DE102006037903B3 - Vorrichtung zur Überwachung und Steuerung des Geradeauslaufs des Bandes eines Übergabebocks - Google Patents
Vorrichtung zur Überwachung und Steuerung des Geradeauslaufs des Bandes eines Übergabebocks Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Überwachung und Steuerung des Geradeauslaufs des Bandes insbesondere in der Bandumkehre eines Übergabebocks in einem Hobelbetrieb im Bergbau unter Tage, wobei das Band vom Untertrum kommend um die Kehrtrommel der Bandumkehre zum Obertrum verläuft, die dadurch gekennzeichnet ist, dass beidseitig des Bandes in der Nähe der Umkehrtrommel je ein Impulsgeber angeordnet ist, dessen Schaltelement mit der jeweils ihm zugeordneten Bandkante zusammenwirkt, und der über eine elektrohydraulische Steuerung mit einem Druckmittelzylinder in einer Justiereinrichtung für die Ausrichtung der Bandumkehre in Verbindung steht.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Überwachung und Steuerung des Geradeauslaufs des Bandes insbesondere in der Bandumkehre eines Übergabebocks in einem Hobelbetrieb im Bergbau untertage, wobei das Band vom Untertrum kommend um die Kehrtrommel der Bandumkehre zum Obertrum verläuft und beidseitig des Bandes in der Nähe der Umkehrtrommel je ein Impulsgeber angeordnet ist, dessen Schaltelement mit der jeweils ihm zugeordneten Bandkante zusammen wirkt.
- Eine derartige Vorrichtung ist aus der
DE 87 15 245 U1 bekannt. - Diese Vorrichtung wirkt allerdings auf eine V-förmige Steuerrolle und arbeitet mittels einer hydraulischen Steuerung direkt auf die Ausrichtung des Bandes hin.
- Bei der vorliegenden Erfindung wird jedoch ein weiteres Problem berücksichtigt.
- Die Bandumkehre gehört zu dem Transportmittel, auf das die vom Streckenförderer herangeführte und vom Kohlenhobel herein gewonnene Kohle aufgegeben und weiter transportiert wird. Die Bandumkehre ist auf dem Grundgestell (Unterbau) des Übegabebocks um eine vertikale Achse verschwenkbar und auf einer Schiene auf diesem Unterbau auch in Längsrichtung verfahrbar.
- Der Unterbau liegt mit einer Platte fest auf dem Untergrund der Strecke auf und ist seitlich mittels Spreizen an den Streckenseitenwänden verspannt.
- Beim Vorrücken des Unterbaus (infolge des Abbaufortschritts des Hobels) und dem anschließenden Verspreizen liegt der Unterbau nicht unbedingt in der Mittellängsachse der Strecke sondern seitlich und winklig versetzt.
- Dabei verdreht sich die Bandumkehre mehr und mehr, da beim Rückvorgang die Kehrtrommel mitgeführt wird und sich somit die Lage der Kehrtrommel verändert. Hierdurch läuft das Band immer weiter aus der Sollrichtung heraus, bis es zu einem derartigen Schieflauf kommt, dass das Fördermittel stillgesetzt wird.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszuführen, dass ein beginnender Bandschieflauf automatisch frühzeitig erkannt wird und ebenfalls automatisch Gegenmaßnahmen getroffen werden können.
- Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Merkmalskombination des Anspruchs 1.
- Die Justiereinrichtung mit dem als Rückzylinder dienenden Druckmittelzylinder ist am in Rede stehenden Übergabebock bereits vorhanden.
- Per Handsteuerung wurde bislang der Ausrichtvorgang nach dem Verspreizen des Übergabebocks durchgeführt.
- Die Erfindung macht sich diesen Druckmittelzylinder durch die Hinzufügung der elektrohydraulischen Steuerung und die diese betätigenden-Impulsgeber zunutze, um die oben genannten Aufgabe zu erfüllen und zum einen den Geradeauslauf des Bandes auf der Bandumkehre zu überwachen und zum anderen bei einem Schieflaufen des Bandes durch Betätigung des Rückzylinders in der Justiereinrichtung das Band wieder in die korrekte Lage zu bringen.
- Gemäß Anspruch 2 ist vorgesehen, dass die elektrohydraulische Steuerung zwischen den Impulsgebern und dem Druckmittelzylinder aus einem jedem Impulsgeber zugeordneten Koppelschalter, jeweils einem elektrohydraulischen Steuerventil, zwei Wechselventilen und einer Drossel zur Begrenzung des Druckmittelzylinderhubes besteht.
- Eine derartige Steuerung ist unkompliziert ausgeführt und an den vorhandenen Übergabeböcken problemlos nachzurüsten.
- Der Kolben des Druckmittelzylinders ist beidseitig über die Wechselventile beaufschlagbar, so dass wenn der eine Impulsgeber anspricht der Rückvorgang in die entsprechende Richtung und wenn der andere Impulsgeber anspricht der Rückvorgang in die entsprechend andere Richtung erfolgen kann.
- Als günstigster Einbauort hat sich gemäß Anspruch 3 herausgestellt, dass die Impulsgeber in Bandlaufrichtung vor der Kehrtrommel der Bandumkehre angeordnet sind, beispielsweise etwa 1 m vor der Umkehre im Untertrumm.
- Als Impulsgeber haben sich erfindungsgemäß so genannte Drehschalter bewährt, deren Funktion und Bauweise im rauen Untertagebetrieb die meisten Vorteile aufweist.
- Sobald einer der Drehschalter mit dem Band in Kontakt kommt und eine voreingestellte Neigung erreicht, wird über die Justiereinrichtung die Bandumkehre schrittweise so lange ausgerichtet, bis der Gurt keinen Kontakt mehr mit dem Drehschalter hat.
- Die Einstellwerte der Drehschalter lassen sich nach Bedarf verändern. So sind die Parameter beispielsweise derart eingestellt, dass die Stellung der Drehschalter ständig überwacht wird und ein Justierimpuls bei >5° erfolgt, wobei die Impulsdauer 0,5 Sek. sein kann, was einem Zylinderweg von 15 mm entspricht.
- Darüber hinaus werden die Drehschalter alle 15 Sek. bzgl. ihrer Stellung abgefragt.
- Die Drehschalter sind nur aktiv, wenn das Gurtband läuft, sie werden inaktiv geschaltet, wenn beide Drehschalter gleichzeitig Werte über 0° erfassen, was nur bedeuten kann, dass eine Funktionsstörung vorliegt.
- Die Erfindung wird im folgenden anhand von Zeichnungen dargestellt und erläutert.
- Es zeigen:
-
1 einen Übergabebock in Seitenansicht, -
2 den Übergabebock gemäß1 in Draufsicht, -
3 Bandumkehre in Seitenansicht und abgebrochener Darstellung, -
4 elektrohydraulischer Schaltplan der Steuerung -
5 schematisiert den Einbauort der Drehschalter -
6 in Draufsicht und Seitenansicht die Halterung der Drehschalter. - In den
1 und2 ist ein Übergabebock für den Einsatz im Bergbau unter Tage dargestellt und allgemein mit dem Bezugszeichen1 versehen. Er besteht im wesentlichen aus einem Unterbau2 , der fest auf dem Untergrund aufliegt und mittels zweier seitlicher Spreizen3 an den Streckenwänden verspannt wird. Drehbar auf dem Unterbau2 ist bei4 ein Transportband5 gelagert, dessen Bandumkehre6 eine Kehrtrommel7 aufweist, um die das Band5 vom Untertrum kommend zum Obertrum herum gelenkt wird. - Die Bandumkehre ist detaillierter in der
3 dargestellt. - Ein Streckenförderer
8 bringt das von einem nicht dargestellten Kohlenhobel hereingewonnene Material auf das Band5 . - Im Untertrum in Bandlaufrichtung vor der Kehrtrommel
7 sind auf beiden Seiten des Bandes5 Drehschalter9 angeordnet, die mit den ihnen jeweils zugeordneten Bandkanten zusammenwirken. - Die Drehschalter
9 geben bei Betätigung (d.h., wenn das Band in Schieflage kommt und einen der Schalter berührt) einen Rückimpuls für den Druckmittelzylinder10 einer Justiereinrichtung11 . Beim Vorrücken des Übergabebocks1 infolge des Abbaufortschritts des Kohlenhobels muss der Übergabebock jedes Mal wieder mit den Spreizen3 verspannt werden. Dabei wird nicht immer erreicht, dass der Übergabebock auch in Mittelängsachsenlage der Strecke zu liegen kommt. Durch die fortwährenden Rückvorgänge ergibt sich, dass die Mittellängsachse der Bandumkehre und die Mittellängsachse des Übergabebocks bzw. des Unterbaus desselben immer weiter auseinander driften, wobei es zu einem Schieflauf des Bandes5 kommt. - Kommt eine Bandkante nun mit dem ihr zugeordneten Drehschalter
9 in Kontakt, löst dieser einen Impuls aus, der über die in4 dargestellte Schaltung mit jeweils einem I-I-Koppler12 , einem I-Verteiler13 , einem elektrohydraulischen Steuerventil14 , dem jeweiligen Wechselventil15 den jeweiligen Zylinderraum16 oder17 des Hydraulikzylinders10 beaufschlagt. - Eine Drossel
18 begrenzt den Hub des Druckmittelzylinders. - Mit dem Bezugszeichen
19 ist die übliche Handsteuerung für den Druckmittelzylinder10 bezeichnet. - In der
5 ist schematisch dargestellt, wie die Drehschalter9 links und rechts des Bandes5 an der Bandumkehre6 angeordnet sind. - Als Halterung ist wie in
6 dargestellt ein Winkelblech20 vorgesehen, das mit seinem tiefer liegenden Teil21 an der Bandumkehre verschraubt wird, während im höher gelegenen Teil22 Langlöcher23 vorgesehen sind, die zur einstellbaren Befestigung der Drehschalter9 dienen.
Claims (4)
- Vorrichtung zur Überwachung und Steuerung des Geradeauslaufs des Bandes insbesondere in der Bandumkehre eins Übergabebocks in einem Hobelbetrieb im Bergbau unter Tage, wobei das Band vom Untertrum kommend um die Kehrtrommel der Bandumkehre zum Obertrum verläuft, beidseitig des Bandes in der Nähe der Umkehrtrommel je ein Impulsgeber angeordnet ist, dessen Schaltelement mit der jeweils ihm zugeordneten Bandkante zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass die Impulsgeber (
9 ) über eine elektrohydraulische Steuerung (12 –15 ) mit einem Druckmittelzylinder (10 ) in einer Justiereinrichtung (11 ) für die Ausrichtung der Bandumkehre (6 ) in Verbindung steht. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrohydraulische Steuerung zwischen den Impulsgebern (
9 ) und dem Druckmittelzylinder (10 ) aus jedem Drehschalter (9 ) zugeordneten I-I-Koppler (12 ), einem I-Verteiler (13 ), einem elektrohydraulischen Steuerventil (14 ), zwei Wechselventilen (15 ) und einer Drossel (18 ) zur Begrenzung des Zylinderhubes besteht. - Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Impulsgeber (
9 ) in Bandlaufrichtung vor der Kehrtrommel (7 ) der Bandumkehre (6 ) angeordnet sind. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Impulsgeber (
9 ) Drehschalter sind.
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|---|---|---|---|
| DE200610037903 DE102006037903B3 (de) | 2006-08-11 | 2006-08-11 | Vorrichtung zur Überwachung und Steuerung des Geradeauslaufs des Bandes eines Übergabebocks |
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| DE102006037903B3 true DE102006037903B3 (de) | 2008-03-06 |
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| DE200610037903 Expired - Fee Related DE102006037903B3 (de) | 2006-08-11 | 2006-08-11 | Vorrichtung zur Überwachung und Steuerung des Geradeauslaufs des Bandes eines Übergabebocks |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102006037903B3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN104444114A (zh) * | 2014-09-18 | 2015-03-25 | 中煤张家口煤矿机械有限责任公司 | 一种中间驱动型顺槽用刮板转载机 |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2544389A1 (de) * | 1975-10-03 | 1977-04-07 | Gewerk Auguste Victoria | Schieflaufwaechter fuer foerderbandanlagen des bergbaus, insbesondere des untertagebetriebes |
| DE8715245U1 (de) * | 1987-11-17 | 1989-03-16 | Jäde, Thomas, 2400 Lübeck | Automatische Förderbandsteuervorrichtung |
| DE29724340U1 (de) * | 1996-11-01 | 2000-11-02 | Svedala Trellex Ab, Trelleborg | Steuervorrichtung für Förderbänder |
-
2006
- 2006-08-11 DE DE200610037903 patent/DE102006037903B3/de not_active Expired - Fee Related
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| DE2544389A1 (de) * | 1975-10-03 | 1977-04-07 | Gewerk Auguste Victoria | Schieflaufwaechter fuer foerderbandanlagen des bergbaus, insbesondere des untertagebetriebes |
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| CN104444114A (zh) * | 2014-09-18 | 2015-03-25 | 中煤张家口煤矿机械有限责任公司 | 一种中间驱动型顺槽用刮板转载机 |
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