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DE102006022594A1 - Formwerkzeug zur Herstellung eines Schaumteiles und Verfahren zur Herstellung des Formwerkzeuges - Google Patents

Formwerkzeug zur Herstellung eines Schaumteiles und Verfahren zur Herstellung des Formwerkzeuges Download PDF

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DE102006022594A1
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Germany
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mold
foam
producing
foaming
mineral material
Prior art date
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DE102006022594A
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English (en)
Inventor
Jörg HOHLFELD
Thomas Hipke
Christian Hannemann
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ACTech GmbH
Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV
Original Assignee
ACTech GmbH
Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV
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Publication date
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Ceased legal-status Critical Current

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    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F3/00Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces
    • B22F3/10Sintering only
    • B22F3/11Making porous workpieces or articles
    • B22F3/1121Making porous workpieces or articles by using decomposable, meltable or sublimatable fillers
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  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Formwerkzeug zur Herstellung eines Schaumteiles mit einer Schäumform aus einem mineralischen Werkstoff und ein Verfahren zur Herstellung des Formwerkzeuges.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Formwerkzeug zur Herstellung eines Schaumteiles aus einem metallischen porösen Körper und ein Verfahren zur Herstellung dieses Formwerkzeuges.
  • Metallische poröse Körper können nach dem pulvermetallurgischen Prinzip hergestellt werden. Bei Herstellung metallischer Schaumkörper nach dem pulvermetallurgischen Prinzip wird zumindest ein Metallpulver mit zumindest einem Treibmittelpulver vermischt. Diese Mischung wird anschließend kompaktiert. Das derart gebildete Halbzeug wird in einer bestimmten Menge in eine Schäumform eingelegt. Dabei entspricht das Halbzeugvolumen einem Produkt aus einem Volumen der Schäumform und einem Reziprokwert der Schäumrate der Metallpulver/Treibmittelpulver-Mischung.
  • Anschließend wird die Schäumform mit eingelegtem Halbzeug auf Schmelztemperatur erhitzt, wobei das im Halbzeug enthaltene Treibmittel Gas freisetzt, welches das entstehende flüssige Halbzeug aufschäumt. Idealerweise füllt hierbei der entstehende metallische Schaum die Schäumform vollständig aus, wobei eine Geometrie der Schäumform in aller Regel konturennah eine Geometrie des herzustellenden Schaumteiles abbildet.
  • Das Formwerkzeug mit der Schäumform muß aufgrund des notwendigen Erhitzungsvorganges aus einem höherschmelzenden Werkstoff als einer Legierung des metallischen Schaumteils gefertigt sein. Aus ökonomischen Gründen und im Hinblick auf eine gute Be- und Verarbeitbarkeit besteht die Schäumform hierbei meist aus Stahl.
  • Allerdings werden derzeit hauptsächlich Schaumteile auf Aluminiumbasis produziert. Daher müssen die hierfür verwendeten Formwerkzeuge mit den Schäumformen auf Temperaturen erwärmt werden, bei denen niedriglegierter, und u.U. sogar hochlegierter Stahl verzundert.
  • Außerdem ist mit dieser Wärmebehandlung der Schaumteile meist auch eine Änderung des Gefüge- und Wärmebehandlungszustandes des Stahls des Formwerkzeuges mit der Schäumform verbunden.
  • Im Ergebnis können hierdurch die ursprünglich eingestellten gewünschten Eigenschaften der Schäumform verloren gehen.
  • Außerdem tritt bei Verwendung von Stahl als Schäumformenwerkstoff während des Wärmebehandlungsprozesses des Schäumteiles ein teilweise beträchtlicher Verzug der Schäumform auf. Dies beruht auf dem Ausdehnungs- und Umwandlungsverhalten der Stähle.
  • Die Verzunderung und der Verzug der Schäumform bewirken mit wachsender Zahl geschäumter Teile eine deutliche Verschlechterung der Bauteiloberflächen und -toleranzen. Dieser über die Nutzungsdauer der Schäumform bestehende Trend kann nur durch aufwendige Nachbearbeitung abgeschwächt werden.
  • Um den erstarrten Schaumkörper nach erfolgter Wärmebehandlung aus der Schäumform entfernen zu können, werden die mit dem metallischen Schaum in Berührung kommenden Formflächen der Schäumform mit einem Trennmittel beschichtet. Geschieht dies nicht, kann es zur Verbindung von Schaum und Schäumform kommen.
  • Als Trennmittel kommen beispielsweise Schlichten in Frage. Schlichten sind feuerteste (keramische) Stoffe, die meist in flüssiger oder pastöser Form als ein dünner Überzug auf die Schäumform, auf Kerne oder sonstige Gießwerkzeuge aufgetragen werden.
  • Das Aufbringen eines Trennmittels ist allerdings mit einem erhöhten Arbeits- und Zeitaufwand und entsprechend mit höheren Kosten verbunden.
  • Weiterhin sind die Schäumform im Falle von kompliziert geformten dreidimensionalen Schaumteilen in der Regel mehrteilig und werden beispielsweise durch NC-Fräsen hergestellt. Dies erhöht die Fertigungskosten beträchtlich.
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Formwerkzeug zur Herstellung eines Schaumteiles aus einem metallischen porösen Körper sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Formwerkzeuges anzugeben, bei denen sich eine Verwendung eines Trennmittels erübrigt.
  • Die vorgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Formwerkzeug zur Herstellung eines Schaumteiles aus einem metallischen porösen Körper mit einer vom metallischen porösen Körper auszufüllenden Schäumform, wobei die Schäumform aus einem mineralischen Werkstoff besteht.
  • Mit Verwendung einer Schäumform aus einem mineralischen Werkstoff (z.B. Keramik) erübrigt sich die Verwendung eines Trennmittels. Zudem ist der Schaumkern (d.h. das hergestellte Schaumteil) leicht entformbar, beispielsweise durch Zerstörung der Form. Weiterhin ist das mineralische Material im Vergleich zu Metall vergleichsweise preiswert und leicht zu verarbeiten. Desgleichen können beliebige dreidimensionale Formkonturen hergestellt werden. Außerdem weist die vorliegende Schäumform eine hohe Maßbeständigkeit aufgrund des geringen thermischen Ausdehnungskoeffizienten des mineralischen Werkstoffes auf. Weiterhin kann der mineralische Werkstoff derart gewählt werden, daß ein Ankleben des Metalls an der Formwand vermieden und eine sichere Trennung des Schäumkörpers von den Formwänden beim Leeren der Form gewährleistet ist. Ferner kann der mineralische Werkstoff Zusätze enthalten, damit dieser nicht mit dem flüssigen Metall chemisch reagiert.
  • Vorzugsweise ist als mineralischer Werkstoff Gips, Keramik oder Graphit verwendet.
  • Weiterhin kann eine Wärmeleitfähigkeit der Schäumform durch Zusätze zum mineralischen Werkstoff, wie Gitter, Fasern, Späne oder Pulver, eingestellt sein.
  • Die Schäumform kann auch aus einem oder mehreren Komponenten, insbesondere Unterkasten und Deckel, gefertigt sein. Hierbei kann die Schäumform aus 3D-Formen, insbesondere vorgefertigten Platten, Balken und/oder Profilen zusammengesetzt sein.
  • Das Formwerkzeug kann außerdem mit einer Tragkonstruktion versehen sein, wobei die Schäumform oder die Schäumformkomponenten von der Tragkonstruktion aufgenommen (und in deren relativer Anordnung gehalten) sind. Hierbei kann Stahl als Trag- und Konstruktionswerkstoff genutzt sein.
  • Die vorgenannte Aufgabe wird insbesondere auch gelöst durch eine keramische Feingießform oder eine Gipsform, die mit einem verlorenen Modell oder nach einem Rapid Prototyping beziehungsweise Rapid Tooling Verfahren hergestellt ist.
  • Hinsichtlich des Verfahrensaspektes wird die vorgenannte Aufgabe erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines Formwerkzeuges zur Herstellung eines Schaumteiles aus einem metallischen porösen Körper, bei dem ein Modell des herzustellenden porösen Körpers mit einem mineralischen Werkstoff umformt oder umgossen wird.
  • Bevorzugterweise weist das Verfahren eine Nachbehandlung des mineralischen Werkstoffes auf. Bei Verwendung eines verlorenen Modells kann dieses ausgeschmolzen und die Form zum Erreichen der Endfestigkeit gebrannt werden.
  • Vorzugsweise wird das Modell des herzustellenden porösen Körpers beim vorliegenden Verfahren durch Rapid Prototyping oder Rapid Tooling Verfahren hergestellt.
  • Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele in Verbindung mit den zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. In diesen zeigen:
  • 1 ein Ausführungsbeispiel des Formwerkzeuges mit einem kastenartigen Aufbau,
  • 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel des Formwerkzeuges, zusammengesetzt aus mehreren vorgefertigten Komponenten,
  • 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel des Formwerkzeuges mit einer Tragkonstruktion für ein aus mehreren vorgefertigten Komponenten zusammengesetztes Formwerkzeug und
  • 4 eine konturnahe Keramikform mit verlorenem (ausgeschmolzenen) Modell.
  • 1 zeigt ein Formwerkzeug zur Herstellung eines Schaumteiles aus einem metallischen porösen Körper (vereinfachend auch als „Schaumkörper" bezeichnet), wobei die Schäumform 1 aus einem Unterkasten 2 und einem Deckel 3 besteht.
  • In den zwischen diesen Schäumformkomponenten 2, 3 gebildeten Formhohlraum wird das einleitend beschriebene Halbzeug, bestehend aus einem Metallpulver/Treibmittelpulver-Preßling eingelegt.
  • Nach Schließen des Formhohlraums, vorliegend durch Auflegen und Sichern des Deckels 3 auf den Unterkasten 2, wird die geschlossene Schäumform auf Schmelztemperatur gebracht, wobei das im schäumbaren Halbzeug enthaltene Treibmittel Gas freisetzt, welche das flüssige Halbzeug aufschäumt und den Formhohlraum der Schäumform ausfüllt, wodurch eine Geometrie des herzustellenden Schaumteiles konturennah abgebildet wird.
  • Die Schäumform kann auch aus mehreren Formteilen bestehen, um eine Detaillierung und ggf. Hinterschnitte zu realisieren.
  • Die Schäumform kann, wie in 2 dargestellt, aus einzelnen Keramik-/Gipsteilen 4, vorzugsweise 3D-Formteilen, wie vorgefertigte Platten, Balken und/oder Profile, zusammengesetzt werden.
  • Besteht die Schäumform aus mehreren Komponenten, werden diese miteinander verbunden, um deren relative Anordnung zueinander sicherzustellen. Hierzu kann eine Tragkonstruktion dienen. Als Trag- und Konstruktionswerkstoff wird vorliegend Stahl genutzt.
  • Bei der Formteilmontage von Gipsformen werden alle Teile durch den im CAD vorab eingebrachten Formschluss lageorientiert zusammengefügt.
  • In 3 ist eine solche Tragkonstruktion schematisch dargestellt, wobei in diesem Falle die Formkomponenten 4 in einer Tragkonstruktion 5 aufgenommen sind.
  • Insbesondere wenn das herzustellende Schaumteil eine komplexe dreidimensionale Form aufweist, kann zunächst ein Modell („Positivform") des herzustellenden Schaumteiles, insbesondere durch Rapid Prototyping, hergestellt werden. Das Modell kann jedoch auch nach anderen Herstellungsverfahren, insbesondere Fräsen, hergestellt werden.
  • Die Schäumform wird anschließend gefertigt, indem das derart hergestellte vorgefertigte Modell mit dem mineralischen Werkstoff umformt bzw. umgossen wird.
  • Hieran schließt sich ggf. eine Nachbehandlung der mineralischen Form, wie insbesondere eine Trocknung, an.
  • Bei Verwendung eines „verlorenen Modells" wird dieses ausgeschmolzen und die Form zum Erreichen der Endfestigkeit gebrannt.
  • Das „verlorene Modell" wird dabei aus Spezialwachsen oder ähnlichen Thermoplasten oder deren Gemischen hergestellt. Es handelt sich jeweils um verlorene Modelle aus einem schmelzfähigen, vergasbaren oder in einer Flüssigkeit lösbaren Werkstoff. Für das Modell wird ein Werkzeug gefertigt, für das ein Urmodell erforderlich ist. Eine andere Möglichkeit zur Herstellung des Modells bildet der Einsatz eines Rapid Prototyping Verfahrens. Mit dem Modell wird dann mit einer Bindersuspension oder mit Gips eine Schäumform gefertigt. Die Bindersuspension ist eine keramische Masse zur Herstellung einer Maske aus feinem Quarzsand als Formgrundstoff und Ethylsilikat als Bindemittel. Auf diese Schicht wird ein körniges, feuerfestes Material aufgebracht. Zum Ausschmelzen des Wachsmodels bei etwa 150°C dienen spezielle Ausschmelzöfen, während das Brennen der fertigen Schäumform bei etwa 900 bis 1200°C vorgenommen wird.
  • In 4 ist eine konturnahe Keramikform mit verlorenem (ausgeschmolzenen) Modell gezeigt. Diese Keramikform weist einen Hinterschneidungen aufweisenden Unterkasten 2 und einen Deckel 3 auf. Das verlorene Modell ist im Unterkasten aufgenommen.
  • Eine keramische Schäumform kann ebenfalls durch ein abtragendes Verfahren hergestellt werden.
  • Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird hierbei zunächst ein keramischer Block eines Gießereiformstoffs in Endfestigkeit hergestellt. Bei der mechanischen Bearbeitung wird die Negativkontur des Schaumteils eingebracht. Es wird ein CAD/CAM Bearbeitungsprogramm, beispielsweise ein Fräsprogramm für das direkte Formstoff-Fräsen eingesetzt. Die keramische Schäumform kann durch Fräsen, Bohren, Drehen, oder Schleifen bearbeitet werden. Bei komplexeren Schaumteilen kann die Schäumform aus mehreren Teilen bestehen. Die Fertigung der Schäumform basiert somit direkt auf den 3D-Datensätzen des Schaumteiles, aus denen die Datensätze für die Schäumform generiert werden. Durch den Einsatz des direkten Formstoff-Fräsens ist damit eine noch schnellere und kostengünstige ausschließlich computergestützte Bereitstellung von Schäumformen möglich.
  • Nach Behandlung der mineralischen Form erfolgt das Chargieren (Beladen) mit dem schäumbaren Vormaterial (Preßling aus Metallpulver/Treibmittelpulver). Als Vormaterial kommt beispielsweise schäumbares Schüttgut „PolyFoM"® in Betracht. In der nachfolgenden Wärmebehandlung (Erhitzen über die Schmelztemperatur des Vormaterials) erfolgt das Schäumen, wobei die in der Schäumform 1 vorhandenen Hohlräume mit Schaum ausgefüllt werden.
  • Bei Entwurf der Schäumform ist darauf zu achten, daß diese schäumgerecht, d.h. nach gießereitechnischen Gesichtspunkten, konstruiert wird, insbesondere damit ein vollständiges Erfüllen der Hohlräume der Schäumform erreichbar ist. Zudem müssen je nach Anforderungen in der Schäumform Öffnungen und/oder Halterungen vorgesehen werden.
  • Die in den 1 bis 3 gezeigten Ausführungsbeispiele der Schäumform 1 beschränken sich auf einfache Konstruktionen. Jedoch können insbesondere mittels Rapid Prototyping auch sehr komplexe dreidimensionale Konturen hergestellt werden.
  • Bei der in 1 dargestellten kastenartigen Ausführung der Schäumform wird die Schäumform vorzugsweise komplett aus einem oder mehreren Stücken (Unterkasten 2 und Deckel 3) gefertigt, die sich selbst tragen.
  • Beim Aufbau der Schäumform nach 2 und 3 wird die Schäumform vorzugsweise aus vorgefertigten Platten, Balken und/oder Profilen zusammengesetzt, welche über einen Trag- und Konstruktionswerkstoff miteinander verbunden werden. In dem gezeigten Fall werden die Formkomponenten von der in 3 gezeigten Tragkonstruktion aufgenommen und dementsprechend in einer relativen Anordnung zueinander gehalten.
  • In der vorstehenden Beschreibung wird insbesondere auch eine keramische Feingießform oder eine Gipsform beschrieben, die mit einem verlorenen Modell oder nach einem Rapid Prototyping beziehungsweise Rapid Tooling Verfahren hergestellt ist.
  • Das Feingießen ist ein formgenaues Gußverfahren mit verlorenen Formen und Modellen, um Gußstücke mit höchster Maßgenauigkeit und bester Oberflächenqualität zu erhalten. Beim Feingießen werden verlorene Modelle aus Spezialwachsen oder ähnlichen Thermoplasten eingesetzt, was in der vorstehenden Beschreibung verdeutlicht ist. Die Modelle werden mit Keramik oder Gips umhüllt. Die entstandene Form wird gebrannt und das Modell zugleich ausgeschmolzen. Alternativ können die keramischen Feingießformen durch ein abtragendes Bearbeitungsverfahren, vorzugsweise durch Direktes Formstoff-Fräsen hergestellt werden.
  • Ein wesentlicher Vorteil des Feingußverfahrens liegt darin, daß mit diesem eine endfertige Kontur mit höchster Maßgenauigkeit und bester Oberfächenqualität (ohne nachträgliche mech. Bearbeitung) erzielbar ist.

Claims (13)

  1. Formwerkzeug zur Herstellung eines Schaumteiles aus einem metallischen porösen Körper mit einer vom metallischen porösen Körper auszufüllenden Schäumform, wobei die Schäumform aus einem mineralischen Werkstoff besteht.
  2. Formwerkzeug nach Anspruch 1, wobei als mineralischer Werkstoff Gips, Keramik oder Graphit verwendet ist.
  3. Formwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, wobei eine Wärmeleitfähigkeit der Schäumform durch Zusätze zum mineralischen Werkstoff, wie Gitter, Fasern, Späne oder Pulver, eingestellt ist.
  4. Formwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Schäumform aus einem oder mehreren Komponenten, insbesondere Unterkasten und Deckel, gefertigt ist.
  5. Formwerkzeug nach Anspruch 4, wobei die Schäumform aus 3D-Formen, insbesondere vorgefertigten Platten, Balken und/oder Profilen, zusammengesetzt ist.
  6. Formwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einer Tragkonstruktion, wobei die Schäumform oder die Schäumformkomponenten von der Tragkonstruktion aufgenommen sind.
  7. Formwerkzeug nach Anspruch 6, wobei Stahl als Trag- und Konstruktionswerkstoff genutzt ist.
  8. Formwerkzeug, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Formwerkzeug als keramische Feingießform oder Gipsform ausgebildet ist, die mit einem verlorenen Modell, nach einem Rapid Prototyping Verfahren oder nach einem Rapid Tooling Verfahren hergestellt ist.
  9. Verfahren zur Herstellung eines Formwerkzeuges zur Herstellung eines Schaumteiles aus einem metallischen porösen Körper, bei dem ein Modell des herzustellenden porösen Körpers mit einem mineralischen Werkstoff umformt oder umgossen wird.
  10. Verfahren zur Herstellung eines Formwerkzeuges nach Anspruch 9, mit einer Nachbehandlung des mineralischen Werkstoffes.
  11. Verfahren zur Herstellung eines Formwerkzeuges nach Anspruch 9 oder 10, wobei bei Verwendung eines verlorenen Modells dieses ausgeschmolzen und die Form zum Erreichen der Endfestigkeit gebrannt wird.
  12. Verfahren zur Herstellung eines Formwerkzeuges nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei das Modell des herzustellenden porösen Körpers durch Rapid Prototyping hergestellt wird.
  13. Verfahren zur Herstellung eines Formwerkzeuges nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei ein CAD/CAM Bearbeitungsprogramm, beispielsweise ein Fräsprogramm für das direkte Formstoff-Fräsen, eingesetzt wird
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