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DE102006037383A1 - Verfahren zur Herstellung eines Mehrschichtaufbaus sowie Mehrschichtaufbau für ein Identifikationsdokument - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Mehrschichtaufbaus sowie Mehrschichtaufbau für ein Identifikationsdokument Download PDF

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DE102006037383A1
DE102006037383A1 DE102006037383A DE102006037383A DE102006037383A1 DE 102006037383 A1 DE102006037383 A1 DE 102006037383A1 DE 102006037383 A DE102006037383 A DE 102006037383A DE 102006037383 A DE102006037383 A DE 102006037383A DE 102006037383 A1 DE102006037383 A1 DE 102006037383A1
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Germany
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substrate layer
fiber
substrate
adhesive
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DE102006037383A
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English (en)
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Inventor
Hans-Peter Seijo Bollin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bundesdruckerei GmbH
Original Assignee
Bundesdruckerei GmbH
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Publication date
Application filed by Bundesdruckerei GmbH filed Critical Bundesdruckerei GmbH
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Priority to EP14189061.6A priority patent/EP2835766B1/de
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Publication of DE102006037383A8 publication Critical patent/DE102006037383A8/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Mehrschichtaufbaus für ein Identifikationsdokument, bestehend aus einer ein- oder mehrschichtigen Substratschicht (14) und aus zumindest einer weiteren Schicht, die auf einer oder beiden Seiten der Substratschicht (14) vorgesehen ist, wobei die Substratschicht (14) jeweils zumindest im äußeren Randbereich aus einem thermoplastisch verarbeitbaren Polymer hergestellt wird und in zumindest einem Randbereich der Substratschicht (14) eine Faserschicht (18) teilweise einlaminiert wird, so dass ein Teil der Faserschicht (18) in der Substratschicht (14) einlaminiert und fest im Randbereich der Substratschicht (14) verbunden wird und ein gegenüber der Substratschicht (14) hervorstehender Teil der Faserschicht (18) ausgebildet wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines aus mehreren Schichten bestehenden flexiblen Mehrschichtaufbaus sowie einen Mehrschichtaufbau für ein Identifikationsdokument.
  • Solche Identifikationsdokumente, wie beispielsweise Pässe, buchartige Personalausweise, Führerscheine, vorläufige Personaldokumente, Sicherheitsdokumente, Zugangsberechtigungen oder dergleichen, enthalten persönliche Daten. Deshalb besteht ein erhebliches Interesse daran, solche Identifikationsdokumente vor Fälschungen zu schützen und die Herstellung von Fälschungen technisch unmöglich oder zumindest unrentabel zu machen. Darüber hinaus soll eine leichte Überprüfbarkeit und Kontrollierbarkeit von solchen Identifikationsdokumenten ermöglicht sein.
  • Aus der EP 1 502 765 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Identifikationsdokumentes in Form eines Büchleins bekannt geworden, welches einen Umschlag umfasst, der an einem Rücken wie üblich gefalzt ist und in den mehrere Blätter in bekannter Weise eingebunden sind. Das Büchlein weist eine Datenseite auf, die einen Mehrschichtaufbau mit einem Datenträger und einer flexiblen Schicht aufweist. Der Datenträger umfasst beispielsweise einen Chip und eine Antenne und ist aus einer Kunststofffolie ausgebildet. Die flexible Schicht ist aus einer Kunststofffolie oder einem Gewebe hergestellt. Durch Laminieren des Gewebes auf beiden Seiten der Kunststofffolie wird die Kunststofffolie erweicht, um das Gewebe mit der Oberfläche des Datenträgers zu verbinden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines Mehrschichtaufbaus sowie einen Mehrschichtaufbau für ein Identifikationsdokument vorzuschlagen, bei dem die Fälschungssicherheit erhöht wird, eine hohe Beanspruchung im täglichen Gebrauch über einen langen Zeitraum ermöglicht ist und vielseitig in Identifikationsdokumenten einsetzbar ist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
  • Der durch das erfindungsgemäße Verfahren hergestellte Mehrschichtaufbau für ein Identifikationsdokument weist den Vorteil auf, dass ein flexibles Grundmodul oder eine flexible Basis für die Weiterverarbeitung und Komplettierung mit weiteren Schichten geschaffen wird. Die nur teilweise in die Substratschicht einlaminierte Faserschicht ermöglicht, dass eine darauf aufbringbare Klebemittelschicht eine Art Verzahnung oder Verhakung mit der Substratschicht bildet, wobei gleichzeitig eine hinreichende Elastizität gegeben ist, so dass bei einer Biegebeanspruchung die einzelnen Schichten nachgiebig zueinander ausgebildet sind. Hierfür ist eine ein- oder mehrschichtige Substratschicht zumindest im jeweiligen Randbereich aus einem thermoplastisch verarbeitbaren Poly mer hergestellt, in den die Faserschicht teilweise einlaminiert wird. Unter thermoplastisch verarbeitbaren Polymer werden thermoplastische Elastomere oder Thermoplaste verstanden. Zu den thermoplastischen Elastomeren, welche bei Temperaturerhöhung strukturell aufbrechen können und beim Abkühlen wieder reversibel vernetzen, wobei sie ein 3D-Netzwerk ausbilden können, gehören vorzugsweise thermoplastisches Polyurethan (TPU) oder Mischungen mit überwiegend TPU. Dagegen sind die Thermoplaste linear und nicht 3D-vernetzt. Zu diesen Thermoplasten gehören beispielsweise PP, PE, PA, PVC, PET und Mischungen daraus. Der über die Substratschicht hinausstehende Teil der Faserschicht oder der jeweiligen Fasern weist eine größere Angriffsfläche für eine Klebemittelschicht als die Seitenfläche der Substratschicht auf, durch welche eine Deckschicht zur Substratschicht fixiert wird. Durch die Verhakung beziehungsweise Verklammerung der einzelnen Fasern einer Faserschicht zwischen den zueinander benachbarten Schichten, also zwischen der Substratschicht und der Klebemittelschicht, wird einerseits eine hohe Flexibilität und andererseits eine hohe Biegewechselfestigkeit erzielt. Durch den gewählten Aufbau werden auch senkrecht zur Schichtebene die Eigenschaften eines Faserverbundwerkstoffs mit sehr hoher Festigkeit erzielt, ohne dass dabei eine Deckschicht mit der Faserschicht verschmilzt oder die Faserschicht in die Deckschicht einlaminiert wird. Die Schichten lassen sich bei Fälschungsversuchen nicht mehr voneinander trennen, ohne sichtbare Beschädigungen, insbesondere an Einbandmaterial und Vorsatz, an einer Personalisierungsdatenseite oder an Einlageblättern zu hinterlassen. Ebenso wird ein Spleißen des Schichtverbundes an den gestanzten Außenkanten des Buchdeckels während des langjährigen Gebrauchs des Dokumentes wirksam verhindert.
  • Nach einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass die Faserschicht aus einem Vlies oder strukturiertem Material wie Gewebe, Gewirke oder Gelege, aus cellulosehaltigen Fasern oder einer langfasrigen Cellulose hergestellt ist. Alternativ kann die Faserschicht auch aus einem Vlies auf der Basis von Pflanzenfasern, wie beispielsweise Banane, Kokos oder dergleichen, hergestellt werden. Ebenso können Industriecellulose aus Holz sowie alle weiteren cellulosehaltigen Fasern, wie Hanf, Baumwolle oder dergleichen, eingesetzt werden. Weiterhin können Kunstfasern, wie zum Beispiel PET, PA, PE oder PP oder deren Mischungen, verwendet werden. Des Weiteren können auch Mischungen aus Kunst- und Naturfasern verwendet werden. Solche Fasern weisen eine gute Benetzbarkeit mit der Substratschicht, die bevorzugt aus einem thermoplastischen Polyurethan hergestellt ist, und mit einem Klebemittel auf.
  • Das Flächengewicht der zumindest teilweise in die Substratschicht eingebetteten Faserschicht kann einen Bereich von 5 bis 40 g/m2 umfassen. Besonders geeignet sind Flächengewichte im Bereich von 6 bis 15 g/m2.
  • Die Faserlänge der Fasern, die in die Substratschicht teilweise eingebracht werden oder die Faserschicht oder das Faservlies bilden, beträgt bevorzugt zumindest 2 mm. Es können beispielsweise auch Fasern mit einer Länge von mehreren Zentimetern vorgesehen sein.
  • Ein flexibler Mehrschichtaufbau wird gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens dadurch erzielt, dass eine auf einer Faserschicht aufgebrachte Klebemittelschicht die einzelnen hervorstehenden Fasern zumindest umschließt, so dass nach dem Aushärten der Klebemittelschicht ebenfalls ein Einlaminieren der Fasern in der Klebemittelschicht in Analogie zur Substratschicht vorliegt. Des Weiteren kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die Klebemittelschicht beim Aufkaschieren auf die Substratschicht bis auf diese durchdringt und zusätzlich an der Substratschicht angreift. Dadurch kann ein besonders stabiler Faserverbund erzielt werden.
  • Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahren sieht vor, dass die Klebemittelschicht auf einer eine chemische Bindung zur Substratschicht und/oder zur Faser aufbauenden Substanz hergestellt ist. Dadurch wird die Haftkraft erhöht. Bevorzugt ist das Klebemittel als wässrige Dispersion von Polyvinylacetat, Vinylacetat Copolymer oder Polyurethanen hergestellt. In Verbindung mit einem reaktiven Härter auf Isocyanatbasis stellt sich eine besonders hohe Haftkraft ein. Des Weiteren können auch wasserfreie (reaktive) Polymethanrezepturen, wie zum Beispiel Zwei komponenten-Polyurethane und reaktive Hotmelt-Polyurethane, zum Einsatz kommen. Weiterhin ist es denkbar, UV-strahlungshärtende Klebemittel zu verwenden. Solche Klebemittel weisen darüber hinaus den Vorteil auf, dass diese eine Elastizität in den Schichtaufbau einbringen. Gleichzeitig kann vorteilhafterweise in Abhängigkeit der Schichtdicke eine Dämpfung des Systems gegen Stöße von außen vorgesehen sein. Solche Klebemittel umfassen bevorzugt Härter oder flexible PUR-Systeme, wie beispielsweise Zwei-Komponenten-Systeme oder Hotmelt-Kleber. Des Weiteren können wenig verdichtete Materialien aus latexierter Cellulosefaser mit relativ viel Lufteinschlüssen zur optimalen Dämpfung vorgesehen sein.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Klebemittelschicht als wärmeaktivierbare reaktive Klebefolie oder Klebemittel, beispielsweise eine wärmeaktivierbare reaktive Polyurethanfolie oder eine Acrylatklebeschicht, ausgebildet ist. Dies weist den Vorteil auf, dass die Schicht separat bereit gestellt und unmittelbar vor dem Einbringen des Mehrschichtaufbaus in ein Identifikationsdokument oder vor dem Aufbringen einer Deckschicht eingelegt werden kann. Somit ist auch ermöglicht, dass unmittelbar vor dem Gebrauch, wie beispielsweise auf einer Behörde, ein sogenannter e-Sticker umfassend elektronische Komponenten, zum Beispiel eine Antenne mit Chip, in Form eines sogenannten Visastickers, in ein Identifikationsdokument eingebracht wird, indem der Mehrschichtaufbau und die Klebemittelschicht nacheinander auf das Einlageblatt des Identifikationselements aufgebracht wird. Bevorzugt ist diese wärmeaktivierbare reaktive Klebefolie auf Polyurethan-Basis oder auf der Basis eines thermoplastischen Schmelzklebers ausgebildet. Ebenfalls bevorzugt wird die Verwendung von drucksensitiven Klebemitteln, wie Acrylatklebern, als Klebemittelschicht bei e-Stickern oder Klebemitteln, welche nur zeitweise aufgebracht werden.
  • Der erfindungsgemäße Mehrschichtaufbau weist bevorzugt in der Substratschicht ein Transpondermodul auf, welches in der Substratschicht vollständig eingebettet ist und die Faserschicht sich im Randbereich vollständig über die Substratschicht erstreckt. Dadurch kann eine einfache Herstellung während dem Einlaminieren der Faserschicht ermöglicht werden.
  • Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Transpondermodul an den Randbereich der Substratschicht angrenzt und die Faserschicht an einer Stirnfläche des Transpondermoduls aufgelegt wird. Bei einer Verringerung der Substratschichtdicke kann eine solche Ausführungsform von Vorteil sein, wobei durch die Verbindung der Faserschicht mit dem Transpondermodul die Faserverbundwirkung aufrecht erhalten bleibt.
  • Nach einer weiteren alternativen Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass das Transpondermodul aus der Substratschicht herausragt und in einer Ausstanzung der Faserschicht vorgesehen ist. Dadurch kann eine noch weitere Reduzierung des Schichtdickenaufbaus und Beibehaltung der Verbundwirkung der einzelnen Schichten erzielt werden.
  • Eine weitere Ausgestaltung des Verfahrens zur Herstellung einer Buchdeckeneinlage sieht vor, dass eine aus einem thermoplastischen Elastomer, insbesondere thermoplastischem Polyurethan, ausgebildete Substratschicht mit jeweils einer im Randbereich der Substratschicht eingebrachten Faserschicht versehen ist und auf einer Seite der Substratschicht eine Klebemittelschicht aufgetragen wird, so dass auf der mit der Klebemittelschicht versehenene Substratschicht das Vorsatz aufkaschiert wird. Das Vorsatz kann aus Papier, einer Folie oder einer Kombination aus einem ein- oder mehrschichtigen Verbund aus einem oder verschiedenen Materialien bestehen, der insbesondere Sicherheitsmerkmale umfasst. Eine solche Buchdeckeneinlage ist als Zwischenprodukt geeignet, um zu einem buchartigen Wertdokument weiterverarbeitet zu werden. Beispielsweise werden in einem nächsten Arbeitsgang Einlageblätter sortiert und der Buchdeckeneinlage zugeordnet. Im Anschluss daran wird eine Naht durch die Buchdeckeneinlage und die Einlageblätter eingebracht. Anschließend wird die Buchdeckeneinlage mit einem Buchdeckeneinband versehen beziehungsweise auf die Buchdeckeneinlage zur Fertigstellung des buchartigen Wertdokumentes der Buchdeckeneinband aufkaschiert.
  • Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Einlageblätter beziehungsweise Inhaltsseiten mit einem Vorsatz vernäht werden. Die Substratschicht, in welcher bevorzugt ein Transpondermodul eingebettet ist, wird mit der Faserschicht auf das Vorsatz aufkaschiert. Anschließend wird auf der gegenüberliegenden Seite der Substratschicht das Einbandmaterial auf die Faserschicht der Substratschicht aufkaschiert.
  • Bevorzugt ist vorgesehen, dass in der Substratschicht ein Transpondermodul eingebettet ist. Dadurch ist ein hinreichender Schutz des Transpondermoduls gegen äußere Einflüsse gegeben. Zudem ist das Transpondermodul von außen nicht sichtbar und spürbar.
  • Die Aufbringung des Einbandmaterials weist vorteilhafterweise ebenfalls einen dämpfenden Charakter auf. Hierfür wird bevorzugt ein Einbandmaterial aus einem porösen Material oder wenig verdichteten Material mit langfasriger Cellulose und Latex eingesetzt. Die Dämpfung wird insbesondere durch eine Kombination von elastischen Klebern und einer Auswahl der Materialien für den Einband erzielt. Zusätzlich kann die Faserschicht in Verbindung mit der Substratschicht dämpfende Eigenschaften aufweisen. Diese neue flexible Konstruktion erlaubt damit auch den Einsatz eines schützenden Einbandmaterials, ohne den Guckdeckel zu sehr zu versteifen. Ein Sperrverhalten des Bucheinbandes lässt sich durch den verwendeten heißsiegelfähigen Kleber durch Zusammenklappen des Buches bei Temperaturen größer 80° wesentlich reduzieren.
  • Durch die vorbeschriebene Ausführungsform ist eine flexible Buchdecke geschaffen, welche eine hohe Biegefähigkeit aufweist, jedoch knickfest ausgebildet ist.
  • Ein alternatives Verfahren zur Herstellung eines Mehrschichtaufbaus für eine Personalisierungsdatenseite sieht vor, dass eine auf jeder Seite mit einer Faserschicht versehene Substratschicht, die teilweise einlaminiert ist, mit einer Klebemittelschicht versehen wird, so dass auf jeder Seite der Substratschicht eine Deckschicht, insbesondere aus einem temperaturstabilen Kunststoff, wie beispielsweise Polycarbonat, aufkaschiert wird. Solche Personalisierungsdatenseiten können ebenfalls in ein buch artiges Wertdokument, beispielsweise durch Einnähen, integriert werden. Alternativ kann ein solcher Mehrschichtaufbau auch als Ausweiskarte oder dergleichen ausgebildet sein. Bevorzugt ist ebenfalls vorgesehen, dass die Substratschicht eine elektronische Komponente, zum Beispiel ein Transpondermodul bestehend aus Antenne und Chip, umfasst. Alternativ zur vorbeschriebenen Ausgestaltung der Personalisierungsdatenseite ist auch vorgesehen, dass die Substratschicht auf nur einer Seite im Randbereich eine zum Teil einlaminierte Faserschicht umfasst, welche mit einer Klebemittelschicht versehen wird, um diese Substratschicht mit einer Personalisierungsdatenseite zu versehen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Substratschicht, welche nicht mit einer Faserschicht im Randbereich versehen ist, kann ein Sicherheitspapier vorgesehen sein. Ein solches Sicherheitspapier kann ein Papier oder eine Folie umfassen, die Funktionsflächen mit verschiedenen Sicherheitsfunktionen umfasst. Bei beiden Ausführungsformen des Mehrschichtaufbaus kann die Klebemittelschicht auch als Folie unmittelbar vor dem Weiterverarbeiten des Mehrschichtaufbaus zur Personalisierungsdatenseite oder Klebeetikett oder e-Sticker (Klebeetikett mit elektronischer Komponente), beispielsweise als Visasticker, beigestellt und aufgebracht werden oder bereits auf dem Mehrschichtaufbau versehen sein, wobei vor dem Verbinden mit dem Aufbringungsort eine Schutzfolie abgezogen wird.
  • Zum Verbinden des Klebeetiketts mit dem Sicherheitsdokument, zum Beispiel Passbuch, bei Verwendung eines wärmereaktiven Klebemittels können Passbuch und Klebeetikett in eine Halte- und Pressvorrichtung eingespannt werden, wobei Passbuch und Klebeetikett fixiert werden. Die beheizbare Pressvorrichtung ermöglicht dem wärmeaktivierbaren Klebemittel bei einer Temperatur von zum Beispiel 120 bis 160°C und beispielsweise 20 bis 60 Sekunden Anpresszeit auszureagieren.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Mehrschichtaufbaus zur Ausgestaltung eines einseitig klebenden Etiketts sieht vor, dass eine Substratschicht aus thermoplastischem Elastomer, insbesondere TPU, mit zumindest einer am Randbereich teilweise eingebrachten Faserschicht versehen wird, und die mit der Faserschicht versehene Seite der Substratschicht mit einer Klebemittelschicht versehen wird, auf wel cher wiederum eine abziehbare Schutzfolie aufgebracht wird oder zur Substratschicht mit der einseitig aufgebrachten Faserschicht im Randbereich eine Klebefolie als Klebemittelschicht zum Aufbringen auf die Faserschicht separat bereit gestellt wird. Dadurch können sogenannte Visasticker oder dergleichen hergestellt werden, die nach dem Einbringen auf einem Einlageblatt oder einem anderen Bestandteil eines Identifikationsdokumentes eine Faserverbundwirkung aufbauen und ermöglichen, dass eine flexible, jedoch langlebige Verbindung zum aufgebrachten Einlageblatt oder dergleichen aufgebaut wird. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß des Weiteren durch einen Mehrschichtaufbau für ein Identifikationsdokument gelöst, welcher einen Schichtaufbau aus einer ein- oder mehrschichtigen Substratschicht aus einem thermoplastischen Polyurethan umfasst, wobei im Randbereich der Substratschicht auf zumindest einer Seite der Substratschicht eine Faserschicht teilweise einlaminiert und ein über die Substratschicht hinausstehender Teil der Faserschicht zur Verankerung in einer Klebemittelschicht vorgesehen ist, damit eine an der Klebemittelschicht anhaftende Deckschicht zur Substratschicht nicht lösbar und flexibel fixiert ist. Durch diese Anordnung wird ermöglicht, dass zwischen der Klebemittelschicht und der Substratschicht nicht nur die Adhäsion an den einander gegenüberliegenden Grenzflächen wirkt, sondern zusätzlich die Faserschicht sowohl in der Substratschicht als auch in Klebemittelschicht einlaminiert und verankert oder verklammert ist. Dadurch kann eine erhöhte Festigkeit bei einer gleichzeitig hohen Flexibilität erzielt werden. Die Klebemittelschicht kann wiederum mit einer Deckschicht vollflächig in Verbindung treten, so dass die Klebemittelschicht einen flexiblen Übergang zwischen einer Deckschicht und der Substratschicht mit einer hohen Verbundwirkung ermöglicht. Ein solcher Aufbau ist für eine ein- oder mehrschichtige Personalisierungsdatenseite sowie für eine Buchdecke oder Buchdeckeneinlage als auch für ein einseitig klebendes Etikett für ein Identifikationselement vorgesehen.
  • Beim erfindungsgemäßen Mehrschichtaufbau wird diese Faserverbundwirkung bevorzugt dadurch erzielt, dass die Klebemittelschicht beim Aufbringen auf die Faserschicht den über den Randbereich hinausstehenden Teil der Faserschicht umschließt und die Klebemittelschicht zu mindest teilweise auf die Substratschicht durchdringt. Dabei ist die Klebemittelschicht in der Auftragsdicke und der Materialzusammensetzung auf die Faserschicht angepasst, so dass hohe Festigkeiten durch ein solches Eindringverhalten der Klebemittelschicht in die Faserschicht ermöglicht ist.
  • Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der mehrschichtigen Buchdecke oder Personalisierungsdatenseite ist die Substratschicht aus einer einzigen Schicht, insbesondere einem thermoplastischen Polyurethan, hergestellt. Bevorzugt ist in dieser Schicht ein Transpondermodul eingebettet. Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Transpondermodul an den Randbereich angrenzt und von der Faserschicht überdeckt wird oder teilweise in die Faserschicht hineinragt. Des Weiteren kann alternativ vorgesehen sein, dass die Faserschicht eine Ausstanzung in dem Bereich hat, in welchem das Transpondermodul gegenüber dem Randbereich der Substratschicht hervorsteht.
  • Zur Ausgestaltung einer Buchdecke ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass eine Deckschicht als Vorsatz und eine gegenüberliegende Deckschicht als Buchdeckeneinband vorgesehen ist. Bei der Verwendung des Mehrschichtaufbaus als Personalisierungsdatenseite sind bevorzugt beide Deckschichten aus einem temperaturbeständigen Kunststoff, wie beispielsweise Polycarbonat, hergestellt.
  • Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben werden im Folgenden anhand der in der Zeichnungen dargestellten Beispiele näher beschrieben und erläutert. Die der Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmenden Merkmale können einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt werden. Es zeigen:
  • 1 eine schematisch vergrößerte Darstellung eines erfindungsgemäßen Mehrschichtaufbaus mit einer Substratschicht und einer zum Teil einlaminierten Faserschicht,
  • 2 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Mehrschichtaufbaus für eine Buchdecke,
  • 3 eine alternative Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Mehrschichtaufbaus für eine Buchdecke zu 2,
  • 4 eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Mehrschichtaufbaus für eine Personalisierungsdatenseite oder eines Etikettes für ein Einlageblatt und
  • 5 eine alternative Ausgestaltung zur Herstellung eines Mehrschichtaufbaus gemäß 4.
  • In 1 ist ein erfindungsgemäßer Mehrschichtaufbau 10 für ein Identifikationsdokument 11, wie beispielsweise einen Reisepass oder dergleichen, dargestellt. Der Mehrschichtaufbau 10 umfasst eine Substratschicht 14. Diese Substratschicht 14 ist aus einem thermoplastisch verarbeitbaren Polymer hergestellt. Diese weist beispielsweise eine Schichtdicke zwischen 50 bis 500 μm auf. Bevorzugt ist in der Substratschicht 14 ein Transpondermodul 16 eingebettet. Die Substratschicht 14 weist im Randbereich auf einer Ober- oder Unterseite eine Faserschicht 18 auf. Diese Faserschicht 18 besteht beispielsweise aus einzelnen Fasern, die teilweise in die Substratschicht 14 einlaminiert sind. Ein Teil der Fasern steht gegenüber der Substratschicht 14 hervor. Die Faserschicht 18 kann als eine Anhäufung von einer Vielzahl von Einzelfasern ausgebildet sein. Ebenso kann ein Vlies oder Spinnvlies vorgesehen sein, welches teilweise einlaminiert ist. Dabei ist vorgesehen, dass die einzelnen Fasern auf der der Substratschicht 14 zugewandten Seite in diese eindringen beziehungsweise beim Herstellen teilweise einlaminiert sind und auf der anderen Seite eine gute Benetzbarkeit mit einem darauf aufbringbaren Klebemittel zur Ausbildung einer Klebemittelschicht 21 ermöglichen. Die Faserschicht 18 kann verschiedene oder gleiche Anordnungen und Ausgestaltungen der einzelnen Fasern 29 umfassen. Beispielsweise kann die Faserschicht 18 aus einzelnen Fasern 29 ausgebildet sein, die mit einem Ende in die Substratschicht 14 eingebettet oder darin verhakt sind und das freie Ende frei hervorsteht. Das freie Ende kann auch als Haken 30 oder als eine geschlossene Schlaufe 31 ausgebildet sein. Ebenso können Fasern 29 an längeren freien Enden vorgesehen sein, die wirr übereinander liegen oder zueinander angeordnet sind, bevor die Klebemittelschicht aufgetragen wird. Des Weiteren können Fasern 29 schlangenlinienförmig ausgebildet sein, wobei abwechselnd Abschnitte in- und außerhalb der Substratschicht liegen können. Durch diesen Mehrschichtaufbau 10 kann nach dem Aufbringen einer Klebemittelschicht 21 zur Aufnahme von weiteren Schichten, wie nachfolgend noch beschrieben sein wird, ermöglicht sein, dass sowohl die Klebemittelschicht 21 als auch die Substratschicht 14 im Wesentlichen im gleichen Maße durch die Fasern zueinander verankert werden, so dass neben der reinen Adhäsion der aneinander grenzenden Flächen ein zusätzlicher Verankerungseffekt erzielt wird. Dadurch wird die Faserverbundwirkung erhöht. Gleichzeitig kann die Flexibilität eines solchen Mehrschichtaufbaus 10 erhöht werden.
  • Eine besonders vorteilhafte Verbindung wird erzielt, wenn die Klebemittelschicht 21 eine chemische Bindung zur Substratschicht 14 und/oder Faserschicht 18 beziehungsweise Vliesschicht aufbaut.
  • Die vorbeschriebenen Ausführungsformen ermöglichen zusammen mit der Klebemittelschicht 21 einen flexiblen und nicht lösbaren Verbund.
  • In 2 ist eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Mehrschichtaufbaus 10 zur Ausbildung einer flexiblen Buchdecke 12 für ein Passbuch dargestellt. Bei dieser Ausführungsform umfasst der Mehrschichtaufbau 10 auf jeder Seite der Substratschicht 14 eine Faserschicht 18, um eine Faserverbundwirkung zum Vorsatz 23 und Einbandmaterial 24 zu bilden.
  • Bevor das Einbandmaterial 24 auf die freie Faserschicht 18 der Substratschicht 14 aufkaschiert wird, werden Einlageblätter 26 beziehungsweise Datenseiten 26 und gegebenenfalls eine Personalisierungsdatenseite mit einer Buchdeckeneinlage vernäht. Diese Buchdeckeneinlage besteht beispielsweise aus der Substratschicht 14 und das Vorsatz 23. Das Vorsatz 23 und/oder die Substratschicht 14 können bevorzugt mit mehreren Einlageblättern 26 und gegebenenfalls einer Personalisierungsdatenseite vernäht sein. Nach dem Einnähen der Datenseiten wird ein Buchdeckeneinbandmaterial 24 aufkaschiert, der insbesondere einen Randbereich des Vorsatzes 23 übergreift. Das Vorsatz kann aus Papier, einer Folie oder einer Kombination eines ein- oder mehrschichtigen Verbundes oder aus einem oder mehreren Materialien bestehen.
  • In 3 ist eine alternative Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Mehrschichtaufbaus 10 für eine flexible Buchdecke 12 oder eine Personalisierungsdatenseite oder einen e-Sticker als Visasticker dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist die Faserschicht 18 nur einseitig in die Substratschicht 14 eingebracht. Auf der gegenüberliegenden Seite der Substratschicht 14 ist beispielsweise ein Sicherheitspapier oder das Vorsatz 23 unmittelbar auf die Substratschicht 14 aufgebracht. Bei dieser Ausführungsform ragt das Transpondermodul 16 über die Substratschicht 14 hinaus, kann aber auch mit der Schicht 14 abschließen oder hinter ihr zurückbleiben (nicht gezeigt). Die Faserschicht 18 ist dabei derart ausgestaltet, dass diese eine Ausstanzung für das Transpondermodul aufweist, so dass eine Klebemittelschicht 21 unmittelbar an dem Transpondermodul 16 angreift. Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Transpondermodul 16 bis in den Randbereich der Substratschicht 14 sich erstreckt und von der Faserschicht 18 überdeckt wird. Nach dem Aufbringen der Klebemittelschicht 21 wird das Einbandmaterial 24 aufgebracht, um die Buchdecke 12 fertigzustellen oder ein oder mehrere Einlageblätter 26 aufgebracht, um eine Personalisierungsdatenseite oder einen e-Sticker fertigzustellen.
  • Diese Ausführungsform gemäß 3 kann auch dahingehend abgewandelt werden, dass eine Faserschicht 18 nur zwischen dem Vorsatz 23 und der Substratschicht 14 vorgesehen ist.
  • In 4 ist eine schematische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Mehrschichtaufbaus 10 als Personalisierungsdatenseite oder als Visasticker dargestellt. Der Mehrschichtaufbau 10 gemäß 1 wird auf eine Personalisierungsdatenseite aufgeklebt und mit dieser verbun den. Dieser Verbund kann zusätzlich noch mit einer Deckschicht versehen sein, die aus einem vorzugsweise temperaturbeständigem Material besteht, die Personalisierungsdatenseite bevorzugt vollständig umschließt und gegebenenfalls noch einen Überstand zum Einnähen oder Befestigen in einem Passbuch aufweist. Alternativ oder zusätzlich kann auch ein Einlageblatt 26 als Deckschicht aufgebracht werden. Die vorbeschriebenen Varianten bezüglich der Anordnung und Anzahl der Faserschichten 18 als auch des Transpondermoduls 16 in und zur Substratschicht 14 gelten auch für die vorliegende Ausführungsform. Bei dieser Ausführungsform ist beispielsweise vorgesehen, dass die Klebemittelschicht 21 zunächst auf das Faservlies aufgebracht wird, bevor die Personalisierungsdatenseite aufkaschiert wird.
  • Eine alternative Verfahrensweise zur Herstellung einer solchen Personalisierungsdatenseite ist in 5 dargestellt. Die Klebemittelschicht 21 kann als separate Klebefolie bereitgestellt werden. Somit können manuelle Einzelanfertigungen ermöglicht werden. Dies ist besonders vorteilhaft bei der Herstellung von sogenannten Visastickern beziehungsweise einseitigen Klebeetiketten. Diese alternative Ausführungsform gilt ebenso für die Ausführungsform gemäß den 2 und 3.
  • Der erfindungsgemäße Mehrschichtaufbau 10 ermöglicht somit den Einsatz für eine Buchdeckeneinlage, einen Bucheinband für eine Personalisierungsdatenseite als auch ein Klebeetikett zum Einbringen in oder auf ein Identifikationsdokument.
  • Alle vorbeschriebenen Merkmale sind jeweils für sich erfindungswesentlich und können beliebig miteinander kombiniert werden.

Claims (24)

  1. Verfahren zur Herstellung eines Mehrschichtaufbaus (10) für ein Identifikationsdokument (11), bestehend aus einer ein- oder mehrschichtigen Substratschicht (14) und aus zumindest einer weiteren Schicht, die auf einer oder beiden Seiten der Substratschicht (14) vorgesehenen ist, dadurch gekennzeichnet, – dass die Substratschicht (14) jeweils zumindest im äußeren Randbereich aus einem thermoplastisch verarbeitbaren Polymer hergestellt wird und – dass in zumindest einem Randbereich der Substratschicht (14) eine Faserschicht (18) teilweise einlaminiert wird, so – dass ein Teil der Faserschicht (18) in der Substratschicht (14) einlaminiert und fest im Randbereich der Substratschicht (14) verbunden wird und ein gegenüber der Substratschicht (14) hervorstehender Teil der Faserschicht (18) ausgebildet wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserschicht (18) aus einem Vlies, Gewebe, Gewirke oder Gelege, aus cellulosehaltigen Fasern oder langfasrigen Cellulose, aus Pflanzenfasern, Industriecellulose oder aus Kunstfasern, insbesondere Polyester oder Polyamid, hergestellt wird.
  3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserschicht (18) ein Flächengewicht von 5 bis 40 g/m2, insbesondere 6 bis 15 g/m2, aufweist.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserschicht (18) aus einzelnen Fasern hergestellt wird, deren Faserlänge größer als 2 mm ist.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der gegenüber der Substratschicht (14) hervorstehende Teil der Faserschicht (18) oder die Substratschicht (14) und Faserschicht (18) mit einer Klebemittelschicht (21) versehen werden, so dass eine auf die Klebemittelschicht (21) aufgebrachte Deckschicht (23, 24, 26) nicht lösbar und flexibel zur Substratschicht (14) fixiert wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebemittelschicht (21) aus einer chemischen Bindung zur Substratschicht (14) und/oder Faser aufbauenden Substanz, insbesondere einer wässrigen Dispersion von Polyvinylacetat, Vinylacetat Copolymer, Polyurethanen oder UV-strahlungshärtendes Klebemittel mit einem reaktiven Härter auf Isocyanatbasis oder einer wasserfreien (reaktiven) Polyurethanzubereitung, hergestellt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Klebemittelschicht (21) eine wärmeaktivierbare reaktive Folie, beispielsweise eine wärmeaktivierbare reaktive Polyurethanfolie oder eine Acrylatklebeschicht, eingesetzt wird.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der freie Teil der Faserschicht (14) beim Aufbringen der Klebemittelschicht (21) umschlossen wird und die die Faserschicht (18) aufnehmende Fläche der Substratschicht (14) zumindest teilweise mit der Klebemittelschicht (21) benetzt wird.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Substratschicht (14) ein Transpondermodul (16) eingebettet wird und die Faserschicht (18) getrennt vom Transpondermodul (16) auf einer Seite der Substratschicht (14) in den Randbereich der Substratschicht (14) eingebracht wird.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in der Substratschicht (14) ein Transpondermodul vorgesehen ist, welches an den Randbereich der Substratschicht angrenzt und die Faserschicht (18) in den Randbereich der Substratschicht (14) eingebracht und auf eine Stirnfläche des Transpondermoduls (16) aufgelegt wird.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in der Substratschicht (14) ein Transpondermodul (16) eingebettet ist, welches gegenüber dem Randbereich der Substratschicht (14) herausragt und die Faserschicht (18) in den Randbereich der Substratschicht (14) eingebracht und bezüglich dem aus der Substratschicht (14) hinausstehenden Teil des Transpondermoduls (16) ausgestanzt wird.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung einer Buchdeckeneinlage (12) oder einer Buchdecke zumindest eine Seite der Substratschicht (18) mit einer Klebemittelschicht (21) versehen wird und auf die Klebemittelschicht (21) das Vorsatz (23) oder das Einbandmaterial aufkaschiert wird.
  13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung einer Personalisierungsdatenseite jede Seite der Substratschicht (14) mit einer Klebemittelschicht (21) versehen wird und auf jeder mit Klebemittelschicht (21) versehenen Seite eine Deckschicht aus einem temperaturstabilen Kunststoff aufkaschiert wird.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung eines Etiketts, welches einseitig klebend ausgebildet ist, auf die mit der Faserschicht (18) versehenen Seite der Substratschicht (12) eine Klebemittelschicht (21) und auf die Klebemittelschicht (21) eine abziehbare Schutzfolie aufgebracht wird oder eine als Klebefolie ausgebildete Klebemittelschicht (21) zum Aufbringen auf die Substratschicht (12) vorgesehen wird.
  15. Mehrschichtaufbau (12) für ein Identifikationsdokument (11) bestehend aus einer ein- oder mehrschichtigen Substratschicht (14), die auf einer oder beiden Seiten der Substratschicht (14) zumindest eine weitere Schicht aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Substratschicht (14) zumindest im Randbereich aus einem thermoplastisch verarbeitbaren Polymer hergestellt ist und zumindest auf einer Seite der Substratschicht (14) eine Faserschicht (18) aufweist, die teilweise im Randbereich der Substratschicht (14) einlaminiert ist und ein über die Substratschicht (14) hinausstehender Teil der Faserschicht (18) zur Verankerung in einer Klebemittelschicht (21) vorgesehen ist, damit eine an der Klebemittelschicht anhaftende Deckschicht (23, 24, 26) zur Substratschicht (14) nicht lösbar und flexibel fixiert ist.
  16. Mehrschichtaufbau nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebemittelschicht (21) beim Aufbringen auf die Faserschicht (18) den über den Randbereich hinausstehenden Teil der Faserschicht (18) umschließt und zumindest teilweise auf die Substratschicht (14) durchdringt.
  17. Mehrschichtaufbau nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Substratschicht (14) aus einer einzigen Schicht, insbesondere aus thermoplastischem Polyurethan (TPU), hergestellt ist.
  18. Mehrschichtaufbau nach Anspruch 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Substratschicht (14) ein Transpondermodul (16) umfasst und das Transpondermodul (16) in die Substratschicht (14) eingebettet ist, mit der Substratschicht (14) abschließt oder aus ihr herausragt und von der Faserschicht (18) überdeckt ist oder zu einer Ausstanzung der Faserschicht (18) angeordnet ist.
  19. Mehrschichtaufbau nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausbildung als Buchdeckeneinlage eine Deckschicht das Vorsatz (23) bildet.
  20. Mehrschichtaufbau für ein Identifikationsdokument (11) nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausbildung als Personalisierungsdatenseite auf beiden Seiten der Substratschicht (14) eine Deckschicht (23, 24, 26) mit einer Klebemittelschicht (21), die den freien Teil der Faserschicht (18) zumindest umschließt, zur Substratschicht (14) fixiert ist.
  21. Mehrschichtaufbau nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Deckschichten (23, 24, 26) aus einem temperaturstabilen Kunststoff, insbesondere Polycarbonat, ausgebildet ist.
  22. Mehrschichtaufbau nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass eine der beiden Deckschichten (23, 24, 26) aus einem Sicherheitspapier hergestellt ist.
  23. Mehrschichtaufbau nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausbildung als einseitig klebendes Eti ketts auf einer mit der Klebemittelschicht (21) versehenen Seite der Substratschicht (14) eine abziehbare Schutzfolie vorgesehen ist.
  24. Mehrschichtaufbau nach einem der Ansprüche 15 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass als thermoplastisch verarbeitbares Polymer thermoplastische Elastomere, vorzugsweise thermoplastisches Polyurethan (TPU) oder Mischungen mit überwiegendem Bestandteil an thermoplastischem Polyurethan (TPU), oder Thermoplaste, vorzugsweise Polypropylen, Polyethylen, Polyamid, Polyvinylchlorid, Polyethylentherephthalat oder Mischungen davon, vorgesehen sind.
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