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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Betriebsverfahren für einen
Schlingenspeicher, mittels dessen ein Abschnitt eines Bandes pufferbar
ist. Sie betrifft weiterhin einen Datenträger mit einem auf dem Datenträger gespeicherten
Steuerprogramm zur Durchführung
eines derartigen Betriebsverfahrens. Schließlich betrifft die vorliegende
Erfindung einen Schlingenspeicher, mittels dessen ein Abschnitt
eines Bandes pufferbar ist.
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Schlingenspeicher
und Betriebsverfahren für Schlingenspeicher
sind allgemein bekannt. Im Stand der Technik wird das Band dem Schlingenspeicher an
einem Speichereingang zugeführt.
An einem Speicherausgang wird das Band von dem Schlingenspeicher
abgegeben. Mittels einer Zugmesseinrichtung wird ein im Band herrschender
Zug erfasst. Die Zugmesseinrichtung kann alternativ am Speichereingang
oder am Speicherausgang angeordnet sein. Der erfasste Zug wird einer
Steuereinrichtung zugeführt.
Anhand des erfassten Zuges führt
die Steuereinrichtung einen Speicherzustand des Schlingenspeichers
nach.
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Der
Schlingenspeicher kann weiterhin angetriebene Rollen aufweisen,
die zwischen dem Speichereingang und dem Speicherausgang angeordnet sind.
Die Steuereinrichtung kann für
diese Rollen Steuersignale ermitteln und an die angetriebenen Rollen
ausgeben. In diesem Fall wird das im Schlingenspeicher gepufferte
Band von den angetriebenen Rollen entsprechend den Steuersignalen
beaufschlagt.
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Schlingenspeicher
für Bänder weisen
in der Regel eine Vielzahl von Rollen auf, wobei das Band von Rolle
zu Rolle alternierend die Oberseite und die Unterseite der Rollen
umschlingt. Die Rollen sind gegeneinander höhenverstellbar. Durch Einstellen
eines vertikalen Abstands der Rollen vonein ander kann die Länge des
vom Schlingenspeicher gepufferten Bandabschnitts variiert werden.
Das Einstellen des vertikalen Abstands erfolgt üblicherweise momenten- oder
geschwindigkeitsgeregelt in Abhängigkeit
von einem Sollfüllgrad
des Schlingenspeichers. Sofern zwischen dem Speichereingang und
dem Speicherausgang angetriebene Rollen angetrieben sind, werden
die Rollen in Abhängigkeit
des Momenten- bzw. Geschwindigkeitssollwertes, mit dem der vertikale
Abstand eingestellt wird; sowie in Abhängigkeit von einer Einlaufgeschwindigkeit
und/oder einer Auslaufgeschwindigkeit, mit der das Band dem Schlingenspeicher
zugeführt
wird bzw. von ihm abgegeben wird, individuell momenten- oder geschwindigkeitsgeregelt.
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Wenn
das Moment bzw. die Geschwindigkeit, mit dem bzw. der der vertikale
Abstand der Rollen voneinander eingestellt wird, fehlerhaft eingestellt wird,
beeinflusst diese fehlerhafte Einstellung den Zug in dem Bandabschnitt,
der sich im Schlingenspeicher befindet. Derartige Zugbeeinflussungen können negative
Auswirkungen auf den Schlingenspeicher nachgeordnete Einrichtungen
haben. Im Stand der Technik wird zur Vermeidung von Zugschwankungen
der Zug – z.
B. ausgangsseitig – erfasst
und der Steuereinrichtung zugeführt.
Die Steuereinrichtung korrigiert die vertikale Einstellgeschwindigkeit
in Abhängigkeit
von dem erfassten Zug.
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Der
Schlingenspeicher des Standes der Technik arbeitet bereits recht
gut. Seine Betriebsweise ist jedoch verbesserbar.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein derart verbessertes
Betriebsverfahren für
einen Schlingenspeicher und die hiermit korrespondierenden Gegenstände (Datenträger mit
einem entsprechenden Steuerprogramm, entsprechend ausgebildeter
Schlingenspeicher) zur Verfügung
zu stellen.
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Die
Aufgabe wird durch ein Betriebsverfahren für einen Schlingenspeicher gelöst, das
die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist. Die Aufgabe wird weiterhin
durch einen Datenträger
mit den Merkmalen des Anspruchs 9 und einen Schlingenspeicher mit
den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst.
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Erfindungsgemäß werden
sowohl der eingangsseitige Zug als auch der ausgangsseitige Zug mittels
entsprechender Zugmesseinrichtungen erfasst und der Steuereinrichtung
zugeführt.
Die Steuereinrichtung ermittelt in Abhängigkeit von dem eingangsseitigen
Zug und dem ausgangsseitigen Zug ein Steuersignal für mindestens
eine zwischen dem Speichereingang und dem Speicherausgang angeordnete
angetriebene Rolle und gibt dieses Steuersignal an die mindestens
eine angetriebene Rolle aus. Die mindestens eine angetriebene Rolle
beaufschlagt das im Schlingenspeicher gepufferte Band entsprechend
dem Steuersignal.
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Durch
diese Maßnahmen
wird erreicht, dass der Zug in dem im Schlingenspeicher gepufferten Band
vom Speichereingang zum Speicherausgang einen definierten Verlauf
aufweist.
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Vorzugsweise
ermittelt die Steuereinrichtung das Steuersignal derart, dass eine
Zugdifferenz zwischen dem eingangsseitigen und dem ausgangsseitigen
Zug in Richtung auf eine Sollzugdifferenz geführt wird. Durch diese Vorgehensweise
ergibt sich eine relativ einfache Ermittlung des Steuersignals.
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Vorzugsweise
ist der Betrag der Sollzugdifferenz erheblich kleiner als der eingangsseitige
Zug und der ausgangsseitige Zug. Durch diese Maßnahme wird erreicht, dass
der Zug im Band, soweit es sich im Schlingenspeicher befindet, im
Wesentlichen einheitlich ist. Vorzugsweise weist die Sollzugdifferenz
sogar den Wert Null auf.
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In
der Regel sind zwischen dem Speichereingang und dem Speicherausgang
zusätzlich
zu der mindestens einen angetriebenen Rolle nicht angetriebene Rollen
vorhanden. Vorzugsweise ist die Anzahl der nicht angetriebenen Rollen
größer als
die Anzahl der angetriebenen Rollen. Durch diese Maßnahme kann
ins besondere der steuerungstechnische Aufwand und auch der bautechnische
Aufwand minimal gehalten werden.
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Wenn
die Anzahl der angetriebenen Rollen mindestens drei beträgt, sind
zwischen je zwei angetriebenen Rollen vorzugsweise gleich viele
nicht angetriebene Rollen angeordnet. Durch diese Maßnahme ergibt
sich eine gleichmäßige Zugbeaufschlagung
des Bandes. Weiterhin wird durch diese Maßnahme die Ermittlung der Steuersignale
vereinfacht.
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Es
ist möglich,
dass der Schlingenspeicher mehrere sequentiell aufeinander folgende
Speicherabschnitte aufweist. In diesem Fall kann es sein, dass jedem
Speicherabschnitt ein eigener Sollfüllgrad vorgegeben wird und
jeder Speicherabschnitt derart betrieben wird, dass ein Istfüllgrad des
jeweiligen Speicherabschnitts dem korrespondierenden Sollfüllgrad angenähert wird.
Durch diese Maßnahme
ist eine flexiblere Betriebweise des Schlingenspeichers möglich.
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Vorzugsweise
ist im Falle des Vorhandenseins mehrerer sequentiell aufeinander
folgender Speicherabschnitte in mindestens zwei der Speicherabschnitte
je mindestens eine angetriebene Rolle angeordnet. In diesem Fall
wird von der Steuereinrichtung für
jede angetriebene Rolle in Abhängigkeit
von dem eingangsseitigen Zug und dem ausgangsseitigen Zug ein jeweiliges
Steuersignal ermittelt und an die jeweilige angetriebene Rolle ausgegeben.
Das im Schlingenspeicher gepufferte Band wird von jeder angetriebenen
Rolle entsprechend dem jeweiligen Steuersignal beaufschlagt. Trotz
der voneinander unabhängigen
Füllgrade
der einzelnen Speicherabschnitte wird in diesem Fall die Ansteuerung
der angetriebenen Rollen derart vorgenommen, dass sich der Zug im
Band wie gewünscht
einstellt.
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Weitere
Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen
in Verbindung mit den Zeichnungen. Es zeigen in Prinzipdarstellung:
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1 ein
Blockschaltbild eines Schlingenspeichers und
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2 bis 5 Ablaufdiagramme.
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1 zeigt
schematisch den Aufbau eines Schlingenspeichers, mittels dessen
ein Abschnitt eines Bandes 1 pufferbar ist.
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Der
Schlingenspeicher weist einen Speichereingang 2 auf, an
dem dem Schlingenspeicher das Band 1 zuführbar ist.
Das Zuführen
erfolgt mit einer Einlaufgeschwindigkeit v1. Der Speichereingang 1 kann
gemäß 1 beispielsweise
als S-Rolle ausgebildet sein.
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Der
Schlingenspeicher weist ferner einen Speicherausgang 3 auf. Über den
Speicherausgang 3 ist das Band 1 von dem Schlingenspeicher
abgebbar. Das Abgeben erfolgt mit einer Auslaufgeschwindigkeit v2.
Der Speicherausgang 3 kann – ebenso wie der Speichereingang 2 – beispielsweise
als S-Rolle 3 ausgebildet sein.
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Zwischen
dem Speichereingang 2 und dem Speicherausgang 3 ist
eine Vielzahl von oberen Rollen 4 und unteren Rollen 5, 6 angeordnet.
Die unteren Rollen 5, 6 sind in der Regel ortsfest
angeordnet. Mindestens eine der unteren Rollen 5, 6 – hier die
mit dem Bezugszeichen 6 versehenen Rollen – ist angetrieben.
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Die
oberen Rollen 4 sind in der Regel an Traversen 7 angeordnet.
Die Traversen 7 sind hebbar und senkbar. Durch Heben bzw.
Senken der Traversen 7 kann ein Istfüllgrad des Schlingenspeichers
(im Ergebnis also die Länge
des im Schlingenspeicher gepufferten Bandes 1) eingestellt
werden.
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Der
Schlingenspeicher weist weiterhin Führungsrollen 8 auf.
Die Führungsrollen 8 sind
verkippbar. Mittels der Führungsrollen 8 ist
ein seitliches Auswandern des Bandes 1 beeinflussbar, insbesondere
verhinderbar und/oder beseitigbar.
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Weiterhin
weist der Schlingenspeicher eine eingangsseitige Zugmesseinrichtung 9 und
eine ausgangsseitige Zugmesseinrichtung 10 auf. Mittels
der eingangsseitigen Zugmesseinrichtung 9 ist ein eingangsseitiger
Zug Z1 messbar, der am Speichereingang 2 im Band 1 herrscht.
Mittels der ausgangsseitigen Zugmesseinrichtung 10 ist
ein ausgangsseitiger Zug Z2 erfassbar, der am Speicherausgang 3 im Band 1 herrscht.
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Schließlich weist
der Schlingenspeicher eine Steuereinrichtung 11 auf. Die
Steuereinrichtung 11 ist mittels eines Steuerprogramms 12 programmiert. Das
Steuerprogramm 12 ist auf einem Datenträger 13 (z. B. einer
CD-ROM 13) in ausschließlich maschinenlesbarer Form
gespeichert. Mittels des Datenträgers 13 kann
das Steuerprogramm 12 der Steuereinrichtung 11 zugeführt werden
und die Steuereinrichtung 11 so programmiert werden.
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Auf
Grund der Programmierung mit dem Steuerprogramm 12 betreibt
die Steuereinrichtung 11 den Schlingenspeicher gemäß einem
Betriebsverfahren, das nachfolgend in Verbindung mit 2 näher erläutert wird.
Ergänzend
ist 1 mit heranzuziehen.
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Gemäß 2 nimmt
die Steuereinrichtung 11 in einem Schritt Si einen Sollzug
Z* entgegen. Beispielsweise kann ein in 1 nicht
dargestellter Bediener der Steuereinrichtung 11 den Sollzug
Z* vorgeben. Der Sollzug Z* kann alternativ durch das Steuerprogramm 12 fest
vorgegeben sein. Wiederum alternativ ist möglich, dass der Sollzug Z*
durch externe Umstände
(beispielsweise den Betriebszustand einer dem Schlingenspeicher
nachgeordneten Anlage) bestimmt ist. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung
kommt es nicht darauf an, auf welche Art und Weise der Sollzug Z*
gegeben ist.
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In
einem Schritt S2 bestimmt die Steuereinrichtung 11 eine Änderung δF* eines
Sollfüllgrades des
Schlingenspeichers. In der Regel bestimmt die Steuereinrichtung 11 die
Sollfüllgradänderung δF* anhand
eines Zeittaktes, mit dem sie arbeitet, in Verbindung mit der Einlaufgeschwindigkeit
v1 und der Auslaufgeschwindigkeit v2.
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In
einem Schritt S3 nimmt die Steuereinrichtung 11 von den
Zugmesseinrichtungen 9, 10 die von den Zugmesseinrichtungen 9, 10 erfassten
Züge Z1, Z2
entgegen.
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In
einem Schritt S4 ermittelt die Steuereinrichtung 11 eine
Sollhebezustandsänderung δh* für die Traversen 7.
Sie ermittelt die Sollhebezustandsänderung δh* als Funktion der Sollfüllgradänderung δF*, des Sollzuges
Z* sowie mindestens eines der beiden Züge Z1, Z2. Die Sollhebezustandsänderung δh* kann insbesondere
mit einem Momenten- oder einem Geschwindigkeitssollwert korrespondieren. Der
Schritt S4 wird später
in Verbindung mit 3 näher erläutert werden.
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In
einem Schritt S5 ermittelt die Steuereinrichtung 11 für jede angetriebene
untere Rolle 6 einen Momentsollwert m* oder einen Drehzahlsollwert n*.
Sie ermittelt die Sollwerte m*, n* in Abhängigkeit von der Position der
jeweiligen angetriebenen unteren Rolle 6 im Schlingenspeicher,
der Einlaufgeschwindigkeit v1, der Auslaufgeschwindigkeit v2, der Sollhebezustandsänderung δh* sowie
der beiden Züge
Z1, Z2. Der Schritt S5 wird in Verbindung mit 4 näher erläutert werden.
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In
einem Schritt S6 gibt die Steuereinrichtung 11 die Sollhebezustandsänderung δh* an die
Traversen 7 aus. Weiterhin gibt sie im Rahmen des Schrittes
S6 die Sollwerte m*, n* an die angetriebenen Rollen 6 aus.
Die Sollwerte m*, n* entsprechen Steuersignalen im Sinne der vorliegenden
Erfindung.
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Die
Traversen 7 werden auf Grund der vorgegebenen Sollhebezustandsänderung δh* entsprechend
verstellt. Ein Istfüllgrad
des Schlingenspeichers wird daher entsprechend der ermittelten Sollfüllgradänderung δF* angepasst.
Der Istfüllgrad
des Schlingenspeichers wird dem korrespondierenden Sollfüllgrad zumindest
angenähert.
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In
gleicher Weise beaufschlagen die angetriebenen Rollen 6 das
im Schlingenspeicher gepufferte Band 1 entsprechend den
Sollwerten m*, n*.
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In
einem Schritt S7 prüft
die Steuereinrichtung 11, ob die Steuerung des Schlingenspeichers beendet
werden soll. Wenn dies der Fall ist (beispielsweise, weil der Schlingenspeicher
stillgesetzt wird) ist das Verfahren von 2 beendet.
Anderenfalls geht die Steuereinrichtung 11 zum Schritt
S1 oder zum Schritt S2 zurück.
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Zur
Implementierung des Schrittes S4 von 2 sind verschiedene
Vorgehensweisen möglich. So
ist es beispielsweise möglich,
den Schritt S4 als in sich geschlossenen, einheitlichen Ermittlungsprozess
auszugestalten. Gemäß 3 wird
folgende Vorgehensweise bevorzugt:
In einem Schritt S11 ermittelt
die Steuereinrichtung 11 zunächst die Sollhebezustandsänderung δh* als Funktion
der Sollfüllgradänderung δF*. Weiterhin
ermittelt die Steuereinrichtung 11 in einem Schritt S12 anhand
des eingangsseitigen Zuges Z1 und/oder des ausgangsseitigen Zuges
Z2 einen effektiven Zug Z. Beispielsweise kann die Steuereinrichtung 11 als
effektiven Zug Z einen der beiden Züge Z1, Z2 übernehmen. Alternativ könnte die
Steuereinrichtung 11 beispielsweise den Mittelwert der
beiden Züge
Z1, Z2 ermitteln.
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In
einem Schritt S13 prüft
die Steuereinrichtung 11, ob der effektive Zug Z größer als
der Sollzug Z* ist. Wenn dies der Fall ist, erniedrigt die Steuereinrichtung 11 in
einem Schritt S14 die Sollhebezustandsänderung δh* um einen Korrekturwert, der
von der Differenz des effektiven Zuges Z und des Sollzuges Z* abhängig ist.
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Wenn
der effektive Zug Z nicht größer als
der Sollzug Z* ist, prüft
die Steuereinrichtung 11 in einem Schritt S15, ob der effektive
Zug Z kleiner als der Sollzug Z* ist. Wenn dies der Fall ist, erhöht die Steuereinrichtung 11 in
einem Schritt S16 die Sollhebezustandsänderung δh* um einen Korrekturwert, der
von der Differenz des effektiven Zuges Z und des Sollzuges Z* abhängig ist.
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Aus 3 ist
ersichtlich, dass die Sollhebezustandsänderung δh* im Wesentlichen durch die Sollfüllgradänderung δF* bestimmt
ist. Sie hängt – wenn auch
nur in geringem Umfang – jedoch
auch von der Abweichung des effektiven Zuges Z vom Sollzug Z* ab.
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In ähnlicher
Weise ist es auch bezüglich
des Schrittes S5 möglich,
den Schritt S5 als einheitlichen Schritt zu implementieren. Gemäß 4 wird
jedoch folgende Vorgehensweise bevorzugt:
In einem Schritt
S21 ermittelt die Steuereinrichtung 11 die Drehzahlsollwerte
n* für
die angetriebenen Rollen 6 als Funktion der Einlaufgeschwindigkeit
v1, der Auslaufgeschwindigkeit v2 und der Sollhebezustandsänderung δh*.
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In
einem Schritt S22 ermittelt die Steuereinrichtung 11 anhand
des ausgangsseitigen Zuges Z2 und des eingangsseitigen Zuges Z1
eine Zugdifferenz δZ.
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In
einem Schritt S23 prüft
die Steuereinrichtung 11, ob die Zugdifferenz δZ größer als
eine Sollzugdifferenz δZ*
ist. Wenn dies der Fall ist, erhöht
die Steuereinrichtung 11 in einem Schritt S24 die Drehzahlsollwerte
n* für
die angetriebenen Rollen 6.
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Wenn
die Zugdifferenz δZ
nicht größer als die
Sollzugdifferenz δZ*
ist, prüft
die Steuereinrichtung 11 in einem Schritt S25, ob die Zugdifferenz δZ* kleiner
als die Sollzugdifferenz δZ*
ist. Wenn dies der Fall ist, erniedrigt die Steuereinrichtung 11 in
einem Schritt S26 die Drehzahlsollwerte n* für die angetriebenen Rollen 6.
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Aus 4 ist
ersichtlich, dass die Drehzahlsollwerte n* im Wesentlichen durch
die Geschwindigkeiten v1, v2 und die Sollhebezustandsänderung δh* bestimmt
sind. Sie hängen
jedoch auch – wenn
auch nur in geringfügigem
Umfang – von
den Zügen
Z1 und Z2 ab. Insbesondere hängen
sie davon ab, ob die Zugdifferenz δZ größer oder kleiner als die Sollzugdifferenz δZ* ist. In
beiden Fällen
werden die Drehzahlsollwerte n* der angetriebenen Rollen 6 derart
korrigiert, dass die Zugdifferenz δZ in Richtung auf die Sollzugdifferenz δZ* geführt wird.
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Die
obenstehend in Verbindung mit 4 beschriebene
Vorgehensweise ist in analoger Weise realisierbar, wenn anstelle
der Drehzahlsollwerte n* Momentsollwerte m* ermittelt werden sollen.
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Die
Sollzugdifferenz δZ*
kann prinzipiell einen beliebigen Wert aufweisen. Vorzugsweise ist
der Betrag der Sollzugdifferenz δZ*
erheblich kleiner als der eingangsseitige Zug Z1 und der ausgangsseitige Zug
Z2. Insbesondere kann die Sollzugdifferenz δZ* den Wert Null aufweisen.
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Es
ist möglich,
dass alle Rollen 4, 5, 6 angetrieben
sind. In der Regel sind zumindest die oberen Rollen 4 nicht
angetrieben. Zwischen dem Speichereingang 2 und dem Speicherausgang 3 sind
daher zusätzlich
zu den angetriebenen Rollen 6 nicht angetriebene Rollen 4, 5 vorhanden.
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Es
ist weiterhin möglich,
dass alle unteren Rollen 5, 6 angetrieben sind.
Gemäß 1 ist
jedoch nur ein Teil der unteren Rollen 5, 6 angetrieben,
nämlich
die mit dem Bezugszeichen 6 angetriebenen unteren Rollen.
Im Ergebnis ist daher die Anzahl der nicht angetriebenen Rollen 4, 5 größer als
die Anzahl der angetriebenen Rollen 6.
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Wenn
nicht alle Rollen 4, 5, 6 angetrieben sind,
sind die angetriebenen Rollen 6 im allgemeinen Fall beliebig
zwischen Speichereingang 2 und Speicherausgang 3 verteilt.
Auch ist die Anzahl der angetriebenen Rollen 6 prinzipiell
beliebig.
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In
der Regel ist die Anzahl der angetriebenen Rollen 6 größer als
zwei. Sie beträgt
also mindestens drei. Gemäß 1 sind
sogar vier angetriebene Rollen 6 vorhanden. Gemäß 1 sind
weiterhin zwischen je zwei angetriebenen Rollen 6 gleich
viele nicht angetriebene Rollen 4, 5 angeordnet.
Letztgenannte Aussage gilt vorzugsweise unabhängig davon, ob zusätzlich zu
den oberen Rollen 4 und den nicht angetriebenen unteren
Rollen 5 die Führungsrollen 8 als
nicht angetriebene Rollen mitgezählt
werden.
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Es
ist möglich,
dass der Schlingenspeicher stets einheitlich betrieben wird. Beispielsweise
kann der Schlingenspeicher nur eine einzige Traverse 7 aufweisen.
Auch bei der Ausgestaltung gemäß 1,
bei der mehrere Traversen 7 vorhanden sind, ist ein einheitlicher
Betrieb möglich.
In diesem Fall müssen
alle Traversen 7 stets gleichartig angesteuert werden.
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Jede
Traverse 7 definiert einen Speicherabschnitt 14,
wobei die Speicherabschnitte 14 sequentiell aufeinander
folgen. Bei entsprechender Ausgestaltung der Steuereinrichtung 11 ist
es möglich,
die einzelnen Speicherabschnitte 14 unabhängig voneinander
zu betreiben. Dies wird nachfolgend in Verbindung mit 5 näher erläutert.
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5 weist
den gleichen Prinzipaufbau auf wie 2. Nachfolgend
wird daher nur auf die Unterschiede zu 2 näher eingegangen.
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Gemäß 5 ist
der Schritt 52 durch einen Schritt S31 ersetzt. Im Schritt
S31 bestimmt die Steuereinrichtung 11 für jeden Speicherabschnitt 14 eine eigene
Sollfüllgradänderung δFi* (i steht
als Index für den
jeweiligen Speicherabschnitt 14). Die Ermittlung der Sollfüllgradänderungen δFi* ist an
sich bekannt. Beispielsweise können
einzelne der Speicherabschnitte 14 deaktiviert werden,
so dass sie mit einem konstanten Füllgrad von 50 % betrieben werden.
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Weiterhin
ist gemäß 5 der
Schritt S4 durch einen Schritt S32 ersetzt. Im Schritt S32 ermittelt
die Steuereinrichtung 11 für jeden Speicherabschnitt 14 individuell
eine Sollhebezustandsänderung δhi*. Der
Index i steht auch hier für
den jeweiligen Speicherabschnitt 14. An jeden Speicherabschnitt 14 wird
individuell die jeweilige Sollhebezustandsänderung δhi* ausgegeben. Jeder Speicherabschnitt 14 wird
somit derart betrieben, dass ein Istfüllgrad des jeweiligen Speicherabschnitts 14 dem
korrespondierenden Sollfüllgrad
angenähert
wird.
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Der
Schritt S5 hingegen bleibt bei der Ausgestaltung von 5 erhalten.
Die Steuereinrichtung 11 ermittelt also auch bei der Ausgestaltung
von 5 für
jede angetriebene Rolle 6 in Abhängigkeit von dem eingangsseitigen
Zug Z1 und dem ausgangsseitigen Zug Z2 einen entsprechenden Moment-
bzw. Drehzahlsollwert m*, n* und gibt ihn an die jeweilige angetriebene
Rolle 6 aus. Das im Schlingenspeicher gepufferte Band 1 wird
somit von jeder angetriebenen Rolle 6 entsprechend dem
jeweiligen Sollwert m*, n* beaufschlagt. Diese Aussage gilt weiterhin,
obwohl die angetriebenen Rollen 6 über die Speicherabschnitte 14 verteilt
sind und den Speicherabschnitten 14 voneinander verschiedene Sollhebezustandsänderungen δhi* vorgegeben
werden. Der einzige Unterschied besteht darin, dass im Rahmen des
Schrittes S32 bei der Ermittlung der Drehzahlsollwerte n* für jede angetriebene
Rolle 6 die Sollhebezustandsänderung δhi* des Speicherabschnitts 14 berücksichtigt
wird, in der die jeweilige angetriebene Rolle 6 angeordnet
ist.
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Mittels
der vorliegenden Erfindung ist auf einfache Weise ein gegenüber dem
Stand der Technik überlegener
Betrieb des Schlingenspeichers erreichbar. Da weiterhin der ausgangsseitige
Zug Z2 auch bei Schlingenspeichern des Standes der Technik erfasst
wird und bei manchen Schlingenspeichern sogar auch der eingangsseitige
Zug erfasst wird, ist für Nachrüstungen
lediglich eine Anpassung des Steuerprogramms 12 der Steuereinrichtung 11 erforderlich, gegebenenfalls
zuzüglich
der Nachrüstung
der eingangsseitigen Zugmesseinrichtung 9.
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Die
obige Beschreibung dient ausschließlich der Erläuterung
der vorliegenden Erfindung. Der Schutzumfang der vorliegenden Erfindung
soll hingegen ausschließlich
durch die beigefügten
Ansprüche bestimmt
sein.