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Die
Erfindung betrifft einen Außenrückblickspiegel
für Kraftfahrzeuge,
mit einem am Kraftfahrzeug zu befestigenden Spiegelfuß (2),
einem ein Spiegelglas tragenden, mittels eines Antriebes (1)
relativ zum Spiegelfuß (2)
um eine Schwenkachse (44) zwischen den Schwenkweg begrenzende
und damit eine Fahr- und Parkstellung bestimmende, spiegelfußseitige
Anschlagmittel (15a, 15b, 15c) und spiegelkopfseitige
Gegenanschlagmittel (19a, 19b, 19c) verschwenkbaren,
am Spiegelfuß (2)
mit einem Gelenk befestigten und unter Schlageinwirkung aus einer
Gebrauchslage (F bis P) an das Fahrzeug anklappbaren Spiegelkopf
(3), wobei mindestens ein Anschlagmittel (15a, 15b, 15c)
und/oder Gegenanschlagmittel (19a, 19b, 19c)
zur Schwenkachse (44) geneigt ist, einem in der Gebrauchslage
unter der Kraftwirkung wenigstens einer Druckfeder (8) über ausrastbare
Rastmittel (16a, 16b, 16c, 18a, 18b, 18c)
mit dem Spiegelfuß (2)
verbundenen, zwischen Spiegelkopf (3) und Spiegelfuß (2)
eingespannten, koaxial zur Schwenkachse (44) angeordneten,
mit dem Antrieb getrieblich in Eingriff stehenden und in einem Antriebsgehäuse (4, 5)
angeordneten Zahnrad (6), wobei die Rastmittel (16a, 16b, 16c, 18a, 18b, 18c)
erste Rastmittel (16a, 16b, 16c), die
am Spiegelfuß (2)
vorgesehen sind, und zweite Rastmittel (18a, 18b, 18c),
die am Zahnrad (6) vorgesehen sind, aufweisen.
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Der
Außenrückblickspiegel
ist so ausgeführt, dass
er durch den Antrieb, also elektromotorisch in eine Parkstellung
und von dieser in eine Fahrstellung gebracht werden kann. Die Parkstellung
dient z.B. dazu das Spiegelglas vor Beschädigungen zu schützen oder
um enge Toreinfahrten passieren zu können. Aus Sicherheitsgründen darf
der Außenrückblickspiegel
nicht starr von der Karosserie des Fahrzeuges abstehen, sondern
muss eine gewisse Nachgiebigkeit aufweisen, um Verletzungen von
Fußgängern zu
vermeiden, die vom Außenrückblickspiegel erfasst
werden könnten.
Für diesen
Fall sind die Rastmittel vorgesehen, die den Spiegelkopf nach Überwindung
einer vordefinierten Ausrastkraft ausweichen lassen. Ein Außenrückblickspiegel
der eingangs genannten Art ist geeignet den manuell ausgerasteten
Spiegelkopf motorisch in seine Gebrauchsstellung, der Fahrstellung
zurückzuholen
unabhängig davon,
ob die Rastmittel in Fahrtrichtung oder gegen die Fahrtrichtung
ausgerastet sind. Hierzu wird der Antrieb solange betätigt, bis
der Spiegelkopf gegen ein Hindernis, die Karosserie oder vorzugsweise
einen zum Schutz der Karosserie vorgesehenen Anschlag anläuft. In
der Anschlagstellung kann bei weiter betätigtem Elektromotor eine Relativbewegung zwischen
dem Zahnrad und dem Spiegelfuß erfolgen und
eine Stellung gefunden werden in der die Rastmittel wieder ineinandergreifen.
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Aus
der
DE 198 33 672
C2 ist ein gattungsgemäßer Außenrückblickspiegel
bekannt. Bei dem bekannten Außenrückblickspiegel
besteht das Gehäuse überwiegend
aus Zink und das Zahnrad aus Sintermetall. Die zweiten Rastmittel
bestehen aus Kunststoffmaterial und müssen mit dem Zahnrad gefügt werden.
Aufgrund des hohen Metallanteils bei dem bekannten Außenrückblickspiegel
ist das Gewicht relativ groß und
die unterschiedlichen Materialien an einem Bauteil erhöhen den
Montage- und Herstellungsaufwand. Weiter können bei dem bekannten Außenrückblickspiegel
Geräusche,
die im Elektromotor erzeugt werden an das Antriebsgehäuse weitergeleitet
werden.
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Aufgabe
der Erfindung ist es einen Außenrückblickspiegel
darzustellen der ein geringes Gewicht, eine geringe Teileanzahl
und eine geringe Geräuschenwicklung
aufweist und der einfach und wirtschaftlich herstellbar ist. Eine
weitere Aufgabe besteht darin einen Antrieb für einen Außenrückblickspiegel bereitzustellen,
der flexibel an Kundenwünsche
anpassbar ist, der nur einen geringen Bauraum und eine lange Lebensdauer
aufweist.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass das Zahnrad (6) und die zweiten Rastmittel (18a, 18b, 18c)
aus einem spritzgusstechnisch verarbeitbarem Kunststoffmaterial
bestehen und das Zahnrad (6) mit den zweiten Rastmitteln (18a, 18b, 18c)
einstückig
ist, dass die spiegelkopfseitigen Gegenanschlagmittel (19a, 19b, 19c)
des Spiegelkopfes (3) mit einem dem Spiegelfuß (2)
gegenüberliegend
angeordneten Gehäuseverschluss (5)
aus Metall einstückig
sind und dass das an den Gehäuseverschluss
(5) anschließende
Antriebsgehäuse
(4) aus spritzgusstechnisch verarbeitbarem Kunststoffmaterial
besteht. Das einstückige
Zahnrad lässt
sich wirtschaftlich in einem Arbeitsgang herstellen, da es aus Kunststoffmaterial
besteht ist das Gewicht gering und die Teileanzahl ist gegenüber dem Stand
der Technik verringert. Der Gehäuseverschluss,
der einen geringeren Anteil an der Gehäuseoberfläche hat, ist als tragendes
und stabilisierendes Teil aus Zink-Druckguss hergestellt. Das Gesamtgewicht
dieser Lösung
ist deutlich geringer als das der bekannten Lösung.
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Weiterbildungen
der Erfindung werden in den Unteransprüchen dargestellt. Bei einer
bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist das Antriebsgehäuse (4)
einen größeren Gehäuseoberflächenanteil
auf als der Gehäuseverschluss
(5), daher kann das größere Gehäuseteil
gewichtssparend aus Kunststoffmaterial bestehen.
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Ein
Bauteil kann eingespart werden, indem das Zahnrad (6) als
Schneckenrad dient und mit einer Schnecke (11) getrieblich
in Eingriff ist, die aus einem spritzgusstechnisch verarbeitbaren
Kunststoffmaterial besteht und mit einem weiteren Schneckenrad (12)
einstückig
ist. Das Kunststoffmaterial wirkt sich positiv auf die gewünschte Gewichtsreduzierung aus.
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Eine
baukastenartige und besonders bevorzugte Ausbildung der Erfindung
ist durch eine im Antriebsgehäuse
(4) koaxial zur Schwenkachse (44) eingeformte
Gehäusedurchführung (85)
für ein
Rohr (20) gekennzeichnet, die zumindest zwei Durchmesserbereiche
aufweist, wobei der erste kleinere Durchmesser (86) dem
Rohr (20) angenähert
ist und der zweite größere Durchmesserbereich
(87) größer ist als
der Außendurchmesser
der Druckfeder (8).
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Weiter
schließt
an den größeren Durchmesserbereich
(87) eine ebene ringförmige
Auflagefläche (88)
an, deren mittlerer Durchmesser kleiner ist als der Durchmesser
des größeren Durchmesserbereichs
(87) der Gehäusedurchführung (85).
Diese ist geeignet als Abstützfläche für eine Druckfeder,
wobei eine Scheibe zwischen Feder und Auflagefläche angeordnet sein kann.
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In
Weiterbildung dieses Erfindungsgedankens, schließt an den kleineren Durchmesserbereich (86)
eine ebene ringförmige
Auflagefläche
(89) an, deren mittlerer Durchmesser größer ist als der Durchmesser
des kleineren Durchmesserbereichs (86) der Gehäusedurchführung (85).
Diese ist ebenfalls als Abstützfläche für eine Druckfeder
geeignet, wobei hier ebenfalls eine Scheibe zwischen Feder und Auflagefläche angeordnet
sein kann.
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Die
innere Anlagefläche
(89) ist näher
am Spiegelfuß angeordnet
und lässt
eine Versenkung der Druckfeder um mehrere Milimeter zu. Je nach den
räumlichen
Gegebenheiten kann also zwischen einer schmalen versenkten oder
einer breiteren an der Gehäuseoberseite
anliegende Druckfeder (8) für die Befestigung des Antriebs
verwendet werden.
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Eine
besonders vorteilhafte Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Außenrückblickspiegels
ist dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäuseverschluss (5) über einen
großen
Teil seines Umfangs einen Stützrand
(95) für
das Antriebsgehäuse (4)
aufweist. Da der Gehäuseverschluss
(5) aus Metall besteht und daher bei niedrigen Temperaturen deutlich
höhere
Kräfte
aufnehmen kann als ein vergleichbares Kunststoffgehäuse, verhindert
der Stützrand
(95) eine Verformung des Antriebsgehäuses (4) unter großer Belastung
während
des Betriebs. Eine Verformung des Antriebsgehäuses (4) würde auch eine Auslenkung
von Getriebeeingriffen bedeuten und damit eine Verschlechterung
des Getriebewirkungsgrades und durch die ungünstigen Eingriffsverhältnisse
auch einen erhöhten
Verschleiß der
Getriebeelemente mit sich führen.
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Noch
stabiler ist diese bevorzugte Weiterentwicklung, wenn das Antriebsgehäuse (4) über einen großen Teil
seines Umfangs einen Gegenstützrand (94)
aufweist, der mit dem Stützrand
(95) zusammenpasst. Die genannten Maßnahmen erhöhen die Lebensdauer des Antriebes,
verbessern den Wirkungsgrad und wirken sich günstig auf das Laufgeräusch und
auch auf die Gleichmäßigkeit
des verbleibenden Geräuschs
aus. Bei hohen Temperaturen weist das Kunststoffmaterial des Antriebsgehäuses Festigkeitsvorteile
gegenüber
dem Zink-Gehäuseverschluss
auf, weil die Kriechneigung dann geringer ist.
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Es
ist bekannt Getriebewellen in Gleitlagern radial zu lagern und für die axiale
Abstützung
Anlaufscheiben zu verwenden. Eine Weiterbildung der vorliegenden
Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schnecke (11)
mit dem Schneckenrad (12) auf einer aus Stahl bestehenden
Welle aufgezogen ist und die Welle in kugelförmigen Sintergleitlagern mit
sacklochartigen Aufnahmen für
die Welle drehbar gelagert ist. Die sacklockartigen Aufnahmen ersetzen
die Anlaufscheiben, hiermit ist die Montage erleichtert und die
Anzahl der Bauteile verringert.
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Eine
Verbesserung gegenüber
dem bekannten Antrieb stellt auch die Maßnahme dar, dass das weitere
Schneckenrad (12) von einer Motorschnecke (40)
eines Elektromotors (39) antreibbar ist, dessen Motorwelle
in einer Gleitlagerhülse
des Gehäuseverschlusses
(5) gelagert ist, wobei die Gleitlagerhülse aus POM besteht. Dies bewirkt
einen geringen Verschleiß.
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Eine
weitere geräuschdämpfende
Wirkung wird erreicht indem ein ansatzförmiger Motorbund des Elektromotors
(39) über
ein ringförmiges
elastisches Dämpfungsmittel
körperschallentkoppelt
in einer ringförmigen
Lageraufnahme des Antriebsgehäuses
(4) aufgenommen ist.
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Um
das Gesamtgewicht zu reduzieren wird vorgeschlagen nur das tragende
und stabilisierende Teil aus Metall herzustellen. Bei der vorliegenden
Erfindung übernimmt
der Gehäuseverschluss
als ein relativ kleines Teil diese Funktion und ist dabei als Zink-Druckgussteil ausgebildet.
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Damit
Gewicht eingespart und die Montage vereinfacht ist, ist vorgesehen,
dass das Antriebsgehäuse
(4) einen aus spritzgusstechnisch verarbeitbarem Kunststoffmaterial
bestehenden Steckerdeckel (45) aufweist, der über eine
Ringschnappverbindung befestigt ist.
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Für eine zuverlässige Funktion
und für
einen guten Wirkungsgrad ist es zweckmäßig dass das Zahnrad (6)
in dem Antriebsgehäuse
(4, 5) gelagert ist und dass im Antriebsgehäuse einerseits
und am Zahnrad andererseits jeweils eine metallische Ringscheibe
als Lauffläche
für die
Wälzkörper eines Wälzlagers
(7) vorgesehen ist.
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Es
ist vorteilhaft bei der Urformung des Zahnrades (6) in
einem Arbeitsgang Lagermittel, z.B. einen Ansatz zu seiner Lagerung
mitzuformen.
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Die
Erfindung bezieht sich vornehmlich auf den aus der
DE 198 33 672 C2 bekannten
Außenrückblickpiegel,
sie ist aber auch auf eine Vielzahl anderer Lösungen anwendbar.
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Die
folgenden Funktionsmerkmale sind in der
DE 198 33 672 C2 ausführlich beschrieben,
deshalb gehört
die
DE 198 33 672
C2 ausdrücklich
zum Offenbarungsgehalt dieser Erfindung.
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Auch
hier ist es vorgesehen, dass das Zahnrad (6) in Bezug auf
den Spiegelkopf (3) axial nicht oder nur mit geringem Spiel
beweglich in dem Antriebsgehäuse
gelagert ist. Deshalb ist stets eine getriebliche Verbindung zwischen
dem Elektromotor (39) und dem Zahnrad (6) gegeben.
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Bei
den Rastmitteln am Zahnrad (6) und am Spiegelfuß handelt
es sich vorzugsweise um Rastnocken und Rastausnehmungen, wobei es
für die
Funktion keine Rolle spielt welches der Teile die Rastnocken und
welches die Rastausnehmungen aufweist.
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Die
Rückholfunktion
des Außenrückblickspiegels
wird im wesentlichen dadurch ermöglicht, dass
der Spiegelkopf (3) entlang der Schwenkachse (44)
mindestens drei definierte Niveaus (A, B, C) relativ zum Spiegelfuß (2)
einnehmen kann, das niedrigste Niveau (A), in welchem das Zahnrad
(6) über die
Rastmittel (16a, 16b, 16c, 18a, 18b, 18c)
mit dem Spiegelfuß (2)
verbunden ist, nur zwischen Fahrposition (F) und Parkstellung (P)
einnehmbar ist, und das niedrigste Niveau (A) von den zweiten Rastmitteln (18a, 18b, 18c)
am Zahnrad (6) und den ersten Rastmitteln (16a, 16b, 16c)
am Spiegelfuß (2)
definiert wird, wobei zwischen Spiegelkopf (3) und Spiegelfuß (2)
in Axialrichtung ein geringer Luftspalt (24) verbleibt,
das höchste
Niveau (C) von den ersten Rastmitteln (16a, 16b, 16c)
am Spiegelfuß (2)
und vom Zahnrad (6) oder von den zweiten Rastmitteln (18a, 18b, 18c)
am Zahnrad (6) und vom Spiegelfuß (2) definiert wird,
wobei zwischen Spiegelkopf (3) und Spiegelfuß (2)
in Axialrichtung ein geringer Luftspalt (33) verbleibt
und das Zahnrad (6) mit dem Spiegelfuß (2) in Schwenkrichtung
reibschlüssig
verbunden ist und das mittlere Niveau (B) vom Spiegelkopf (3)
und vom Spiegelfuß (2)
definiert wird, wobei die zweiten Rastmittel (18a, 18b, 18c)
des Zahnrades (6) mindestens teilweise mit den ersten Rastmitteln
(16a, 16b, 16c) des Spiegelfußes (2)
in Eingriff sind.
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Durch
die drei definierten Niveaus (A, B, C) ist eine eindeutige Trennung
der Funktionen möglich. Da
das niedrigste Niveau (A) nur in der Gebrauchslage, also zwischen
Fahrposition (F) und Parkstellung (P) möglich ist, kann es zu keiner
Situation kommen, in welcher der Spiegelkopf in einer nach vorne
in Fahrtrichtung abgeklappten Stellung (K) einrastet, sodass der
Spiegelkopf nicht mehr motorisch, sondern nur noch von Hand, über die
Raste zurück
in die Fahrstellung gebracht werden kann. Im niedrigsten Niveau
(A) können
die Anschläge
am Spiegelfuß in Nuten
oder Ausnehmungen im Spiegelkopf zwischen den Gegenanschlägen in der
Fahrposition (F) und den Gegenanschlägen in der Parkstellung (P)
umlaufen (oder umgekehrt). Da das niedrigste Niveau (A) von den
Rastmitteln am Zahnrad und am Spiegelfuß definiert wird, wobei zwischen
Spiegelkopf und Spiegelfuß in
Axialrichtung ein geringer Luftspalt verbleibt, ist eine spielfreie
Lagerung des Zahnrades gewährleistet.
Weil das höchste
Niveau (C) von den Rastmitteln am Spiegelfuß und vom Zahnrad oder von
den Rastmitteln am Zahnrad und vom Spiegelfuß definiert wird, wobei zwischen
Spiegelkopf und Spiegelfuß in
Axialrichtung ein geringer Luftspalt verbleibt, ist sichergestellt,
dass Reibschluss zwischen dem Zahnrad und dem Spiegelfuß besteht,
und somit der Spiegelkopf auch im ausgerasteten Zustand motorisch
betätigbar
ist. Der Luftspalt zwischen den Anschlagmitteln des Spiegelfußes und
den Gegenanschlagmitteln des Spiegelkopfes definiert die Höhendifferenz
zwischen dem mittleren Niveau (B) und dem höchsten Niveau (C). Um diese
Höhendifferenz
wird der Spiegelkopf gegenüber
dem Spiegelfuß abgesenkt,
wenn das Zahnrad relativ zum Spiegelfuß gedreht wird, bis die Rastnocken
mit den Rastausnehmungen in Deckung gebracht sind. Die vom Elektromotor
bewirkte Relativdrehung zwischen Zahnrad und Spiegelfuß ist möglich, wenn
der Spiegelkopf gegen einen Anschlag oder auch ein äußeres Hindernis anliegt.
Im mittleren Niveau (B), das von Spiegelkopf und Spiegelfuß definiert
wird, indem die Gegenanschlagmittel des Spiegelkopfes auf den Anschlagmitteln
des Spiegelfußes
aufreiten, besteht also eine Rastverbindung zwischen dem Zahnrad
und dem Spiegelfuß.
Daher ist ein Schwenken des Spiegels in die Gebrauchsstellung auch
gegen die Reibungskraft möglich,
die zwischen den aneinander anliegenden Bereichen des Spiegelkopfes
und des Spiegelfußes wirkt,
weil diese geringer ist, als die Kraft, die nötig ist, das Zahnrad gegen
die Kraft der Druckfeder über die
Rastmittel des Spiegelfußes
anzuheben. Sobald die spiegelfußseitigen
Anschlagmittel die spiegelkopfseitigen Ausnehmungen bzw. Nuten erreicht
haben, bewirkt die Druckfeder das vollständige Einrücken der Rastnocken des Spiegelfußes in die Rastausnehmungen
des Zahnrades, wodurch das niedrigste Niveau (A) wieder erreicht
ist. Der Spiegelkopf kann daher motorisch aus jeder beliebigen Lage sicher
zurück
in die Fahrposition (F) gebracht werden, weil keine undefinierten
Kraftübertragungsverhältnisse
auftreten können.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigen:
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1 eine
Explosionsdarstellung eines Antriebes eines erfindungsgemäßen Außenrückblickspiegels,
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2 eine
räumliche
Darstellung des geöffneten
Antriebs,
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3 eine
räumliche
Darstellung eines Antriebsmotors und eines Getriebes des Antriebs,
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4 räumliche
Darstellung des geschlossenen Antriebs,
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5 eine
räumliche
Darstellung des geschlossenen Antriebs aus einer anderen Perspektive,
-
6 eine
Schnittansicht durch den Antrieb,
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7 eine
Draufsicht auf den Antrieb,
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8 eine
Darstellung des montierten Außenrückblickspiegels
und
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9 eine
Darstellung möglicher
Stellungen des Außenrückblickspiegels.
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1 zeigt
eine Explosionsdarstellung eines Antriebs 1 eines erfindungsgemäßen Außenrückblickspiegels,
mit einem Antriebsgehäuse 4,
das einen im wesentlichen zylindrischen Motorgehäusebereich 48 und
einen relativ flachen Getriebegehäusebereich 49 aufweist,
einem Elektromotor 39 mit Motorschnecke 40 und
Motorwelle 60, einem Steckerdeckel 45, wobei Steckerdeckel
und Antriebsgehäuse 4 über Ringschnappverbindungsmittel 47 verfügen, einem
Schneckenrad 21, das mit einer Schnecke 11 einstückig ist
und über
eine Welle 21 in Sintergleitlagern 80 und 81 gelagert
ist, einem Zahnrad 6, das Rastausnehmungen 18a, 18b und
einen Ansatz 27 aufweist, ein Axialwälzlager 7, dem Scheiben 50, 51 zugeordnet
sind, auf denen seine Wälzkörper abrollen
können
und einer Gleitlagerhülse 82 die
für die Lagerung
der Motorwelle 21 vorgesehen ist, wobei eine Lageraufnahme
in einem Gehäuseverschluss 5 eingeformt
ist, welche die Gleitlagerhülse 82 aufnehmen
kann. Das Antriebsgehäuse 4 und
der Gehäuseverschluss 5 sind
mit Befestigungsmitteln 90 versehen, die zur Montage des
Antriebs 1 dienen. Der Gehäuseverschluss weist Gegenanschlagmittel 19a, 19b, 19c auf,
die schräge
Flächen 28 aufweisen.
Die Gegenanschlagmittel 19a, 19b, 19c wirken
mit Anschlägen
am Spiegelfuß zusammen,
wobei die schrägen
Flächen 28 für eine Ausrastbarkeit
bei Überschreitung
einer vorgegebenen Federkraft sorgen. Das Antriebsgehäuse 4 hat
eine Gehäusedurchführung 85,
die zwei unterschiedliche Durchmesserbereiche umfasst, einen kleineren
Durchmesserbereich 86, der näher am Spiegelfuß (hier
nicht dargestellt) liegt und einen größeren Durchmesserbereich 87,
der näher
am Spiegelkopf (hier nicht dargestellt) liegt. An den größeren Durchmesserbereich 87 schließt ein ringförmiger Anlagebereich 88 an,
dessen mittlerer Durchmesser kleiner ist als der Durchmesser des
größeren Durchmesserbereichs 87 der Gehäusedurchführung 85.
Weiter schließt
am größeren Durchmesserbereich 87 ein
ringförmiger
Anlagebereich 89 an, dessen mittlerer Durchmesser größer ist
als der Durchmesser des größeren Durchmesserbereichs 87 der
Gehäusedurchführung 85.
Beide Anlagebereiche 88, 89 können wahlweise zur Abstützung einer
Druckfeder 8 dienen, wobei in beiden Fällen eine Scheibe als Zwischenlage
dienen kann.
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2 zeigt
eine räumliche
Darstellung des geöffneten
Antriebs 1, mit dem Steckerdeckel 45, mit dem
ein Steckerschacht 46 einstückig ist, dem Antriebsgehäuse 4,
dem Elektromotor 39, der einen Motorbund 61 aufweist,
der in einem ringförmigen
elastischen Dämpfungsmittel
gelagert ist, der Motorschnecke 40, der Motorwelle 60,
der Gleitlagerhülse 82,
dem Schenckenrad 12, der Schnecke 11, den Sintergleitlagern 80, 81,
dem Zahnrad 6 mit dem Ansatz 27, den Rastausnehmungen 18a, 18b, 18c, 18d, 18e, 18f und
den Befestigungsmitteln 90. Der Ansatz 27 dient
als Abstützung
im hier ausgeblendeten Gehäuseverschluss.
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3 zeigt
eine räumliche
Darstellung eines Antriebsmotors und eines Untersetzungsgetriebes 55 des
Antriebs 1, mit dem Elektromotor 39, der Motorschnecke,
der Gleitlagerhülse 82,
dem Schneckenrad 12, der Schnecke 11, den Sintergleitlagern 80, 81,
dem Zahnrad mit den Rastausnehmungen 18a, 18b,
dem Ansatz und dem zwischen den Scheiben 50 und 51 angeordneten
Axialwälzlager 7.
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4 zeigt
eine räumliche
Darstellung des geschlossenen Antriebs 1, mit dem Steckerdeckel 45,
dem Steckerschacht 46, dem Antriebsgehäuse 4, dem Gehäuseverschluss 5,
den Befestigungsmitteln 90, der Gehäusedurchführung 85, dem kleineren Durchmesserbereich 86,
dem größeren Durchmesserbereich 87 den
Anlagebereichen 88 und 89.
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5 zeigt
eine räumliche
Darstellung des geschlossenen Antriebs aus einer anderen Perspektive,
mit dem Steckerdeckel 45, dem Steckerschacht 46,
dem Antriebsgehäuse 4,
dem Gehäuseverschluss 5 mit
den Gegenanschlagmitteln 19a, 19b, 19c,
den Befestigungsmitteln 90 und dem Zahnrad 6.
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6 zeigt
eine Schnittansicht durch den Antrieb 1, mit dem Steckerdeckel 45,
dem Steckerschacht 46, der Ringschnappverbindung 47,
dem Antriebsgehäuse 4,
dem Gehäuseverschluss 5,
dem Elektromotor 39, dem Dämpfungsmittel 63,
der Motorschnecke 40, der Motorwelle 21, der Gleitlagerhülse 82,
dem Schneckenrad 12, dem Zahnrad 6, der Gehäusedurchführung 85,
dem größeren Durchmesserbereich 87,
dem kleineren Durchmesserbereich 86, der kleineren ringförmigen Auflagefläche 88,
der größeren ringförmigen Auflagefläche 89.
In der vorliegenden Zeichnung ist die kleinere ringförmige Auflagefläche zwar
kegelig dargestellt, sie soll aber für die Anwendung als ebene Fläche ausgeführt sein.
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7 zeigt
eine Draufsicht auf den Antrieb 1, mit dem Steckerdeckel 45,
dem Antriebsgehäuse 4, dem
Gehäuseverschluss 5,
den Befestigungsmitteln 90, die als Anschraubaugen ausgebildet
sind, der Gehäusedurchführung 85,
mit ihrem kleineren Durchmesserbereich 86, ihrem größeren Durchmesserbereich 87,
seiner kleineren ringförmigen
Auflagefläche 88 und
seiner größeren ringförmigen Auflagefläche 89.
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8 zeigt
eine Darstellung des montierten Außenrückblickspiegels 100,
mit einem karosseriefesten Spiegelfuß 2, der ein Rohr 20 umfasst,
das Teil eines Schwenkgelenks ist, einer Druckfeder 8,
die den Antrieb 1 am Spiegelfuß 2 hält, wobei
der Antrieb 1 Teil eines Spiegelkopfs 3 ist, der
ein Spiegelglas 70 trägt.
Der Spiegelkopf 3 umfasst alle mitschwenkbaren Teile. Der
Spiegelfuß 2 weist
Anschlagmittel 15a, 15b, 15c auf, die
mit Gegenanschlagmitteln 19a, 19b, 19c des
Spiegelkopfs 3 zusammenwirken. Das Antriebsgehäuse 4 ist
mit dem Gehäuseverschluss 5 über Rastnasen 14 und
Rastösen 13 verbunden.
Der Antrieb 1 ist mit dem Spiegelkopf 3 verschraubt,
wobei die Rastösen 13 Teil
des Antriebsgehäuses 4 und die
Rastnasen Teil des Gehäuseverschlusses 5 sind (in 6 umgekehrt
dargestellt).
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9 zeigt
den Außenrückblickspiegel 100 in
Fahrposition F stehend. Er besteht aus dem am Kraftfahrzeug zu befestigenden
Spiegelfuß 2,
dem das Spiegelglas 43 tragenden Spiegelkopf 3 und
dem spiegelkopffesten Antrieb 1. In gestrichelten Linien
ist hierbei die Parkposition P und die nach vorne in Fahrtrichtung
abgeklappte Position K angedeutet. Natürlich würde ein spiegelfußfester
Antrieb, der mit einem im Spiegelkopf verrasteten Zahnrad getrieblich
in Eingriff steht, in gleicher Weise funktionieren.
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Für das Antriebsgehäuse kann
beispielhaft PA 6.6 GF 50 oder GF 60 verwendet werden. Für das Schneckenrad
ist POM GF 25 geeignet. Als Material für die Motorschnecke ist Neusilber
vorgesehen.
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- 1
- Antrieb
- 2
- Spiegelfuß
- 3
- Spiegelkopf
- 4
- Antriebsgehäuse
- 5
- Gehäuseverschluss
- 6
- Zahnrad
- 7
- Axialwälzlager
- 8
- Druckfeder
- 9
- Scheibe
- 10
- Sperrscheibe
- 11
- Schnecke
- 12
- Schneckenrad
- 13
- Rastösen
- 14
- Rastnasen
- 15a,
15b
- Anschlagmittel
- 16a,
16b, 16c
- Rastnocken
(Rastmittel)
- 17
- Klappwegbegrenzer
- 18a,
18b, 18c
- Rastausnehmungen
(Rastmittel)
- 19a,
19b
- Gegenanschlagmittel
- 20
- Rohr
- 21
- Welle
- 22
- Schräge am Zahnrad
(Raste)
- 23
- Schräge am Spiegelfuß (Raste)
- 24
- Luftspalt
- 25
- Luftspalt
- 26
- Luftspalt
- 27
- Ansatz
- 28
- schräge Flächen am
Spiegelkopf (Gegenanschlagmittel)
- 29
- schräge Flächen am
Spiegelfuß (Anschlagmittel)
- 30
- Hülse
- 31
- Ring
- 32
- Flansch
- 33
- Luftspalt
- 34a,
34b
- Nuten/Ausnehmungen
im Spiegelkopf
- 35
- Rundungen
(Radien Ra, Rb, Rc und Rd)
- 36
- planer
Bereich an den Rastnocken
- 37
- Plateau
auf den Rastnocken
- 38
- Flächen zwischen
den Rastausnehmungen (Zahnrad)
- 39
- Elektromotor
- 40
- Motorschnecke
- 41
- Geradverzahnung
- 42
- Klappwegbegrenzerteil
des Spiegelkopfes
- 43
- Spiegelglas
- 44
- Schwenkachse
- 45
- Steckerdeckel
- 46
- Steckerschacht
- 47
- Ringschnappverbindungsmittel
- 48
- Motorgehäusebereich
- 49
- Getriebegehäusebereich
- 50
- Scheibe
(am Antriebsgehäuse)
- 51
- Scheibe
(am Zahnrad)
- 55
- Untersetzungsgetriebe
- 61
- Motorbund
- 62
- Lageraufnahme
- 63
- Dämpfungsmittel
- 80
- Sintergleitlager
- 81
- Sintergleitlager
- 82
- Gleitlagerhülse (Motorwelle)
- 85
- Gehäusedurchführung
- 86
- kleinerer
Durchmesserbereich
- 87
- größerer Durchmesserbereich
- 88
- kleinere
ringförmige
Auflagefläche
- 89
- größere ringförmige Auflagefläche
- 90
- Befestigungsmittel
- 94
- Gegenstützrand
- 95
- Stützrand
- 100
- Außenrückblickspiegel