[go: up one dir, main page]

DE102006034347A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Optimierung eines Anlagensystems - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Optimierung eines Anlagensystems Download PDF

Info

Publication number
DE102006034347A1
DE102006034347A1 DE200610034347 DE102006034347A DE102006034347A1 DE 102006034347 A1 DE102006034347 A1 DE 102006034347A1 DE 200610034347 DE200610034347 DE 200610034347 DE 102006034347 A DE102006034347 A DE 102006034347A DE 102006034347 A1 DE102006034347 A1 DE 102006034347A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
organization
simulation
environment
model description
memory
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE200610034347
Other languages
English (en)
Inventor
Lutz Grote
Lothar Weber-Loschnig
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE200610034347 priority Critical patent/DE102006034347A1/de
Publication of DE102006034347A1 publication Critical patent/DE102006034347A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06QINFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES; SYSTEMS OR METHODS SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G06Q10/00Administration; Management
    • G06Q10/04Forecasting or optimisation specially adapted for administrative or management purposes, e.g. linear programming or "cutting stock problem"

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Human Resources & Organizations (AREA)
  • Economics (AREA)
  • Strategic Management (AREA)
  • Marketing (AREA)
  • Game Theory and Decision Science (AREA)
  • Entrepreneurship & Innovation (AREA)
  • Development Economics (AREA)
  • Operations Research (AREA)
  • Quality & Reliability (AREA)
  • Tourism & Hospitality (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Business, Economics & Management (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Management, Administration, Business Operations System, And Electronic Commerce (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Optimierung eines Anlagensystems, das mindestens eine Organisation und eine der Organisation zugehörige Umwelt aufweist, wobei das Verfahren den Schritt eines Berechnens eines Verhaltens des Anlagensystems durch eine Simulationsvorrichtung auf Grundlage einer Modellbeschreibung des Anlagensystems aufweist. Der Berechnungsschritt umfasst ein Berechnen eines Verhaltens der Organisation auf Grundlage einer Modellbeschreibung der Organisation und ein Berechnen eines Verhaltens der Umwelt auf Grundlage einer von der der Modellbeschreibung der Organisation getrennten Modellbeschreibung der Umwelt.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Optimierung eines Anlagensystems bzw. eines Teils davon, das mindestens eine Organisation, insbesondere eine Instandhaltungsorganisation, und eine der Organisation zugehörige Umwelt aufweist. Die Erfindung betrifft ferner eine entsprechende Simulationsvorrichtung.
  • Bei der Optimierung eines bestehenden Anlagensystems lassen sich einzuführende Änderungen meistens nicht vorab nachweisen. Mit Modellbeschreibungen, formalen Beschreibungen des zu modellierenden Gegenstands, kann man das Anlagensystem zumindest grob nachbilden und dann Änderungen rechnerisch simulieren und darstellen. Diese Beschreibungen können unter Nutzung von EDV-Verfahren erstellt und von geeigneter Software gelesen und interpretiert werden. Zur Optimierung werden typischerweise viele Simulationen mit jeweils unterschiedlichen Einstellgrößen durchgeführt. Eine Optimierung kann beispielsweise auf eine Verbesserung einer Anlagenverfügbarkeit, auf eine Senkung von Kosten, auf eine Erhöhung einer Produktqualität und auf eine Verringerung einer Umweltbelastung hin durchgeführt werden. Einige dieser Ziele sind typischerweise gegenläufig, z.B. Anlagenverfügbarkeit und Kosten.
  • Ein Simulation eines Anlagensystems im weiteren Sinne ist beispielsweise das Computerspiel "Die Sims", bei dem eine 'Organisation' (eine Familie, ein Stadtteil usw.) zusammen mit ihrer 'Umwelt' (Hauser, Geschäfte, Freizeitmöglichkeiten usw.) ganzheitlich simuliert wird.
  • Nachteilig bei den bekannten Systemen ist, dass der Simulationsaufwand hoch ist und mit erhöhter Simulationsgenauigkeit überproportional wächst. Dies stellt insbesondere ein Problem bei komplexen realen und im besonderen sicherheitsrelevanten Anlagensystemen dar.
  • Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit zur Optimierung eines Anlagensystems bereitzustellen, die einen reduzierten Simulationsaufwand ergibt.
  • Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass ein Verhaltens der Organisation auf Grundlage einer Modellbeschreibung der Organisation und ein Verhalten der Umwelt auf Grundlage einer von der der Modellbeschreibung der Organisation getrennten Modellbeschreibung der Umwelt berechnet bzw. simuliert wird.
  • Dies heisst, dass die Simulationsvorrichtung einen ersten Satz von formalen Beschreibungen verwendet, typischerweise ein lineares oder nichtlineares erstes Gleichungssystem, der die Organisation beschreibt, und parallel dazu einen zweiten Satz von formalen Beschreibungen, der die Umwelt beschreibt.
  • Bei dieser Sichtweise wird das Anlagensystem um die Organisation herum definiert. Ein Teil des Anlagensystems betrifft somit die Organisation, insbesondere eine Instandhaltungsorganisation, mit zugehörigen Eigenschaften, wie beispielsweise beispielsweise Zahl und Qualifikation des zugehörigen Personals ("Effizienzfaktoren"), Ausrüstung, Organisationsstruktur, Stundensätze, Reaktionsschnelligkeit, Planungsgüte (Nachrichtenbehandlung und -dispatch usw.), aber auch die zugehörige Ausrüstung, wie Fahrzeuge, Computer, Fernwartungseinrichtungen usw. in geeigneter Zusammenstellung, und vieles mehr umfassen. Weitere Modellgrößen (i.a. Parameter, zugehörige Parameterwerte und/oder Beziehungen dazwischen) für die Organisation sind dem Fachmann bekannt.
  • Der andere Teil des Anlagensystems, die 'Umwelt' der Organisation, ist das Gesamtsystem ohne die Organisation. Die Simulations- bzw. Modellgrößen für die Umwelt, auf welche die Organisation wirkt, und umgekehrt, können beispielsweise Störparameter und Fehlerverhalten einer Anlage, die Art und Zahl der Anlagen, Ausfallkosten, Auslastung und vieles mehr umfassen. Weitere Modellgrößen für die Umwelt sind dem Fachmann bekannt.
  • Bei einer anderen Sichtweise kann das Anlagensystem beispielsweise um die Anlage als solche (Fabrik usw.) oder um eine andere Organisation herum definiert werden.
  • Durch diese Trennung wird erstens die Berechnungskomplexität gesenkt, da ein Teil von Gleichungsbeziehungen zwischen Organisation und Umwelt während eines Simulationsschritts nicht mehr dynamisch berücksichtigt werden muss. Des weiteren verringert sich auch der eigentliche Simulationsaufwand, da Beziehungen zwischen der Organisation und der Umwelt nur pauschal berücksichtigt zu werden brauchen. So kann die Umwelt für verschiedene Organisationsformen gleichgelassen werden, oder braucht nur minimal angepasst zu werden. Dadurch fällt der Simulationsaufwand im Wesentlichen nur für die Simulation der Organisation an. Insgesamt erhält man drastisch kleinere Modelle.
  • Entsprechend weist eine die Aufgabe lösende Simulationsvorrichtung zumindest eine Simulationsumgebung für eine Simulation der Organisation auf Grundlage einer Modellbeschreibung der Organisation mit mindestens einem ersten Speicher zur Speicherung von Werten von zugehörigen Modellgrößen auf, als auch zumindest eine davon getrennte Simulationsumgebung für eine Simulation der Organisation auf Grundlage einer Modellbeschreibung einer zur Organisation gehörigen Umwelt mit mindestens einem zweiten Speicher zur Speicherung von Werten von zugehörigen Modellgrößen.
  • Es sollte klar sein, dass diese Simulationsumgebung auf einer Vielzahl geeigneter Rechneranordnungen laufen kann. So kann beispielsweise die Simulation auf einem einzigen Rechner mit entsprechenden Speichern und/oder Ausgabevorrichtung laufen oder auf verteilten Rechnersystemen, z.B. mehreren Servern, die über ein Netzwerk miteinander verbunden sind.
  • Es ist vorteilhaft, wenn zur Berücksichtigung gegenseitiger Einflüsse zwischen Organisation und Umwelt während der Simulation zwischen der Modellbeschreibung der Organisation und der Modellbeschreibung der Umwelt Wechselwirkungsinformation ausgetauscht wird. Eine solche Wechselwirkungsinformation kann zum Beispiel Objekte und/oder Nachrichten über ein Auftreten eines Fehlers und seine Behebung, eine Anlagenverfügbarkeit zur Reparatur oder eine Wartung und so weiter umfassen. Dadurch kann eine Wechselwirkung berücksichtigt werden, ohne dass sie aufwändig im Rahmen eines gemeinsamen Gleichungssystems berechnet werden muss.
  • Es ist auch vorteilhaft, wenn zur Modellbeschreibung der Organisation und/oder der Umwelt Historiendaten der Organisation und/oder der Umwelt übernommen werden. Hierdurch werden erhebliche Aufwendungen bei der Modellerstellung eingespart.
  • Es ist günstig, wenn die Historiendaten aus einem Planungs- und Steuerungssystem übernommen werden, da an einem solchen System ausführliche Daten über die Anlage(n) vorhanden und einfach abrufbar sind. Auch hierdurch werden erhebliche Aufwendungen bei der Modellerstellung eingespart.
  • Es ist vorteilhaft, wenn die Historiendaten aus einem Prozessleitsystem übernommen werden, da ein solches an den meisten Anlagen vorhanden ist.
  • Das obige Verfahren ist insbesondere vorteilhaft für eine Instandhaltungsorganisation. Dann kann insbesondere das Planungs- und Steuerungssystem ein Instandhaltungsplanungs- und steuerungssystem (IPS) bzw. CMMS ("Computerized Maintenance Management System") sein. Ein IPS als solches ist dem Fachmann bekannt.
  • Es ist zur Optimierung besonders vorteilhaft, wenn aufeinanderfolgende Simulationsschritte bzw. Simulationsteilschritte als Ablaufsequenz dargestellt werden können, so dass man nicht nur Endergebnisse vergleichen kann, sondern auch das Verhalten der simulierten Einheit über die Zeit nachvollziehen kann und dabei auch ein Parameterverhalten in Zwischenstadien erkennen kann. Zwischenschritte können beispielsweise zeitliche Teilabläufe der gesamten Simulation umfassen, z.B. simulierte Wochen oder Monate (oder beliebige andere geeignete Parameter) darstellen, wenn gesamte Simulation z.B. für die Nachbildung eines Jahres ausgelegt ist. Das Konzept von Zwischenschritten ist dem Fachmann vertraut.
  • Die Aufgabe wird auch durch eine Speichervorrichtung, z.B. eine DVD oder ein anderes Speichermedium, gelöst, welche entsprechenden Programmcode zur Ermöglichung bzw. Durchführung der oben beschriebenen Methode umfasst.
  • In den folgenden Figuren wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels schematisch genauer beschrieben. Dieses Ausführungsbeispiel ist nicht als die Erfindung beschränkend zu verstehen.
  • 1 zeigt skizzenhaft eine Vorrichtung zur Simulation und Optimierung einer Instandhaltungsorganisation;
  • 2 zeigt schematisch verschiedene Ablaufschritte einer Simulationsberechnung.
  • In 1 ist eine Vorrichtung zur Simulation und Optimierung eines Anlagensystems, insbesondere einer Instandhaltungsorganisation, gezeigt.
  • Eine Simulationsvorrichtung 1 enthält einen Prozessor 2 zur Berechnung eines Verhaltens des Anlagensystems auf Grundlage einer zugehörigen Modellbeschreibung.
  • Dazu ist eine erste Simulationsumgebung 3 für eine Simulation der Organisation auf Grundlage einer Modellbeschreibung der Organisation vorhanden, die hier gestrichelt angedeutet ist. Die erste Simulationsumgebung 3 weist mindestens einen ersten Speicher 4 zur Speicherung von Modellgrößen, d.h., im allgemeinen von Modellparametern, zugehörigen Größen und Beziehungen zwischen den Parametern, der Organisation auf. Wie schematisch dargestellt, werden Berechnungen in der Simulationsumgebung 3 von Prozessor 2 unter Verwendung des ersten Speichers 4 durchgeführt.
  • Ferner ist eine zweite Simulationsumgebung 5 für eine Simulation der Umwelt auf Grundlage einer Modellbeschreibung der Umwelt vorhanden, die hier gestrichelt angedeutet ist. Die zweite Simulationsumgebung 5 weist mindestens einen zweiten Speicher 6 zur Speicherung von Modellbeschreibungen und Werten zugehöriger Modellgrößen der Umwelt auf. Wie schematisch dargestellt, werden Berechnungen in der zweiten Simulationsumgebung 5 ebenfalls von Prozessor 2 unter Verwendung des zweiten Speichers 6 durchgeführt. Der Prozessor 2 berechnet somit Simulationen für die getrennten Simulationsumgebungen 3, 5 getrennt. Der Prozessor kann dazu beispielsweise multitaskingfähig sein. In anderen Ausführungen können unterschiedliche Prozessoren verwendet werden.
  • Zwischen dem ersten Speicher 4 und dem zweiten Speicher 6 besteht eine Datenverbindung 7, um Wechselwirkungsinformation zwischen den Speichern 4, 6 auszutauschen, z.B. Objekte und/oder Nachrichten. Die Wechselwirkungsinformation kann beispielsweise zwischen einzelnen Berechnungsschritten der Simulationsumgebungen 3, 5 ausgetauscht werden.
  • Zudem ist die Simulationsvorrichtung 1 zumindest teilweise mit einem ersten externen Speicher 8 eines IPS verbunden, der insbesondere, aber nicht nur, Historiendaten über die hier beschriebene Instandhaltungsorganisation enthält. Über eine Datenverbindung 9 können Daten aus dem IPS-Speicher 8 in eine oder beide Simulationsumgebungen 3, 5 übertragen werden, z.B. deren Speicher 4, 6, wie hier vereinfachend durch den Pfeil 9 angedeutet. Es können beispielsweise auch mehrere Datenverbindungen mit jeweils einem Speicher 4, 6 verbunden sein. Die Datenverbindung 9 muss zur Simulation nicht aufrecherhalten werden, sondern kann zur einmaligen oder wiederholten Datenübertragung für nur diese Zeit bestehen. Mit der Kopplung an das IPS können historische Daten, z.B. zu Störverhalten, -aufkommen und -häufigkeit direkt in die Simulationsumgebung überführt und in einem dafür vorgesehen Speicher abgelegt werden. Diese Daten dienen als Ausgangspunkt für die Modellbeschreibung Hier ist die Simulationsvorrichtung 1 auch mit einem zweiten externen Speicher 10 eines Prozessleitsystems verbunden, der insbesondere, aber nicht nur, Historiendaten über die Umwelt enthält. Über eine Datenverbindung 11 können Daten aus dem zweiten Speicher 10 in eine oder beide Simulationsumgebungen 3, 5 übertragen werden, z.B. deren Speicher 4, 6. Die Datenverbindung 11 muss auch hier zur Simulation nicht aufrechterhalten werden, sondern kann zur einmaligen oder wiederholten Datenübertragung für nur diese Zeit bestehen.
  • Mittels einer Eingabeeinheit 12 zur manuellen Parametrisierung können Simulationsgrößen, die sich z.B. in den Speichern 4, 6 befinden durch einen Nutzer manuell verändert werden. Dadurch kann das Verhalten des Anlagensystems unter mehreren, manuell geänderten Ausgangssituationen berechnet werden.
  • Die jeweiligen Simulationsergebnisse bzw. Teile davon (z.B. nur bestimmte Größen, wie Gesamtkosten, Verfügbarkeit usw. und/oder nur bestimmte Zwischenschritte) werden in einem Ausgabespeicher 13 gespeichert, ggf. in komprimierter Form. Dieser Speicher 13 kann auch Teil der Simulationsvorrichtung 1 sein. Die dort gespeicherten Daten können unter Verwendung einer Auswerteeinheit 14 reproduziert bzw. erneut abgespielt werden. Die Ergebnisse können von der Auswerteeinheit 14 unter Nutzung geeigneter Ausgabeverfahren als reine Ergebnislisten 15a, in graphischer Darstellung 15b oder als Ablaufsequenz 15c ausgegeben werden. Dabei ist die Ablaufsequenz 15c zur Nachverfolgung eines Anlagensystemverhaltens bzw. von Teilen davon (Instandhaltungsorganisation, Umwelt usw.) besonders vorteilhaft, da hier auch Zwischenzustände begutachtet werden können. Die Ablaufsequenz 15c kann beispielsweise eine Videosequenz oder eine andere graphische Animation sein, insbesondere mit einer Replay-Funktion.
  • Die Ergebnisse verschiedener Simulationsläufe oder verschiedener Zwischenergebnisse, die man wie oben beschrieben erhält, können mittels einer Vergleichseinheit 16 automatisch oder manuell miteinander verglichen werden. Die Vergleichsergebnisse werden auf einem geeigneten Medium 17 gespeichert und können – unter Nutzung z.B. der Auswerteeinheit 14 mit Ausgabe reiner Ergebnislisten 15a oder in graphischer Darstellung 15b, 15c ausgegeben werden. Eine Betrachtung der Beschreibungen über mehrere Simulationszyklen erlaubt dann eine Betrachtung des Verhaltens von Instandhaltung sowie der Entwicklung der Produktion und Umwelt.
  • Insbesondere ist die beschriebene Methode zur Optimierung einer Instandhaltungsorganisation geeignet, die eine bestimmte Umwelt instandhält. Die Umwelt, z.B. eine Herstellungsanlage, wird dabei im Wesentlichen gleich gelassen, und die Instandhaltungsorganisation wird diesbezüglich optimiert, was auch meist der Realität entspricht. Dabei können z.B. Instandhaltungsorganisationen mit grundlegend anderer Struktur oder mit nur kleineren Änderungen zueinander simuliert und verglichen werden. Die Umwelt kann im Wesentlichen durch die gleichen Modelle beschrieben werden, was den Simulationsaufwand erheblich verringert. Allgemein eignet sich die beschriebene Methodik besonders zur (im Wesentlichen) getrennten Simulation von weitgehend getrennt beschreibbaren Strukturen bzw. Systemen. Wechselwirkungen können, wie bereits beschrieben, durch Informationsaustausch berücksichtigt werden.
  • 2 zeigt vereinfacht eine Ausführungsform verschiedener Ablaufschritte einer Anlagensystemsimulation.
  • In einem ersten Schritt S1 werden Modelle zur Beschreibung einer Organisation und einer Umwelt aufgestellt.
  • In einem zweiten Schritt S2 wird zwischen diesen Modellen auszutauschende Information definiert.
  • Es folgt ein dritter Schritt S3, bei dem Historieninformation in die Modelle eingelesen bzw. übernommen wird, z.B. von einem IPS und/der einem Prozessleitsystem.
  • Danach erfolgt die Durchführung bzw. Berechnung der Simulation auf Grundlage der Modellbeschreibungen und -daten und Informationsaustäusche, S4.
  • Daran, insbesondere nach festgelegten Zwischenschritten, schließt sich ein Ausgeben der Simulationsdaten an, S5, und daran ein Auswerten der Simulationsdaten, S6, welche das berechnete Verhalten der Organisation zu dem jeweils festgelegten Zustand zumindest teilweise beschreiben.
  • Wie durch den gestrichelten Pfeil vereinfacht angedeutet, können nach Ausgabe der Simulationsdaten für einen bestimmten Simulationsdurchlauf, Schritt S5, weitere Simulationsdurchläufe mit einer anderen Parameterbasis automatisch durchgeführt werden. Alternativ oder zusätzlich können weitere Simulationsdurchläufe mit einer anderen Parameterbasis nach Auswerten des vorherigen Simulationslaufs, Schritt S6, durchgeführt werden.
  • Nach Berechnen mehrerer Simulationsdurchläufe können diese miteinander verglichen werden, S7.

Claims (11)

  1. Verfahren zur Optimierung eines Anlagensystems, das mindestens eine Organisation und eine der Organisation zugehörige Umwelt aufweist, wobei das Verfahren den Schritt – Berechnen eines Verhaltens des Anlagensystems durch eine Simulationsvorrichtung (1) auf Grundlage einer Modellbeschreibung des Anlagensystems, umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Berechnens umfasst: – Berechnen eines Verhaltens der Organisation auf Grundlage einer Modellbeschreibung der Organisation und – Berechnen eines Verhaltens der Umwelt auf Grundlage einer von der der Modellbeschreibung der Organisation getrennten Modellbeschreibung der Umwelt (S4).
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es ferner den Schritt eines Austauschens von Wechselwirkungsinformation zwischen der Modellbeschreibung der Organisation und der Modellbeschreibung der Umwelt umfasst (S4).
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es ferner den Schritt eines Übernehmens von Historiendaten zur Modellbeschreibung der Organisation und/oder zur Modellbeschreibung der Umwelt umfasst (S3).
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Übernehmens der Historiendaten (S3) ein Übernehmen von Historiendaten aus einem Planungs- und Steuerungssystem umfasst.
  5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Übernehmens der Historiendaten (S3) ein Übernehmen von Historiendaten aus einem Prozessleitsystem umfasst.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Organisation eine Instandhaltungsorganisation ist.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es ferner den Schritt eines Darstellens (S5) aufeinanderfolgende Simulationsteilschritte einer Simulation als Ablaufsequenz umfasst.
  8. Simulationsvorrichtung (1) zur Optimierung eines Anlagensystems, das mindestens eine technische Anlage und eine zugehörige Organisation zum Betreiben dieser mindestens einen Anlage umfasst, wobei die Simulationsvorrichtung (1) mindestens eine Berechnungseinheit (1) zur Berechnung eines Verhaltens des Anlagensystems auf Grundlage einer Modellbeschreibung des Anlagensystems aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Simulationsvorrichtung (1) weiter aufweist: – zumindest eine Simulationsumgebung (3) für eine Simulation der Organisation auf Grundlage einer Modellbeschreibung der Organisation mit mindestens einem ersten Speicher (4) zur Speicherung von Werten von zugehörigen Modellgrößen; und – zumindest eine davon getrennte Simulationsumgebung (5) für eine Simulation der Umwelt auf Grundlage einer Modellbeschreibung der Umwelt mit mindestens einem zweiten Speicher (6) zur Speicherung von Werten von zugehörigen Modellgrößen.
  9. Simulationsvorrichtung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Datenverbindung (7) zwischen dem ersten Speicher (4) und dem zweiten Speicher (6) zum Datenaustausch zwischen den Speichern (4, 6) vorhanden ist.
  10. Simulationsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine weitere Datenverbindung (9, 10) zwischen zumindest einem externen Speicher (8, 10) und dem ersten Speicher (4) und/oder dem zweiten Speicher (6) zur Datenübertragung vom externen Speicher (8, 10) zum ersten Speicher (4) und/oder zum zweiten Speicher (6) vorhanden ist, wobei auf dem externen Speicher (,10) Historiendaten der Organisation und/oder der Umwelt gespeichert sind.
  11. Speichervorrichtung mit darauf gespeichertem Programmcode, der, wenn er auf einer Simulationsvorrichtung (1) ausgeführt wird, zumindest die folgenden Schritte veranlasst: – Berechnen eines Verhaltens eines Anlagensystems, das mindestens eine Organisation und eine der Organisation zugehörige Umwelt aufweist, auf Grundlage einer Modellbeschreibung des Anlagensystems, durch: – Berechnen eines Verhaltens der Organisation auf Grundlage einer Modellbeschreibung der Organisation und – Berechnen eines Verhaltens der Umwelt auf Grundlage einer von der der Modellbeschreibung der Organisation getrennten Modellbeschreibung der Umwelt.
DE200610034347 2006-07-25 2006-07-25 Verfahren und Vorrichtung zur Optimierung eines Anlagensystems Ceased DE102006034347A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200610034347 DE102006034347A1 (de) 2006-07-25 2006-07-25 Verfahren und Vorrichtung zur Optimierung eines Anlagensystems

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200610034347 DE102006034347A1 (de) 2006-07-25 2006-07-25 Verfahren und Vorrichtung zur Optimierung eines Anlagensystems

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102006034347A1 true DE102006034347A1 (de) 2008-01-31

Family

ID=38859248

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200610034347 Ceased DE102006034347A1 (de) 2006-07-25 2006-07-25 Verfahren und Vorrichtung zur Optimierung eines Anlagensystems

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102006034347A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2011092012A3 (de) * 2010-01-27 2011-10-13 Abb Technology Ag Anordnung und verfahren zur optimierung der arbeitsweise eines versorgungsnetzes

Non-Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
BÖLÖNI, L. et.al.: "Agent based scientific simu- lation and modeling", CONCURRENCY: PRACTICE AND EXPERIENCE, 2000, Vol. 12, Issue 9, Pages 845-861, John Wiley & Sons, Ltd.
BÖLÖNI, L. et.al.: "Agent based scientific simulation and modeling", CONCURRENCY: PRACTICE AND EXPERIENCE, 2000, Vol. 12, Issue 9, Pages 845-861, John Wiley & Sons, Ltd. *

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2011092012A3 (de) * 2010-01-27 2011-10-13 Abb Technology Ag Anordnung und verfahren zur optimierung der arbeitsweise eines versorgungsnetzes
US8725480B2 (en) 2010-01-27 2014-05-13 Abb Technology Ag Arrangement and method for optimizing the operation of a supply network
AU2011209158B2 (en) * 2010-01-27 2015-04-09 Abb Schweiz Ag Arrangement and method for optimizing the operation of a supply network

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0997800B1 (de) Gerät zur Verwendung in einem industriellen Prozess und Anlage mit solchen Geräten sowie Verfahren zum Simulieren des Betriebs einer solchen Anlage
EP0852759A1 (de) Entwurfsverfahren für die anlagentechnik und rechnergestütztes projektierungssystem zur verwendung bei diesem verfahren
EP1159656B1 (de) Automatisierungssystem mit wiederverwendbaren automatisierungsobjekten und verfahren zur wiederverwendung von automatisierungslösungen in engineering-werkzeugen
EP1061422A1 (de) Informationstechnisches System zur Definition, Optimierung und Steuerung von Prozessen
EP1779203A1 (de) Parameteridentifikation für feldgeräte in der automatisierungstechnik
EP3188053A1 (de) Verfahren zum konfigurieren einer co-simulation für ein gesamtsystem
EP3699704A1 (de) System und verfahren zum überprüfen von systemanforderungen von cyber-physikalischen systemen
WO2010112264A1 (de) Vorrichtung und verfahren zur erstellung eines prozessmodells
DE19701928C1 (de) Verfahren zur Initialisierung einer Simulation des Verhaltens einer technischen Anlage und Simulationssystem für eine technische Anlage
DE112018007980T5 (de) Fertigungssystem-entwurfsassistenzvorrichtung
DE19852896A1 (de) Verfahren zur automatischen Erstellung und Überwachung eines Ablaufplans für einen Lernkurs durch einen Rechner
EP3812949A1 (de) Konfigurierbarer digitaler zwilling
EP0862763B1 (de) Simulatoreinheit zum simulieren einer peripherieeinheit einer modular aufgebauten speicherprogrammierbaren steuerung
EP1250666B1 (de) Verfahren zum automatisierten ermitteln von fehlerereignissen
DE19530647C1 (de) Verfahren zur Aufbereitung einer Eingangsgröße für ein neuronales Netz
WO2013092654A1 (de) Automatisierte projektierung einer leittechnik einer technischen anlage
WO2017093001A1 (de) Verfahren und system zur optimierung der bedienung von zumindest einem einer vielzahl von feldgeräten der automatisierungstechnik
DE19703964C1 (de) Verfahren zur Transformation einer zur Nachbildung eines technischen Prozesses dienenden Fuzzy-Logik in ein neuronales Netz
DE102006034347A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Optimierung eines Anlagensystems
DE102006062555A1 (de) Verfahren zur Beobachtung eines Steuergeräts
EP2191338B1 (de) System zur erstellung eines simulationsprogramms
EP4060559B1 (de) Trainingsdatensatz, training sowie künstliches neuronales netz für die zustandsschätzung eines stromnetzes
DE102018205660A1 (de) Simulieren von statistisch modellierten Sensordaten
EP3748447A1 (de) Verfahren zur computer-implementierten simulation des betriebs einer automatisierungsanlage
DE69626964T2 (de) Verfahren zur Steuerung eines Prozessablaufs nach von einem Rechner spezifizierten Verhalten

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8131 Rejection