hinaus besitzt ein Wellenleiter aufgrund der Helixform eine größere Flexibilität, wodurch der Wellenleiter in unterschiedlichen Kraftstoffbehälter einsetzbar ist.
  • Die Verringerung der Bereiche der Füllhöhe, die aufgrund der in den Endbereichen des Wellenleiters auftretenden Überlagerungen des Messsignals für eine Füllstandsmessung nicht herangezogen werden können, lässt sich gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung weiter verringern, wenn die Steigung der Windungen im Bereich der Enden des Wellenleiters kleiner ist als im Bereich zwischen den beiden Enden des Wellenleiters.
  • Die Verringerung der Bereiche der Füllhöhe, die aufgrund der in den Endbereichen des Wellenleiters auftretenden Überlagerungen des Messsignals für eine Füllstandsmessung nicht herangezogen werden können, lässt sich in einfacher Weise durch die Abwinklung im Bereich der Enden des Wellenleiters erreichen. Die Abwinklungen ermöglichen das Ausbilden der Windungen des Wellenleiters mit konstanter Steigung. Zusätzlich gestaltet sich die Fertigung des Wellenleiters besonders einfach, da für die Anpassung des Wellenleiters an den Einsatzort im Kraftstoffbehälter lediglich die Länge angepasst werden muss.
  • Da das Volumen eines Kraftstoffbehälters aufgrund der geometrischen Form des Kraftstoffbehälters nicht proportional zum Füllstand ist, erfordert eine exakte Füllstandsmessung eine genaue Kenntnis des Verhältnisses von Füllstand und Volumen. Dieses Verhältnis lässt sich durch eine Behälterkennlinie abbilden und muss bei der Füllstandsermittlung berücksichtigt werden. In einer vorteilhaften Ausgestaltung lässt sich die Behälterkennlinie im Wellenleiter abbilden, indem die Steigung der Windungen in dem Bereich, der zwischen den Bereichen der Enden des Wellenleiters angeordnet ist, an die Behälterkennlinie des Kraftstoffbehälters angepasst ist. Dazu ist die Steigung der Windungen in Bereichen mit großen Volumen ja Füllhöhe kleiner als in Bereichen, die bezogen auf die Füllhöhe ein kleines Volumen aufweisen.
  • In einer anderen Ausgestaltung besitzt der Wellenleiter einen schrägen Verlauf. Mit einer derartigen Anordnung des Wellenleiters lässt sich die Auflösung der Messvorrichtung in einfacher Weise erhöhen, da gegenüber einer senkrechten Anordnung des Wellenleiters eine längere Messstrecke bei gleicher Höhe vorhanden ist.
  • Es hat sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, die Signalquelle, die Sende- und Empfangseinrichtung und die Auswerteeinheit außerhalb des Kraftstoffbehälters anzuordnen. In dieser Ausgestaltung strahlt die Signalquelle das Radarsignal durch die Behälterwand in den Wellenleiter ein und empfängt das reflektierte Signal durch die Behälterwand. Mit der außenliegenden Anordnung wird eine hohe mechanische und chemische Robustheit erreicht, die bei innenliegenden Systemen immer begrenzt ist, oder durch größere Dimensionierung oder entsprechende Werkstoffauswahl mit wesentlich höheren Kosten erreicht werden kann. Insbesondere die außenliegende Elektronik muss nicht durch zusätzliche Schutzmaßnahmen vor dem Kraftstoff geschützt werden. Lediglich innenliegende Wellenleiter ist derart auszubilden, dass er die notwendige mechanische und chemische Robustheit besitzt, was aufgrund seines einfachen Aufbaus ohne große zusätzliche Kosten erfolgen kann. Ein weiterer Vorteil der außenliegenden Anordnung besteht darin, dass kein zusätzlicher Flansch zum Einbringen der Messvorrichtung notwendig ist. Da Flansche immer Stellen erhöhter Permeation von Kraftstoffdämpfen aus dem Kraftstoffbehälter sind, wird mit dieser Ausgestaltung das Permeationsverhalten des Kraftstoffbehälters nicht verschlechtert.
  • In einer weiteren Ausgestaltung sind die Signalquelle, die Sende- und Empfangseinrichtung und die Auswerteeinheit an der Unterseite des Kraftstoffbehälters angeordnet. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass die Messvorrichtung bodenreferenziert ist. Die Bodenreferenzierung ist insofern wichtig, da bei Kraftstoffbehältern aus Kunststoff das Problem auftritt, dass sich der Kraftstoffbehälter, insbesondere der Boden des Kraftstoffbehälters, in Abhängigkeit vom darin enthaltenen Kraftstoff verformt. So ist der Abstand zwischen dem Boden des Kraftstoffbehälters und der oberen Wandung bei einem nahezu vollem Kraftstoffbehälter größer als bei einem nahezu leeren Kraftstoffbehälter. Diese Abstandsänderung, die sich auch auf den Pegel des darin enthaltenen Kraftstoffs auswirkt, führt zu Ungenauigkeiten der Füllstandsmessung, die sich mit einer Bodenreferenzierung eliminieren lassen.
  • In einer anderen Ausgestaltung sind die Signalquelle, die Sende- und Empfangseinrichtung und die Auswerteeinheit an der Oberseite des Kraftstoffbehälters angeordnet. Diese Ausgestaltung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn der unter dem Kraftstoffbehälter zur Verfügung stehende Bauraum begrenzt ist. Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung besteht darin, dass die Messvorrichtung in dieser Anordnung zwischen Karosserie und Kraftstoffbehälter relativ gut gegen Umwelteinflüsse geschützt ist. Bei dieser Messanordnung ist aufgrund der fehlenden Bodenreferenzierung, infolge der vom Füllstand und damit gewichtsabhängigen Änderung des Abstandes des Bodens des Kraftstoffbehälters und seiner oberen Wandung, eine Korrektur des Messsignals notwendig.
  • Eine Korrektur des Messsignals kann bereits dadurch erfolgen, dass nicht nur der Abstand zwischen Signalquelle und Flüssigkeitspegel gemessen wird, sondern dass gleichzeitig der Abstand bis zum Boden des Kraftstoffbehälters gemessen wird, und aus beiden Signalen der eigentliche Füllstand ermittelt wird.
  • In einer anderen Ausgestaltung sind jeweils außerhalb des Kraftstoffbehälters, sowohl an der oberen Wandung und am Boden die Signalquelle, die Sende- und Empfangseinrichtung und die Auswerteeinheit angeordnet.
  • An mehreren Ausführungsbeispielen wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
  • 1: eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Messung von Füllständen nach dem Stand der Technik,
  • 2a: einen Kraftstoffbehälter mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Messung von Füllständen,
  • 2b: eine zweite Ausführungsform des Wellenleiters nach 2a,
  • 3-5: weitere Ausführungsformen des Wellenleiters.
  • 1 zeigt einen aus Kunststoff bestehenden Kraftstoffbehälter 1 in einem Querschnitt nach dem Stand der Technik. Der Kraftstoffbehälter 1 ist mit Kraftstoff 2 gefüllt. Eine Baueinheit 3, welche die Signalquelle, die Sende- und Empfangseinheit und die Auswerteschaltung enthält, ist oberhalb des Kraftstoffbehälters 1 angeordnet. Das Radarsignal wird durch die Wandung des Kraftstoffbehälters 1 in einen Wellenleiter 4 eingestrahlt, von der Oberfläche des Kraftstoffpegels reflektiert und wieder in Richtung der Sende- und Empfangseinheit geführt. In den mit A und B gekennzeichneten Bereichen der Enden 5, 6 des Wellenleiters 4 führen störende Reflexionen zu Überlagerungen des Messsignals, so dass die Bereiche A, B für die Messung nicht herangezogen werden können. Die Länge der Bereiche A und B beträgt einige Zentimeter. Die nutzbare Messstrecke für die Füllhöhe erstreckt sich daher über den mit C gekennzeichneten Bereich.
  • Der in 2a dargestellte Kraftstoffbehälter 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Wellenleiter 4, der im Bereich seiner Enden 5,6 abgewinkelt ist. Die Länge der Abwinklungen an den Enden 5, 6 sind so gewählt, dass die Bereiche des Wellenleiters 4 mit den störenden Überlagerungen abgewinkelt sind. Der Wellenleiter 4 ist vollständig im Kraftstoffbehälter 1 angeordnet. Aufgrund der Abwinklungen des Wellenleiters 4 reduzieren sich die Bereiche A und B auf ungefähr 1 cm–2 cm. Dies führt zu einer deutlichen Verlängerung der nutzbaren Messstrecke, welche als Bereich C dargestellt ist. Insbesondere die Reduzierung des Bereichs B führt dazu, dass mit dem Wellenleiter 4 bis in den Bodenbereich des Kraftstoffbehälters 1 der Füllstand gemessen werden kann, wo aufgrund der Restmengenproblematik eine besonders genaue Messung erforderlich ist.
  • 2b zeigt eine leicht veränderte Anordnung des Wellenleiters 4 gegenüber 2a. Die Enden 5, 6 sind wiederum abgewinkelt, wobei der Wellenleiter mit dem Ende 5 derart angeordnet ist, dass sich die Abwinklung außerhalb des Kraftstoffbehälter 1 befindet. Über eine Durchführung 7 ist der Wellenleiter 4 durch die Behälterwandung geführt. Aufgrund dieser Anordnung des Wellenleiters 4 ist der Bereich A eliminiert, wodurch sich die nutzbare Messstrecke als Bereich C verlängert und sich bis zur oberen Behälterwand erstreckt. In gleicher Weise ist eine derartige Anordnung des Endes 6 des Bereichs B möglich.
  • Der in 3 dargestellte Kraftstoffbehälter 1 besitzt in seinem oberen Bereich die Baueinheit 3 mit der Signalquelle, der Sende- und Empfangseinheit und der Auswerteschaltung. Mit der Baueinheit 3 ist ein Wellenleiter 4 verbunden, der aus einem Draht in Form einer Helix besteht. Aufgrund der Helixform ist die Drahtlänge wesentlich größer als die Länge in axialer Erstreckung, so dass die Bereiche A und B eine sehr kleine Ausdehnung aufweisen. Dementsprechend groß ist die nutzbare Messstrecke C.
  • In 4 ist ein Wellenleiter 4 mit einer Helixform dargestellt. Zur weiteren Verringerung der Bereiche A und B ist die Steigung der Windungen in diesen Bereichen kleiner als im Bereich C, welcher die nutzbare Messstrecke darstellt. Aufgrund der kleineren Steigung besitzt der Wellenleiter 4 in den Bereichen A und B bei gleicher axialer Erstreckung eine größere Drahtlänge als im Bereich C. Da die Bereiche, in denen störende Reflexionen das Messsignal überlagern von der Drahtlänge abhängen, wird dadurch die Länge der Bereiche A und B reduziert, so dass der Bereich C als Messstrecke sich nahezu über die gesamte Höhe des Kraftstoffbehälter 1 erstreckt. Neben der Reduzierung der vertikalen Länge der Bereiche A und B aufgrund der kleineren Steigung der Windungen des Wellenleiters 4 gegenüber den Windungen im Bereich C, lässt sich durch gezielte Wahl der Steigung die Drahtlänge in Bezug auf die Höhe die Behälterkennlinie, d.h. das Behältervolumen in Abhängigkeit vom Füllstand, im Wellenleiter 4 abbilden.
  • Einen Wellenleiter 4 mit konstanter Steigung ist in 5 dargestellt. Eine Reduzierung der Länge der Bereiche A und B wird mit diesem Wellenleiter 4 dadurch erreicht, dass die Enden 5, 6 des Wellenleiters 4 abgewinkelt sind.

Claims (13)

  1. Vorrichtung zur Messung von Füllständen in einem Kraftstoffbehälter mit einer Signalquelle zur Erzeugung von mindestens einem Radarsignal, mit einer Sende- und Empfangseinrichtung zum Abstrahlen des Radarsignals und zum Empfangen eines von einem Fluid reflektierten Radarsignals und einer Auswerteeinheit, welche in Abhängigkeit des reflektierten Radarsignals ein dem Füllstand entsprechendes elektrisches Signal erzeugt, und einem in dem Kraftstoffbehälter angeordneten Wellenleiter für das Radarsignal, der sich von der Sende- und Empfangseinrichtung bis zur gegenüberliegenden Behälterwand erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass der Wellenleiter (4) im Bereich (A, B) seiner beiden Enden (5, 6) abgewinkelt ist, so dass sich der nicht abgewinkelte Bereich (C) des Wellenleiters (4) im Wesentlichen über die gesamte Füllhöhe des Kraftstoffbehälters (1) erstreckt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die abgewinkelten Bereiche (A, B) innerhalb des Kraftstoffbehälters (1) angeordnet sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der abgewinkelten Bereiche (A) außerhalb des Kraftstoffbehälters (1) angeordnet ist.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wellenleiter (4) ein Hohlleiter ist.
  5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlleiter aus Metall besteht.
  6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Wellenleiter (4) ein Draht koaxial angeordnet ist.
  7. Vorrichtung zur Messung von Füllständen in einem Kraftstoffbehälter mit einer Signalquelle zur Erzeugung von mindestens einem Radarsignal, mit einer Sende- und Empfangseinrichtung zum Abstrahlen des Radarsignals und zum Empfangen eines von einem Fluid reflektierten Radarsignals und einer Auswerteeinheit, welche in Abhängigkeit des reflektierten Radarsignals ein dem Füllstand entsprechendes elektrisches Signal erzeugt, und einem in dem Kraftstoffbehälter angeordneten Wellenleiter für das Radarsignal, der sich von der Sende- und Empfangseinrichtung bis zur gegenüberliegenden Behälterwand erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass der Wellenleiter (4) eine Helixform besitzt.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steigung der Windungen im Bereich (A, B) der Enden (5, 6) des Wellenleiters (4) kleiner ist als im Bereich (C) zwischen den beiden Enden (5, 6) des Wellenleiters (4).
  9. Vorrichtung nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steigung der Windungen im Bereich (C) zwischen den Enden (5, 6) des Wellenleiters (4) an die Behälterkennlinie des Kraftstoffbehälters (1) angepasst ist.
  10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wellenleiter (4) einen schrägen Verlauf aufweist.
  11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalquelle, die Sende- und Empfangseinrichtung und die Auswerteeinheit als Baueinheit (3) außerhalb des Kraftstoffbehälters (1) angeordnet sind.
  12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalquelle, die Sende- und Empfangseinrichtung und die Auswerteeinheit als Baueinheit (3) an der Ober- oder Unterseite des Kraftstoffbehälters (1) angeordnet ist.
  13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalquelle, die Sende- und Empfangseinrichtung und die Auswerteeinheit als Baueinheit (3) jeweils an der Ober- und Unterseite des Kraftstoffbehälters (1) angeordnet sind.
DE200610032346 2006-07-12 2006-07-12 Vorrichtung zur Messung von Füllständen in einem Kraftstoffbehälter Withdrawn DE102006032346A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200610032346 DE102006032346A1 (de) 2006-07-12 2006-07-12 Vorrichtung zur Messung von Füllständen in einem Kraftstoffbehälter

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200610032346 DE102006032346A1 (de) 2006-07-12 2006-07-12 Vorrichtung zur Messung von Füllständen in einem Kraftstoffbehälter

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102006032346A1 true DE102006032346A1 (de) 2008-01-17

Family

ID=38825212

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200610032346 Withdrawn DE102006032346A1 (de) 2006-07-12 2006-07-12 Vorrichtung zur Messung von Füllständen in einem Kraftstoffbehälter

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102006032346A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20220050170A1 (en) * 2020-08-12 2022-02-17 Vega Grieshaber Kg Waveguide coupling device for a radar sensor

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6085589A (en) * 1996-12-23 2000-07-11 Venture Measurement Company Llc Material level sensing system calibration
WO2002006776A2 (de) * 2000-07-14 2002-01-24 Robert Bosch Gmbh Verfahren und sensor zur füllstandsmessung einer flüssigkeit in einem behälter
WO2004023086A1 (en) * 2002-09-09 2004-03-18 Robertshaw Industrial Products Division Interface detection using time domain reflectometry with two separate conductive elements
DE102005044143A1 (de) * 2005-09-15 2007-03-29 Siemens Ag Radar-Füllstandsmessung mittels elektromagnetischer Verzögerungsleitung

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6085589A (en) * 1996-12-23 2000-07-11 Venture Measurement Company Llc Material level sensing system calibration
WO2002006776A2 (de) * 2000-07-14 2002-01-24 Robert Bosch Gmbh Verfahren und sensor zur füllstandsmessung einer flüssigkeit in einem behälter
WO2004023086A1 (en) * 2002-09-09 2004-03-18 Robertshaw Industrial Products Division Interface detection using time domain reflectometry with two separate conductive elements
DE102005044143A1 (de) * 2005-09-15 2007-03-29 Siemens Ag Radar-Füllstandsmessung mittels elektromagnetischer Verzögerungsleitung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20220050170A1 (en) * 2020-08-12 2022-02-17 Vega Grieshaber Kg Waveguide coupling device for a radar sensor
US12117557B2 (en) * 2020-08-12 2024-10-15 Vega Grieshaber Kg Waveguide coupling device for a radar sensor

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1081470B1 (de) Vorrichtung zur Messung eines Füllstandes einer Flüssigkeit in einem Behälter
EP1305581A1 (de) Vorrichtung zur messung des füllstands eines füllguts in einem behälter
DE2242723A1 (de) Vorrichtung zur bestimmung von fluessigkeitsstaenden, insbesondere zur bestimmung der grenzschichten zweier in einem gefaess einander ueberlagernder fluessigkeiten
DE2839634A1 (de) Fluessigkeitsstand-messgeraet
DE10032775A1 (de) Vorrichtung zur Bestimmung und/oder Überwachung des Füllstandes eines Füllguts in einem Behälter
DE10312100A1 (de) Vorrichtung zur Messung eines Füllstandes einer Flüssigkeit in einem Behälter
DE102005049278B4 (de) Vorrichtung zur Messung von Füllständen mittels geführter Wellen in einem Kraftstoffbehälter
DE10160688A1 (de) Vorrichtung zur Bestimmung und/oder Überwachung des Füllstandes eines Füllguts in einem Behälter
DE3825630C2 (de)
DE3330059A1 (de) Fuellstandsmesser fuer fluessigkeitsbehaelter
DE10119555A1 (de) Füllstandssensor und Verfahren zur Erfassung eines Füllstandes in einem Behälter
DE102012002011A1 (de) Vorrichtung zur Messung eines Füllstands einer Flüssigkeit und ölgeschmierter Motor
DE202016102013U1 (de) Bestimmen eines Füllstands eines Mediums
DE102006032346A1 (de) Vorrichtung zur Messung von Füllständen in einem Kraftstoffbehälter
DE10043838A1 (de) Füllstandsmeßvorrichtung
DE102010040315A1 (de) Vorrichtung zur Bestimmung eines Füllstands in einem Vorratsbehälter
DE202008007989U1 (de) Abstandshalteelement zur Zentrierung eines inneren Leiters
WO2001096900A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur verbesserung der temperaturstabilität und alterungsbeständigkeit von radarfüllstandsmessern mittels einer mechanischen referenz
DE102005015548A1 (de) Vorrichtung zur Bestimmung und/oder Überwachung des Füllstandes eines Mediums
EP3232168A1 (de) Bestimmung eines füllstands eines mediums
DE29822507U1 (de) Füllstandmeßvorrichtung
WO2006061186A2 (de) Füllstands-messvorrichtung
DE10045997B4 (de) Stutzen für eine nach dem Prinzip der geführten Mikrowelle arbeitenden Füllstandmesseinrichtung mit Eindrahtleitung
DE102010040312A1 (de) Vorrichtung zur Bestimmung eines Füllstandes eines Mediums in einem Vorratsbehälter
DE102005044143A1 (de) Radar-Füllstandsmessung mittels elektromagnetischer Verzögerungsleitung

Legal Events

Date Code Title Description
OM8 Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: CONTINENTAL AUTOMOTIVE GMBH, 30165 HANNOVER, DE

R012 Request for examination validly filed

Effective date: 20130325

R016 Response to examination communication
R016 Response to examination communication
R081 Change of applicant/patentee

Owner name: VITESCO TECHNOLOGIES GMBH, DE

Free format text: FORMER OWNER: CONTINENTAL AUTOMOTIVE GMBH, 30165 HANNOVER, DE

R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee