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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Ölabscheideelement, wie es beispielsweise
zur Abscheidung von Öl
aus Blow-by-Gasen (Durchblasegasen) bei Verbrennungsmotoren eingesetzt
wird.
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Derartige Ölabscheideelemente
sind gewöhnlich
als Zyklone, Labyrinthabscheider, Prallabscheider oder dergleichen
aufgebaut.
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Oftmals
werden als Ölabscheideelemente Zyklone
in Form einer Helix oder einer Schnecke eingesetzt. Diese nutzen
die Rotation des Gases für eine
Fliehkraftabscheidung von Partikeln und Tröpfchen. Nachteilig an diesen
Helices oder Schnecken ist jedoch, dass eine kostengünstige Herstellung
nur bei Anordnung in Entformungsrichtung eines Kunststoffbauteils
möglich
ist. Damit sind die Möglichkeiten zur
Platzierung eines Ansaugpunktes eines derartigen Ölabscheiders
sehr beschränkt.
Insbesondere ist eine seitliche Anströmung – bezogen auf die Entformungsrichtung – nur begrenzt
oder unter hohem konstruktiven Aufwand möglich.
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Die
US 5,323,745 A zeigt
einen in einer Ventilhaube angeordneten Ölabscheider, der zwei Halbschalen
aufweist. Diese Halbschalen besitzen Stege, die quer zur Strömungsrichtung
des Blow-by-Gases angeordnet sind und quer zu dieser Strömungsrichtung
verlaufende Nuten ausbilden.
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Die
US 4,565,164 A offenbart
ebenfalls einen Zylinderkopfdeckel, der einen Strömungsweg
für Blow-by-Gase zur Abscheidung
von Öl
oder Ölnebel aus
diesen Blow-by-Gasen enthält.
Dieser Strömungsweg
wird durch die Oberschale des Zylinderkopfdeckels sowie eine Unterschale
gebildet. In die Unterschale sind Nuten eingebracht, in denen das Gas
in Längsrichtung
strömt.
Die Nuten, die in der Unterschalte eingebracht sind, bilden einen
kontinuierlichen Strömungsweg
für das
Gas, da jeweils am Ende der einen Nut die nächste Nut beginnt. Diese Nuten
weisen einen über
ihre Längsrichtung
variierenden Durchmesser auf, so dass die Strömungsgeschwindigkeit des durchgeführten Gases
beim Durchströmen
dieser Nuten variiert wird. Auf diese Weise werden Öltropfen
und Ölnebel
aus dem Gas abgeschieden.
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Die
JP 06193424 A zeigt
einen Ölabscheider für Blow-by-Gase mit einem Ölabscheideelement, das
in Form eines Netzes aus Kett- und Schussfäden bzw. einer ge riffelten
oder gewellten Platte versehen ist. In diesem Ölabscheideelement sind eine
Vielzahl von parallel zueinander verlaufenden Strömungswegen
für das
Gas mit dem abzuscheidenden Öl
nebeneinander angeordnet.
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Die
US 2,252,242 offenbart ebenfalls
eine Vorrichtung zur Reinigung von Gasen und Dämpfen. Diese Vorrichtung verfügt über einen
Einlass für
das zu reinigende Gas, das innerhalb eines Gehäuses bis zu dem Boden des Gehäuses geführt wird
und dort in einen Sumpf, der mit Öl gefüllt ist, eintritt. Oberhalb dieses
Sumpfes sind in diesem Gehäuse
bezüglich ihrer
Wellung überkreuzt
zueinander angeordnete Wellbleche angeordnet, zwischen denen das
Gas nach oben zum Auslass strömt.
Aus dem Sumpf reißt das
Gas Öl
mit sich, das sich auf der Oberfläche der Wellbleche niederschlägt. Dort
dient das Öl
als Absorptionsmittel für
an den Wellblechen abgeschiedene Staubpartikel. Das Öl läuft anschließend wieder zurück in den
Sumpf. Das gereinigte Gas verlässt oberhalb
der gewählten
Bleche über
einen Auslass die Reinigungsvorrichtung.
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Das
Gas strömt
zwischen den gewählten Blechen
durch und wird dort stark verwirbelt, wodurch es zu einer erhöhten Prallabscheidung
in dem Gas enthaltener Partikel kommt.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Ölabscheideelement zur Verfügung zu stellen,
das möglichst
geringen Beschränkungen
bezüglich
seiner Platzierung, beispielsweise innerhalb eines Zylinderkopfdeckes,
unterliegt. Es ist auch Aufgabe, einen mit einem solchen Ölabscheideelement versehenen
Zylinderkopfdeckel zur Verfügung
zu stellen.
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Diese
Aufgabe wird durch das Ölabscheideelement
nach Anspruch 1 sowie durch den Zylinderkopfdeckel nach Anspruch
13 und das Verfahren nach Anspruch 18 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
des erfindungsgemäßen Ölabscheideelements und
des erfindungsgemäßen Zylinderkopfdeckels werden
in den jeweiligen abhängigen
Ansprüchen angegeben.
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Das
erfindungsgemäße Ölabscheideelement ist
integraler Bestandteil eines Gehäuses
und bildet einen gasdurchströmbaren
Hohlraum. In diesem Hohlraum werden das Öl bzw. die Öltröpfchen abgeschieden. Dieser
Hohlraum besitzt an dem Gehäuse mindestens
je eine Öffnung
als Einlass für
Gas, ölbehaftets
Gas und Ölnebel
und als Auslass für
Gas und abgeschiedenes Öl
und ist zwischen Einlass und Auslass des Gases von beispielsweise
Blow-by-Gasen durchströmbar.
Einlass und Auslass liegen von einander entfernt. Der Einlass liegt üblicherweise
auf der Außenseite
des Gehäuses, der
Auslass auf der Innenseite. Das Gehäuse besitzt mindestens einen zusätzlichen
Ausgang.
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Das
Gehäuse
weist nun erfindungsgemäß eine Trennfläche auf,
die das Gehäuse
und das in ihm vorhandene mindestens eine Ölabscheideelement in zwei trennbare
Gehäuseelemente
bzw. Ölabscheideelementhälften unterteilt.
Der Begriff Ölabscheideelementhälfte ist
dabei so zu verstehen, dass sich beide Ölabscheideelementhälften bei
Zusammensetzen zu einem Ölabscheideelement
ergänzen, die
Hälften
aber nicht notwendigerweise 50% des gesamten Ölabscheideelements bilden müssen. Sie können vielmehr
hinsichtlich ihres Anteils am Ölabscheideelement
recht verschieden sein.
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In
jeder der Trennflächen
jeweils einer Ölabscheideelementhälfte ist
erfindungsgemäß eine Schar
Nuten angeordnet, die sich bezüglich
ihrer Längsrichtung
in der Trennfläche
erstrecken. Sie sind also bezüglich
der Trennfläche
nach oben geöffnet. Die
Nuten der beiden Scharen sind dabei so angeordnet, dass sie in der
Trennfläche
unter einem vorbestimmten Winkel zueinander verlaufen und einander
kreuzen. Mindestens eine Nut jeder Schar erstreckt sich nicht vom
Einlass zum Auslass. Jede Schar bildet eine Ölabscheidelementhälfte.
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Bei
einem derartigen Ölabscheideelement strömt das Gas
vom Einlass in den von den beiden Scharen gebildeten Hohlraum von
gekreuzten Nuten, die insgesamt ein Gitter bilden. Das Gas strömt nun längs einer
Nut und von dort am letzten Kreuzungspunkt mit einer Nut einer benachbarten
Schar in diese Nut der benachbarten Schar. Es strömt dann
die benachbarte Nut entlang und tritt danach wiederum am letzten
Kreuzungspunkt dieser Nut mit einer weiteren Nut der ursprünglichen
Schar in diese weitere Nut über.
Alternativ wird, wenn der Auslass erreicht wird, das Abscheidelement
verlassen. Der Übertritt ist
immer nur dann gewährleistet,
wenn mindestens eine Nut einer jeden Schar nicht vom Einlass zum Auslass
reicht. Insgesamt ergibt sich hierdurch eine Drehbewegung bzw. ein
Drall des strömenden
Gases, weil dieses ständig
von einer Strömungsrichtung zur
anderen und von einer Nutenschar zur anderen hin und her wechselt.
Aufgrund der auftretenden Fliehkräfte werden bei Aufprall auf
die Wandung der Nut Öltröpfchen aus
dem ölbeladenen
Gas bzw. Ölnebel
abgeschieden.
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Ein
Vorteil des erfindungsgemäßen Ölabscheideelements
ist es, dass es skalierbar ist, da eine beliebige Zahl derartiger Ölabscheideelemente nebeneinander
bzw. in jeder Nutenschar eine beliebige Anzahl Nuten angeordnet
werden können.
Nutanzahl, Nutenlänge
und/oder -breite können
dabei auch zwischen den einzelnen Ölabscheideelementen bzw. Ölabscheideelementhälften variieren.
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Der
erfindungsgemäße Zylinderkopfdeckel ist
mit einem wie oben beschriebenen Ölabscheideelement versehen.
Da Zylinderkopfdeckel gewöhnlich ohnehin
eine Oberschale und eine Unterschale (Ventilhaube und Buffle/Schwallplatte)
aufweisen, können zwanglos
die Ölabscheideelementhälften des
mindestens einen erfindungsgemäßen Ölabscheideelements
bereits bei der Ausformung von Ober- und Unterschale in diese eingebracht
werden. Dabei entspricht die Trennebene der Kontaktfläche zwischen Oberschale
und Unterschale und damit auch zwischen den Ölabscheideelementhälften; die
Nuten liegen in Entformungsrichtung von Ober- bzw. Unterschale. Dies ermöglicht eine
extrem kostengünstige Fertigung
von Zylinderkopfdeckeln mit Ölabscheidung.
Insbesondere werden zur Ausbildung des Rotationsabscheiders keine
weiteren Teile benötigt.
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Die
Nuten der beiden Scharen verlaufen unter einem Winkel von 60° bis 120°, bevorzugt
80° bis 100°, insbesondere
90° zueinander.
Die Nuten der Scharen können
auch vorteilhafterweise unter einen vorbestimmten Winkel zur mittleren
Durchströmungsrichtung
des Ölabscheideelements
verlaufen, wobei die mittlere Durchströmungsrichtung als diejenige
Richtung definiert sein soll, die sich aus der Gasströmungsrichtung
gemittelt über
eine Rotation durch die Nuten ergibt.
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Bezüglich der
Länge und
der Breite der Nuten können
beliebige Verhältnisse
eingestellt werden, besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn Breite
und Länge
der Nuten in einem Verhältnis
zwischen 1:10 bis 1:3, vorteilhafterweise 1:5,5 bis 1:4,5, besonders vorteilhafterweise
1:5, stehen. Die Breite der Nuten hängt also unmittelbar von der
Wandstärke
der Ober- bzw. Unterschale im Bereich der Trennfläche ab.
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Allerdings
kann sich sowohl die Richtung der Nuten, deren Querschnittsform,
deren Breite und auch die Tiefe der Nuten in Längsrichtung ändern. Insbesondere
ist es nicht erforderlich, dass die Nuten in der jeweiligen Trennfläche geradlinig
verlaufen. Sie können
auch gekrümmt
sein.
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Nachdem
das bzw. eine Vielzahl von erfindungsgemäßen Ölabscheideelementen in der
Trennfläche
von Ober- und Unterschale eines Zylinderkopfdeckels ohne zusätzlichen
Platzbedarf untergebracht werden kann, ist eine Verwendung als Vorabscheider
zusätzlich
zu mindestens einem weiteren, am oder im Innenraum des Zylinderkopfdeckes
vorhandenen Ölabscheideelement
entsprechend dem Stand der Technik besonders bevorzugt.
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Zylinderkopfdeckel
bzw. die sie bildenden Ober- und Unterschalen werden üblicherweise
mittels Spritzguss aus Duro- oder Thermoplasten hergestellt. Thermoplastische
Materialien sind dabei bevorzugt. Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Zylinderkopfdeckels
wird nun das Gusswerkzeug so gestaltet, dass es in Entformungsrichtung
an der Trennfläche
der beiden Halbschalen meist mehrere, parallel zueinander angeordnete,
schräg
zur Außen- bzw.
Innenwand der Halbschalen verlaufende Grate vorsieht. Die einzelnen
Grate weisen zu ihrer Mitte hin eine größere Tiefe als an ihren Enden
auf. Beim Spritzgießen
der jeweiligen Halbschale werden mit Hilfe dieser Grate die die Ölabscheideelementhälften des
erfindungsgemäßen Ölabscheideelementes
bildenden Nutenscharen in den Halbschalen ausgebildet. Die Nutenscharen
sind damit in Entformungsrichtung in den Ölabscheideelementhälften als
Vertiefung angeordnet.
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Im
Folgenden werden nun einige Beispiele erfindungsgemäßer Ölabscheideelemente
bzw. Zylinderkopfdeckel angegeben. Dabei werden in sämtlichen
Figuren gleiche oder ähnliche
Elemente mit gleichen oder ähnlichen
Bezugszeichen bezeichnet. Die vorliegende Beschreibung der Erfindung
und der folgenden Figuren ist dabei nicht so zu verstehen, dass
lediglich sämtliche
Merkmale der einzelnen Ausführungsformen
in Verbindung miteinander erfindungswesentlich sind, sondern so,
dass auch einzelne Aspekte der Ausführungsformen für sich als
zur Erfindung gehörig
betrachtet werden sollen.
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Es
zeigen
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1 einen
Ausschnitt aus einer Ölabscheideelementhälfte eines
erfindungsgemäßen Ölabscheideelements;
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2 in den Teilfiguren 2-a und 2-b jeweils
Varianten eines erfindungsgemäßen Ölabscheideelementes;
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3 die
Durchsicht durch zwei zum erfindungsgemäßen Ölabscheideelement kombinierten Ölabscheideelementhälften;
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4 einen
Ausschnitt aus der Durchsicht der 3;
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5 Schnitte senkrecht durch das Ölabscheideelement
der 3 und 4; und
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6 eine
schematische Aufsicht auf eine Ober- oder Unterschale eines erfindungsgemäßen Zylinderkopfdeckels.
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1 zeigt
eine Aufsicht auf die Schnittfläche 2 einer Ölabscheideelementhälfte 3a.
Diese Ölabscheideelementhälfte 3a spannt
mit ihren Nuten 5a bis 5a'''' die Form eines halben, in Längsrichtung durchgeschnittenen
zylindrischen Elementes auf. Der gesamte Ölabscheider entspricht zwei
derartigen Halbzylindern, die längs
ihrer Schnittfläche
aufeinander gesetzt werden. Ein aus solchen Ölabscheideelmenthälften gebildetes Ölabscheideelement
kann Bestandteil eines Zylinderkopfdeckels sein. Dabei können auch
mehrere derartige Ölabscheideelemente
in den Zylinderkopfdeckel integriert werden.
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Üblicherweise
ist die dargestellte Trennfläche 2 Teil
einer größeren Trennfläche, so
kann beispielsweise die Trennfläche
der oberen Halbschale 3a Teil der Ventilhaube und eine
entsprechende untere Halbschale 3b Teil der Schwallplatte
eines Zylinderkopfdeckels sein.
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Die
Trennfläche 2 weist
eine Schar von Nuten 5a bis 5a'''' auf, die sich sämtlich parallel
zueinander mit ihrer Längsrichtung
in der Trennfläche 2 erstrecken.
Diese Nuten sind im vorliegenden Beispiel unter 45° gegen die
Längsrichtung 12 und
damit auch die mittlere Durchströmungsrichtung
eines Gases in dem Ölabscheider
geneigt angeordnet. Die Nut 5a bildet an der einen Stirnfläche der Ölabscheideelementhälfte 3a einen
Einlass 6 und die Nut 5a'''' bildet an der anderen Stirnfläche der Ölabscheideelementhälfte 3a einen
Auslass 7. Das Gas strömt
nun über den
Einlass 6 in die Nut 5a, wird von dort in die
benachbarte Nut in der nicht dargestellten Ölabscheideelementhälfte 3b übergeleitet
und wechselt im Folgenden zwischen den Nuten in der Trennfläche 2 der Ölabscheideelementhälfte 3a und
den Nuten in der Trennfläche
der anderen benachbarten Ölabscheideelementhälfte hin
und her und erreicht schließlich
den Auslass 7. Das auf dem Weg durch das Ölabscheideelement
durch Aufprall auf die Wandung einer Nut abgeschiedene Öl kann die
Nutenschar ebenfalls am Auslass 7 verlassen.
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2-a zeigt zwei Ölabscheideelementhälften 3a und 3b eines
erfindungsgemäßen Ölabscheideelementes.
Beide Ölabscheideelementhälften sind an
und für
sich gleich aufgebaut, im zusammengesetzten Ölabscheideelement sind sie
jedoch um 180° gedreht
zueinander aufeinander angeordnet. Die Ölabscheideelementhälften 3a und 3b sind
in entsprechender Weise wie der Ausschnitt aus der Ölabscheideelementhälfte 3a in 1 aufgebaut.
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2-b zeigt eine weitere Bauform der Ölabscheideelementhälften 3a und 3b eines Ölabscheideelementes.
Dabei ist prinzipiell jede der Ölabscheideelementhälften 3a und 3b gleich
aufgebaut wie diejenigen Ölabscheideelementhälften 3a und 3b, die
in 2-a dargestellt sind. Entscheidender Unterschied
ist hier, dass in 2-b die Ölabscheideelementhälften 3a bzw. 3b erweiterte
Einlassbereiche 8a, 8b aufweisen, über die
das Gas in die Ölabscheideelementhälften einströmen kann.
In gleicher Weise sind erweiterte Auslassbereiche 9a und 9b vorgesehen.
Die erweiterten Bereiche 8a, 8b, 9a. 9b müssen dabei
nicht notwendigerweise identisch gestaltet sein.
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Die
in 2-a und 2-b dargestellten
Gehäuseelemente,
die die Ölabscheideelementhälften 3a und 3b enthalten,
sind üblicherweise
keine separaten Gehäuse:
Normalerweise sind die hier mit rechteckigem Querschnitt dargestellten
Gehäusehälften vielmehr
integraler Bestandteil größerer Gehäuse, wie
z. B. Ventilhauben und Schwallplatten von Zylinderkopfdeckeln, die
Darstellungen entsprechen in diesem Fall Ausschnitten aus den genannten
Gehäusen.
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3 zeigt
nun die Durchsicht durch zwei zu einem Ölabscheideelement zusammengefügte Ölabscheideelementhälften, dabei
sind sowohl die Nuten in der unteren Ölabscheideelementhälfte als
auch in der oberen Ölabscheideelementhälfte zu
erkennen. Die Nuten der einen Ölabscheideelementhälfte verlaufen
von links oben nach rechts unten (Nuten 5a, 5a', 5a'', 5a''') und die Nuten
der anderen Ölabscheideelementhälfte verlaufen
von links unten nach rechts oben (Nuten 5b, 5b', 5b'', 5'''). In der Schnittebene
ergeben sich damit Kreuzungspunkte zwischen den Nuten dieser beiden
Nutenscharen, insbesondere Übergangsstellen
an den Enden der jeweiligen Nuten (Kreuzungs- bzw. Übergangsstellen 10a–10f).
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Folgt
man nun dem Gasstrom, der durch die Nut 5a strömt, so ergibt
sich für
diesen Gasstrom der durch die Pfeile A, B und C erkenntliche Weg.
Dabei wech selt das Gas an der Übergangsstelle 10a von der
Nut 5a in die Nut 5b', an der Übergangsstelle 10b von
der Nut 5b' in
die Nut 5a'' und an der Übergangsstelle 10c von
der Nut 5a'' in die Nut 5b'''.
Bei einem derartigen Wechsel von einer Nut in die andere ändert sich
nicht nur die Gasströmungsrichtung
in der Ebene der Trennfläche 2.
Das Gas wechselt zusätzlich
auch zwischen den beiden Ölabscheideelementhälften (3a und 3b in 2) hin und her. Insgesamt ergibt sich
hierdurch eine Rotationsbewegung des Gases.
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Wesentlich
ist also, dass an den terminalen Kreuzungspunkten 10a bis 10f jeweils
das Gas von einer Nut in einer Ölabscheideelementhälfte in
die benachbarte Nut in der benachbarten Ölabscheideelementhälfte überwechselt.
An den nicht-terrminalen Kreuzungsstellen 11a, 11b, 11c findet
jedoch kein nennenswerter Wechsel des Gases zwischen den beiden Ölabscheideelementhälften statt,
weil in beiden Gasströmen
bzw. den beiden sich kreuzenden Nuten dieselben Druckverhältnisse
herrschen.
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4 zeigt
nun einen Ausschnitt aus 3, wobei hier zusätzlich Schnittebenen
A, B, C, D und E eingezeichnet sind.
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5 zeigt in den Teilbildern 5-a bis 5-e Schnitte
senkrecht zur Achse 12 (Schnittebenen senkrecht zur Längsausdehnung
des Ölabscheideelementes),
entsprechend den in 4 angedeuteten Schnittebenen.
Beispielhaft ist hier ein. ein zylinderförmiger Ausschnitt aus einem
größeren Gehäuse gezeigt. 5-a entspricht dabei dem Schnitt in der Ebene
A, 5-b in der Ebene B, 5-c in
der Ebene C, 5-d in der Ebene D und 5-e dem Schnitt in der Ebene E der 4.
Zu erkennen ist, dass sich Übergangszonen
lediglich in den Ebenen A, C und E ergeben, wobei aufgrund der strömungsdynamischen
Verhältnisse
ein Übertritt des
Gases zwischen benachbarten Nuten lediglich an den terminalen Kreuzungspunkten 10a, 10d, 10e, 10b erfolgt,
nicht jedoch am nicht-terminalen Kreuzungspunkt 11a. Anhand
der Abfolge der Schnitte 5-a bis 5-e lässt
sich die rotierende Vorwärtsbewegung
der beiden Gasströme
beobachten.
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Im
Schnitt 5-a sind die beiden terminalen
Kreuzungspunkte 10a und 10d dargestellt. Der Gasstrom
der Nut 5a tritt an deren Ende (oder kurz vor deren Ende)
in die benachbarte Nut 5b' über, ebenso
der Gasstrom der Nut 5b in deren benachbarte Nut 5a'. Im Schnitt 5-b strömen
die beiden Gasströme
der Achse 12 zu, im Vergleich zu Schnitt 5-a hat die Nutentiefe beider Nuten 5a', 5b' zugenommen.
Die beiden Nuten 5a und 5b sind im Schnitt 5-b bereits abgeschlossen.
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Schnitt 5-c gibt den nicht-terminalen Kreuzungspunkt 11a wieder,
an dem die Nuten 5a', 5b' ihre maximale
Tiefe erreicht haben und die Achse 12 kreuzen. Nur im Grenzbereich
der beiden Gasströme
kann es zu Übertritten
kommen. Die Gasströme
folgen überwiegend
ihrer nach vorne gerichteten Rotationsbewegung.
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Im
Schnitt 5-d entfernen sich die beiden Gasströme von der
Achse 12, im Vergleich zu Schnitt 5-c hat
die Nutentiefe beider Nuten 5a', 5b' wieder abgenommen. Schnitt 5-e gibt die beiden terminalen Kreuzungspunkte 10b und 10e wieder. Hier
tritt der Gasstrom der Nut 5a' in die Nut 5b'' über, der der Nut 5b' in die Nut 5a''.
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Die
beiden Gasströme
haben auf ihrem Weg zwischen den terminalen Kreuzungspunkten (10a und 10b bzw. 10d und 10e)
jeweils 180° ihrer
vorwärtsgerichteten
Rotationsbewegung zurückgelegt.
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6 zeigt
schematisch eine Aufsicht auf eine Ober- oder Unterschale 100 eines
erfindungsgemäßen Zylinderkopfdeckels, üblicherweise
eine Ventilhaube oder eine Schwallplatte. Dabei ist nur der eine
umlaufende Wand 200 bildende Randbereich, der hier zu Erläuterungszwecken überdimensional groß dargestellt
ist, erfindungsrelevant. Aus diesem Grunde sind keinerlei Details
des Innenbereichs 300 gezeigt, auch nicht der im Zylinderkopfdeckel
notwendigerweise vorhandene Auslass. Die Nutenscharen bzw. Gruppen
von Nutenscharen 101 bis 107 zeigen beispielhafte
Anordnungen von Ölabscheideelementhälften in
der Trennfläche 2 der
Wand 200. Alle Nuten bzw. Gruppen von Nuten 101 bis 107 sind
so angeordnet, dass eine Strömung
von außerhalb
des Gehäuses
in den Innenbereich 300 möglich ist.
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Nutenschar 101 weist
dabei fünf
relativ breite Nuten 5a bis 5a'''' auf, Nutenschar 102 schließt drei ebenfalls
relativ breite Nuten 5a bis 5a'' zwischen
einem erweiterten Einlassbereich 8a und einem erweiterten
Auslassbereich 9a ein. Nutenschar 103 besteht
nur aus zwei schmalen Nuten 5a und 5a'; für ein Funktionieren
eines Ölabscheideelements
wäre es ausreichend,
wenn die aus Nutenschar 103 gebildete Ölabscheideelementhälfte mit
einer Ölabscheideelementhälfte mit
nur einer, die beiden Nuten 5a und 5a' verbindenden
Nut 5b zu einem Ölabscheideelement kombiniert
würde.
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Die
Nutenschar 104 demonstriert die prinzipielle Möglichkeit,
das erfindungsgemäße Ölabscheideelement
auch im Eckbereich der Wand 200 der Ober- bzw. Unterschale
eines erfindungsgemäßen Zylinderkopfdeckels
auszubilden..
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Die
Gruppen von Nutenscharen 105 bis 107 illustrieren
weitere Anordnungsmöglichkeiten
entlang des Umfangs der Trennfläche
der Wand 200, sei es als eine kleine Gruppe (105)
an einer oder – nicht dargestellt – mehreren
Seiten, in Form mehrerer Gruppen (106) an einer oder – nicht
dargestellt – mehreren
Seiten oder gar als rasterförmige
Anordnung (107) an einer oder – nicht dargestellt – mehreren
Seiten. Meist ist eine große
Anzahl von Nutenscharen bevorzugt. Die jeweilige Anordnung richtet sich
nach dem Anwendungsfall.