-
Die
Erfindung betrifft eine Pendelstütze
für ein
Fahrzeug, mit zwei Gelenken, die über ein Koppelglied miteinander
verbunden sind, wobei eines der Gelenke als Kugelgelenk ausgebildet
ist. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
einer Pendelstütze.
-
Derartige
Pendelstützen
sind aus dem Stand der Technik bekannt. Die
DE 200 10 341 U1 offenbart z.B.
eine Gelenkstange für
ein Kraftfahrzeug, mit wenigstens einem Gelenkabschnitt und einem
Stangenabschnitt, wobei der Gelenkabschnitt und der Stangenabschnitt
im Bereich einer Verbindungsfläche formschlüssig miteinander
verbunden sind und aus verschiedenen Materialien bestehen. Der Gelenkabschnitt
weist eine Gelenkpfanne und einen in dieser schwenkbar gelagerten
Kugelzapfen auf. Die Gelenkpfanne greift mit einem Stutzen in die
als Rohr ausgebildete Gelenkstange ein und ist dort über ein Rillenprofil
formschlüssig
festgelegt.
-
Aus
der
US 6 398 446 B1 ist
eine Kugelgelenkbaugruppe bekannt, wobei an beiden Enden eines Verbindungsstücks jeweils
ein Kugelgelenk montiert ist. Jedes Kugelgelenk weist einen Kugelzapfen und
ein Gehäuse
auf. Das Verbindungsstück
weist ein mit einer Rändelung
versehenes Ende auf, welches zur Montage bis über die Erweichungstemperatur
des Gehäuses
erhitzt und dann in eine Ausnehmung des Gehäuses eingedrückt wird.
-
Die
EP 0 925 964 A2 offenbart
einen Aufhängungsarm,
wobei zwei Gummilager über
ein Gestängeteil
miteinander verbunden sind. Die Gummilager sitzen in Montageteilen,
die mittels eines auf Reibungswärme
basierenden Verfahrens fest mit dem Gestängeteil verbunden werden.
-
Für herkömmliche
Pendelstützen
werden überwiegend
zwei Kugelgelenke verwendet. In einzelnen Fällen ist auch eine Kombination
von Kugelgelenk und Gummilager eingesetzt worden. Bei diesen Pendelstützen ist
die Anbindung auf der Dämpferrohrseite
aber häufig
aufwendig. Insbesondere kann der an dem Dämpfer vorgesehene Halter für die Pendelstütze oder
diese selbst durch eine außermittige
Belastung tordiert oder verbogen werden. Regelmäßig ist ein relativ großer Bauraum
nötig,
und die Beweglichkeit, die Lebensdauer sowie die Belastbarkeit sind
eingeschränkt.
Ferner ist das Bewegungsverhalten häufig träge.
-
Aufgabe
der Erfindung ist es, eine Pendelstütze der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, dass ein solches Verbiegen oder Tordieren
reduziert oder vermieden werden kann sowie ein schnelles Ansprechverhalten
und eine hohe Lebensdauer der Pendelstütze erzielbar sind.
-
Diese
Aufgabe wird mit einer Pendelstütze nach
Anspruch 1 und durch ein Verfahren nach Anspruch 13 gelöst. Bevorzugte
Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen gegeben.
-
Die
erfindungsgemäße Pendelstütze für ein Fahrzeug,
insbesondere Kraftfahrzeug, weist zwei Gelenke auf, die über ein
Koppelglied miteinander verbunden sind, wobei eines der Gelenke
als Kugelgelenk ausgebildet ist, und wobei das andere der Gelenke
als Kugelhülsengelenk
ausgebildet ist. Hierdurch ist es möglich, die resultierende Anbindung
der Pendelstütze
an ein Dämpferrohr
oder an einen Dämpferteller
aufgrund der Symmetrie des Kugelhülsengelenks und/oder eines
Halters für
die Pendelstütze
mittig zu realisieren. Ein Verbiegen oder Tordieren des Halters
oder der Pendelstütze
kann somit vermieden oder zumindest reduziert werden. Insbesondere über eine
gabelförmige
Anbindung des Kugelhülsengelenks
an z.B. einen Dämpfer
kann die resultierende Anbindung mit dem Drehpunkt des Kugelhülsengelenks
zusammenfallen, obwohl die beiden tatsächlichen Anbindungspunkte gegenüber dem
Drehpunkt versetzt sind. Im Gegensatz dazu ist bei einem Kugelgelenk
ein Versatz zwischen Drehpunkt und resultierendem Anbindungspunkt
vorhanden (Kraftversatz), da dieser mit dem tatsächlichen Anbindungspunkt zusammenfällt und
im Abstand zur Gelenkkugel angeordnet ist. Ferner weist das Kugelhülsengelenk
eine größere Beweglichkeit
und ein schnelleres Ansprechverhalten als ein vergleichbares Gummilager
auf, bei dem das Innenteil über
Vulkanisation mit dem elastomeren Lagerkörper verbunden und somit in
seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Die Belastbarkeit
des Kugelhülsengelenks
ist ebenfalls größer als
die eines vergleichbaren Gummilagers. Ferner ist die Lebensdauer
des Kugelhülsengelenks
gegenüber
einem vergleichbaren Gummilager erhöht, dessen elastomerer Lagerkörper durch
häufige
Verformung relativ rasch verschleißen kann.
-
Bevorzugt
weist das Kugelhülsengelenk
ein Kugelhülsengelenkgehäuse und
eine Kugelhülse
mit einem balligen Bereich auf, mittels welchem die Kugelhülse bewegbar,
insbesondere drehbar und/oder schwenkbar, in dem Kugelhülsengelenkgehäuse gelagert
ist. Dabei ragt die Kugelhülse
mit zwei Befestigungsbereichen aus dem Gehäuse heraus, zwischen denen
der ballige Bereich angeordnet ist. Ferner weist die Kugelhülse eine
durchgehende Ausnehmung auf, die sich durch die beiden Befestigungsbereiche
und durch den balligen Bereich hindurcherstreckt. Die Oberfläche des
balligen Bereichs (auch Kugel genannt) ist bevorzugt eine Teilkugelfläche. Grundsätzlich sind
aber auch andere konvexe Ausformungen des balligen Bereichs möglich. Die
Kugelhülse
kann aus Metall oder Kunststoff bestehen. Ferner ist das Kugelhülsengelenkgehäuse aus
Metall oder Kunststoff ausbildbar. Die Lagerung der Kugelhülse in dem
Kugelhülsengelenkgehäuse ist
bevorzugt eine Gleitlagerung.
-
Die
Kugelhülse
ist insbesondere unter Zwischenschaltung einer Lagerschale in dem
Kugelhülsengelenkgehäuse gelagert.
Die bevorzugt aus Kunststoff bestehende Lagerschale weist eine Lagerfläche auf,
die insbesondere an die Oberfläche
des balligen Bereichs angepasst ist. Gemäß einer Ausführungsform
ist die Lagerfläche
eine Teilkugelfläche bzw.
eine Teilhohlkugelfläche,
es sind aber auch andere konkave Lagerflächen möglich. Die Lagerschale sitzt
bevorzugt fest im Kugelhülsengelenkgehäuse und
erstreckt sich in axialer Hinsicht insbesondere nicht oder nur geringfügig über den
balligen Bereich der Kugelhülse hinaus.
Der ballige Bereich ist bevorzugt gleitend in der Lagerschale gelagert
und kann insbesondere gegenüber
dieser gedreht und/oder geschwenkt werden.
-
Ferner
kann das Kugelgelenk ein Kugelgelenkgehäuse und einen Kugelzapfen aufweisen,
dessen eines Ende als Gelenkkugel ausgebildet ist, mittels welcher
der Kugelzapfen bewegbar, insbesondere drehbar und/oder schwenkbar,
in dem Kugelgelenkgehäuse
gelagert ist, wobei der Kugelzapfen mit einem Zapfenbereich aus
dem Gehäuse
herausragt. Die Gelenkkugel weist bevorzugt eine Kugelfläche oder
Teilkugelfläche
auf und kann an ihrer dem Zapfenbereich abgewandten Seite abgeflacht
sein. Grundsätzlich
sind aber auch andere konvexe Ausformungen der Gelenkkugel möglich. Der
Kugelzapfen kann aus Metall oder Kunststoff bestehen und ist bevorzugt
aus Vollmaterial gebildet. Ferner kann das Kugelgelenkgehäuse aus
Metall oder Kunststoff bestehen. Die Lagerung des Kugelzapfens in
dem Kugelgelenkgehäuse
ist bevorzugt eine Gleitlagerung.
-
Der
Kugelzapfen ist insbesondere unter Zwischenschaltung einer Lagerschale
in dem Kugelgelenkgehäuse
gelagert. Die bevorzugt aus Kunststoff bestehende Lagerschale weist
eine Lagerfläche
auf, die insbesondere an die Oberfläche der Gelenkkugel angepasst
ist. Gemäß einer
Ausführungsform
ist die Lagerfläche
eine Teilkugelfläche
bzw. eine Teilhohlkugelfläche,
es sind aber auch andere konkave Lagerflächen möglich. Die Lagerschale sitzt
insbesondere fest im Kugelgelenkgehäuse. Ferner ist die Gelenkkugel
bevorzugt gleitend in der Lagerschale gelagert und kann insbesondere
gegenüber
dieser gedreht und/oder geschwenkt werden.
-
Das
bevorzugt als Rohr oder als Stange ausgebildete Koppelglied ist
insbesondere gerade ausgebildet ist. Es sind aber auch gekrümmte Verläufe des
Koppelglieds möglich,
z.B. um andere Bauteile des Fahrzeugs zu umgehen. Das Koppelglied
besteht bevorzugt aus Metall oder Kunststoff.
-
Pendelstützen werden
z.B. in Fahrzeugen als Verbindungsglied zwischen Querstabilisator
und Rad vorgesehen. Dem gemäß betrifft
die Erfindung ferner ein Fahrzeug mit einem Fahrzeugaufbau, wenigstens
einem mit dem Fahrzeugaufbau verbundenen und gegenüber diesem
bewegbaren Rad, und einem mit dem Fahrzeugaufbau verbundenen Stabilisator,
der unter Zwischenschaltung einer Pendelstütze zumindest mittelbar mit
dem Rad verbunden ist, die zwei über
ein Koppelglied miteinander verbundene Gelenke aufweist, von denen
eines als Kugelgelenk und das andere als Kugelhülsengelenk ausgebildet ist.
Dabei handelt es sich bei der Pendelstütze um eine erfindungemäße Pendelstütze, die
gemäß allen
genannten Ausgestaltungen weitergebildet sein kann. Das Fahrzeug
ist insbesondere ein Kraftfahrzeug.
-
Das
Kugelhülsengelenk
kann radseitig an der Pendelstütze
angeordnet sein, wohingegen das Kugelgelenk stabilisatorseitig an
der Pendelstütze vorsehbar
ist. Insbesondere ist das Rad aber mit dem Fahrzeugaufbau über einen
Dämpfer
verbunden, der über
die Pendelstütze
mit dem Stabilisator gekoppelt ist. Dabei können das Kugelgelenk stabilisatorseitig und
das Kugelhülsengelenk
dämpferseitig
an der Pendelstütze
angeordnet sein. Insbesondere ist das Kugelgelenk mit dem Stabilisator
und das Kugelhülsengelenk
mit dem Dämpfer
verbunden. Weist der Dämpfer
ein Dämpferrohr
und/oder einen Dämpferteller
auf, so ist das Kugelhülsengelenk
bevorzugt mit dem Dämpferrohr
oder mit dem Dämpferteller
verbunden. Der Dämpfer
kann ein einzelner Stoßdämpfer oder
Teil einer Dämpferbaugruppe
wie z.B. einer Feder-Dämpfereinheit
sein. Der Dämpfer
erstreckt sich dabei insbesondere vom Rad oder von einem mit diesem
verbundenen Lenker bis zum Fahrzeugaufbau. Gemäß einer Alternative kann das
Kugelhülsengelenk
aber auch mit dem Lenker verbunden sein, wobei das Kugelgelenk mit
dem Stabilisator gekoppelt ist.
-
Das
Kugelhülsengelenk
ist bevorzugt über einen
Halter mit dem Dämpfer
oder mit dem Lenker verbunden, wobei der Halter insbesondere an
dem Dämpferrohr
oder an dem Dämpferteller
befestigt oder einstückig
damit ausgebildet ist. Der Halter ist bevorzugt als Gabel ausgebildet
und weist insbesondere zwei Zinken oder Schenkel auf, zwischen denen die
Kugelhülse
festgelegt ist. Dafür
kann z.B. ein Bolzen oder eine Schraube die beiden Schenkel und
die Ausnehmung der Kugelhülse
durchgreifen.
-
Das
Fahrzeug kann wenigstens ein zweites Rad aufweisen, das mit dem
Fahrzeugaufbau verbunden und gegenüber diesem bewegbar ist, wobei der
Stabilisator die beiden Räder zumindest
mittelbar miteinander verbindet. Dabei ist der Stabilisator bevorzugt
eine Feder, insbesondere ein Torsionsfederstab und dient zur Wankstabilisierung
des Fahrzeugs.
-
Die
Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung einer Pendelstütze, wobei
ein Kugelgelenk oder ein Kugelzapfen, ein Kugelhülsengelenk oder eine Kugelhülse und
ein Koppelglied gemeinsam in ein Gusswerkzeug eingelegt und mit
Material, insbesondere einem gieß- oder spritzfähigen Material,
umgossen oder umspritzt werden. Dabei handelt es sich bei der Pendelstütze um eine
erfindungemäße Pendelstütze, die
gemäß allen
genannten Ausgestaltungen weitergebildet sein kann. Insbesondere
ist das Koppelglied als Stange bzw. Verbindungsstange ausgebildet.
-
Dieses
Verfahren zur Herstellung der Pendelstütze ist vergleichsweise kostengünstig, erfordert wenige
Montageschritte und wenige Einzelteile. Ferner ist keine nachträgliche Bearbeitung
nötig,
und das Design sorgt für
Toleranzunempfindlichkeit.
-
Als
Material werden insbesondere Aluminium, Zink, Magnesium oder Kunststoff
verwendet. Ferner werden das Kugelgelenk, das Kugelhülsengelenk
und das Koppelglied bevorzugt über
das Material miteinander verbunden.
-
Von
dem Material können
das Gehäuse
des Kugelhülsengelenks
und das Gehäuse
des Kugelgelenks gebildet werden. Insbesondere können die Lagerschale des Kugelgelenks
und die Lagerschale des Kugelhülsengelenks
von dem Material umgossen oder umspritzt werden. Bevorzugt werden
der Kugelzapfen und die Kugelhülse
dafür zusammen mit
den diese aufnehmenden Lagerschalen in das Gusswerkzeug eingelegt.
Das Koppelglied wird insbesondere zwischen den beiden Gelenken in
das Gusswerkzeug eingelegt.
-
Mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren
ist es möglich,
die Pendelstütze
derart auszubilden, dass das Kugelhülsengelenk oder die Kugelhülse, das
Kugelgelenk oder der Kugelzapfen und das Verbindungsstück oder
Koppelglied zumindest teilweise mit dem Material umgossen oder umspritzt
sind. Dabei kann das Material gleichzeitig zur Befestigung des Kugelhülsengelenks und
des Kugelgelenks an dem Verbindungsstück dienen. Ferner ist durch
das Material bevorzugt das Kugelhülsengelenkgehäuse und das
Kugelgelenkgehäuse
gebildet.
-
Die
Erfindung wird nachfolgend anhand einer bevorzugten Ausführungsform
unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
-
1 eine
perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Pendelstütze,
-
2 eine
teilweise geschnittene Ansicht der Pendelstütze nach 1,
-
3 eine
vereinfachte Darstellung einer Radaufhängung mit der Pendelstütze nach 1 und
-
4 eine
schematische Ansicht der Anbindung der Pendelstütze nach 1 an
einen Dämpfer.
-
Aus 1 ist
eine Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Pendelstütze 1 in
perspektivischer Ansicht ersichtlich, wobei ein Kugelgelenk 2 über eine
Verbindungsstange 3 mit einem Kugelhülsengelenk 4 verbunden
ist. Das Kugelgelenk 2 weist einen Kugelzapfen 5 auf,
der in einem Kugelgelenkgehäuse 6 drehbar
und schwenkbar gelagert ist, wobei der Kugelzapfen 5 einseitig
aus dem Kugelgelenkgehäuse 6 mit
einem Zapfenbereich 7 herausragt. Zum Schutz vor Verunreinigungen
ist zwischen dem Kugelgelenkgehäuse 6 und
dem Kugelzapfen 5 ein Dichtungsbalg 8 angeordnet.
Das Kugelgelenkgehäuse 6 weist
einen Schaft 9 auf, in den die Verbindungsstange 3 eingreift.
-
Das
Kugelhülsengelenk 4 weist
eine Kugelhülse 10 auf,
die in einem Kugelhülsengelenkgehäuse 11 drehbar
und schwenkbar gelagert ist, wobei die Kugelhülse 10 beidseitig
aus dem Kugelhülsengelenkgehäuse 11 mit
Befestigungsbereichen 12, 13 herausragt. Zum Schutz
vor Verunreinigungen ist zwischen dem Kugelhülsengelenkgehäuse 11 und den
Befestigungsbereichen 12, 13 jeweils ein Dichtungsbalg 14, 15 angeordnet.
Das Kugelhülsengelenkgehäuse 11 weist
einen Schaft 16 auf, in den die Verbindungsstange 3 eingreift.
Ferner ist die Kugelhülse 10 mit
einer durchgehenden Ausnehmung 17 versehen.
-
Aus 2 ist
eine Seitenansicht der Pendelstütze 1 ersichtlich,
wobei das Kugelgelenk 2 und das Kugelhülsengelenk 4 geschnitten
dargestellt sind. In dem Kugelgelenkgehäuse 6 sitzt eine Lagerschale (Kugelschale) 18,
in welcher der Kugelzapfen 5 mit einer Gelenkkugel 19 drehbar
und schwenkbar gelagert ist. Dabei ist die Gelenkkugel 19 fest
mit dem Zapfenbereich 7 verbunden, insbesondere einstückig mit
diesem ausgebildet.
-
In
dem Kugelhülsengelenkgehäuse 11 sitzt eine
Lagerschale (Kugelschale) 20, in welcher die Kugelhülse 10 mit
einem balligen Bereich 21 drehbar und schwenkbar gelagert
ist. Dabei ist der ballige Bereich 21 insbesondere einstückig mit
den beiden Befestigungsbereichen 12, 13 ausgebildet
und zwischen diesen angeordnet, so dass die beiden Befestigungsbereiche 12, 13 hinsichtlich
des balligen Bereichs 21 einander diametral gegenüber liegen.
Das Kugelhülsengelenkgehäuse 11 ist
in Längsrichtung zwischen
zwei insbesondere ringförmig
ausgebildeten radialen Schultern der Lagerschale 20 angeordnet,
so dass diese an dem Kugelhülsengelenkgehäuse 11 axial
in beiden Richtungen festgelegt ist. Die Dichtungsbälge 14, 15 sind
kugelhülsengelenkgehäuseseitig
an der Lagerschale 20 befestigt, die insbesondere einstückig ausgebildet
ist. Wie aus 2 ersichtlich, erstreckt sich
die durchgehende Ausnehmung 17 durch die beiden Befestigungsbereiche 12, 13 und
durch den balligen Bereich 21 hindurch.
-
Der
Kugelzapfen 5 und die Kugelhülse 10 sind im Wesentlichen
rotationssymmetrische Körper, wobei
die Symmetrieachse oder Längsachse
beider Gelenke 2, 4 mit L bezeichnet ist. Ferner
weist die Verbindungsstange 3 eine Längsmittenachse M auf, wobei
der Mittelpunkt der Gelenkkugel 19 bevorzugt mit dem Schnittpunkt
der Längsmittenachse
M mit der Längsachse
L des Kugelgelenks 2 zusammenfällt. Ferner fällt der
Mittelpunkt des balligen Bereichs 21 bevorzugt mit dem
Schnittpunkt der Längsmittenachse
M mit der Längsachse
L des Kugelhülsengelenks 4 zusammen,
wobei dieser Mittelpunkt durch das Zentrum der teilkugelförmigen Oberfläche bzw. Lagerfläche des
balligen Bereichs 21 definiert ist. Die Kugelhülse 10 ist
bevorzugt spiegelsymmetrisch ausgebildet, insbesondere zu einer
Ebene, die senkrecht zur Längsachse
der Kugelhülse 10 und
durch den Mittelpunkt des balligen Bereichs 21 verläuft.
-
In 3 ist
eine vereinfachte Darstellung einer Radaufhängung 22 eines Kraftfahrzeugs 23 dargestellt,
wobei ein Rad 24 über
einen Querlenker 25 an einen Fahrzeugaufbau 26 des
Fahrzeugs 23 angelenkt ist. Zwischen dem Rad 24 und
dem Fahrzeugaufbau 26 erstreckt sich ein Dämpfer 27,
mit dessen Dämpferrohr 28 die
Pendelstütze 1 unterhalb eines
Dämpfertellers 29 über das
Kugelhülsengelenk 4 verbunden
ist. Mit ihrem anderen Ende ist die Pendelstütze 1 über das
Kugelgelenk 2 mit einem Querstabilisator 30 verbunden,
der am Fahrzeugaufbau 26 befestigt ist. Der Querstabilisator 30 erstreckt
sich von der Pendelstütze 1 bis
zu einer Radaufhängung 31 eines
zweiten Rads 32 des Fahrzeugs 23. Die Radaufhängung 31 ist
analog zur Radaufhängung 22 ausgebildet,
so dass das Rad 32 über
einen Querlenker an dem Fahrzeugaufbau 26 angelenkt ist.
Zwischen dem Rad 32 und dem Fahrzeugaufbau 26 erstreckt
sich ebenfalls ein Dämpfer,
mit dessen Dämpferrohr
eine erfindungsgemäße Pendelstütze über deren
Kugelhülsengelenk
verbunden ist. Mit ihrem anderen Ende ist diese Pendelstütze über ihr
Kugelgelenk mit dem Querstabilisator 30 verbunden. Die beiden
Räder 24, 32 sind
Teil einer gemeinsamen Fahrzeugachse.
-
Aus 4 ist
eine schematische Ansicht der Anbindung der Pendelstütze 1 an
den Dämpfer 27 ersichtlich,
wobei eine Gabel 33 an dem Dämpferrohr 28 befestigt
ist. Die Gabel 33 weist zwei Schenkel 34 und 35 auf,
zwischen denen das Kugelhülsengelenk 4 angeordnet
ist. Die beiden Schenkel 34, 35 und die Kugelhülse 10 werden
von einem Bolzen 36 (teilweise gestrichelt dargestellt)
durchgriffen, dessen Bolzenkopf 37 an der dem Kugelhülsengelenk 4 abgewandten
Außenseite
des Schenkels 35 anliegt. Auf der dem Kugelhülsengelenk 4 abgewandten
Außenseite
des Schenkels 34 ist eine Schraube 38 auf den Bolzen 36 aufgeschraubt
und liegt an dem Schenkel 34 an, so dass die Kugelhülse 10 zwischen
den beiden Schenkeln 34, 35 festgelegt ist.
-
Zum
Herstellen der Pendelstütze 1 werden das
Kugelgelenk 2, das Hülsengelenk 4 und
die Verbindungsstange 3 in ein Druckguss- oder Spritzgusswerkzeug
eingelegt und mit Material (Aluminium, Zink, Magnesium oder Kunststoff)
umgossen bzw. umspritzt. Dabei sind sowohl für das Kugelgelenk 2 als
auch für
das Hülsengelenk 4 keine
zusätzlichen Gehäuse erforderlich,
da bei beiden die Umspritzung direkt am Lagerelement Kugelschale 18 bzw. 20 stattfindet
(Integration des Hülsengelenks
in das fertige Gesamtbauteil). Dadurch entfällt die sonst bei Hülsengelenken übliche nachträgliche Bearbeitung, da
Hülsengelenkgehäuse normalerweise
am Außendurchmesser
auf Passung geschliffen werden müssen,
um eine definierte Verpressung der Hülsengelenke im Gegenstück gewährleisten
zu können.
Ferner können
auch gleichzeitig mit den Gehäusen
die Schäfte 9 und 16 durch
das Material gebildet werden bzw. sein, die insbesondere einstückig mit
dem jeweiligen Gehäuse
ausgebildet sind.
-
- 1
- Pendelstütze
- 2
- Kugelgelenk
- 3
- Verbindungsstange
- 4
- Kugelhülsengelenk
- 5
- Kugelzapfen
- 6
- Kugelgelenkgehäuse
- 7
- Zapfenbereich
- 8
- Dichtungsbalg
- 9
- Schaft
- 10
- Kugelhülse
- 11
- Kugelhülsengelenkgehäuse
- 12
- Befestigungsbereich
- 13
- Befestigungsbereich
- 14
- Dichtungsbalg
- 15
- Dichtungsbalg
- 16
- Schaft
- 17
- Ausnehmung
- 18
- Lagerschale
- 19
- Gelenkkugel
- 20
- Lagerschale
- 21
- balliger
Bereich
- 22
- Radaufhängung
- 23
- Fahrzeug
- 24
- Rad
- 25
- Querlenker
- 26
- Fahrzeugaufbau
- 27
- Dämpfer
- 28
- Dämpferrohr
- 29
- Dämpferteller
- 30
- Stabilisator
- 31
- Radaufhängung
- 32
- Rad
- 33
- Gabel
- 34
- Schenkel
- 35
- Schenkel
- 36
- Bolzen
- 37
- Bolzenkopf
- 38
- Schraube
- L
- Längsachse
- M
- Längsmittenachse