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Die
Erfindung betrifft ein handgeführtes
Arbeitsgerät
mit den Merkmalen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Handgeführte Arbeitsgeräte wie Motorhacken,
Freischneider, Entaster, Kettensägen
oder dergleichen müssen
leicht handhabbar sein. Hierzu ist eine kompakte Bauform und ein
geringes Gewicht angestrebt. Um mit einem kleinen und leichten Verbrennungsmotor
dennoch eine hohe Arbeitsleistung erzielen zu können, ist unter anderem eine
hohe Betriebsdrehzahl erforderlich. Dies erzeugt im Betrieb eine
hohe Geräuschentwicklung,
die ein gewisses Grenzmaß nicht überschreiten
darf.
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Als
Maßnahme
zur Begrenzung der Schallentwicklung sind neben Schalldämpfern und
anderen Mitteln auch Drehzahlregler bekannt, die bei geringer am
angetriebenen Werkzeug anliegender Last ein übermäßiges Hochdrehen des Verbrennungsmotors verhindern.
Im Betrieb unterliegt das vom Verbrennungsmotor angetriebene Werkzeug
schwankenden Belastungen, die vom Benutzer durch eine angepaßte Gashebelstellung
nicht immer aufgefangen werden können.
Insbesondere bei Vollgasstellung des Gashebels und plötzlich nachlassender
Betriebslast verhindert der Dreh zahlregler einen übermäßigen Drehzahlanstieg.
Neben einer Begrenzung der Geräuschentwicklung
wird auch ein Schutz des Werkzeuges und des Antriebsstranges gegen
drehzahlbedingte Überlastung
erreicht.
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Zur
Drehzahlbegrenzung bzw. Drehzahlabregelung sind verschiedene Anordnungen
bekannt, bei denen eine Verstellung der Chokeklappe, die Betätigung eines
Abregelventils im Vergaser, eine Zündungsbeeinflussung oder dergleichen
vorgesehen ist. Sofern ein solcher Drehzahlregler in den Betrieb des
Verbrennungsmotors eingreift, hat dies nachteiligen Einfluß auf die
Gemisch- oder Abgasbildung sowie auf das Laufverhalten des Verbrennungsmotors zur
Folge. Für
verschiedene Arbeitsgeräte
mit verschiedenen Werkzeugen können
unterschiedliche Grenzdrehzahlen erforderlich sein, die eine Anpassung
des Drehzahlreglers an das jeweilige Gerät bzw. dessen Einsatzzweck
erforderlich machen. Damit geht ein hoher Konstruktions- und Entwicklungsaufwand
einher.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Arbeitsgerät derart
weiterzuentwickeln, daß eine
einfache und zuverlässige Drehzahlregelung
unter verschiedenen Betriebsbedingungen möglich ist.
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Die
Aufgabe wird durch ein handgeführtes Arbeitsgerät mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Es
wird ein handgeführtes
Arbeitsgerät
mit einer Motoreinheit und einer von der Motoreinheit angetriebenen
Werkzeugeinheit vorgeschlagen, wobei die Motoreinheit einen Verbrennungsmotor mit
einem Vergaser und einer im Vergaser angeordneten Drosselklappe
zur Leistungssteuerung des Verbrennungsmotors umfaßt. Ein
vom Benutzer betätigter Gashebel
wirkt mittels einer Übertragungseinrichtung auf
die Drosselklappe ein. Die Übertragungseinrichtung
beispielsweise in Form eines Bowdenzuges oder eines Gestänges ist
in zwei Übertragungsabschnitte
aufgeteilt. Ein erster Übertragungsabschnitt ist
dem Gashebel zugeordnet, während
ein zweiter Übertragungsabschnitt
der Drosselklappe zugeordnet ist. Der Drehzahlregler ist als mechanischer Drehzahlregler
ausgeführt
und zwischen den beiden Übertragungsabschnitten
derart angeordnet, daß der Gashebel
mit dem ihm zugeordneten ersten Übertragungsabschnitt
sowie der Drehzahlregler auf dem gemeinsam der Drosselklappe zugeordneten
zweiten Übertragungsabschnitt
einwirken, wobei der Drehzahlregler bei steigender Drehzahl ein
Schließen
der Drosselklappe bewirkt.
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Die
mechanische Ausführung
des Drehzahlreglers ist einfach im Aufbau und zuverlässig. Mit
geringem Aufwand läßt sich
eine an die jeweiligen Verhältnisse
angepaßte
Kennlinie und damit seine Wirkung zur Einstellung der gewünschten
Drehzahlcharakteristik einstellen. Gashebel und Drehzahlregler wirken
gemeinsam auf die gleiche Drosselklappe. Eine Drehzahlabregelung
entspricht in ihrer Wirkung einem verringerten Gasgeben mit entsprechend
verringerter Geräuschentwicklung.
Der Verbrennungsmotor führt
auch im abgeregelten Zustand eine saubere Verbrennung durch, so
daß dessen
Lauf- und Abgasverhalten ohne Beeinträchtigung bleibt. Der Benutzer
kann mit dem Gashebel nach Belieben eine gewünschte Leistung vorwählen. Die
benutzerseitig gewählte
Leistungseinstellung bleibt im gewöhnlichen Betrieb unbeeinträchtigt und
wird erst beim Eingreifen des Drehzahlreglers allein durch Rückstellung
der Drosselklappe übersteuert.
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Die
Anordnung selbst ist einfach im Aufbau. Vergaser und Zündung bedürfen keiner
konstruktiven Überarbeitung.
Verschiedene Drehzahlregler und Motoren sind untereinander austauschbar,
was die Anpassung an verschiedene Lärm- und Drehzahlanforderungen
erleichtert.
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Der
Drehzahlregler kann derart ausgestaltet sein, daß der Benutzer mittels des
Gashebels eine gewünschte
Arbeitsdrehzahl vorgibt, die durch den Drehzahlregler unabhängig von
Lastschwankungen zumindest näherungsweise
konstant gehalten wird. In bevorzugter Weiterbildung ist der Drehzahlregler ein
Drehzahlbegrenzer, der oberhalb einer vorgegebenen Grenzdrehzahl
ein Schließen
der Drosselklappe bewirkt. Ein Überdrehen
und eine übermäßige Schallentwicklung
sind verhindert. Unterhalb der Grenzdrehzahl bleibt der Drehzahlregler
ohne Wirkung. Der Benutzer kann in diesem Falle über den Gashebel eine beliebige
Motorleistung bzw. Drehzahl einstellen.
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Es
kann zweckmäßig sein,
daß der
Gashebel mit dem zugehörigen
ersten Übertragungsabschnitt
und der Drehzahlregler im wesentlichen starr in Reihe geschaltet
sind. Die Benutzereinstellung des Gashebels wird hierbei dauerhaft
durch den Stellweg des Drehzahlreglers überlagert. In vorteilhafter
Weiterbildung ist der Drehzahlregler zumindest bezogen auf eine
Schließrichtung
der Drosselklappe im wesentlichen starr über den zweiten Übertragungsabschnitt
mit der Drosselklappe verbunden, wobei der Gashebel gemeinsam mit
dem zugehörigen
ersten Übertragungsab schnitt über eine
insbesondere vorgespannte elastische Federeinrichtung an den zweiten Übertragungsabschnitt
angekoppelt ist. Die in Schließrichtung
starre Ankopplung des Drehzahlreglers an die Drosselklappe stellt
sicher, daß beim
Eingreifen des Drehzahlreglers dessen Stellweg unabhängig von
der Stellung des Gashebels schließend auf die Drosselklappe
einwirkt. Eine Drehzahlreduzierung bzw. Drehzahlbegrenzung erfolgt
ausschließlich
in Abhängigkeit
von der tatsächlichen Drehzahl
des Verbrennungsmotors und ohne Beeinflussung der aktuellen Gashebelstellung.
Unterhalb der Grenzdrehzahl erfolgt seitens des Drehzahlreglers
keine Überlagerung
mit der benutzerseitig gewählten
Gasstellung. Die elastische Einkopplung an den zweiten Übertragungsabschnitt
ermöglicht
eine mechanische Reihenschaltung von Gashebel und Drehzahlregler. Über die
Wahl der Federvorspannung kann auch die Regelcharakteristik des
Drehzahlreglers sowie dessen An- und Abkoppelcharakteristik an den
Gashebel bzw. dessen ersten Übertragungsabschnittes
eingestellt werden.
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In
einer bevorzugten Ausführung
umfaßt hierzu
der zweite Übertragungsabschnitt
eine schwenkbare Koppelwelle, an der der Drehzahlregler angreift.
Der erste Übertragungsabschnitt
umfaßt
einen Koppelhebel, der schwenkbar auf der Koppelwelle gelagert ist.
Die Koppelwelle und der Koppelhebel sind über die insbesondere als Drehfeder
ausgeführte
Federeinrichtung in Schwenkrichtung miteinander verbunden. Es ist
eine kompakte und einfache Baugruppe als Koppeleinrichtung gebildet,
in der der vom Benutzer über
den Gashebel vorgegebene Stellweg und der Stellweg des mechanischen
Drehzahlreglers zusammengeführt
und von dort aus gemeinsam zur Drosselklappe weitergeführt wird.
Die koaxiale Bauweise ist zumindest näherungsweise spielfrei. Die
insbesondere als Drehfeder ausgeführte Federeinrichtung kann
eine flache Federkennlinie haben, also weicher ausgeführt sein
als die Rückstellfeder
des Gashebels, wodurch im gewöhnlichen
Betrieb die vom Benutzer am Gashebel aufzubringende Betätigungskraft
zumindest näherungsweise
unbeeinflußt
bleibt.
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In
einer zweckmäßigen Ausführung umfaßt der Drehzahlregler
eine vom Verbrennungsmotor angetriebene Reglerwelle mit mindestens
einem, insbesondere zwei sich gegenüber liegenden Fliehgewichten,
wobei das Fliehgewicht in radialer Richtung schwenkbar gelagert
ist und auf Mittel zur Erzeugung einer axialen Regelbewegung einwirkt.
Die schwenkbare Lagerung der Fliehgewichte ermöglicht die Einstellung einer
nicht linearen, insbesondere progressiven Kennlinie. Hierdurch kann
mit einfachen Mitteln sichergestellt werden, daß der Drehzahlregler erst oberhalb
der vorgegebenen Grenzdrehzahl spürbar eingreift, während er
darunter ohne Einfluß auf
die benutzerseitig gewählte
Gasstellung bleibt. Die Umsetzung der Schwenkbewegung der Fliehgewichte
in eine axiale Regelbewegung ist bevorzugt durch eine auf der Reglerwelle
angeordnete, axial verschiebbare Regelhülse gebildet.
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Das
Fliehgewicht ist vorteilhaft um eine insbesondere tangential zu
einer Drehachse der Reglerwelle liegende Schwenkachse schwenkbar
gelagert, wobei ein Massenschwerpunkt des Fliehgewichtes innerhalb
des Regelbereiches radial innenseitig der Schwenkachse liegt. Hierbei
weist der Massenschwerpunkt bezogen auf die radiale Fliehkraftrichtung
einen Hebelarm zur Schwenkachse auf. Die Fliehkraft übt in Verbindung
mit dem Hebelarm ein Schwenkmoment auf das Fliehgewicht um die Schwenkachse
herum aus. Infolge der radial innenseitigen Anordnung des Massenschwerpunktes
vergrößert sich
dieser Hebelarm mit steigender Auslenkung des Fliehgewichtes, wodurch
das auslenkende Moment größer wird.
Es entsteht eine progressive Regelkennlinie.
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Bei
vorbekannten mechanischen Drehzahlreglern liegt die Schwenkachse
der Fliehkörper
nahe der Drehachse des Reglers, während die Massenschwerpunkte
der Fliehkörper
radial außenseitig
davon angeordnet sind. Obwohl die an den Massenkörpern wirkende Fliehkraft mit
steigender Drehzahl quadratisch ansteigt, wird dieser Effekt durch
eine Verkleinerung des wirksamen Hebelarms bei steigender Auslenkung
kompensiert. Es ergibt sich eine degressive Kennlinie, die zu Beginn
des Regelbereiches mit steigender Drehzahl steil ansteigt, sich
dann aber mit weiter steigender Drehzahl einem relativ konstanten
Wert annähert.
Die im oberen Drehzahlabschnitt des Regelbereiches flache Regelkennlinie nach
dem Stand der Technik bewirkt, daß der Regler langsamer und
insgesamt stabiler regelt. Drehzahlschwankungen wirken sich weniger
stark auf die Stellung der Drosselklappe aus. Dadurch ist es nicht möglich, mit
herkömmlichen
mechanischen Drehzahlreglern die Drosselklappe vollständig zu
schließen.
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In
vielen Anwendungen, insbesondere bei Freischneidern oder dergleichen,
kann jedoch eine vollständige
Schließung
der Drosselklappe durch den Drehzahlregler erforderlich sein. Bei
höheren Drehzahlen,
in denen beispielsweise der Freischneider betrieben wird, kann es
durch Restgaskerne im Zylinder oder durch glühende Rückstände zur Selbstzündung, dem
sogenannten Glühzünden kommen. Sofern
auf eine Zündungsabschaltung
verzichtet wird, ist dann eine Drehzahlabregelung allein durch mehr
oder weniger vollständiges
Schließen
der Drosselklappe möglich.
Dies wird durch die beanspruchte progressive Reglerkennlinie erreicht,
indem die Massenschwerpunkte der Fliehgewichte radial innenseitig
der Schwenkachsen liegen.
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Bei
verschiedenen motorisch angetriebenen Arbeitsgeräten kann auch der Einsatz unterschiedlicher
Werkzeuge am gleichen Arbeitsgerät
zweckmäßig sein.
Ein Freischneider wird beispielsweise mit einem Mähfaden,
aber auch mit einem metallischen Dickichtmesser betrieben. Je nach
Werkzeugwahl muß der
gleiche Motor unterschiedliche Abtriebsmomente aufbringen. Um eine
wirksame Abregelung bei solcherart variierenden Abtriebsmomenten
mit dem gleichen Drehzahlregler zu ermöglichen, ist ein Regelbereich
erforderlich, der vorzugsweise den vollständigen nutzbaren Drosselklappenwinkelbereich
zwischen einschließlich
beispielsweise 15° für den Leerlauf
und einschl. 90° für Vollast
umfaßt.
Dies wird durch den progressiven Kennlinienverlauf infolge der radial
außenliegenden
Schwenkachsen und der radial innenseitig davon angeordneten Massenschwerpunkte
der Fliehgewichte erreicht.
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In
bevorzugter Weiterbildung wirken die Mittel zur Erzeugung der axialen
Regelbewegung auf einen Schwenkhebel ein, wobei bevorzugt eine Schwenkachse
des Schwenkhebels im wesentlichen senkrecht zu einer Drehachse der
Reglerwelle angeordnet ist. Der Schwenkhebel kann mit geringem Platzbedarf
beispielsweise durch eine Gehäusewand hindurchgeführt werden
und ermöglicht
im Bereich seiner Schwenkachse eine zuverlässige Abdichtung gegen Öl und Schmutz.
Durch Verzicht auf eine lineare bzw. axiale Steilbewegung sind Undichtigkeiten in
diesem Bereich vermieden. Die Anordnung der Schwenkachse senkrecht
zur Drehachse der Reglerwelle ermöglicht eine kompakte Bauform.
Sofern als Reglerwelle die Kurbelwelle des Verbrennungsmotors vorgesehen
ist, kann der Schwenkhebel unmittelbar in Richtung zum Vergaser
geführt
werden, wodurch sich eine kurze und spielfreie Kraftübertragung ergibt.
Fliehkraftkupplung, Zündung
und andere von der Kurbelwelle direkt angetriebene Elemente werden
platzsparend räumlich
umgangen.
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Die
Anordnung aus den Fliehgewichten und den Mitteln zur Erzeugung der
axialen Regelbewegung ist vorteilhaft in einem geschlossenen, insbesondere
mit einem Schmiermittel versehenen Reglerraum angeordnet, wobei
der Schwenkhebel im Bereich seiner Schwenkachse aus dem Reglerraum
herausgeführt
ist und außenseitig
auf den zweiten Übertragungsabschnitt
der Übertragungseinrichtung zum
Vergaser einwirkt. Der Reglerraum kann in einem Getriebegehäuse oder
in einem Kurbelgehäuse vorgesehen
sein. Es kann auch ein eigenständiger Reglerraum
zweckmäßig sein,
der. in fluidischer Verbindung beispielsweise zum Kurbelgehäuse des Zweitakt-Verbrennungsmotors
steht. Eine dauerhafte, nahezu wartungsfreie Schmierung des Drehzahlreglers
ist sichergestellt. Seine kinematische Anbindung an den zweiten Übertragungsabschnitt
liegt außerhalb
des Reglerraumes und ist damit frei zugänglich. Eine An- und Abkopplung
beispielsweise von Motor- und Werkzeugeinheit sowie Justierarbeiten sind
vereinfacht.
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In
einer bevorzugten Ausführung
ist der Drehzahlregler in der Werkzeugeinheit angeordnet. Dies erlaubt
viele Variationsmöglichkeiten
zur Anpassung der eingestellten Maximaldrehzahl. Insbesondere kann
unabhängig
vom verwendeten Motor die Drehzahl einer geeigneten Reglerwelle
in der Werkzeugeinheit als Referenzgröße für die Regelcharakteristik zugrundegelegt
werden. Beispielsweise bei sogenannten "Multi-Geräten", bei denen austauschbare Werkzeugeinheiten
mit jeweils einer Basis-Motoreinheit verbunden werden, wird auch
der in der Werkzeugeinheit integrierte Drehzahlregler mit ausgetauscht.
Ohne weitere Einstellarbeiten ist jeder einzelnen austauschbaren
Werkzeugeinheit je ein eigener Drehzahlregler zugeordnet, der an
die spezifische Arbeitscharakteristik des zugeordneten Werkzeuges
angepaßt
ist. Mit dem Auswechseln der Werkzeugeinheit erfolgt selbsttätig eine
Anpassung der maximalen Motordrehzahl, ohne daß Justierarbeiten erforderlich
sind. Neben der mechanischen Verbindung zwischen der Motoreinheit
und der Werkzeugeinheit ist lediglich die Wirkverbindung des zweiten Übertragungsabschnittes
zwischen dem Drehzahlregler und dem Vergaser beim Austausch zu lösen bzw.
herzustellen. Dies kann durch einfaches Ein- bzw. Aushängen eines
Bowdenzuges geschehen. Weitere Tätigkeiten
des Benutzers sind beim Austausch nicht erforderlich.
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In
einer zweckmäßigen Weiterbildung
weist die Werkzeugeinheit ein Werkzeuggetriebe auf, wobei der Drehzahlregler
in dem Werkzeuggetriebe der Werkzeugeinheit angeordnet ist. Abhängig von
der jeweiligen Unter- bzw. Übersetzung
im Getriebe stehen verschiedene Referenzdrehzahlen für eine geeignete
Reglercha rakteristik zur Verfügung.
Gleichzeitig kann der Regler an das Schmiersystem des Werkzeuggetriebes
angeschlossen sein.
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Alternativ
kann es zweckmäßig sein,
den Drehzahlregler in einem Traggehäuse der Werkzeugeinheit anzuordnen.
Bei einer entsprechenden Bauausführung
ist zwischen der Motoreinheit und der Werkzeugeinheit ein Führungsrohr
mit einer darin verlaufenden Übertragungswelle
angeordnet, wobei die Übertragungswelle
durch das Traggehäuse
der Werkzeugeinheit hindurch zum Werkzeuggetriebe geführt ist.
Das Traggehäuse
dient beispielsweise zur Verbindung der Motoreinheit, des Führungsrohres
und eines Trägers
für die
Werkzeugeinheit, für Handgriffe,
Bedienelemente oder dergleichen. Durch die Aufnahme des Drehzahlreglers
in dem Traggehäuse
kann das Werkzeuggetriebe unverändert
belassen werden. Dort ist kein zusätzlicher Bauraum erforderlich.
Im Bereich des Traggehäuses
ist der Bauraum unkritisch und vereinfacht die Unterbringung des
Drehzahlreglers. Im übrigen
besteht eine räumliche
Nähe des
Traggehäuses
mit dem darin angeordneten Drehzahlregler zur Motoreinheit, was
eine kurze, steife und spielfreie Verbindung mittels des zweiten Übertragungsabschnittes
vereinfacht.
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In
einer zweckmäßigen Alternative
ist der Drehzahlregler innerhalb eines Kurbelgehäuses auf einer Kurbelwelle
des insbesondere als verlustgeschmierten, bevorzugt als Zweitaktmotor
ausgeführten
Verbrennungsmotors angeordnet. Vorteilhaft ist dabei der Drehzahlregler
in Achsrichtung der Kurbelwelle zwischen einer Kurbelwange, insbesondere zwischen
einem außerhalb
der Kurbelwange liegenden Kurbelwellenlager und einer auf der Kurbelwelle angeordneten
Fliehkraftkupplung angeordnet. Das ölhaltige Kraftstoff-/Luft-Gemisch
dringt ggf. durch das offene Kurbelwellenlager, umspült den Drehzahlregler
und führt
zu einer zuverlässigen,
dauerhaften Schmierung. Die Anordnung in bezug auf die Fliehkraftkupplung
ermöglicht
eine kompakte Bauform sowie eine unmittelbare räumliche Nähe zum Vergaser.
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In
zweckmäßiger Weiterbildung
ist ein außerhalb
des Kurbelgehäuses
liegender Hebelarm des Schwenkhebels im wesentlichen parallel zur
Kurbelwelle nach innen in Richtung der Mitte der Kurbelwelle bzw.
unter den Vergaser geführt.
Der Bauraum der Fliehkraftkupplung und der daran angeschlossenen
Werkzeugeinheit ist nicht beeinträchtigt. Gleichzeitig ist die
räumliche
Distanz vom Hebelarm des Schwenkhebels zum Vergaser verkürzt, was
eine direkte Kraftübertragung
vereinfacht.
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Der
Schwenkhebel ist vorteilhaft über
eine Zugstange mit einem Betätigungshebel
der Koppelwelle verbunden und dabei in ein Langloch des Betätigungshebels
eingehängt.
Die Koppelwelle ist vorteilhaft als eine die Drosselklappe tragende
Drosselklappenwelle ausgebildet. Mit wenig Bauteilen ist ein hoher
Integrationsgrad gebildet, der neben geringen Fertigungskosten eine
hohe Steilpräzision
ermöglicht.
Die Einhängung
der Zugstange in ein Langloch des Betätigungshebels erzeugt einen
Totweg des Drehzahlreglers. Hierdurch ist sichergestellt, daß der Drehzahlregler
erst oberhalb einer vorgegebenen Drehzahl eingreift. Im gewöhnlichen,
nicht abgeregelten Betrieb ist eine Entkopplung zwischen Gashebel
und Drehzahlregler gegeben, so daß der Drehzahlregler eine gewöhnliche
Betätigung
des Gashebels nicht beeinträchtigt.
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In
bevorzugter Weiterbildung sind der Koppelhebel für den Eingriff des ersten Übertragungsabschnittes
und der Betätigungshebel
zum Eingriff des Drehzahlreglers bezogen auf die Achsrichtung der Drosselklappenwelle
auf gegenüberliegenden
Seiten Vergasers angeordnet. Die Kraftübertragung vom Drehzahlregler
zum Betätigungshebel
und die Kraftübertragung
vom Gashebel zum Koppelhebel sind räumlich voneinander getrennt.
Die Bauweise ist platzsparend und erlaubt eine kinematisch saubere, spielfreie
Führung
der kraftübertragenden
Stellelemente.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es
zeigen:
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1 eine
Seitenansicht eines erfindungsgemäß ausgeführten Arbeitsgerätes am Beispiel
einer Motorhacke mit einer austauschbaren Motor- bzw. Werkzeugeinheit
und einem der Werkzeugeinheit zugeordneten Drehzahlregler;
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2 eine
schematische Prinzipdarstellung der mechanischen Kraftübertragung
vom Gashebel und vom mechanischen Drehzahlregler untereinander sowie
zur Drosselklappe des Vergasers;
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3 eine
geöffnete
Perspektivdarstellung des Traggehäuses der Motorhacke nach 1 mit einem
darin angeordneten mechanischen Drehzahlregler;
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4 eine
vergrößerte Detailansicht
der Anordnung nach 3 mit Einzelheiten des Drehzahlreglers
im Stillstand oder bei geringer Drehzahl;
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5 die
Anordnung nach 4 bei erhöhter Drehzahl;
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6 eine
Variante der Regleranordnung bei Positionierung auf der Kurbelwelle
mit Einzelheiten der Kraftübertragung
zur Drosselklappenwelle;
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7 eine
Rückansicht
der Anordnung nach 6 mit weiteren Einzelheiten
zur Ausgestaltung des Drehzahlreglers, seiner Kraftübertragung
zur Drosselklappenwelle und zur Ankopplung des Koppelhebels;
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8 eine
Seitenansicht des Drehzahlreglers nach den 3 bis 7 in
Ruheposition mit Einzelheiten zur Lage der Massenschwerpunkte der Fliehgewichte;
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9 die
Anordnung nach 8 bei erhöhter Drehzahl;
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10 eine
progressive Kennlinie des Drehzahlreglers nach den 3 bis 9 zur
Darstellung des Drosselklappenwinkels in Abhängigkeit von der Regler-Drehzahl.
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1 zeigt
in einer Seitenansicht ein erfindungsgemäß ausgeführtes, handgeführtes Arbeitsgerät am Beispiel
einer Motorhacke. Es kann auch ein Freischneider, Hochentaster oder
dergleichen vorgesehen sein.
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Das
Arbeitsgerät
umfaßt
eine Motoreinheit 1 mit einem darin angeordneten, nicht
näher dargestellten
Verbrennungsmotor so wie eine von der Motoreinheit 1 angetriebene
Werkzeugeinheit 2.
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Die
Werkzeugeinheit 2 umfaßt
ein Traggehäuse 25,
ein Werkzeuggetriebe 26, ein Hackwerkzeug 35,
ein Schutzschild 37 für
das Hackwerkzeug 35 sowie einen Träger 38 mit einem daran
angeordneten Handgriff 39.
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Durch
das Traggehäuse 25 hindurch
ist ein Führungsrohr 23 mit
einer innenliegenden, in 3 dargestellten Übertragungswelle 24 hindurchgeführt. Das
Führungsrohr 23 ist
am Traggehäuse 25,
an der Motoreinheit 1 sowie am Werkzeuggetriebe 26 befestigt
und stellt zwischen diesen eine mechanisch tragende Verbindung her.
Des weiteren ist der Träger 38 mit
dem Handgriff 39 im Traggehäuse 25 befestigt, demnach
der Träger 38,
das Traggehäuse 25,
das Führungsrohr 23 und
das Werkzeuggetriebe 26 eine mechanisch zusammenhängende Einheit
bilden.
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Die
Motoreinheit 1 ist als sogenannter "Multi-Motor" ausgeführt und bildet ein eigenständig lauffähiges Modul.
Die Motoreinheit 1 ist modulartig austauschbar am Führungsrohr 23 der
Werkzeugeinheit 2 befestigt und zur austauschbaren Verwendung
an weiteren, in ihrer Bauform gegebenenfalls abweichenden Werkzeugeinheiten
vorgesehen.
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Im
Betrieb treibt die Motoreinheit 1 über die in 3 dargestellte Übertragungswelle 24 das Hackwerkzeug 35 an.
Hierzu wird die Drehzahl der Übertragungswelle 24 (3)
im Werkzeuggetriebe 26 hinsichtlich Drehzahl und Verlauf
der Drehachse umgewandelt: Das Hackwerkzeug 35 wird um
eine Werkzeug welle 36 drehend angetrieben, deren Drehachse
quer und senkrecht zur Drehachse der Übertragungswelle 24 liegt.
Dabei ist die Drehzahl der Werkzeugwelle 36 gegenüber der
Drehzahl der Übertragungswelle 24 (3)
herabgesetzt.
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Zur
Versorgung des Verbrennungsmotors der Motoreinheit 1 mit
einem Kraftstoff-/Luft-Gemisch ist ein in der Motoreinheit 1 angeordneter
und in 2 schematisch dargestellter Vergaser 3 vorgesehen,
in dem zur Leistungssteuerung des Verbrennungsmotors eine schwenkbar
gelagerte Drosselklappe 4 (2, 6, 7)
angeordnet ist. An der Unterseite des Handgriffs 39 ist
ein vom Benutzer zu betätigender
Gashebel 6 angeordnet, der mittels einer Übertragungseinrichtung 5 auf
die Drosselklappe 4 einwirkt.
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Das
Arbeitsgerät
weist einen mechanischen Drehzahlregler 7 auf, dessen Einzelheiten
weiter unten näher
beschrieben sind, und der im Ausführungsbeispiel nach 1 in
der Werkzeugeinheit 2, hier im Werkzeuggetriebe 26 angeordnet
ist.
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Die Übertragungseinrichtung 5 vom
Gashebel 6 zur Drosselklappe 4 (2)
ist im Ausführungsbeispiel
nach 1 als zweiteiliger Bowdenzug ausgeführt. Es
kann aber auch ein mehrteiliges Gestänge oder dgl. zweckmäßig sein.
Die Übertragungseinrichtung 5 ist
in zwei Übertragungsabschnitte 8, 9 aufgeteilt.
Der erste als Bowdenzug ausgeführte Übertragungsabschnitt 8 verläuft vom
Gashebel 6 zum Drehzahlregler 7 in der Werkzeugeinheit 2.
Von dort verläuft
ein zweiter Übertragungsabschnitt 9 ebenfalls
in Form eines Bowdenzuges zur Motoreinheit 1 und steht
dort in Wirkverbindung zur Drosselklappe 4 (2).
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Der
Drehzahlregler 7 steht in mechanischer Verbindung zu einer
geeigneten drehenden Welle der Werkzeugeinheit 2. Diese
kann die Werkzeugwelle 36 oder die Übertragungswelle 24 (3)
sein. Die jeweilige Drehzahl der vorgenannten Welle oder auch die
Drehzahl einer anderen geeigneten Welle der Werkzeugeinheit 2 dient
als Antrieb bzw. Referenzgröße des Drehzahlreglers 7 zur
Regelung der Drehzahl bzw. Motorleistung. Durch Anordnung des Drehzahlreglers 7 in
der Werkzeugeinheit 2 kann diese Referenzdrehzahl auf die
spezifischen Anforderungen einer jeweiligen austauschbaren Werkzeugeinheit 2 angepaßt werden.
Verschiedene Werkzeugeinheiten 2 können verschiedene, voreingestellte
Referenzdrehzahlen aufweisen, mit denen die austauschbare Motoreinheit 1 angesteuert
wird. Die gleiche Motoreinheit 1 erfährt an verschiedenen Werkzeugeinheiten 2 verschiedene,
angepaßte
Drehzahlcharakteristiken bzw. Grenzdrehzahlen.
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Eine
Verbindungsstelle zwischen den beiden Übertragungsabschnitten 8, 9 ist
in der Werkzeugeinheit 2 am Drehzahlregler 7 vorgesehen.
Beim Austausch der Motoreinheit 1 ist neben der mechanischen
Verbindung lediglich die Wirkverbindung des zweiten Übertragungsabschnittes 9 zwischen
der Motoreinheit 1 und der Werkzeugeinheit 2 zu
trennen bzw. herzustellen. Nach erfolgtem Anschluß der Motoreinheit 1 unterliegt
diese dem Einfluß des
der jeweiligen Werkzeugeinheit 2 zugeordneten Drehzahlreglers 7.
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Ein
diagrammartiges Funktionsschaubild der Ansteuerung der Drosselklappe 4 über den
Gashebel 6 und den Drehzahlregler 7 ist in 2 dargestellt.
In einem Ansaugkanal des Vergasers 3 ist die Drosselklappe 4 mit
einer Drosselklappenwelle 40 schwenkbar gelagert und im
halbgeöffneten
Zustand dargestellt. Ausgehend von diesem halbgeöffneten Zustand ist die Drosselklappe 4 entsprechend
einem Pfeil 10 in Schliegrichtung bzw. entsprechend einem Pfeil 11 in Öffnungsrichtung
schwenkbar. Zur Betätigung
der Schwenkbewegung ist an der Drosselklappenwelle 40 ein
Drosselklappenhebel 41 angeordnet, in dem der zweite Übertragungsabschnitt 9 der Übertragungseinrichtung 5 eingehängt ist.
Am gegenüberliegenden
Ende ist der zweite Übertragungsabschnitt 9 mit
einem Betätigungshebel 13 einer
Koppeleinrichtung verbunden, an der auch der Drehzahlregler 7 angreift.
Die Koppeleinrichtung umfaßt
des weiteren einen koaxial zum Betätigungshebel 13 verschwenkbaren
Koppelhebel 15, auf den der Gashebel 6 mittels
des ersten Übertragungsabschnittes 8 der Übertragungseinrichtung 5 einwirkt.
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Der
Koppelhebel 15 und der Betätigungshebel 13 sind über eine
zwischenliegende Federeinrichtung 12 mit einander verbunden.
Die Federeinrichtung 12 ist elastisch derart vorgespannt,
daß der
Betätigungshebel 13 mittels
eines Anschlags an dem Koppelhebel 15 anliegt. Die Vorspannkraft
der Federeinrichtung 12 in Zugrichtung ist derart bemessen, daß im gewöhnlichen
Betrieb eine starre Verbindung zwischen dem Betätigungshebel 13 und
dem Koppelhebel 15 hergestellt ist. Beim Gasgeben mit dem Gashebel 6 wird
im ersten Übertragungsabschnitt 8 eine
Zugkraft aufgebracht, die im wesentlichen starr über den Koppelhebel 15,
die Federeinrichtung 12 und den Betätigungshebel 13 in
den zweiten Übertragungsabschnitt 9 eingeleitet
und von dort ebenfalls im wesentlichen starr auf die Drosselklappe 4 übertragen wird.
Die übertragene
Zugkraft bewirkt eine Verschwenkung der Drosselklappe 4 in
der Öffnungsrichtung 11.
Hierzu muß die
Vorspannkraft einer am Koppelhebel 15 angreifenden Rückstellfeder 42 überwunden
werden. Beim Rückstellen
des Gashebels 6 und Nachlassen der Zugkraft in der Übertragungseinrichtung 5 bewirkt
die Rückstellfeder 42 ein selbsttätiges Schließen der
Drosselklappe 4 in der Schließrichtung 10. Die
Rückstellfeder 42 der
Drosselklappe 4 ist steifer als die Federeinrichtung 12, weist
also eine steilere Federkennlinie auf. Die im Vergleich dazu erheblich
weichere Federeinrichtung 12 hat dadurch nur geringe Rückwirkungen
auf die Betätigungskräfte am Gashebel 6.
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Der
Drehzahlregler 7 ist zumindest bezogen auf die Schließrichtung 10 der
Drosselklappe 4 im wesentlichen starr an den Betätigungshebel 13 und darüber zusammen
mit dem zweiten Übertagungsabschnitt 9 mit
der Drosselklappe 4 verbunden. Bei gegebener Stellung des
Gashebels 6 und des Koppelhebels 15 sowie bei Überschreitung
einer voreingestellten Grenzdrehzahl zieht der Drehzahlregler 7 den
Betätigungshebel 13 entgegen
der Vorspannkraft der Federeinrichtung 12 an. Hierdurch
wird unabhängig
von der Stellung des ersten Übertragungsabschnittes 8 der
zweite Übertragungsabschnitt 9 in Richtung
eines Pfeiles 44 bewegt und die Drosselklappe 4 in
die Schließrichtung 10 verschwenkt.
Die Leistung des Verbrennungsmotors wird reduziert. Ein übermäßiger Drehzahlanstieg
bzw. das Überschreiten
einer gewünschten
Maximaldrehzahl wird verhindert. Der Drehzahlregler 7 ist
demnach ein Drehzahlbegrenzer, der oberhalb einer vorgegebenen Grenzdrehzahl
ein Schließen
der Drosselklappe 4 bewirkt. Die Ankopplung des Drehzahlreglers 7 kann
insbeson dere durch die Federcharakteristik bzw. Federvorspannung
der Federeinrichtung 12 derart eingestellt werden, daß auch bei
abweichenden, insbesondere geringeren Drehzahlen ein Konstanthalten
einer vom Benutzer durch Stellung des Gashebels 6 vorgegebenen
Drehzahl durchgeführt
wird. Hierbei kann der Drehzahlregler 7 sowohl in der Schließrichtung 10 als
auch in der Öffnungsrichtung 11 auf
die Drosselklappe 4 einwirken.
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Über die
gezeigte Koppeleinrichtung wirken sowohl der Drehzahlregler 7 als
auch der Gashebel 6 mit dem ihm zugeordneten ersten Übertragungsabschnitt 8 gemeinsam
mittels des zweiten Übertragungsabschnittes 9 derart
auf die Drosselklappe 4 ein, daß im gewöhnlichen Betrieb eine Verstellung des
Gashebels 6 zu einem Stellweg des zweiten Übertragungsabschnittes 9 entsprechend
einem Doppelpfeil 43 führt.
Dementsprechend wird ein öffnen
der Drosselklappe in der Öffnungsrichtung 11 oder
ein Schließen
in der Schließrichtung 10 bewirkt. Bei übermäßig steigender
Drehzahl insbesondere im Bereich einer voreingestellten Grenzdrehzahl
oder darüber
hinaus greift der Drehzahlregler 7 ein und bewirkt ein
Schließen
der Drosselklappe 4 in der Schließrichtung 10.
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3 zeigt
eine Variante der Erfindung nach 1, bei der
der Drehzahlregler 7 im geöffnet dargestellten Traggehäuse 25 angeordnet
ist. Das Führungsrohr 23 mit
einer koaxial darin drehend von der Motoreinheit 1 (1)
angetriebenen Übertragungswelle 24 ist
durch das Traggehäuse 25 hindurchgeführt. Das
Führungsrohr 23 ist
zweigeteilt unter Bildung einer Teilungsstelle 45 ausgeführt, während die Übertragungswelle 24 durchgängig die
Teilungsstelle 45 überbrückt. Auf
einem in der Teilungsstelle 45 freiliegenden Abschnitt 46 der Übertragungswelle 24 ist ein
erstes Zahnrad 47 drehstarr befestigt. Ein zweites Zahnrad 48 ist
auf einer achsparallel zur Übertragungswelle 24 gelagerten
Reglerwelle 16 angeordnet und steht mit dem ersten Zahnrad 47 in
Eingriff. Der mechanische Drehzahlregler 7 bildet eine
Baueinheit mit der Reglerwelle 16 und dem zweiten Zahnrad 48.
Durch Wahl unterschiedlicher Zähnezahlen
der beiden Zahnräder 47, 48 kann
eine geeignete Drehzahl der Reglerwelle 16 bzw. des Drehzahlreglers 7 und
damit eine geeignete Regelcharakteristik eingestellt werden. Es
kann auch zweckmäßig sein,
den Drehzahlregler 7 direkt auf der Übertragungswelle 24 anzuordnen.
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Weitere
Einzelheiten des von der Übertragungswelle 24 angetriebenen
Drehzahlreglers 7 im Traggehäuse 25 nach 3 sind
im Zusammenhang mit den 4 und 5 näher beschrieben:
Demnach sind zwei bezogen auf eine Drehachse 21 der Reglerwelle 16 sich
diametral gegenüberliegende Fliehgewichte 17 vorgesehen,
die bezogen auf die Drehachse 21 in radialer Richtung schwenkbar
gelagert sind. Nach 4 befinden sich die Fliehgewichte 17 in
einer Ruheposition bzw. in einer Schwenkposition, die einer geringen
Drehzahl oder einer Arbeitsdrehzahl des Antriebsmotors entspricht.
Hierzu sind die Fliehgewichte 17 mit tangential verlaufenden Schwenkachsen 49 im
zweiten Zahnrad 48 schwenkbar gelagert und radial nach
innen geneigt.
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Die
Fliehgewichte 17 wirken abhängig von der Drehzahl bzw.
den daraus resultierenden, auf sie einwirkenden Fliehkräften auf
Mittel zur Erzeugung einer axialen Regelbewegung. Diese Mittel sind
im Ausführungsbeispiel
nach den 3 bis 5 durch eine auf
der Reglerwelle 16 angeordnete, axial verschiebbare Regelhülse 18 gebildet.
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Des
weiteren ist ein Schwenkhebel 19 vorgesehen, der im Traggehäuse 25 um
eine Schwenkachse 20 schwenkbar gelagert ist. Die Schwenkachse 20 des
Schwenkhebels 19 liegt im wesentlichen senkrecht sowie
seitlich versetzt zur Drehachse 21 der Reglerwelle 16.
Im Innenraum des Traggehäuses 25 ist
der Schwenkhebel 19 mit einem etwa rechtwinklig abstehenden
Hebelarm 32 versehen, der mit seinem freien Ende stirnseitig
an der Regelhülse 18 anliegt. Ein
axialer Verschiebeweg der Regelhülse 18 überträgt sich
auf den Hebelarm 32 und erzeugt eine Verschwenkung des
Schwenkhebels 19 um die Schwenkachse 20.
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Eine
derart verschwenkte Position des Schwenkhebels 19 ist in 5 gezeigt.
Bei Erreichen oder Überschreiten
einer Grenzdrehzahl sind die Fliehgewichte 17 um ihre Schwenkachse 49 radial nach
außen
verschwenkt und verschieben über
innenseitige Klauen die Regelhülse 18 in
Richtung der Drehachse 21 auf den Hebelarm 32 des
Schwenkhebels 19 zu. Hierdurch ist der Schwenkhebel 19 mit seinem
Hebelarm 32 um seine Schwenkachse 20 vom Zahnrad 48 fortweisend
verschwenkt.
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Der
Darstellung nach den 4 und 5 ist noch
zu entnehmen, daß die
Anordnung aus den Fliehgewichten 17 und den Mitteln zur
Erzeugung der axialen Regelbewegung in einem geschlossenen Reglerraum 22 angeordnet
sind. Der geschlossene Reglerraum 22 ist durch den Innenraum
des Traggehäuses 25 gebildet,
kann aber auch der Innenraum des Werkzeuggetriebes 26 (1)
sein. Zur Schmierung des Schwenkhebels 19, der schwenkbewegli chen
Fliehgewichte 17 sowie der Zahnräder 47, 48 ist der
Regelraum mit einem Schmiermittel wie Öl oder Fett versehen.
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Der
Schwenkhebel 19 ist im Bereich seiner Schwenkachse 20 aus
dem Reglerraum 22 herausgeführt. Auf der Außenseite
des Traggehäuses 25 erfolgt
eine Ankopplung des Schwenkhebels 19 an den zweiten Übertragungsabschnitt 9 entsprechend
der Darstellung nach 2. Es kann auch eine analoge Ankopplung
zur Darstellung nach den 6 und 7 zweckmäßig sein.
Der Schwenkhebel 19 führt als
Teil des Drehzahlreglers 7 (3) ausschließlich eine
Schwenkbewegung aus, die eine Abdichtung des Reglerraums 22 gegenüber der
Umgebung im Bereich der Schwenkachse 20 vereinfacht.
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Bei
einer Anordnung im Werkzeuggetriebe 26 nach 1 ist
der Drehzahlregler 7 entsprechend den 3 bis 5 in
vergleichbarer Weise aufgebaut.
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Ein
weiteres Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in den 6 und 7 gezeigt.
Dort ist von dem nicht näher
dargestellten, als Zweitaktmotor ausgeführten Verbrennungsmotor der
Motoreinheit 1 (1) nur der Bereich einer Kurbelwelle 28 gezeigt, die
in einem im einzelnen nicht dargestellten Kurbelgehäuse 27 drehend
gelagert ist. Die drehende Lagerung der Kurbelwelle 28 erfolgt über zwei
als Kugellager ausgebildete Kurbelwellenlager 30 mit einer Drehachse 21.
Zwischen den beiden Kurbeiwellenlagern 30 weist die Kurbelwelle 28 zwei
in axialer Richtung mit Abstand zueinander liegende Kurbelwangen 29 auf,
zwischen denen ein exzentrisch zur Drehachse 21 liegender
Kurbelzapfen 50 angeordnet ist. Am Kurbelzapfen 50 greift
ein nicht darge stellter Pleuel eines ebenfalls nicht dargestellten
Kolbens an. Es ist eine einzylindrige Bauweise mit nur einem Kurbelzapfen 50 vorgesehen.
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Im
Ausführungsbeispiel
nach den 6 und 7 ist ein äußeres Ende 52 der
Kurbelwelle 28 mit einem Gewinde versehen, mittels dessen
eine nicht dargestellte Fliehkraftkupplung verschraubt und angetrieben
wird. Die Fliehkraftkupplung bildet einen Abtrieb des Verbrennungsmotors,
von dem aus die Motorleistung ab einer vorbestimmten Drehzahl mittels
der Übertragungswelle 24 (3)
zur Werkzeugeinheit 2 (1) übertragen
wird. In der gezeigten Ausführung
ist der Drehzahlregler 7 innerhalb des Kurbelgehäuses 27 auf
der Kurbelwelle 28 angeordnet. Die Kurbelwelle 28 dient
dabei als Reglerwelle 16. Dabei ist der Drehzahlregler 7 in
Achsrichtung der Kurbelwelle 28 zwischen der Fliehkraftkupplung
und dem der Fliehkraftkupplung zugewandten Kurbelwellenlager 30 axial
außerhalb
der zugeordneten Kurbelwange 29 angeordnet. Dieser Bereich
des Kurbelgehäuses 27 dient
als Reglerraum 22 und unterliegt dem Einfluß der Verlustschmierung
durch ölhaltiges Kraftstoff-/Luft-Gemisch
des Verbrennungsmotors. Dieses dringt durch die offenen Abschnitte
des durchlässigen
Kurbelwellenlagers 30 zum Drehzahlregler 7 vor
und dient als Schmiermittel für
den Drehzahlregler 7. Ebenso kann es zweckmäßig sein,
einen eigenständig
geschmierten, vom Kurbelgehäuse 27 abgetrennten
Reglerraum 22 vorzusehen. In vorteilhafter Alternative
sind der Reglerraum 22 und das Kurbelgehäuse 27 zwar
räumlich
voneinander getrennt, stehen jedoch mittels geeigneter Bohrungen oder
dgl. in fluidischer Verbindung zueinander, so daß die Verlust schmierung im
Kurbelgehäuse 27 auch
den Reglerraum 22 erreichen kann.
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Der
Fliehkraftregler 7 entspricht in seiner Funktion und seinem
Aufbau im wesentlichen dem Fliehkraftregler 7 nach den 3 bis 5:
Zwei um Schwenkachsen 49 verschwenkbar gelagerte Fliehgewichte 17 wirken
auf eine axial auf der Reglerwelle 16 bzw. der Kurbelwelle 28 verschiebbare
Regelhülse 18.
An der dem Kurbelwellenlager 30 bzw. der Kurbelwange 29 zugewandten
Stirnseite der Regelhülse 18 liegt
ein innerer Hebelarm 32 des Schwenkhebels 19 an.
Die Schwenkachse 20 des Schwenkhebels 19 verläuft rechtwinklig
zur Drehachse 21 und dabei nach unten versetzt zur Vergaserseite
des Verbrennungsmotors. Sie ist durch eine Dichtung 51 in einer
nicht dargestellten Wand des Kurbelgehäuses 27 aus dem Kurbelgehäuse 27 herausgeführt und geht
auf der rückwärtigen Außenseite
des Verbrennungsmotors in einen rechtwinklig abgewinkelten, im wesentlichen
parallel zur Drehachse 21 verlaufenden äußeren Hebelarm 31 über. In
den übrigen
Merkmalen und Bezugszeichen stimmt die Anordnung des Drehzahlreglers 7 nach 6 mit
demjenigen nach den 3 bis 5 überein.
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Der
Darstellung nach 6 ist zu entnehmen, daß die in 2 schematisch
dargestellte Koppeleinrichtung auf der Drosselklappenwelle 40 der Drosselklappe 4 angeordnet
ist. Die weiteren Teile des Vergasers 3 (2, 7)
sind in 6 der besseren Übersichtlichkeit
halber nicht dargestellt.
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Der
Koppelhebel 15 für
den Eingriff des ersten Übertragungsabschnittes 8 ist
bezogen auf die Achsrichtung der Drosselklap penwelle 40 auf
einer Seite der Drosselklappe 4 und der Betätigungshebel auf
der gegenüberliegenden
Seite der Drosselklappe 4 angeordnet. Der zweite Übertragungsabschnitt 9 umfaßt eine
schwenkbare Koppelwelle 14, die im gezeigten Ausführungsbeispiel
durch die die Drosselklappe 4 tragende Drosselklappenwelle 40 gebildet ist.
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Der
Koppelhebel 15 bildet einen Drosselklappenhebel 41 und
ist schwenkbar auf der Koppelwelle 14 gelagert. Mit dem
zugeordneten äußeren Ende
der Koppelwelle 14 ist ein Federhebel 53 drehfest
verschraubt. Die Federeinrichtung 12 ist als schraubenförmige Drehfeder
ausgeführt
und umschlingt die Koppelwelle 14 zwischen dem Koppelhebel 15 und
dem Federhebel 53. An beiden vorgenannten Hebeln ist je
ein Ende der Federeinrichtung 12 eingehängt, woraus sich eine elastisch
federnde, vorgespannte Schwenkverbindung zwischen dem Koppelhebel 15 und
dem Federhebel 53 ergibt. Der den Drosselklappenhebel 41 bildende
Koppelhebel 15 ist drehelastisch über die Federeinrichtung 12, den
Federhebel 53 und die Koppelwelle 14 mit dem Betätigungshebel 13 verbunden.
Darüber
hinaus ist noch eine ebenfalls als schraubenförmige Drehfeder ausgeführte Rückstellfeder 42 vorgesehen,
die ebenfalls auf den Drosselklappenhebel 41 bzw. auf den Koppelhebel 15 einwirkt.
Hieraus ergibt sich die gleiche Wirkungsweise einer Koppeleinrichtung
entsprechend der schematischen Darstellung nach 2.
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Der
Drehzahlregler 7 wirkt mittels des Hebelarmes 31 und
einer an dessen äußeren Ende
eingehängten
Zugstange 33 auf den Betätigungshebel 13 ein.
Hierzu ist die Zugstange 33 gelenkig und spielfrei mit
dem äußeren Ende
des Hebelarmes 31 vom Schwenk hebel 19 verbunden
und gegenüberliegend in
ein Langloch 34 des Betätigungshebels 13 eingehängt. Das
Langloch 34 erlaubt einen Totweg des Drehzahlreglers 7,
ohne die Stellung der Drosselklappe 4 zu beeinflussen.
Im gewöhnlichen
Betrieb kann die Drosselklappe 4 mittels des ersten Übertragungsabschnitts 8 geöffnet bzw.
geschlossen werden, ohne daß eine
signifikante Erhöhung
der Betätigungskräfte durch
den Drehzahlregler 7 stattfindet.
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Entsprechend
der Darstellung nach 6 liegt die Zugstange 33 derart
im Langloch 34, daß eine Übertragung
von Zugkräften,
nicht jedoch von Druckkräften
möglich
ist. Dies erlaubt ein freies Schließen der Drosselklappe 4 mittels
des Drosselklappenhebels 41 und des daran angreifenden
ersten Übertragungsabschnittes
B. In Zugrichtung liegt die Zugstange 33 spielfrei am zugeordneten
Ende des Langloches 34 an, wodurch der Drehzahlregler 7 bezogen
auf die Schließrichtung 10 (2)
der Drosselklappe 4 im wesentlichen starr über den
zweiten Übertragungsabschnitt 9 mit
der Drosselklappe 4 verbunden ist.
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In 7 ist
noch eine stirnseitige Ansicht der Anordnung nach 6 gezeigt.
Hier ist zu erkennen, daß der
außerhalb
des Kurbelgehäuses 27 liegende Hebelarm 31 des
Schwenkhebels 19 im wesentlichen parallel zur Kurbelwelle 28 ausgehend
von der Schwenkachse 20 axial nach innen in Richtung der Mitte
der Kurbelwelle 28 bis über
den Kurbelzapfen 50 und beide Kurbelwangen 29 hinaus
geführt
ist. Der Hebelarm 31 verläuft damit unter dem Vergaser 3 hindurch.
Von dort ist die Zugstange 33 im wesentlichen vertikal
nach oben zum Betätigungshebel 13 geführt. Das
freie Ende des Hebelarms 31, die Zugstange 33 und der
Betätigungshebel 13 liegen
damit in kompakter Bauform bezogen auf die Achsrichtung der Drosselklappenwelle 40 auf
einer zum Drosselklappenhebel 41 gegenüberliegenden Seite des Vergasers 3.
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8 zeigt
eine Seitenansicht des Drehzahlreglers 7 nach den 3 bis 7 in
Ruheposition. Der gesamte Drehzahlregler 7 ist um die Drehachse 21 im
Betrieb drehend angetrieben. Durch die Vorspannung der Federeinrichtung 12 (2)
ist die Regelhülse 18 in
Richtung eines Pfeiles 55 relativ zur Reglerwelle 16 auf
die beiden Fliehgewichte 17 zu gedrückt und liegt an einem nicht
gezeigten Anschlag in Axialrichtung in Richtung des Pfeiles 55 an.
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Die
beiden Fliehgewichte 17 weisen in der Seitenansicht eine
L-förmige
Kontur auf und liegen mit radial innenliegenden Schenkeln stirnseitig
an der Regelhülse 18 an.
Radial außenliegende,
etwa rechtwinklig abgewinkelte Schenkel der Fliehgewichte 17 übergreifen
etwa achsparallel zur Drehachse 21 einen Teilbereich der
Regelhülse 18.
Die Schwenkachsen 49 der beiden Fliehgewichte 17 liegen
im radialen Außenbereich
des Drehzahlreglers 7 und radial außerhalb der Regelhülse 18.
Dabei verlaufen die beiden Schwenkachsen 49 tangential
zur Drehachse 21. Es kann auch eine Anordnung zweckmäßig sein, bei
der die Schwenkachsen 49 achsparallel zur Drehachse 21 verlaufen.
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Aus
der L-Form der Fliehgewichte 17 und der Lage der beiden
Schwenkachsen 49 ergibt sich, daß ein Massenschwerpunkt 54 von
jeweils einem einzelnen Fliehgewicht 17 bezogen auf die
Drehachse 21 radial innenseitig mit einem radialen Abstand
r zur jeweils zugeordneten Schwenkachse 49 liegt. In Axialrichtung
entgegen dem Pfeil 55 liegt der jeweilige Massenschwerpunkt 54 mit
einem axialen Abstand a zur zugeordneten Schwenkachse 49.
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Bei
Drehung des gezeigten Drehzahlreglers 7 wirken an dem jeweiligen
Massenschwerpunkt 54 der Fliehgewichte 17 Fliehkräfte, die
radial zur Drehachse 21 nach außen gerichtet sind und dabei
einen Hebelarm zur Schwenkachse 49 in der Größe des axialen
Abstandes a aufweisen. Die jeweils an einem einzelnen Fliehgewicht 17 wirkende
Fliehkraft steigt quadratisch mit der Drehzahl und erzeugt zusammen mit
dem axialen Abstand a ein Schwenkmoment um die Schwenkachse 49 in
Richtung eines Pfeiles 56.
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9 zeigt
die Anordnung nach 8 mit gegenüber der Darstellung nach 8 erhöhter Drehzahl,
wobei gleiche Merkmale mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.
Infolge der an den Fliehgewichten 17 wirkenden Fliehkräfte und
des daraus resultierenden, in Richtung des Pfeiles 56 wirkenden Schwenkmomentes
um die Schwenkachsen 49 sind die beiden Fliehgewichte 17 radial
nach außen
verschwenkt. Die jeweils radial innenliegenden Schenkel der beiden
Fliehgewichte 17 sind um das gleiche Maß in der Achsrichtung entgegen
dem Pfeil 55 verschwenkt und haben die Regelhülse 18 relativ
zur Position nach 8 entgegen dem Pfeil 55 achsparallel
zur Drehachse 21 verschoben.
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In
der gezeigten ausgelenkten Lage der Fliehgewichte 17 ist
der radiale Abstand r gegenüber der
Ruheposition nach 8 verkleinert und der axiale
Abstand a gegenüber
der Ruheposition nach 8 vergrößert. Mit weiter steigender
Drehzahl verschwenken die beiden Fliehgewichte 17 weiter
in Richtung des Pfeiles 56 entgegen der Vorspannkraft der
Federeinrichtung 12 (2) nach
außen,
wobei sich der axiale Abstand a weiter vergrößert und der radiale Abstand
r weiter verringert. Diese Schwenkbewegung in Richtung des Pfeiles 56 wird
durch einen nicht gezeigten Anschlag begrenzt. Der Anschlag ist
dabei derart eingerichtet, daß bei
maximalem Schwenkwinkel der Fliehgewichte 17 der jeweilige
Massenschwerpunkt 56 immer noch einen radialen Abstand
r ausgehend von der zugeordneten Schwenkachse 49 nach innen
zur Drehachse 21 hin aufweist. Bei niedriger werdender
Drehzahl verschwenkt die Federeinrichtung 12 (2)
die Fliehgewichte 17 entgegen dem Pfeil 56 in
Richtung eines Pfeiles 57 zurück in die Ruheposition nach 8.
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10 zeigt
die Kennlinie des mechanischen Drehzahlreglers 7 nach den 3 bis 9. Entsprechend
der schematischen Darstellung nach 2 ist der
Drehzahlregler 7 mit der Drosselklappe 4 derart
in Wirkverbindung, daß der
Drehzahlregler 7 entsprechend der Darstellung nach 10 bei
steigender Drehzahl n ein Schließen der Drosselklappe 4 (2)
bewirkt. Im voll geöffneten
Zustand der Drosselklappe 4 weist diese einen Drosselklappenwinkel α = 90° auf, wobei
sie parallel zum Ansaugkanal. im Vergaser 3 (2)
liegt. In der für
das Standgas vorgesehenen, vollständig geschlossenen Winkelstellung
der Drosselklappe 4 liegt diese mit einem Drosselklappenwinkel α = 15° näherungsweise
quer zum Ansaugkanal des Vergasers 3 (2).
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Die
Kennlinie nach 10 beschreibt die Regelcharakteristik
des Drehzahlreglers 7 nach den 3 bis 9 bei
Vollgasstel lung des Gashebels 6 (2). Bei
niedrigen Drehzahlen ist dieser Vollgasstellung entsprechend der
Kennlinie nach 10 ein Drosselklappenwinkel α = 90° zugeordnet.
Entsprechend der Darstellung nach 8 wirkt
zwar ein Schwenkmoment auf die Fliehgewichte 17 in Richtung
des Pfeiles 56. Dieses kann jedoch die Vorspannkraft der
Federeinrichtung 12 (2) in Richtung
des Pfeiles 55 (8) nicht überwinden.
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Diese Überwindung
findet erst statt, wenn eine untere Grenzdrehzahl n1 erreicht
bzw. überschritten
wird. Dann beginnen sich die Fliehgewichte 17 in Richtung
des Pfeiles 56 (8) nach außen zu verschwenken und bewirken
ein Schließen
der Drosselklappe 4 (2). Bei
der unteren Grenzdrehzahl n1 weist die Kennlinie
k, die den Drosselklappenwinkel α in
Abhängigkeit
von der Drehzahl n des Fliehkraftreglers 7 und damit des
Antriebsmotors darstellt, eine anfängliche Steigung s1 auf.
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Mit
steigender Drehzahl wird entsprechend der Darstellung nach 9 auch
der axiale Abstand a größer, womit
das Schwenkmoment um die Schwenkachse 49 innerhalb eines
in 10 mit Δn angegebenen
Regelbereiches progressiv ansteigt. Der Regelbereich Δn der Drehzahl
n ist nach oben durch eine obere Drehzahl n2 begrenzt.
Hierbei liegen die Fliehgewichte 17 entsprechend der Beschreibung
zu 9 in Richtung des Pfeiles 56 in ihrer
maximal verschwenkten Stellung an einem Anschlag an. Eine weitere
Erhöhung
der Drehzahl n bewirkt keine weitere Verschwenkung der Fliehkörper 17 in
Richtung des Pfeiles 56 (9). Infolge
des größer werdenden
axialen Abstandes a und der quadratisch mit der Drehzahl steigenden,
am jeweiligen Massenschwerpunkt 54 wirkenden Fliehkraft
weist die Regelkennlinie nach 10 bei
der oberen Grenzdrehzahl n2 eine größere Steigung
s2 im Vergleich zur Steigung s1 bei
der unteren Grenzdrehzahl n1 auf. Innerhalb des
Regelbereichs Δn
ergibt sich dazwischen ein progressiver Kennlinienverlauf, bei dem
die Steigung s mit steigender Drehzahl n größer wird.
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Die
Kopplung zwischen dem Drehzahlregler 7 (3 bis 9)
mit der Drosselklappe 4 (2) ist derart
gewählt,
daß der
Drosselklappenwinkel α entsprechend
der Darstellung nach 10 bei der unteren Grenzdrehzahl
n1 90° und
bei der oberen Grenzdrehzahl n2 15° beträgt. Bei
dem Gashebel 6 (2) in Vollgasstellung wirkt
der Drehzahlregler 7 (3 bis 9)
auf die Drosselklappe 4 über ihren gesamten Versteilbereich
von Vollgas (α =
90°) bis Leerlauf
(α = 15°) ein. Der
hier mit α =
15° bezifferte Drosselklappenwinkel
für die
Standgasstellung ist nur beispielhaft gewählt. Es kann auch eine Vergaseranordnung
mit einem abweichenden Drosselklappenwinkel α für die Standgasstellung vorgesehen sein.
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Der
in 10 dargestellte progressive Kennlinienverlauf
bewirkt bei niedrigen Drehzahlen im Bereich der unteren Grenzdrehzahl
n1 ein sanftes Abregeln, während bei
einem Betrieb im hohen Drehzahlbereich nahe der oberen Grenzdrehzahl
n2 infolge der ausgeprägt großen Steigung s2 die
Drosselklappe zuverlässig
geschlossen wird und dadurch die Drehzahl n sicher begrenzt bzw.
abgeregelt ist.