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DE102006037869A1 - Strukturbauteil aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) mit integrierter Antenne - Google Patents

Strukturbauteil aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) mit integrierter Antenne Download PDF

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fiber reinforced
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carbon fiber
electromagnetic waves
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Alois Dr. Friedberger
Volker Dr. Ziegler
Christian Gradolph
Werner Zimmermann
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Airbus Defence and Space GmbH
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EADS Deutschland GmbH
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    • H01QANTENNAS, i.e. RADIO AERIALS
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    • H01Q1/27Adaptation for use in or on movable bodies
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    • HELECTRICITY
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Abstract

Strukturbauteil (1), insbesondere eines Luftfahrzeugs aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK), wobei die Kohlfasern (2) eine Faserorientierung in einer Vorzugsrichtung aufweisen, wobei im Strukturbauteil (1) eine Antenne (8) zur Aussendung und/oder zum Empfang von elektromagnetischen Wellen (9) vorgesehen ist und die Faserorientierung der Kohlefasern (2) parallel zur Ausbreitungsrichtung der elektromagnetischen Wellen ausgerichtet ist. Damit wird ein Strukturbauteil mit einer integrierten Antenne geschaffen, bei dem eine Signal- und/oder Leistungsübertragung durch den kohlefaserverstärkten Kunststoff (CFK) möglich ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Strukturbauteil, insbesondere eines Luftfahrzeugs aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK), wobei die Kohlefasern eine Faserorientierung in einer Vorzugsrichtung aufweisen.
  • Strukturbauteile, welche aus einem kohlefaserverstärkten Kunststoff (CFK) aufgebaut sind, finden insbesondere dort Anwendung, wo die Bauteile hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt sind, und zusätzlich ein geringes Gewicht aufweisen müssen. Die kohlefaserverstärkten Kunststoffe werden auch als Faser-Kunststoff-Verbundwerkstoffe bezeichnet, bei denen eine Matrix aus Duromeren, wie beispielsweise einem Epoxidharz oder einem Thermoplasten, die Kohlefasern aufnehmen. Diese sind meistens in mehreren Lagen übereinander gebracht und dienen als Verstärkung der Matrix. Die Kohlefasern können dabei eine oder mehrere Vorzugsrichtungen aufweisen, welche zur Aufnahme von in das Strukturbauteil eingeleiteten Kräften vorzugsweise in Kraftflussrichtung verlaufen. Die Matrix dient dabei als Fixierung der Kohlefasern, welche entweder als Faserbündel in einer einfachen Richtung (unidirektional) oder als Gewebe in zumindest zwei Vorzugsrichtungen (bidirektional) aufgebaut sind. Die Festigkeit eines Kohlefaserkunststoffes ist wie bei allen Faserverbunden in Faserrichtung höher als quer zur Faserrichtung. Aus diesem Grund werden einzelne Faserlagen in verschiedenen Richtungen innerhalb der Matrix verlegt. Bei Hochleistungs-Konstruktionsbauteilen werden die Faserrichtungen zusätzlich mittels einer Computerberechnung mit Hilfe einer Laminattheorie festgelegt, um die richtungsabhängige Festigkeit und Steifigkeit zu erreichen.
  • Strukturbauteile der hier interessierenden Art betreffen insbesondere Bauteile von Luftfahrzeugen, wie die Rotorblätter von Hubschraubern, die Tragflächen von Flugzeugen, Leitwerke oder teilweise auch Komponenten der Rumpfstruktur des Luftfahrzeugs. Betreffend die Rotorblätter von Hubschraubern liegt die Hauptbelastungsrichtung in Längsrichtung des Rotorblattes aufgrund auftretender Fliehkräfte. Daher sind die Fasern im Wesentlichen in Längsrichtung des Rotorblattes ausgerichtet, um die Fliehkräfte optimal aufzunehmen.
  • Ferner ist bekannt, dass die Kohlefasern der kohlefaserverstärkten Kunststoffe eine elektrische Leitfähigkeit aufweisen. Die elektrische Leitfähigkeit von kohlefaserverstärkten Kunststoffen ist um mehrere Größenordnungen geringer als die jenige von Metallen. Die Leitung eines elektrischen Stroms erfolgt innerhalb der Kohlefasern, wobei die aus Epoxidharz oder anderen isolierenden Stoffen bestehende Matrix eine Isolierung der elektrisch leitenden Kohlefasern zueinander bewirkt. Häufig werden sogar kohlefaserverstärkte Kunststoffe als Gehäuse von elektrischen Geräten verwendet, um eine Abschirmung der im Gehäuse aufgenommenen Elektronik zu erreichen.
  • Somit ergibt sich aufgrund der elektrischen Leitfähigkeit der kohlefaserverstärkten Kunststoffe eine Abschirmung gegenüber elektromagnetischen Wellen, so dass diese für elektromagnetische Wellen nicht transparent sind. Damit ergibt sich ferner das Problem, dass Sende- und Empfangseinrichtungen für Funksignale, welche in den aus Kohlefaserkunststoffen bestehenden Strukturelementen appliziert werden, elektromagnetisch abgeschirmt sind.
  • Ferner sind eine Reihe von Messsensoren bekannt, welche mittels einer Antenne zum Aussenden und zum Empfangen von elektromagnetischen Wellen Messdaten übermitteln und sogar eine Leistungsversorgung ermöglichen. Aufgrund der abschirmenden Wirkung der kohlefaserverstärkten Kunststoffe gegenüber den elektromagnetischen Wellen sind derartige Messaufbauten jedoch nicht oder nur eingeschränkt innerhalb der Strukturbauteile anwendbar. Beispielsweise werden eine Vielzahl von Messungen an den rotierenden Enden von Rotorblättern von Hubschraubern im Betrieb vorgenommen, um physikalische Größen, wie beispielsweise einen Druck, eine Eisdicke, Strömungsgeschwindigkeiten oder sogar Strömungsrichtungen, zu messen. Eine Signal- und/oder Leistungsübertragung kann daher aufgrund der Leitfähigkeit kohlefaserverstärkter Kunststoffe im Strukturbauteil nicht oder in nicht zufriedenstellender Weise realisiert werden. Häufig wird auf eine konventionelle elektrische Kontaktierung der Messsensoren zurückgegriffen, was das Verlegen von elektrischen Kabeln innerhalb des Rotorblattes erfordert, und mit einem erheblichen Aufwand verbunden ist.
  • Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Strukturbauteil aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) mit einer integrierten Antenne dahingehend zu verbessern, dass eine Signal- und/oder Leistungsübertragung mittels der im Strukturbauteil angeordneten Antenne möglich ist.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass im Strukturbauteil eine Antenne zur Aussendung und/oder zum Empfang von elektromagnetischen Wellen vorgesehen ist, und die Faserorientierung der Kohlefasern parallel zur Ausbreitungsrichtung der elektromagnetischen Wellen ausgerichtet ist.
  • Die Erfindung geht dabei von dem Gedanken aus, dass die transversale Schwingungsrichtung senkrecht auf der Ausbreitungsrichtung der elektromagnetischen Welle steht. Breitet sich die elektromagnetische Welle in Richtung der Faserorientierung aus, so wird die elektromagnetische Schwingung in transversaler Richtung durch die elektrisch leitenden Kohlefasern nicht oder nur sehr gering gedämpft. Typischerweise sind elektromagnetische Wellen Transversalwellen, d.h. es gibt keine Feldkomponenten in Ausbreitungsrichtung. Breitet sich die elektromagnetische Welle in Richtung der Vorzugsrichtung der Faserorientierung aus, so liegt die Schwingungsebene der elektromagnetischen Welle senkrecht auf der Faserorientierung, so dass sich die elektromagnetische Welle auch innerhalb des Strukturbauteils ungedämpft bzw. mit frequenzabhängiger vernachlässigbar geringer Dämpfung ausbreiten kann. Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Antenne lassen sich Funksignale durch das Strukturbauteil aus kohlefaserverstärktem Kunststoff versenden und empfangen.
  • Zur Erhaltung der Festigkeit des Strukturbauteils in Richtung der transversalen Schwingung der elektromagnetischen Welle kann beispielsweise vorgesehen sein, dass das Strukturbauteil einen Mischverbund aus kohlefaserverstärktem Kunststoff und einen glasfaserverstärkten Kunststoff aufweist. Die Kohlefasern können dabei in Ausbreitungsrichtung der elektromagnetischen Welle verlegt sein, wohingegen die Glasfasern in der transversalen Schwingungsrichtung der elektromagnetischen Welle ausgerichtet sind. Somit lässt sich beispielsweise auch eine bidirektionale Festigkeit herstellen, wobei in Richtung der Ausbreitungsrichtung der elektromagnetischen Welle der Vorteil der leichtbauenden kohlefaserverstärkten Kunststoffe weiterhin nutzbar gemacht wird. Die Glasfasern, welche im Wesentlichen senkrecht zu den Kohlefasern angeordnet sind, stören aufgrund ihrer nicht vorhandenen elektromagnetischen Eigenschaften die Ausbreitung der elektromagnetischen Welle nicht. Glasfasern sind nicht leitend und daher für elektromagnetische Wellen transparent. Für Strukturbauteile, bei denen lediglich Kräfte in einer Vorzugsrichtung aufgenommen werden müssen, können Kohlfaserbündel, so genannte Rovings, vorgesehen sein.
  • Gemäß eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung ist vorgesehen, dass das Strukturbauteil ein Rotorblatt eines Luftfahrzeugs oder einer Windkraftanlage ist. Ferner kann vorgesehen sein, dass das Strukturbauteil wenigstens ein Teil einer Tragfläche und/oder eines Leitwerkes und/oder eines Rumpfes des Luftfahrzeugs darstellt. Aufgrund der Applikation einer Vielzahl von Messsensoren, welche beispielsweise auch an den Rotorblattspitzen von Windkraftanlagen angewendet werden, ergibt sich für eine Vielzahl von Bauteilen aus kohlefaserverstärkten Kunststoffen die Möglichkeit, Messsensoren entsprechend anzuwenden, ohne auf eine Signal- und/oder Leistungsübertragung mittels elektromagnetischer Wellen zu verzichten.
  • Vorteilhafterweise weist die elektromagnetische Welle die Signalübertragung von Messsensoren auf, wobei die Übertragung mittels einer Frequenzmodulation erfolgt. Die Messung signifikant frequenzmodulierter Signale anstelle von Signalamplituden ergibt eine geringere Störanfälligkeit, was bei den genannten Applikationen erhebliche Vorteile bietet.
  • Gemäß eines weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiels ist vorgesehen, dass die Messsensoren im und/oder am Strukturbauteil angeordnet sind, wobei die mittels der Messsensoren aufgenommenen Messgrößen physikalische Messgrößen, umfassend einen Druck, eine Eisdicke, eine Strömungsgeschwindigkeit und/oder eine Strömungsrichtung, sind. Derartige Messgrößen werden von Messsensoren aufgenommen, welche vorzugsweise an Rotorblättern von Hubschraubern oder an Tragflügeln von Flugzeugen angewendet werden.
  • Vorteilhafterweise umfassen die Messsensoren Oberflächenwellensensoren (OFW), welche wenigstens eine Antenne sowohl zur Speisung als auch zum Senden und Empfangen von Signalen aufweisen. Derartige Oberflächenwellensensoren basieren auf akustischen Oberflächenwellen, welche auch als Surface Acoustic Wave (SAW) bezeichnet werden. Ein SAW-Sensor/Transponder besteht aus einem piezoelektrischen Substratkristall, auf dem metallische Strukturen aufgebracht werden. Der SAW-Sensor/Transponder steht über eine an diesem angebrachte Antenne mit einer Messsignalrechnereinheit in Funkverbindung. Dabei sendet die Messsignalrechnereinheit elektromagnetische Signale aus, welche von der Antenne empfangen werden. Durch einen speziellen Wandler werden die Signale auf dem SAW-Messsensor in mechanische Schwingungen umgesetzt. Die daraus resultierenden Wellen breiten sich auf der Oberfläche des piezoelektrischen Kristalls aus. An Reflektoren werden die Oberflächenwellen teilweise reflektiert und wieder elektromagnetische Wellen zurückgewandelt. Die dabei angewendeten Frequenzen bewegen sich typischerweise bei etwa 300 MHz. Die Wellenlänge ist durch die sogenannte Interdigitalstruktur vorgegeben, wobei diese bei der Änderung der Ausbreitungsgeschwindigkeit innerhalb des Sensors zu einer Änderung der Frequenz führt. Diese Änderungen können beispielsweise durch die Dehnung oder eine Temperaturänderung hervorgerufen werden, so dass aufgrund der Frequenzänderung als gemessene Größe auf eine Information der eigentlichen Messgröße geschlossen werden kann.
  • Durch die Verbindung des Erregers und des Empfängers des SAW-Sensors mit einer Antenne kann die angeregte Wechselspannung über Funk eingestrahlt und die Sendeantwort wiederum ebenfalls drahtlos an die Messsignalrechnereinheit rückübermittelt werden. Weil die angeregte Wechselspannung mit Funk eingestrahlt wird, sind die SAW-Sensoren passive und wartungsfreie Sensorelemente, die keine zusätzliche Versorgungsspannung benötigen und sehr leichtbauend sind. Aufgrund dieser Eigenschaften eigenen sich SAW-Sensoren bevorzug zur Applikation innerhalb der genannten Strukturbauteile, wobei physikalische Messgrößen wie Druck, eine Eisdicke, eine Strömungsgeschwindigkeit oder auch eine Strömungsrichtung Messgrößen sind, zu deren Aufnahme die SAW-Sensoren bevorzugt geeignet sind.
  • Gemäß eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung ist vorgesehen, dass die Oberflächenwellensensoren (OFW) Elektrodenstrukturen aufweisen, um eine individuelle Adressierung der im kohlefaserverstärkten Kunststoff des Strukturbauteils integrierten Antennen zu schaffen. Mittels entsprechender Elektrodenstrukturen kann die Anregung der Sensoren selektiv erfolgen, so dass auch mehrere Sensoren innerhalb eines Strukturbauteils eingebracht werden können. Es lassen sich die SAW-Sensoren durch Elektrodenstrukturen als integrierte Antennen individuell adressieren, was ein individuelles, drahtloses Abfragen einer großen Zahl von SAW-Sensoren ermöglicht.
  • Gemäß eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung ist vorgesehen, dass die Messsensoren oberflächennah in einem Rotorblatt eines Luftfahrzeugs eingebracht sind und mittels einer Antenne durch den kohlefaserverstärkten Kunststoff (CFK) senden und/oder empfangen. Bezogen auf das Rotorblatt kann vorgesehen sein, dass dieses in Längsrichtung innenseitig von einer Blattwurzel und außenseitig von einer Blattspitze begrenzt ist und die Faserorientierung des kohlefaserverstärkten Kunststoffes (CFK) in Längsrichtung des Rotorblattes verläuft. Damit verfügen die im kohlefaserverstärkten Kunststoff oberflächennah eingebrachten Sensoren über eine Antennenanordnung, die sicherstellt, dass die elektromagnetischen Wellen den kohlefaserverstärkten Kunststoff verlassen können und über die Luft bis zur Blattwurzel bzw. zum Rotorkopf gelangen, wo die Daten mittels der Messsignalrechnereinheit erfasst werden. Dabei ist die zu überwindende Distanz maximal so groß wie die Blattlänge des Rotors.
  • Vorteilhafterweise umfasst das Rotorblatt einen etwa mittigen Stützkern und eine Profilnase aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK), in welcher die Faserorientierung in Längsrichtung des Rotorblattes ausgebildet ist, wobei ein Messsensor in der Profilnase eingebracht ist, der die Signale mit einer stationär im Luftfahrzeug vorgesehenen Messsignalrechnereinheit austauscht.
  • Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen sind in den Unteransprüchen angegeben oder werden nachfolgend gemeinsam mit der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigt:
  • 1 eine schematische Darstellung eines Strukturbauteils aus einem kohlefaserverstärkten Kunststoff sowie einer elektromagnetischen Welle, welche sich in Y-Richtung ausbreitet; und
  • 2 schematisch eine perspektivische Ansicht eines quergeschnittenen Rotorblattes, in welchem ein Messsensor mit einer Antennenanordnung dargestellt ist.
  • In 1 ist ein Strukturbauteil 1 dargestellt, welches aus einem kohlefaserverstärkten Kunststoff (CFK) aufgebaut ist. Dabei sind die Kohlefasern 2 beispielhaft dargestellt, welche in einer Vorzugsrichtung verlaufen. In der 1 ist Koordinatensystem eingeführt, welches eine X-Richtung, eine Y-Richtung sowie eine Z-Richtung umfasst. Die Kohlefasern 2 innerhalb des Strukturbauteils 1 sind in Y-Richtung verlegt. Ferner ist eine elektromagnetische Welle 9 dargestellt, welche sich in Y-Richtung ausbreitet. Die elektromagnetische Welle 9 umfasst eine transversale Schwingungsrichtung, welche gemäß der Darstellung in X-Richtung gelegen ist. Die als Sinusschwingung dargestellte transversale Schwingungsrichtung steht somit senkrecht auf den in Y-Richtung verlaufenden Kohlefasern. Analog kann auch die Z-Richtung als transversale Schwingungsrichtung verstanden werden, wobei sich bei einer transversalen Schwingungsrichtung in X-Richtung sowie in Z-Richtung die elektromagnetische Welle auch innerhalb des kohlefaserverstärkten Kunststoffes ausbreiten kann.
  • Elektromagnetische Wellen 9 sind Transversalwellen, d.h. es gibt keine Feldkomponenten in Ausbreitungsrichtung. Somit weisen die elektromagnetischen Wellen 9 keine Feldkomponenten in Y-Richtung, d.h. in der Vorzugsrichtung der Kohlefasern 2, auf. Ein kohlefaserverstärkter Kunststoff, welche Kohlefasern 2 aufweist, die im wesentlichen nur in einer Richtung, d.h. unidirektional, verlegt sind, sind elektromagnetische Wellen 9 in Richtung der Faserorientierung der Kohlefasern transparent. So lange die transversale Schwingungsrichtung senkrecht auf den elektrisch leitenden Kohlefasern steht, ist die Dämpfung der elektromagnetischen Schwingung Null bzw. nahezu Null, und die elektromagnetische Welle 9 kann das Strukturbauteil 1 hindurch passieren.
  • 2 zeigt ein Strukturbauteil 1, welches beispielhaft als Rotorblatt eines Hubschraubers ausgeführt ist. Die tragende Struktur 3 des Rotorblattes ist durch Kohlefasern gebildet. Die Kohlefasern 2 sind dabei in Längsrichtung des Rotorblattes ausgerichtet, um auftretende Fliegkräfte optimal aufzunehmen. Die tragende Struktur 3 des Rotorblattes ist um einen Stützkern 4 angeordnet. Um den Neutralpunkt des Rotorblattes in vorteilhafter Weise zu beeinflussen, sind Bleigewichte 5 in der Profilnase eingebracht. Ferner ist an der Profilnase ein Erosionsschutzelement 6 aufgebracht. Dieses dient zum Schutz der Kohlefaserstruktur, und besteht beispielsweise aus einem Stahlblech.
  • Innerhalb der tragenden Struktur 3 ist ein Messsensor 7 angeordnet. Der Messsensor 7 ist beispielhaft als Oberflächenwellensensor (SAW-Sensor) ausgebildet und umfasst eine Antenne 8. Über die Antenne 8 wird zur Signal- und Leistungsübertragung eine elektromagnetische Welle ausgesendet, welche mit einer – hier nicht dargestellten – Messsignalrechnereinheit Daten austauscht. Die Kohlefasern 2 verlaufen von der Rotorblattspitze zur Rotorblattwurzel und wieder zurück. Somit nehmen die Kohlefasern 2 Längskräfte und Biegebeanspruchungen des Rotorblattes auf. Ferner weisen die Kohlefasern 2 eine Vorzugsrichtung auf, wobei gemäß der Darstellung in 2 die Antenne 8 in ihrer Ausrichtung senkrecht auf den Kohlefasern 2 steht. Die Ausbreitungsrichtung der durch die Antenne 8 ausgesendeten elektromagnetischen Wellen verläuft senkrecht zur Erstreckungsrichtung der Antenne 8. Somit stört die Struktur der Kohlefasern 2 innerhalb der tragenden Struktur 3 die Ausbreitung der durch die Antenne 8 ausgesendeten elektromagnetischen Wellen nicht.
  • Die vorliegende Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf vorstehend angegebene, bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen Gebrauch macht. Somit kann beispielsweise der Sensor 2 mit der Antenne 8 ebenfalls innerhalb eines Rumpfbauteils, eines Bauteils einer Fahrzeugkarosserie, innerhalb eines Rotors einer Windkraftanlage oder dergleichen eingesetzt werden.
  • 1
    Strukturbauteil
    2
    Kohlefaser
    3
    tragende Struktur
    4
    Stützkern
    5
    Bleigewicht
    6
    Erosionsschutzelement
    7
    Messsensor
    8
    Antenne
    9
    elektromagnetische Welle
    X
    X-Richtung
    Y
    Y-Richtung
    Z
    Z-Richtung

Claims (10)

  1. Strukturbauteil (1), insbesondere für ein Luftfahrzeug, aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK), wobei die Kohlefasern (2) eine Faserorientierung in einer Vorzugsrichtung aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass im Strukturbauteil (1) eine Antenne (8) zur Aussendung und/oder zum Empfang von elektromagnetischen Wellen (9) vorgesehen ist, und die Faserorientierung der Kohlefasern (2) parallel zur Ausbreitungsrichtung der elektromagnetischen Wellen (9) ausgerichtet ist.
  2. Strukturbauteil (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Strukturbauteil (1) ein Rotorblatt eines Luftfahrzeugs und/oder einer Windkraftanlage ist.
  3. Strukturbauteil (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Strukturbauteil (1) wenigstes ein Teil einer Tragfläche und/oder eines Leitwerkes und/oder eines Rumpfes eines Luftfahrzeugs ist.
  4. Strukturbauteil (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektromagnetische Wellen (9) zur Signalübertragung eines Messsensors (7) vorgesehen sind, wobei die Übertragung mittels einer Frequenzmodulation erfolgt.
  5. Strukturbauteil (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Messsensor (7) im und/oder am Strukturbauteil (1) angeordnet ist, wobei die mittels des Messsensors (7) aufgenommenen Messgrößen physikalische Messgrößen sind, die ein Druck, eine Eisdicke, eine Strömungsgeschwindigkeit und/oder eine Strömungsrichtung sind.
  6. Strukturbauteil (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Messsensor (7) ein Oberflächenwellensensor (OFW) ist, welcher wenigstens eine Antenne (8) sowohl zur Speisung als auch zum Senden und Empfangen von Signalen aufweist.
  7. Strukturbauteil (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Oberflächenwellensensor (OFW) Elektrodenstrukturen aufweist, um eine individuelle Adressierung der im kohlefaserverstärkten Kunststoff (CFK) des Strukturbauteils (1) integrierten Antennen (8) zu schaffen.
  8. Strukturbauteil (1) nach Anspruch 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Messsensor (7) oberflächennah in einem Rotorblatt eines Luftfahrzeugs eingebracht ist und mittels einer Antenne (8) durch den kohlefaserverstärkten Kunststoff (CFK) sendet und/oder empfängt.
  9. Strukturbauteil (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rotorblatt in Längsrichtung innenseitig von einer Blattwurzel und außenseitig von einer Blattspitze begrenzt ist und die Faserorientierung des kohlefaserverstärkten Kunststoffes (CFK) in Längsrichtung des Rotorblattes verläuft.
  10. Strukturbauteil (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Rotorblatt einen etwa mittigen Stützkern (4) und eine Profilnase aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) aufweist, in welcher die Faserorientierung in Längsrichtung des Rotorblattes ausgebildet ist, wobei ein Messsensor (7) in der Profilnase eingebracht ist, der mit einer stationär im Luftfahrzeug vorgesehenen Messsignalrechnereinheit funktechnisch verbunden ist.
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