DE102006031518A1 - Spannvorrichtung für einen Riementrieb - Google Patents
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Abstract
Spannvorrichtung für einen Riementrieb, mit einem Hebelarm, der mittels einer einen Dämpfungsmechanismus aufweisenden Lagerung auf einer Grundplatte drehbar gelagert ist und an dem eine Riemenscheibe und ein Federelement anbringbar oder angebracht sind, wobei ein Mittel vorgesehen ist, das ein selbsttätiges Lösen der Verschraubung zwischen dem Hebelarm (3, 15) und der Lagerung verhindert.
Description
- Gebiet der Erfindung
- Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung für einen Riementrieb, mit einem Hebelarm, der mittels einer einen Dämpfungsmechanismus aufweisenden Lagerung auf einer Grundplatte drehbar gelagert ist und an dem eine Riemenscheibe und ein Federelement anbringbar oder angebracht sind.
- Hintergrund der Erfindung
- Spannvorrichtungen dieser Art sind bereits bekannt, beispielsweise aus der
DE 196 31 507 A1 oder derDE 102 51 859 A1 . Bei diesen Spannvorrichtungen ist im Bereich der Lagerung ein Dämpfungsmechanismus vorgesehen, der Reibungselemente umfasst. Es ist aus Kostengründen wünschenswert, die üblicherweise verwendete hydraulische Spannvorrichtung durch eine mechanische Spannvorrichtung zu ersetzen, bei der die Dämpfungsfunktion allein durch die den Dämpfungsmechanismus aufweisende Lagerung bewirkt wird, ohne dass dabei der benötigte Einbauraum vergrößert wird. An den Dämpfungsmecha nismus werden dabei hohe Anforderungen gestellt, da die Verschraubung der Lagerung nicht nur die auftretenden Querkräfte sondern zusätzlich auch das wirksame Dämpfungsmoment sicher übertragen und diesem standhalten muss. Die Verschraubung erfährt während des Betriebs eine wechselnde Belastung, da sich die Richtung des wirksamen Drehmoments kontinuierlich umkehrt. - Zusammenfassung der Erfindung
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spannvorrichtung für einen Riementrieb zu schaffen, bei der die Verschraubung den auftretenden Wechselbelastungen standhält.
- Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einer Spannvorrichtung für einen Riementrieb der eingangs genannten Art ein Mittel vorgesehen, das ein selbsttätiges Lösen der Verschraubung zwischen dem Hebelarm und der Lagerung verhindert.
- Gemäß einer ersten Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass das Mittel einen fest mit der Grundplatte verbundenen Bolzen und einen Flansch umfasst. Bei dieser Ausgestaltung wird ein besonders guter Halt erzielt, insbesondere wenn der Bolzen in die Grundplatte eingepresst ist.
- Gemäß einer alternativen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung können der Bolzen und die Grundplatte als einstückiges Bauteil ausgebildet sein, insbesondere können sie aus einer Aluminiumlegierung hergestellt sein.
- Im Rahmen der Erfindung kann es auch vorgesehen sein, dass das Federelement vorgespannt an dem Hebelarm abgestützt ist. In diesem Fall kann die Einheit vorgespannt geliefert werden, bei der Montage entfällt dann der Verfahrensschritt des Spannens des Riementriebs.
- Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung können die Grundplatte und der Hebelarm im vorgespannten Zustand mittels eines Sicherungsstifts gesichert sein.
- Nach der Montage der Grundplatte an dem Gehäuse einer Brennkraftmaschine oder einem Anbauteil wird der Riemen auf die Riemenscheibe und die anderen Komponenten des Riementriebs aufgelegt, der Sicherungsstift wird entfernt, durch die in dem Federelement gespeicherte Energie wird der Riementrieb automatisch gespannt.
- Um ein unerwünschtes Lösen der Verschraubung zu verhindern, kann es bei der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung vorgesehen sein, dass die Grundplatte ein ihre Verdrehung verhinderndes, einen Formschluss bildendes Halteelement aufweist. Insbesondere kann das Halteelement einen von der Grundplatte abstehenden Stift umfassen, der vorzugsweise radial oder axial von der Grundplatte absteht. Alternativ kann das Haltelement eine Aussparung umfassen, die mit einem entsprechend gegengleich ausgebildeten Vorsprung oder Stift zusammenwirkt. Das Halteelement bewirkt, dass sich die Verschraubung trotz der auftretenden Drehmomente mit wechselndem Vorzeichen nicht löst.
- Als weiteres oder zusätzliches Mittel, um ein unerwünschtes Lösen der Verschraubung zu verhindern, kann der Bolzen als Dehnschraube ausgebildet sein, ebenso kann das Gewinde des Bolzens mit mikroverkapseltem Kleber versehen sein, der das Gewinde des Bolzens beim Verschrauben mit dem entsprechenden Innengewinde verklebt.
- Grundsätzlich ist es auch möglich, die Erfindung bei Spannvorrichtungen einzusetzen, bei denen die Lagerung und die Dämpfung räumlich voneinander getrennt sind.
- Kurze Beschreibung der Zeichnungen
- Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Figuren erläutert. Die Figuren sind schematische Darstellungen und zeigen:
-
1 und2 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung; -
3 und4 ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung; -
5 und6 ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung; und -
7 ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung. - Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
-
1 zeigt in einer perspektivischen Darstellung eine Spannvorrichtung1 für einen Riementrieb einer Brennkraftmaschine. Die Spannvorrichtung1 umfasst eine Grundplatte2 , die an dem Gehäuse einer Brennkraftmaschine oder einem Anbauteil befestigt werden kann. An der Grundplatte2 ist ein Hebelarm3 über ein Lagerauge4 drehbar gelagert. Der Hebelarm3 umfasst ferner einen Bolzen5 zur Befestigung einer Riemenscheibe und einen weiteren Bolzen6 zur Befestigung eines Federelements. Dem Bolzen6 gegenüberliegend ist ein Montagesechskant7 auf der Grundplatte2 angeordnet, an dem ein Werkzeug zum Spannen des Riementriebs angesetzt werden kann. - Im Inneren des Lagerauges
4 befindet sich ein Dämpfungsmechanismus, um Schwingungen in dem Riementrieb, insbesondere Vibrationen des Riemens und damit des Hebelarms3 zu dämpfen. Bei anderen Ausführungen kann der Dämpfungsmechanismus vom Lagerauge räumlich getrennt angeordnet sein. Die Schwingungsenergie wird dabei durch Reibungselemente in dem Dämpfungsmechanismus abgebaut, die zwischen dem Lagerauge4 und einem fest mit der Grundplatte2 verbundenen Bolzen8 wirken. Der Bolzen8 ist in die Grundplatte2 eingepresst und weist an seinem freien Ende einen kreisförmigen Flansch9 auf. - Bei der in
1 gezeigten Spannvorrichtung1 kann ein mechanisches Spannelement, etwa eine Zug- oder Druckfeder, verwendet werden, ein hydraulisches Spannelement ist nicht erforderlich, da das im Inneren des Lagerauges4 angeordnete Dämpfungselement die auftretenden Bewegungen und Schwingungen ausreichend dämpft. Von großer Bedeutung ist dabei die Befestigung des Bolzens8 an der Grundplatte2 und dem Flansch9 . Bei der in den1 und2 dargestellten Spannvorrichtung1 ist sichergestellt, dass diese Verbindung den auftretenden Drehmomenten mit wechselndem Vorzeichen standhalten kann. Bei anderen Ausführungen kann der Bolzen auch einstückig mit der Grundplatte hergestellt sein. - Die
3 und4 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel einer Spannvorrichtung. Die Grundplatte10 der Spannvorrichtung11 ist gegenüber der Grundplatte des ersten Ausführungsbeispiels vergrößert und dient gleichzeitig zur Abstützung eines Federelements12 . Ein Ende des Federelements12 ist über ein Lagerauge13 an der Grundplatte10 gelagert, das andere Ende14 des Federelements12 ist gelenkig mit dem Hebelarm15 verbunden. Ein Sicherungsstift16 ist durch eine Öffnung in dem Hebelarm15 in eine Ausnehmung der Grundplatte10 gesteckt und hält die Spannvorrichtung11 in vorgespannter Position. Nach der Montage der Grundplatte10 der Spannvorrichtung11 an dem Gehäuse einer Brennkraftmaschine wird der Sicherungsstift16 entfernt und der auf die Riemenscheibe17 gelegte Riemen selbsttätig gespannt. - Die
5 und6 zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel einer Spannvorrichtung. Bei der Spannvorrichtung18 ist an der dem Lagerauge19 gegenüberliegenden Seite der Grundplatte20 ein einen Formschluss bildendes Halteelement, das als zylindrischer Stift21 ausgebildet ist, angeordnet. Der Stift21 wird in eine entsprechende Aussparung eingesetzt, die sich an dem Gehäuse der Brennkraftmaschine oder einem anderen Anbauteil befinden kann und verhindert wirksam ein Lösen der Verschraubung, durch die das Lagerauge19 und die Grundplatte20 miteinander verbunden sind. Die Schraube22 ist dabei als Dehnschraube ausgebildet, deren Gewinde mikroverkapselten Klebstoff auf weist, sodass das Gewinde der Schraube22 bei der Montage mit dem entsprechenden Innengewinde der Grundplatte20 verklebt wird. Bei anderen Ausführungen kann der Stift radial von der Grundplatte20 abstehen, umgekehrt kann die Grundplatte20 natürlich auch eine entsprechende Ausnehmung aufweisen, in die ein gegengleich ausgebildetes Halteelement, etwa ein Stift, eingreift um einen Formschluss zu schaffen.7 zeigt ein derartiges Ausführungsbeispiel mit einem radial von der Grundplatte20 abstehenden Stift23 . -
- 1
- Spannvorrichtung
- 2
- Grundplatte
- 3
- Hebelarm
- 4
- Lagerauge
- 5
- Bolzen
- 6
- Bolzen
- 7
- Montagesechskant
- 8
- Bolzen
- 9
- Flansch
- 10
- Grundplatte
- 11
- Spannvorrichtung
- 12
- Federelement
- 13
- Lagerauge
- 14
- Ende des Federelements
- 15
- Hebelarm
- 16
- Sicherungsstift
- 17
- Riemenscheibe
- 18
- Spannvorrichtung
- 19
- Lagerauge
- 20
- Grundplatte
- 21
- Stift
- 22
- Schraube
- 23
- Stift
Claims (11)
- Spannvorrichtung für einen Riementrieb, mit einem Hebelarm, der mittels einer einen Dämpfungsmechanismus aufweisenden Lagerung auf einer Grundplatte drehbar gelagert ist und an dem eine Riemenscheibe und ein Federelement anbringbar oder angebracht sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein Mittel vorgesehen ist, das ein selbsttätiges Lösen der Verschraubung zwischen dem Hebelarm (
3 ,15 ,) und der Lagerung verhindert. - Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel einen fest mit der Grundplatte (
2 ,10 ,20 ) verbundenen Bolzen (5 ,8 ) und einen Flansch (9 ) umfasst. - Spannvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen und die Grundplatte als einstückiges Bauteil ausgebildet sind.
- Spannvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (
12 ) vorgespannt an dem Hebelarm (15 ) abgestützt ist. - Spannvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (
10 ) und der Hebelarm (15 ) im vorgespannten Zustand mittels eines Sicherungsstifts (16 ) gesichert sind. - Spannvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (
10 ,20 ) ein ihre Verdrehung verhinderndes, einen Formschluss bildendes Halteelement aufweist. - Spannvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement einen von der Grundplatte (
20 ) abstehenden Stift (21 ,23 ) umfasst. - Spannvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift (
21 ,23 ) axial oder radial von der Grundplatte (20 ) absteht. - Spannvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement eine Aussparung umfasst, die mit einem entsprechend gegengleich ausgebildeten Vorsprung zusammenwirkt.
- Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen als Dehnschraube ausgebildet ist.
- Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewinde des Bolzens mit mikroverkapseltem Kleber versehen ist.
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