DE102006031615A1 - Verfahren zum Anbringen eines Funktionselementes, insbesondere eines Verbindungselementes an einem Flachmaterial sowie Verbindungselement - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Anbringen eines Funktionselementes an einem plastisch verformbaren Flachmaterial oder Werkstück, wobei das Funktionselement an einer Stirnseite eine über diese Seite wegstehenden und von einem hohlen oder rohrförmigen Abschnitt gebildeten Nietbund aufweist, wobei in einem Fügebereich im Flachmaterial durch plastische Verformung ein domartiger Abschnitt gebildet ist.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1 oder 3 sowie auf ein Verbindungselement gemäß Oberbegriff Patentanspruch 11.
- Verfahren zum Anbringen bzw. Fixieren von Funktionselementen und dabei insbesondere auch von Verbindungselementen, wie Muttern, Bolzen oder dgl. Verbindungselementen an einem Flachmaterial oder einem aus diesem Material hergestellten Werkstück sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. So ist insbesondere auch ein Verfahren bekannt, bei dem das Verbinden bzw. Fixieren des jeweiligen Funktionselementes durch Vernieten im Bereich eines aus dem Flachmaterial durch bleibendes oder plastisches Verformen, d.h. durch Ziehen oder Pressen hergestellten domartigen Abschnitts erfolgt (
). Bei diesem bekannten Verfahren wird nach dem Fügen und während des Vernieten des am Funktionselement vorgesehenen Nietbundes der domartige Abschnitt derart zurückverformt, dass der Durchmesser der Fügeöffnung im Flachmaterial reduziert und dadurch deren Rand zur Erzeugung einer radialen Druckringspannung gegen den Nietbund gepresst wird, und zwar zur Erzielung einer zusätzlichen Verankerung. Dieses Verfahren erfordert ein relativ aufwendiges Werkzeug. Weiterhin hat sich gezeigt, dass mit diesem Verfahren entgegen den Erwartungen eine wesentliche Verbesserung der Verankerung bzw. der Ausreißfestigkeit des Funktionselementes im Werkstück bzw. im Flachmaterial nicht erreicht wird.EP 539 793 B1 - Aufgabe der Erfindung ist es ein Verfahren aufzuzeigen, welches mit vereinfachten Mitteln durchführbar ist und dennoch eine Verankerung von Funktionselementen in einem Flachmaterial mit hoher Ausreißfestigkeit ermöglicht.
- Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren entsprechend dem Patentanspruch 1 oder 3 ausgebildet. Ein Verbindungselement zur Verwendung bei dem Verfahren ist Gegenstand des Patentanspruches 11.
- Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
-
1 in vereinfachter Darstellung die Verbindung zwischen einem aus einem metallischen Flachmaterial, beispielsweise aus Stahlblech hergestellten Werkstück und einem als Nietmutter ausgebildeten Verbindungselement, teilweise geschnitten; -
2 das Werkstück im Bereich einer Vorlochung oder Fügeöffnung für das Verbindungselement; -
3 in Einzeldarstellung das Werkstück im Bereich einer Vorlochung oder Fügeöffnung in seiner Formgebung nach dem Fügen; -
4 das Verbindungselement der1 in Einzeldarstellung und im Schnitt; -
5 das Verbindungselement der4 in einer Draufsicht auf seine den Nietbund aufweisende Stirnseite; -
6 und7 Darstellungen ähnlich5 bei weiteren Ausführungsformen; -
8 in einer Darstellung ähnlich4 eine weitere mögliche Ausführung eines Verbindungselementes in Form einer Nietmutter; -
9 in vergrößerter Teildarstellung die Verbindung zwischen einem Verbindungselement und einem aus Stahlblech hergestellten Werkstück gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. - In den Figuren
1 –4 ist1 ein aus einem metallischen Flachmaterial, beispielsweise aus Stahlblech gefertigtes Werkstück, in welchem ein als Nietmutter2 ausgebildetes Verbindungselement durch Fügen und Vernieten gehalten ist. Das Werkstück ist mit einer Fügeöffnung3 versehen, die sich an der Basis4.1 einen domartigen Abschnittes4 befindet, der aus dem Flachmaterial des Werkstückes1 durch bleibende bzw. plastische Verformung mit einem die Basis4.1 umgebenden Rand4.2 hergestellt ist, der bei der dargestellten Ausführungsform kegelstumpfförmig so ausgebildet ist, dass sich der entsprechende Kegelwinkel zu der Ebene E2 hin öffnet. Mit dem Rand4.2 geht der domartige Abschnitt4 bezogen auf die Achse FA der Fügeöffnung3 in das Werkstück1 außerhalb des Abschnittes4 über, und zwar derart, dass bei der dargestellten Ausführungsform die Ebene E1 der Basis4.1 von der Ebene E2 des restlichen Werkstückes1 beabstandet ist. - Die Nietmutter
2 , die ebenfalls aus einem metallischen, durch Nieten verformbaren Werkstoff, beispielsweise aus Stahl gefertigt ist, besteht im Wesentlichen aus einem Nietmutterkörper5 , der bei der dargestellten Ausführungsform an seiner Außenfläche kreiszylinderförmig zu einer Nietmutterachse NA ausgebildet ist und eine achsgleich mit der Achse NA angeordnete, beidendig offene Bohrung6 mit Muttergewinde aufweist. Eine der beiden Stirnseiten des ringförmigen Körpers5 bildet eine Stirnseite5.1 , an der die Nietmutter2 nach dem Vernieten bzw. Verbinden mit dem Werkstück1 gegen die der Ebene E2 abgewandte Seite4.1 anliegt. Über diese Stirnseite5.1 steht bei noch nicht verarbeiteter Nietmutter2 ein Nietbund8 vor, der hohlzylinderartig und die Achse NA konzentrisch umschließend ausgebildet ist, und zwar mit einem Innendurchmesser etwas größer als der Innendurchmesser der Gewindebohrung6 und mit einem Außendurchmesser kleiner als der Außendurchmesser des Nietmutterkörpers5 . Die axiale Länge des Nietbundes8 ist etwas kleiner als die axiale Länge des Nietmutterkörpers8 bzw. der Abstand zwischen der die Stirnseite5.1 bildenden Stirnseite und der gegenüberliegenden Stirnseite5.2 des Nietmutterkörpers5 . Bei der dargestellten Ausführungsform, beträgt die axiale Länge des Nietbundes8 etwa 60–70 % der axialen Länge des Nietmutterkörpers5 . - Zwischen dem Nietbund
8 und dem äußeren Rand7 des Nietmutterkörpers5 ist in diesen an der Stirnseite5.1 ist in diese eine Ringnut9 eingebracht, die die Achse NA kreisringförmig umschließt. Die Ringnut9 ist von dem äußeren Rand7 beabstandet, sodass zwischen der Ringnut9 und dem äußeren Rand7 eine die Achse NA konzentrisch umschließende Ringfläche10 gebildet ist, an der die Stirnseite5.1 nutenförmige Vertiefungen11 aufweist, so dass an der Ringfläche10 zur Drehmomentübertragung eine Profilierung bestehend aus den Vertiefungen11 und dazwischen gebildeten Vorsprüngen ausgebildet ist. Die Vertiefungen11 reichen in die Ringnut9 hinein und erstrecken sich bei der dargestellten Ausführungsform jeweils bis an den Umfang7 der Nietmutterkörper5 und besitzen eine Tiefe, die gleich der Tiefe der Ringnut9 ist. Die Tiefe der Ringnut9 und der Vertiefungen11 können aber auch unterschiedlich sein. Insbesondere ist es möglich die Vertiefungen11 so auszuführen, dass sie sich bei einer größeren Tiefe als die Tiefe der Ringnut9 in diese hineinerstrecken, womit sich am Boden der Ringnut9 noch eine zusätzliche Profilierung ergibt. - Bei der dargestellten Ausführungsform schließt die Nut
9 mit ihrer bezogen auf die Achse NA innen liegenden Fläche9.1 unmittelbar an den Nietbund8 an, d.h. die Außenfläche des Nietbundes8 geht in die Fläche9.1 der Ringnut9 über. Weiterhin ist die Ausbildung so getroffen, dass der Boden der Ringnut9 in einer senkrecht zur Achse NA orientierten Ebene E3 liegt; die die Bohrung6 außerhalb des Gewindes schneidet, so dass der ringförmige Materialabschnitt zwischen der Fläche9.1 der Ringnut9 und der Bohrung6 Teil des beim Vernieten verformten Nietbundes8 ist und die Nietmutter2 an der Stirnseite5.1 eine stufenförmig Anlagefläche bildet, mit der sie nach dem Vernieten gegen die Basis4.1 anliegt und die sich aus der radial außen liegenden Fläche9.2 der Ringnut9 und der anschließenden Ringfläche10 zusammensetzt. - Die Nietmutter
2 ist durch Einsetzen (Fügen) des Nietbundes8 in die Fügeöffnung3 und durch anschließendes plastisches Verformen bzw. durch Vernieten derart am Werkstück1 gehalten, dass der die Fügeöffnung3 umgebende Bereich der Basis4.1 zwischen der in den Figuren unteren Stirnseite5.1 (einschließlich der Ringnut9 ) bzw. der an dieser Stirnseite insbesondere auch durch die Ringnut9 gebildeten stufenförmigen Anlagefläche und dem verformten Nietbund8.1 aufgenommen ist. Hierbei wird das Flachmaterial des Werkstückes1 in seinem die Fügeöffnung3 unmittelbar umgebenden Bereich der von der Ringnut9 und der Ringfläche10 gebildeten stufenförmigen Anlagenfläche entsprechend derart bleibend bzw. plastisch verformt, dass sich – teilweise auch durch Fließen des Materials – ein die Fügeöffnung3 umgebender und in der Ringnut9 aufgenommener kegelstumpfförmiger Rand3.1 ausbildet, dessen Kegelwinkel sich zu der Ebene E2 hin öffnet, und zwar unter Vergrößerung des Querschnittes der Fügeöffnung3 . Weiterhin erfolgt beim Vernieten durch plastische Verformung des Materials des Werkstückes1 eine Einschnürung des Randes3.1 , und zwar etwa dort, wo dieser kegelförmige Rand3.1 in die übrige Basis4.1 übergeht. Diese in den Figuren mit12 bezeichnete, die Fügeöffnung3 ringförmig umgebende Einschnürung wird im Wesentlichen durch das Verformen des Materials des Werkstückes1 zwischen der Ringfläche10 und dem verformten Nietbund8 erzeugt, kann aber dort, wo die Vertiefungen11 in die Ringnut9 münden, unterbrochen oder nur reduziert ausgebildet sein. Der freie Rand des verformten Nietbundes8.1 besitzt bei der dargestellten Ausführungsform einen Abstand von der Achse NA, der gleich oder in etwa gleich dem halben Durchmesser des Nietmutterkörpers5 ist. - Die
3 zeigt das Werkstück1 in seiner nach dem Vernieten der Nietmutter2 erzeugten Formgebung, d.h. mit dem die Fügeöffnung3 umgebenden kegelförmigen Rand3.1 und mit der Einschnürung12 an der der Ebene E2 abgewandten Oberseite am Übergang des Randes3.1 in die restliche Basis4.1 - Durch den sich beim Vernieten ausbildenden, in der Ringnut
9 aufgenommenen kegelförmigen Rand3.1 , der auch dicht von dem Material der Nietmutter2 umschlossen ist, sowie durch die Einschnürung12 ergibt sich eine hohe Ausreißfestigkeit für die im Werkstück1 verankerte Nietmutter2 auch gegenüber solchen Kräften, die in der Achse NA wirken und bei der für die1 gewählten Darstellung nach oben gerichtet sind, d.h. von der Ebene E2 weg. Durch die sich beim Vernieten in das Material des Werkstückes1 eindrückenden und von den Vertiefungen11 gebildeten Vorsprünge ist die verdrehungssichere Verankerung der Nietmutter2 mit einer hohen Drehmomentfestigkeit erreicht. - Beim Vernieten im Bereich des Randes
3.1 eventuell verdrängtes Material wird in der Ringnut9 aufgenommen ohne dass es zu einer radial zur Achse NA wirkenden Druckringspannung zwischen dem Rand der Fügeöffnung und der Nietmutter2 bzw. dem Nietbund8 kommt. - Das Fügen und Vernieten der Nietmutter
2 erfolgt in einem geeigneten Werkzeug, wobei die Möglichkeit besteht, das Werkstück1 vor dem Fügen der Nietmutter2 mit dem domartigen Abschnitt4 zu versehen, oder aber diesen Abschnitt erst in dem Werkzeug zu formen, in welchem auch das Vernieten der Nietmutter2 erfolgt. In jedem Fall wird das Werkstück1 zunächst mit der Fügeöffnung3 versehen, und zwar vorzugsweise vor dem Formen des domartigen Abschnittes4 . Weiterhin wird die Fügeöffnung mit einem solchen Durchmesser hergestellt, dass beim Fügen der Nietbund8 in diese Öffnung eingesetzt werden kann. - Vorstehend wurde davon ausgegangen, dass die Vertiefungen
11 bis an dem Umfang des Nietkörpers5 reichen. In der6 ist eine Ausführung dargestellt, bei der die Vertiefungen11 mit Abstand von der Umfangsfläche8 des Nietmutterkörpers5 endet. - Die
7 zeigt eine Ausführungsform, bei der zur Erzielung der verdrehungssicheren Verbindung die Ringnut9 von einem Vorsprung9.1 umschlossen ist, der an seinem radial außenliegenden Rand eine von der Kreisform abweichenden Verlauf aufweist, nämlich einen in etwa polygonartigen Verlauf mit zur Umfangsfläche7 hin konvex gekrümmten Eckbereichen und mit dazwischen liegenden zur Umfangsfläche7 hin konkav gekrümmten Seiten. - Die
8 zeigt in einer Darstellung wie4 eine Nietmutter2a , die sich von der Nietmutter2 lediglich dadurch unterscheidet, dass der Nietmutterkörper5a an seinem den Nietbund8 und der Ringnut9 abgewandten oberen Stirnseite einstückig mit einem über diese Stirnseite wegstehenden und achsgleich mit der Achse NA angeordneten Vorsprung13 hergestellt ist, in welchen sich die Gewindebohrung6a fortsetzt. - Die
9 zeigt in sehr vergrößerter Teildarstellung die Verbindung zwischen dem domartigen Abschnitt4 des aus Blech gefertigten Werkstückes1 mit einer Nietmutter2b , die sich von der Nietmutter2 dadurch unterscheidet, dass die der Ringnut9 entsprechende Ringnut9b nicht unmittelbar dem Nietbund8 benachbart vorgesehen ist, sondern den Nietbund8 mit Abstand umschließt, d.h. der radial innen liegende Rand der Ringnut9b ist von dem Nietbund8 beabstandet. Nach dem Einsetzen der Nietmutter2b mit dem noch nicht verformten Nietbund8 in die Fügeöffnung3 , deren Durchmesser auch bei dieser Ausführungsform wieder höchstens gleich, vorzugsweise aber etwas größer ist als der Außendurchmesser des nicht verformten Nietbundes8 , wird der Nietbund8 in den Nietbund8.1 derart verformt, dass das Material des Werkstückes1 in dem die Fügeöffnung3 umgebenden Bereich zwischen der unteren, die Ringnut9b aufweisenden Ring- oder Anlagefläche des Nutkörpers5b und dem plastisch verformten Nietbund8.1 eingespannt ist, wobei das Material des Werkstückes hierbei u.a. plastisch bzw. durch Fließen in die Ringnut9b verformt wird und sich dadurch einerseits an der der Ebene E2 zugewandten Unterseite der Basis4.1 eine die Fügeöffnung3 umschließende Einführung14 ergibt und andererseits ein ringförmiger, in die Ringnut9b eingreifender wulstartiger Vorsprung15 an der der Ebene E2 abgewandten Oberseite der Basis4.1 . Durch die Einschnürung14 sowie durch den in die Ringnut9b eingreifenden Vorsprung15 ergibt sich auch bei dieser Ausführungsform eine hohe Ausreißkraft für die im Werkstück1 verankerte Nietmutter2b speziell gegenüber solchen Kräften, die in der Achse NA wirken und bei der für die9 gewählten Darstellung nach oben gerichtet sind, d.h. von der Ebene E2 weg. Um eine verdrehungssichere Verankerung der Nietmutter2b mit hoher Drehmomentfestigkeit zu erreichen, ist auch bei diese Ausführungsform die den Nietbund8 aufweisende Stirnseite des Nietmutterkörpers5b wiederum strukturiert. - Allen vorbeschriebenen Ausführungsformen ist gemeinsam, dass die Fügeöffnung
3 mit einem Durchmesser erzeugt wird, der wenigstens gleich, vorzugsweise aber größer ist als der Außendurchmesser des Nietbundes8 . - Die Erfindung wurde voranstehend am Beispiel von Nietmuttern beschrieben. Es versteht sich, dass die Erfindung auch bei anderen Verbindungselementen Verwendung finden kann, beispielsweise bei Nietbolzen, die dann an einer eine Stirnseite bildenden Seite eines Bolzenkopfes den Nietbund
8 , die Ringnut9 sowie die mit den Vertiefungen11 oder einer anderen Profilierung versehene Ringfläche10 aufweisen und bei denen der Bolzenschaft über diese Stirnseite weg steht, und zwar konzentrisch von dem Nietbund8 umschlossen. -
- 1
- Werkstück
- 2, 2a, 2b
- Nietmutter
- 3
- Fügeöffnung
- 4
- domartiger Abschnitt
- 4.1
- Basis
- 4.2
- Rand
- 5, 5a, 5b
- Nietmutterkörper
- 6
- Gewindebohrung
- 5.1, 5.2
- Stirnseite
- 7
- Umfangsfläche des Nietmutterkörpers
- 8
- Nietbund
- 9, 9b
- Ringnut
- 9.1
- Vorsprung
- 9.1, 9.2
- Seitenfläche der Ringnut
- 10
- Ringfläche
- 11
- Vertiefung
- 12
- Einschnürung
- 13
- Vorsprung
- 14
- Einschnürung
- 15
- Vorsprung oder Wulst
- FA
- Achse
der Fügeöffnung
3 - NA
- Achse
der Nietmutter
2
Claims (28)
- Verfahren zum Anbringen eines Funktionselementes (
2 ,2a ,2b ) an einem plastisch verformbaren Flachmaterial (1 ) oder Werkstück, wobei das Funktionselement (2 ,2a ,2b ) an einer Stirnseite (5.1 ) einen über diese Seite weg stehenden und von einem hohlen oder rohrförmigen Abschnitt gebildeten Nietbund (8 ) aufweist, wobei in einem Fügebereich im Flachmaterial (1 ) durch plastische Verformung ein domartiger Abschnitt (4 ) gebildet ist, der mit seiner Basis (4.1 ) über eine Ebene (E2) des diesen Abschnitt umgebenen Flachmaterials (1 ) vorsteht und an der Basis (4.1 ) eine Fügeöffnung (3 ) aufweist, und wobei das Anbringen des Funktionselementes (2 ,2a ,2b ) an dem Flachmaterial (1 ) oder Werkstück in einem Füge- und Nietvorgang durch Einführen des Nietbundes (8 ) in die Fügeöffnung (3 ) und durch plastisches Verformen des Nietbundes (8 ) derart erfolgt, dass die Basis (4.1 ) in einem die Fügeöffnung (3 ) umgebenden Bereich zwischen dem verformten Nietbund (8.1 ) und der Stirnseite (5.1 ) des Funktionselementes (2 ,2a ,2b ) aufgenommen ist, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung eines Funktionselementes (2 ,2a ,2b ) mit wenigstens einer an der Stirnseite (5.1 ) vorgesehenen Vertiefung (9 ,9b ) das Flachmaterial (1 ) während des Füge- und Nietvorgangs bleibend oder plastisch in diese Vertiefung (9 ,9b ) verformt wird, und dass der Füge- und Nietvorgang ohne Ausbildung einer Druckringspannung zwischen einem Rand (3.1 ) der Fügeöffnung (3 ) und dem Funktionselement (2 ,2a ,2b ) erfolgt. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Füge- und Nietvorgang derart erfolgt, dass das Flachmaterials (
1 ) an einem die Fügeöffnung (3 ) umschließenden Rand (3.1 ) oder Randbereich an der wenigstens einen ringförmigen Vertiefung (9 ,9b ) zwischen dem Nietbund (8.1 ) und der Stirnseite (5.1 ) des Funktionselementes (2 ,2a ,2b ) eingeschnürt wird. - Verfahren zum Anbringen eines Funktionselementes (
2 ,2a ,2b ) an einem plastisch verformbaren Flachmaterial (1 ) oder Werkstück, wobei das Funktionselement (2 ,2a ,2b ) an einer Stirnseite (5.1 ) einen über diese Seite weg stehenden und von einem hohlen oder rohrförmigen Abschnitt gebildeten Nietbund (8 ) aufweist, wobei in einem Fügebereich im Flachmaterial (1 ) durch plastische Verformung ein domartiger Abschnitt (4 ) gebildet ist, der mit seiner Basis (4.1 ) über eine Ebene (E2) des diesen Abschnitt umgebenen Flachmaterials (1 ) vorsteht und an der Basis (4.1 ) eine Fügeöffnung (3 ) aufweist, und wobei das Anbringen des Funktionselementes (2 ,2a ,2b ) an dem Flachmaterial (1 ) in einem Füge- und Nietvorgang durch Einführen des Nietbundes (8 ) in die Fügeöffnung (3 ) und durch plastisches Verformen des Nietbundes (8 ) derart erfolgt, dass die Basis (4.1 ) in einem die Fügeöffnung (3 ) umgebenden Bereich zwischen dem verformten Nietbund (8.1 ) und der Stirnseite (5.1 ) des Funktionselementes (2 ,2a ,2b ) aufgenommen ist, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung eines Funktionselementes (2 ,2a ,2b ) mit wenigstens einer an der Stirnseite (5.1 ) vorgesehenen Vertiefung (9 ,9b ) der Füge- und Nietvorgang derart erfolgt, dass das Flachmaterial (1 ) an einem die Fügeöffnung (3 ) umschließenden Rand (3.1 ) oder Randbereich an der wenigstens einen ringförmigen Vertiefung (9 ,9b ) zwischen dem Nietbund (8.1 ) und der Stirnseite (5.1 ) des Funktionselementes (2 ,2a ,2b ) eingeschnürt wird. - Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachmaterial (
1 ) während des Füge- und Nietvorgangs bleibend oder plastisch in diese Vertiefung (9 ,9b ) verformt wird. - Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Füge- und Nietvorgang ohne Ausbildung einer Druckringspannung zwischen dem Rand (
3.1 ) und dem Funktionselement (2 ,2a ,2b ) erfolgt. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Nietvorgang das Flachmaterial zwischen dem Nietbund (
8.1 ) und einer diesen gegenüberliegenden Anlagefläche des Funktionselementes zur Bildung wenigstens einer Einschnürung (12 ) bleibend verformt wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Füge- und Nietvorgang so ausgeführt wird, dass das Material des Flachmaterials (
1 ) während des Nietvorgangs durch plastische Verformung und/oder durch Fließen in die ringförmige Vertiefung (9 ,9b ) des Funktionselementes (2 ,2a ,2b ) bleibend verformt wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Füge- und Nietvorgang derart erfolgt, dass ein die Fügeöffnung (
3 ) umgebender und in der Vertiefung (9 ,9b ) aufgenommener Rand (3.1 ) zumindest nach dem Nietvorgang eine kegelringartige Form aufweist, und zwar mit einem sich zur Ebene (E2) des Flachmaterials (1 ) hin öffnenden Kegelwinkel. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachmaterial (
1 ) in die wenigstens eine Vertiefung (9b ) zur Bildung wenigstens eines in dieser Vertiefung (9b ) aufgenommenen wulstförmigen Vorsprungs (15 ) verformt wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachmaterial (
1 ) beim Nietvorgang an einer der wenigstens einen Vertiefung (9b ) gegenüberliegenden Seite zur Bildung einer Einschnürung (14 ) verformt wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der ringförmigen Vertiefung (
9 ,9b ) an der Stirnseite (5.1 ) kleiner ist als die Gesamtbreite der Stirnseite (5.1 ). - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet; dass während des Nietvorgangs wenigstens eine am Funktionselement (
2 ,2a ,2b ), vorzugsweise an der Stirnseite (5.1 ) und/oder am Nietbund (8 ) vorgesehene Profilierung (11 ) in das Flachmaterial (1 ) eingepresst wird. - Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Profilierung von Vertiefungen (
11 ) und/oder Vorsprüngen gebildet ist. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionselement ein Verbindungselement, beispielsweise eine Nietmutter (
2 ,2a ,2b ) oder ein Nietbolzen ist. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Funktionselementes (
2 ,2a ) mit wenigstens einer an den Nietbund (8 ) anschließenden Vertiefung (9 ,9b ). - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Funktionselementes (
2b ) mit einer vom Nietbund (8 ) beabstandeten Vertiefung (9b ). - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Funktionselementes mit einer ringförmigen Vertiefung (
9 ,9b ). - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Funktionselementes (
2 ,2a ,2b ) mit einer Vertiefung (9 ,9b ), die zumindest an einem Randbereich einen von der Kreisform abweichenden Verlauf, beispielsweise einen polygonalen Verlauf aufweist. - Verbindungselement, insbesondere Nietmutter (
2 ,2a ,2b ) zum Verbinden mit einem plastisch verformbaren Flachmaterial (1 ) oder Werkstück in einem Füge- oder Nietvorgang, mit einem eine Stirnseite (5.1 ) bildenden Körper (5 ,5a ,5b ), mit einem über die Stirnseite (5.1 ) wegstehenden und von einem hohlen oder röhrchenförmigen Abschnitt gebildeten Nietbund (8 ) sowie mit wenigstens einer den Nietbund (8 ) an der Stirnseite (5.1 ) umschließenden nutenförmigen Vertiefung (9 ,9b ) sowie mit Mitteln für eine drehsichere Verankerung des Verbindungselementes (2 ,2a ,2b ) im Flachmaterial (1 ), dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel von wenigstens einer Profilierung an einer die ringförmige Vertiefung (9 ,9b ) umschließenden Fläche der Stirnseite (5.1 ) und/oder am Nietbund gebildet sind. - Verbindungselement nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel dadurch gebildet sind, dass die wenigstens eine Ringnut (
9 ,9b ) einen von der Kreisform abweichenden Verlauf aufweist. - Verbindungselement, insbesondere Nietmutter (
2 ,2a ,2b ) zum Verbinden mit einem plastisch verformbaren Flachmaterial (1 ) oder Werkstück in einem Füge- oder Nietvorgang, mit einem eine Stirnseite (5.1 ) bildenden Körper (5 ,5a ,5b ), mit einem über die Stirnseite (5.1 ) wegstehenden und von einem hohlen oder röhrchenförmigen Abschnitt gebildeten Nietbund (8 ) sowie mit wenigstens einer den Nietbund (8 ) an der Stirnseite (5.1 ) umschließenden nutenförmigen Vertiefung (9 ,9b ) sowie mit Mitteln für eine drehsichere Verankerung des Verbindungselementes (2 ,2a ,2b ) im Flachmaterial (1 ), dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel dadurch gebildet sind, dass die wenigstens eine Ringnut (9 ,9b ) einen von der Kreisform abweichenden Verlauf aufweist. - Verbindungselement nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel von wenigstens einer Profilierung an einer die ringförmige Vertiefung (
9 ,9b ) umschließenden Fläche der Stirnseite (5.1 ) und/oder am Nietbund gebildet sind. - Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierung von Vorsprüngen gebildet ist.
- Verbindungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilierung von Vertiefungen (
11 ) gebildet ist. - Verbindungselement nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (
11 ) in die wenigstens eine Ringnut (9 ,9b ) hineinreichen. - Verbindungselement nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (
11 ) und die wenigstens eine Ringnut (9 ,9b ) gleiche Tiefe aufweisen. - Verbindungselement nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (
11 ) und die wenigstens eine Ringnut (9 ,9b ) unterschiedliche Tiefe aufweisen. - Verbindungselement nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Vertiefungen (
11 ) größer ist als die Tiefe der wenigstens einen Ringnut (9 ,9b ).
Priority Applications (6)
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